Schau mal ...

„Wie ändert man etwas im eigenen Leben?“

Haben Sie auch schon mal versucht etwas in Ihrem Leben zu ändern? Und sind Ihre Versuche im Sande verlaufen? Dann sind Sie vielleicht an Ihren inneren Widerständen gescheitert. Wie kann man diese inneren Widerstände umschiffen?

 

"Self-Talk" – Wie reden Sie eigentlich mit sich?

Von Tania Konnerth

Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie Sie mit sich selbst reden? Selbstgespräche sind nämlich keineswegs nur etwas, das "seltsame Leute" tun. Auch wenn es vielen Menschen nicht bewusst ist, so führen wir alle täglich Selbstgespräche.

In unseren Gedanken senden wir uns selbst Botschaften – mal mehr, mal weniger, mal fast ununterbrochen. Und die Art und Weise, mit der wir da mit uns selbst kommunizieren, kann einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden und auf unsere Motivation haben. Hier erfahren Sie mehr über den so genannten "Self-Talk".

Der ständige Fluss der Selbstbotschaften

Laut ausgesprochene Selbstgespräche führen tatsächlich nicht allzu viele Menschen. Aber fast jeder kommuniziert dennoch ständig mit sich. Ja, auch Sie!

Wenn Sie z.B. so etwas denken wie "Warum habe ich das nun wieder gemacht?" oder "Ich muss nachher noch an die Milch denken." dann "sprechen" Sie mit sich selbst – führen also einen "Self-Talk".

Self-Talk findet auf folgenden Ebenen statt:

  • In der Form unserer Gedanken,
  • in Sätzen, die wir zu uns selbst sagen und
  • in Äußerungen anderen gegenüber, in denen wir etwas über uns sagen.

Leider die Regel: Negativer Self-Talk

Leider ist das, was wir uns selbst sagen, sehr oft extrem respektlos. Wir kritisieren uns, putzen uns runter und schimpfen mit uns.

Kaum jemand würde sich das von jemand anderem gefallen lassen, was wir uns da selbst an den Kopf werfen!

Nur merken wir oft nicht einmal, was wir uns da antun, denn unsere inneren Botschaften an uns selbst sind uns meist vollkommen unbewusst.

Beispiel

Die meisten Menschen lassen, wenn sie über sich selbst reden, kein gutes Haar an sich. Varianten dieser Schimpferei sind vielfältig:

  • z.B. Vorwürfe: "Mensch, diesen Fehler habe ich nun schon x-mal gemacht. Irgendwann könnte ich daraus ja auch mal lernen!"
  • oder Beleidigungen: "Ich dumme Gans!" oder "Immer stelle ich mich so dusselig an!"
  • oder Ironie und Sarkasmus: "Na, das war aber mal wieder wirklich glorreich von mir... " oder "Ich Genie!" (wenn etwas schief geht).
  • u.ä.
 

Stellen Sie sich nun einmal ein Kind vor, das den lieben langen Tag von seinen Eltern gesagt bekommt, wie "dumm", "unfähig" oder "unmöglich" es ist... "Das arme Kind!" denken Sie jetzt? 

Tja, und das ist genau das, was sich viele Menschen selbst antun – mit weitreichenden Folgen.

 

Schau mal ...

„Wie ändert man etwas im eigenen Leben?“

Haben Sie auch schon mal versucht etwas in Ihrem Leben zu ändern? Und sind Ihre Versuche im Sande verlaufen? Dann sind Sie vielleicht an Ihren inneren Widerständen gescheitert. Wie kann man diese inneren Widerstände umschiffen?

 

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Selbstbotschaften haben eine Wirkung

Über 50.000 Gedanken sollen wir täglich durchschnittlich denken – und nach Expertenansicht besteht davon der größte Teil aus Gedanken über uns selbst. Das kann natürlich nicht wirkungslos bleiben.

Sicher kennen Sie das Sprichwort "Kleider machen Leute". Auf unser Thema umgewandelt könnte es lauten: "Worte machen Leute" oder noch präziser: "Worte machen Stimmungen und Gefühle".

