Über Mathias Rudolph

Hallo, ich bin Mathias, ich bin 31 Jahre alt und ich komme aus Hamburg.

Ich bin hier bei Zeit zu leben, weil ich ein Forscher bin. Mein Forschungsgegenstand ist das Thema „Glück“, genauer gesagt die Fragen:

  • Was braucht es, um ein gutes und glückliches Leben zu führen?

  • Und was muss ich selbst tun, wissen oder können, um ein solches Leben zu führen?

Das sind die Fragen, die mich wirklich beschäftigen.

Früher nur privat und seit 2011 professionell hier bei Zeit zu leben.

Wer sich ein wenig länger mit diesen Fragen befasst, der merkt schnell, dass es darauf sehr sehr viele unterschiedliche Antworten gibt … Mich interessiert herauszufinden, was davon das wirklich Wesentliche ist. Welches also die Dinge sind, die uns wahrhaft glücklich machen.

Was hast du bisher für dich persönlich in Erfahrung gebracht?

Für mich persönlich haben sich bisher drei Dinge als sehr wesentlich herauskristallisiert, die ein gutes Leben ausmachen:

  1. eine gute Balance zwischen Geist, Körper und Seele zu erhalten. Dafür muss man jedem dieser Anteile auch Raum geben.

  2. die Möglichkeit zu haben, sich selbst zu entfalten. Und diese Möglichkeit dann auch aktiv zu nutzen, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen, das zu mir passt und mich erfüllt.
  3. es gibt eine Menge Fähigkeiten, die dir dabei helfen, mit den Herausforderungen des Lebens besser zurechtzukommen. Und viele davon kann man erlernen.

Wie kommst du dazu, so was zu machen?

Ich bin in einer sehr bunten Welt aufgewachsen, was daran liegt, dass ich in zwei unterschiedlichen Kulturkreisen groß geworden bin, mit ganz unterschiedlichen Werten und Lebenseinstellungen. Mein Vater ist Deutscher und meine Mutter ist Brasilianerin und dadurch habe ich so einiges an Vielfalt erlebt. Dabei habe ich für mich etwas sehr Wertvolles gelernt, nämlich dass wir unsere Identität sehr stark selbst bestimmen können.

Als junger Erwachsener war ich schon einigen der schweren Seiten des Lebens gegenübergestellt: eigene Makel, schwere Krankheiten naher Angehöriger und dann auch gezwungenermaßen die Auseinandersetzung mit dem Tod. Das alles war für mich der Ausgangspunkt, um mir schon früh Gedanken über mich selbst und das Leben zu machen. Und es war für mich auch der Moment, an dem ich begonnen habe, die Verantwortung für mein eigenes Leben zu übernehmen.

An der einen oder anderen Stelle musste ich in meinem Leben schon durchs Feuer gehen. Und dabei habe ich am eigenen Leib erfahren, dass man daraus durchaus stärker hervorgehen kann. Vor allem habe ich gelernt, dass es sehr viele Hilfsmittel gibt, die einem in solchen Situationen helfen können. Deshalb sind einige der prägendsten Bücher meines Lebens auch Ratgeber gewesen. Über diesen Weg habe ich damals auch Zeit zu leben kennengelernt.

Eine sehr wichtige Lehre, die ich aus den schweren Phasen für mich mitgenommen habe, ist: Das Leben ist zu kurz, um Dinge zu tun, von denen ich nicht überzeugt bin.

Als Konsequenz daraus habe ich das getan, was mir wirklich Spaß macht und Kulturwissenschaften studiert. „Brotlose Kunst“, die mir aber sehr viel Freude gemacht hat :-)

Die harte Realität des Arbeitsmarktes hat auch mich nach dem Studium eingeholt. Doch allen Hindernissen zum Trotz habe ich mich auf das besonnen, was ich aus Überzeugung machen wollte. Und so bin ich dann hier bei Zeit zu leben gelandet.

Ich wollte immer ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen, weil das für mich ein sehr wichtiger Bestandteil für langfristiges Glück und Erfüllung ist. Dabei gehöre ich aber zu einer Generation mit nahezu unendlichen Möglichkeiten. Die Welt steht uns offen. Doch die vielen Möglichkeiten führen auch zu Überforderung. Viele stehen anhand der unzähligen Optionen früher oder später vor solchen Fragen wie: Was ist das Richtige für mich? Was will ich wirklich?

Diese Herausforderung betrifft inzwischen sehr viele Menschen. Ich erlebe es zuhauf in meinem eigenen Umfeld, eine gewisse Unzufriedenheit mit dem Job oder der Lebenssituation. So eine gewisse Unklarheit, die zu innerer Unruhe und diffuser Unzufriedenheit führt. Ich selbst war auch in dieser Situation.

Womit beschäftigst du dich hier schwerpunktmäßig?

Meine Biographie hat mich schon ziemlich früh an den Punkt geführt, wo ich wusste: Ich will keine Zeit verschwenden, sondern etwas mit meinem Leben anfangen, das mich wirklich erfüllt.

Das ist ein tolles Ziel, aber gleichzeitig auch eine Bürde. Denn wie stellt man das an? Wer sich damit beschäftigt, weiß selbst, dass es gar nicht so einfach ist, herauszufinden, was man wirklich will.

Ich musste dafür zuerst einiges über mich selbst in Erfahrung bringen. Und dafür habe ich sehr viel ausprobiert: Ratgeber, Mentoringprozesse, Coachings, Seminare und Selbstlernkurse.

So habe ich über die Jahre Schritt für Schritt mehr Klarheit darüber bekommen, was mir wirklich wichtig ist im Leben. Und erst dadurch konnte ich mich auf das für mich Wesentliche fokussieren. Denn erst das hat mir die Orientierung geschenkt, die ich brauchte, um überhaupt zu wissen, was ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben für mich persönlich ausmacht.

Es war für mich bis hierhin ein sehr langer Weg. Aber für mich hat er dahin geführt, dass ich heute genau das mache, was ich möchte :-)

Dieser Weg ist natürlich noch nicht am Ende, denn es gibt täglich neue Fragen, die das Leben an mich stellt und auf die ich eine Antwort für mich finden muss.

Innere Klarheit ist für mich eine zentrale Voraussetzung, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Ein Leben, in dem wir unserer inneren Stimme folgen können und in dem wir in der Konsequenz auch unser Potenzial entfalten. Ein Leben, das uns so richtig erfüllt.

Einen Teil dieser Reise habe ich schon erfolgreich hinter mich gebracht.

Und mit meinen Erfahrungen möchte ich hier bei Zeit zu leben auch anderen Menschen dabei helfen, ihre Reise hin zu einem selbstbestimmten und erfüllteren Leben aufzunehmen :-)

Deine 3 besten Tipps:

  1. Fang an zu meditieren! Am besten noch heute. Ich habe bisher noch keinen kürzeren und autonomeren Weg zu mehr Glück und Zufriedenheit kennengelernt :-)
  2. Kleine Schritte sind die Lösung für fast alles.
  3. Tagebuchschreiben ist ein kleines Wundermittel, es klärt die Gedanken und reinigt die Seele. Eine tolle Möglichkeit für mehr Wohlbefinden!

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