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        <title>Das Zitat der Woche</title>
        <description><![CDATA[p. In Zitaten, Sprüchen und Sprichworten steckt (oft) *konzentrierte Weisheit*. Hier nehmen wir Zitate, um sie weiterzudenken und als Sprungbrett für die Selbsterkenntnis zu nutzen.
]]></description>
        <link>http://www.zeitzuleben.de/blog/1/zitat-der-woche.html</link>
        <lastBuildDate>Thu, 09 Sep 2010 09:56:38 +0100</lastBuildDate>
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            <url>http://www.zeitzuleben.de</url>
            <title>Das Zitat der Woche</title>
            <link>http://www.zeitzuleben.de/blog/1/zitat-der-woche.html</link>
            <description>Das Zitat der Woche</description>
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        <item>
            <title>Der mag mich nicht?</title>
            <link>http://www.zeitzuleben.de/blog/entry/1/6278.html</link>
            <description><![CDATA[<blockquote><br />
  <p><em>&quot;F&uuml;r unser Denken sind wir verantwortlich, nicht aber f&uuml;r das, was andere &uuml;ber uns denken.&quot; </em></p><br />
  <p><em>-- Ernst Ferstl</em></p><br />
</blockquote><br />
<p><em>&quot;Der mag mich nicht.&quot; <br /><br />
&quot;Die findet mich doof.&quot; <br /><br />
&quot;Die reden schlecht &uuml;ber mich.&quot; </em></p><br />
<p>Viele Menschen machen sich Gedanken dar&uuml;ber, was andere &uuml;ber sie denken. Es scheint eine zutiefst menschliche Sehnsucht zu sein, von anderen Menschen gemocht und akzeptiert zu werden. Angenommen zu sein. </p><br />
<p>Und deshalb erleben viele von uns es im besten Fall als irritierend, in vielen F&auml;llen aber auch als bedrohlich, wenn wir den Eindruck gewinnen, jemand k&ouml;nnte uns nicht m&ouml;gen. </p><br />
<p>Nun haben wir aber wenig Einfluss darauf, was andere Menschen &uuml;ber uns denken. Klar, wir k&ouml;nnen uns auf die eine oder andere weise benehmen, wir k&ouml;nnen freundlich oder unfreundlich sein, wir k&ouml;nnen uns einstellen auf jemanden oder auch nicht &ndash; aber ob uns jemand mag oder nicht, entscheidet immer die Person selbst. Und genau das l&auml;sst uns dann eben auch so unsicher werden. </p><br />
<p>Mehr noch: Oft scheint es, der Versuch, gezielt von jemanden gemocht zu werden, kontraproduktiv.  Versuche, gemocht zu werden, scheinen oft das Gegenteil zu bewirken. Warum? Vielleicht weil wir dann k&uuml;nstlich wirken? Vielleicht weil andere den Versuch der Manipulation f&uuml;hlen? Vielleicht weil sich Sympathie eben tats&auml;chlich nicht erreichen l&auml;sst, sondern weil sie entstehen muss? </p><br />
<p>Wie auch immer, der Ansatz hier ist einmal mehr, der &uuml;ber sich selbst. Wie Ernst Ferstl in seinem Aphorismus so treffend herausgearbeitet hat: Wir sind f&uuml;r unser Denken verantwortlich und nur das k&ouml;nnen wir beeinflussen.</p><br />
<p>Als erstes k&ouml;nnen wir daran arbeiten, uns selbst zu m&ouml;gen und das unabh&auml;ngig davon, ob uns ein anderer mag oder nicht. Wenn ich mich selbst leiden mag, verletzt es mich lange nicht so, wenn ich das Gef&uuml;hl habe, von jemanden nicht gemocht zu werden. Ich kann es wahr- und annehmen. Ich muss mich nicht anbiedern oder k&auml;mpfen. Ich kann den anderen sein lassen (im doppelten Wortsinn). </p><br />
<p>Und ich kann hinschauen, ob ich denn &uuml;berhaupt wirklich von dieser Person gemocht werden will! Oft reflektieren wir ja gar nicht, ob uns eine Person wichtig ist. Wir suchen einfach Anerkennung und eine positive Zuwendung, egal von wem. Hier lohnt aber ein zweiter Blick, denn tats&auml;chlich m&ouml;gen uns ganz oft die Menschen nicht, die wir selbst auch nicht wirklich sympathisch finden, von denen wir also eigentlich gar keine N&auml;he wollen. Und wenn man das f&uuml;r sich erkennt, ist es viel einfacher auszuhalten, von jemanden nicht gemocht zu werden. </p><br />
<p>Als spannendes Extra ist es dann h&auml;ufig auch so, dass wenn man von der Person gar nicht mehr zwingend gemocht werden will, pl&ouml;tzlich etwas Erstaunliches passiert: man lernt sich neu und anders kennen und findet vielleicht einen Draht, der vorher gar nicht da war. </p><br />
<p>In jedem Fall geht es auch hier darum, bei sich selbst zu beginnen und nicht beim anderen. </p><br />
]]></description>
            <author>Zeit zu leben</author>
            <pubDate>Tue, 07 Sep 2010 01:09:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Erlauben Sie sich Unfertigkeit</title>
            <link>http://www.zeitzuleben.de/blog/entry/1/6265.html</link>
            <description><![CDATA[<p><em>&quot;Wo Unfertigkeit bestraft wird, wird Reifung verhindert.&quot; </em></p><br />
<p><em>-- Michael K&ouml;ditz</em></p><br />
<p>Dieses Zitat begleitet mich schon lange. Ich fand es in einem Buch von Michael K&ouml;ditz und schrieb es mir auf einen farbigen Post-it-Note, der seitdem auf meiner Kreativ-Pinnwand klebt.</p><br />
<p>Ich stimme diesem Zitat aus ganzem Herzen zu. In so vielen Lernsituationen wird Unfertigkeit bestraft und es herrschen dann Angst und Frust. Auch in der Erziehung und im allt&auml;glichen Miteinander trifft die Aussage zu &ndash; und es hat Folgen, wenn wir sie nicht beachten. </p><br />
<p>Am allerwichtigsten ist f&uuml;r mich aber, dass ich mir selbst gegen&uuml;ber auch immer wieder an diesen Satz denke. Denn, wie es bei vielen Menschen ist, war ich bisher selbst mein sch&auml;rfster Kritiker. Wie oft ging ich schon &uuml;ber die Geb&uuml;hr hart mit mir ins Gericht! Wie selten war ich zufrieden mit mir! </p><br />
<p>Tats&auml;chlich hat sich da &uuml;ber die letzten Jahre viel ge&auml;ndert. Nicht nur, dass ich es als Notwendigkeit erkannt habe, weicher und nachsichtiger mit mir selbst zu sein, sondern auch solche S&auml;tze wieder von Michael K&ouml;ditz haben mir geholfen, milder zu mir selbst zu sein. </p><br />
<p>Und ja, seitdem ich mir erlaube, auch unfertig zu sein, seit ich mir Fehler zugestehe und seit ich begriffen habe, dass Perfektion eine Illusion ist, bin ich gewachsen. Innerlich gewachsen und auch im Umgang mit anderen. Gereift. </p><br />
<p>Vielleicht m&ouml;gen auch Sie sich das Zitat abschreiben und gut sichtbar aufh&auml;ngen. Es k&ouml;nnte ein Samen sein, aus dem etwas sehr Sch&ouml;ne erw&auml;chst.</p>]]></description>
            <author>Zeit zu leben</author>
            <pubDate>Tue, 24 Aug 2010 01:08:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Fehler ermöglichen lernen</title>
            <link>http://www.zeitzuleben.de/blog/entry/1/6264.html</link>
            <description><![CDATA[<p><em>&quot;Das Fallen ist die Voraussetzung daf&uuml;r, jemals gehen zu k&ouml;nnen.&quot;</em></p><br />
<p><em>-- Wolf W. Lasko</em></p><br />
<p>Wer f&auml;llt schon gerne auf die Nase? Wer macht schon gerne Fehler oder schlechte Erfahrungen? Wer geht schon gerne Risiken ein? </p><br />
