Was wir denken hat einen erheblichen Einfluss auf unsere Gefühle und unser Erleben. Unsere Gedanken sind für unser Glück, aber auch für unser Leid maßgeblich (mit)verantwortlich.
Hier einige typische Gedanken, mit denen wir uns selbst unser Leben vermiesen:
Das sind Gedanken, die uns nicht gerade gelassener und fröhlicher machen. Trotzdem denken viele von uns bewusst oder auf der halbbewussten Ebene solche selbstschädigenden und einschränkenden Sätze.
Wie kommt das?
Sind wir Masochisten? Denn warum sonst würden wir uns das selbst antun?
Oder ist da jemand anderes Chef in unserem Schädel?
Oder liegt es daran, dass unsere Gedanken in erster Linie auf Autopilot laufen und wir einmal gelernte Gedanken einfach nur noch wie eine innere Schallplatte abspielen?
Ich persönlich glaube an die Schallplatten-Theorie. Wenn wir einmal einen Gedanken gelernt haben (von unseren Eltern, Bezugspersonen, den Medien oder durch prägende Erfahrungen), dann sitzt dieser Gedanke in unserem Kopf und wird immer wieder abgespult, ohne dass wir diesen Gedanken bewusst hinterfragen.
Und wenn Sie zum Beispiel jeden Tag ständig denken "Ich bin nichts wert", dann fühlen Sie sich eben auch dementsprechend.
Ein Glück, dass Sie Ihr Denken auch später noch nachhaltig ändern können. Das setzt allerdings voraus, dass Sie Ihre Gedanken überhaupt erst einmal mitbekommen, und dass Ihre Gedanken nicht nur wie Hintergrundmusik in Ihrem Kopf vor sich hindudeln.
Wenn Sie also etwas an Ihren Gedanken ändern wollen, dann ist der nächste Schritt,
Wie geht das nun genau? Wie kann ich meine Gedanken überprüfen und ändern? Dazu gibt es ganz verschiedene Wege.
Es gibt noch eine Menge anderer Möglichkeiten. Bei all dem ist eines wichtig: Das Ganze braucht Zeit. Es geht in den meisten Fällen nicht von heute auf morgen, die eigenen gewohnheitsmäßigen Gedanken ans Licht zu holen und langfristig zu ändern. Wenn Sie also dazu neigen, so ein Projekt zu beginnen und bald schon schleifen zu lassen, dann suchen Sie sich lieber Unterstützung. Das könnte z.B. ein Coach, Therapeut oder ein Meditationslehrer sein oder auch eine Gruppe Gleichgesinnter, die sich regelmäßig treffen, um sich auszutauschen und zu unterstützen.
23.10.2009 • Kategorie: Glück + Zufriedenheit • Von: Ralf Senftleben
Silvia Guedri schreibt am 25.10.2009 10.12
Auch mir ist es nicht leichtgefallen zu Meditieren. Mit dem Buch von Byron Katie arbeite ich aber schon eine ganze Weile und es hat mir sehr viel Aufschluß über mich selbst gegeben. Ich habe erkannt, wenn ich anderen Menschen eine Hilfe sein möchte, muß ich zuerst für mich selbst sorgen. Ich kann andere nur verstehen wenn ich mich selbst verstehe.
Herzliche Grüße
Silvia
Claudia Langenhahn-Liedtke schreibt am 25.10.2009 11.09
Danke erst einmal für diesen interessanten Artikel. Ich selber arbeite mit den Bildern des Tarot um diese "Schallplatten-Theorie" bildhaft ins Bewußtsein zu holen. Denn Tarot ist nichts anderes als eine Sammlung von 78 Karten, die mit Bildern, Farben und Symbolen bedruckt ist und die uns helfen kann diese "Fallen" zu erkennen. Im Prinzip geht es auch hier um eine bewußtere Selbst-Wahrnehmung, die man prima mit anderen Methoden kombinieren kann.
Mit herzlichen Grüßen
Claudia
Nicole Oeter schreibt am 25.10.2009 11.49
Die einschränkenden Glaubenssätze bzw. der Chef im Kopf sind die wichtigsten Gründe, die uns Menschen blockieren, hindern, unfrei machen. Mit den Ansätzen von Byron Katie habe ich bisher beim Relativieren von einschräkenden Glaubenssätzen bei Freunden und Kollegen Erfolg gehabt. Wie schnell wir mit Behauptungen bei der Hand sind, an die wir auch glauben, zeigt z.bsp. Ihre Zusammenfassung. Dort steht "Das Ganze braucht Zeit" (bezogen auf Überprüfen und Ändern). Ist das wirklich immer so? Oft passieren Veränderungen auch ganz schnell, gerade weil wir in der Lage waren zu erkennen, dass es nur unsere Schallplatte, unsere eigene Bewertung war, die uns etwas anderes hat erwarten lassen und uns dementsprechend handlen lassen.
