Was genau erwarten Sie eigentlich von einem guten Freund (oder einer guten Freundin)?
Vielleicht so etwas:
Ich denke, die meisten von uns werden dieses oder ein ähnliches Bild im Kopf haben.
Und nun kommt eine noch spannendere Frage:
Wie oft behandeln Sie sich selbst so, wie Sie es sich von einem guten Freund wünschen würden? Hören Sie sich selbst und Ihren Wünschen und Bedürfnissen gut zu? Nehmen Sie sich so an, wie Sie sind? Sind Sie wohlwollend und freundlich sich selbst gegenüber?
Oh ha, erwischt!
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich bin vom Ideal eines solchen guten Freundes für mich selbst noch ein bisschen weg. Aber ich finde, das ist ein Ideal, dem man durchaus nacheifern kann.
Sich selbst ein immer besserer Freund werden. Sich selbst so behandeln, wie man es von einem guten Freund erwarten würde.
Wow!
Was für eine Vorstellung.
23.05.2008 • Kategorie: Selbstverantwortung • Von: Ralf Senftleben
Yvonne van Dyck schreibt am 25.05.2008 11.19
YOU GO FIRST! Leb das vor, was du von anderen möchtest! das zählt hier auch sicher. You go first bedeutet auch, bei sich selbst zu beg – INNEN :)
naja ab und an ertappe ich mich auch dabei, dass ich das Motto der Bibel: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, besser umkehren solle: Liebe dich selbst wie deinen Nächsten ;)
DANKE Ralf für dieses schöne Thema
alles Liebe
yvonne
Jennifer Graf schreibt am 25.05.2008 11.36
Ja, super! Ich bin mit ihrer Meinung vollkommen einverstanden. Sich selbst der beste FreundIn zu sein, sich selbst zu lieben, gehört zu dem Aufgaben, was das scwierigste ist. Es ist mir gelungen viele Aufgaben zu meistern, was mein Laufbahn gestellt hat, aber gerade jetzt, in diesem Lebensabschnitt bin ich auch zu dem Punkt angelangt, um zu lernen mich selbst zu lieben, und mein beste Freund zu sein. Es ist eine echte Herausforderung. Ich erwarte von mir selbst dass ich die Ziele, die ich mir stelle erreiche, eine positive Mensch bin, andere statt Kritik mit Liebe, Verständnis und Geduld begegne. Und negatives mit (pfefferige, respektvolle) Humor anspreche. Das erwarte ich von mir, ich behandle mich so und das erwarte ich auch von meine Freunde. By
Anne schreibt am 25.05.2008 11.43
Hallo Ralf,
heute morgen kamen deine Ausführungen wieder so passend, dass ich einfach mal laut danke sagen muss! Auch wenn ich im Zeit-zu Leben-Forum nur noch gelegentlich mitlese, sind die sonntäglichen news mir ein lieber Begleiter geworden.
Ganz oft ging es mir schon so, dass Tanja oder du genau das angesprochen habt, was mir gerade im Kopf herum ging und eure Zeilen mich wachgerüttelt oder mir eine neue Richtung gewiesen haben,
So auch heute. Deshalb hier mal:DANKE!
Und jetzt werde ich den restlichen Sonntag damit verbringen, zu versuchen, mir eine gute Freundin zu sein.
Liebe Grüße, Anne
idi schreibt am 25.05.2008 11.52
super!
Ich dachte schon: wo bleibt der Freund/die Freundin denn jetzt – und siehe der Schlusssatz:
ich soll es mir selber sein!
Genau! Make yourself at home – bei Dir selber und überall wo Du bist – das wünschte mir eine Freundin neulich
Ibrahim schreibt am 25.05.2008 11.56
Die Welt kann Dir nur das geben, wass Du ihr gibst um diesen Satz begreifen zu können musste ich in die Klinik Bad Herrenalb gehen. Bis dahin habe ich auch nur erwartet, dass die anderen sorgen müssen, damit es mir gutgeht.
Heute bin ich beim Lernen und weiß, dass ich der jeniger bin, der für meine Genesung und meinem Glück verantwortlich ist.