<p>Das wir uns nach Sicherheit sehnen und lieber einen Weg w&auml;hlen, der vertraut ist, ist ganz menschlich. Aber auf den bekannten Wegen lernen wir wenig Neues und wenn wir jedes Risiko scheuen, k&ouml;nnen wir unser Leben nicht aktiv ver&auml;ndern. </p><br />
<p>Ich finde den Satz von Wolf W. Lasko nicht nur sehr treffend, sondern auch ermutigend. Wie gut, dass wir als Kinder gar nicht auf die Idee kommen, nicht laufen lernen zu wollen, wenn wir das erste Mal gest&uuml;rzt sind! Stellen Sie sich einmal vor, was es bedeuten w&uuml;rde, wenn wir schon als Kinder so sicherheitsorientiert (oder muss man schon &auml;ngstlich sagen?) w&auml;ren wie wir es heute sind? Was alles h&auml;tten wir nie angefangen, nie gelernt, nie geschafft! </p><br />
<p>Nat&uuml;rlich bringt es die Lebenserfahrung mit sich, dass man nicht mehr in jedes m&ouml;gliche Loch fallen muss und dass man Risiken einzusch&auml;tzen lernt. Aber die Gefahr, vielleicht ein blaues Knie zu bekommen (real wie symbolisch gemeint), darf uns nicht l&auml;hmen. Sie darf nicht dazu f&uuml;hren, dass wir in Situationen verbleiben, die uns ungl&uuml;cklich machen. Sie darf nicht verhindern, dass wir Neues lernen. </p><br />
<p>Warum nicht? Weil wir dann zu leben aufh&ouml;ren! Weil das Leben immer auch ein gewisses Risiko birgt. Und weil es eine Illusion ist zu glauben, dass man sich vor allem Unheil, vor blauen Flecken oder verletzten Gef&uuml;hlen sch&uuml;tzen kann. </p><br />
<p>Es stimmt schon: Fallen kann nur, wer sich &uuml;berhaupt daran macht, das Laufen zu lernen &ndash; das gilt f&uuml;r kleine Kinder genauso wie f&uuml;r uns Erwachsene in allen Herausforderungen, die wir zu meistern haben. Sehen Sie also Fehlschl&auml;ge nicht als Fehlschl&auml;ge, sondern schauen Sie mal mit dem Blick darauf, dass Sie diese Fehlschl&auml;ge &uuml;berhaupt nur erleben k&ouml;nnen, weil Sie etwas gewagt haben! </p>]]></description>
            <author>Zeit zu leben</author>
            <pubDate>Tue, 17 Aug 2010 05:08:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Weniger ist manchmal mehr...</title>
            <link>http://www.zeitzuleben.de/blog/entry/1/6242.html</link>
            <description><![CDATA[<p><blockquote><br />
  <p><em>&quot;Je ruhiger wir werden, desto mehr k&ouml;nnen wir h&ouml;ren.&quot;</em></p><br />
  <p><em>-- Ram Dass</em></p><br />
</blockquote><br />
<p>Ich bin ein h&ouml;rsensibler Mensch und ich habe hier schon &ouml;fter &uuml;ber die Themen &quot;L&auml;rm&quot; und &quot;Stille&quot; geschrieben. Vor einigen Tagen fand ich das obige Zitat und das bringt mich dazu, wieder einmal etwas dazu zu schreiben und zwar diesmal mit dem Blick auf die zwischenmenschliche Kommunikation. </p><br />
<p>Als ich die Worte von Ram Dass las, fielen mir spontan diverse Situationen ein, in denen ich mit mehreren Leuten an einem Tisch sa&szlig; &ndash; ob nun in geselliger Familienrunde, mit Freunden oder mit Bekannten beim Essen. Wenn die Stimmung gut wird, wird bei solchen Treffen ja viel geredet. Es finden meist verschiedene Gespr&auml;che gleichzeitig statt und der Ger&auml;uschpegel steigt schnell und hoch. </p><br />
<p>Mir f&auml;llt immer wieder auf, dass ich in solchen Runden recht schnell das Problem bekomme, nicht mehr folgen zu k&ouml;nnen. Ich versuche erst, einem Gespr&auml;ch zu folgen, werde dann durch ein anderes abgelenkt und will dann noch jemanden meine besondere Aufmerksamkeit schenken &ndash; und schwuppdiwupp h&ouml;re ich gar nichts mehr! Das finde ich regelm&auml;&szlig;ig frustrierend und bevorzuge deshalb zunehmend kleine Gespr&auml;chsrunden, in denen ich eine Chance habe, den einzelnen Leuten wirklich zuzuh&ouml;ren. </p><br />
<p>Je lauter die Welt, je vielstimmgier die Gespr&auml;che, desto weniger bekomme ich mit. Und ich habe das Gef&uuml;hl, damit nicht ganz allein zu sein. </p><br />
<p>Nat&uuml;rlich ist es nett, auch mit vielen Menschen zusammen zu sein und wir m&uuml;ssen uns gar nicht zur&uuml;ckziehen, um f&uuml;r mehr Ruhe zu sorgen. Es reicht schon, wenn wir in Gespr&auml;chsrunden &ouml;fter mal nur zuh&ouml;ren als z.B. auch selbst zu reden. Oder wenn wir &ouml;fter mal nur Einzelkontakte suchen als das Zusammensein in Gruppen. Einfach um mehr zu h&ouml;ren von den Menschen, die uns wichtig sind. So k&ouml;nnen wir viele Zwischent&ouml;ne entdecken und das, was Ram Dass beschreibt. </p>]]></description>
            <author>Zeit zu leben</author>
            <pubDate>Tue, 27 Jul 2010 01:07:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Machen Sie sich auch ständig Sorgen?</title>
            <link>http://www.zeitzuleben.de/blog/entry/1/6241.html</link>
            <description><![CDATA[<blockquote><br />
  <p><em>&quot;Guten Morgen, liebe Sorgen, seid Ihr auch schon alle da?&quot;</em></p><br />
  <p><em>-- Liedzeile von J&uuml;rgen von der Lippe</em></p><br />
</blockquote><br />
<p>Sorgen sind enorme Kraftfresser. Sorgen um die Kinder oder andere Familienmitglieder. Sorgen um Haustiere. Sorgen um die Gesundheit. Sorgen um den Job. Sorgen um die Zukunft. Sorgen um die Finanzen. Und... und... und... </p><br />
<p>Das Perfide an Sorgen ist, dass sie sich vermehren, wenn wir unseren Fokus zu sehr auf sie richten. Wenn wir uns sorgen, machen wir uns Gedanken &uuml;ber etwas, das <strong>noch nicht eingetreten</strong> ist, etwas, das in der Zukunft liegt. Und weil es eben noch nicht da ist, haben wir auch keine Chance es tats&auml;chlich zu l&ouml;sen. Und wenn wir schon einmal dabei sind, uns Sorgen &uuml;ber eine Sache zu machen, dann finden wir ganz oft gleich noch ein Dutzend anderer Bereiche in unserem Leben, &uuml;ber die wir uns auch sorgen k&ouml;nnen.  Und so entsteht schnell ein massiv dr&uuml;ckender Sorgenberg.</p><br />
<p>Wenn wir uns Sorgen machen, drehen wir uns oft im Kreis und das immer und immer wieder. Und das ist es auch, was so viel Energie kostet: wir k&ouml;nnen mit der Energie nicht wirklich etwas erreichen. </p><br />
<p>Was also tun? </p><br />
<p>Gehen Sie mit Ihren Sorgen schriftlich um. Nehmen Sie sich Stift und Papier und notieren Sie Ihre Sorge(n). Formulieren Sie ganz klar, was der Grund Ihrer Sorge ist und welche Bilder Sie f&uuml;r die Zukunft sehen, die Ihnen Sorgen machen. Notieren Sie auch Begleitsorgen, die Ihnen zus&auml;tzlich in den Sinn kommen.</p><br />
<p>Wenn Sie alles klar auf dem Papier zu stehen haben, k&ouml;nnen Sie sich nun fragen, was Sie konkret tun k&ouml;nnen, um einen negativen Ausgang unwahrscheinlicher zu machen. Beantworten Sie z.B. folgende Fragen: </p><br />
<ul><br />
  <li>Was habe ich schon getan, damit xyz nicht eintrifft?</li><br />
  <li>Halte ich meine Entscheidungen, die ich bisher in der Sache getroffen habe, f&uuml;r richtig oder m&ouml;chte ich etwas anderes tun?</li><br />
  <li>Was kann ich z.B. noch anderes tun, damit xyz nicht eintrifft? </li><br />
  <li>Wei&szlig; ich genug, um entscheiden zu k&ouml;nnen, was getan werden muss? </li><br />
