Tagebuch inkl. Videokurs Gelassenheit

Aus der Gehirnforschung: Liebe muss man machen

Vor kurzem habe ich über das Thema Verliebtheit geschrieben. Es ging um den rauschhaften Zustand, der in unserem Gehirn durch den Botenstoff Dopamin bei akuter Verliebtheit erzeugt wird. Du erinnerst dich vielleicht: Verliebtheit als Rausch, der einen richtiggehend unzurechnungsfähig werden lässt. Verbunden war damit die Warnung, keine übereilten Entscheidungen zu treffen. Sondern den Zustand der Verliebtheit zu genießen.

Doch was geschieht danach? Das habe ich mich gefragt. Was passiert, nachdem der Rausch der Verliebtheit wieder abgeklungen ist? Wir wachen ja nicht alle auf und sehen mit Entsetzen oder Gleichgültigkeit auf den Menschen neben uns. Und dann trennen sich unsere Wege wieder. Ganz im Gegenteil. Oftmals entsteht aus einer heftigen Verliebtheit eine tiefe Liebe und Zuneigung. Die ab und zu ja sogar ein Leben lang hält.

Wie entsteht Liebe? 

Wenn wir uns verlieben, ist ein Stoff in unserem Gehirn ganz besonders stark festzustellen: das Glückshormon Dopamin, das das berühmte Verliebtheitsgefühl in uns auslöst. Außerdem steigt auch unser Testosteronspiegel an. Das Hormon, das für unser sexuelles Verlangen verantwortlich ist. Übrigens sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Durch Verliebtheit und sexuelle Nähe wird ein weiterer Stoff verstärkt produziert: das Oxytocin, das gleichzeitig Hormon und Botenstoff in unserem Gehirn ist. Oxytocin ist dafür verantwortlich, dass wir uns einem anderen Menschen stärker verbunden fühlen. Deswegen ist es auch als Bindungshormon bekannt geworden.

Zunächst wurde die Bedeutung des Oxytocins in Verbindung mit der Geburt entdeckt und erforscht. Bei einer normalen Geburt wird Oxytocin im Gehirn produziert und verstärkt so die Bindung der Mutter an ihr Neugeborenes. Aber auch bei Erwachsenen untereinander produziert das Gehirn vermehrt Oxytocin, wenn sie sich körperlich nahe sind: beim Sex, Kuscheln, Schmusen und Küssen. Dies führt dann dazu, dass sich die Partner enger aneinander gebunden fühlen. Das geht so weit, dass in einer wissenschaftlichen Studie gezeigt werden konnte, dass gebundene Männer, denen Oxytocin verabreicht wurde, einen größeren Abstand zu einer attraktiven Frau hielten, die nicht ihre Partnerin war, als Single-Männer. Gebundene Männer fühlen sich an ihre Partnerin gebunden und bleiben ihr treu, wenn sie eben einen hohen Oxytocin-Spiegel haben.

Dopamin, Testosteron und Oxytocin sind also beteiligt, wenn wir uns verlieben und uns näherkommen. Anders ausgedrückt sorgen romantische Gefühle der Verliebtheit und körperliche Nähe dafür, dass langfristige Bindung zwischen Partnern entsteht. Zusammen mit gemeinsamen Erlebnissen und Erfahrungen wächst die Bindung immer stärker und dadurch entsteht das, was die meisten von uns Liebe nennen.

Am Anfang ist alles rosarot und dann …?

Am Anfang funktioniert das in den meisten Fällen ja auch sehr gut. Wir sind verliebt und wollen dem anderen nahe sein.

Nach einer Weile verliert sich der Rausch der Verliebtheit ganz automatisch. Der Effekt, den der Partner auf unser Belohnungssystem und die dortige Dopaminproduktion hat, wird schwächer. Und nach und nach löst sich die rosarote Brille in Luft auf und wir können wieder frei sehen. Dann erkennen wir auch mal Seiten an unserem Partner, die wir nicht so gerne sehen. Man ist vielleicht öfter mal genervt und ärgerlich. Und geht oftmals auch körperlich auf Distanz.

Bei den meisten ist es doch so: Wenn sie sich viel ärgern oder streiten, suchen sie nicht unbedingt die Nähe des anderen. Und genau das bleibt leider meist nicht ohne Folgen: Nachlassende Nähe kann dazu führen, dass wir uns dem Partner weniger verbunden fühlen. Und wie ich weiter oben schon erklärt habe, wird dadurch dann auch wieder weniger vom Bindungshormon Oxytocin ausgeschüttet. Und dies wiederum ist leider manchmal der Anfang vom Ende. Sodass es irgendwann womöglich heißt: „Wir haben uns auseinandergelebt.“ „Wir passen doch nicht zusammen.“ Oder: „Ich habe mich in jemand anderen verliebt.“

Um das zu verhindern, kann es also helfen, sich häufig körperlich nahezukommen, sich regelmäßig zu umarmen, miteinander zu kuscheln und Sex zu haben. Denn dabei wird Oxytocin produziert und man fühlt sich dem anderen verbunden. Auch in Zeiten, in denen es mal nicht so läuft.

Was bedeutet das nun für unser ganz konkretes Leben?