Ich kann gerne über mich lachen, ich höre mir gerne zu, einfach gesagt ich liebe mich und akzeptiere mich so wie ich bin.
Danke für dieses Thema, darüber ich auch was schreiben durfte.
Gruss und herzliche Umarmung.
Ibrahim
Es ist mir egal, was andere tun, ich muss mit mir im Reinen sein. Wenn ich so bin und anderen auch akzeptiere wie sie sind, passiert alles von sich allein.
landtraum schreibt am 25.05.2008 11.58
Das Thema passt heut an dem sonnigen Maientag perfekt zu meinen Morgengedanken,
meinen Weg zu gehen.
es gibt halt Momente im Leben, wo einem nichts mehr bleibt als man selbst mit seinem Leben
und gerade in so einem Moment, sollte man an seine Freundin in sich glauben,
dass auch morgen wieder die Sonne scheint – lächl
und die eigenen Ängste nur im Denken existieren
das Leben wird weiter gehen
und der Tag nach der Nacht wird ein anderer sein,
die Blickrichtung hat sich geändert, weil auf die wirklichen Werte des Lebens gerichtet
und schön zu wissen, dass auch jetzt Freunde Freunde sind.
Das ist Glück.
Danke –
chajac schreibt am 25.05.2008 12.14
liebe tania und ralf
immer wenn ein mail von ihnen kommt freue ich mich sehr. als waren sie ausdrucklich an mich gewendet. ich habe viele freunde . fur mich am wichtigsten ist zu wissen das es jemanden gibt an den ich mich wenden kann wenn ich brauche und er ist fur mich da und hilft. ich bin nicht immer in kontakt mit diesen freunden aber weiss sie sind da fur mich ist es schon genug.
ich kann mich nicht selbst definieren. es kommen leute zu mir und sie sprechen sich aus. manchmal fuhle ich mich wie eine klagemauer oder physician . heist das freundschaft?
chajac schreibt am 25.05.2008 12.21
liebe tania und ralf
immer wenn ein mail von ihnen kommt freue ich mich sehr. als waren sie ausdrucklich an mich gewendet. ich habe viele freunde . fur mich am wichtigsten ist zu wissen das es jemanden gibt an den ich mich wenden kann wenn ich brauche und er ist fur mich da und hilft. ich bin nicht immer in kontakt mit diesen freunden aber weiss sie sind da fur mich ist es schon genug.
ich kann mich nicht selbst definieren. es kommen leute zu mir und sie sprechen sich aus. manchmal fuhle ich mich wie eine klagemauer oder physician . heist das freundschaft?
Gabi schreibt am 25.05.2008 12.39
Richtig ! Ich möchte aber noch einen Schritt weitergehen. Wie gehen wir selbst oftmals mit uns um ? Wie oft schelten wir uns selber: Mensch, du bist vielleicht blöde, dies oder jenes so oder so zu machen...Mensch, was hast Du denn da gemacht...sei nicht so doof...Du spinnst wohl.
All solche Aussagen werfen wir uns selber doch an den Kopf. Wie selten loben wir uns selber, wie selten muntern wir uns auf...Wir sollten beginnen, uns gut zuzusprechen, ja, uns erst einmal selber akzeptieren. Dann klappt es auch mit der Freundschaft; zu uns selber und zu anderen.
Kakade schreibt am 25.05.2008 13.59
Danke, dass Sie mich daran erinnert haben.
Sich selbst Freund zu sein ist eine gute Voraussetzung auch
anderen Freund sein zu können.
Nobody ist perfect, diesen Anspruch stelle ich nicht mehr an mich selbst und verzeihe mir, wie ich auch meinem Gegenüber verzeihe.
Detlev Tesch schreibt am 25.05.2008 14.15
Auf unserem Weg, der eigene, vielleicht sogar beste, Freund zu sein, liegt wohl so mancher Stein, den wir aus dem Weg räumen oder überwinden müssen, wenn wir weiterkommen wollen.
Warum eigentlich sind wir nicht unser eigener bester Freund? Das ist doch merkwürdig, oder?
Ich glaube, daß es viel mit dem Selbstwertgefühl zu tun hat, das ja meistens einige Dellen abbekommen hat.