  <li>Wo kann ich Informationen erhalten, um die Situation besser einsch&auml;tzen zu k&ouml;nnen?</li><br />
  <li>Wen kann ich um Rat und Hilfe bitten? </li><br />
</ul><br />
<p>Mit solchen Fragen holen Sie sich selbst aus dem Zukunftsdenken in die Gegenwart. Das ist wichtig, weil Sie nur hier etwas tun k&ouml;nnen. Ob Sie z.B. irgendwann an einer schweren Krankheit leiden werden, k&ouml;nnen Sie jetzt nicht wissen. Sie k&ouml;nnen nur versuchen, sich gesund zu ern&auml;hren, sich ausreichend zu bewegen und genug zu schlafen. Sie k&ouml;nnen heute nicht wissen, ob Sie tats&auml;chlich Ihren Job verlieren, aber wenn Sie das bef&uuml;rchten, k&ouml;nnen Sie heute Entscheidungen treffen, mit denen Sie sich z.B. zus&auml;tzliche F&auml;higkeiten aneignen oder Sie schauen sich schon einmal auf dem Arbeitsmarkt um. </p><br />
<p>Sorgen l&auml;hmen uns und machen uns passiv. Das kostet sehr viel Kraft und frisst einen auf. Versuchen Sie deshalb, Ihre Sorgen aktiv anzugehen, indem Sie sich selbst mit ausreichend Wissen &uuml;ber die jeweilige Sache versorgen, indem Sie andere um Rat fragen und sich helfen lassen. </p><br />
<p>Und wenn Sie all das bearbeiten haben, gilt es loszulassen. Wir k&ouml;nnen unsere Sorgen nicht jetzt l&ouml;sen und DAS ist wahrscheinlich das Entscheidende, das es zu akzeptieren gilt. Wir k&ouml;nnen alles Menschenm&ouml;gliche tun, um das Schlimme, das wir bef&uuml;rchten, so unwahrscheinlich wie m&ouml;glich zu machen &ndash; aber wir k&ouml;nnen nicht alles verhindern. Manches, das uns Sorgen macht, wird eintreffen, egal, was wir tun, vieles aber wird sich einfach in Luft aufl&ouml;sen. Und manches wird sogar besser werden, als wir es uns jetzt ertr&auml;umt haben. Wichtig ist immer wieder, ins Hier und Jetzt zur&uuml;ckzukehren, um hier und jetzt handlungsf&auml;hig zu bleiben. </p>]]></description>
            <author>Zeit zu leben</author>
            <pubDate>Tue, 29 Jun 2010 01:06:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Ewig unzufrieden?</title>
            <link>http://www.zeitzuleben.de/blog/entry/1/6238.html</link>
            <description><![CDATA[<blockquote><br />
  <p><em>&quot;Jeder Wunsch, der sich erf&uuml;llt, kriegt augenblicklich Junge.&quot;</em></p><br />
  <p><em>-- Wilhelm Busch</em></p><br />
</blockquote><br />
<p>Wenn Sie hier bei uns schon ein bisschen l&auml;nger mitlesen, dann wissen Sie, dass wir Fans davon sind, pers&ouml;nliche W&uuml;nsche tatkr&auml;ftig anzugehen. Also daraus konkrete Ziele zu formulieren, sich zu &uuml;berlegen, wie man diese Schritt f&uuml;r Schritt angehen kann und dann loszulegen. </p><br />
<p>Als ich nun neulich auf das obige Zitat von Wilhelm Busch traf, nickte ich sofort. Ein Widerspruch zur Zielorientierung? </p><br />
<p>F&uuml;r mich ist es kein Widerspruch, sondern vielmehr etwas, das wir einfach beachten und im Hinterkopf behalten sollten. Konsequente Zielorientierung ist eine feine Sache, da wir damit sehr viel erreichen k&ouml;nnen. Am anderen Ende aber steht die Gefahr einer st&auml;ndigen Unzufriedenheit, denn ja, erreichte Ziele und erf&uuml;llte W&uuml;nsche bekommen tats&auml;chlich schnell Junge. </p><br />
<p>F&uuml;r Menschen, die gerne etwas erreichen, ist es fast immer eine Herausforderung, das Erreichte auch genie&szlig;en zu k&ouml;nnen. Sie sind gut darin, den Blick schon wieder aufs n&auml;chste Ziel zu legen, ohne wirklich den Erfolg des bereits Erreichten realisiert und vor allem genossen zu haben. Und so wirken solche Menschen manchmal st&auml;ndig hungrig und getrieben. </p><br />
<p>Wie so oft liegt das Ma&szlig; der Dinge zwischen den Extremen. Wunsch- und Zielorientierung auf der einen Seite, Genie&szlig;enk&ouml;nnen und auch mal F&uuml;nfe gerade sein zu lassen auf der anderen &ndash; beides zusammen schenkt uns erst die M&ouml;glichkeit zu wirklicher Zufriedenheit. </p><br />
<p>Die Antwort auf das Zitat liegt also nicht darin, keine W&uuml;nsche mehr anzugehen, sondern weniger Befriedigung im Erreichen der Ziele zu finden, als im Weg zu den Zielen und Genie&szlig;en dessen, was man geschafft hat. </p>]]></description>
            <author>Zeit zu leben</author>
            <pubDate>Tue, 08 Jun 2010 01:06:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Von der Zersplitterung der Informationen</title>
            <link>http://www.zeitzuleben.de/blog/entry/1/6229.html</link>
            <description><![CDATA[<blockquote><br />
  <p><em>&quot;Wir haben verlernt, die Augen auf etwas ruhen zu lassen, deshalb erkennen wir so wenig.&quot;</em></p><br />
  <p><em>-- Jean Fernand Giono</em></p><br />
</blockquote><br />
<p>Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Informationen heute ganz anders aufbereitet werden als noch vor 20 Jahren? Die Portionen, in denen uns Fakten und Informationen pr&auml;sentiert werden, sind immer kleiner geworden. </p><br />
<p>Denken Sie z.B. mal an Filme: Die Schnitte werden immer schneller. Mit wie viel Zeit wurden fr&uuml;her manche Szenen gedreht (die uns heute z.T. schrecklich langweilig vorkommen)! Spielfilme haben immer &ouml;fter etwas von Musikvideos und Musikvideos anzuschauen, kann richtig nerv&ouml;s machen. </p><br />
<p>Oder denken Sie an Texte in B&uuml;chern oder Zeitschriften: Kapitel und Abs&auml;tze in B&uuml;chern werden z.B. immer k&uuml;rzer. W&auml;hrend es fr&uuml;her noch echte Bleiw&uuml;sten gab, werden Sachb&uuml;cher heute normalerweise mit vielen Zwischen&uuml;berschriften, zusammenfassenden K&auml;stchen, und Randnotizen aufbereitet. Das ist eine feine Sache, denn so k&ouml;nnen wir Sachzusammenh&auml;nge schnell erfassen und auch leichter behalten. Allerdings darf man es auch nicht &uuml;bertreiben, denn zu viele Zwischen&uuml;berschriften zerfleddern den Text und f&uuml;hren dazu, dass man ihn nur noch oberfl&auml;chlich liest. </p><br />
<p>Und  hier kommt das Zitat ins Spiel, das ich f&uuml;r diese Woche ausgew&auml;hlt habe, denn ich denke, das steckt viel Wahres drin. </p><br />
<p>Ich glaube, wir laufen tats&auml;chlich Gefahr, angesichts all der fragmentierten Reize nicht mehr wirklich hinzuschauen. Wir finden oft keinen Halt mehr in all den kleinen H&auml;ppchen, nichts, wo wir mal l&auml;nger als nur einen Moment verweilen, um uns wirklich einlassen zu k&ouml;nnen. Das Hauptziel besteht zunehmend darin, nicht die Orientierung zu verlieren, also wenigstens einen gewissen &Uuml;berblick zu behalten. Das aber geht allzu leicht auf Kosten der Tiefe und vor allem auch zu Lasten unserer Konzentrationsf&auml;higkeit.</p><br />
<p>Immer mehr Menschen tun sich z.B. zunehmend schwer damit, auch mal einen l&auml;ngeren Text am St&uuml;ck konzentriert zu lesen. Kennen Sie das vielleicht auch von sich selbst? </p><br />
