Burnout – alles, was du wirklich darüber wissen musst

Burnout Abwärtsspirale stoppen

Jeder kennt jemanden, der unter Burnout leidet. Ein Kollege, jemand aus dem Freundes- oder Familienkreis. Oder weiß von einem Promi, der grad ausgestiegen ist, um mit seinem Burnout klarzukommen. Und wir wissen, dass eine ganze Reihe unserer Leser auch selbst damit zu kämpfen haben.

Burnout ist gefährlich, langwierig und extrem problematisch. Ein Burnout stellt das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen meist völlig auf den Kopf. Burnout kann zu Beziehungskrisen, Trennungen, Arbeitslosigkeit und auch zum Suizid führen. Jedenfalls, wenn er nicht rechtzeitig gestoppt wird und Betroffene keinen Ausweg finden, sondern immer tiefer in den Burnout geraten.

Wissen ist Macht. Das gilt auch, wenn es um Burnout geht. Je mehr wir wissen, desto besser können wir reagieren, wenn ein Kollege, ein Angehöriger oder eine Freundin von Burnout betroffen ist. Und auch für uns selbst kann ein Mehr an Wissen über Burnout den kleinen Unterschied machen. Denn wenn wir wissen, was Burnout ist, wie er entsteht und woran man ihn erkennt, können wir frühzeitig bei uns selbst gegensteuern und uns so möglicherweise davor bewahren.

Deswegen möchte ich in diesem Beitrag zeigen,

  1. wie sich ein Burnout entwickelt,
  2. welche Faktoren Burnout begünstigen,
  3. woran du Burnout erkennen kannst und
  4. wie du einem Burnout vorbeugen bzw. bei den ersten Anzeichen schnell und wirkungsvoll reagieren kannst.

Wie entwickelt sich ein Burnout?

Burnout kann man sich als eine Art Abwärtsspirale vorstellen. Denn Burnout entsteht in einem schleichenden Prozess. Zu Beginn sind Burnout-Kandidaten meist sehr leistungsfähig und pflichtbewusst. Das Umfeld nimmt sie häufig als engagiert und einsatzbereit wahr. Arbeitgeber, Kollegen und Familie freuen sich vielfach über dieses hohe Engagement, die Einsatzbereitschaft und Tatkraft. Und wenn jemand sich immer wieder ausreichend Erholungspausen verschafft, sich auch entspannen und abschalten kann, ist Leistung und Engagement ja auch sehr positiv.

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Burnout-Betroffene stellen jedoch zumeist sehr hohe Ansprüche an sich selbst. Das erzeugt Stress. Häufig haben sie Erwartungen, die sich nur mit größter Anstrengung erfüllen lassen. Zum Beispiel, ein Super-Vater zu sein, der für seine Kinder da ist, gemeinsam mit der Partnerin den Haushalt schmeißt, im Beruf erfolgreich ist und seinen Freundeskreis pflegt. Oder eine Abteilungsleiterin, die alle Energie und Zeit dafür einsetzt, dass die Abteilung bestmögliche Ergebnisse liefert, viele Überstunden macht und im Kopf auch noch am Feierabend und an den Wochenenden bei der Arbeit ist. Häufig geht das so lange gut, bis irgendetwas Außergewöhnliches passiert. Krankheit, eine zusätzliche Aufgabe oder ein Problem, das sich nicht so leicht lösen lässt, werden zur zusätzlichen Belastung und unüberwindbaren Hürde. Dadurch wächst der Stress.

Burnout-Kandidaten versuchen dennoch, ihren Ansprüchen weiter gerecht zu werden. Es kann sich dabei eine gewisse Verbissenheit entwickeln. Weil man es ja besonders gut machen möchte, legt man regelmäßig noch eine Schippe drauf, macht einfach noch ein bisschen mehr und strengt sich noch stärker an.

Burnout entsteht durch Stress und Überforderung

Sind die Anforderungen der Burnout-Betroffenen an sich selbst höher als das, was sie leisten können, besteht das Risiko, dass sie sich überfordern. Sie geraten unter Stress, und zwar unter Dauerstress. Sie vernachlässigen ihre Bedürfnisse und häufig auch die Bedürfnisse ihrer Liebsten. Häufig führt genau das zu ersten Problemen. Streit in der Familie, Kollegen fühlen sich übergangen oder gemaßregelt und der Freundeskreis ist ärgerlich, weil Verabredungen womöglich immer wieder abgesagt werden.

Diese Probleme schieben Burnout-Betroffene eher zur Seite. Einfach, weil sie so stark auf ihre Aufgaben konzentriert sind, dass alles andere weniger wichtig zu sein scheint. Im Fokus steht das, was sie unbedingt schaffen müssen.

Der Stress ist der Motor des Burnouts

Kommt es zum Dauerstress und gelingt es nicht mehr, sich zu erholen und Pausen einzulegen, dreht die Burnout-Spirale sich weiter abwärts. Der Burnout-Kandidat ist immer häufiger erschöpft, wird womöglich gereizter und auch schneller krank. Schläft eventuell schlecht und leidet unter seinen nachlassenden Kräften. Viele spüren, dass etwas nicht stimmt, und möchten nicht einfach so weitermachen. Sie stellen sich nun ihren Problemen und kommen ins Nachdenken. Wenn sie an dieser Stelle versuchen, ihr Leben wieder in andere Bahnen zu lenken, kann der Weg aus dem Burnout durchaus gelingen.

Aber leider stellen sich viele ihren Problemen nicht. Sie machen weiter wie bisher. Oder versuchen, noch mehr zu tun, zu schaffen und hinzubekommen. Womöglich verurteilen sie andere dafür, dass diese nicht so engagiert sind. Oder sind enttäuscht und werden verbittert, dass andere so wenig Verständnis haben. Dafür, dass der Job oder die Familie jetzt am wichtigsten sind. Dass keine Zeit und Kraft mehr für anderes übrig bleibt.

Viele Burnout-Betroffene reagieren zunehmend gereizter und aggressiver gegenüber Kollegen, Freunden und Familie. Häufig sehen sie die Ursache dafür aber wiederum meist eher bei den anderen als bei sich selbst. Sie wirken depressiv, ziehen sich dann mehr und mehr zurück, gehen immer weniger ihren Hobbys nach und verbringen weniger Zeit mit ihren Freunden. Manch ein Angehöriger vermutet dann vielleicht eine Depression.

Ein Ausstieg aus dem Burnout wird immer schwieriger

Die nächste Ebene der Burnout-Spirale ist erreicht. Um die Aufgaben zu bewältigen oder mal abschalten zu können, greifen viele zu Alkohol oder Tabletten. Häufig begleitet von Schuldgefühlen und Selbstzweifeln. An diesem Punkt kippt das Bild, das der Burnout-Betroffene bislang nach außen hin abgab. Er wird lethargischer, kann sich immer weniger aufraffen, wirkt deprimiert und antriebslos. Die depressive Stimmung wird immer mehr zum Alltag. Die Leistungsfähigkeit lässt nach. Der Betroffene fühlt sich ohnmächtig, sieht sein Leben zunehmend als sinnlos und leer an. Und häufig kommt es dann zu einem psychischen und meist auch körperlichen Zusammenbruch. Spätestens an diesem Punkt wenden sich viele an einen Arzt. Denn auch der Körper spielt nicht mehr mit.

Natürlich läuft dieser Prozess nicht immer genau so ab. Die einzelnen Phasen dieses Prozesses lassen sich jedoch bei vielen Burnout-Betroffenen beobachten.