Mal ein Beispiel: Wir sind Menschen – und als Menschen machen wir Fehler. Irgendwann – vermutlich schon früh im Leben – haben wir gelernt, oder erfahren oder entschieden, daß es nicht gut ist, Fehler zu machen, weil das unangenehme oder gar schmerzhafte Folgen hat.
Tief innen wissen wir, daß wir Fehler machen und bewerten, genauer verurteilen das. Jemandem, den wir oft verurteilen, wollen wir aber nicht Freund sein.
Logische Folge: Wir wollen nicht unser eigener Freund sein.
Alte Gefühle und "Regeln", die man uns verpaßt hat, stehen dem in Weg – das sind einige der "Steine", die ich oben erwähnt habe.
Ich schätze es so ein: Je mehr wir unsere negativen Gefühle und negativen Glaubenssätze über uns selbst auflösen, desto mehr werden wir unser eigener, unser bester Freund.
Viele Grüße
Detlev Tesch
Nina schreibt am 25.05.2008 14.23
Hallo Ralf
Ich lese jeden Sonntag immer sehr gerne den Newsletter und möchte mich zuerst einmal bedanken. Sehr oft hilft es mir, oder trifft ziemlich genau auf das zu, was ich gerade selbst gelernt habe, bzw lerne.
Ich habe zum Beispiel erst durch eine Krankheit und deren Folgen gelernt, mehr auf mich selbst zu hören, mich selbst so zu akzeptieren wie ich bin und auch mir selbst ein guter Freund zu sein.
Wie Gabi es schon erwähnt hat ist es für uns alle sehr wichtig, das wir uns nicht mit negativen Gedanken selbst weiter nach unten ziehen sondern mit positiven Worten nach oben. Wie man es auch mit einem guten Freund machen würde, dem es nicht so gut geht. Gut zureden und aufbauen. Auch ich musste es erstmal lernen, das bei mir selbst auch zu machen, aber...es geht!
Ich möchte nochmal einen sehr schönen Satz von Ibrahim (Beitrag oben) zitieren:
>>>Es ist mir egal, was andere tun, ich muss mit mir im Reinen sein. Wenn ich so bin und anderen auch akzeptiere wie sie sind, passiert alles von sich allein.<<<
Wenn ich das besondere Buch, welches ich in diesem Forum schon mehrmals erwähnt hatte, nicht gelesen hätte, hätte ich warscheinlich noch viel später meinen Weg gefunden. (Bernie Siegel "Mit der Seele heilen")
Ich wünsche heute allen Menschen einen schönen, positiven Lebensweg. Und einen schönen Sonntag :o)
Liebe Grüße
Nina
sylvia schreibt am 25.05.2008 15.29
Mir geht es ähnlich wie einigen von euch. Ich finde auch immer genau die passenden Worte in diesem Newsletter am Sonntag. Heute fühle ich mich sehr einsam, habe nichts ausgemacht, kein Mensch ist da. Ich weiß, dass es morgen schon wieder anders sein kann und wird. Manchmal sind mir die Kontakte auch zu viel. Heute aber habe ich umso mehr die Chance, mir selbst eine gute Freundin zu sein, was mir oft soooo schwer fällt.
Ich freue mich, eure Gedanken zu lesen und fühle mich irgendwie ein Stück mit euch verbunden.
Liebe Grüße und Dank an Ralf, Tanja und euch alle
Silvia schreibt am 25.05.2008 16.12
Hallo Ralf, dieser Newsletter zeigt mal wieder wie wichtig Eure Informationen für viele Menschen sind. Um sich selbst ein guter Freund zu sein braucht man doch erstmal das Bewusstsein dafür ,dass man dies nicht ist. Wer sich selbst im Innern Freund ist, hat auch im Außen Freunde.
Vielen Dank und liebe Grüsse.
Silvia
Bagi schreibt am 25.05.2008 17.54
Guten Tag euch allen!
Ich bin der Bagi und bin vor paar Wochen auf diese Seite zum erstenmal gestoßen bzw. die Seite wollte zu mir!
