Diese doofen Elefanten

In Indien setzt man Elefanten für die Arbeit im Wald ein. Und damit junge Elefanten nicht weglaufen, kettet man sie mit einem Fuß an einen Pfahl. Der kleine Elefant versucht wegzulaufen, die Kette hält ihn fest und er merkt, dass er nicht wegkommt. Der Elefant wird irgendwann größer. Bald ist er so stark, dass er die Kette zerreißen könnte. Aber er versucht es nicht mehr. Schließlich hat er ja als kleiner Elefant gelernt, dass es nichts nutzt, sich gegen die Kette zu wehren. Am Ende reicht sogar ein dünnes Seil, um einen Elefanten am Weglaufen zu hindern.

Es sind also nicht die realen Gegebenheiten, die den Elefanten in Gefangenschaft halten. In Wirklichkeit müsste der Elefant nur einmal kräftig ziehen und das Seil würde reißen. Aber er probiert es nicht. Weil er nicht daran glaubt, dass es funktionieren würde.

Nicht so schlau, oder? Das denkt man jedenfalls zuerst. Bis einem auffällt, dass wir Menschen nicht selten ganz genauso sind!

Der Elefant glaubt zu wissen: Es hat ja doch keinen Sinn, deswegen versuche ich es erst gar nicht. Und Hand aufs Herz: Wie oft haben Sie so etwas auch schon einmal gedacht?

Oft glauben wir, wir können etwas nicht, deswegen probieren wir es erst gar nicht. Oder wir tun etwas nicht, das wichtig für uns wäre, weil es vermeintlich gute Gründe dagegen gibt. Gründe, die oft nur in unserem Kopf existieren. Oder Gründe, die mit ein bisschen Einfallsreichtum aus dem Weg zu räumen wären.

Bei anderen können wir das ziemlich gut erkennen: Wenn Karl nur mehr als sich glauben würde und wenn er nur aus der Hüfte kommen würde, dann könnte er so viel erreichen. Und wenn Susi endlich aufhören würde, die Schuld nur bei ihrem Mann zu suchen, und selbst auch etwas ändern würde, dann hätten die beiden noch eine Chance.

Bei anderen sehen wir es. Was im Umkehrschluss wohl heißt, dass andere es bei uns auch gut erkennen können. Denn wir sind ja alle gar nicht so unterschiedlich.

„Eine neue Beziehung? Ne, lass‘ mal… Männer sind einfach nicht beziehungsfähig.“

„Meinem Chef sagen, was mir stinkt? Ne, gegen die da oben kannst du sowieso nichts ausrichten.

„Noch mal das studieren, was mir wirklich am Herzen liegt? Ne, dann müsste ich ja mein Auto verkaufen und könnte nicht mehr 3 mal pro Jahr in den Urlaub fahren…

Das Gemeine an unseren ganzen Gründen, Erklärungen, Ausreden und Entschuldigungen ist, dass wir sie wirklich für wahr und realistisch halten. Und meistens reagieren wir ziemlich unwirsch, wenn uns jemand nahelegt, dass unsere Sichtweise vielleicht nicht 100% mit der Wirklichkeit übereinstimmt. Das kann uns richtig nerven oder sogar sauer machen. Wir verteidigen unser Seil, das uns festhält, oft mit Händen und Füßen. Ist mir jedenfalls schon passiert.

Wir Menschen sind manchmal wirklich nicht so viel schlauer als ein Elefant.

Was kann man nun tun, wenn der Schmerz unserer Gefangenschaft zu groß wird? Hier 5 Ideen dazu:

  1. Versuchen Sie sich immer wieder klarzumachen, dass alle Ihre Gründe gegen eine Veränderung eventuell nur in Ihrem Kopf existieren oder nur starke Vereinfachungen der Wirklichkeit sind. Das erfordert natürlich eine gewisse psychologische Flexibilität, die eigenen Gedanken nicht für die Wahrheit zu halten.
  2. Machen Sie ein Gedankenexperiment: Stellen Sie sich vor, wie es wäre, wenn alle Gründe gegen die Veränderung plötzlich verschwunden wären. Was würden Sie dann tun? Was wären dann Ihre nächsten Schritte?
  3. Fragen Sie sich immer wieder: “Möchte ich lieber an meinen Gründen oder Ausreden festhalten? Oder möchte ich lieber frei sein?” Und ziehen Sie aus der Antwort Ihre Konsequenzen.
  4. Stellen Sie sich bildlich vor, dass all die Gründe gegen die Veränderung wirklich ein Seil wären, das Sie an Ihrer augenblicklichen, schmerzhaften Situation festbindet. Und dann stellen Sie sich vor, Sie würden das Seil mit einer großen Schere durchschneiden. Vielleicht hilft Ihnen diese Visualisierung.
  5. Kultivieren Sie die Frage: “Und wie würde man es trotzdem hinbekommen?” Immer wenn Sie eine Ausrede oder einen Grund gegen eine mögliche Veränderung finden, kontern Sie diesen Grund mit der Frage “Und wie könnte man es trotzdem hinbekommen? Wie haben es andere geschafft? Was bräuchte ich noch, um es trotzdem zu schaffen?” Durch diese Fragen bewegen Sie sich langsam von einer problemorientierten zu einer lösungsorientierten Sichtweise.

Seien Sie schlauer, als die Elefanten. Lassen Sie sich nicht von Dingen festhalten, die es vielleicht gar nicht gibt. Schneiden Sie Ihr Seil durch und befreien Sie sich.

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Kommentare

  • Habe die Geschichte vom Elefanten früher schon mal gehört!
    Aber diese konkreten 5 Fragen dazu finde ich super, hilfreich und weiterführend! Vielen Dank hier mal an Euch für die vielen lebensförderenden und -befreienden Gedanken und Ideen!

    Wie die Geschichte von @WERNER zeigt, darf es natürlich nicht so ausarten, dass man z.B. eine Ehe auf`s Spiel setzt!
    Sonst artet es, bei aller „Selbstverwirklichung“, in Egoismus aus! Denn es gibt „Grund-, und Lebensgesetze“ (z.B. die 10 Gebote), die man nicht ungestraft übertreten sollte. Sonst schädigt man andere und/oder sogar sich selber! Insofern geht die Verantwortung für sein eigenes Leben doch auch darüber hinaus! (So würde man ja auch keine Bank ausrauben, um Millionär zu werden, nicht wahr!)

    @ liebe Carola!