Wenn Sex und körperliche Nähe so wichtig sind, könnten wir ja vielleicht versuchen, uns nahezukommen, auch wenn uns mal nicht der Sinn danach steht. Muss es immer die unbändige Lust sein, die zum Sex führt? Kann sexuelles Verlangen nicht auch beim „Tun“ entstehen? Die Neurowissenschaften sind da recht eindeutig: Ja, der Testosteron-Spiegel steigt an, wenn wir Sex haben. Daher könnte es doch eine gute Idee sein, sich wieder bewusst anzunähern. Zu kuscheln, auch wenn gerade kein Bedürfnis dazu da ist.

Ich höre schon die vielen „Ja aber“, die beim Lesen dieser Sätze hochschießen. „Ja aber, soll ich mich denn quasi selbst vergewaltigen, um mit meinem Partner zusammen zu sein?“

Nein, ein sehr vehementes Nein ist die Antwort. Natürlich nicht. Wenn du deinen Partner so gar nicht mehr berühren magst, dann ist es vielleicht wirklich besser, es zu lassen. Und tiefere Ursachenforschung zu betreiben. Wieso z. B. der Mensch, den du mal geliebt hast, dir zuwider ist. Sicher ist es dann auch empfehlenswert, sich die Partnerschaft im Ganzen genauer anzuschauen. Zu ermitteln, was alles im Argen liegt, und sich zu überlegen, am besten gemeinsam, wie es denn weitergehen kann und welche Faktoren in eurer Beziehung einfach falsch laufen.

Du kannst deine Probleme lösen.

Aus eigener Kraft. Ohne Coach und Therapeut. Wie das geht, lernst du im Selbstcoaching-Programm.

Versteh mich nicht falsch. Ich halte Umarmungen, Küsse und Sex nicht für einen Rettungsanker kaputter Beziehungen. Aber wieso nicht dieses neurologische Wissen nutzen, um seiner Beziehung wieder mal eine kleine Erfrischungskur zu geben? Was sollte dagegensprechen, wenn man seinem Neurotransmitter- und Hormonhaushalt einen kleinen Schubs gibt?

Vielleicht magst du deinen Partner aber noch ganz gerne und der Sex und die körperliche Nähe sind nur ein bisschen im Alltagstrott verschüttgegangen. Dann könnte es sich für dich lohnen, sich mal ganz bewusst vorzunehmen: „Heute verführe ich ihn nach dem Abendprogramm.“ Oder: „Ich gebe ihr eine wohltuende Massage, die dann gerne auch etwas weiter gehen kann.“

Ach ja, erinnerst du dich? Neben der körperlichen Nähe sind auch die romantische Liebe und Verliebtheit wichtig, um einander verbunden zu bleiben. Ist der Rausch der ersten Verliebtheit erst einmal vorbei, lässt er sich in dieser Intensität kaum wiedererwecken. Dennoch kann man sich immer wieder ein wenig neu in seinen Partner verlieben.

Das passiert meistens dann, wenn wir den anderen auf neue Art erleben und sehen. Vielleicht fragst du dich: Wie soll das gehen? Das geht, wenn man z. B. etwas zusammen macht, was man noch nie gemacht hat. Für den einen kann das ein spontaner Wochenendtrip nach Paris sein. Manchmal reichen aber auch Kleinigkeiten, wie z. B. ein spontan verabredetes Treffen in einem Café, wenn man sich sonst immer nur zu Hause sieht. Versuch doch einfach einmal, deinen Partner aus einer anderen Perspektive  zu sehen. So, wie du ihn damals mit deinen verliebten Augen gesehen hast. Schaffe eine Situation, die nicht alltäglich ist. Suche nach Seiten, die dir an deinem Partner noch unbekannt sind. Lass dich überraschen von der tollen Frau oder dem interessanten Mann, den du damals kennen gelernt hast. Sein Lächeln, wie sie die Haare zurückwirft …

Und dann verliebe dich ein klein wenig neu in sie oder ihn. Und fühle womöglich auch wieder stärker die Lust, ihm oder ihr körperlich nahe zu sein. Und eine tiefe Liebe kommt auf …

37 Tipps für mehr Nähe in der Partnerschaft

Und was könnest du nun ganz konkret für deine Partnerschaft tun?

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Kommentare

  • Schöne Erklärung um zu verstehen, warum Sex zum Verlieben für Männer tatsächlich (wissenschaftlich erklärbar) dazu gehört und dass diese Art des wichtigen Weges zum Aufbau zusätzlicher Bindung von Frauen somit nicht zunichte gemacht werden sollte !!!

  • Allein schon wie viele unterschiedliche Meinungen es hierzu gibt, zeigt vielleicht, dass die Begründung mit der Chemie doch nicht richtig ist?! Ich sage das bewusst etwas provozierend, weil ich diese Diskussion unglaublich spannend finde und ich nahezu darauf hoffe, dass andere meine Meinung überhaupt nicht teilen: Körperliche Nähe und Oxycotin funktionieren nur, wenn man das will, aber nicht, wenn man sich dazu überwinden muß?! Gibt es also vielleicht noch etwas, was vor dem Oxytocin kommt oder kommen sollte? Wenn ich in diesem Zusammenhang als Nicht-Chemiker ;-) etwas falsch verstanden haben sollte oder auch sonst, freue ich mich auf jede Nachricht.
    Viele Grüße und frohe Ostern!
    Christian

  • Körperliche Nähe ist unheimlich wichtig, um sich geliebt und geborgen zu fühlen.

