Tagebuch inkl. Videokurs Gelassenheit

Die Schnecke und der Kirschbaum

Der Meister wurde einmal gefragt, ob er es nicht manchmal Leid sei und sich entmutigt fühle, wenn all seine Mühe kaum Früchte trägt. Da erzählte er die folgende Geschichte:

Es war einmal eine Schnecke, die sich an einem nasskalten, grauen und stürmischen Frühjahrstag aufmachte, am Stamm eines Kirschbaumes hinaufzuklettern.

Die Spatzen, die überall im Garten saßen, lachten über die Schnecke und zwitscherten: „Du bist ja ein Dummkopf – schau doch, da sind überhaupt keine Kirschen am Baum! Warum machst du dir die Mühe, da hochzuklettern?“

Die Schnecke kroch unbeirrt weiter und sagte zu den Spatzen: „Das macht mir nichts – bis ich oben angekommen bin, sind Kirschen dran!“

(aus Mello, Anthony de:  Gib deiner Seele Zeit,
Herder, 1999, Geschichte leicht überarbeitet)

 

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Kommentare

  • Jeder sieht so weit/ kurz wie er/ sie will. Darum ist es immer ein Einfa-che(re)s, anderen ein (selbst als vergebens angesehenes) Vorhaben auszureden.

    Man hat immer die Wahl, WIE man mit einer Situation umgeht.

    Entweder „beugt“ man sich seinem (äusseren, unerquicklichen) Schick-sal oder man sagt „So – jetzt erst recht!“ und geht unbeirrt seinen Weg.

    Wenn dieser einen zum (gewünschten) Erfolg bringt, hat man gegenü-ber seinen Skeptikern besser lachen.

    Bei DSDS gab es mal unter den Kandidaten jemand, der zunächst auf der Sonderschule war. In unserer heutigen Gesellschaft werden diese (Sonderschüler) als „Doofies“ der Nation dargestellt/ empfunden.

    Doch er hat sich nicht mit seinem „Doofie“-Status „abgefunden“, son-dern hat wie ein Berserker „gerackert“ und hat heute das Abi.

    Manchmal benötigt man aber auch einen gewissen (gesellschaftlichen) Rückhalt von Familie, Freunden etc.

    Von mir hiess es bei einer damaligen schulpsychologischen Untersu-chung „…die kriegt bestenfalls die Sonderschule fertig – mehr aber auch nicht!“ Mein Glück war es, dass meine Mutter selbst vom Fach war und auf den Rat ihrer Kollegen gehört hatte.

    Die Kollegen schätzten mich für ihr eigentliches „Klientel“ als viel zu „plietsch“ (Hamburger Platt: schlau, clever) ein und empfahlen ihr ganz dringend mich für ein, zwei Jahre vom Schulbesuch zurückzustel-len. Damit täte sie mir einen viel größeren Gefallen!

    Ihre Kollegen sollten Recht behalten: Denn entgegen der damali-gen „Prognose“ („…die kriegt bestenfalls die Sonderschule fertig – mehr aber auch nicht!“) habe ich in 1990 die Hauptschule abgeschlos-sen.

    Danach habe ich noch die Realschule angehängt, eine Berufsausbil-dung absolviert und bin heute auf dem ersten Arbeitsmarkt tätig.

    Der Typ, mit dieser niederschmetternden Einschätzung, ist im Jahr, in dem ich mit der Hauptschule abschloss, mit 54 an Krebs gestorben.

    Nun kann man das nur mit einem Achselzucken quittieren: Ja – und? Wir gehen alle einmal!

    Man kann es aber auch von der religiösen Warte aus sehen und sa-gen: Hier wurde das achte Gebot (Du sollst kein falsch‘ Zeugnis reden wider deines Nächsten = Du sollst nicht lügen) super genau genom-men!

    Viel zu oft wird vergessen (erfolgreich verdrängt), dass selbst die weite-ste Reise mit dem ersten Schritt beginnt.

  • Wow, inspirierende Geschichte. Nur wer sein Ziel kennt und sich nie durch Neinsager von seinem Weg abbringen lässt, wird irgendwann Erfolg im Leben haben!

  • Ich kannte die Geschichte bisher als Witz –
    Kriecht eine Schnecke im Winter an einem Kirschbaum hoch.
    Die Spatzen wundern sich und fragen, „Was machst du denn da – die Kirschen sind doch noch lange nicht reif“.
    Antwortet die Schnecke, „Bis ich oben bin schon!“
    Seit ich diesen Witz kenne ist es mein Lieblingswitz (und einer der wenigen, die ich behalten kann).
    Jetzt verstehe ich besser, warum.
    Danke für die Geschichte!

  • als ex-profi-planer und ingenieur sehe ich das etwas nüchterner als manch anderer: die schnecke hat sich die regelmäßig wiederkehrenden zyklen der natur genau angeschaut und ihre planung genau darauf und auf ihre eigenen möglichkeiten abgestellt. deshalb kann sie mit zuversicht voran gehen und mit großer wahrscheinlichkait ihr ziel erreichen. eine schöne geschichte für planungsstudenten. es wäre schön, wenn so mancher airport- oder philharmonie-planer so vorgehen würde. nur – was würden die gewählten volksvertreter mit dem ganzen steuergeld anfangen das dann gespart würde? doch noch marschflugkörper kaufen?