    Luther sagte einmal: „Und wenn morgen die Welt unterginge, so würde ich noch heute ein Bäumchen pflanzen!“
    Es möge Dir als Ermutigung dienen, einige deiner Ideen trotzdem noch in die Tat umzusetzen mit Hilfe der 5 „Elefanten-Befreiungsfragen“! :)
    Wünsche Dir viel Freude und Mut dazu!
    Ah, noch etwas! Es gibt ja auch Leute, die erst in der letzen Phase ihres Lebens, noch grosse Taten vollbringen! Ich nenne sie sogenannte „Spätblüher“!
    In der Natur kann man solches ja auch beobachten!
    Was, wenn diese das Blühen uns versagt hätten, weil sie glaubten, es sei nun zu spät dafür!

  • @Carola,

    du hast genau das angesprochen, was ich für mich auch denke. Was kann mann/frau im s.g. Rentenalter anfangen? Fast alles ist noch möglich? Nein. Wenn der Körper nicht mehr so will wie der Kopf, die Ziele anders werden als im Berufsleben, an welchen evtl. alten Seilen und Ketten hängt man selbst noch dran? Das ist ein tägliches auseinandersetzen mit einem selbst.

    Wenn du magst, können wir gerne in Kontakt kommen.
    LG Helga

  • Hallo Zusammen,
    erst mal Danke für den Artikel. Vor allem die Empfehlungen sprechen mich an.
    Als ich vor vielen Jahren mit Meditationsübungen begann, war ich oft frustriert, ärgerlich und ungeduldig mit mir, weil ich so viel Sch… an und in mir zu endecken glaubte. Irgendwann lachte mich ein weiser Lehrer an (oder aus?) und versicherte mir, ich sei schön, obwohl ich so viele Fehler an mir entdeckte. Ich? Schön? Wie bitte? Das haute mich damals um. Erst viel später begriff ich, dass ich meine Welt selber mit meinen Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühlen „erschaffe“. Und erst noch später verstand ich, warum er lachte. Ich entdecke auch heute „Seile“ (=Ängste, Blockaden oder was auch immer) an mir. Und: heute kann ich mich an meinen Lehrer erinnern und schmunzle mir zu. Dann kann ich der Angst freundlich begegnen, weil sie mir eigentlich den Weg zeigt, wo es für mich lang geht. Und manchmal gehe ich ihn beherzt zügig und manchmal „eiere“ ich herum. Auch dann kann ich mittlerweile über mich lachen. Wenn ich will.
    Ich grüße alle herzlich.
    Heike B. Fillhardt

  • ich Danke auch Norbert für seinen schönen Kommentar – ich merke das mich das mit meinen noch existierenden Ängsten, sehr positiv zum nachdenken anregt.

    dir eine schöne Woche

  • Lieber Ralf,
    das ist eine sehr alte und wahre Bali-Geschichte.

    Der Elefant steht hierbei für unser Ego. Diese Ego hat pure Angst, sein Dasein zu riskieren. Es tut alles, damit es die Macht über den Körper behalten kann.
    Wenn es wüsste, dass hinter der Mauer, durch die es nicht durchschauen kann, der sichere Fluss des Lebens fließt, würde es sich sofort dorthin begeben.

    Man nennt dies die Selbsterkenntnis!

    Es sehr sehr einfach dahin zu kommen aber nicht leicht!
    Viele die versuchen, fehlt die Geduld. doch das Ergebnis ist unvorstellbar gut.
    Das eigen Glück hängt dann nicht mehr von den äußeren Umständen ab.

    Das reine Eigenerfahrung.

    LG
    Norbert Glaab

  • Vielleicht sind es auch oft die Gewohnheiten, die einem an ein Seil binden und nicht frei werden lassen. Im Zen gibt es eine schöne Geschichte: Ein Bauer band jeden Tag nach der Weise seine Kühe an einem Pfahl fest und befreite sie dann am Morgen wieder. Eines Tages wurde er krank, und der Sohn mußte für ihn einspringen. Er tat das Gleiche wie sein Vater, doch vergaß er, den Strick um eine Kuh zu binden. Am anderen Morgen, als alle Kühe abgebunden waren, stand die eine Kuh immer noch am Pfahl und wollte nicht gehen!!

    (Der Sohn mußte also eine ähnliche Bewegung machen als würde er den Strick losbinden)

    Danke für die guten Ideen zum Nachdenken!

    Liebe Gedanken
    Ute

  • Danke. Das ist wirklich ein supergutes Bild und die Anregungen dazu, das kommt prima!

  • „Der Elefant glaubt zu wissen: Es hat ja doch keinen Sinn, deswegen versuche ich es erst gar nicht. Und Hand aufs Herz: Wie oft haben Sie so etwas auch schon einmal gedacht?

    Oft glauben wir, wir können etwas nicht, deswegen probieren wir es erst gar nicht. Oder wir tun etwas nicht, das wichtig für uns wäre, weil es vermeintlich gute Gründe dagegen gibt. Gründe, die oft nur in unserem Kopf existieren. Oder Gründe, die mit ein bisschen Einfallsreichtum aus dem Weg zu räumen wären.“

    hmmm….. ich finde das „elefantenbeispiel“ nicht ganz gelungen.
    der elefant hat schliesslich, als er klein war, versucht loszukommen und zigmal die erfahrung gemacht dass es, trotz aller anstrengungen, NICHT funktioniert.
    wenn man über einen langen zeitraum, viell. jahre, etwas immer wieder versucht, und schafft es einfach nicht, natürlich kommt dann wohl irgendwann der punkt wo man anfängt zu akzeptieren dass es sinnlos ist weiter zu ziehen und zu zerren und, evtl., dann auch aufgibt…
    diese situation kann man jedoch nicht 1:1 mit der vergleichen, in der es darum geht den mut und die kraft aufzubringen DAS ERSTE MAL etwas anzufangen, sich etwas neues zu trauen etc…
    für mich hat die eine ausgangsituation nichts mit der anderen zu tun, werden aber in dem beitrag miteinander gemischt.

    gruss,
    s.h.

  • Bin ich ein angeketteter Elefant?
    Wer kann mir außer mir schon diese Frage beantworten.
    Fakt ist, das ich vor allem ein feiger Elefant war…
    Mein Mann hat den Faden durchschnitten, ist gegangen, das auch ich dadurch frei wurde entdecke ich zur Zeit.

