Genieße den besonderen Moment, indem du mit deinem Herzen fotografierst

besonderer-moment

Zwei Menschen auf einem Fahrrad. Sie lachen, haben Spaß. Und ich kann den Spaß in dem Moment förmlich nachempfinden. Obwohl ich gar nicht dabei bin, denn ich sehe diese Szene nur als Foto auf dem Smartphone. Ein guter Freund von mir hat diese Gabe. Er drückt scheinbar immer genau im richtigen Moment auf den Auslöser. Seine Fotos sprechen zu mir. Wenn ich mir seine Bilder anschaue, sprühen die nur so vor Leben und Ausdruckskraft.

Irgendwann dachte ich mir, so ein Smartphone ist schon eine praktische Sache. Man hat dann immer eine Fotokamera dabei und kann tolle Momente leicht und schnell festhalten. Bis dahin hatte ich in meinem Leben nämlich schon oft Situationen erlebt, in denen ich dachte: „Schade, dass du jetzt keine Kamera dabei hast…“ Und vor einem Jahr habe ich mir dann zum Geburtstag selbst ein Smartphone geschenkt.

Jetzt habe ich meine Kamera immer dabei. Ich habe auch einige tolle Bilder damit gemacht. Doch schnell ist mir auch klar geworden, dass der Wunsch, besondere Momente fotografisch festzuhalten, auch eine gewisse Gefahr in sich birgt. Denn sofort wenn ich mal einen tollen Sonnenuntergang sah, habe ich automatisch die Kamera gezückt. Ich war darauf konzentriert, ein schönes Foto zu machen. Den eigentlichen Moment habe ich dabei gar nicht mehr so bewusst wahrgenommen. So richtig ist mir das aber immer erst im Nachhinein klar geworden.

Und das ist etwas, was man durchaus auch auf andere Lebenssituationen übertragen kann. Oft entgeht uns die Besonderheit des Moments, weil wir im Kopf einfach zu beschäftigt sind. Mit Sorgen, Gedanken oder eben dem perfekten Foto. Dadurch sind wir für besondere Momente nicht mehr so richtig offen.

Seitdem mir das bewusst geworden ist, bin ich sehr viel vorsichtiger geworden mit dem Einsatz meiner Kamera. Oft gibt es Augenblicke, in denen ich denke „Oh, jetzt müsstest du mal ein Foto machen.“ Aber dann denke ich mir doch wieder: „Nein, dieser Moment ist einfach zu schön, ich muss ihn einfach so für mich festhalten und voll auf mich wirken lassen.“

Johannes Oerding hat in seinem Song „Für immer ab jetzt“ in einer Liedzeile großartige Worte dafür gefunden:

„Und mit dem Herz fotografiert 

geht er niemals mehr verloren 

dieser eine, dieser eine Moment“

Mit dem Herzen fotografieren, das habe ich mir für die Zukunft häufiger vorgenommen.

Wie ist das bei dir, wie hältst du besondere Momente für dich fest?

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Kommentare

  • Der Autor Jean Paul sagte mal so treffend: Die Erinnerung ist das einzi-ge Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    Bestimmte Situationen empfiehlt es sich im Herzen „einzuschließen“.

    Beispielsweise wenn meine Tante Lisa (sie wohnte zuletzt in Bonn und ist vor sechs Jahren mit 54 Jahren ihrer Krebserkrankung erlegen) war ein Mensch mit einer ungeheuren Aura. Es gab niemand, der sie nicht leiden mochte. Sie war jemand, den man gerne um sich hat.

    Wenn sie so richtig herzhaft-schallend gelacht hat, strahlte sie immer über ’s ganze Gesicht. Mit diesem herzhaften Lachen behalte ich sie in treuer Erinnerung.

    Oder bei meiner ersten Arbeitserprobung in Hannover war meine Be-rufsschule extern in der Hannoveraner City. Auf dem Weg dahin lag die St. Aegedienkirche.

    Man kann sie mit der Hamburger St. Nikolai vergleichen: Auch sie wur-de im zweiten Weltkrieg ausgebombt und der Nachwelt als Kriegs-Mahnmal erhalten.