    Auch in beziehungstechnischen Flauten ist es wichtig, diesen Kontakt nicht zu verlieren, denn trotz aller Widrigkeiten sollte man vergessen, dass man sich liebt! ;-)

    erholsame Osterfeiertage
    Matthias

  • Hallo Sylvia,

    ich würde gerne mehr über die NS-Experimente mit Liebesentzug bei Kindern erfahren, von denen Sie sprachen. Wer führte sie durch bzw. wo kann ich mehr dazu erfahren?

    Viele Grüße
    Joesy

  • Feste Verabredungen zum Kuscheln halte ich für eine tolle Sache. Aber das mit dem Sex „auf Bestellung“ ist, finde ich , ein sehr zweischneidiges Schwert.
    Es wird mit diesem Tipp ein Druck zu sexueller Liebe aufgebaut, der eh‘ schon sehr hoch ist. Und wer nicht „zweimal pro Woche“, …
    und schon hat man das Gefühl, dass man was verkehrt macht (gilt fürMann und Frau).

    Gerade als Frau ist man in Gefahr, bei etwas mitzumachen, was man gerade eigentlich nicht wollte, weil “ alle das empfehlen“…“andere das ja auch so machen“….usw.
    Auch ich habe mich aus Liebe viele Jahre in meiner Ehe immer wieder „bequatschen“ lassen. Nicht, dass es nicht auch irgendwie schön gewesen wäre, aber es hat jedenfalls meine Beziehung nicht verbessert, sondern diente eher dazu, Gespräche zu vermeiden und alles mögliche unter den Teppich zu kehren.Ich hätte manchesmal viel lieber nur gekuschelt oder Händchen gehalten oder..(Ich glaube, das hätte bei mir wesentlich mehr Oxytocin freigesetzt), aber das fiel dann flach. Und meine Ehe liegt in Trümmern.

    Deshalb mein Plädoyer:
    Bitte keine Tipps zu Häufigkeit von Sex in guten Beziehungen, außer vielleicht dem: Hört auf euer Herz.

    Liebe Grüße

    Bärbel

  • Danke für den aufschlussreichen und wichtigen Beitrag „Liebe muss man machen“.
    Danke auch Sabine und Kiki für ihre wertvollen Anregungen.

    Die Botenstoffe unseres Gehirns steuern uns.
    So „funktioniert“ (leider) unser Körper.
    Das ist der Nachteil.
    Der Vorteil ist, dass wir mit diesem Wissen die Ausschüttung dieser Stoffe gezielt freisetzen können, wenn wir bewusst körperliche Nähe suchen.

    Diese Botenstoffe sind aber nur ein Mosaik-Steinchen einer glücklichen Partnerschaft.
    Ein weiteres Steinchen erwähnte Sabine in ihrem Beitrag.

    Ihren Vorschlag, regelmäßig Zwiegespräche zu führen, finde ich gut.
    Wirkliche Beziehungsarbeit beginnt bei der Kommunikation.
    Jeder sollte sich schon als Single mit dem Thema Kommunikation befassen und nicht erst, wenn es in einer Beziehung schon brennt.

    Wenn ich ein teures, kompliziertes Gerät kaufe, lese ich selbstverständlich die Gebrauchsanweisung.
    Warum „lese“ ich nicht auch die „Gebrauchsanweisung“ meines Partners?

    WIE er „tickt“ und WARUM kann ich lernen.
    Für diese wichtige Arbeit gibt es „EPL“, ein „EIN PARTNERSCHAFTLICHES LERNPROGRAMM“ des Instituts für Forschung und Ausbildung in Kommunikationstherapie e.V.

    Der gemeinnützige Verein bietet drei interaktive EPL-DVDs für 10 €/Stück an .
    In Deutschland und angrenzenden Ländern gibt es außerdem viele Anbieter von EPL-Kursen.

    Das nächste Mosaik-Steinchen brachte Kiki ins Spiel.

    Ohne gegenseitige Wertschätzung ist eine Beziehung keine wirkliche PARTNERschaft.
    Bei fehlender Wertschätzung leben wir keine faire, gleichberechtigte Beziehung auf Augenhöhe.

    Unser Partner kann tatsächlich ein wertvoller Spiegel für uns sein. Wenn ich von ihm zu wenig Wertschätzung erhalte gebe ich mir selbst sicher auch zu wenig.

    Ich sollte mir folgende Fragen stellen:
    Würde ich mir auf Dauer die fehlende Wertschätzung meines Partners tatsächlich gefallen lassen, wenn ich mich selbst wirklich wertschätzen würde?
    Oder hätte ich die Beziehung vielleicht schon längst beendet, wenn ich genug Mut und Selbstbewusstsein hätte?

    Liebe Grüße,
    viel Erfolg beim Kommunizieren,
    Freude beim Freisetzen eurer Botenstoffe ;-)
    und einen guten Start in die neue Woche

    Bernhard G. S.