Ich finde besonders diesen heutigen Artikel interessant, da er einen richtig zum Nachdenken bringt! So wie ich hier eure Einträge lesen konnte ist dies auch geschehen. Was ich nur schade finden würde wenn wir es nur auf den guten Freund belassen würden, denn wenn wir unsere Augen öffnen, genau hinschauen, gut zuhören und nach unserem gesagten und gesehenen in uns gehen, werden wir viele parallelen erkennen!
Wenn wir an die Vorstellung von unserem Idealpartner denken, werden wir parallelen in uns finden, denn die Vorstellungen die unser Partner erfüllen soll finden sich in uns meist als defizite als unerfüllte Wünsche. Was wir also nicht haben aber es uns wünschen, versuchen wir in dem anderen zu finden. Dieses Bild kennen sicherlich viele von euch auch von einem anderen Beispiel, von dem Vater der schon immer Fußballer werden wollte, jedoch fehlte es an Talent oder ein anderer Grund hielt ihn von seinem Traum ab und je nach Intensivität des Wunsches kann es passieren das der Sohnemann das Leben leben muss, was der Vater gerne leben würde. Jeder von Ihnen hier hat sicherlich ähnlich Erlebnisse erlebt wo er dieses Phänomen beobachten konnte, falls nicht dann einfach mal bei der nächsten Möglichkeit darauf achten, wenn wir an einem Menschen etwas auszusetzen haben, kurz nach Innen horchen und sich fragen weshalb und woher ich diese Gedanken gerade habe!!! Es muss nicht immer automatisch heißen, dass unsere Defizite jedesmal in den anderen proeziert werden, schließlich hat jeder von uns eine beachtliche Anzahl an Lebensjahren zu verbuchen und es wäre Wahnsinn anzunehem das wir frei von äußeren Einflüssen aufgewachsen sind! Um euch nicht mit meinen Gedankengängen zu verwirren will ich mal meinen Kerngedanken versuchen grob zusammenzufassen: Wir sind Mensch die fähig sind zu lernen und wir machen das tagtäglich dieses lernen indem wir aus Fehlern lernen. Nur aus den Fehlern können wir lernen, die wir auch bewusst als Fehler sehen! Da kommt es bei den meisten vor das sie feststellen wie wenig sie noch zu lernen (Fehler) haben und wie viel doch die anderen lernen müssen. Um etwa vielleicht deren Idealbild zu entsprechen? Und woher kommt deren Idealbild? Meisten sind es Prägungen unserer Umwelt und am allermeisten sind es die Prägungen unserer Vertrauenspersonen! Stellt sich jetzt die Frage: Mit wesssen Augen sehen wir unsere Mitmenschen? Mit wessen Ohren hören wir unser Mitmenschen? Eins steht fest aus ihrem tiefsten Inneren kommt es nicht, denn der der von sich aus meint er habe nicht mehr viel zu lernen und er könne sich sorglos auf den Richterstuhl setzen und richten bzw urteilen, derjenige wird verblüfft feststellen wenn er mal kurz unachtsam ist und jemand anders sich auf den Richterstuhl hinsetzt, wie viel doch der andere an ihm was auszusetzen hat bzw wie viel er noch zu lernen hat! Wir sollten daher in uns nach UNS SUCHEN! Nach dem UNS was frei ist von allem Einfluss! Nach unserem autentischen ICH! Falls ihr mir bis hier her folgen konntet bzw euch die Mühe gemacht habt es zu lesen will ich euch DANKEN!!! Auf den Weg möchte ich euch noch was mitgeben: Als die Archäologen in Afrika das Grab von Tutanchamun fanden, wussten sie das etwas besonderes finden würden und das fanden sie auch! Als sie sein Grab aufmachten fanden sie die Inschrift: Wie drinen so drausen, wie oben so unten!!!
Jetzt steht ihr vor einem Weg der sich spaltet wie ein Y. Der eine Weg ist der Weg eures authentischen Ichs und der andere Weg ist der von eurem verfälschten Ich! Beide Wege bringen euch Glück, doch nur einer dieser Wege wird auch eurer Umwelt Glück bringen!!! In eurer Umwelt wird sich euch zeigen welchen Weg Ihr eingeschlagen habt um zum Ziel des erfolgreichen Miteinanders zu kommen, wenn Ihr es bewusst wahrnehmen wollt!