<p>Ich jedenfalls erwische mich immer wieder dabei, dass ich mich manchmal richtig dazu zwingen muss, ein Buch tats&auml;chlich zu Ende zu lesen und mich wirklich mit den Inhalten zu befassen. Wie verlockend ist es, schnell die &Uuml;berschriften zu &uuml;berfliegen und einen &quot;Eindruck&quot; zu gewinnen, um dann gleich zum n&auml;chsten Buch zu greifen! Gleiches gilt f&uuml;r Webseiten, Zeitschriften, Info-Sendungen und... und... und... </p><br />
<p>Nicht, dass wir uns falsch verstehen: ein guter &Uuml;berblick ist wichtig und vieles im Blick zu haben, auch. Und ich pers&ouml;nlich genie&szlig;e die Infomationsm&ouml;glichkeiten unserer Zeit und ich wei&szlig; gut aufbereitete Sachb&uuml;cher sehr zu sch&auml;tzen. Wir sollten nur nicht vergessen, dass es manchmal n&ouml;tig ist, sich Zeit zu nehmen und genauer hinzuschauen und den Dingen auf den Grund zu gehen, um wirklich etwas zu verstehen. </p>]]></description>
            <author>Zeit zu leben</author>
            <pubDate>Tue, 01 Jun 2010 01:06:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Wie offen bin ich?</title>
            <link>http://www.zeitzuleben.de/blog/entry/1/6198.html</link>
            <description><![CDATA[<blockquote><br />
  <p><em>&quot;Wir lieben die Menschen, die frisch heraussagen, was sie denken &ndash; falls sie das gleiche denken wie wir.&quot;</em></p><br />
  <p><em>-- Mark Twain</em></p><br />
</blockquote><br />
<p>Das heutige Zitat ist mal wieder eines, das einen an einem ziemlich empfindlichen Punkt treffen kann. Schlie&szlig;lich geh&ouml;rt Offenheit zum Selbstanspruch vieler Menschen. Offenheit f&uuml;r andere Ansichten, Offenheit f&uuml;r andere Denkrichtungen. </p><br />
<p>Wir bewundern Leute, die das, was wir f&uuml;r richtig und stimmig halten, laut in die Welt rufen. Da k&ouml;nnen wir nicken und es beruhigt ungemein, zu wissen, der denkt so wie ich. </p><br />
<p>Aber pr&uuml;fen wir uns einmal ganz ehrlich: Wie reagieren wir, wenn jemand etwas sagt, das uns vollkommen fremd ist? K&ouml;nnen wir es tats&auml;chlich stehen lassen und interessiert anschauen? Oder sind wir schnell dabei, es argumentativ zu entkr&auml;ften, es vom Tisch zu wischen oder l&auml;cherlich zu machen &ndash; ohne wirklich dar&uuml;ber nachgedacht zu haben? </p><br />
<p>Und wie reagieren wir, wenn jemand, der etwas anders sieht als wir, das auch noch kraftvoll deutlich wie eine Fahne vor sich her tr&auml;gt? Wenn die Andersartigkeit mehr als offensichtlich ist? Und wie erst, wenn das, was die Person sagt, Samen des Zweifels in uns s&auml;t? &Ouml;ffnen wir uns dann oder machen wir erst recht dicht?</p><br />
<p>Ich erwische mich selbst immer wieder dabei, wie ich, wenn ich bei anderen Ansichten, gedanklich und gef&uuml;hlsm&auml;&szlig;ig entweder zur&uuml;ckweiche oder auch angreife. Vielleicht ein automatischer Reflex? Wenn ich das bei mir selbst sp&uuml;re, nehme ich das inzwischen zum Anlass, sp&auml;ter, f&uuml;r mich allein, in Ruhe &uuml;ber die Sache nachzudenken und mich zu fragen: </p><br />
<ul><br />
  <li>Was genau hat die Person eigentlich gesagt? <br /><br />
    </li><br />
  <li>Was hat mich daran aufgeregt? <br /><br />
    </li><br />
  <li>Warum und wodurch f&uuml;hlte ich mich bedroht oder angegriffen? <br /><br />
    </li><br />
  <li>Steckt vielleicht etwas in dem Gesagten, womit ich etwas anfangen kann? <br /><br />
    </li><br />
  <li>Was genau? </li><br />
</ul><br />
<p>So habe ich die Chance, trotz meiner automatischen Abwehrmechanismen meinen Horizont doch noch zu erweitern. Aus dem Abstand heraus f&auml;llt es mir leichter, &uuml;ber andere Ansichten nachzudenken. Ich kann dann, was mir nicht gef&auml;llt, immer noch entsorgen &ndash; aber schon so manches Mal ging ich nach meiner Reflexion zu der Person, um das Gespr&auml;ch noch einmal aufzugreifen &ndash; und das nicht selten mit Gewinn. </p><br />
<p>Die Antwort auf das Zitat lautet f&uuml;r mich deshalb: Ich muss Menschen, die etwas anderes denken als ich, nicht gleich lieben, aber ich kann mir selbst die T&uuml;r offen halten, um einmal ganz in Ruhe, &uuml;ber &quot;anderes&quot; nachzudenken. </p><br />
]]></description>
            <author>Zeit zu leben</author>
            <pubDate>Tue, 04 May 2010 01:05:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Was auch zur Zufriedenheit gehört</title>
            <link>http://www.zeitzuleben.de/blog/entry/1/6199.html</link>
            <description><![CDATA[<blockquote><br />
  <p><em>&quot;Zur Zufriedenheit geh&ouml;rt auch die Bereitschaft, auf einiges verzichten zu k&ouml;nnen.&quot;</em></p><br />
  <p><em>-- Ernst Ferstl</em></p><br />
</blockquote><br />
<p>Mit diesen wenigen Worten schenkt Ihnen Ernst Ferstl meiner Ansicht nach einen echten Schl&uuml;ssel f&uuml;r Zufriedenheit. </p><br />
<p>Wir leben in einer Gesellschaft, in der es viele als selbstverst&auml;ndlich ansehen, das zu bekommen, was sie haben wollen. Klar, die Medien und die Werbung spielen ja auch genau damit: Bed&uuml;rfnisse wecken mit dem Ziel der schnellen Befriedigung eben dieser Bed&uuml;rfnisse. Wer nicht genug Geld hat, nimmt sich einen Kredit &ndash; alles klein Problem. </p><br />
<p>Wirklich nicht? </p><br />
<p>Ich denke, dass hier ein ganz enormes Problem entsteht! Nicht nur finanziell (denn Kredite zur schnellen Bed&uuml;rfnisbefriedigung f&uuml;hren sehr schnell in eine Schuldenspirale), sondern vor allem von der Einstellung her. </p><br />
<p>Wer darauf setzt, auf nichts verzichten zu wollen, um zufrieden sein zu k&ouml;nnen, ger&auml;t in ein endloses Dilemma: Es wird immer etwas geben, was wir nicht haben &ndash; sprich: ich brauche dann immer etwas Neues um wirklich zufrieden sein zu k&ouml;nnen. Nach dem schnellen Auto ist es die teure Uhr, danach die Designer-Lederjacke und dann die Reise nach Hawaii. Oder etwas kleiner: erst ist es der neue Rasenm&auml;her, den auch der Nachbar hat, dann ist es die K&uuml;chenmaschine, die die Freundin empfohlen hat und dann der Fitness-Center-Vertrag, weil alle dorthin gehen usw. usw. </p><br />
<p>Nat&uuml;rlich ist es sch&ouml;n, sich etwas leisten zu k&ouml;nnen. Ein gewisser finanzieller Spielraum sorgt f&uuml;r ein Gef&uuml;hl von Versorgung und Sicherheit und, ganz klar, sich etwas Sch&ouml;nes kaufen zu k&ouml;nnen, macht Spa&szlig;. </p><br />
<p>Und dennoch liegt der Schl&uuml;ssel f&uuml;r Zufriedenheit tats&auml;chlich auch in der F&auml;higkeit, verzichten zu k&ouml;nnen. Verzicht nicht im Sinne von Darben, sondern Verzicht in Hinblick auf die Pr&uuml;fung, was man wirklich braucht. Wenn man bei potentiellen Anschaffungen auch mal was liegen l&auml;sst, weil man erkennt, dass man es eigentlich nicht wirklich braucht, wertet man damit die Anschaffungen, die man sich dann tats&auml;chlich leistet, auf. </p><br />
<p>Es ist nicht die Masse, nicht die Menge an Anschaffungen, die uns zufrieden macht, sondern es ist die Auswahl und Wertsch&auml;tzung dessen, was wir uns leisten. </p><br />
<p>Sich etwas zu g&ouml;nnen und bereit zu sein, auf etwas zu verzichten, sind zwei Schalen einer Waage &ndash; keine sollte zu sehr absacken, denn wenn sie ausgeglichen sind, empfinden wir Zufriedenheit. </p>]]></description>