  • Thema „normale Geburt“
    Bitte vezeiht mein KorinthenKackertum, doch bei der hohen Kaiserschnittrate, geplanten GeburtsTerminen und viel zu vielen Geburten im Krankenhaus (letzteres ist meine persönliche Meinung), weiß heutzutage doch kaum wer*, was eine „normale“ Geburt ist.
    * zumindest gefühlt
    Ich nehme an, dass deswegen in HebammenKreisen von „natürlicher“ Geburt gesprochen wird. Vlt könnt ihr es ja übernehmen ;o)
    Lieben Gruß +
    Danke für’s Thema!

  • Nix für ungut, Sabine, aber

    wo gibt’s denn Männer, die mit ihrer jahrelangen Partnerin 90 Min. reden und ihr uneingeschränkt zuhören ?

    Die meisten Frauen wären schon mit 5 Min. zufrieden ;-)

    • Hexe schreibt am 15. April 2013

      …das würde mich auch interessieren, wo es solche Männer gibt ;-)

      Wenn Ihr das Nest gefunden habt, sagt Bescheid ;-)

      Nee, mal im Ernst. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, wie phantasievoll mein (mittlerweile) Ex-Partner sich vor solchen Zwiegesprächen gedrückt hat. Wir haben es keine 5 Min. geschafft, ohne sogleich einen handfesten Streit zu bekommen. Für solche Techniken muß vor allem der Mann geschaffen sein. Leider!

      LG von der Hexe

    • Sabine schreibt am 23. April 2013

      Die Sorte ist eventuell etwas schwieriger zu finden … ABER es liegt an jedem selbst wie wichtig einem diese Gespräche sind. Also selber einberufen, nichts erwarten, nicht aufgeben und langsam anfangen (vielleicht z.B. jeder nur 30 Minuten). Ausprobieren – ich habe gute Erfahrung damit gemacht. Nur zu. :-)

  • Aus meiner Sicht ist „Arbeit“ in einer Beziehung notwendig und zwar in sofern, mit dem Partner zu kommunizieren. Es ist wichtig sich immer wieder dazu einzuladen, die Welt und Sicht des anderen zu kennenzulernen.

    Als Kommunikationsmethoden gefallen mir die Zwiegespräche (Dyalog) nach Michael Lukas Moeller und auch die Imago Methode (gelesen bei Sabine Bösel und Roland Bösel) sehr gut. Für mich grossartige, lesenswerte und hilfreiche Autoren.

    Grundlage beider Methoden ist es sich dem Partner mitzuteilen und einfühlbar zu machen. Rein statistisch reden „wir“ am Tag ca. 2 min „wesentlich“ – also über uns selbst – z.B. wie Situationen empfunden wurden. Was auf Dauer zur Entfremdung führt (nach dem Rausch und der Neugier der anfänglichen Verliebtheit).

    Um die Welt des Anderen kennenzulernen verabredet man sich zu wöchentlichen festen Terminen von ca. 90 min. Jeder erhält Redezeit, in der der andere nur zuhört. Die Rede-/Hörzeit wird gleich verteilt z.B. 15 minütiger Wechsel.

    Regeln (Zwiegespräche):

    Vorab – keinerlei Störungen zulassen.

    Bei sich bleiben! Keine Wertungen, sondern so oder so habe ich dies und jenes empfunden. Ich habe daher so und so reagiert. Das hat dies und jenes in mir ausgelöst … UND keine Fragen. Nur Hören.

    Durch diese Art von Kommunikation konnte ich mich in die Welt des Partners einfühlen und auch bei unangenehmen Themen fühlte ich mich nie angegriffen. Jeder malt in den Gesprächen ein „Bild“ und kann so viel besser verstanden werden.

    Manchmal fallen diese Termine schwer – hat man es geschafft, ist man dem anderen ein ganzes Stück näher – verbundener. Auch körperlich – der Schubs für die Neurotransmitter geschieht hier ganz automatisch. :-o

    (Nebenbei – das Unbewusste möchte keine Veränderung lt. neuer Hirnforschungen – das kommt auch nach Moeller im Paar zum Tragen. Daher ist es wichtig dran zu bleiben, Raum zu geben und die Termine nicht zu vermeiden, um dann wie bei einem Tanker ganz allmählich auf neuen Kurs zu kommen.)

    Die Imago Methode ist ähnlich, doch der Hörende wiederholt das Gehörte, um zu spiegeln. So weiß der Sprechende, dass er auch wirklich gehört wurde.

    Die Gespräche bedeuten Veränderung und sind bereichernd.

    Viel Spass beim Ausprobieren und ein bleibt neugierig aufeinander. :-)
    Herzlich Sabine

  • Danke für die vielen Gedanken, die meinen Weg, den ich gerade gehe bestätigen. Ich bin seit längerem Single, habe mich nach drei kaputten Beziehungen nach der vierten gesehnt aber dann mir erstmal eingestanden, dass ich mit mir selbst klar kommen muss und nicht meinen Lebenssinn aus der Partnerschaft zu ziehen. Eine Partnerschaft ist das Sahnehäubchen auf einem Leben, in dem man sich selbst aushalten kann. Einen guten Abend

  • Ja, und mangelnde Wertschaetzung des Partners ist letzendlich die mangelnde Wertschaetzung unser selbst. Mein Tip: Wenn ihr wieder mal unzufrieden seid mit eurem Partner, staendig an ihm herumnoergelt, Streit sucht etc., wendet den Blick erstmal zu euch selbst und fragt euch, was ist eigentlich mit MIR los? Was ist es, was mich unzufrieden macht? Es ist nicht der Partner. Er ist nur der Spiegel in den ihr schaut und in dem ihr Seiten seht, die ihr an euch selbst lieber nicht sehen wollt! Es ist so leicht, die „Schuld“ immer im Aussen zu suchen anstatt uns zu fragen: Was hat das ganze mit mir zu tun? So gesehen ist der Partner, mit dem wir zusammenleben ein hervorragendes „Mittel“ uns selbst besser kennen zu lernen, anzunehmen und zu lieben!

