Mein Leben aus eigener Kraft besser machen

Das Gute im schlechten Menschen entdecken

das gute entdecken

Es ist ein ganz normaler Tag. Sie sind dabei, Ihre haushaltlichen Pflichten zu erfüllen, und kaufen im Supermarkt Lebensmittel.

Typischerweise ist viel los an diesem Tag. Der Korb füllt sich stetig, die Einkaufsliste leert sich.

Als Sie gerade dabei sind, Milch in Ihren Einkaufswagen zu packen, rempelt Sie jemand von der Seite an und geht weiter. Ohne sich zu entschuldigen.

Sie sind entsetzt von dieser schroffen und unfreundlichen Art, die dieser Mensch an den Tag legt, und begeben sich in Richtung Kasse.

Nach und nach legen Sie die Produkte auf das Laufband, als Sie bemerken, dass ebendieser Mensch, der Sie gerade noch unhöflich angerempelt hat, hinter Ihnen steht. Er hat nur zwei Produkte in der Hand und scheint es ziemlich eilig zu haben. Denn er tritt unruhig auf der Stelle.

Lassen Sie diesem Menschen nun den Vortritt oder genießen Sie die Möglichkeit, es ihm heimzuzahlen?

Vermutlich haben Sie in diesem Moment die Frage ganz klar beantwortet. Sie lassen den Rempler selbstverständlich vor.

Aber wie sieht die Realität aus?

Und vor allen Dingen, wie viel Überwindung kostet es, diesem Menschen auch tatsächlich den Vortritt zu lassen?

Die geschilderte Situation ist nur ein kleiner Auszug aus unserem täglichen Leben mit scheinbar „schlechten“ Menschen.

Dem Gegenüber schlechte Absichten zu unterstellen ist eine einfache Sache. Egal ob es ein Fremder, Kollege oder sogar der eigene Partner ist. Fraglich ist nur, inwieweit uns diese Einstellung auf zwischenmenschlicher Ebene voranbringt.

Denn unterstellt man grundlegend einer Person ein schlechtes Verhalten, nimmt man sich jede Möglichkeit, diesen Menschen und damit das Leben zu verstehen.

Wege aus der Einsamkeit

Oder wie man es schafft, echte Freunde zu gewinnen und dadurch ehrliche Nähe und Miteinander zu spüren: Dein Projekt: Wege aus der Einsamkeit.

Im schlimmsten Fall lässt man sich von dieser kleinen Reaktion sogar verleiten und verfällt selbst in schlechte Laune.

Dann wird sprichwörtlich „aus der Mücke ein Elefant“. Und alles nur wegen eines harmlosen Remplers ohne Entschuldigung.

Doch das muss nicht sein, denn die gute Nachricht ist:

Sie können sich durch solche Begegnungen in Menschenkenntnis üben und Ihre eigene Persönlichkeit ausbilden.

Um das Gute in einem (scheinbar) schlechten Menschen zu erkennen, brauchen Sie lediglich eine Grundvoraussetzung sowie eine Grundeinstellung.

Die Grundvoraussetzung:

Sie werden nur Erfolg dabei haben, etwas Gutes in einem unsympathischen Menschen zu entdecken, wenn Sie neugierig sind. Denn ohne Neugier verfallen Sie in eine zu schnelle Beurteilung Ihres Gegenübers. Und drücken ihm Ihren eigenen Stempel auf. Damit muss er dann herumlaufen.

Nun denken Sie vielleicht: „Dann soll mich mein Gegenüber doch gefälligst selbst überzeugen, dass es gut, nett und freundlich ist.“

Das ist richtig so, allerdings werden Sie so nie eine gemeinsame Ebene finden. Muss Sie Ihr Gegenüber allein überzeugen, besteht zudem die Gefahr des Aufgebens. Im schlimmsten Fall haben Sie also beide nichts davon.

Bleiben Sie jedoch mit einer gesunden Neugier an dieser Sache, werden Sie schnell neue Seiten entdecken, die Ihnen sicherlich sympathisch sind.

Das ist ziemlich leicht – mit der richtigen Grundeinstellung.

Die Grundeinstellung

Um das Gute im schlechten Menschen zu erkennen, ist ein Credo, das ich zuerst im NLP (neurolinguistisches Programmieren) kennen gelernt habe, hilfreich:

Unterstellen Sie jedem Menschen mit seinen Handlungen eine positive Absicht.

Das dürfte vorerst ein wenig absurd wirken. Denn wenn einen der Kollege beim Chef in die Pfanne haut oder der Ehepartner mit anderen anbändelt, ist es zunächst fraglich, welche positive Absicht wohl dahinterstecken mag.

Doch wenn Sie die Grundvoraussetzung „Neugier“ und die Grundeinstellung der „positiven Absicht hinter jeder Handlung“ zusammenfügen, werden Sie Antworten erhalten.

Schauen wir uns das zunächst am konkreten Beispiel des Supermarkts an: Der Mensch wirkt unruhig.

Sie erinnern sich an diesen Artikel und nutzen Ihre Neugier.

Hat er es eilig? Vielleicht hat er einen wichtigen Termin und deshalb gar nicht bemerkt, dass er mich angerempelt hat?

