Nur bis 16. Februar: Selbstlernkurs Belastendes loslassen (inkl. Kurs Gelassenheit als Geschenk)
Mein Leben aus eigener Kraft besser machen

Werfen Sie den alten Ballast ab, denn nur so werden Sie frei für Neues!

ausmisten

Vor einiger Zeit hatten wir einen Beitrag über machtvolle Erinnerungen. Dabei ging es um Gegenstände, mit denen wir positive Erinnerungen verbinden. Und wie wir sie so nutzen können, dass sie uns ermutigen, trösten oder irgendwie anders positiv berühren.

Einige Leser haben uns geschrieben und darauf hingewiesen, wie wichtig auch die andere Seite ist: Gegenstände, die uns belasten, loszulassen und aus unserem Umfeld zu entfernen. So sehen wir das auch. Sachen, die uns an belastende Erlebnisse erinnern, können uns immer wieder einen kleinen oder auch größeren Stich versetzen. Dinge, bei denen man einen Kloß im Magen hat oder sich irgendwie unwohl fühlt, wenn man an sie denkt oder sie sieht. Häufig sind damit Erinnerungen an Erlebnisse oder Menschen verbunden, an die man am liebsten gar nicht mehr denken würde. Das können alle möglichen Geschenke, Briefe, Bilder oder auch Kleidungsstücke sein. Trennt man sich von diesen Dingen, kann das ungemein befreiend wirken, als ob einem eine Last abgenommen würde. Dennoch fällt es vielen Menschen gar nicht so leicht, ungeliebte Erinnerungsgegenstände loszulassen.

Ein Damoklesschwert 

Manchmal liegt das daran, dass wir jedes Mal, wenn wir etwas aussortieren oder entsorgen, ein Risiko eingehen. Nämlich, dass diese Entscheidung negative Folgen haben könnte. Viele Menschen befürchten, sich irgendwann zu ärgern, weil sie etwas weggegeben haben. Oder sie befürchten, dass irgendetwas Unangenehmes passieren könnte, wenn sie etwas aussortieren würden. Sie z. B. jemanden damit ärgern oder enttäuschen könnten. Manchmal hat man so etwas auch schon erlebt und möchte vermeiden, dass es einem wieder geschieht.

Es ist dann so, als würden diese Befürchtungen wie ein Damoklesschwert über einem schweben. Man denkt z. B.: „Was wäre, wenn ich es doch bereue?“ Oder man fragt sich: „Was ist, wenn ich damit jemanden verletze oder ihn enttäusche?“ Um mit so einer Bedrohung auf gute Weise umgehen zu können, braucht es zwei Dinge: Mut und Vertrauen. Damit meine ich den Mut, ein Risiko einzugehen. Und das Vertrauen in sich selbst, mit den möglichen negativen Folgen einer Entscheidung klarzukommen.

Es braucht Mut, die alten Liebesbriefe, die einen nur immer wieder schmerzen, dem Aktenvernichter anzuvertrauen. Und das Vertrauen darin, auch mit späterer Reue umgehen zu können.

Es braucht Mut, die Klamotten, in die man schon seit fünf Jahren nicht mehr passt, endlich in die Kleidersammlung zu geben, und Vertrauen, dass man damit klarkommt, wenn man doch irgendwann die 10 Kilo wieder abnimmt und die alten Jeans und T-Shirts dann doch gerne wiederhätte.

Es lohnt sich, das Risiko einzugehen, weil sich nur so Ballast loswerden lässt. Denn dieser macht uns das Leben häufig unnötig schwer. Meist halten uns Gegenstände, mit denen negative Gefühle verbunden sind, davon ab, unser Leben schöner und glücklicher zu leben. Wie bei einem Heißluftballon hält uns der Ballast oftmals am Boden, wenn wir vielleicht lieber in andere Höhen aufsteigen würden. Wenn man durch die alten Briefe immer wieder an eine schreckliche Trennung erinnert wird, fällt es vielen schwer, sich auf etwas Neues einzulassen. Klar ist es sinnvoll, sich Zeit zu nehmen, die frühere Beziehung zu verarbeiten und zu trauern. Ebenso wie alte Liebesbriefe häufig ein wertvoller Schatz sein können, die nicht in den Abfall gehören. Wenn sie allerdings nur Schmerzen hervorrufen und Belastung sind, ist der Aktenvernichter manchmal der beste Ort für solche Erinnerungen. Es ist dann ähnlich wie bei diesem Bild:

Ein Tänzer muss erst seine Bühne fegen, bevor er anfangen kann zu tanzen.