Manch einer stellt sich seinen Problemen und versucht, häufig auch erfolgreich, einen Weg aus dem Stress herauszufinden, wieder mehr Entspannung und Ruhe in sein Leben zu bringen. Und kann, wenn das rechtzeitig geschieht, das Ruder noch herumreißen. Aber viele kommen aufgrund ihrer hohen Ansprüche an sich selbst und der Anforderungen, die sie oder auch andere an sie stellen, aus der Spirale nicht oder nur sehr spät heraus. Mit fatalen Folgen. Denn ist die Spirale erst einmal über einen bestimmten Punkt hinaus, scheint sie sich nur noch schneller nach unten zu drehen. Denn Erschöpfung, Selbstzweifel und Stress lassen sich nicht mehr so einfach abstellen.

Burnout von oben betrachtet

Schauen wir uns diesen Prozess einmal von einer übergeordneten Ebene aus an. Folgende Abläufe greifen wie Zahnräder ineinander und schrauben die Abwärts-Spirale immer tiefer:

Starker Druck in Form von Anforderungen (äußere und innere)

=> starker Antrieb, diesem Druck nachzugeben, die Anforderungen zu erfüllen

=> Dauerstress

=> Dauererschöpfung

=> Selbstzweifel, Schuldgefühle

=> nachlassende Fähigkeiten (kognitive und emotionale)

=> Ohnmacht, Hoffnungslosigkeit

Der Weg in den Burnout beginnt mit einer hohen Arbeitsbelastung, Stress und Selbstüberforderung. Doch was bedeutet Stress für jemanden und was kann Selbstüberforderung sein?

Das kann sehr subjektiv sein. So kommt es, dass der eine Top-Manager Burnout bekommt und ein anderer nicht. Die eine Ärztin über Jahre anstrengende Schichten, Krankheitsvertretungen und Notfälle bewältigt. Ihr Kollege aber vielleicht nicht. Dass eine alleinerziehende Mutter es schafft, dauerhaft Haushalt, zwei Kinder und Job zu managen, ohne dabei auszubrennen, während eine andere nach einer Weile an ihre Grenze gerät.

Ob eine zu große Arbeitsbelastung vorliegt, man unter zu viel Stress leidet oder auch sich selbst überfordert, hängt von zwei Einflussfaktoren ab:

  1. den äußeren Bedingungen, unter denen jemanden lebt,
  2. der Persönlichkeit eines Menschen.

Es gibt also innere und äußere Faktoren.

Äußere Faktoren, die einen Burnout begünstigen

Äußere Faktoren, die einen Burnout begünstigen, können sein:

  • Schwierigkeiten im Berufsleben: z. B. zu wenig Anerkennung, Verunsicherung, weil das Aufgabengebiet nicht klar ist oder sich der Arbeitsplatz immer wieder verändert. Zu viel Erfolgsdruck, übermäßige Arbeitsbelastung
  • familiäre Probleme: z. B. nicht endende Konflikte und Streitigkeiten, Sorgen um den Partner, die Kinder oder andere Familienangehörige, die Pflege eines Angehörigen
  • Belastungen ganz allgemein: gesellschaftliche Entwicklungen, verstärkte Mobilität, unlösbare Konflikte im näheren Umfeld (Nachbarn, Bekannte, Kollegen)
  • jede Art von Überforderung: zu viele Aufgaben (Erwerbsarbeit, Hausarbeit, Ehrenamt), gepaart mit zu wenig Erholungsphasen

Innere Faktoren, die einen Burnout begünstigen

Zu den inneren Faktoren, die einen Burnout begünstigen, gehören:

  • schlecht entspannen und abschalten zu können
  • sich nicht gut abgrenzen zu können
  • wenn man Anerkennung übermäßig wichtig nimmt
  • wenn alles möglichst 100%ig gemacht werden muss, man perfektionistisch ist
  • wenn man zu hohe Erwartungen und Ansprüche an sich selbst hat, die häufig auch gar nicht zu erfüllen sind
  • wenn man sich von starken Glaubenssätzen antreiben lässt, wie z. B.: Sei perfekt. Streng dich an. Beeil dich. Sei stark. Machs den anderen recht (dies sind die so genannten inneren Antreiber nach dem Konzept von Taibi Kahler)
  • häufiger Ärger im Alltag, der zu Gefühlen von Hilflosigkeit und Ohnmacht führt

Kommen mehrere dieser Faktoren zusammen, kann das zum Burnout führen.

Dabei ist Burnout keine spezifische Krankheit, die sich nach dem ICD-D-10-GM, der „Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“, klassifizieren lässt.

Burnout ist ein Syndrom und keine Krankheit. Dies bedeutet, dass verschiedene Symptome, die für sich genommen Krankheitscharakter haben können, sich zu einem Krankheitsbild zusammenfügen. So ist Burnout zwar keine Depression und auch keine einfache Erschöpfung. Aber eine Depression kann Teil eines Burnouts sein. Und Phasen der Erschöpfung sind Teil eines Burnout-Syndroms und dessen Entstehung.

Woran erkenne ich einen Burnout?

Ein Burnout ist schwierig zu erkennen. Einfach, weil er aus so vielen verschiedenen Symptomen bestehen kann, die zunächst vielleicht auf andere Ursachen hinweisen. Dabei wäre es für Laien besonders nützlich, zu erkennen, wann es sich um einen Burnout handeln könnte. Und wann man vielleicht auch noch am Anfang eines Burnout-Prozesses steht. Denn dann kann man durchaus noch alleine bzw. mit der Unterstützung eines Coaches das Ruder herumreißen.

Doch wann sollte man sensibel werden und sich eingestehen: „Hier läuft es gewaltig schief“?

Wolfgang Seidel, ein Burnout-Experte, formuliert es in etwa so: Die Alarmglocken sollten angehen, wenn die Erholung, z. B. am Feierabend, am Wochenende oder im Urlaub, nicht mehr möglich ist. Also immer dann, wenn man innerlich nicht mehr zur Ruhe kommt, nicht mehr von seinen täglichen Aufgaben abschalten kann. Wenn man sich wie in einem ständigen Hamsterrad fühlt und dabei trotz Erschöpfung immer weiterrennt.

Aber natürlich haben sich auch die Wissenschaft und diverse Experten mittlerweile mit dem Thema intensiv befasst. So findet man in der Literatur häufig vier Kriterien, anhand derer man einen Burnout erkennen kann:

Vier Kriterien, an denen du einen Burnout erkennen kannst

1. emotionale Erschöpfung 

Man fühlt sich schlapp, kann sich kaum noch aufraffen, ist müde, findet aber durch Schlaf keine Erholung. Zentral ist ein Gefühl der Ohnmacht. Hoffnungslos, nervös, desinteressiert, Selbstzweifel, das Gefühl, unzulänglich zu sein, zynisch und aggressiv.

2. sozialer Rückzug 

Man zieht sich von Freunden, Bekannten und vom Partner zurück und geht seinen Hobbys immer weniger nach.

3. körperliche Beschwerden 

Unterschiedliche körperliche Beschwerden können auftreten. Häufig sind Verdauungsstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Tinnitus, Verspannungen, Rückenschmerzen, schwächeres Immunsystem, Schlafstörungen, die Gefahr von Süchten, wie Alkohol- oder Medikamenten-Missbrauch, dauerhafte Müdigkeit.

4. kognitive Fähigkeiten lassen nach 

Man kann sich schlechter konzentrieren, vergisst schneller und häufiger, kann immer schlechter anspruchsvollere Zusammenhänge durchblicken.

Eine ganze Reihe Symptome, die sich zum Burnout-Syndrom bündeln und das Leben gravierend beeinträchtigen können.