Sie fordern ihn also auf: „Sie scheinen es eilig zu haben, gehen Sie doch nach vorn.“

Der Mensch bedankt sich und meint beiläufig: „Das ist sehr nett. Meine Tochter erwartet mich zu ihrem Geburtstag. Ich bin schon ziemlich spät dran.“

Erkennen Sie die positive Absicht dahinter? Er möchte zu seiner Tochter. Möglichst schnell. Um sie nicht zu enttäuschen.

Können Sie ihm die Gedankenlosigkeit des Remplers ohne Entschuldigung also verzeihen?

Schwieriger wird es bei scheinbar schlechten Menschen im beruflichen oder privaten Umfeld.

Hier sind es Menschen, mit denen wir sehr viel Zeit verbringen und/oder die wir lieben, die uns vor die Herausforderung stellen, mit Neugier eine positive Absicht hinter ihrem Verhalten zu entdecken.

Dafür gibt es vier weitere Grundregeln, die Ihnen helfen werden, Ihrem Gegenüber wohlwollend zu begegnen: 

  1. Akzeptieren Sie die Gegebenheiten. Sie lassen sich nicht ändern. Nehmen Sie sich stattdessen vor, das Beste daraus zu machen.
  2. Nutzen Sie die Gelegenheit auch für eine Selbstreflexion. Sie werden eventuell bemerken, dass Sie sich in solchen Situationen ähnlich oder genauso verhalten. Dann ist das Ihre Chance zur Verhaltensänderung und Ausbildung der Persönlichkeit.
  3. Wenn Sie im Verhalten der Person keine positive Absicht erkennen können, achten Sie auf deren Handlungen und ihre Bedeutung für Ihr persönliches Leben. In unserem Supermarktbeispiel könnten Sie sich vornehmen, auf Ihr eigenes Verhalten in stressigen Lebenssituationen zu achten, und im Anschluss daran nach positiven Lösungen suchen. Die Lösung in diesem Fall könnte lauten: „In stressigen Situationen achte ich auf meine Mitmenschen und bitte sie, mir den Druck zu nehmen. Den Druck könnte ich mir nehmen lassen, in dem ich mich an einer vollen Kasse nach vorn frage.“ (Das schult auch das eigene Selbstbewusstsein und den Mut zur Offenheit.)
  4. Schließen Sie aus einer schlechten Handlung nicht verallgemeinernd auf eine schlechte Person. Sie verbringen viel Zeit mit diesen Menschen und haben sicher auch positive Augenblicke erlebt.
  5. Hilfreich hierbei ist die Möglichkeit, Gutes und Schlechtes einzuteilen. So kann eine gemeinsame Zeit beispielsweise zu 60 % toll und zu 40 % schlecht gewesen sein.
  6. Behandeln Sie diesen Menschen stets so, wie Sie selbst behandelt werden wollen. Sollten Sie nicht sofort in der Lage dazu sein, ist das in Ordnung, dann gönnen Sie sich den nötigen Abstand zu der Situation, bis es Ihnen möglich ist, diesen Menschen wie sich selbst zu behandeln.

Egal ob fremde oder geliebte Menschen: In jedem etwas Gutes und Schönes zu entdecken ist gar nicht so schwierig. Hierfür müssen wir uns einfach aus der alltäglichen Routine befreien und unseren Mitmenschen offen und ehrlich begegnen sowie den häufig entstehenden Frust in herausfordernden Lebenssituationen durch eine gesunde Neugier ersetzen.

Wie finden Sie den Beitrag?
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (64)
Loading...
 

Über Franz Peter Mosa

Franz Peter Mosa ist ausgebildeter Coach und Dozent in der Erwachsenenpädagogik.
Neben der Ausbildung von Dozenten widmet er sich insbesondere der Ausbildung
zwischenmenschlicher Fähigkeiten für Firmen und Privatpersonen.
Kostenlose Lebenstipps veröffentlicht er täglich auf seinem Blog.

Wenn deinem Leben gerade etwas fehlt ...

Kostenlos mitmachen. Eine außergewöhnliche, unterhaltsame und inspirierende Email-Serie. Rund um die Liebe, den Lebenserfolg, Geld und die Kunst, sich selbst nicht im Weg zu stehen.

Und nun?Zur StartseiteNeue ArtikelProdukte

 

Eine Sekunde bitte noch…

Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, dann lass dich doch regelmäßig mit unseren Artikeln beliefern.

Einfach kostenlos per Email anfordern.

PS: Alle lieben Menschen in unserem Verteiler bekommen auch kostenlos unser Ebook "12 Lifehacks" und Zugang zu unserem umfangreichen Download-Center mit tollen Postern, Plänen, Checklisten und vielem mehr.

Ooooch, schon gehen?

Aber falls Sie diesen Beitrag gut fanden, dann lassen Sie sich doch regelmäßig mit unseren Artikeln beliefern.

Einfach kostenlos per Email anfordern.

PS: Alle lieben Menschen in unserem Verteiler bekommen auch kostenlos unser Ebook "12 Lifehacks" und Zugang zu unserem umfangreichen Download-Center mit tollen Postern, Plänen, Checklisten und vielem mehr.

Warte, einen Augenblick!

Wenn du unsere Seite nützlich fandest, dann lass dich doch regelmäßig mit unseren Artikeln beliefern.

Einfach kostenlos per Email anfordern.

PS: Alle lieben Menschen in unserem Verteiler bekommen auch kostenlos unser Ebook "12 Lifehacks" und Zugang zu unserem umfangreichen Download-Center mit tollen Postern, Plänen, Checklisten und vielem mehr.