            <author>Zeit zu leben</author>
            <pubDate>Tue, 27 Apr 2010 01:04:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Berührungen</title>
            <link>http://www.zeitzuleben.de/blog/entry/1/6205.html</link>
            <description><![CDATA[<blockquote><br />
  <p><em>&quot;(Ein) Gespr&auml;ch ist gegenseitige distanzierte Ber&uuml;hrung.&quot; </em></p><br />
  <p><em>-- Christian Morgenstern<br />
    </em><br />
  </p><br />
</blockquote><br />
<p>Woche f&uuml;r Woche ver&ouml;ffentliche ich seit vielen Jahren Texte hier auf <em>Zeit zu leben</em>. Das Sch&ouml;ne an dieser Arbeit ist, dass sie keine Einbahnstra&szlig;e ist, sondern dass mein Schreiben durch all Ihre Reaktionen zu einem Gespr&auml;ch f&uuml;hrt. Und so wird auch das m&ouml;glich, was Christian Morgenstern in dem obigen Zitat anspricht: eine <strong>gegenseitige Ber&uuml;hrung</strong>. </p><br />
<p>All meine Texte ohne Sie als Publikum w&auml;ren leere, hohle Worte. Lebendig werden sie durch das, was Sie daraus machen. Durch Ihre Gedanken, Ihre Reaktionen, Ihre Gegenwehr, Ihre Zustimmung und auch Ihre Erfahrungen zu den Themen. </p><br />
<p>In Ihren R&uuml;ckmeldungen zeigen Sie mir, dass meine Worte ber&uuml;hren. Manchmal sicher auch unangenehm, oft doch aber in dem Sinne, wie sie von mir gemeint sind: als Denkanst&ouml;&szlig;e und Anregungen. </p><br />
<p>Die Vorstellung, durch meine Arbeit in Kontakt mit so vielen Menschen zu kommen, die ich gar nicht kenne, hat etwas sehr Motivierendes. </p><br />
<p>Ja, Worte k&ouml;nnen &uuml;ber Entfernungen weg Ber&uuml;hrungen erm&ouml;glichen. Und es ist letztlich nicht wichtig, ob Sie das ber&uuml;hrt, was ich im Sinn hatte, ob etwas ganz anderes f&uuml;r Sie in meinen Texten schwingt &ndash; entscheidend ist, dass ein kleiner Kontakt entsteht, der wieder Neues erschafft: Gedanken, Gef&uuml;hle, (Auf-)Regungen, Reaktionen. Indem Sie dann mir schreiben oder meine Texte im Blog kommentieren, ber&uuml;hren Sie wiederum mich. Wir kommen auf diese Weise in Kontakt und in einen Dialog. Nicht 1:1, da es mir leider nicht m&ouml;glich ist, auf alle Kommentare zu antworten &ndash; aber Ihre S&auml;tze l&ouml;sen ja wieder Gedanken und Reaktionen in mir aus, die dann wieder zu neuen Texten f&uuml;hren. </p><br />
<p>Und f&uuml;r all das m&ouml;chte ich Ihnen heute einfach mal ein <strong>Dankesch&ouml;n </strong>sagen! </p>]]></description>
            <author>Zeit zu leben</author>
            <pubDate>Tue, 13 Apr 2010 02:04:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Das Geheimnis guten Lehrens</title>
            <link>http://www.zeitzuleben.de/blog/entry/1/6183.html</link>
            <description><![CDATA[<blockquote><br />
  <p><em>&quot;Zu wissen, wie man anregt, ist die Kunst des Lehrens.&quot;</em></p><br />
  <p><em>-- Henri Fr&eacute;d&eacute;ric Amiel</em></p><br />
</blockquote><br />
<p>Ich habe einmal dar&uuml;ber nachgedacht, wann und von wem ich in meinem Leben am besten und meisten gelernt habe. Es waren nicht die Menschen, die selbst am meisten wussten oder die am l&auml;ngsten redeten, die mir am meisten beibrachten. Und es waren nicht einmal die, die die neuesten Lerntechniken benutzten oder ein ausgefeiltes didaktisches System nutzten. </p><br />
<p>Am besten und am meisten habe ich von Menschen gelernt, die es geschafft haben, mich zu interessieren. Im Idealfall sogar, mich zu begeistern. Es waren Menschen, die selbst begeistert waren!</p><br />
<p>Und ich glaube, genau das ist mit dem obigen Zitat gemeint: zu wissen, wie man anregt. </p><br />
<p>Beim Lehren geht es weniger um Inhalte und noch nicht mal zwingend um die Vermittlung. Es geht viel mehr darum, das Feuer der Begeisterung f&uuml;r ein Thema zu entfachen &ndash; und das vor allem erst einmal bei sich selbst! </p><br />
<p>Die erste Frage, die sich jeder stellen sollte, der anderen etwas vermitteln will, ist f&uuml;r mich deshalb die: </p><br />
<ul><br />
  <li>Begeistert mich das Thema und wenn nicht, wie kann ich mich selbst daf&uuml;r begeistern?</li><br />
</ul><br />
<p>Wer selbst begeistert und interessiert ist, der kann sehr oft auch andere mitrei&szlig;en &ndash; und genau das ist gut f&uuml;r das Lernen! Meine Erfahrung ist: wer sich wirklich f&uuml;r etwas interessiert, der nimmt Informationen unendlich viel einfacher auf als alle, denen die Sache, um die es geht eigentlich egal ist. </p><br />
<p>Wer also anderen etwas beibringen will &ndash; ob nun beruflich oder auch im privaten Bereich z.B. bei Kindern, k&ouml;nnte sich im zweiten Schritt dann Folgendes fragen: </p><br />
<ul><br />
  <li>Wie schaffe ich es, andere f&uuml;r das Thema zu interessieren? <br /><br />
  </li><br />
  <li>Was begeistert mich selbst so daran und wie kann ich diese Faszination vermitteln? <br /><br />
  </li><br />
  <li>Wie kann ich anderen einen Zugang zu dem verschaffen, was ich in dem Thema sehen kann? <br /><br />
  </li><br />
  <li>Wie kann ich das, was ich vermitteln will, so aufbereiten, dass es interessant und spannend ist? <br /><br />
  </li><br />
  <li>Wie kann ich erreichen, dass der andere neugierig wird? <br /><br />
  </li><br />
  <li>Wie kann ich erreichen, dass der andere Fragen zu stellen beginnt? <br /><br />
  </li><br />
  <li>Wie kann ich erreichen, dass der andere von sich aus mehr wissen will?</li><br />
</ul><br />
<p>Wenn Sie sich diesen Fragen stellen und nicht nur auf die reine Informations- oder Methodenvermittlung zielen, werden Sie merken, dass Ihr Unterricht oder Ihre Erkl&auml;rungen anders werden. Und damit wird sich das Lernverhalten der anderen &auml;ndern, wetten?</p>]]></description>
            <author>Zeit zu leben</author>
            <pubDate>Tue, 23 Mar 2010 03:03:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Das Wichtigste bei Burnout-Gefahr</title>
            <link>http://www.zeitzuleben.de/blog/entry/1/6182.html</link>
            <description><![CDATA[<blockquote><br />
  <p><em>&quot;Der Stress von heute ist die gute alte Zeit von morgen.&quot;</em></p><br />
  <p><em>-- Unbekannt</em></p><br />
</blockquote><br />
<p>Das heutige Zitat kommt sehr zynisch daher und es dient mit als Aufh&auml;nger f&uuml;r ein Thema, zu dem ich immer wieder Anfragen bekomme: und zwar das Thema &quot;Burnout&quot;. </p><br />
<p>All jenen, die unter einer akuten &Uuml;berforderung leiden, hilft n&auml;mlich so ein lapidarer Satz, wie das genannte Zitat wenig. Klar, man kann dar&uuml;ber schmunzeln, aber die Seele schreit auf, da sie ihre Hilferufe im Nichts verhallen sieht. </p><br />
<p>Der Stress von heute darf nicht die gute alte Zeit von morgen werden! Denn der Stress von heute setzt schon sehr, sehr vielen Menschen massiv zu. Es mag sein, dass man sich an ein Mehr an Belastung gew&ouml;hnen kann und ihr zumindest kurz- und mittelfristig gewachsen ist &ndash; aber ein Zuviel f&uuml;hrt zwangsl&auml;ufig zu einem Verlust nicht nur an Lebenskraft, sondern vor allem auch an Lebensfreude. </p><br />
