Trotz Angst mental stark bleiben? Versuche es mal mit einem Mantra

Mantra gegen die Angst

Hechelnd schleppte ich mich die Treppe zur Tür hinauf. Mein Herz raste. Mein Mund war total trocken. Ich war am Schwitzen und meine Hände waren eiskalt. Oben angekommen, musste ich ein paar Mal nach Luft schnappen. Und schuld daran waren nicht die vielen Stufen …

Ich war ein erwachsener Mann, fühlte mich gerade aber wie ein kleiner Junge, der jetzt nur eins will: Weglaufen!

Die Situation, in der ich mich gerade befand, war mir sehr, sehr unangenehm. Ich hatte das Gefühl, in die Höhle eines Löwen zu müssen. Denn ich stand unmittelbar vor einem ernsthaften Konfliktgespräch. Ich musste etwas ansprechen, wovor ich mich am liebsten gedrückt hätte. Es fiel mir wirklich schwer und ich hatte Angst. Ich wusste aber auch: Es gab keine andere Lösung. Klare Worte sind manchmal eben unerlässlich.

Ich nahm all meinen Mut zusammen und betrat die Höhle des Löwen. Ich habe dieses Gespräch „überlebt“. Und die andere Person war im Nachhinein ebenfalls froh über meine Offenheit. Auch wenn also alles gut gelaufen ist, hat mich diese Erfahrung im Nachhinein noch länger beschäftigt: Wie konnte es sein, dass ich mich als erwachsener Mann plötzlich so wie ein kleines, ängstliches Kind gefühlt habe? Das war für mich eine ziemlich eigenartige Erfahrung.

In dem Moment, als ich vor dieser Tür stand, hätte mir gewünscht, dass jetzt jemand neben mir steht und mir den Rücken stärkt. Jemand, der mir beständig gut zuredet und mir sagt, dass alles gut wird. Jemand, der mir hinterher auf die Schulter klopft und sagt: „Das war wirklich mutig von dir! Hast du gut gemacht.“

Aber als ich vor dieser Tür stand, da war niemand, der mir in dem Moment den Rücken stärken konnte. Da war ich ganz alleine.

So mit seiner eigenen Angst konfrontiert zu werden, das war für mich eine unbequeme Erfahrung. Und ich weiß noch, wie ich mich im Nachhinein gefragt habe:

  • Wie geht man mit solch unangenehmen Momenten eigentlich gut um?
  • Wie kann ich dafür sorgen, dass ich mich in so einer Situation nicht mehr wie ein kleiner Junge fühle, der am liebsten weglaufen würde?
  • Was kann ich für mich konkret tun, um solche Situationen beim nächsten Mal besser zu überstehen?

Wie ein Krieger seiner Angst begegnet

Diese Situation liegt nun schon eine ganze Weile zurück und ich verlor die Fragen aus den Augen. Bis ich dann vor einiger Zeit auf ein Interview mit Eric Greitens stieß.

Eric Greitens war mal Soldat in einer Eliteeinheit. Und dort musste er sehr, sehr viele brenzlige Situationen meistern. Beängstigende Situationen, in denen es z. T. um Leben oder Tod ging. Er ist also ein Experte für den Umgang mit angsteinflößenden Situationen. Über seine Erfahrungen hat er ein Buch geschrieben. Ein Buch, in dem es um „Resilienz“ geht, also um psychologische Widerstandsfähigkeit. Eine für ihn überlebenswichtige Eigenschaft.

Ich hörte mir also dieses Interview mit Eric Greitens zum Thema Resilienz an und dann erzählte er etwas, das mich total überraschte: Er sagte, dass er sich in Situationen, in denen es so richtig schwierig oder auch körperlich schmerzhaft wurde, immer auf sein persönliches Mantra besonnen hat.

Kurz zur Erklärung: Ein Mantra, das ist ein Vers oder ein Wort, das im Hinduismus und im Buddhismus während eines Gebets oder einer Meditation genutzt wird, um den Geist konzentriert zu halten. Das Mantra wird dabei entweder in Gedanken gesprochen, geflüstert oder gesungen. Im westlichen Kulturkreis kommt man mit Mantras zumeist über Yoga oder Meditation in Kontakt. Ein sehr bekanntes Beispiel für ein Mantra ist die Silbe „Om“ (gesprochen Aum).

Zurück zum Interview: Da sitzt also dieser Ex-Elitesoldat und erzählt plötzlich etwas von Mantras … Das passte erstmal irgendwie nicht zusammen und hat mich gleichzeitig ziemlich neugierig gemacht.