    Einziger Unterschied: In der St. Aegedienkirche wuchs wilder Wein, wel-cher auch geerntet und gepresst wird.

    Ich war zu einer Zeit da, wo der Sommer in den Herbst übergeht.

    Wenn die Sonne auf das rote Weinlaub fiel, glich es einem flammen-den Inferno!

    Ebenso erinnerlich ist mir von meinem ersten England-Aufenthalt un-ser Besuch im Corfe Castle – einer alten Burgruine. Sie war wirklich in-spirierend. Am liebsten hätte ich gleich mein Schreibzeug gezückt und mit dem Schreiben losgelegt. (Die Schreiberei ist eins meiner größten Hobbies – habe aber noch nie was eingereicht!)

    Vielleicht kann man es so abkürzen: Jeder empfindet etwas anderes mit einem „besonderen“ Moment.

    Die einen verbinden es mit bestimmten Situationen mit Personen, die man sehr geliebt hat und welche – warum auch immer – nicht mehr un-ter uns sind.

    Andere empfinden bestimmte Örtlichkeiten, die sie zu bestimmten (Jahres-)Zeiten gesehen und entsprechend wahrgenommen haben.

    • Thomas schreibt am 31. Mai 2014

      …du schreibst und beschreibst wunderschön die besonderen Eindrücke
      von Sinn und Sinnlichkeit…
      Schreib doch einfach mal eine kleine Novelle…du kannst es!
      LG Thomas

  • Hallo

    ich liebe es, mit meiner Kamera unterwegs zu sein und schöne, tolle, ganz besondere Bilder zu „schießen“. Leider habe ich sie nicht immer dabei. Und an ein Smartphone als guten Ersatz habe ich mich noch nicht gewöhnen können.
    Fremd ist mir allerdings die Perspektive, nicht gt wahrnehmen zu können, wenn man „ständig“ fotografiert. Sicher, gute, oder auch beste nicht gemachte Fotos hat man auch im Herzen, ich weiß aber von mir, dass der Blick durch ein Objektiv auch schärft und sehr bewußt ist. Und gerade dieser bleibt auch immer in Erinnerung!

  • Schöner Beitrag, Matthias!
    Ich fotographiere recht gerne, habe aber ähnliche Erfahrungen wie Du gemacht.
    Vielleicht ist es so, dass man beim Schnappschuss etwas haben möchte, was ja durchaus seinen Reiz hat (z.B.: einfach eine schöne Erinnerung…ein Motiv für eine Sammlung…etwas Aufbauendes für schwere Stunden…)!
    Beim Aufnehmen des Momentes mit dem Herzen verschmilzt du oft mit dem Motiv auf eine besondere, liebevolle Weise, nicht selten verbunden mit großer Freude und unendlicher Dankbarkeit!
    Zum Thema eine kleine Anekdote (…irgendwo mal gelesen):
    Eine Touristengruppe mit Kameras bepackt fotographiert herrliche Naturmotive…bis auf einen Mitreisenden. Auf die Frage, warum dieser denn nicht fotographieren würde, entgegnet der:
    “ I c h s c h a u e m i r a l l e s g l e i c h h i e r a n ! „

  • Ja, dem Beitrag kann ich voll zustimmen – ich habe aber auch die „fotografische Seite“ schätzen gelernt:

    Im letzten Sommer waren wir in der Provence im wunderschönen Ockerdorf Roussillon. Ein Traum von Naturfarben leuchtet von den Häuserwänden des kleinen Dörfchens und von den bizarren Hügeln in den nahen Okersteinbrüchen.
    Ich hatte mich so sehr auf diesen Urlaub gefreut – aber mein Mann wurde von einem Hexenschuss „getroffen“ und somit war ich weitgehend alleine zu Fuß unterwegs.
    Ich habe die Situation „angenommen“ und wieder und immer wieder…zu jeder Tageszeit die Veränderungen der Farben in dem entsprechenden Licht genossen, ganz in mich aufgenommen und auch gezielt immer wieder fotografiert.
    Bewusst habe ich beide Varianten erleben können – mit und ohne Fotoapparat – und es war spannend!
    Durch die Linse habe ich bewusst oft wundersame Details wahrgenommen, ständig fast unwirkliche Veränderungen der Farben erkannt, aufgenommen, später miteinander verglichen…und gestaunt.
    Mit meinem Auge, mit meiner Seele habe ich sie tief gespürt, die Farben der Häuser und Ockerfelsen:

    Mitten im Ocker
    beruhigt sich meine Seele

    Farbe hüllt mich ein
    hält mich schützend fest
    schenkt mir Frieden

    Mitten im Ocker
    beruhigt sich mein Geist

    Farbe hüllt mich ein
    lässt mich Möglichkeiten erahnen
    schenkt mir Zuversicht

    Mitten im Ocker
    fühle ich mich befreit.

    A.L.

    • Thomas schreibt am 31. Mai 2014

      …das hast du aber alles wunderbar beschrieben Anita…
      vielleicht ist es das „Einswerden“
      mit der Landschaftsstimmung…
      der Foto „will“ immer etwas…hat Absichten
      vielleicht genau die kleine Nuance zu viel…?
      …wie sang Andre Heller einst so schön:
      „…die wahren Abenteuer sind im Kopf…
      und sind sie nicht im Kopf…
      dann sind sie nirgendwo…
      LG Thomas

  • Mir geht es oft genauso wenn ich fotografiere. Deswegen lasse ich die Kamera manchmal einfach in der Tasche. Auf der anderen Seite kann ich durch ein besonderes Bild den erlebten Moment immer wieder in mir wachrufen…

  • Darum fotografiere ich mit den Augen, dann schreib ich es auch auf, dann entsteht eine Geschichte.

    LG.Marion

  • Lieber Herr Rudolph,

    Ihren Bericht habe ich mit Interesse Aufmerksamkeit und gelesen.
    Da ich selber leidenschaftliche Hobbyfotografin bin, kann ich das was Sie schreiben gut nachempfinden.
    Ich musste ein wenig schmunzeln, weil mein letzter Artikel in meinem Blog Herzensauge inhaltlich sehr gut zu Ihrem Thema passt:
    http://herzensauge.wordpress.com/2014/04/23/fokussieren/

    Liebe Grüße und einen frohen Sonntag wünscht:
    Beate Neufeld

  • Oh ja! Danke für die Gedanken!
    „Nix is su schee wie der Moment, wo ois so is wies ghert und is Lebn is einfach gschenkt…“ so heißt es in dem berührsamen Lied von Werner Schmidbauer auf seiner „Momentnsammler“-CD. Das drückt es für mich ganz wunderbar aus und macht es mir immer wieder bewusst, wie kostbar jeder einzige AUgenblick im Leben ist!
    PS: W. Schmidbauer stammt aus dem tiefsten Oberbayern (Bad Aibling) und ist deshalb vielleicht nicht für alle Nordländer so ganz leicht verstehbar – aber es lohnt sich!!!! ;-)

  • Ich mache es oft umgekehrt. Ich gehe mit der Kamera los,um besondere Bilder zu machen.
    Dazu gehe ich mit kindlicher Vorfreude durch die Natur und entdecke Erstaunliches. Ich nehme
    Landschaften, Tiere, Kleinigkeiten ganz anders wahr. Manchmal hat ein Felsen ein richtiges
    Gesicht. Wenn ich das meinem Mann zeige, sieht er das auch; also keine Einbildung.
    Das macht mich glücklich.