<p>Nun ist es nicht leicht, in einem solch kurzen Text wirklich hilfreiche Tipps zur Burnoutvermeidung zu geben &ndash; schlie&szlig;lich ist das Anforderungspaket von jedem anderen und so sind f&uuml;r jeden andere Ma&szlig;nahmen n&ouml;tig.</p><br />
<p>Eines aber scheint mir ganz wichtig zu sein: Wer an einer massiven und chronischen &Uuml;berforderung leidet, sollte immer an dem Punkt ansetzen, der die gr&ouml;&szlig;te Belastung darstellt. Viele, die merken, dass alles zu viel wird, versuchen sich damit &uuml;ber Wasser zu halten, dass sie an verschiedenen kleinen Punkten im Leben die Anforderungen reduzieren. Vielleicht wird eine Vereinst&auml;tigkeit zur&uuml;ckgesetzt oder man liest die Emails nur noch 3x am Tag statt die gewohnten 10x. </p><br />
<p>Jede solcher Ma&szlig;nahmen ist nat&uuml;rlich gut, aber wirklich helfen tut bei einer echten &Uuml;berforderung nur eines: genau an dem schlimmsten &Uuml;berforderungsherd anzusetzen. Da, wo der meiste Schmerz entsteht, da wo die meiste Kraft hineinflie&szlig;t.</p><br />
<p>Erfahrungsgem&auml;&szlig; sind das die Gebiete, die uns am wichtigsten zu sein scheinen, weshalb wir meist glauben, genau da eben nicht viel machen zu k&ouml;nnen. Dieser Gedanke ist aber ein Fehler, und zwar einer, der verhindern wird, dass Sie sich wirklich selbst entlasten k&ouml;nnen. </p><br />
<p>Mein Rat ist deshalb an alle, die sich einer zu gro&szlig;en Belastung ausgesetzt sehen: Gehen Sie die gro&szlig;en Bereiche an! Trauen Sie sich, sich genau dort Hilfe und Unterst&uuml;tzung zu holen oder ggf. dort auch massiv zu reduzieren. </p><br />
<p>Wer glaubt, das sei unm&ouml;glich, sollte f&uuml;r einem Moment daran denken, dass wenn wir ausfallen &ndash; durch Krankheit oder einen Zusammenbruch &ndash; alles irgendwie weiterl&auml;uft. Kein Mensch ist unersetzlich &ndash; nirgendwo! W&auml;hlen Sie lieber selbst die Art, wie Sie reduzieren und die Sachen umorganisieren wollen, bevor es im Notfall andere f&uuml;r Sie tun. </p>]]></description>
            <author>Zeit zu leben</author>
            <pubDate>Tue, 16 Mar 2010 03:03:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Die Dinge schätzen können</title>
            <link>http://www.zeitzuleben.de/blog/entry/1/6178.html</link>
            <description><![CDATA[<blockquote><br />
  <p><em>&quot;Wer nicht sch&auml;tzen kann, was er hat, wird auch nicht sch&auml;tzen k&ouml;nnen, was er bekommt.&quot;</em></p><br />
  <p><em>-- Eigene Erkenntnis</em></p><br />
</blockquote><br />
<p>Sind sie zufrieden? Sind Sie gl&uuml;cklich? Oder geht es Ihnen wie vielen und Sie haben etwas, das Ihnen fehlt &ndash; aber, wenn Sie das h&auml;tten, DANN w&auml;ren Sie gl&uuml;cklich? Sie br&auml;uchten nur endlich einen Partner, einen anderen Job, mehr Geld, eine andere Wohnung oder was es auch immer f&uuml;r Sie ist? </p><br />
<p>Tats&auml;chlich sind sehr viele Menschen fest davon &uuml;berzeugt, dass ihnen etwas zu ihrem Gl&uuml;ck fehlt. Dass es also etwas gibt (was sie nicht haben), das sie gl&uuml;cklich machen kann. </p><br />
<p>Ich glaube inzwischen, dass das ein Irrtum ist. Klar, jede/r von uns hat Dinge, nach denen wir uns sehnen und die f&uuml;r uns zu einem gl&uuml;cklichen Leben dazu geh&ouml;ren. Aber, und das ist eine Erkenntnis, die viele gar nicht so gerne h&ouml;ren, Gl&uuml;ck und Zufriedenheit haben viel weniger mit der Erf&uuml;llung unserer W&uuml;nsche zu tun als mit der F&auml;higkeit, das sch&auml;tzen zu k&ouml;nnen, was wir haben. </p><br />
<p>Immer dann, wenn wir unsere Zufriedenheit an Bedingungen kn&uuml;pfen, sind wir abh&auml;ngig von der Erf&uuml;llung dieser Bedingungen. Sprich: wir haben es nicht mehr selbst in der Hand, gl&uuml;cklich zu sein. Wir machen dann andere oder das Schicksal f&uuml;r unsere Unzufriedenheit verantwortlich. </p><br />
<p>Aber lassen Sie einmal den Gedanken, den ich oben als Zitat formuliert habe, zu: &quot;Wer nicht sch&auml;tzen kann, was er hat, wird auch nicht sch&auml;tzen k&ouml;nnen, was er bekommt.&quot; K&ouml;nnte da nicht vielleicht tats&auml;chlich etwas dran sein? </p><br />
<p>Ich ganz pers&ouml;nlich habe festgestellt, dass immer dann wenn ich so etwas denke wie: &quot;Wenn ich doch nur endlich ..., dann ginge es mir besser.&quot; bin ich in einer Opferhaltung. Ich f&uuml;hle mich hilflos, weil ich das, was ich will noch nicht habe und nicht wei&szlig;, ob ich es bekomme. Ich starre auf das &ndash; noch oder vielleicht auch immer &ndash; Unerreichbare und sp&uuml;re meinen Frust noch deutlicher als zuvor. </p><br />
<p>Wenn ich es aber schaffe, meinen Blick konsequent auf das zu lenken, was ich habe und mich mit der Dankbarkeit in Verbindung bringe &uuml;ber all das, was ich habe, dann sp&uuml;re ich eine ganz andere Energie. </p>]]></description>
            <author>Zeit zu leben</author>
            <pubDate>Tue, 09 Mar 2010 03:03:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Nicht nur verzeihen können, ist wichtig...</title>
            <link>http://www.zeitzuleben.de/blog/entry/1/6160.html</link>
            <description><![CDATA[<blockquote><br />
  <p><em>&quot;Was unsere Seele am schnellsten und am schlimmsten abn&uuml;tzt, das ist: verzeihen ohne zu vergessen.&quot;</em></p><br />
  <p><em>-- Arthur Schnitzler</em></p><br />
</blockquote><br />
<p>Das Thema &quot;Verzeihen&quot; ist eines, zu dem wir immer wieder viele Anfragen bekommen. Offenbar tragen sehr viele Menschen tiefe Verletzungen mit sich herum und immer wieder rei&szlig;en die Wunden auf. </p><br />
<p>Es ist nicht einfach, jemanden zu raten, was er oder sie tun soll, um das Verzeihen zu lernen, denn Loslassen geh&ouml;rt wohl zu den schwierigsten Dingen &uuml;berhaupt.  <a href="http://www.zeitzuleben.de/artikel/persoenlichkeit/verzeihen-koennen.html" target="_blank">Hier</a> finden Sie aber einen ausf&uuml;hrlichen Artikel dazu, in dem ich einiges zusammengetragen habe, was n&uuml;tzlich sein k&ouml;nnte. </p><br />
<p>Mir hat dar&uuml;ber hinaus die Erkenntnis sehr geholfen, die Arthur Schnitzler in dem obigen Zitat sehr treffend beschreibt: Wir<strong> schaden uns selbst</strong>, wenn wir nicht mit Verletzungen abschlie&szlig;en. Vor allem, wenn wir zu verzeihen vorgeben (oder auch selbst daran glauben), innerlich aber nicht vergessen, nicht loslassen k&ouml;nnen. </p><br />
<p>Genau das ist es, was uns regelrecht auffressen kann.</p><br />
<p>Nehmen Sie sich einmal die Zeit, um ganz in Ruhe f&uuml;r sich herauszufinden, welche Verletzungen Sie bis zum heutigen Tag nicht vergessen k&ouml;nnen. Schreiben Sie diese auf! Und fragen Sie sich dann Folgendes: </p><br />
<ul><br />
  <li>Warum kann ich nicht vergessen, nicht loslassen?<br /><br />
    </li><br />
