Schau mal ...

„Wie ändert man etwas im eigenen Leben?“

Haben Sie auch schon mal versucht etwas in Ihrem Leben zu ändern? Und sind Ihre Versuche im Sande verlaufen? Dann sind Sie vielleicht an Ihren inneren Widerständen gescheitert. Wie kann man diese inneren Widerstände umschiffen?

 

Die Kunst, anderen zu verzeihen

Von Tania Konnerth

"Das werde ich dir nie verzeihen!" ist einer der bittersten Sätze überhaupt. Bitter nicht nur für den anderen, sondern vor allem auch für sich selbst. Denn: Wer anderen nicht vergeben kann, schadet damit vor allem einer Person: sich.

In diesem Artikel möchten wir Ihnen einige Anregungen zum Thema "Verzeihen" geben, damit es Ihnen vielleicht in Zukunft leichter fällt, loszulassen.

Unser Bedürfnis, zu bestrafen...

Wir glauben unbewusst, den anderen damit zu bestrafen, dass wir ihm oder ihr nicht vergeben. Wir möchten uns gleichsam für die erlittenen Schmerzen, die Scham oder die gefühlte Demütigung rächen.

Ein Bedürfnis, das zwar menschlich und nachvollziehbar, aber leider nicht nützlich oder Erfolg versprechend ist.

Natürlich kann es eine Strafe für den anderen sein, wenn wir nicht bereit sind, ihm oder ihr zu vergeben. Aber wir übersehen dabei, dass wir am meisten uns selbst bestrafen, wenn wir nicht verzeihen können. Wir verurteilen uns nämlich dadurch dazu, nicht vergessen zu können. Wir halten die Gedanken an das, was uns angetan wurde, wach und somit auch den Schmerz. Es ist fast so, als würden wir selbst das Messer, das in der Wunde steckt, immer wieder umdrehen...

"Wer an seinem Schmerz festhält, bestraft sich letzen Endes selbst."

Leo. F. Buscaglia

Was Verzeihen bringt

Die Fähigkeit, verzeihen zu können hingegen ermöglicht es, dass die Wunden heilen können. Es geht darum, endlich loszulassen und uns somit von dem, was uns angetan wurde, zu befreien. Das bringt Erleichterung für die Seele und auch für den Körper, der ebenfalls unter dem Dauerschmerz leidet (und auch konkrete Symptome ausbilden kann).

"Die empfangene Ungerechtigkeit zu verzeihen,
bedeutet sich selbst die Wunde seines Herzen heilen."

Vinzenz von Paul

Verzeihen ist ein Akt der aktiven Lebensgestaltung, denn wir übernehmen damit Eigenverantwortung. Wer verzeiht, lässt nicht zu, dass andere Menschen oder Ereignisse das eigene Leben dauerhaft beeinflussen können. Wer vergeben kann, öffnet sich für Neues.

Verzeihen können zeigt Stärke

"Verzeihen ist keine Narrheit, nur ein Narr kann nicht verzeihen“

Aus China

Viele Menschen glauben, dass Verzeihen ein Zeichen von Schwäche ist. Tatsächlich ist aber genau das Gegenteil der Fall.

Es erfordert eine ganze Menge Kraft und Stärke, bereit zu sein, abzuschließen mit erlittenem Unrecht – aber: es kostet uns mindestens genauso viel Kraft und Energie, dauerhaft in der Opferposition zu bleiben, zu grollen, zu hadern und auf Genugtuung zu hoffen.

Wichtig: Verzeihen heißt nicht "gut heißen"

Eines ist im Zusammenhang mit dem Thema "Vergeben" ganz wichtig: Wenn wir verzeihen, heißen wir damit das, was der andere getan hat, nicht automatisch gut. Wir können es nach wie vor "falsch" finden, "niederträchtig", "unangemessen", "kriminell" oder was auch immer.

Wir entscheiden uns damit lediglich dazu, nicht länger zuzulassen, dass die Tat unser Leben dauerhaft negativ beeinflusst. Die Tat selbst aber wird dadurch nicht besser.

Schrittweise vorgehen

Würde es mit dem Verzeihen im Hauruck-Verfahren gehen, wäre die Sache deutlich leichter. Es erfordert aber meist ein sehr behutsames, schrittweises Vorgehen, damit wir Erlittenes loslassen können.

Gestehen Sie sich also ganz bewusst zu, dass das mit dem Verzeihen nicht immer gleich auf Anhieb klappt. Je tiefer die Wunden sind, desto länger brauchen wir oft, um vergeben zu können.

Nehmen Sie sich diese Zeit und schimpfen Sie nicht  mit sich selbst, wenn Sie merken, doch noch Groll zu empfinden. Das ist vollkommen menschlich. Indem Sie diese Regungen liebevoll annehmen, aber unbeirrt weiter daran arbeiten, Schritt für Schritt loszulassen, wird es Ihnen leichter gelingen, als wenn Sie von sich erwarten, die Sache mit einem sauberen Schnitt endlich zu beenden. Dass Sie sich das wünschen, ist natürlich verständlich, denn mit so einem Schnitt erhoffen wir uns, dass auch der Schmerz verschwindet. Aber der Begriff "Schnitt" ist hier bewusst gewählt, denn wenn Sie versuchen, etwas aus sich herauszuschneiden oder zu reißen, entstehen auch dadurch große Wunden...

 

Schau mal ...

„Wie ändert man etwas im eigenen Leben?“

Haben Sie auch schon mal versucht etwas in Ihrem Leben zu ändern? Und sind Ihre Versuche im Sande verlaufen? Dann sind Sie vielleicht an Ihren inneren Widerständen gescheitert. Wie kann man diese inneren Widerstände umschiffen?

 

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Aus dem Schmerz erwachsen

Dieses Bild mag etwas pathetisch wirken, aber uns scheint es sehr kraftvoll und zutreffend: Nutzen Sie das, was man Ihnen angetan hat, um darüber hinauszuwachsen.

Blumen haben die wundervolle Gabe, auch unter Geröll und Schutt hervorzuwachsen. Sie siegen letztlich, in dem sie das Hässliche durch ihre Blüten verschönern.

Allen, denen das jetzt etwas zu lyrisch war, bieten wir auf der folgenden Seite noch einige handfeste Tipps.