Ich wünsche euch allen ein erfolgreiches Miteinander, mit euch selbst und mit anderen!
Bagi
Eva schreibt am 26.05.2008 07.50
Vielen vielen Dank für diese Gedanken! Darauf wäre ich selber gar nicht gekommen. Aber es ist wirklich wahr: wie oft betrachte ich Freunde oder auch Fremde mit wohlwollenderem Auge als mich selbt. Oder ich tue etwas für andere, das ich für mich noch nie getan habe. Diese jahrzehntelang eingeimpfte Regel "An sich selber denken ist unmoralisch" die verschwindet nicht so leicht aus dem Kopf.
Herzliche Grüße!
Eva
Elke schreibt am 26.05.2008 08.37
GuMo an alle!
Da fühlt ich mich doch sehr erwischt. Sich selber ein guter Freundsein?
Oft bin ich doch mein schärfster Kritiker. Wo ich im Freundeskreis eher liebevoll – wohlwollend mich dem Einzelnen zuwende, bin ich gegen mich selber rücksichts- und lieblos.
Liebe deinen Nächsten WIE dich selber!
Einen Versuch ist es mir auf alle Fälle wert.
Elke
Dirk schreibt am 26.05.2008 10.18
Sich selbst ein guter Freund sein.
Ja, da durfte und darf ich auch lernen.
Für mich bedeutet das, nicht so streng mit mir zu sein.
Danke für eure wohltuenden Worte.
Na denn, einen schönen Tag
Dirk
Maria schreibt am 26.05.2008 10.49
Guten Morgen allen,
das ist ja wunderbar, so viele Feedbacks. Danke, dass ihr eure Gedanken aufgeschrieben habt, denn gerade heute habe ich diese Gedanken gut gebrauchen können als Motivation eines Referates.
Danke, für den Hinweis sich erst einmal selbst gut Freund zu sein!
Dieses bekommt dem inneren Heiler in uns sehr gut! Es wird dann friedvoll in uns selbst! Ich übe gerade immer wieder zu "danken"! Da bedanke ich mich auch bei mir selbst und ebenso beim Universum! Das ist wahrhaftig wunderbar, es erfüllen sich Wünsche und Träume! Probiert es aus!
Vielen DANK an alle!
Maria
Willi schreibt am 26.05.2008 12.20
Hallo an alle und vor allem an Tanja und Ralf,
ich bin erst seit kurzem auf diesen Seiten und freue mich auch sehr über den Newsletter. Nachdem ich mich momentan versuche neu ohne meine Familie und die alten Freunde aus dieser Vergangenheit zu orientieren finde ich diesen Ansatz erstmal sehr gut. Leider habe ich weder eine Richtung noch zu mir selbst gefunden, aber das mit dem Freund denke ich ist bestimmt ein ganz wertvoller Hinweis. Das mit dem selbst akzeptieren ist schon ok, aber mit den Fehlern die ich gemacht habe sehe ich da schon noch Schwierigkeien und ich denke das geht bestimmt vielen auch so. Aber ihr alle hier habt wahrscheinlich recht, dass man wohl zuerst mal bei sich selbst anfängt sich ein Freund zu sein und auch mit den Hilfen bei anderen finde ich gut und dies auch so zu tun, dass man nichts erwartet ist richtig und das liegt mir gut da ich in einem kleine Dorf aufgewachsen bin wo so etwas selbstverständlich ist.
Bin gerne auch für weitere Diskussion aufgeschlossen.
Also danke an alle die solche interessanten und wertvollen Beiträge hier plaziert habe.
Wünsche eine schönen Tag
Willi
U. schreibt am 26.05.2008 13.44
Ich habe diesen inneren Freund schon seit meiner Kindheit und möchte ihn nicht mehr missen. Ich fand ihn, als ich sehr einsam und unglücklich war und glaubte, niemanden zu haben. Es klingt vielleicht merkwürdig, aber da hat sich diese innere Stimme in mir gemeldet und mir gesagt, dass ich keine Angst haben muss, dass ich genau richtig bin, so wie ich bin und dass ich nun immer jemanden habe, der mir hilft – egal was auch immer passiert. Diese Stimme (oder dieser innere Freund) spricht mir immer Mut zu und ich habe dadurch schon viele dunkle Zeiten gemeistert. Ich kann alles mit diesem inneren Freund besprechen und das gibt mir immer wieder Kraft und Zuversicht und ich bin sehr dankbar, dass ich diesen Schatz finden durfte.