  <li>Was ist es, das mich festhalten l&auml;sst? <br /><br />
    </li><br />
  <li>Was k&ouml;nnte der Nutzen sein, dass ich nicht wirklich loslassen will? <br /><br />
    </li><br />
  <li>Was erhoffe ich mir? <br /><br />
    </li><br />
  <li>Ist der (tats&auml;chliche oder auch nur erhoffte) Nutzen tats&auml;chlich den Schmerz wert, den das Nicht-Vergessen-K&ouml;nnen ausl&ouml;st? </li><br />
</ul><br />
<p>Sie k&ouml;nnen mit diesen Fragen sehr tief kommen, tief an den Schmerz. Das macht oft Angst. Aber wenn Sie einmal erkennen, was es genau ist, das Sie nicht vergessen l&auml;sst, bekommen Sie neue M&ouml;glichkeiten, damit umzugehen. Sie befassen sich dann mit der Wurzel des Ganzen. Und nur an der Wurzel sitzt auch die M&ouml;glichkeit der Heilung. </p>]]></description>
            <author>Zeit zu leben</author>
            <pubDate>Tue, 09 Feb 2010 03:02:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Die Geschichte von June Middleton</title>
            <link>http://www.zeitzuleben.de/blog/entry/1/6143.html</link>
            <description><![CDATA[<blockquote><br />
  <p><em>&quot;Da muss man einfach durch.&quot;</em></p><br />
  <p><em>-- June Middleton</em></p><br />
</blockquote><br />
<p>Vielleicht haben Sie von June Middleton schon mal gelesen, vielleicht haben Sie noch nie etwas von der Frau geh&ouml;rt. Ihre Geschichte ist in jedem Fall erz&auml;hlenswert: </p><br />
<p>June Middleton war nach ihrer Polio-Erkrankung 60 Jahre lang auf die Beatmung durch eine eiserne Lunge angewiesen. Das bedeutete, dass sie 21 Stunden am Tag in einer R&ouml;hre liegend verbringen musste und das eben 60 Jahre lang. </p><br />
<p>Auf die Frage, wie sie dieses Schicksal ertragen k&ouml;nne, antwortete sie Folgendes: <em>&quot;Es ist schwer zu erkl&auml;ren, aber da muss man einfach durch. Man muss das Beste draus machen und H&uuml;rden &uuml;berwinden.&quot;</em></p><br />
<p>Als ich das las, f&uuml;hlte ich mich inspiriert und ertappt zugleich. Inspiriert von soviel Tapferkeit, Humor und Lebensmut und ertappt angesichts all der Dinge, wegen derer ich so manches Wehgeschrei erhebe... </p><br />
<p>Klar, die eigenen Zahnschmerzen sind immer die schlimmsten und manchmal tut es auch gut, sich dem Jammern hinzugeben, aber viel hilfreicher ist es, die eigenen Themen in einer gewissen Relation zu sehen. Und die Geschichte von June Middleton hat f&uuml;r mich einiges wieder in Perspektive gesetzt. Wer ein solches Schicksal mit &quot;Da muss man einfach durch.&quot; beantworten kann, ist f&uuml;r mich ein echtes Vorbild. </p><br />
<p>June Middleton verstarb am 30.10.09 im Alter von 83 Jahren. <br />]]></description>
            <author>Zeit zu leben</author>
            <pubDate>Tue, 02 Feb 2010 04:02:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Einstellungssache!</title>
            <link>http://www.zeitzuleben.de/blog/entry/1/6164.html</link>
            <description><![CDATA[<blockquote><br />
  <p><em>&quot;Alles eine Sache der Einstellung.&quot; </em></p><br />
  <p><em>-- Sprichwort</em></p><br />
</blockquote><br />
<p>Wir schreiben ja oft genug dar&uuml;ber, dass wir der Ansicht sind, dass wenn es um Gl&uuml;ck und Zufriedenheit geht, unsere Einstellung sehr oft wichtiger ist als die Umst&auml;nde. Und genau daf&uuml;r habe ich heute wieder ein Beispiel aus meinem Alltag f&uuml;r Sie. </p><br />
<p>In der letzten Woche fiel unsere Heizung aus. Die Anzeige f&uuml;r das &Ouml;l war kaputt, so dass wir davon ausgegangen waren, noch &Ouml;l zu haben, aber der Tank war leer. Das &Ouml;l wurde am Folgetag geliefert, so dass wir anderthalb Tage ohne Heizung waren. Bei den Au&szlig;entemperaturen zur Zeit kein allzu gro&szlig;er Spa&szlig; &ndash; wir waren recht schnell auf unter 10&deg;C Innentemperatur. </p><br />
<p>Nun kommt das Spannende an der Sache: Am ersten Tag wussten wir ja, dass es nicht w&auml;rmer werden w&uuml;rde. Wir nahmen es mit Humor und gingen praktisch vor: Wir zogen uns entsprechend viele Sachen an und machten uns W&auml;rmflaschen. Und, ganz ehrlich: ich h&auml;tte es mir schlimmer vorgestellt. </p><br />
<p>Am n&auml;chsten Tag kam die &Ouml;llieferung um 11:30 Uhr. Dann mussten wir noch vier Stunden warten, bis wir die Heizung wieder anschalten konnten. Und als wir das taten, passierte erst einmal nicht viel. Ja, die Heizk&ouml;rper wurden langsam w&auml;rmer, aber das Thermometer stieg nur sehr z&auml;h. </p><br />
<p>Und obwohl es w&auml;rmer wurde &ndash; langsam, aber immerhin &ndash; ging es mir an diesem Abend viel schlechter als an dem Abend vorher! </p><br />
<p>Der Unterschied lag eindeutig in meiner Erwartungshaltung. Am ersten Abend erwartete ich nicht, dass es w&auml;rmer werden w&uuml;rde, sondern sagte voll und ganz &quot;Ja&quot; zu den niedrigen Temperaturen. Ich stellte mich darauf ein und verschwendete keine Energie darauf, zu hadern. Am n&auml;chsten Abend aber k&auml;mpfte ich mit meiner Entt&auml;uschung dar&uuml;ber, dass es noch nicht so warm war, wie ich es gehofft hatte. Und damit war ich im &quot;Nein&quot;. Und so ein &quot;Nein&quot; kostet Energie und ja, es kostet die n&ouml;tige Portion Humor, mit der man solche Situationen am besten nehmen kann. </p><br />
<p>F&uuml;r mich ist diese kleine Geschichte einmal mehr eine tolle Best&auml;tigung dessen, was ich mir selbst (und auch Ihnen :-) immer wieder sage: Unsere Einstellung ist sehr oft entscheidend! Wer es schaffen kann, im Ja mit den Umst&auml;nden zu sein, hat es leichter und dem geht es besser.</p>]]></description>
            <author>Zeit zu leben</author>
            <pubDate>Tue, 26 Jan 2010 03:01:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Entscheidend ist der Fokus</title>
            <link>http://www.zeitzuleben.de/blog/entry/1/6159.html</link>
            <description><![CDATA[<blockquote><br />
  <p><em>&quot;Alles ist relativ.&quot;</em></p><br />
  <p><em>-- Albert Einstein</em></p><br />
</blockquote><br />
<p>Genau dieses Zitat kam mir in den Sinn als ich eine der vielen Mails las, die mich auf meine letzte Kolumne &uuml;ber das &Auml;rgern erreichten. Da schrieb mir n&auml;mlich eine freundliche Dame aus Kanada, dass sie vor dem Problem steht, dass es bei ihr nicht einmal Handwerker g&auml;be! Und mit einem netten Augenzwinkern f&uuml;gte sie noch hinzu, dass wir manchmal gar nicht wissen, wie gut wir es eigentlich haben. </p><br />
<p>Diese Mail traf f&uuml;r mich genau ins Schwarze! </p><br />
<p>Wie leicht ist es, sich aufzuregen! Und wie schwer f&auml;llt es einem, alles immer wieder in der richtigen Relation zu sehen. </p><br />
<p>Um bei meinem Beispiel mit den Handwerkern zu bleiben, die uns manches graue Haar gekostet haben: &Uuml;ber das Meckern &uuml;bersah ich vollkommen, wie viele graue Haare diese Menschen uns erspart haben! Nicht nur das: ohne sie h&auml;tten wir das Projekt &quot;Umzug&quot; gar nicht umsetzen k&ouml;nnen. </p><br />
