Wieso es normal ist, wenn du dir unsicher bist

Ich bewundere ja wirklich Menschen, die einfach handeln, ohne sich vorher zu viele Gedanken über mögliche Konsequenzen zu machen. Menschen, die sich sagen: „Ich probiere das jetzt einfach mal aus“, ohne sich dabei von möglichen Risiken ausbremsen zu lassen.

Das klingt jetzt auf den ersten Blick vielleicht ein bisschen töricht … Aber ich glaube, dass etwas mehr Handeln und weniger Nachdenken manchmal in unserem Leben wirklich sehr hilfreich sein kann.

Weil viele Dinge im Leben einfach totdiskutiert werden. Sei es in der Diskussion mit anderen oder in der Diskussion in deinem eigenen Kopf. Und weil wir manchmal einfach eine Idee so lange abwägen, bis sie dann komplett ihren Esprit verloren hat.

Warum es gut ist, manchmal nicht so viel zu denken

Ich glaube, die Welt wäre vielleicht ein besserer Ort, wenn wir uns öfter mal auf unsere spontanen Ideen einlassen würden. Wenn wir öfter die Hebamme für unsere Ideen spielen würden als immerzu den Scharfrichter.

Weil viele unserer spontanen Ideen genau das zum Ausdruck bringen, was uns ganz tief drinnen ausmacht. Weil Ideen, die wir weiterverfolgen, uns oft an spannende Orte bringen, die wir nie erreicht hätten, wenn wir zu lange drüber nachgedacht hätten.

Achtung, versteh mich bitte nicht falsch: Ich meine mit „weniger Nachdenken“ jetzt nicht, dass du dem Falschparker auf deinem Parkplatz einfach „ganz spontan“ mal Zucker in den Autotank schütten solltest … Auch wenn du zufälligerweise gerade darüber fantasiert hattest – diese Form des „weniger Nachdenkens“ meine ich damit nicht.

Denn natürlich sollten wir uns über die möglichen Konsequenzen unseres Handelns für uns und andere im Klaren sein.

Es reicht aber meistens schon, kurz darüber nachzudenken, also nur eine halbe Minute lang den Grips anzuschalten und mich zu fragen, ob ich mir selbst oder einem anderen mit meinem Handeln Schaden zufüge. Viel mehr nachdenken muss man doch eigentlich gar nicht …

Oder?

Weshalb wir am Ende dann doch lieber noch mal drüber nachdenken

Es wäre natürlich zu schön, wenn das immer so einfach wäre … Aber in der Realität ist es das in vielen Fällen natürlich nicht. Es kommt auf die Situation an.

Egal ob du ein neues Rezept ausprobierst, dir die Haare färbst, deinen Job wechselst oder dich fragst, wie es mit deiner Partnerschaft weitergeht. Wenn du Entscheidungen treffen und handeln musst, sind damit natürlich immer auch Risiken verbunden.

Und generell kann man sagen: Je komplexer die Entscheidung, desto mehr Risiken sind damit verbunden, die du niemals voll und ganz absehen kannst.

Du kannst deine Probleme lösen.

Aus eigener Kraft. Ohne Coach und Therapeut. Wie das geht, lernst du im Selbstcoaching-Programm.

Deshalb wirst du auch immer genug Gründe finden, die total gegen etwas sprechen, wenn du nur lang genug darüber nachdenkst. Weil jede Entscheidung und jedes Handeln immer auch ein Risiko in sich birgt.

Hättest du das getan?

Genau deswegen bewundere ich Menschen, die Dinge einfach trotzdem tun können, ohne unangemessen viel darüber nachzudenken. Weil sie sich von ihren Zweifeln nicht aufhalten lassen, sondern es einfach ausprobieren.

Menschen, die sich beispielsweise tatsächlich trauen, sich mit einer Idee für neuartige Fischköder selbständig zu machen (und damit dann auch noch erfolgreich sind!). Oder Menschen, die sich ihren langgehegten Traum erfüllen und in einem Wohnwagen mitten in der Natur leben.

Es ist eine tolle Eigenschaft, wenn jemand diesen Mut hat, Dinge einfach auszuprobieren. Eine Eigenschaft, von der ich mir manchmal gern eine Scheibe mehr abschneiden würde.

Eine Erkenntnis fürs Leben

Denn Menschen, die so denken und handeln, haben in meinen Augen etwas wirklich sehr Wesentliches begriffen: Das Leben ist voller Unsicherheit. Zu leben heißt, diese Unsicherheit auszuhalten und trotzdem zu handeln.

Nicht vorher zu wissen, was passieren wird. Nicht vorher zu wissen, ob etwas klappt. Nicht vorher zu wissen, ob das die richtige Entscheidung war … Es nicht zu wissen – genau das ist es, was Leben ausmacht.

Und diese Menschen haben gelernt, sich mit der Ungewissheit anzufreunden.

Oder wie Hans Kruppa so schön schrieb:

„Gewiss ist nur die Ungewissheit,
verlässlich alleine der Wandel.

Das Leben weiß es besser als wir –
es sei denn, wir sind eins mit ihm.“

Wie ist es mit dir und der Ungewissheit?

Kämpfst du noch mit ihr, oder habt ihr euch schon angefreundet?

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Kommentare

  • Ich denke, es gibt einen Unterschied zwischen Spontanität und Lebensunsicherheit.

    Und für die Unsicherheit ist es nicht wirklich hilfreich, einfach mal mehr zu handeln und weniger nachzudenken. Die Unsicherheit kommt bei mir daher, dass es keine Erfahrungen der Selbstwirksamkeit gibt, sondern dass einfach alles in eine Art nicht mehr kontrollierbare Katastrophe führt.

  • Danke für den Beitrag; gut für mich, da ich leider oft meine Ideen „totdenke“. Eigentlich müsste ich da nur an die Gelegenheiten denken, wo ich mal aus dem Bauchgefühl heraus gehandelt habe und dann Erfolg hatte, weil wie oben so schön im Artikel gesagt wurde, „… Ideen, die wir weiterverfolgen, uns oft an spannende Orte bringen, die wir nie erreicht hätten, wenn wir zu lange drüber nachgedacht hätten.“….

  • Ich bin ein sehr spontan und probiere vieles aus. Lehren ziehe ich danach und versuche es anders zu machen.

  • Spontan sein, ist gut, „belebt das Leben“ … WENN ES dort geschieht, wo man ausschließlich für sich und sein Handeln selbst verantwortlich ist und auch für die Folgen bleibt.

    Ansonsten bringen mich diese Typen, die unbedarft und fröhlich durchs Leben schweben auf die Palme. Überlassen sie doch einfach den Vor- und Währenddessen- und Nach-Denkern diesen unangenehmen Teil und genießen lieber.
    Irgendjemand wird’s schon irgendwie wieder richten. Und sie haben hundertprozentig recht damit. Irgendein Idiot holt immer die Kohlen aus dem Feuer.

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