  • Natürlich kenne ich das und immer wieder spüre ich so ein Seil. Manchmal ist es auch ein winziger unhörbarer Hinweis, der mich einwenig bremst und dann ist das auch gut. Ich denke, man muss lernen, auf seine innere Stimme zu hören und dann eben gehen oder es lassen.
    Aber als ich den Artikel gelesen hab, ist mir etwas interessantes aufgefallen: Grauer Elefant und „Graue Maus“, wie man die treuen Seelen in den Büros nennt. Auch sie dienen brav innerhalb ihrer Grenzen. Sie sind eigentlich viel brauchbarer, als ein losgelassener Elefant.
    Grüße
    Anna

  • die eigene wirklichkeit ist oft die größte schranke im kopf. was mir hilft/geholfen hat ist offen für anregungen von außen sein und sie ungeachtet aller ängste wenigstens einmal zu durchdenken. tut nicht weh und führt noch zu keiner änderung und damit konsequenz im außen. gestern wurde mir auf einem vortrag dazu folgendes bild mitgegeben. stellt euch einen stuhlkreis vor, in dessen mitte ein bunter strauß blumen steht. ich sehe auf den ersten blick eine rote rose, das ist meine wahrheit zu diesem strauß, mein gegenüber sieht eine gelbe sonnenblume, das ist dessen wahrheit. wir könnten nun bis in die ewigkeit diskutieren, wessen wahrheit nun die wahre sei, was ziemlich doof wäre. wenn wir uns aber für die wahrheit des anderen öffnen, öffnet sich der eigene horizont und wir haben mehr möglichkeiten

    danke für eure newsletter und eine schöne woche für alle

    christine

  • ich finde den Artikel auch suuuuuuper, aber auch alle Kommentare, denn die regen unwahrscheinlich zum Nachdenken an.

    Mein Fazit: wir haben uns ALLE schon sooo oft von Ketten oä gelöst, nur merkten wir das nicht immer.Wir haben es einfach – vielleicht instinktiv – getan.
    Kommen uns Situationen irgendwie unlösbar vor, denken wir nicht an die Ketten, aber dieser Beitrag liess uns mal wieder wach werden.

    Wichtig ist sicher auch, wenn wir mal Revue passieren lassen, was wir schon alles soooo toll geschafft haben.

    Wir alle sind stark genug ALLES zu schaffen, wir sollten es nur einfach tun.

    Was hiess nochmal MUT ??? MACHEN UND TUN !!!

    Denkt an das Dankbarkeits- und ICH-BIN-STOLZ-AUF-MICH – Tagebuch und es wird BESSER

    Wenn uns keiner sagt, das er stolz auf uns ist, warum nicht WIR SELBST ;-))

    Allen eine schöne Woche

    DANKE RALF und TANIA

    LG Claudia

  • Guten Abend!
    Schöner Gedankenanstoß in den lauschigen Herbstabend!
    Meine Fussfessel trägt den Namen ANGST und zeigt sich in den schillernsten Farben und Formen… egal jedoch, welche Maskerade sie grad trägt, meine Angst fußt immer in dem Gedanken, nicht geliebt zu werden.

    Aber hat mal die Not erstmal erkannt … ;-)!
    Danke für die guten Zeilen, und die prima Ideen.

    Ich wünsche uns allen
    eine *Licht-und -Liebe-volle* erste Oktoberwoche!

    Patricia

  • Vor vielen Jahren begegnete mir folgender Satz: Gefesselt ist, wer sich gefesselt glaubt – befreit ist, wer es sich selbst erlaubt! Das viel mir mir bei dem heutigen „Elefanten“-Text sofort wieder ein. Ich habe schon viele Ketten/Seile/Fäden in meinem Leben gekappt, aber leider tauchen immer wieder neue auf. Manchmal glaube ich, ich kette mich ab und zu selber wieder an einen Pflock!!!! Gerade jetzt habe ich das unangenehme Gefühl, mich festgezurrt zu haben und einfach nicht loszulassen. Ich hoffe, ich bekomme es auch dieses Mal wieder hin, das Sel zu lösen. Bei mir hat es mit Angst zu tun, Angst vor den Reaktionen anderer Menschen. Und alte Muster, wie bei dem Elefantenkind. Danke für den Artikel, der gerade richtig kommt!!!!

  • WOW!!!!! Das ist ein so unglaublich guter Bericht, das macht sehr viel Mut!!!!

    Ich werde an das Seil in den nächsten Tagen (und hoffentlich noch länger) denken :=))

    Viele Grüße!

  • Meine Kette ist das Finanzielle.
    Ich habe jetzt mein finanz. Auskommen, bin selbständig. Aber in 8 Jahren bekomme ich 500€ staatl. Rente und etwas Privates dazu.
    Ich weiß jetzt schon, es wird nicht reichen und die Zeit ist zu kurz bzw. das Geld „zu klein“ um noch entsprechend Vermögen aufzubauen.
    Diese Aussicht läßt mich ausharren.
    Mir tut das Ausharren gar nicht gut. Ich verlerne das Lachen.
    Parallel suche ich trotzdem nach einer Lösung.
    Und wenn´s den Bogen völlig überspannt, springe ich in´s kalte Wasser!

  • @ sabine

    Würde auch gerne mit Dir in Kontakt treten!
    Sende mir Deine MailAdresse und ich sende Dir
    meine Kontaktdaten!;))

    Bis dann ck-mobil()web.de

  • Meine Ketten sind meine ganzen Glaubenssätze, die mich doch immer mal hindern wieder einen neuen Schritt zu wagen! Manchmal muss es eben weh tun, bis ich weitergehe noch sehr wackelig und schwankend, aber dann, kommt die Erkenntnis, Ich bin einen neuen Weg gegangen und ich fühle mich wohl, egal wer etwas anderes sagt! Manchmal ist es sooo einfach wieder einen Schritt ins Neue zu gehen, aber manchmal kommen eben wieder die alten Zweifel schaffe ich das? Was sagen wohl die Anderen zu meiner Veränderung? Doch wenn ich mir selbst treu bleibe und mich dafür entscheide etwas zu tun, was ich sonst nie getan hätte, dann bin ich verdammt stolz auf mich! Das gibt mir ein gutes Gefühl und ich weiß es ist so richtig, wie ich es gemacht habe. Denn jetzt ist es meins. So stiefele ich immer weiter vor, natürlich geht es auch mal wieder zurück, aber mein Selbstvertrauen wächst! Ich bin mir treu!!!

  • Hallo Harald,
    meiner Meinung nach ist das mit den Herdplatten bei uns Erwachsenen nicht wirklich so.
    Denke mal eher das es mit der Erfahrung die wir in unserem Leben gemacht zusammen hängt.Wir denken zuviel darüber nach, anstatt zuhandeln.Und sehr häufig schon mit einem vorgetäuschtem Ergebniss.Glaube ich, jedenfalls ist es bei mir so.