<p>Und genau das ist es, was wir immer mit &quot;Fokusverschiebung&quot; meinen: Es kommt es darauf an, wohin man bei einer Sache schaut: Ich kann auf die drei Fehler schauen, die jemand macht oder auf den einen Handwerker, der nichts auf die Reihe bekommt und mich &auml;rgern &ndash; oder ich kann auf all das schauen, was jemand gut gemacht hat oder auf all die Handwerker, die exzellente Arbeit geleistet haben und mich freuen. </p><br />
<p>Mit dem richtigen Fokus f&auml;llt das &Auml;rgern fast von allein weg. </p>]]></description>
            <author>Zeit zu leben</author>
            <pubDate>Tue, 19 Jan 2010 05:01:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Ärgern bringt gar nichts</title>
            <link>http://www.zeitzuleben.de/blog/entry/1/6132.html</link>
            <description><![CDATA[<blockquote><br />
  <p><em>&quot;&Auml;rgern ist Zeitverschwendung.&quot;</em></p><br />
  <p align="left"><em>-- Eigene Erkenntnis</em></p><br />
</blockquote><br />
<p>Wir sind mal wieder umgezogen. Und durch den Umzug konnten wir in den letzten Wochen viele Erfahrungen mit Handwerkern und Dienstleistern machen. </p><br />
<p>Uns ging (und geht) es dabei wie jedem anderen auch: Einiges lief sehr gut, manches mittelm&auml;&szlig;ig und manches richtig schlecht. Wenn ich eines aus dieser Zeit gelernt habe, dann ist es das: &Auml;rgern ist Zeitverschwendung. </p><br />
<p>Ich kann mich aufregen, soviel ich will, ich erreiche damit nichts. Immer wenn ich mich aufrege, k&auml;mpfe ich gegen die Wirklichkeit: <em>&quot;Der sollte das doch aber besser machen.&quot;</em> oder <em>&quot;Nach der zweiten Nachbesserung sollte das aber funktionieren.&quot;</em> oder <em>&quot;Das darf doch gar nicht sein.&quot;</em> </p><br />
<p>Fakt in allen F&auml;llen ist: Es ist ein Fehler passiert, etwas funktioniert nicht usw. Ich kann dann zetern und br&uuml;llen und schimpfen, aber das hilft gar nichts. </p><br />
<p>Was stattdessen hilft? Ehrlich gesagt habe ich da noch keine ultimative Antwort. </p><br />
<p>Mal hilft eine nette Bitte, mal ein klares Wort, mal hilft es, den Anbieter zu wechseln und manchmal hilft gar nichts. Ich glaube, man kann aus solchen kleinen (und gr&ouml;&szlig;eren) Nickeligkeiten vor allem eines lernen: Dass im Leben eben nicht immer alles glatt l&auml;uft. Das ist nicht sch&ouml;n und klar, wir alle h&auml;tten das gerne anders. Aber je weniger Energie man auf das &Auml;rgern dar&uuml;ber verschwendet, desto mehr hat man &uuml;brig, um &uuml;ber eine Probleml&ouml;sung nachzudenken. </p><br />
<p>Ein trivialer Tipp? Dann warten Sie mal Ihr n&auml;chstes &auml;hnliches Projekt ab und denken Sie an diese Worte, wenn Sie sich gerade f&uuml;rchterlich &uuml;ber etwas aufregen, was schiefgelaufen ist. :-) Ich jedenfalls bin mir sicher, dass ich schon in den n&auml;chsten Tagen Grund haben werde, meine eigene Kolumne noch einmal zu lesen ... </p>]]></description>
            <author>Zeit zu leben</author>
            <pubDate>Tue, 12 Jan 2010 15:01:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Die Basis von Glück und Zufriedenheit</title>
            <link>http://www.zeitzuleben.de/blog/entry/1/6047.html</link>
            <description><![CDATA[<blockquote><br />
  <p><em>&quot;Habe Vertrauen zum Sosein der Dinge.&quot;</em></p><br />
  <p><em>-- Laotse</em></p><br />
</blockquote><br />
<p>Wir fragen uns hier bei &quot;Zeit zu leben&quot; ja immer wieder, was genau das Gef&uuml;hl von Zufriedenheit und Gl&uuml;ck ausmacht, nach dem sich so viele Menschen sehnen. Die Antworten darauf sind vielf&auml;ltig, weil das, was uns gl&uuml;cklich macht, nat&uuml;rlich sehr individuell ist. </p><br />
<p>Aber es gibt etwas, das sich durch das Gef&uuml;hl von Gl&uuml;ck und Zufriedenheit durchzieht &ndash; egal, was man gerade tut oder in welcher Situation man sich gerade befindet.</p><br />
<p> Und das ist <strong>Vertrauen</strong>. </p><br />
<p>Vertrauen darin, dass alles richtig ist, wie es ist. Vertrauen, dass sich alles immer wieder zum Guten wenden wird. Vertrauen, dass man auch schwierige Herausforderungen meistern kann. </p><br />
<p>Vertrauen in das Sosein der Dinge, wie Laotse sagt. </p><br />
<p>Wie man dieses Vertrauen erreicht? Hier gibt es, wie so oft, kein Rezept, keinen ultimativen Tipp und keine Strategie, denke ich. Vertrauen ist etwas, das wachsen muss. Es entsteht aus erste kleinen Samen der Zuversicht und kann mit der Zeit, wenn wir es n&auml;hren, immer kr&auml;ftiger werden. Mal mag der Sturm einen Ast abrei&szlig;en und ja, vielleicht wird es auch mal ganz gebrochen. Es kann aber vom Wurzelwerk immer wieder neu entstehen. </p><br />
<p>Ich glaube, Vertrauen entsteht aus dem Vertrauen zu vertrauen. Aus dem Vertrauen, dass wir vertrauen k&ouml;nnen. Aus dem Vertrauen in uns selbst. </p><br />
<p>Was meinen Sie?</p>]]></description>
            <author>Zeit zu leben</author>
            <pubDate>Tue, 05 Jan 2010 04:01:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Zeit, sich zurückzuziehen</title>
            <link>http://www.zeitzuleben.de/blog/entry/1/6046.html</link>
            <description><![CDATA[<blockquote><br />
  <p><em>&quot;Ich kehre in mich selbst zur&uuml;ck, und finde eine Welt.&quot;</em></p><br />
  <p><em>-- Johann Wolfgang von Goethe</em><br /><br />
  </p><br />
</blockquote><br />
<p>Eigentlich sollte die Weihnachtszeit eine besinnliche Zeit sein. F&uuml;r viele Menschen ist sie allerdings zu einer der stressigsten Phasen des Jahres geworden &ndash; so vieles muss noch bis Jahresende erledigt werden, Geschenke m&uuml;ssen besorgt und Vorbereitungen getroffen werden. Das in der Kombination mit all den (vermeintlichen oder realen) Erwartungen, die man erf&uuml;llen will, setzt das viele von uns stark unter Druck. </p><br />
<p>Ich habe Ihnen deshalb in dieser Woche ein Zitat mitgebracht, das Sie vielleicht dazu verlocken kann, in den kommenden Wochen doch hin und wieder mal f&uuml;r eine besinnliche Stunde zu sorgen. Sich Zeit f&uuml;r sich selbst zu nehmen, um zur Ruhe und zu sich selbst zu finden. Denn auch mir geht es so, wie es Johann Wolfgang von Goethe beschrieben hat: ich entdecke in solch' kostbaren Momenten immer wieder neue Welten.</p><br />
<p>Je stressiger und anstrengender der Alltag, desto weiter entfernen wir uns meist auch von uns selbst. Genau in diesem Phasen ist es dann aber besonders wichtig und wertvoll, sich kleine Ruheinseln zu schaffen. Auszeiten. Momente der Stille. </p><br />
<p>Schenken wird Ihnen diese Momente leider keiner, die m&uuml;ssen Sie sich schon selbst nehmen. Und genau deshalb ist jetzt ein guter Zeitpunkt, sich einmal ganz bewusst einige stille Stunden in Ihren Kalender einzutragen &ndash; als feste, nicht verschiebbare Termine. </p><br />
<p>Ja, genau jetzt! </p>]]></description>
            <author>Zeit zu leben</author>
            <pubDate>Tue, 01 Dec 2009 03:12:00 +0100</pubDate>
        </item>
    </channel>
</rss>