Warum mit einem Burnout nicht zu spaßen ist

Burnout entsteht in einem länger andauernden Prozess. Dadurch erscheint er grad zu Beginn eher als harmlos. Man merkt ja oftmals gar nicht, wie sehr man schon drinsteckt. Wobei gerade zu Beginn dieser Prozess durchaus noch alleine oder auch mit einer moderaten Unterstützung aufzuhalten und umzukehren ist. Doch viele Betroffene suchen sich leider erst Hilfe, wenn sich der Prozess schon stark verselbständigt hat. Und dann ist er leider auch kaum noch zu stoppen oder umzukehren. Denn der Burnout-Prozess greift den Kern der Persönlichkeit an.

Dauerstress führt zu Erschöpfung. Es treten womöglich erste körperliche Beschwerden auf, wie z. B. Schlafprobleme. Und die kognitiven Fähigkeiten lassen nach. Dadurch verliert man seine Leistungsfähigkeit und kann seine Aufgaben nicht mehr in gewohnter Weise erledigen. Dadurch entstehen Selbstzweifel und Schuldgefühle. Wer immer öfter an sich selbst zweifelt und sich schuldig fühlt, weil er seinen Ansprüchen nicht mehr genügt, schädigt damit sein Selbstwertgefühl. Das Selbstbewusstsein leidet und man fühlt sich immer weniger wohl mit sich selbst. Auf Dauer verändert sich so die Persönlichkeit. Die Betroffenen trauen sich immer weniger zu, sie zweifeln an sich selbst, werden hoffnungslos. Verlieren zunehmend die Zuversicht, etwas an ihrer Situation verändern zu können. Das Gefühl der Ohnmacht wird immer stärker, sie fühlen sich zunehmend hilflos und wie in einer Falle. Für viele ist dies der Punkt, an dem sie zu einem Arzt gehen. Häufig aufgrund körperlicher Beschwerden. Denn das Einsehen, dass psychische Schwierigkeiten das Problem sind, hat nur ein Teil der Betroffenen.

Die Behandlung eines Burnouts ist aufwändig. Denn die Veränderungen lassen sich nicht so einfach wieder rückgängig machen. Ist das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl erst einmal beschädigt, braucht es eine längere Zeit und intensivere Unterstützung, um wieder innerlich stark zu werden. So dauert es häufig sehr lange, aus einem Burnout wieder hinauszufinden. Außerdem besteht ein erhöhtes Risiko, wieder einen Burnout zu bekommen. Damit man jedoch aus dieser fürchterlich belastenden Situation wieder hinausfindet, ist es wichtig, einen Anfang zu machen und sich Hilfe zu suchen.

Prävention: Wie kann ich einen Burnout verhindern?

Um es nicht bis zum Burnout kommen zu lassen, lässt sich viel tun. Und dazu braucht man nicht gleich sein ganzes Leben umzukrempeln. Auch kleine Schritte können viel bewirken. Daher lohnt es sich, an der ein oder anderen Stellschraube zu drehen. Mehr Entspannung ins Leben zu bringen, Probleme, die immer wieder zur Belastung werden, zu lösen oder seine Beziehungen zu pflegen.

Hier eine Auswahl von Anregungen, was man tun kann, um möglichst von einem Burnout verschont zu werden.

  • Abschalten und Entspannen, weil man auf diese Weise aus dem Stress aussteigt und es nicht zu Dauerstress kommen kann. (Zum Beispiel mit Hilfe unseres Videokurses Gelassenheit)
  • Bewusst auch kleine Erfolgserlebnisse sammeln, weil man sich auf diese Weise bewusst macht, was man alles schafft. Selbstzweifel haben so weniger Chancen (so wie es in unserem Projekt: „Innere Stärke“ geübt wird, neben vielen anderen Strategien, mit denen man sein Selbstvertrauen stärken kann)
  • Arbeitsbelastung verringern, wenn sie zu hoch ist. Dazu gehört vor allem eine ehrliche Bilanz: Wie stark bin ich durch meine Arbeit belastet? Kommt ein anderer Arbeitsplatz in Frage? Was kann ich an meinem Arbeitsplatz verändern, um die Belastung zu verringern? (Und wenn du merkst: „Nein, so will ich nicht mehr arbeiten. Ich möchte was anderes machen.“ Dann ist vielleicht unser Projekt: „Traumjob“ etwas für dich.)
  • Eine gute Tages/Zeit-Struktur finden. Auch hier wieder erst einmal schauen: Wie verbringe ich meine Tage, meine Wochen, mein Jahr? Was kann und möchte ich verändern, damit ich weniger Stress, Überlastung und Überforderung erlebe? (Wenn du etwas verändern willst, hilft dir vielleicht unser Formular: Zeitmanagement und Zeiterfassung weiter. Oder du schaffst dir eigene Regeln für ein entspannteres Leben.
  • Realistische Ansprüche an sich selbst stellen. Sich fragen: Welche Ansprüche stelle ich an mich? Kann ich, kann überhaupt ein Mensch, diese Ansprüche erfüllen? Was wäre ein realistischer Anspruch? Probleme mit unseren Ansprüchen bekommen wir meist, wenn wir Schwierigkeiten mit unserem Inneren Kritiker haben. Eine ganz hervorragende Vorgehensweise zum Umgang mit dem Inneren Kritiker findest du in diesem Buch.
  • Probleme, die immer wieder auftauchen oder mich dauerhaft belasten, versuchen, endgültig zu lösen. Zum Beispiel: das ewige Chaos in den Unterlagen. Der schwelende Streit mit der Freundin. Jeden Monat zu viel Geld auszugeben. (Wie du dazu vorgehst? Schau dir unser Selbstcoaching-Programm an. Das ist für alle, die sich selbst ein freundlicher Coach sein möchten.)
  • Beziehungen, die einem wichtig sind, pflegen. Sich also regelmäßig mit Freunden verabreden und dafür sorgen, dass man die Menschen in seinem Leben hat, die man haben möchte. Und wenn du merkst: „So richtig gute Beziehungen habe ich gar nicht.“ Oder: „Eigentlich bin ich ganz schön alleine.“ Dann schau dir unseren Kurs „Wege aus der Einsamkeit“ an. Damit lernst du, Menschen kennen zu lernen und neue Beziehungen aufzubauen.

Da Burnout ein sehr verbreitetes Problem ist, lohnt es sich für fast jeden von uns, sich einen Moment Zeit zu nehmen und darüber nachzudenken:

  • Wie sieht es in meinem Leben aus?
  • Wie gut gelingt es mir, abzuschalten, mich zu entspannen?
  • Wie fühle ich mich mit meinem Körper? Gibt es Symptome, unter denen ich häufig leide?
  • Wie sieht es mit dem Stress in meinem Leben aus? Wie gelingt es mir nach stressigen Phasen, mich zu entspannen?

Und wenn du merkst: „Optimal ist es bei mir nicht. Da geht noch was. Ich könnte an der ein oder anderen Stellschraube noch ein wenig drehen. Sodass ich mich besser fühle, mich leichter entspannen kann und mich weniger gestresst fühle“, dann entscheide dich für eine einzige kleine Stellschraube, an der du etwas drehen kannst. Und sorge dafür, dass sich etwas ändert. Hole vielleicht eine Freundin, den Partner oder einen anderen Nahestehenden dafür mit ins Boot.