  • Violetta Georgescu-Kyburz schreibt am 24. März 2013 Antworten

    Ein Kompliment an Nicole für den gelungenen Artikel und ein Dankeschön an Euch alle, für die inspirierenden Kommentare:-)
    Ich möchte zu den Themen Nähe und Sex noch einen anderen, wichtigen Faktor nennen, der ein absolutes „Wundermittel“ für eine glückliche Beziehung ist: Wertschätzung.
    Und es muss ja auch nicht unbedingt immer Sex sein. Auch mit Nähe und Zärtlichkeiten kann man dem Partner zeigen, wie anziehend und attraktiv man ihn findet und eben – wie sehr man ihn schätzt.
    Sex ist allerdings, wie Nicole absolut zu Recht erwähnt, für die gegenseitige Bindung der Partner wichtig ist.
    Für eine gute Beziehung braucht aber auch Wertschätzung.
    Mangelnde Wertschätzung ist übrigens oft die Ursache für Streitigkeiten und Unzufriedenheit in der Beziehung.
    Ich wünsche allen einen schönen, entspannten Sonntag
    Violetta

  • Herzlichen Dank – dieser liebevolle Artikel kommt in eine Zeit, wo mein Lebenspartner und ich uns darauf freuen das erste Mal Grosseltern zu werden – und in Kürze unseren 45. Hochzeitstag zu feiern.
    Eine lange Beziehung so lange wach und warm zu erhalten, ist ein Geschenk. Vielleicht ist der Schlüssel dazu, dass man einander auch los-lässt – Raum lässt, sich zu der ureigenen Persönlichkeit zu entwickeln – wach dafür bleiben um einander innerlich wachsen zu lassen – neugierig bleibt auf das Leben.
    Wie schrieb doch A. de Saint Exupéry so schön: „Liebe besteht nicht darin, dass man einander anschaut, sondern dass man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt.“
    Die Frage von Ihnen Hendrik: Ja – ich erlebe meine Freundschaften und Beziehungen sehr viel näher und inniger je älter ich werde.
    Gegenüber den früheren Jahre, wo die anerzogene Zurückhaltung, mich oft hinderte lange Beziehungen einzugehen, verhilft mir die Liebe zu meinem Mann zu einer grossen innerlichen Sicherheit. Und dies lässt zu, dass ich sehr offen geworden bin – und das bereichert alles, was in meinem Leben geschieht.
    Ganz herzlich einen gemütlichen Sonntag –
    Susanna

  • Einen verliebten Sonntag allen zusammen!

    In allen Zuschriften finde ich mich wieder, aber am meisten bei Thomas und Wolfgang.

    Es gibt so viele Möglichkeiten, mit sich selbst zufrieden und glücklich zu sein, was wiederum die Basis dafür hergibt, von ganzem Herzen einen anderen Menschen zu lieben. Nach jahrelangem Suchen und Finden lebe ich jetzt (mit 49 :-)) danach und habe immer wieder Ideen, um menschliche Nähe auf seelischer, geistiger und auch körperlicher Nähe zu (er)leben. Letztendlich habe ich auf dieser Basis vor nicht allzulanger Zeit einen Mann gefunden, der sich als Bereicherung herausstellt und deshalb gar nicht „verlorengehen“ kann. Somit lösen sich auch alle Verlustängste auf.

    Ich wünsche allen einen entspannten Sonntag mit Sonne im Herzen!

    Katja

    • Claudia schreibt am 26. März 2013

      Hallo Katja,
      das freut mich, dass du deinen Weg zu dir und somit auch zu anderen Menschen (und deinem Partner) gefunden hast. Das fühlt sich sehr gut an.
      Ich befinde mich noch auf dem Weg dahin…. Mein Verstand weiß ganz viele Dinge, aber in der „Praxis“ für mich selbst zu sorgen, da stolpere ich doch noch….. ;-).
      Würde gerne mehr über die Möglichkeiten erfahren, die du siehst, mit sich selbst glücklch und zufrieden zu sein. Vielleicht magst du davon erzählen?
      Herzliche Grüße,
      Claudia

  • Hallo,

    Lieben Dank für diesen Artikel… Wird meinen Tag beeinflussen, und auch den meiner Partnerin. :-)

    In diesem Sinne, wünsche ich einen schönen Sonntag.