Jochen schreibt am 26.05.2008 15.41
Warum immer diese Psychokrücken? Lebt doch einfach, genießt das Leben, macht euch nicht ständig Gedanken wie Leben funktioniert. Ihr müsst nicht alles erklären! Ihr müsst nicht ständig irgendwelche Krücken mit euch schleppen! Nur damit ihr das Leben ertragt. Es geht auch ohne diesen ganzen Mist. Ich kann euch nur bedauern. Es gibt scheinbar 2 Gruppen: Die einen Leben und die anderen erklären wie man Leben aushält. Stellt euch mit ganzer Brust dem Leben, ohne ständig irgenwelche Notfallrezepte im Kopf haben zu müssen – alles quatsch. Das Leben ist viel zu vielfältig, als es mit pauschalen Mitteln ertragbar machen zu wollen!
Sonnige Grüße von einem der lebt!
Jochen
Fäger schreibt am 26.05.2008 16.47
Ein Freund ist ein Mensch, der dich mag OBWOHL er dich kennt!
Und so seh ich das auch mit meiner Freundschaft zu mir selber... ein bisschen hadern, sich immer wieder bei Dingen, die schmerzen erwischen, immer wieder den Überblick über die kleinen Fortschritte verlieren.. Gutwill und Fairness sind fairplay zu sich selber...
Sei lieb zu mir und zu dir!
U. schreibt am 27.05.2008 11.10
Hallo Jochen,
es freut mich, dass Du lebst, das Leben genießt und Dich nicht ständig fragst, wie es funktioniert. Ich finde es allerdings nicht gerade freundlich von Dir, andere Menschen, bei denen das alles nicht so gut funktioniert, als "Psychokrücke" abzuwerten. Das klingt ziemlich oberflächlich.
Norbert Hinke schreibt am 27.05.2008 12.46
Nur wer wirklich gut zu sich selbst ist, kann auch wiederum gut zu anderen Menschen sein; dieses Jahr bietet uns 366 Tage dazu, es immer wieder neu zu versuchen; wir brachen nicht so fortzuleben, wie wir gestern gelebt haben; wenn wir uns von dieser Anschauung losmachen, laden uns eine Vielzahl neuer Möglichkeiten zu neuem Leben ein. Eine Anmerkung noch zu Jochens Kommentar: Wenn Du wirklich so stark bist, dann gebe doch bitte auch anderen Menschen von Deiner Stärke ab, ohne sie zu verurteilen! Begleite Sie, helfe Ihnen .... Das ist wirkliche Stärke!
Jochen schreibt am 27.05.2008 13.22
Hallo U.,
danke für Deinen Kommentar!
Ich habe mich wohl nicht genau genug ausgedrückt: Mit Psychokrücken meine ich nicht andere Menschen, sondern die Methoden. Wenn es dir nicht gut geht, kommst du mit diesen Mitteln nicht von der Stelle. Entweder du akzeptierst einfach die Situation, dass alles jetzt nun mal gerade so ist wie es ist oder Du handelst! Mit diesen ganzen Psychomethoden kannst Du dir im Kopf alles wunderbar passend reden, nur helfen Sie Dir wirklich? Was ist wenn die nächste Situation nur ein klein wenig anders ist? Dann stellst Du alles in Frage. Leben heißt Bewegen!
Ich meine: Mit Gelassenheit und dem Wissen / Können was in dir steckt bekommst Du vieles hin – ohne Psychokrücken, die machen doch alles nur schlimmer! Geh raus, geh tanzen, geh in einen Biergarten, geh in Kino, geh spazieren, treibe Sport, habe Sex, iss auch mal was ungesundes etc. und lass die Grübelei wie das Leben funktioniert. Das brauchst du alles nicht. Das meine ich auch dann, wenn es Dir total schlecht geht!