Falls du beim Lesen dieses Beitrages merkst: „Oh je, ich glaub, bei mir liegt ganz schön was im Argen. Ich erkenne an mir einige Merkmale für Burnout-Betroffene wieder“, dann geh zu einem Arzt. Sprich mit ihm über deine Beschwerden. Hol dir Hilfe. Denn ein Burnout ist nichts, was man auf die leichte Schulter nehmen sollte, und die sehr belastenden Symptome verschwinden meist auch nicht einfach so wieder. Aber mit ein bisschen Unterstützung lässt sich gerade am Anfang eines Burnout-Prozesses noch sehr viel bewirken. Und wenn du schon tiefer drinsteckst und das Gefühl hast, dass dich die Abwärtsspirale fest im Griff hat, dann ist es umso wichtiger, dir Hilfe zu suchen. Denn je eher du etwas tust, je eher wird es dir besser gehen. Und auch, wenn du das vielleicht nicht glaubst: Es gibt einen Weg da raus. Und den brauchst du nicht alleine zu gehen.

Infografik Burnout

Die wichtigsten Infos bildlich dargestellt: Auf folgender Infografik findest du eine übersichtliche Zusammenfassung über die Ursachen und Symptome eines Burnouts sowie auch Ideen, wie du ihm selber vorbeugen kannst. Hier kannst du dir die Infografik herunterladen:

Infografik Burnout

Infografik Burnout herunterladen

Literatur:

Burisch, Matthias
(2015): Burnout-Kur für alle Fälle. Anleitungen für ein gesundes Leben, Heidelberg, Springer-Verlag

Nelting, Manfred
(2014): Burnout. Wenn die Maske zerbricht. Wie man Überlastung erkennt und neue Wege geht, München, Goldmann-Verlag.

Seidel, Wolfgang
(2012): Burnout Erkennen, verhindern, überwinden. Die eigenen Emotionen steuern lernen. Wie neueste Erkenntnisse helfen, Hannover, Humboldt-Verlag.

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Kommentare

  • Vielen Dank für den umfangreichen Beitrag. Ich kann fast alles bestätigen, muss aber ergänzen, dass nicht nur Stress Auslöser sein kann. Ich hatte eher negativen Stress, also Langeweile, war inhaltlich und zeitlich im Job unterfordert und konnte damit nicht umgehen, da ich sehr leistungsorientiert bin. Erst durch massive körperliche Symptome habe ich gemerkt, wo ich stehe. Der absolute Zusammenbruch kam erst nach der psychosomatischen Klinik bei der Rückkehr in den Job. Dann erst wurde mir bewusst, dass ich dort fehl am Platze bin.

  • Ihr Lieben,
    wenn der Gehirnstoffwechsel nicht richtig funktioniert, helfen all die guten Ratschläge und Ideen nichts, weil der Kopf zwar versteht, daß man ins Tun/ bzw. Nichtstun kommen sollte, man aber keine Kraft/keinen Antrieb dafür hat. Der morgenliche Gang ins Bad wird zur unüberwindbaren Hürde.
    Hier leisten Psychopharmaka wertvolle Dienste, um die defekte Schaltung im Synapsenspalt wieder zu regulieren. Sei es vorübergehend, oder ein Leben lang.
    Was macht ein Bluthochdruckpatient, wenn trotz gesunder Lebensführung ecta. der Blutdruck grenzwertig hoch bleibt? …. eben.

    Paßt gut auf Euch auf

  • Das „Burn-Out“ ist meist darin „verwurzelt“, dass einem eine Ablehnung (moralisch) erheblich erschwert wird. Nicht selten fußt darauf der (Leistungs-)Druck („…wenn ich DAS nicht mache, verliere ich meinen Job! Wir haben viele Arbeitslose, die meine Arbeit mit Kusshand übernehmen WÜRDEN!“).

    Folge: Man rotiert wie ein Hamster in seinem Rad.

    Hier komme ich wieder auf die mentale „Atem-/ Ruhepause“ zu reden. Denn ich betrachte DIESE Newsletter (ZZL) als „Kurzurlaub“ vom (Arbeits-)Alltag.

    Darum habe ich diese schon so manchen meiner Freunde empfohlen.

    Vor allem sog. „Workoholics“ haben diesen „Kurzurlaub“ mehr als bitterst nötig!

  • Burnqqut ist ein Syndrom, für das vor allem Perfektionisten – also Erstgeborenen und Einzelkinder, an welche von klein auf hohe Anforderungen seitens der Eltern gestellt wurden, anfällig sind.
    Ich habe das in den letzten 10 Jahren in meiner Ehe erlebt. Leider muß ich dazu sagen, daß alles an Signalen, die im Artikel angeführt wurden, zwar vom Umfeld – den Kollegen, der Familie – deutlich wahrgenommen wird, nur eben vom Betroffenen nicht. Selbst wenn er schon tief im Burnout steckt, wehrt er jede Hilfe von Außen ab und wertet sie als Angriff auf seinen Selbstwert. Das ist natürlich für den Ehepartner extrem belastend.
    Ich mußte monate- und jahrelang tatenlos zusehen, wie sich mein Mann kaputt machte, denn die einzige Möglichkeit wäre die Zwangseinweisung in die Psychiatrie gewesen. Ich habe mit mehreren Ärzten darüber gesprochen, und alle haben mit gesagt, daß sie ihn nicht gewaltsam behandeln dürfen, solange er nicht gewalttätig oder nachweisbar selbstmordgefährdet ist. Und meine Kinder mußten in einer solchen Umgebung aufwachsen.
    Ich wollte ihn nicht verlassen, weil er sich dann bestimmt etwas angetan hätte, so verzweifelt wie er war. Erst als er zu Hause mehrmals körperlich zusammengebrochen war ließ er sich zu einem Aufenthalt in der Psychiatrie überreden. Und wie auch Ralf schrieb, offiziell gibt es keine Diagnose „Burnout“, nur die Diagnose „Depressionen“.
    Jetzt sind bereits 2 Jahre vergangen, er ist ständig in psychiatrischer Behandlung, und jede größere seelische Erschütterung kann ihn wieder in die tiefste Depression zurückstoßen. Und an eine Anstellung ist gar nicht zu denken, er ist Invalidenrentner. Aber ich bin doch froh, daß er wieder relativ normal „funktioniert“.
    Ich bin der Meinung, daß bei psychiatrischen Krankheiten nur von den Patienten gesprochen wird, aber kaum oder überhaupt nicht von den Familien der Patienten, die schwer betroffen sind. Nicht nur, weil der Patient sehr oft seinen Arbeitsplatz verliert – er kann die Tätigkeit einfach nicht mehr ausführen -, sondern wegen des Dauerstresses im täglichen Leben. Und gerade um die Angehörigen kümmert sich niemand, es gibt für sie keine Anlaufstelle oder Selbsthilfegruppe.