Herzliche Grüße
Nicole
Ingrid Hack schreibt am 25.10.2009 12.27
Ich stimme Nicole zu – es mag zwar dauern, bis man sich dieser inneren Sätze und der damit verbundenen Gefühle bewusst wird – aber Veränderung – im Sinn von Transformation – geschieht sofort, wenn man weiß, wie!
Liebe Tanja, du hast vor Jahren mein Buch "Davon will ich mich befreien! Alte Muster endlich loswerden" besprochen – da steht auch drin, wie es gehen kann!
Der Gehirnforscher Gerald Hüther bringt es auf den Punkt, wenn er sagt, dass das Gehirn ein Leben lang veränderbar ist, wenn man die alten, unguten Erfahrungen (Glaubenssätze) mit Hilfe einer geeigneten Imaginationstherapie mit positiven Erfahrungen, die einen aber wirklich emotional berühren müssen, überschreibt.
Auch Byron Katie ist in den letzten Jahren dazu übergegangen, mehr auf die Gefühlsebene einzugehen – denn die Erkenntnis allein bringt unser Gehirn nicht dazu, neue Synapsen zu bilden....
Fröhliche Grüße aus München,
Ingrid
M.Dikti schreibt am 26.10.2009 11.54
Dieser Kreislauf ist manchmal unendlich,wenn es mich doch fertig macht,wie dumm von mir.Also dachte ich mir immer wenn es wieder anfängt, werde ich mir etwas auswendig gelerntes vorsagen, falls es eine unendlicher Anfang vom Ende ist schreibe ich es auf, vielleicht kommt eine super Story dabei heraus.Ha
Annika schreibt am 27.10.2009 10.29
Eine weitere Möglichkeit ist EFT (emotional freedom technique). Das ist eine Klopf-Akkupressur, mit der sich alle Art von Blockaden lösen lassen. Und hinter all diesen störenden Glaubenssätzen stehen natürlich Blockaden, wie z.B. die Angst, nicht mehr zur Ursprungsfamilie zu gehören, wenn man zu erfolgreich ist o.ä.
Also: wer sich dafür interessiert, sucht euch in eurer Nähe einen erfahrenen EFT-Therapeuten, der euch am Anfang hilft. Wenn man die Technik begriffen hat, kann man vielleicht auch alleine weiter arbeiten.
Viel Erfolg dabei!
margit schreibt am 27.10.2009 20.01
Ich kenne diesen "Chef" im Kopf nur zu gut. Manchmal bin ich nahe am Resignieren, wenn ich bestimmte Gedanken einfach nicht aus dem Kopf bekomme. Ich bin wohl zu "kopflastig" und obwohl ich alles mögliche schon ausprobiert habe falle ich immer wieder in dieses Muster. Manchmal hol ich mir diese Gedanken ja schon fast unter Zwang daher und es endet meist in Tränen. Hin und wieder ist es wirklich zum Verzweifeln.
Danke für eure Beiträge
Margit
Jans Bonte schreibt am 27.10.2009 22.51
Ja, ein verbreiteter Glaubenssatz "Das Ganze braucht Zeit. ... langfristig zu ändern." Aber das Hirn ist eine Hardware, die sich mit der Software (z.B. meine Erlebnisse und Gedanken) sekündlich ändern will!
Ich benutze dafür die Methoden z.B. von Franz Koch "Alles kann sich ändern", die verschiedenen Arten des Meridian-Klopfens (EFT, MET) und vorallem The Work. Es berührt mich immer wieder, wie sich quasi im Handumdrehen meine Welt ändert.
Du schriebst "... dann suchen Sie sich lieber Unterstützung. ... oder auch eine Gruppe Gleichgesinnter, die sich regelmäßig treffen, um sich auszutauschen und zu unterstützen." Hier, für The Work, gibt es seit einigen Jahren eine mailing-list, wo rund 450 Menschen sich austauschen und unterstützen:
Group Mail-Adressen
Abonnieren: lieben-was-ist-subscribe@yahoogroups.de
Abonnement kündigen: lieben-was-ist-unsubscribe@yahoogroups.de
Da kommen pro Monat zwischen 10 und 200 mails.
Es gibt nichts Gutes – es sei denn man tut es!
Viel Spaß am guten Leben, denn nicht die Dinge sind es die mein Laben schwer machen, sondern meine Gedanken darüber.
Jans
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Was hilft einem dabei, das Leben in die Hand zu nehmen? Wie kann man sich selbst dabei unterstützen, selbstverantwortlich zu leben? Um diese Fragen geht es hier und dazu schreibe ich Ihnen regelmäßig ein paar Ideen und Gedanken auf.