NLP-Übungen für Probleme und unerwünschte Gefühle – Teil 2

So ändern Sie kritische, innere Stimmen in Ihnen

Wir alle haben innere Stimmen, die uns kritisieren und manchmal das Leben schwermachen. Gerne sagen diese inneren Stimmen Dinge wie:

  • Was hast du denn da schon wieder getan!?
  • Du bist so ein Idiot!
  • Nicht einmal das schaffst du!

Oft haben wir auch die Stimmen von anderen Menschen ständig im Kopf. Wenn Ihr Chef  mehrmals am Tag zu Ihnen sagt: "Aus Ihnen wird nichts mehr." dann glauben Sie es irgendwann selbst und hören diese Stimme, auch wenn Ihr Chef gar nicht da ist. Wenn Sie genug von diesen Stimmen haben, dann versuchen Sie doch einmal, die Stimmen in Ihrem Kopf zu verändern:

  1. Machen Sie sich im Geiste die innere Stimme ganz bewusst, die Sie ändern wollen.
  2. Verändern Sie nun den Klang der Stimme. Wie würde sich die Stimme z.B. anhören, wenn Mickey Mouse sprechen würde oder wenn Sie statt dessen die Stimme von der Comicfigur Popeye hören würden?
  3. Sie können die Stimme auch einfach schneller machen, so als wenn Sie ein Tonband oder eine Platte schneller abspielen. Wie hört sich Ihre kritische Stimme dann an?
  4. Verändern Sie Ihre Stimme so, dass sie langsamer und verzerrter wird. So als ob in einem Tonband die Batterien alle sind. Die Stimme wird immer tiefer und langsam, fängt an zu leiern und verstummt letztendlich.
  5. Verändern Sie ruhig auch mal die Richtung aus der die Stimme kommt. Lassen Sie sie einmal von oben kommen, einmal von unten, vielleicht auch von hinten oder von der Seite. Spüren Sie nach ob die Stimme dann aus einer bestimmten Richtung schwächer und weniger "wirksam" ist. Sie können Sie dann entsprechend immer aus dieser Richtung kommen lassen, um sie abzuschwächen.

Achten Sie bei all diesen Übungen darauf, welche Veränderung in Ihrem Erleben der kritischen Stimme vor sich gehen, wenn Sie die Stimme wie vorgeschlagen verändern. Wählen Sie dann die Methode, mit der Sie die Stimme am wirkungsvollsten beeinflussen können.

Mit Problemen anders umgehen: Lachen!

Wenn Sie ein Problem in Ihrem Leben haben, dass Sie gefühlsmäßig belastet, können Sie folgende Übung durchführen:

  1. Stellen Sie sich vor Ihrem geistigen Auge einen guten Freund von Ihnen vor. Es sollte eine Person sein, die Ihnen wirklich wohlgesonnen ist und die außerdem sehr klug und sehr weise ist. Weil die meisten von uns keinen solchen Menschen real kennen, können Sie sich auch in Ihrer Phantasie so einen Menschen herbeiwünschen. Vielleicht fällt Ihnen eine bekannte Person ein, der Sie das zutrauen: z.B. ein Prominenter, ein Gelehrter oder eine Filmfigur. Wählen Sie eine Person, von der Sie denken, dass sie gütig, weise und Ihnen wohlgesonnen ist.
  2. Stellen Sie sich nun vor, Sie sitzen mit diesem Freund zusammen und schildern ihm Ihr Problem in allen Details. Während Sie nun immer mehr von Ihrem Problem erzählen, fängt Ihr weiser Freund an zu lächeln. Aus dem Lächeln wird bald ein gütiges Lachen und es dauert nicht lange, da kann sich Ihr Freund vor Lachen nicht mehr halten. Er klopft sich auf die Schenkel und ihm laufen Tränen über seine Wangen.
  3. Was löst das in Ihnen aus? Vielleicht können Sie Ihr Problem aus einem neuen Blickwinkel betrachten? Vielleicht lassen Sie sich anstecken und lachen gemeinsam mit Ihrem weisen und gütigen Freund? Und wenn Sie das nächste Mal mit Ihrem Problem konfrontiert sind, sehen Sie dann vielleicht das gütige Lachen Ihres Freundes vor Ihrem geistigen Auge.
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Durch Musik im Kopf Gefühle ändern

Wenn Sie bei einer Vorstellung immer wieder unangenehme Gefühle haben, können Sie die folgende Übung versuchen. Achtung: Beginnen Sie nicht gleich mit Ihrem großen Lebensproblem. Fangen Sie zum Üben lieber mit einer kleineren Schwierigkeit an.

  1. Stellen Sie sich vor Ihrem geistigen Auge die problematische Situation wie einen Film vor. Achten Sie dabei auf Ihre Gefühle.
  2. Wählen Sie nun eine beliebige Filmmusik, die Sie kennen und die überhaupt nicht mit dem unangenehmen Gefühl Ihrer problematischen Situation zusammenpasst. Vielleicht nehmen Sie eine Musik aus einem Cartoon oder wilde Zirkusmusik.
  3. Stellen Sie sich erneut die problematische Situation als Film vor und unterlegen Sie diesmal die Szene von Anfang bis Ende mit der Filmmusik. Wiederholen Sie diesen Schritt ruhig einige Male.
  4. Stellen Sie sich zum Abschluss noch einmal die problematische Situation als Film vor und überprüfen Sie, ob sich Ihre unangenehmen Gefühle geändert haben. Bei vielen Menschen sind die unangenehmen Gefühle sehr viel schwächer geworden oder sie sind komplett verschwunden.

 



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