    LG von Stuarta

  • Leider bin ich auch eine Burnout-Betroffene. Ich bin in der Abwärtsspirale ganz unten angekommen. Das war vor ca. 10 Jahren. Seitdem ist nichts mehr, wie es war. Um dorthin zu kommen, habe ich etwa 12 Jahre gebraucht. 12 Jahre habe ich in extremen Stress gelebt. Ich habe mich damit aber oft gut gefühlt. Ich kann nur richtig oder gar nicht. Früher Burn-on heute Burnout. Unvorhersehbare Umstände und mein Elan haben mich in die Spirale gezogen und ich dachte immer, das noch, dann wird es ruhiger. Ich schaffe das schon. Das ist noch wichtig und dann…..bin ich im Hamsterrad gerannt und gerannt. Es war wie verhext. Es kam eins aufs andere. Immer weniger Schlaf. Keine Zeit mehr für mich. Irgendwann wusste ich, das kann nicht gut enden. Ich war aber nicht mehr fähig zu reagieren. Wollte nicht nein sagen, wollte niemanden und nichts verlieren. ( Habe jetzt vieles verloren.) Ich war/bin nicht mehr fähig klar zu denken. Irgendwann konnte ich Pausen und Urlaub nicht mehr genießen. Mein Körper konnte nicht mehr abschalten. Das ging so lange bis unkontrollierbare Probleme von außen und ein Schicksalsschlag mich umhauten. Dann ging nichts mehr. Ich hatte keine Gefühle mehr. Ich war tot in einem nach außen lebendig wirkenden Körper. Keiner hat etwas gemerkt. Nach außen habe ich scheinbar die heile Welt aufrechterhalten. Im Kontakt zu anderen Menschen ging es mir meistens auch besser. Obwohl es im Nachhinein viele Anzeichen gab, hat niemand reagiert, aber ich auch nicht. Geht nicht, gibt es nicht, war meine Devise. Irgendwie kriege ich das schon hin. Eigentlich Unmögliches noch möglich gemacht. Im Nachhinein würde ich jedem empfehlen, so bald als möglich Hilfe zu holen oder rechtzeitig die Notbremse zu ziehen. Am besten sofort ambulant oder stationär in eine Klinik. Das habe ich nicht. Später habe ich Hilfe geholt, aber da war schon wichtige Zeit vorbei.
    Manchmal wünsche ich mir sogar, ich könnte noch im Hamsterrad rennen (Gründe wofür gab es viele), das war besser, als das was dann kam. Leider ist es mir noch nicht möglich alldem etwas Gutes abzugewinnen.
    Jetzt bin ich unsicher in allem was ich tue oder nicht. Ich kann nicht mehr abschätzen, wann muss ich mich anstrengen, wann ist es gut, wann ist es zu viel?
    Bin ich doch eigentlich ein Mensch, der einen gewissen Stress braucht, um erst zu funktionieren. Wann macht etwas Sinn? Ich habe die komplette Kontrolle über alles verloren. Man ist sehr allein damit. Was habe ich mir und meinem Körper nur angetan. Trotzdem hoffe ich die Kurve noch zu kriegen, aber alleine geht das nicht. Den für mich richtigen Therapeuten habe ich noch nicht gefunden.
    Deswegen vielen Dank für den Artikel und die vielen Kommentare. Nur durch genügend Informationen und neuen Anregungen können Betroffene unterstützt, Nichtbetroffene geschützt und/oder für mehr Verständnis Betroffenen gegenüber sensibilisiert werden. Denn leider wird man von vielen belächelt oder nicht ernst genommen. Weil viele das Wort Burnout missbrauchen.
    Passt gut auf euch auf. Sorry, dass ich so viel geschrieben habe.

  • Glückwunsch zu diesem umfassenden Artikel über Burnout.
    Ich bin selbst betroffen, seit vielen Jahren. Ein langer Weg mit Höhen und Tiefen.
    Im Laufe vieler Therapien habe ich jede Menge Handwerkszeug bekommen, für das ich dankbar bin. Die Schwierigkeit liegt jedoch darin, diese auch im täglichen Leben anzuwenden. In der Theorie beherrscht man alles perfekt, aber im Notfall steht man da wie „Ochs vorm Berg“ und ist absolut unfähig zu handeln. Man verharrt regungslos, ohnmächtig. Mir hat in dem Fall meine Selbsthilfegruppe geholfen. Sich mit gleichbetroffenen Menschen auszutauschen, tat gut. Ich fühlte mich nicht mehr allein auf weiter Flur. Hier hörte ich nie Bemerkungen wie „wird schon wieder“ oder „stell dich nicht so an“. Solche Worte tun weh und Ratschläge von Nichtbetroffenen, die sich nicht in mich hineindenken können, habe ich nicht als unverbindliche Handlungsempfehlungen gesehen, sondern oft wie Schläge empfunden. Manchmal geht’s mir besser, manchmal wieder schlechter. Ich habe mich davon verabschiedet, wieder auf das Leistungsniveau kommen zu wollen, das ich vor meinem Burnout an den Tag legte. Ich gehe wohlwollender mit mir um, erlaube mir Pausen. Ich arbeite weiter dran. Jeden Tag. Es fällt einem nichts in den Schoss. Input der Therapeuten in allen Ehren: Ich muss es auch wollen, aus der Abwärtsspirale zu kommen. Ich tu was. Ich mach’s für mich.

  • Als ehemalige Betroffene ( 2007-2009) konnte ich Dank kognitiver Verhaltenstherapie ect. zurück in ein noch schöneres Leben finden. Allerdings ist aus meiner Erfahrung der wahre Grund nicht der Stress an sich, sondern vieles dahinter und das fand ich sehr gut in diesem Buch beschrieben:

    Dr in Mirriam Prieß „ Burnout kommt nicht nur vom Stress – warum wir wirklich ausbrennen und wie wir zu uns zurückfinden“

  • Vielen Dank für diesen Artikel und den wirklich hilfreichen Kommentaren! Als es mich vor fast 3 Jahren (für mich) aus heiterem Himmel im Urlaub mit Panikattacken erwischte, glaubte ich noch an eine hypertensive Krise ;)- Ich konnte gar nicht erkennen, dass meine Seele den „Nothalt“ gezogen hatte…..Nach mehreren Krankenhausaufenthalten (somatische Abklärung) kam dann endlich eine Psychologin an mein Bett, da die Panikattacken nicht aufhörten.
    Da kam ich dann auf den richtigen Weg: ich ging gleich zum HA , um eine Einweisung in eine psychosomatische Klinik zu bekommen. Der HA war eher verwundert….Aber erst dort, weg von allem, ganz bei mir habe ich alle Zusammenhänge begriffen.
    Heute weiß ich, dass es sooo viele körperliche Warnzeichen gab, die ich aber immer erklären konnte (Stress, Wechseljahre) und nicht erkannt hatte. Ich habe immer zu sehr im Außen gelebt, es allen recht machen wollen, alles 110prozentig erledigen wollen und habe eigene Gefühle verdrängt.
    Irgendwann geht dann nichts mehr……Trotzdem: es wurde höchste Zeit für mich, mein Selbst zu entdecken und vor allem auch zu LEBEN. Das ist nicht einfach, weil viele Konditionierungen seit Kindheit bestehen- aber es ist möglich…mit vielen kleinen Schritten! Ich bin nicht mehr so ganz die, die ich vorher war.Meine Kräfte sind es auch nicht mehr, mein Mann scheint diese Entwicklung/Veränderung nicht zu verstehen.
    Und doch ist der Weg ins Innere der für mich einzige , der mir wieder Kraft, Mut,Selbstbewusstsein gibt. Meinen Beruf kann ich aber in der gleichen Form wie vorher(Bereitschaftsdienste/Herzalarm) nicht mehr ausüben- dafür habe ich nach einer Weiterbildung jetzt einen Job (Schmerztherapie), der mich genauso ausfüllt, auch wenn ich weniger verdiene und dazu noch eine Miete tragen muss, da ich mir eine Ehe -Auszeit genommen habe.
    Ich tue nun Dinge, die mir gut tun , die ich schon seit Kindertagen tun wollte(mit Pferden zusammen sein, Bergwandern) und erlebe eine neue Freiheit: die Freiheit, einfach ich zu sein- so wie ich jetzt bin.
    Loslassen, Achtsamkeit sind meine Weggefährten….Es liegt nur an mir, was ich zulasse …Ich bin mein bester Freund…..Und: Leben ist Veränderung. Leider musste es mir sehr drastisch gezeigt werden….Der BO hat mein Leben, hat mich verändert.
    Das ist gut so. Ich passe jetzt viel besser auf mich auf;)

  • Wow! Ja, das Alles kenne ich und war machtlos, rutschte sehenden Auges vom Burnout in die Major Depression. Alleinerziehende mit krankem Kind, das jede verdammte Sekunde der Freizeit auffrisst, können gar nicht anders! ! Dieser Aspekt des Unabänderlichen fehlt völlig und hat mich immer wieder an institutionelle Grenzen geführt, weil schlicht niemand helfen konnte. Dabei habe wirklich in alle Richtungen gedacht, telefoniert, terminiert, erklärt. Weder Fachärzte, noch Lehrer, Sonderpädagogen, Schulpsychologen, Beratungsstellen für Integration, WOI, Müttergenesungswerk, Elterntelefon, Seelsorger, Erziehungsberatungsstellen… Selbsthilfegruppe konnten helfen. Wenn sich chronische Erkrankungen überschneiden. wird man allein gelassen. Zwangsläufig. Diese externen Faktoren sind immens belastend. Sehend in den Abgrund, furchtbar.