Denn sich von Dingen zu befreien, gibt Raum für Neues. Raum zum Denken, für Kreativität, für Möglichkeiten und zum Träumen.

Unbeschwert tanzen

Wie können Sie nun Ihre ganz persönliche Bühne fegen? Oder Ihren Heißluftballon von Ballast befreien? Um leichter zu entscheiden, ob etwas aus guten Gründen aussortiert oder entsorgt werden kann, stellt man sich am besten einige Fragen. So lassen sich Antworten finden, die einen sicher machen, eine wohl überlegte Entscheidung zu treffen.

Fragen Sie sich also:

  • Ist dieser Gegenstand schön?
  • Benutze ich ihn regelmäßig (wenn auch selten)?
  • Gibt er mir auf irgendeine Weise ein gutes Gefühl?

Alle Sachen, bei denen Sie eine dieser Fragen bejahen, können Sie behalten. Mit ziemlicher Sicherheit werden Sie durch diese Gegenstände nicht negativ belastet.

Ich brauche einen neuen Job!

Aber welchen? Was kann ich? Was will ich? Welcher Job passt wirklich zu mir? Wo finde ich die guten Jobs? Fragen über Fragen. Antworten findest du hier: Projekt: Traumjob.

Vielleicht können Sie aber auch keine der Fragen mit „Ja“ beantworten. Weil Sie vielleicht befürchten, später zu bereuen, etwas weggetan zu haben. Dann versuchen Sie es einmal mit folgenden Fragen:

  • Woran würde ich merken, dass diese Sache mir fehlt?
  • Könnte ich diesen Gegenstand ersetzen, wenn ich ihn irgendwann doch einmal brauche?
  • Wenn er mir irgendwann fehlen würde, was würde schlimmstenfalls passieren? Könnte ich dafür eine Lösung finden? Würde ich damit zurechtkommen?

So können Sie sich klarer machen, wie hoch das Risiko für eine Fehlentscheidung wirklich ist. Und inwiefern das Risiko es wert ist, eingegangen zu werden.

Außerdem hilft es, wenn Sie sich bewusst machen, wie Ihr Leben mit weniger Ballast aussähe. Weil Sie dann dem möglichen Risiko Ihren Gewinn gegenüberstellen. Wenn wir mal in dem Bild von vorhin bleiben. Fragen Sie sich, wie Sie auf einer aufgeräumten Bühne tanzen würden. Konkret kann das so aussehen:

  • Was würde ich gewinnen, wenn ich diesen Gegenstand weggeben würde?
  • In welchen Situationen würde ich mich unbelasteter, freier und unbeschwerter fühlen?
  • Welche negativen Auswirkungen würden wegfallen, wenn ich diese Sache nicht mehr ständig sehen müsste?
  • Würde ich mich in irgendeiner Weise wohler, befreiter, erleichtert fühlen ohne diesen Gegenstand?

Wenn Sie sich beim Aussortieren diese Fragen möglichst ehrlich beantworten, treffen Sie fundierte Entscheidungen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Sie eine dieser Entscheidungen wieder bereuen werden. Und wenn doch, werden Sie damit ganz sicher klarkommen. Und das Wichtigste: Sie tanzen auf Ihrer aufgeräumten und sauber gefegten Bühne so manchen Tanz, den Sie mit einer Menge mehr Ballast so nicht genießen könnten.

Vielleicht haben Sie ja ein wenig Lust bekommen, mit dem Entrümpeln und Aussortieren zu starten? Dann räumen Sie Ihre Bühne doch gleich mal ein wenig frei für einen unbeschwerteren Tanz.

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