    Leider verbringen wir die meiste Zeit mit Menschen, von denen wir dann hören:siehste hab ich doch gleich gedacht das es nicht geht.Hätste mal mich gefragt?

    So oder so ähnlich,kennen das bestimmt viele.

    Diese imaginären Ketten und Seile in unserem Leben sind ja überhaupt nicht da.
    Klar hat das mit unserer Vergangenheit zu tun, nur dort waren diese auch nicht existent.Viele kennen bestimmt den Film :Mein böser Freund Fred!

    Oder aber die mahnenden Worte viele Erwachsenen,na wenn das mal gut geht.Höre ich heute leider noch viel zu oft.

    Wie sagt Mario Barths Freundin so schön:Nicht quatschen…machen!!!!!!

    Das hat manchmal was erlösendes, nicht darüber nachzudenken, sondern einfach machen.
    Wenn man in Vorfeld wüsste ob es auch immer klappt…dann wären wir ja allen Vorherseher….und das sind wir Gott sei dank NICHT.
    Ja so etwas nenn ich Leben…und das ist doch viel spannender.

    Ulli

  • hallo ihr lieben ZZL-fans,

    ralf hat wieder sehr gut das schmerzliche symtom „veränderungen sind schwierig“ beschrieben, und u.a.fragen zur lösung des problems angeboten.

    auch dieses symptom hat als ursache mangelndes selbstvertrauen. man „traut sich nicht“ das seil zu durchtrennen, obwohl man rational genau weiß, dass es zu schaffen ist, und danach völlig neue horizonte für erfolg und glück erschlossen werden.

    das selbstvertrauen ist sehr unterschiedlich entwickelt bei den menschen. so kann ein mensch sehr kontaktfreudig sein, und gegenüber seinen mitmenschen sehr selbstbewusst auftreten, jedoch unfähig sein, wichtige entscheidungen zu treffen.

    der grundlegende ansatzpunkt zur bewältigung des von ralf beschriebenen problems, ist also auch , dass man sein selbstvertrauen steigert.

    meine methode das selbstvertrauen entscheidend zu steigern ist, das regelmässige führen eines persönlichen erfolgstagebuchs.

    ihr werdet es nicht glauben, aber es hilft auf ganz einfache weise entscheidend bei der steigerung des selbstvertrauens, und damit bei der bewältigung vieler hier beschriebener symptome.

    LG,
    Dieter.

  • Zitat von Ulrich Pranskat:
    Die inneren Ketten und Seile haben bestimmt ihre Funktion in unserem Seelenleben, den es hindert mich wirklich nichts, anders zu handeln oder zu Leben, ausser ich selbst.
    Und, auch nur ich bin schuld, sonst keiner.

    Falls es dann doch nicht gelingen mögen, hat diese bestimmt seinen Grund.Denn nichts geschied Grundlos.Könnte ich mir vorstellen.

    Klar, gemachte Erfahrungen haben ihren Sinn. Einmal auf eine heiße Herdplatte gefaßt, macht man das nicht so schnell noch einmal.
    Sind deswegen alle Herdplatten immer heiß?
    Unser Unterbewußtsein geht davon aus.
    Wenn wir auf keine weiteren Herdplatten mehr fassen, bleibt das für uns die Wahrheit.
    Konditionierung eben.
    Manche Konditionierungen sind hilfreich, manche aber auch sehr sehr schädlich, dann nämlich wenn sie aus schmerzhaften Verletzungen oder anderen Traumatisierungen etc. stammen.
    Aber die löst man nicht so einfach durch Selbstreflektion auf. Die sitzen viel viel tiefer. Manche verschwinden im Laufe eines Lebens wieder, andere nicht.

  • …meiner Ansicht nach bester Text seit längerem, große Klasse auch die 5 Tipps zur Überwindung

  • Ich gehöre auch zu diesen Elefanten….nicht nur weil ich auch ganz schön beleibt bin. grins. Ich bin so voller Lebensfreude und bin mit meinen beiden Mädels (Frau und Tochter) so was von reich beschenkt, dass ich wirklich sagen könnte: „Herz was willst du mehr“? Ich sehe das Leben in seiner unglaublichen Fülle und seiner Buntheit und kann logischerweise bei weitem nicht alles machen und mitnehmen, was mir zu vielem einfällt und gefällt. Und dann kommt die Kette, wenn man mit Bösem Widerwärtigem fertig werden muss. Mir fehlt dann Hin und Wieder die Ruhe und Gelassenheit, der Glaube an mich selbst und auch die Fertigkeit, entsprechend stark zu reagieren.
    Mein Seil heißt: „Alte dumme Angewohnheiten!“
    Es heißt aber auch Gott sei Dank: „Morgen für Morgen kommt der Mensch neu auf die Welt“, und ich schaue nach vorne. Grins.

    Zum Elefanten:
    Das die erste Reaktion so gebunden zu sein, die Angst vor der verlorenen Freiheit ist, ist genauso verständlich wie das Aufgeben um einen sinnlosen Kampf, erst recht wenn man noch „Kind“ ist. Mit der Zeit erst wird verstanden, dass das gefühlte Gefängnis (und das Gefühl ist absolut verständlich) in Wahrheit eine neue Freiheit ist.

    zu uns Menschen:
    Die Begrenzungen die wir an uns selbst erfahren sind nach meinem Geschmack sehr wichtig; schließlich gilt es ja auch in der Begrenzung die Tiefen dessen zu erfahren, was da in uns schlummert und bremst. Da kann durchaus etwas sein, was wir noch nicht verarbeitet haben und daher auch nicht loslassen können. So gehört das bewußte, ehrliche Wahrnehmen und Annehmen, wo es klemmt genauso zu uns, wie wir ja auch nicht alles zu jeder Zeit verstehen und erkennen können und auch nicht müssen, und…..dass es eben jedem so geht. Es reicht um zur rechten Zeit das rechte zu Verstehen, um recht zu reden und empfinden.
    Wir sind alle von Gott erschaffen und jeder hat so seine Gaben mitbekommen, die er nutzen sollte. Da wir Menschen Gott sei Dank einander brauchen, wird eben jeder auf seine Weise mit seinen Gaben und Vermögen aktiv.

    So gesehen weiß ich, dass meine Begrenzungen auch ein Stück Freiheit sind, ich aber auch den Segen habe, dass ich dann über mich hinauswachsen kann, wenn es an der Zeit ist und die Zeit….die schafft für uns.

    Wie schön und verbindend sind die Begrenzungen, wenn wir sie an anderen wiederentdecken.