  • Vielen Dank für diesen Artikel!

    Ich befinde mich gerade auf dem Weg in den Burnout (oder bin ich schon da?) und versuche, gegenzusteuern. Das ist gar nicht so einfach – ich bin alleinerziehend und somit nicht in der Lage, meinen Beruf mehrere Monate nicht auszuüben (nur Krankengeld zu bekommen) oder von heute auf morgen zu wechseln.

    Gern würde ich mich mit einigen der Leser, die hier einen Kommentar geschrieben haben, weiter austauschen (z.B. Brigitte Hettenkofer und Siegbert Werner). Gibts da irgendwie die Möglichkeit der „Zusammenführung“, falls auf beiden Seiten Interesse besteht?

  • Vielen Dank für diesen ausführlichen Artikel, der – was in der populärwissenschaftlichen Literatur fast nie der Fall ist – die Zusammenhänge und Unterschiede zwischen BO, Erschöpfung, Depression und anderen Verhaltensmustern und Symptomkomplexen beschreibt. Hausärzte, Beratungsstellen und Betroffene sollten sich den Artikel Unters Kopfkissen legen, um endlich zu begreifen, wie vielschichtig und vielgestaltig BO sich in den unterschiedlichen Phasen zeigt. Danke, danke, danke!

  • Wo liegt der Unterschied, dass einer die Aufgaben „unbeschadet“ bewältigt und der andere nicht.
    Ich denke, nichts ist energieraubender als unerledigte Arbeiten oder ungelöste Konfliktherde, die zumeist im privaten Bereich, aber auch im Arbeitsbereich liegen können, vor sich herzuschieben. Und wer dieses nicht angeht, dann ist irgendwann der Berg so hoch, dass man nicht mehr weiß, wo man anfangen soll. Unterschwellig „fressen“ diese ungelösten Dinge an unserer Seele, machen Angst, werden zur Last und schließlich beherrschen sie unser Denken, Fühlen und Handeln.
    Hier hilft nur Eines- mit Goethe zitiert – :
    ES IST NICHT GENUNG ZU WOLLEN, MAN MUSS AUCH TUN!!!
    ES IST NICHT GENUG ZU WISSEN, MAN MUSS AUCH ANWENDEN!!!
    Und mit jeder gelösten Aufgabe, Situation, Konflikt, Streit oder was auch immer wächst das Glücksgefühl, weil man etwas zu Ende gebracht hat, erst dann ist wieder Kraft und Energie da für etwas Neues.
    Viele verstehen ENTSPANNUNG völlig falsch. ENTSPANNUNG ist nicht relaxen mit dem schweren „Rucksack“ in der Seele, indem ich „weglaufe“ vor der Erledigung der in dem Rucksack befindlichen Probleme. Viele meinen, ich brauche Urlaub, ich muss mich mal vergnügen, saunieren, Sport treiben oder all diese Dinge. Das ist WEGLAUFEN vor den Problemen. Den schweren Rucksack können die Meisten während dieser „Entspannungszeit“ nicht ablegen und dann wird die zur Entspannung dienende Tätigkeit selbst noch zum Stress.

    Was wirklich hilft, ist die Lösung der Konflikte und dazu noch ein Tipp, Eins nach dem Anderen, nicht zu viel auf einmal anpacken.

    Ein Problem zu lösen, liegt in dem Wort selbst, man muss etwas loslassen. Mitunter tut ein loslassen weh, aber vorher kann nichts Neues, Schönes in das Leben kommen. Ich vergleiche das mit einem Korridor mit vielen Türen. Eine Tür ist zugefallen, die ich aber nicht schließen wollte und versuche immer wieder diese Tür zu öffnen, bin darüber traurig und denke gar nicht daran, eine neue Tür zu öffnen, aus Angst, dahinter könnte sich noch was Schlimmeres verbergen. Das kann auch möglich sein, aber dann hat man die Möglichkeit diese Tür ganz schnell wieder zu schließen. Vielleicht verbirgt sich aber genau das dahinter, wonach man immer gesucht und gewollt hat. Ein neuer toller Job, eine schönere Wohnung, ein neuer Partner………………….

    Und manchmal muss man auch Dinge aussprechen, die einen anderen verletzen können, auch das gehört zum Aufräumen und Loslassen hinzu.

    Hier noch ein guter Leitspruch von dem Coach Frank Wilde:

    NICHT IN PROBLEMEN SONDERN IN LÖSUNGEN DENKEN!

    • Ysanne schreibt am 24. Januar 2016

      Diese Einstellung mag manchem den Rücken stärken zu tun, was zu tun ist. Aus eigener Erfahrung weiß ich jedoch, dass man tut und handelt und ackert und Lösungen anstrebt, auch wenn schon längst das persönliche Energieniveau vollkommen am Boden ist. Man fährt weiter und weiter auf der Überholspur, weil man noch so vieles erledigen, abhaken, klären, erarbeiten muss. Weil man „schlafen kann, wenn man tot ist“ (bitterböse Redewendung!).
      Erst dann, wenn der letzte Tropfen Energie verbraucht ist, bleibt man stehen. Und zwar aus vollem Lauf.
      Das schlimmste an dieser Situation ist: man weiß, dass man noch tun sollte, dass man noch handeln sollte – oder handeln wollen müsste. Aber es geht nicht mehr.
      Der Wille, das Durchhaltevermögen hat den Menschen zu diesem Punkt gebracht. Nicht die Faulheit.
      Ich finde es absolut verheerend, wenn dann einem solchen Menschen noch hinterher gerufen wird, dass er gefälligst in Lösungen denken solle. Das hat er weißgott lange genug versucht, hat lange genug danach gelebt, dass er nur wollen müsse.
      Auch wenn Burn-out die nette kleine Schwester einer Major Depression ist, die wenigstens ein bisschen hoffähig ist – beide hinterlassen Menschen am Ende ihrer Problemlösekompetenz, am Ende ihrer persönlichen psychischen Kräfte.

  • Vielen Dank für den tollen Artikel und die informativen Kommentare!