Der innere Dialog ist, wie gesagt, bei sehr vielen Menschen negativ. Und das hat Folgen, wie z.B.:

  • Unsicherheit,
  • Selbstzweifel,
  • Entmutigung,
  • Antriebsschwäche,
  • Lustlosigkeit,
  • Unwillen,
  • Trotz,
  • Unzufriedenheit
  • u.a.

Dass sich das auf Dauer negativ auf das Selbstbewusstsein auswirkt, liegt auf der Hand.

Darüber hinaus beeinflusst eine solche Haltung sich selbst gegenüber nicht selten auch unsere Grundstimmung ganz allgemein. Wer mit einem ewig negativen Selbstdialog lebt, sieht sehr oft auch vieles im Leben ähnlich negativ. Und das Gleiche gilt umgekehrt: wer die Welt negativ sieht, lässt kaum an sich selbst ein gutes Haar. Dieses sich gegenseitig bedingende System kann man zwar nicht von heute auf morgen durch einen veränderten inneren Dialog knacken. Aber mit kleinen Schritten können wir auf Dauer viel bewirken – in unserer Einstellung uns selbst gegenüber und auch gegenüber dem Leben an sich.

So machen Sie sich bewusst, wie Sie mit sich reden

Der erste Schritt, Ihren inneren Dialog zu ändern, ist ihn überhaupt erst einmal wahrzunehmen. So unbewusst, wie wir mit uns reden, so schwierig erscheint es, sich hier selbst auf die Schliche zu kommen. Aber es geht!

Tipp

Hier kann es sehr hilfreich sein, sich eine Zeitschaltuhr zu stellen, um sich regelmäßig an diese kleine Reflexionsübung zu erinnern.

 

Halten Sie zunächst mehrfach am Tag inne und machen Sie sich klar, was Sie gerade denken. Sammeln Sie Ihre Gedanken über sich selbst, damit Sie eine Übersicht bekommen. So wird es möglich zu erkennen,

  • in welchen Situationen Sie wie über sich denken,
  • ob Ihre Botschaften an sich selbst durchgehend negativ sind
  • oder ob Sie vielleicht auch schon eine Reihe von liebevollen und aufbauenden Gedanken zu sich sagen.

Halten Sie Ihre Gedanken ruhig auch schriftlich fest oder nehmen Sie sie auf Tonband auf.

Fragen zur Reflexion

Hier finden Sie einige Fragen, mit denen Sie Ihre Botschaften an sich selbst reflektieren können:

  • Welches Gefühl geben mir die Botschaften, die ich mir selbst sende? (z.B. ich fühle mich kraftvoll, demotiviert, angeregt, ausgelaugt u.ä.)
  • Wie wirkt das, was ich mir selbst sage auf mich? (z.B. respektvoll, abwertend, liebevoll, ungeduldig, genervt, wohlwollend o.ä.)
  • Welche Bilder kommen mir in den Kopf, wenn ich mir diese Botschaften mit einem gewissen Abstand anschaue? (Solche Assoziationen können uns Aufschluss über die Gefühlsqualität geben, wenn Sie z.B. ein rotes Tuch assoziieren, spricht das für Wut o.ä.)
  • Wie würde ich reagieren, wenn mir jemand anderes so etwas sagen würde? (Wie weiter oben schon beschrieben, würden wir uns viele Dinge, die wir uns selbst sagen, von anderen nicht widerspruchslos gefallen lassen. Sich einmal klarzumachen, wie wir reagieren würden, wenn diese Botschaft von einer anderen Person käme, hilft dabei sich bewusst darüber zu werden, wie unangemessen unsere Selbstbotschaften manchmal sind)

Wenn Sie erst einmal wahrnehmen, welche Botschaften Sie sich selbst senden, können Sie diese auch behutsam verändern. Negativen, vernichtenden und demotivierenden Sätzen, können wir etwas Positives, Aufbauendes und Liebevolles zur Seite oder entgegen stellen. Auf diese Weise wird Ihre Sprache und Ihr immer feiner werdendes Sprachgefühl in Bezug auf Ihre Selbstdialoge zu einem nützlichen Helfer.

Und dafür finden Sie hier noch einige praktische Tipps.