    LG Stefan

  • Hallo zusammen,

    @Claudia:erstmal tut es mir leid was Dir wiederfahren ist.Nur bedenke, das auch Du Teil dieser Geschichte warst.Bestimmt wurdest Du nicht dazu gezwungen so zu handeln, es war Deine freie Entscheidung.Im nach hinein sei froh, es wird in nächster Zeit bestimmt etwas besseres kommen.Glaube an Dich…es wirkt..nicht immer..aber immer öfter.

    Tja, der dumme Elefant, ist er wirklich so dumm?
    Glaube mal wenn er es nicht gut da hat wo er lebt, würde er bestimmt, gehn.
    Das mit dem Seil und der Kette hindert ihn bestimmt nicht wirklich.
    Vermute mal das der Besitzer, oder so ähnlich, denkt das der dumme Elefant es nicht gut bei ihm hat.

    Wenn man von klein an, an eine Gegebenheit gewöhnt ist bleibt man, egal ob mit oder ohne Ketten.
    Anders ist es, wenn man sich dort nicht mehr wohlfühlt.

    Die inneren Ketten und Seile haben bestimmt ihre Funktion in unserem Seelenleben, den es hindert mich wirklich nichts, anders zu handeln oder zu Leben, ausser ich selbst.
    Und, auch nur ich bin schuld, sonst keiner.

    Falls es dann doch nicht gelingen mögen, hat diese bestimmt seinen Grund.Denn nichts geschied Grundlos.Könnte ich mir vorstellen.

    Ist es manchmal auch nicht so, das man Angst hat einen Weg zu gehen,weil man es so von uns erwartet.

    Glaube, das wenn wir uns wirklich damit beschäftigen, was wir wirklich wollen, ohne die Ansprüche von Aussen mit einfliessen zulassen, dann wird es auch einen Weg geben.
    Nicht immer direkt, aber er kommt bestimmt.Und falls es mal länger dauern sollte, dann war es noch nicht Zeit dafür gewesen.

    Der Glaube an sich selbst…sprengt alle Ketten..des Lebens.

    Euch allen noch einen schönen Sonntag, hier in Kölle scheint dat Sönnchen, und ein gute Zeit…..

    Ulli

  • Wenn ich mir mein Leben genau betrachte, ist es nicht ein Seil; nein, es sind eher viele davon (da haben wohl viele versucht mich an die Kette zu legen ;-)). Und kaum habe ich mit Mut eines durchtrennt, fühle mich befreit und beweglich, merke ich, dass mich da noch was hält. Bin gespannt, wieviele es noch sein werden :-). Jedes einzelne ist wieder eine neue Herausforderung. Manche sind leicht zu durchtrennen, andere benötigen mehr Energieaufwand. Bin gespannt, wann ich endlich fliegen kann, wie der kleine Elefant Dumbo :-). Dafür lohnt es sich jedes Seil zu kappen.

    Dranbleiben,sich frei machen können, das wünsche ich allen, mit viel Sonne und Zuversicht…..

  • Wenn ich mir mein Leben genau betrachte, ist es nicht ein Seil; nein, es sind eher viele davon (da haben wohl viele versucht mich an die Kette zu legen ;-)). Und kaum habe ich mit Mut eines durchtrennt, fühle mich befreit und beweglich, merke ich, dass mich da noch was hält. Bin gespannt, wieviele es noch sein werden :-). Jedes einzelne ist wieder eine neue Herausforderung. Manche sind leicht zu durchtrennen, andere benötigen mehr Energieaufwand. Bin gespannt, wann ich endlich fliegen kann, wie der kleine Elefant Dumbo :-). Dafür lohnt es sich jedes Seil zu kappen.

    Dranbleiben,sich frei machen können, das wünsche ich allen, mit viel Sonne und Zuversicht…..

  • Hallo Werner,
    dein Beitrag zeigt „die andere Seite der Medaille“, man lebt nicht im luftleeren Raum, … meine Bewegung bewegt auch andere, oft unbeteiligte Menschen, auch z.B. Unfälle …, Zufälle,… ich war heute morgen im Gottesdienst als Mitgestalterin, gestern Abend in WÜ bei der „Nacht der offenen Kirchen“, … Salbe für die Seele …,
    wünsche Dir ähnliche Erfahrungen ….
    Grüße, Annette.

  • Liebe Claudia,

    wie sehr sich unsre Wege doch gleichen, nur das meine Freunde mir davon abraten mich selbstständig zu machen.
    Am liebsten würde ich gern mit Dir telefonieren, ich weiss jedoch nicht, ob und wie eine Kontaktaufnahme über dieses Forum möglich ist. Was sagt der Moderator? Ich bin bereit meine Telefonnummer weiter zu geben.
    Gruß Sabine

  • Einen schönen Sonntag
    an all die lieben Elefanten,

    Ich kann mich all den Reaktionen und der auslösenden Geschichte anschließen! Auch ich hab all die früh angelegten Zweifel in mir!

    Ähnlich wie bei „Werner“ habe ich nach der Trennung vor 5 Jahren bei 0 angefangen…musste ein Kind alleine durch die Pupertät und das Gymnasium bringen, dabei hart arbeiten um das zuvor gelebte Niveau einigermaßen zu halten!
    Hab alle 2 Jahre ein besseres Angebot angenommen, um so allmählich wieder Licht ins Dunkel zu bekommen! Was jedoch zur Folge hatte, dass mein eigenes Leben auf der Strecke blieb!
    Zuletzt hatte ich als GF eine 90 Std.-Woche…und als Dank vom Besitzer des Unternehmens dann während des ersten Urlaubs innerhalb 14 Monate die Kündigung (feige über das Personal) erhalten, weil dieser
    seiner neuen Freundin ( 30 Jahre jünger) m. Position und damit den von mir wieder aufgebauten Erfolg zu übertragen!

    Seither sitze ich arbeitslos und deprimiert neben dem Pflock mit dem Seil und spüre keine Kraft mehr, das Seil zu durchtrennen!
    Alle, die mich gut kennen, sagen ich solle mich selbständig machen, meine vielseitige Einsatzmöglichkeiten, meine Umsichtigkeit, mein Know how sowie meine Unabhänigkeit würde gerade danach schreien…..
    Aber ich traue es mir nicht zu und versteife regelrecht in m. Haltung!?
    Zum ersten Mal in m. Leben habe ich das Gefühl, dass einer mich an die Hand nehmen müsste, um mir wieder zeigt, welch schöne Wege ans Ziel führen könnten
    Mein Seil wird dicker….