Sonnige Grüße von einem der auch heute wieder das Leben genießt!
Jochen
U. schreibt am 27.05.2008 13.50
Hallo Jochen,
danke für Deine Antwort. Ich glaube, ich verstehe nun schon, was Du meinst. Du hast sicher Recht, dass nicht selten aus einer Mücke ein Elefant gemacht wird – auch weil sich damit gut Geld verdienen lässt. Wenn ein Mensch allerdings wirklich seelisch angeschlagen oder krank ist, hilft Dein Rat nicht jedem – auch wenn er gut gemeint ist. Wir sind alle sehr verschieden und deshalb glaube ich, dass es auch keine Universallösung für alle gibt. Jeder muss selbst herausfinden, was seine Lösung ist und manchmal braucht man dabei eben auch Hilfe. Ich wünsche Dir, dass Du weiterhin Dein Leben so genießen kannst und den Glauben an Deine unerschütterliche Kraft nicht verlierst. Auch ich habe die Lösungen für meine Probleme bisher immer gefunden (manchmal auch mit Hilfe) und deshalb genieße ich mein Leben ebenfalls. Leben heisst bewegen, aber manchmal liegt die Kraft auch in der Ruhe.
Jochen schreibt am 27.05.2008 14.41
Hallo U.,
gerade dass meine ich mit Universallösungen oder Psychokrücken. Das ist alles viel zu pauschal. Ich habe gar nichts gegen Hilfe, auch vom Psychologen. Was mich aber nervt, ist dieses Psychogerede. Wie: Ich habe heute einen so tollen Gedanken, der gibt mir soviel Kraft und 100 anderes klatschen und weinen vor Freude. Klare Studien beweisen: Mit Sport z. B. lassen sich Depressionen heilen. Es gibt aber keine Studie die beweist: Psychogerede macht gesund. Ganz im Gegenteil, irgendwann merkt man, dass die Lösung doch ganz wo anders liegt.
Jochen
U. schreibt am 27.05.2008 16.25
Hallo Jochen,
da stimme ich Dir voll und ganz zu. Pseudo-Psycho-Gerede hilft keinem, sondern schadet den Leuten sogar. Sich z. B. täglich vorzusagen "mir geht es von Tag zu Tag besser und besser" kann meiner Meinung nach wirklich keinem helfen, der sich gerade in einer schlimmen Situation befindet. Unsere Psyche ist wesentlich vielschichtiger als wir manchmal glauben und nicht so einfach gestrickt, dass sie auf Hokus-Pokus hereinfällt.
Anna Theresa schreibt am 29.05.2008 07.45
Hallo ale zusammen,
ihr habt ja alle recht. Doch warum reagiert man auf Jochens kommentar?Es gibt solche und solche menschen, und jeder hat aus seiner sicht recht. Fatal ist es nur wenn man pauschaliert.Denn auch das ist Freundscheft, den anderen und sich selbst bewertungslos zu sehen.
Liebe Grüße und viel Mitgefühl für alle Wesenheiten auf dieser Welt
A.Th.
renate schreibt am 29.05.2008 11.31
Hallo,
hat eigentlich jmd schon mal von außen so einen Freund erlebt oder gehabt?
Rosemarie Jost schreibt am 29.05.2008 17.28
Hallo Ralf Senftleben
da klingt ja breite Zustimmung aus allen Zuschriften. Ich könnte mich dem anschließen, allerdings mit Einschränkung.Ich muss durch mein Ehrenamt bedingt oft vor einer Gruppe reden.
Da vermisse ich dann das Feedback.Ich bereite mich zwar immer gut vor, aber bis jetzt hat noch keiner zu mir gesagt: "Da hast du Mist gebaut" oder "Du hast heute wirklich was rüber gebracht!" In dieser Situation kann ich mir nicht selbst helfen. Ich bin dann mir gegenüber eher kritisch eingestellt und bemühe mich alles 150%ig zu machen.
Gruß Rosemarie Jost
Anna Theresa schreibt am 01.06.2008 09.55
Halo Renate,
ich kann mich glücklich schätzen einen solchen Freund zu haben:URSACHE UND WIRKUNG
A. Th
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