    Liebe Grüße

    Mirko

  • Guten Morgen,
    inhaltlich finde ich diesen Text „SEHR GUT ERKLÄRT.“
    Allerdings- bin ich über das Wort „NÄHE“ einige Male gestolpert…
    Die Sexualität – die Berührungen – die Gespräche – das miteinander Tun und vieles mehr, stimulieren meine Partnerbeziehung immer wieder auf’s Neue- und wir streiten uns auch…
    Letzteres wünsche ich mir über einen/meinen/unseren Achtsamkeitsweg irgendwann, verabschieden zu können…
    Kritisch zu betrachten ist in meiner Partnerschaft das Thema „NÄHE“
    Von mir selbst behaupte ich, geradezu „SÜCHTIG“ nach NÄHE zu sein…Mein Partner (Hautkrank) fordert eine Menge DISTANZ ein- bzw. stellt Fallen auf, (um die er nicht unbedingt weiß) in die ich „sofern ich außerhalb meiner ACHTSAMKEIT bin“ voll hinein spaziere…
    Das zur NÄHE/DISTANZ-Erklärung…
    Zur Zeit führen wir eine Fernbeziehung, wollen in absehbarer Zeit näher zueinander ziehen…Komischerweise, fühle ich bei diesem Gedanken ein leichtes Grummeln im Bauch, was aussagen könnte, daß auch ich vielleicht ein NÄHE/DISTANZ-Problem haben könnte, und wir uns deshalb gefunden haben…
    Möglicherweise, haben wir beide ähnliche Ängste…
    Wieviel NÄHE kann eine Partnerschaft ertragen- bzw. wollen wir lieber Dauerverliebte sein??? Oder möchte ich die Sandkasten-Situation weiter pflegen???
    NÄHE braucht Raum und Vertrauen um SELBST-ERHALTEND existieren zu können…
    Das Freizeitgewicht, sollte bei jedem einzelnen der Paare gut ausgelotet sein, sodaß man sich die Chance einer Selbstentwicklung
    erhalten kann…Dieses LASSEN-können, befruchtet eine Partnerschaft enorm…
    Ansonsten, lasse ich der Phantasie im Miteinander viel Spielraum…

  • Guten Morgen,
    Liebe und „müssen“ geht gar nicht, passt nicht zueinander !!!
    Ich halte es mehr mit dieser Haltung: „Unser Leben kann nicht immer voll Freude aber immer voll Liebe sein.“ (unbekannt) – und neige mich von daher den Stimmen zu, die sich in diese Richtung geäußert haben. Liebe ist ein Geschenk, welches sich gleichzeitig im Geben und Nehmen zeigt – und das ist ihr Wesen: schenken und empfangen und sich in Beidem gleichzeitig zu erleben – dann öffnet sich das Herz, die Emotionen fließen und Einseitigkeiten können auf diese Weise kaum (längerfristig) existieren. In diesem Gleichgewicht fließt der Strom des Lebens und der Liebe.
    Die einzige „Ausnahme“ besteht für mich darin, dass eine Art von Wollen förderlich für (die) Liebe ist: mich immer wieder für sie zu entscheiden, auf mich und meine Gegenüber zu schauen und meine Handlungen und Haltungen zu reflektieren. Liebe „zu wollen“ bedeutet auch die Fähigkeit zu entwickeln, sich und anderen zu vergeben, die Liebe stets neu zuzulassen und ihr Chancen zu geben, sich immer wieder im Leben zu manifestieren.
    Einen ganz ganz schönen Sonntag – wünscht Nele

  • Hallo Wolfgang,

    ich glaube, ich weiß, was Du meinst. Ja- Liebe ist mit Sicherheit eine Haltung- eine Geisteshaltung. Ich fühle mich zu einem Menschen verbunden, spüre die Seele des anderen und bin glücklich. Probleme gibt es hier auch, aber ich entscheide mich immer wieder für diesen Menschen. Vielleicht kann diese Haltung nur funktionieren, wenn ich mir selbst genug bin, ich nicht das Gefühl habe, den anderen, oder andere zu brauchen. Ich selbst bin Liebe und entdecke in Augenblicken, in Situationen Liebe und kann diese Liebe weitergeben.
    Wenn ich „brauche“ fordere ich automatisch ein, ich denke ich muss, ich will bekommen… Liebe schenkt und verschenkt sich. Wenn ich mich selbst liebe, dann kenne ich mich, weiß, was mir guttut, ich habe Achtung und Respekt vor mir und lasse mir nicht alles bieten, ich kann klare Grenzen setzen, ich kann mich und meine Launen aushalten, muss nicht vor mir weglaufen, bleibe bei mir und bin beständig… und dies wird sich im Gegenüber spiegeln und in den Beziehungen.

    Den Artikel finde ich sehr gut, und ich sehe hier einen Vergleich zwischen Arbeit und Liebe. Arbeit macht sich nicht von alleine. Liebe macht sich nicht von alleine. Um zu arbeiten bringe ich eine gewisse Grundhaltung mit, es gibt Gesetze, Rituale, Übungen…. und so gelingt die tägliche Arbeit.