    Liebe Grüße

  • Ja, ich verstehe das Bild mit den Elefanten und den Ketten. Es ist aber nicht so, dass dann alles gut wird, wenn man endlich den Mut hatte die Kette(n) zu sprengen. Meine „Sprengung“ ist jetzt 10 Jahre her: nach vielen Auf- und Ab’s in Beziehungen und Arbeit muß ich sagen, dass ich völlig erschöpft bin und mich nach einer sicheren Grenze zurücksehne, weil ich weiss, das ich dort hingehöre und ich dort gebraucht werde. Ein „Wir“ zu haben wie Werner sagt. Ich glaube zu verstehen was er meint. Gemeinsam ist man stärker, besonders wenn man zusammenhält und nicht alles von dem Anderen erwartet.
    Im Moment arbeite ich an dem hier angebotenen “ Berufsfindungskurs“ und das mit meinen 52 Jahren. Der Rückblick auf das Leben, die Fragen, nach den Fähigkeiten u. s. w. sind nicht einfach zu beantworten. Die Idee, der Mensch sei frei in seinen Entscheidungen und das Glück in den eigenen Händen, ist in der Menschheitsgeschichte ziemlich neu. Es hat alles seine Vor- und Nachteile. Dadurch das jeder seines Glückes Schmied ist, ist dann auch jeder Schuld am eigenen Unglück? Für mich als kleinen, normalen Menschen ohne besonderen, vermarktbaren Fähigkeiten, kommt es mir vor, es wäre es für meine Seele leichter zu ertragen, es wäre doch mehr vom Schicksal bestimmt.
    ich wünsche allen einen schönen Sonntag!
    Gruß sabine

  • Mein Bein wird nicht nur von EINEM Seil oder EINER Kette festgehalten.

    Erst vergangene Woche habe ich eins durchtrennt, es hat mir Ärger, sogar eine Drohung eingebracht. Ich bereue diesen Schritt trotzdem nicht. Aber irgendwie schlängeln sich immer wieder neue Seile an mich heran.

    Und ich weiß, dass ich immer wieder welche durchtrennen kann. Ich lasse mich nicht unterkriegen.

  • Dank eines Seminars in das ich zufällig reingestolpert bin lernte ich genau diesen Gedankengang (mit den Seilen im Hirn) schon vor 11 Jahren kennen.
    Dr. Manfred Winterheller benutzt diesen vergleich in seiner Start living Reihe.
    Seit damals ist mir bewusst dass meine Gedanken nur eine Wahrheit sind und es immer auch andere Möglichkeiten gibt.
    Seit damals hat sich Einiges in meinem Leben geändert und ich lebe sehr glücklich und ohne Angst vor Neuem.
    Ich kann jedem nur empfehlen seine Seile durchzuschneiden.

    Viel Spaß dabei
    Andi

  • Wie passend ..jetzt wo ich mich in der Lebensphase befinde etwas verändern zu müssen ..Ich schaffe es auch immer wieder Gründe zu finden mein Seil nicht durchzuschneiden…

    Nach einigen Überlegungen kenne ich die Gründe .. hauptsächlich finanzielle Gründe..

    Wie unterscheide ich denn jetzt zwischen wirklich echten Gründen oder meinen nur dagelegten Ausreden?

    Ich glaube ich habe Angst.. Angst zu versagen …

    Ich wünschte ich könnte mich lösen.. Ach vielleicht hilft mir ein gebet die richtige Lösung zu finden ?

  • SALVE!
    Es gibt immer 2 Möglichkeiten im Leben:
    a) das „Seil“ als ein unendlich dehnbares Gummiband nehmen, was dem Fessler die Illusion läßt der fesselnden Bindung und b)in der Zeit 1h vor der Fesselung zurückgehen, der Ursache und den anderen Beteiligten an der Fesselung in deren Veranbtwortung ihren eigen Weg weiter gehen zu lassen und ich mich ab diesem Zeitpunkt in eine andere Zeitachse bewege, die die ursprüngliche niemals mehr kreuzen wird.

    Wähl gut und richtig, übernehmt die Verantwortung für Euch – weiterhin einen lebenswerten Weg Sirius

  • Auch ich hänge an so einem Faden, ärgere mich ständig darüber, kann mich aber nicht losreissen. Bei mir ist der Faden, das Seil, die Kette, das Alter. Ich bin 65 Jahre, voller Energie und Einfällen, was ich noch alles anfangen und tun möchte und sogar auch wahrscheinlich könnte. Aber das Alter!! Rentiert es sich denn noch, etwas aus- und aufzubauen? Wieviele Jahre bleiben mir noch? Lohnt sich die Anstrengung? und weitere tausend Wenns und Abers. Es frustriert mich total, komme aber von der Kette nicht weg.
    Der Elefant heute hat mich jedoch wieder mal zum Nachdenken gebracht und ich bedanke mich ganz herzlich für diesen Anstoß. Ich werde versuchen, mal wieder an der Kette zu ziehen und vielleicht kann ich meine „Hemmnisse“ zwar nicht überwinden (geht beim Alter schlecht), aber zumindest hintanstellen.
    Einen schönen Sonntag und „packen wirs an“.

  • JA, das sind unsere BLOCKADEN und die sind manchmal/meist total unrealistisch. Andererseits … a bissl Vor-Sicht +
    a langsames TEMPO kann auch net wirklich schaden. A*

  • Ketten und Seile sind unsere Halter an die Pflöcke an denen wir angebunden sind. Ich stehe vor einer solchen Situation. Ich war 33 Jahre verheiratet. Eines morgens kam meine Frau zu mir und erklärte mir, dass sie eine neues Leben anfangen werde. Heute leben mein 17-jährigen Sohn und ich in einer Wohnung, weil ich alles aufgeben musste, damit wir das Trennen finanzieren konnten.

    Wer von uns hat nun die Kette auf wessen Kosten gesprengt?
    Warum hat es gerade mich getroffen?
    Was hat mir meine ex-Frau da angetan?
    Ist es sinnvoll, nach solchen Fragen zu fragen?

    Viele solche Fragen gehen einem durch den Kopf. Man könnte sich erdrücken lassen vor Selbstmitleid. Weil man glaubt, nur der andere ist schuld und ich habe in meinem Leben ja viel gearbeitet, für alles gesorgt und alles richtig gemacht. ALLES??? DAS ist die Frage.

    Heute nach einem halben Jahr schmerzt die Situation noch immer sehr. Ich habe eine Frau verloren, die ich von ganzem Herzen und mit jeder Faser meines Körpers geliebt habe und …noch immer liebe.