    • Coco schreibt am 23. April 2014

      Na, ob Schnecken so weit im voraus planen können und sich die Zyklen bis zur Fruchtreife anschauen konnten? Ich denke, es liegt daran, weil die Schnecke auf ihre innere Stimme gehört hat oder, für uns Menschen schon fast fremd und unbekannt: dem Instinkt gefolgt ist.
      Wir Menschen planen zu viel nach Lehrbüchern und Trends und ersticken dabei den eigenen, guten und gesunden Instinkt, der uns auf unseren persönlichen Lebensweg führt.

  • Diese Geschichte hat mir doch glatt den versüßt :-)
    Ich habe auch schon viele schwere Zeiten hinter mir.
    Entscheidungen zu treffen gehört nicht zu meiner Stärken! Welchen Baum soll ich wählen? Wird er Früchte tragen? Ich habe schon viele falsche Bäume gewählt, weil ich mich hab dadurch beeinflussen lassen, welchen Baum die Menschen in meinem Umfeld für richtig hielten. Ich habe erst vor kurzem den Baum selber gewählt und bin sehr glücklich und zufrieden dabei, und ich weiß es war der richtige Baum, und wenn ich angekommen bin kann ich viele leckere Kirschen essen :-)
    Wunderschönes Osterfest zusammen!

  • Liebe zeitzuleben Macherinnen,
    ich finde auch eine schöne Geschichte. Ausmisten muss ich nichts mehr weil ich im wahrsten sinne des Wortes nach viel schöner aber sehr anstrengeder Arbeit die mich mit 50 statt mit den 100 die wir alle schaffen sollen wieder wenn wir Menschen bleiben wollen im ein Haar 2011 fast gestorben bin.. zu sehr verausgabt zum Wohl aller was beitragen zu wollen in der Jugend..
    nichts mehr besitze . Aber dafür weiss ich wer ich bin, hab mir vor allem mein Kinderherz wieder erorbert das ich fast verloren hatte
    und diese Reise ohne Besitz, war die schönste Zeit der letzten 53 Jahre. Ohne Besitz aber mit einer vision im Herzen einem Traum,
    für meine geliebte Erde und auch für mein persönliches Leben keine Abstriche machen vom Ideal mehr. Ich bin die ich bin und genauso wie ich bin ein liebenswerter Mensch, lieber allein den Baum raufkrabbeln weil ich Bäume selbst dann liebe wenn da keine Früchte dran sein sollten ;-) Wobei die mir eigentlich immer den Gefallen tun irgendwann schöne leckere Früchte zu tragen deren Aussehen und Geschmack ich noch gar nicht kenne.
    Frohe Ostern Silke

  • Eine schoene Geschichte, die im Moment sehr gut zu mir passt.
    Ueber die Haelfte meines Lebens ist rum, und ich fange noch mal ganz von vorne an. Ich habe drei Berufe die hier in Canada nicht anerkannt sind, in denen ich keine Arbeit finde, weil ich angeblich ueberqualifiziert bin. Ich habe mich fuer Tierheilpraktiker ueber einen Fernkurs entschieden, um mich spaeter hier selbststaendig zu machen. Da es so ein Angebot hier in diesem Land noch nicht gibt, die Nachfrage nach Naturheilkunde aber sehr gross ist. Ich werde hoffentlich wie die Schnecke die reifen Fruechte ernten wenn ich („oben“ ) fertig bin.

  • Mir ging es wie der Schnecke, als ich mit 25 beschloss noch einmal von vorne anzufangen. Abendgymnasium und Studium, ein langer und mühseliger Weg. Als ich dann ankam waren keine Kirchen da, vielleicht habe ich den falschen Baum ausgesucht. Aber auf dem Weg zum Ziel habe ich trotz der Strapazen viele schöne Dinge erlebt. Seitdem klettere ich immer wieder, auch wenn ich keine Früchte finde. Heute weiß ich wo die Früchte liegen. Durch meine jahrelange Erfahrung weiß ich auch welche Früchte besser verträglich sind, und mich nicht krank machen. Derjenige der schnell und bequem an seine Kirchen kommt, oder derjenige der Kirchen bevorzugt weil sie andere essen, weiß eben nicht das es noch andere ( vielleicht geeignetere ) Früchte gibt.

  • :-) …eine weise Schnecke! ;-)

    Sie muss es tief in sich gewusst haben, sonst wäre sie nicht diesen Weg gegangen. Ihr Selbstvertrauen wird belohnt werden, wenn sie sich treu bleibt und unbeirrt ihren Weg weitergeht, unterwegs ihren Mut nicht verliert. Der Erfolg ist ihr dann sicher.

    Die Vorfreude auf die leckeren Kirschen… das Ziel vor Augen… Warum sitze ich eigentlich noch hier?! Los geht´s!! Ich mag auch Kirschen essen! ;-)

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