  • Toller qualifizierter Artikel und ebenso die Beiträge.
    Als Coach arbeite ich seit 7 Jahren mit Menschen, die sich im Burnout Syndrom befinden. Meine Erfahrung ist, dass je nachdem, wo sich der Mensch bereits in der Spirale befindet, es immer eine kombinierte Betreuung von Ärzten, die sich wirklich mit Burnout auskennen, denn sonst kann es fatal sein, und der Betreuung der psychischen Ebene braucht. Auch gerade die Ergebnisse des Neurostresstests, können dem Klienten helfen (nach der ersten Erschütterung durch die „schwarz-auf-weiß-Bestätigung“), den eigenen Burnout anzunehmen. Dann bedarf es intensive Arbeit, Verstehen und das Wollen des Klienten, bis er/ sie erkennt, dass die neugewonne Persönlichkeitsveränderung gut ist. Zu Beginn will ein Betroffener in der Regel wieder genauso gut funktionieren und belastbar sein wie zuvor und kann nur schwer das Gute am Burnout sehen -in Bezug zu Jens Kommentar. Toll, dass Jens diese Seite ins Leben gerufen hat. Die kann helfen.

    Meist sagen Klienten: „es war plötzlich da“- der Tinitus, der emotionale Zusammenbruch etc. Ein Burnout baut sich über viele Jahre auf und die anfänglichen Symptome werden sozusagen unter den Teppich gekehrt. Dort gären sie dann, vermehren sich und das Burnout Syndrom steigt langsam doch kontinuierlich auf einer Scala nach oben. Die körperlichen und psychischen Folgen haben Nicole und die anderen Kommentare gut beschrieben und sind sehr ernst zu nehmen.

    Auch ich persönlich war mal in einem fortgeschrittenen Burnout Syndrom. Ich erinnere mich noch gut, wie ich immer wieder dachte „ich kann nicht mehr“ und dann aber das nächste Projekt anstand (damals war ich noch selbständige Modedesignerin & Produktmanagerin). Dann dachte ich „ok, das EINE schaffe ich jetzt auch noch“…

    Trotzdem ich da bereits 12 Jahre eigene Persönlichkeitsarbeit (Therapie, Fortbildungen, spirituelle Arbeit etc.) hinter mir hatte, konnte ich mir selber nicht eingestehen, wo ich stand: mitten im fortgeschrittenen Burnout Syndrom. Erst als ich ehrlich in den Spiegel schaute, erkannte ich, wo ich stand. Andere Dinge schaute ich sonst bereits i.d.R. ehrlich an und hatte auch darüber ein Selbstbewusstsein entwickelt. Doch was das Thema anbelangt, wehrte ich mich innerlich lange Zeit und wollte auf gar keinen Fall als leistungsunfähig gesehen werden, denn das war mein Lebenselixier: „Ich schaffe alles, was ich schaffen will. Ich bin unverwüstbar!“

    Die zuvor gemachte Persönlichkeitsarbeit und das bereits entwickelte Selbstbewusstsein kamen mir dann zugute und ich brachte mich Schritt für Schritt wieder aus dem Burnout. Das ist nun bereits 10 Jahre her und dennoch ist es wichtig immer wieder achtsam mit mir und meinen Stressmustern sowie Antreibern zu sein, die mich in den Burnout gebracht haben. Aktiv nehme ich mir Ruhezeiten, meditiere täglich, mache Yoga, bin in der Natur etc. und achte darauf, dass ich regelmäßig Urlaub mache. Inzwischen bin ich sehr froh, dass es so gekommen ist, wie es gekommen ist. Es war damals auch eine gute Entscheidung aus der Modebranche raus zu gehen. Übrigens: es gibt aus meiner Sicht keine schlechte Entscheidung, außer die Entscheidung, die nicht bewusst getroffen wird. Das nimmt vielleicht bei dem ein oder anderen den Druck aus dem Lieblingsspruch von Ralf.

  • Wie von verschiedener Seite bereits erwähnt ist das subjektive Gefühl als „Warner“nicht zuverlässig, so dass oft keine Notwendigkeit für eine Frühintervention von den Gefährdeten bzw. Betroffenen erkannt oder anerkannt wird, da dies ja auch meist mit Anerkennen seiner Grenzen, Veränderungen von Bewertungsmaßstäben und Verhaltensweisen verbunden ist. Ich führe in meiner Praxis seit Jahren eine „Stressdiagnostik“ durch, da sich frühzeitig biologische Veränderungen erfassen lassen. Wir messen die Neurotransmitter (Botenstoffe), die Nebennierenrindenfunktion (Cortisoltagesprofil) und erhalten hier Auskunft auf die biochemischen Stressauswirkungen, mittels Messung der Herzfrequenzvariabilität erfährt man, wie das vegetative Nervensystem belastet ist (Stress-/Entspannungsmodus, Erholungsfähigkeit) und kann dann gezielt auf verschiedenen Ebenen einwirken. Für viele ist es eine Hilfe zu sehen, dass ihren empfundenen Beschwerden auch biologisch nachweisbare Veränderungen zugrundeliegen.

  • Viele Jahre nach meinem Burnout lese ich nun Ihren sehr guten Artikel dazu.
    Ich erinnere mich an die angstvolle Zeit des Zusammenbruchs und der Hilf- und Kraftlosigkeit. Vorher habe ich viel bewegt und alles gelang (scheinbar) ohne Mühe. Warnhinweise aus meinem Umfeld habe ich immer ignoriert.

    Im Burnout hatte ich Angst! Ich wollte schnell wieder „normal“ werden.

    Es brauchte ein halbes Jahr bis ich durch Entspannung und hilfreiche Gespräche wieder meinem „Alltag“ nachgehen konnte.

    Es war eine Zeit, die ich niemanden wünsche, die aber zu der wertvollsten in meinem Leben wurde!
    Mein Leben „danach“ hat an Qualität gewonnen. Trotz all der Hektik, in der ich mich nun wieder bewege (nicht mehr befinde) fühlt es sich leichter und lebenswerter an.

    Der wichtigste Wendepunkt zum Gesunden liegt im Loslassen!
    Dadurch wird aus dem Tunnelblick wieder hoffnungsvolle Weite!

  • Es gibt noch ein paar weitere Aspekte bei diesem Syndrom „Burn-out“.
    1. Unsere Gesellschaft ist leistungsorientiert. Und zwar von Kindheit an. „Es gibt nur einen Sieger. Zweiter Platz bedeutet, genauso verloren zu haben wie der Letzte.“
    Oder: „Nur die Harten kommen in den Garten.“ Diese Einstellung fordert jeden einzelnen auf, sich ständig mit anderen zu messen und dabei an seine eigenen Grenzen zu gehen. Dass man dann zwangsläufig mit seinen persönlichen Grenzen konfrontiert wird und sie überschreitet, ist logische Konsequenz.
    2. Es gibt keinen Weg zurück – arbeitsplatztechnisch gesehen. Ein Burn-out wird dazu führen, dass der Arbeitsplatz verloren geht. Manchmal sogar der Beruf. Das Umfeld hat krank gemacht, und es wird den Teufel tun, sich an die Wünsche und Bedürfnisse des Einzelnen anzupassen. Weil …
    3. Burn-out scheint eine Fehlleistung des Einzelnen zu sein. Er hätte doch einfach Prävention betreiben sollen, etwas mehr an sich arbeiten müssen, ein bisschen Unterstützung einfordern oder akzeptieren sollen, frühzeitig den falschen Weg erkennen müssen, … Achtung: nicht, dass diese Schritte per se falsch sind. Sie sind richtig und wichtig. Aber mir kommt es so vor, als würde der einzelne Mensch die gesamte Verantwortung aufgeladen bekommen. Aus eigener Erfahrung kenne ich genug Unternehmen, die wissen, was sie tun, wenn sie ihre Mitarbeiter zu immer neuen Höchstleistungen antreiben. Sie sind stolz darauf, dass sie alle zwei Jahre sich komplett „runderneuert“ haben. So lange nämlich „hält“ ein Mitarbeiter. Dann ist er verbrannt. Bevor er als ‚Senior Consultant‘ o.ä. zu teuer wird.
    4. Stress, Burn-out, Depression, Angst, usw. verändern die gesamten Abläufe im Gehirn. Da diese Dinge sich über einen längeren Zeitraum aufbauen, sind die Veränderungen schleichend, gravierend und nicht mehr auslöschbar. Es werden epigenetische Schalter aktiviert oder deaktiviert, es werden neue Verhaltensweisen eingeübt und perfektioniert. Der gesamte Stoffwechsel verändert sich, sowohl der Gehirnstoffwechsel (Neurotransmitter, Neurorezeptoren) als auch der Verdauungsstoffwechsel. Es mag esoterisch oder magisch klingen, dass Stress die Verdauung auf Dauer schädigt. Die neuesten Forschungen in diesem Bereich (Mikrobiom und dessen Einflüsse auf Stimmung und Verhalten) haben nicht nur hinweise darauf gegeben, sondern haben die Forschung zu Immunsystem und Psychologie damit überrascht, dass sich belastbare Fakten ergeben haben. Stichworte dazu: Neuroplastizität und Mikrobiom.