Gute Entscheidung = Gutes Leben

Eine gute Entscheidung ist eine Wahl, die du hinterher nicht bereuen musst. Mit Herz und Verstand. Systematisch. Alles Wichtige berücksichtigen. Deine Entscheidung in 7 Tagen.

Eric Greitens erzählte dann weiter, dass seine persönlichen Mantras ihm dabei geholfen haben, in schwierigen Momenten durchzuhalten. Dass er sich selbst damit immer gut zugeredet hat und so auch in den schwersten Momenten mental stark geblieben ist.

Das Besondere an diesen persönlichen Mantras ist: Sie sind ganz kurz, also nur 2 bis 3 Worte lang. Ein Beispiel für ein persönliches Mantra von Eric Greitens ist „Stay tough“, also „Bleib stark“.

Die Vorteile eines persönlichen Mantras 

Eric Greitens hat also seine eigenen Mantras entwickelt und daraus für sich eine kurze positive Affirmation gemacht. Affirmationen sind nachgewiesenermaßen eine sehr wirksame Form des Mentaltrainings. Insbesondere in Stresssituationen können sie uns dabei helfen, unsere Leistungsfähigkeit zu steigern und Probleme schneller und besser zu lösen. Dies ist also gerade in Momenten, in denen wir unter Druck stehen, eine außerordentlich hilfreiche Methode.

Die Kürze des Mantras macht es mir dabei viel einfacher, mich im Alltag an eine bestimmte Idee oder einen Grundsatz zu erinnern. Und das ist ein unschlagbarer Vorteil, wenn es darum geht, eine bestimmte Idee in der Praxis auch wirklich anzuwenden.

So habe ich es für mich angewendet

Diese Idee eines persönlichen Mantras fand ich so interessant, dass ich sie dann für mich direkt aufgegriffen habe. Denn ich habe mich an die obige Situation erinnert, als ich ängstlich vor der Tür stand und mir gewünscht hätte, dass jetzt jemand neben mir steht, der mir gut zuredet.

Ich hatte mich ja gefragt, was ich das nächste Mal konkret in so einer Situation tun könnte. Und ich hatte das Gefühl, dass so ein persönliches Mantra auch mir eine wichtige mentale Stütze sein könnte. Damit ich aufregende und muterfordernde Situationen in Zukunft besser durchstehen kann.

Also habe ich mir für mich selbst auch zwei persönliche Mantras ausgedacht. Mantras, die mich ganz persönlich emotional ansprechen und mir innere Ruhe und Zuversicht schenken. Das können für jeden von uns ja ganz andere Worte sein und deshalb ist es auch wichtig, dass jeder seine Mantras selbst entwickelt. Man muss es einfach eine Weile lang ausprobieren.

Aber mir nur eigene Mantras auszudenken, das war mir an der Stelle noch nicht genug. So wäre das erstmal nur noch eine neue Idee auf dem Papier.

Den Körper mit einbinden

Ich bin für mich inzwischen dahintergekommen, dass Veränderung bei mir immer auch einen körperlichen Aspekt hat. Wenn ich mich zum Beispiel besser konzentrieren will, dann hilft es mir, mich auf meine Atmung zu fokussieren. Wenn ich nachdenken muss oder etwas verarbeiten will, da hilft es mir, laufen zu gehen. Dinge ganz konkret körperlich zu tun, das hilft mir im Kopf immer weiter.

Unter diesem Aspekt habe ich darüber nachgedacht, wie ich meine persönlichen Mantras noch wirkungsvoller in meinen Alltag einbringen könnte. So, dass es nicht nur bei der abstrakten Idee bleibt.

Die Lösung lag ganz nahe: eine Gebetskette. Die Buddhisten und Hindus verwenden sie zum Zählen der Mantras. Und auch im Christentum kennt man ja den Rosenkranz.

Ich habe mir also eine sogenannte Mala-Kette gekauft und sie um mein Handgelenk gewickelt. Ich gebe zu, es sieht nicht besonders toll aus … Der netteste Spruch, den ich mir von meinen Freunden anhören durfte, war: „Was ist denn das für eine Choco-Pops-Kette? Für den kleinen Hunger zwischendurch …?“ Aber für mich ist es ein spannendes Experiment und dafür nehme ich solche Sprüche sehr gern in Kauf ;-)

Für jemanden, der sich solche Sprüche ersparen möchte, ist eine andere Art von Armband vielleicht passender. Es gibt ja Perlenarmbänder in den unterschiedlichsten Versionen. Und jedes Perlenarmband erfüllt die Funktion ebenso wirkungsvoll wie meine Choco-Pop-Kette.