    Ich könnte jetzt so weitermachen und all die Gedanken in meinem Kopf niederschreiben, vielleicht würde das mir helfen. Ich kann aber auch anders denken, handeln und fühlen.

    ICH HABE MEINE FRAU VERLOREN UND EINE FREUNDIN GEWONNEN? Idiot, sagen sich vielleicht viele Leser. Das bleibt denen überlassen. Ich muss damit klarkommen. Heute weiss ich, dass es Illusion wäre, daran zu glauben, dass die „alte“ Situation wieder zurückkommt. Das Leben muss ich neu anpacken, die Ketten und Seile sprengen, die mich an die Vergangenheit erinnern und mir eine neue Zukunft aufbauen. Ich bin heute 57 Jahre alt und werde mir in 2-3 Jahre das aufgebaut haben, was ich heute gerne möchte. Eine Imbissbar in einem Kaufhaus.

    Heute arbeite ich in gehobener und sehr gut verdienender Position. Ich will das gar nicht mehr. Ich will die Ketten und Seile loswerden.

    Dafür arbeite ich in Zukunft. Ich werde mir eine neue Partnerin suchen, die mit mir den nächsten (nicht letzten) Lebensabschnitt gestalten und mit mir zusammen ein neuen Leben aufbaut.

    Ab dann werde ich nicht mehr sagen, meine Partnerin und ich, sondern ich werde sagen WIR. Ich werde das WIR-Gefühl anfangen zu leben. Standesdünkel über den Haufen werfen und darauf arbeiten, dass wir dann ein glückliches Leben haben werden. Heute muss ich nicht mehr ins teuerste Kaufhaus gehen um mir Kleider zu kaufen. Es geht ohne Probleme ein paar Stufen kleiner auch.

    Nach dem ich das jetzt geschrieben habe, habe ich wieder einen kleinen Stein meiner Herzenslast abgegeben. Mein Herz muss frei sein für die Zukunft, egal was die Vergangenheit war.

    Einen schönen Sonntag wünsche ich allen, die das gelesen haben und damit was anfangen können.

  • Ich bin davon überzeugt das jeder von uns in irgendeiner Form durch so ein Bändchen in seinem Leben festgehalten wird und eine Kraft auf uns ausübt die den einzelnen, uns lähmt in seinem Handeln & Tun zu der jeweiligen Situation. Zu meiner Schande darf ich gestehen auch mich, – Und so durfte ich erkennen das die Geschichte vom doofen Elefanten nicht doof ist, sondern sehr viel Wahrheit im Inhalt trägt. Danke eine sehr gute Anregung, – Mfg Lyn

  • Ich bin nicht der Meinung das der Elefant „doof“ ist.
    Da es keine „doofen“ Elefanten gibt. Wenn es „doofe“ Elefanten gibt, dann sind sie von den Menschen so erschaffen wurden. Ein Elefant ist von Natur aus ein hochintelligentes und schlaues Tier. Sein ärgster Feind ist nicht der Mensch,sondern die Maus.
    Eine Maus kann einen Elefanten umbringen, in dem sie die Fußsohle eines Elefanten anknabbert. Heilt dies nicht, kommt da der Brand hinein….stirbt der Elefant längerfristig gesehen, erbärmlich, elendig, grausam und jämmerlich Stück für Stück.
    Der Elefant ist für mich weiterhin nicht „doof“, da er nur vortäuscht – mit dem Seil am Bein – dass er für andere „doof“ ist. (Sein allergrößtes Ziel ist die Freiheitund die Freiheit anderer Elefanten) Dies für die anderen ehe eine Schwäche ist und als Schwäche aussieht. Elefanten sind intelligent und haben ein sehr gutes Er-Innerungs,- vermögen,- und Langszeitgedächtnis. Ähnlich wie ein Orka-Wal.
    Ist die Zeit gekommen. wird sich der Elefant daran er-innern, dasss er einmal in Freiheit geboren wurde, als freier Elefant. Dass er nicht schwach , klein, hilflos, ohnmächtig ist, dass er und seine anderen Elefanten die Freiheit lieben und von Natur aus friedliebende, gewaltlose und gewaltfreie Tiere sind. Sich dann an seine Kräfte und Fähigkeiten zurücker-innern. Dann zerreist er mühelos, ganz einfach und auf einfache Art und Weise, ohne sich anszustrengen, ohne großen Kraftaufwand, ohne groß nachzudenken….das Seil und rennt zurück in die Freiheit,
    in die Wildnis, da, wo er einst frei geboren worden ist.
    Verliebt sich dann neu in eine Elefantenfrau . Ist unser oben genannter „doofer“ Elefant eine Frau,dann verliebt sie sich in einen Elefantenmann. Die bekommen (vielleicht) dann noch Kinder, heiraten und leben dann glücklich , harmonisch, friedlich und frei…. zusammen mit anderen Elefanten und ihren Kindern in einer Großfamilie und als Großfamilie bis an ihr Lebensende.

  • Ich war jahrelang ebenfalls ein dummer Elefant. Ich habe an einer Ehe festgehalten, obwohl keine Liebe mehr da war, stattdessem sogar Widerwillen. Aber wir hatten viel Verantwortung, auch finanzielle, der Familie gegenüber. Trotzdem habe ich vor drei Jahren den Schritt in mein eigenes Leben gewagt, habe auf alles verzichtet, weil ich glaubte, sonst zu ersticken. Seitdem bin ich glücklicher als jemals zuvor, abgesehen von einem schlechten Gewissen, das hin und wieder nochmal aufflackert. Aber ich bin guten Mutes, dass sich auch das mit der Zeit legt. Man hat ja eigentlich nur Verantwortung sich selbst gegenüber, und da habe ich ein absolut reines Gewissen.