  • Der Kommentar von Thomas – wirklich toll. Diese Einstellung gefällt mir sehr. Viele von uns sind dazu bestimmt ihr Leben als Single – oder verwittwet zu führen. Dies vielleicht auch, dass wir erkennen, dass wir lernen müssen eine Portion Egoismus im wahrsten Sinne des Wortes zu entwickeln. Ist es nicht so, dass wir immer in unseren geheimsten Gedanken für jemanden anderen „DA“ sein wollen ? Auch diesen Gedanken sollten wir loslassen. Manchmal mag es frustrierend sein niemanden zu haben mit dem man „austauschen“ kann, doch als ich diesen Gedanken losliess – und nach Aussen ging, traf ich Menschen mit tollen Gesprächen, die mich vergessen liessen, Single zu sein. Ich erlebe bei mir so oft, dass krampfhaft gesucht wird die Partnerschaft zu „wiederbeleben“, diese mit einem Kind zu kitten versuchen, etc. etc. – und schlussendlich ist einzusehen, dass der gemeinsame Weg einfach zu Ende ist. Ich frage mich nicht mehr, ob es so ist, dass wir nur für eine gemeinsame Zeit zusammen sind – einer entwickelt sich so – der andere bleibt stehen – und dann trennen sich die Wege wieder. Ein krampfhaftes Anklammern an eine Beziehung, die einfach nicht mehr funktioniert aus irgendwelchen Gründen ist nur noch ein Ausharren, Frustation, und der kleinste Funke von Lebensfreude siecht dahin. Kann es das sein ? Denn so komme ich wieder in die Opferrolle, in die ich eigentlich gar nicht will. Locker, leicht und dankbar seinen Lebensweg gehen – und nicht krampfhaft nach einem Partner Ausschau halten; denn wenn es bestimmt ist – fällt er uns zu. Das Geheimnis glücklicher Paare ist wohl vom Anfang an, dass jeder jedem einen gewissen Freiraum gewährt, anstatt laufend aneinander zu kleben. Als ich vermeinte unbedingt das noch zu erhalten, was ich in der langen Leidenszeit meines verstorbenen Mannes vermisste, da durfte ich meine Erfahrungen machen. Als ich jedoch erkannte, was ich als Single noch alles Befreiende erleben durfte, wurde mir klar, dass mein Leben nicht von einer Partnerschaft abhängig ist. Wieviel ich in den letzten Jahren von Menschen liebevoll umarmt wurde und diese auch umarme, dies hätte ich nie „erwartet“ – und der Zufall „fand“ auch einen liebevollen Partner, wenn ich ihn auch nur selten sehe mein Leben enorm bereichert. Neugierig sein auf das Leben im AUSSEN – zugehen auf andere Menschen – mit einem Lächeln – denn dies ist ein wahres Wundermittel. Ich wünsche Euch ein Lächeln auf Euren Gesichern – eine Portion Dankbarkeit – und eine grosse Portion Lebensfreude für die kommende Zeit – und – ja Neugierde auch nicht zu vergessen auf das, was das Leben so bereit hat. Herzliche Grüsse – Heide

  • Wolfgang (Erfolgstrainer) schreibt am 24. März 2013 Antworten

    Die größte Illusion der Menschheit ist, dass Liebe nicht ewig sein kann. Wir wissen viel zu wenig, meinen aber alles zu wissen: Das ist aber nur Alltagswissen und zumeist falsch. Selbst Schlagertexte beschreiben das Wesen der Liebe falsch. Liebe ist eine Geisteshaltung. Sie ist nicht vom anderen Menschen abhängig. Wenn sie abhängig ist, dann ist sie instabil. Wenn es mein Wesen ist dann ist sie stabil und hält den größten Sturm aus. Dann bin ich nicht verliebt aufgrund eines äußeren Zustandes, sondern ich bin Liebe. Ein solcher Mensch sucht auch nicht ständig neue Partner. Er sucht und findet seinen Seelen-Partner. Und diese Beziehung ist ein Leben lang stabil. Aber diese Liebe basiert auf einer geistigen Verschmelzung zweier Seelen. Die körperliche Vereinigung ist dann nur eine Folge der geistigen und um so schöner. Die meisten Menschen geben sich mit der körperlichen Vereinigung zufrieden. Sie haben keinen Zugang zu ihrer Seele und wissen nicht was das Wesen des Menschen ist.

    • Anja schreibt am 24. März 2013

      Wolfgang, ich stimme Ihnen zu.Sie haben mir aus dem Herzen gesprochen.Liebe ist eine Geisteshaltung.Man liebt.Die Liebe eines anderen Menschen gehört einem nicht.Ich dachte,ich hätte meinen Seelen-Partner gefunden.Es fühlte sich an, als wenn ich angekommen wäre…doch es war nicht so.Er suchte sich eine neue halb so junge Partnerin.Ich lasse in Liebe los und es geht mir gut dabei.Herzliche Grüße Anja

    • Claudia schreibt am 26. März 2013

      Hallo zusammen,
      ich teile Wolfgang´s Meinung, dass Liebe eine Geisteshaltung und nicht von anderen abhängig ist.
      Jedoch bin ich mitlerweile überzeugt, dass es nicht nur den! einen Seelen-Partner gibt, den man im Laufe seines Lebens begegnen kann. Ich glaube, dass wir im Laufe unseres Lebens mehreren Seelen-Partnern begegnen können, wenn man bedenkt (und das ist jetzt die spirituelle Sicht), wie vielen Seelen man in seinen vielen früheren Leben nahe stand.
      Der Glaube an den! einen Seelen-Partner birgt auch immer die Gefahr, sich möglicherweise in eine „romantische“ Suche nach dem einen zu verrennen.
      Ich hatte das große Glück, einen Seelen-Partner eine zeitlang an meiner Seite zu haben. Große Nähe, tiefe Innigkeit und grenzenloses Vertrauen und Offenheit. Und dennoch haben wir unterschiedliche Richtungen im Leben gehabt, so dass wir uns schweren Herzens getrennt haben.
      Herzliche Grüße,
      Claudia

  • Im Laufe einer Beziehung gibt es im Rückblick sehr viele schöne gemeinsame Erinnerungen.
    Wenn wir uns dann gedanklich die schönsten Momente Revue passieren lassen, schüttet das doch auch das Bindungshormon Oxytocin aus.
    Und so kann eine Beziehung immer wieder neu gefestigt werden.
    Nicht umsonst hiess es früher:
    Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die heiteren Stunden nur.