Ich nutze die Kette immer, wenn ich mal irgendwo warten muss oder sonst nichts Besseres zu tun habe, um mir meine persönlichen Mantras vorzusagen und sie einzuüben. Dazu berühre ich eine einzelne Perle an meiner Kette und spreche in Gedanken mein Mantra dazu. Dann gehe ich weiter zur nächsten Perle und wiederhole dieses Vorgehen immer und immer wieder. Dass ich dabei etwas zum Anfassen habe, hilft mir dabei, mich voll auf das Mantra zu konzentrieren. Und ich habe das Gefühl, dadurch dringt es auch tiefer in mein Bewusstsein ein. So übe ich meine persönlichen Mantras im Alltag ein und habe sie dann in dem Moment, wo ich sie wirklich brauche, auch sofort verfügbar.

Was hat es gebracht?

Nachdem ich einen Durchgang mit 108 Perlen der Gebetskette durchgesprochen habe, fühle ich mich hinterher immer ein wenig ruhiger und zuversichtlicher. Das ist aber natürlich nur mein subjektiver Eindruck. Deswegen kann ich nur empfehlen, es mal selbst auszuprobieren.

Sich solche persönlichen Mantras vorzusprechen, das ist ein Trick, der ziemlich einfach umzusetzen ist. Dabei sind zwei Punkte wichtig.

  • Du brauchst ein eigenes Mantra, das mit wenigen Worten auskommt. 
  • Wichtig dabei: Das Mantra muss Bilder in deinem Kopf hervorrufen und dich emotional ansprechen. Wenn du dein Mantra sprichst, muss es gefühlsmäßig etwas bei dir bewirken.

Das sind die beiden Kernpunkte.

Je nachdem, wofür du diesen Trick einsetzen möchtest, können die Mantras ganz unterschiedlich ausfallen. So könnte ein Mantra beispielsweise lauten:

  • „Ruhe und Gelassenheit“,
  • „Bleib jetzt stark“ oder
  • „Erinnere deine Gründe“.

Aber am effektivsten ist es, wie gesagt, wenn du dir dein Mantra selbst ausdenkst.

Als ich damals vor dieser Tür stand, hätte ich mir ja gewünscht, dass jemand neben mir steht und mir gut zuredet. Das tue ich jetzt selbst, mit diesen persönlichen Mantras. Sie sind meine neue mentale Stütze für die Momente, wo es mal schwierig wird. Für mich sind Mantra plus Gebetskette gerade genau das Puzzlestück, was mir noch gefehlt hat. Eine Methode, die mir ganz konkret in dem Moment hilft, wenn ich es brauche.

Solche Momente wie dieses Konfliktgespräch fallen mir sicherlich nicht leicht. Davon bin ich weit entfernt. Aber ich habe jetzt etwas konkret an der Hand, das mir in solchen Momenten hilft. Und so gehe ich da mit einem ganz anderen Gefühl hinein. Eben ruhiger und zuversichtlicher. Und das ist doch schon mal ein sehr guter Anfang.

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Kommentare

  • Ein sehr schönes Buch dazu.. Feel the fear and do it anyway.. Auch als Mantra zu gebrauchen :-)

  • In einer sehr schwierigen Zeit haben mir folgende Sätze sehr geholfen, die ich mir mehrfach am Tag in Gedanken sagte:
    Ich bin froh.
    Ich bin frei.
    Ich bin stark.
    Ich liebe mich.
    Die Idee fand ich damals in einer Tages-Zeitung, an den Artikel erinnere ich mich nicht mehr, aber an das Bild: Es war ein Baum mir vielen Ästen und diese vier Sätze standen immer wieder auf den Ästen. BIs heute hab ich dieses Bild nicht vergessen, und die Sätze natürlich auch nicht!