  • Den Mut etwas zu (ver,-)ändern habe ich schon immer. Seit 1990 erhalte ich von den Agenturen für Arbeiten (erst war es in Chemnitz, jetzt in Dresden) ärztliche Falschgutachten von den Amtsärzten.
    2004 und 2005 erhielt ich die letzten in Dresden. Da die Arbeitsvermittlerin mich angeblich beruflich nicht einordnen konnte, wurde ich unter Druck gesetzt, zum Amtsarzt zu gehen.mit wurden die Sozialleistungen einbehalten…ich wurde unter Druck gesetzt, die Ärzte, bei denen ich seit 1990 einmal war, diese von der Schweigepflicht zu entbinden…
    Ich bekam von der Amtsärztin „2“ Gutachten erstellt, diese besagen (ich sags mit meinen Worten kurz), dass ich verrückt sei, nicht arbeitsfähig, arbeitstauglich….
    Ich wurde gewzungen mich zum Nervenarzt zu begeben, mich krank schreiben zu lassen und mich in eine geschlossene Anstalt zu begeben. In der Anstalt war es furchtbar, grausam, unmenschlich.
    Das Gutachten von märz 2005 wurde vom Sozialgericht Dresden als nichtig erklärt. Und gegen das Gutachten von 2004 ist ein Verfahren am europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anhängig. Doch dies alles interessiert die ARGE Dresden nicht. Die haben jetzt vor, ein 3. Gutachten über mich wieder zu erstellen.
    Sollten und wenn die dies nun wieder vorhaben und auch machen, werde ich mich dann wieder wehren. Ich werde diesesmal keins erstellen mehr lassen über mich.
    Die Akten werden überall, ob in den Krankenhäusern…..30 Jahre bisher aufgehoben werden und ich somit schlimmer dann behandelt werde als ein(e) Gewalt,- oder SexualverbrecherIn,diese für Ihre Taten „Lebenslang – lebenslänglich“ erhalten haben. Denn das befähigt alle Beteiligten , mich 30 Jahre lang jedesmal von neuem immer und immer wieder – als „verrückt“ zu erklären. Aufgrund ihrer erstellten Gutachten, erstellten Diagnosen..(und da habe ich seit 1990 schon die gesamten Fachbuchdiagnosen erhalten die darin stehen von zig ÄrztInnen). Es gab bisher keinen/keine die ein für mich positives Gutachten je erstellt hat. Alle, (auch Gutachter vom Rententräger wo ich hingeschickt wurde …..) haben sich Ihren VorgängerInnen angeschlossen. Somit ich, kläre ich diese Angelegenheit für mich jetzt nicht, lebenslänglich zum einen „vorbestraft“ und zum anderen „bestraft“ bin und werde
    in dieser Gesellschaft. Die o.g. Behörden, Ärzte…die Macht besitzen und die Willkür die sie von diesen Staat erhalten haben, einsetzen und es denen ermöglicht, immer , wenn sie es wollen und für richtig halten, die erstellten Gutachten seit 1990 ins „Spiel“ bringen, ich gar keine Chance je erhalte. Da ich aber nicht wegrenne, habe ich mir jetzt vorgenommen, wieder und weiter dagegen mich zu wehren. Ich habe die Löschung der Daten (überall bei den betreffenden, jeweiligen o.g. Behörden, Krankenhäsuern… beantragt). Dann habe ich mich auch schon an die Öffentlichkeit gewandt, u,.a.im Radio – in einem Interview darüber offen gesprochen und wenn es sein muss, werde ich vor Gericht dann eben wieder hier in Dresden…die Sache zu Ende klären. Die schmerzlichen Erfahrungen die ich damals machte, habe ich jetzt nicht mehr. Da ich jetzt auch vieles für mich erkannt habe und besser umgehen kann mit den Situationen und auch gelernt habe, besser mit meinen eigenen Gefühlen umzugehen, mit schmerzlichen Erlebnissen. Dank des Selbst-Lern-Coachingprogrammes auch.
    Ich bin auch an den ganzen /schmerzlichen) Erlwbnissen gereift und gewachsen. Ich erkläre niemanden für schuldig daran, ich empfinde auch keine wut, keinen Zorn..oder Hass, da ich gelernt habe, damit auch positiv umzugehen, mit negativen Gefühlen. Ich sehe die vergangenen gemachten, schmerzhaften Erlebnisse, (diese man zwar nicht unbedingt alle machen muss), als Reichtum und Bereicherung meines bisherigen Lebens an. Hätte es dies alles nicht gegeben, wäre ich nicht jetzt da, wo ich jetzt bin und stehe, mit meinen eigenen Erfahrungen auch.
    Der Mut zur Veränderung und Änderung wird immer in mir sein und auch bleiben. Und wehren, muss es sein, tue ich mich auch weiterhin, denn, dann, um das Seil, das der Elefant am Bein hängen hat, zu zereissen. Da ich weiß und auch daran glaube ganz fest, dass es möglich und auch machbar ist, das Seil am Bein, dass der Elefant und auch viele Menschen tragen, haben, zu zerreissen, zu sprengen. die Kraft und Stärke trägt und hat jeder/e, so auch ich, in sich.
    Und dann somit auch einen NEUANFANG in meinen Leben zu wagen, anzutreten und zu beginnen.

  • Ich kann nur sagen, ich habe diesen Seidenfaden abgerissen. Denn in Wahrheit ist es nur ein ganz dünner Faden. Trotzdem arbeitete ich hart an mir, als wäre es noch diese dicke Kette an meinem Bein. Ich habe mir auch diese Bilder geholt und immer gesagt, ich kann es, ich kann den Faden abreissen. ich bin Herr über mein Leben und niemand hängt mich mehr an. Und die, die es versuchen, die haben in meinem Leben keinen Platz mehr. Das waren all die Menschen, die einem glauben lassen, dass man dies und das nicht schafft. Blödsinn, alles geht. Das hat sogar meine Oma schon immer gesagt mit dem einen Satz: „wenn Du willst, schaffst du alles!“ Und es geht. Probiert es aus, all ihr Zweifler, es lohnt sich. Der Preis ist Euer Einsatz und Mut, der Gewinn ist innere Freiheit und endlich das zu leben, was Euer Auftrag ist, was Eure Wünsche sind. Wünsche sind dazu da, gelebt und umgesetzt zu werden. Also macht Euch auf den Weg! Und verändert Euer Leben.

  • Einmal mehr herzlichen Dank für Ihre Inspiration.

    Gruss aus der Schweiz.

    Mylène Alt

  • Ich weiß, dass ich auch so ein „dummer Elefant“-Problem habe. Es ist seit Jahren festgefahren und ich habe es von frühester Kindheit an gelernt. Als kleines Kind war es für mich nicht anders lösbar. Heute stehen mir andere Wege offen. Ich würde sie auch gerne gehen. Schrecke jedoch noch davor zurück.

    Jetzt stehe ich da und weiß, dass ich mich eigentlich nur Bindfäden halten. Den Mut etwas zu ändern, habe ich bisher allerdings noch nicht gefunden. Allerdings scheuern die imaginären Ketten so sehr, dass ich einen kurzen Ruck und vielleicht einen stechenden Schmerz dieser Dauersituation vorziehe. Ich weiß, dass ich diesen Schritt machen muss. Und ich werde ihn auch machen – auch wenn ich allen Mut zusammen nehmen muss…

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