Die Frösche im Milchtopf

frosch im eimer

Auf dem Bauernhof stand ein Eimer. Zwei Frösche kamen vorbei und waren neugierig, was da wohl im Eimer sei. Also sprangen sie mit einem großen Satz in den Eimer.

Es stellte sich heraus, dass das keine so gute Idee gewesen war, denn der Eimer war halb gefüllt mit Milch. Da schwammen die Frösche nun in der Milch, konnten aber nicht mehr aus dem Eimer springen, da die Wände zu hoch und zu glatt waren.

Der Tod war ihnen sicher.

Der eine der beiden Frösche war verzweifelt. „Wir müssen sterben“, jammerte er „hier kommen wir nie wieder heraus.“ Und er hörte mit dem Schwimmen auf, da alles ja doch keinen Sinn mehr hatte.

Der Frosch ertrank in der Milch.

Der andere Frosch aber sagte sich: „Ich gebe zu, die Sache sieht nicht gut aus. Aber aufgeben tue ich deshalb noch lange nicht. Ich bin ein guter Schwimmer! Ich schwimme, so lange ich kann.“

Und so stieß der Frosch kräftig mit seinen Hinterbeinen und schwamm im Eimer herum. Immer weiter. Er schwamm und schwamm und schwamm. Und wenn er müde wurde, munterte er sich selbst immer wieder auf. Tapfer schwamm er immer weiter.

Und irgendwann spürte er an seinen Füßen eine feste Masse. Ja tatsächlich – da war keine Milch mehr unter ihm, sondern eine feste Masse. Durch das Treten hatte der die Milch zu Butter geschlagen! Nun konnte er aus dem Eimer in die Freiheit springen.

Urspr. nach Aesop,
nacherzählt

 

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Kommentare

  • Herliche Geschichte ich find die unglaublich schön
    :-)

  • Eine ähnliche Aussage, kennen vielleicht die meisten, aber trotzdem:

    Alle haben gesagt, das geht nicht. Einer hat das nicht gehört und hat es einfach gemacht.

    Das gefällt mir auch sehr gut :-)

  • … bin gerade auch heftig am strampeln und hoffe, dass ich bald „Grund“ unter den Füssen habe.
    Danke für die aufmunternde Geschichte. :-)

  • :-)

    Aus Ziegenmilch kann man wunderbar Butter schlagen und sogar einen leckeren Joghurt Getränk:-))) Also weiter so Frösche!!!

  • Ja, das gibt es immer wieder, dass Menschen aufgeben oder auch nicht. In ähnlichen Situationen wie Arbeitslosigkeit im Alter – manche denken, ich bekomme im Alter von mmh sagen wir mal 60 Jahren sowieso keine Stelle mehr, andere bewerben sich weiterhin und haben auch die Chance auf einen neuen Anfang. Es gibt Menschen im Rollstuhl, die zufrieden sind und andere wiederum sind nur deprimiert usw. Andere haben keine Arme und Beine (z.Zt. ein Psychologe aus Wien, der überall in den Medien auftaucht) und die wunderbar zufrieden sind und andere haben den Arm gebrochen und jammern.
    Ja, es gibt noch viele Beispiele von aufgeben oder NICHT aufgeben.
    Ich wünsche jedenfalls allen in einer schwierigen Situation, macht das Beste daraus und gebt nicht auf!

  • Die Geschichte weckt anrührend Hoffnung. Leider hatte Aesop aber keine Ahnung vom Butterschlagen. Butter kann man nämlich nur aus Sahne schlagen. Und dieser Rahm muss zunächst abgeschöpft werden, damit die Fettkonzentration in der Sahne-Flüssigkeit ausreicht, das Fett vom Wasser zu trennen. In der Milch bringt die Paddelei also gar nix.

    Aesop hätte auch gut nach Brüssel gepasst. Da wissen auch die Beamten alles besser als die Bevölkerung…

    Die Idee in der Geschichte des Nicht-Aufgebens ist aber dennoch sehr wertvoll.

    • Johanna M. Hofer schreibt am 3. Februar 2014

      Genau das hab ich mir auch gedacht.
      Noch „wirksamer“ / eindrucksvoller wäre es, wenn man die Geschichte fachlich richtigstellt: Die Frösche sind in einen Eimer mit Rahm gehüpft… dann käme auch Butter raus…

  • Dazu fällt mir ein, dass es eine weiterführende Variante gibt:

    …als der Bauer sah dass der Frosch aus der Milch Butter gemacht hatte, dachte er sich: „Da brauche ich nicht mehr selber zu rühren!!!!“.
    Er nahm also den Frosch kurz vor dem Sprung in die Freiheit und setzte ihn in die nächste Milchkanne (Eimer)

    Das sieht dann schon anders aus!!!!

    Aber die Botschaft: Nur nicht aufgeben sollte doch dieselbe sein, denn wie oft kommen wir in die Lage uns so zu fühlen und machen doch immer wieder weiter – denn irgendwann gelingt einem sicher der Sprung in die „Freiheit“ – dann wenn es einfach „Richtig“ ist!!!!

  • Eine wunderbare Geschichte, die ich schon lange kenne.
    Nun strampel ich schon 6 Jahre in der Milch und noch immer ist sie nicht zu Butter geworden.
    Aber gerade mal bin ich durch diese Seite hier wieder daran erinnert worden nicht aufzugeben. Danke dafür.

  • Herrliche Geschichte!!! Sitze hier und griene über das ganze Gesicht. Was für eine Freude!

  • Die Geschichte kommt genau im richtigen Moment. Ich bin wohl einer der Frösche – zuletzt hin- und hergerissen zwischen aufgeben und weiterschwimmen… Inzwischen schwimme ich, langsam zwar (noch?), aber lasse mich kaum noch treiben. Die Geschichte bestätigt mir, was ich wohl auch tun muss: einfach mal etwas ausprobieren, auch wenn ich noch nicht genau weiß, wo es hinführt. Im Eimer (bei mir ist es eher ein dunkles Loch…) bleiben ist keine Lösung.

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