  • Ein interessanter, bereichernder Artikel!
    Nur was machen wir, die wir alleine leben und wo kein Partner in Sicht ist, obwohl wir uns liebevoll annehmen, Kontakt mit Menschen suchen?
    Wie kompensieren wir diesen Mangel an Körperkontakt, der uns zum sozialen Wesen erblühen lässt?
    Ich bin gespannt auf eine Antwort.

    Elisabeth

    • Claudia schreibt am 24. März 2013

      Guten Morgen,

      dieser Frage möchte ich mich anschliessen.
      Ich kompensiere zwar über körperliche Nähe zu meinen Tieren und freundschaftliche Körperlichkeiten zu meinen Freunden, aber dennoch ist der „Effekt“ bei weitem nicht der gleiche!?

      Einen schönen Sonntag
      Claudia

    • Thoma schreibt am 24. März 2013

      Guten Morgen Elisabeth,
      also meiner Meinung nach gibt es da nichts zu kompensieren.
      Der Preis für keine (Liebes-)beziehung ist halt nunmal zuverlässige dauerhafte körperliche Nähe; dafür gibt es aber auf der anderen Seite jede Menge unbezahlbarer Freiheiten, wie z.B. grenzenlos egoistisch sein und sich allen Raum der Welt nehmen…:-).
      Ich habe in der Zeit meines Single-daseins herausgefunden, dass ich jeden Tag selbst gut für mich körperlich sorgen kann.
      Mit einer handelsüblichen Bürste (je nach Befinden grob oder weich) bürste ich meinen ganzen Körper von Kopf (auch und vor allem im Gesicht) bis Fuß möglichst täglich (im morgendlichen „ich-sorge-für-mich-Programm“) durch. Das fördert die Durchblutung und hinterher fühle ich mich so richtig körperlich wohl geborgen und bin startklar für meinen Tag; übrigens kann man das auch in Partnerschaften machen und der Partner hat nichts dagegen…:-).
      Weiterhin bietet sich die Möglichkeit mit einem guten Freund eine Massage zu verabreden – mit vorher festgelegten Grenzen natürlich!
      Weiterhin fällt mir noch tanzen ein (Standard bzw. Foxtrott); da kann man sich auch ganz dolle spüren und auch riechen – allerdings nicht beim freien tanzen in der Disko…lach (die ist zwar zum austoben supi aber nicht wirklich für Körperkontakt {beim tanzen}).
      Außerdem gibt es natürlich die bezahlten Massagen und auch hier Angebote wie Sand am Meer (allerdings hat das den Nachteil, dass hinterher kein Gespräch mehr stattfindet…wie mit Freunden).
      Und schließlich gibt es inzwischen öffentliche Kuschelabende, bei denen unter strengen Grenzregeln gekuschelt werden darf!
      So das waren meine österlichen Ideen zum Thema körperliche Nähe!
      Liebe Grüße und immer gut für dich sorgen
      Thomas

    • Hans-Jürgen (Lebenskünstler) schreibt am 28. März 2013

      Hallo Elisabeth,

      zu Deiner Frage wie wir Körperkontakt finden können, auch wenn wir alleine leben, habe ich eine kleine Anregung für Dich:
      Wie wäre es zum Beispiel mit Tanzen? Ich lebe auch allein und habe mit dem Tango-Argentino-Tanzen sehr gute Erfahrungen gemacht. Hier kann ich die körperlichen Berührungen und Umarmungen finden die ich mir wünsche. Vielleicht passt das ja auch für Dich?

      Herzliche Grüße und liebevolle Umarmungen! ;-)

  • Danke für diesen Text, für diese „liebevolle“ Erinnerung. Ich werde versuchen es in die Tat umzusetzen.

    Ich finde auch einen Gedanken spannend der beim Lesen in mir aufkam.

    „Kann ich auf diese Art auch meine Nächstenliebe und Freundschaften wach halten?“

    Hendrik

    • Sylvia schreibt am 25. März 2013

      Natürlich ist Körperkontakt auch für Freundschaften wichtig und bereichernd. Bei einer Umarmung wird zwar nicht so viel des Bindungshormons ausgeschüttet wie bei einem Orgasmus, doch für die Seelen beider Akteure ist eine Sreicheleinheit oder das Festgehaltenwerden Balsam und kann heilend wirken. Liebevoller Körperkontakt ist in einer gewissen Phase unseres Lebens sogar lebensnotwendig. Ich erinnere an das Naziexperiment, Babys ohne Kontakt großzuziehen. Sie sind fast alle gestorben.

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