    Dies nur als kleine Ergänzungen dazu.

  • Ich finde den Artikel wirklich gut.
    Die Schwierigkeit beim Burnout ist, sich selbst einzugestehen, dass es so nicht weiter geht und vor allem dann auch Hilfe zu suchen und anzunehmen.
    Ich selbst war in dieser Spirale – ganz unten – bis zum Suizidversuch vor fast zwei Jahren. Anschließend in einer geschlossenen Anstalt, dort raus und wieder in das Hamsterrad, ohne Einsicht, weiter machen. Leisten. Die Anforderungen der Anderen erfüllen. Im Beruf, in der Familie, gegenüber den Eltern und den Bekannten.
    Bis zum zweiten, körperlichen Zusammenbruch. Alle Symptome wie beschrieben. Alle, mit unterschiedlicher Stärke.
    Nach dem zweiten Einbruch kam die Einsicht: ohne Hilfe schaffe ich das nicht. Das war der wichtigste Punkt. Ich habe mich dann in einer Klinik angemeldet, bin die ersten Schritte gegangen und habe seitdem viel gelernt.
    Es ist ein langer Weg da raus – rückblickend auch ein langer Weg da rein.
    Ich möchte allen Mut machen, die in dieser fast aussichtslos wirkenden Situation sind: es gibt immer einen Weg!
    Jeder hat sein Leben selbst in der Hand. Und jeder muss es nur einem einzigen Menschen recht machen:
    Sich selbst.
    Deswegen stimmt auch der Spruch im Newsletter:
    Die Qualität meiner Entscheidungen bestimmt die Qualität meines Lebens.
    Danke für den Newsletter und den Beitrag, dass habe ich heute wieder mal gebraucht – diesen Anstoß zum Weitermachen.
    Martin

  • Guten Morgen,
    sehr schöner Artikel und sehr informativ. Ich möchte noch ergänzen, dass die eigene Betriebsblindheit mit den Nebenwirkungen der viel zu hohen Kortisolausschüttung zu tun hat. Kortisol bewirkt, dass die Nerven nicht mehr richtig zusammenarbeiten, es kommt zu einer NeuroStressFragmentierung. Das bedeutet auch, dass das Areal im Gehirn, das für die Selbstreflexion zuständig ist, nicht mehr richtig arbeitet.
    Ich mache in meinen Stress- Seminaren sehr gute Erfahrung damit, wenn ich den Teilnehmern erkläre, was passiert bei Dauerstress im Gehirn und im Körper.
    Mit Burnout ist wirklich nicht zu spassen und leider gibt es immer noch zu wenig gute Behandlungen, denn es muss nicht sein, dass ein Burnout-Betroffener ein halbes Jahr oder länger ausfällt oder gar nicht mehr arbeiten kann.
    Allen einen schönen Sonntag und liebe Grüße
    Brigitte

  • Sehr interessant und nützlich.

  • Burnout ist eine Krankheit mit sehr vielen Facetten.
    Da kann ich Jens zustimmen Hilfe von aussen annehmen ist sehr wichtig.
    Sandra schreibt die leistungsfähigkeit ist nicht mehr wie vorher!
    Ich stelle fest dass ich mein Körper und Zustand sehr gut kennen muss um den Grossen Schwankungen und Tiefs entgegen wirken zu können.
    Meine Körperlihe Verfassung muss ich Täglich Analysieren!
    Liebe Grüsse Urs

  • Sehr gut. Sehr umfangreich, sehr ausführlich und verständlich geschrieben. Und ich stimme Jens zu – sich vom „Davor“ zu verabschieden, erscheint mir ebenfalls essentiell. Die meisten Menschen, mit denen ich spreche – leiden darunter, nicht mehr so leistungsfähig wie vorher zu sein – dabei ist es oft endlich der Zustand von „Normal“ der sich so langsam wieder einstellt.
    Liebe Grüße. Sandra

  • Wow, ein sehr umfangreicher Artikel, der bereits sehr viele Facetten anspricht.

    Vielleicht ist es noch eine hilfreiche Ergänzung darauf hinzuweisen, dass „sich im Burnout oder auf dem Weg dorthin zu befinden“ nicht selten für Außenstehende oder auch für Betroffene selbst garnicht wahrnehmbar ist, da diese „Betriebsblindheit“ meist Teil der „Burnouterkrankung“ ist.

    Die sich im Rahmen eines Burnouts oft ergebende Persönlichkeitsveränderung wird im Artikel recht negativ und als „Weg nach unten“ dargestellt . Klar es ergeben sich ungewollte Veränderungen aber auch sehr viele positive Veränderungen, die zu einem neuen Ich führen. Sich von der Idee zu verabschieden, „wieder zurück“ zum Ausgangszustand von davor zu kommen stellt sich oft als Anfang zum gesunden Weg in das neue Leben dar.

    Im Artikel kurz angerissen ist es doch sehr wichtig ist zu wissen, wo man sich die Hilfe „von Außen“ holen kann, da dies meist nur bedingt bekannt ist. Zu nennen wären hier mögliche Kombinationen aus z.B. Ärzten (engagierte Hausärzte, Psychiater, Neurologen), Therapeuten (Verhaltenstherapie oder Sprachtherapie), klinische Aufenthalte (ambulant od. stationär) oder Selbsthilfegruppen. Letztgenannte sind in der Öffentlichkeit meist nur bedingt bekannt, dicht am Leben und geben einem viel Kraft.
    Um Betroffenen oder Menschen auf dem Weg dorthin den Zugang zur eigenen Burnout Selbsthilfegruppe so kurz und direkt wie möglich zu gestalten habe ich die Seite http://www.Burnout-Selbsthilfe.de in privater initiative ins Leben gerufen ohne kommerzielle Interessen. Denn jeder Impuls hilft der Idee!
    Schön zu sehen, dass sich auch andere mit dem Thema Burnout und wie man diesem begegnet ernsthaft auseinandersetzen, ohne einem gleich irgendwie „Heilwasser“ verkaufen zu wollen!

    • Appel christine schreibt am 21. Januar 2016

      Vor 9 Jahren machte ich eine auf Grund von Burnout eine Reha in stadtlengsfeld vorher war ich so tief in einem Loch,so das ich nicht mehr alleine herauskam, durch Therapeuten und Mitklienten lente ich Burnaut erst kennen, das ich dazu geneigt bin , liegt in meiner Kindheit und Erziehung. Ich lernte Strategien kennen und Priroritäten setzen mit Hilfe auch nach der Reha (eines sehr guten Freundes aus der gleiche Situation)

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