  • Das war (ist) ein schöner Beitrag, der mir so ganz aus der Seele spricht!!
    Und erinnere mich an einen Familienurlaub in Südfrankreich vor vielen Jahren, der einzige Urlaub, von dem es keine Fotots gibt. Ich hatte genau wie der Artikelschreiber beschlossen, das ich mich vom eigentlichen Geschehen nicht ablenken lassen möchte. Ich wollte Ausblicke, Familieninteraktionen, Musik, Tanzen, Spass, schöne Dörfer, tiefe Gedanken,etc. „einfach so“ geniessen und erleben.
    Inzwischen sind über 20 Jahre ins Land gegangen, aber genau dieser Urlaub hat sich mit seinen Erlebnissen und Skurrilitäten in der Erinnerung unserer gesamten Familie wie verankert. Wir erzählen immer wieder von einzelnen Begebenheiten, ein Familienmitglied gibt ein Stichwort und schon geht es los. Und vor meinem inneren Auge ersteht dann all das, was ich eben „einfach so“ erleben wollte.

  • Mir ist es genauso ergangen: photographisch festhalten.. für andere, für die Ewigkeit, für mich und ich habe genau dasselbe gespürt. Ich habe gelernt (in meiner Zeit aus dem BurnOut rauszukommen), den, nein JEDEN Augenblick, der sich mir anbietet resp. der mich anspricht, zu genießen mit der Zeit, die es braucht und mit allen Sinnen. Welch eine Bereicherung!!! Und du hast danach immer noch so viel Zeit Dinge des Alltags zu erledigen, nur leichter, ja beflügelt, gelingt es dir. Wenn mir danach ist, male ich von dem Erlebten ein Bild und hänge es auf – viele eigene Bilder zieren meine Wände. Meine Besucher fragen oft ‚wo hast du das Motiv her‘ und auch dann habe ich Gelegenheit, diesen schönen Moment wieder neu aufleben zu lassen..

  • Wahre Worte!
    Ich habe vor einiger Zeit einen in meinen Augen wunderschönen Moment geknipst. Meine Nichte saß gedankenverloren im Schneidersitz auf der Couch und hielt einen knallroten Luftballon in beiden Händen in Augenhöhr fest. Das Licht war so hell und diffus, dass es die Szene in eine Art Traumatmosphäre verwandelte. Ich stand im Nebenzimmer und zögerte nicht.
    Ich knipste ein perfektes Foto.

    Doch dann, es ist immer noch unklar wie, waren alle Fotos auf der SD-Karte futsch und das Drama dementsprechend groß.

    Dennoch bleibt der Moment in mir drin, so klar als hätte ich ihn vor Augen, denn ich hatte ihn „mit dem Herzen geknipst“!

    Danke für die wöchentliche Portion Inspiration!!! Ihr rockt!

  • Es ist mir bei Konzerten aufgefallen, dass ich beim Filmen der Bühne bei weitem nicht das intensive „dabei-Gefühl“ habe, als wenn ich es einfach nur wirken lasse. Wenn ich dann allerdings später Aufnahmen sehe, die andere Leute gemacht haben, kommen diese Gefühle recht gut wieder zum Tragen.

  • ich bin ein frik und photografie viel. es ist ein festhalten der minute. meine enkeln die jezt schon gross sind shauen gern die bilder an als sie noch klein waren und plotzlich kommen so viele erinnerungen und zusammen gehen wir in die vergangenheit zuruck. und diese momente sind herrlich.

  • Danke sehr, ihr beiden. Das übe ich auch seit einiger Zeit.

    Die Wise Guys singen in „Sonnencremeküsse“ auch „Ich mache mir ein Bild in meinem Kopf und geb’s nie mehr her.“ Daran denke ich öfter und halte inne.

  • Ein sehr schöner Text!! Vielen Dank dafür. Ich halte besondere Momente fest, in dem ich sie mit allen Sinnen wahrnehme. Dann schalten sich automatisch die Gedanken ab und der Moment wird so intensiv, dass er „wie mit dem Herzen fotografiert“ für immer dort abgespeichert ist. Liebe Grüße, Katrin

    • Thomas schreibt am 31. Mai 2014

      …das hast du wunderschön beschrieben und kommentiert gleichermaßen…oder wie es einst Andre Heller sang:…die wahren Abenteuer sind im Kopf…und sind sie nicht im Kopf…dann sind sie nirgendwo…
      LG Thomas

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