  • Hallo Paulina, es ist nicht überheblich was Du sagst, ganz im Gegenteil, jeder muß ja allein durch seine Probleme und bei jedem stellt es sich anders da! Was für einem schlimm ist ,ist für den anderen keine große Angelegenheit! Ich habe ja nach unserem Umzug in die alte Heimat ausgeatmet, das war es ja gerade, da habe ich gemerkt, wie mich die Jahr e geschlaucht haben im Dauerstress! Ich bin eigentlich vom Typ her sehr selbstbewußt und stark , aber auch diese Menschen, in dem Fall ich, kommen an Grenzen! Ich bin viel in die Natur gegangen, habe Orte aufgesucht, die ich von früher kannte in Berlin, nach 24 Jahren hat sich viel geändert und ich suchte vergebens, bis auf weniges , Vertrautheit! Ich hatte Freundschaften , alle über 30 Jahre, unsere Situation erklärt, aber jeder hatte sich anders entwickelt, anders gelebt und ich fand kein Verständnis, dadurch gingen Freundschaften kaputt, weil sie nicht einmal sagen konnten, ihr habt viel erlebt, ward lange weg, ihr müßt ersteinmal ankommen, Luft holen, eingewöhnen etc. – wenn Ihr Hilfe braucht, meldet Euch, auch wenn ihr Lust auf ein Gespräch habt………….dieses Verständnis hätte ich mir gewünscht und wurde bitter enttäuscht! Ich habe angefangen wieder mehr Musik zu hören und Gedichte zu lesen, das bringt Ruhe und auf meine innere Stimme zu hören, oft besser , als auf den Verstand!! Ich danke Dir, liebe Pauline für Deine Worte und das Du es verstanden hast, wozu meine Freunde nicht fähig waren! Auch ich wünsche alles Gute für Dein Leben, Gruß Heidi

  • Liebe Marita,
    ich habe einfach Angst um mein Leben wegen meiner Krankheit. Und ich habe beschlossen, die Krankheit als eine Chance wahrzunehmen, mein ganzes Gedankengebäude zu ändern (das in meinem bisherigen Leben negativ war). Ich habe noch nie so viel und herzlich gelacht, seitdem ich weiß, wie wertvoll mein Leben ist und jeder Moment, den ich leben d a r f ! Ich begreife mich nun als ein schöpferisches Wesen, das es in der Hand hat, auf Situationen zu reagieren, wie ich möchte. Und die Freiheit zu haben, auf negative Situationen reagieren zu können, wie man möchte, ist toll! Nur ein Beispiel: Ich habe die Hausarbeit mehr unter den Kindern verteilt, da ich nicht mehr so viel Kraft und Lust dazu habe (ich arbeite auch noch). Ohne wütend oder ärgerlich zu werden, wenn etwas nicht gemacht wird, bestehe ich sozusagen mit „sanftem Druck“ darauf; seither klappt es viel besser. Zu den Mantras: Ich habe immer verschiedene, so wie Du auch, je nach Situation. Zur Zeit heißt mein´s: „Alles wird gut…“
    Ganz viele liebe Grüße, alles Gute für Dich und Deine Situation (leider finde ich den „Antworten“-Button nicht, vielleicht kann man Kontakt über die „zeitzuleben“-Seite aufnehmen).
    Claudia

    • Mathias Rudolph
      Mathias Rudolph schreibt am 15. September 2015

      Hallo Claudia,

      direkt oben neben dem Namen des Kommentar-Autors steht ein Feld namens „Antworten“ ;-)

      Herzliche Grüße und alles Gute für dich!

      Mathias

    • marita schreibt am 15. September 2015

      Hallo Claudia, danke , daß Du nochmals geschrieben hast! Es tut mir leid, daß Du krank bist und ich wünsche Dir alles Gute , ich kenne das von mir selber, wo ich noch in Bayern lebte, bekam ich jedes Jahr eine neue Krankheit, weil durch das sagen- ich muß hier leben und kann noch nicht weg – hat dann nur noch mein Körper reagiert und mir Warnsignale gesendet, erst bekam ich Bluthochdruck — ich halte den Druck des Lebens nicht mehr aus, dann bekam ich allergisches Asthma — ich bekomme hier keine Luft mehr, dann kam Diabetes dazu — mir fehlt die Süße des Lebens / Unterhaltung und soziale Kontakte, denn die fehlten uns in der kleinen Gemeinde in der wir lebten, wir sind eben Berliner/Städter und das kann man nicht einfach abstellen! Ich habe auch gelesen, Krankheit als Weg, da wird einem vieles klar! Dies wünsche ich Dir auch! “ Alles wird gut “ das habe ich noch nicht genommen und danke Dir dafür, ich probiere es und wünsche Dir das Gleiche! Gruß Marita P.s. siehe auch, was ich Pauline geschrieben habe………..

  • Bereits aus der Bibel bekannt:
    Der Schwache spreche: Ich bin stark! Joel 4,10
    Deshalb Jesus Sirach 30,21-23:
    Quäl dich nicht mit nutzlosem Grübeln! …sprich dir Mut zu…

  • Danke Matthias. Praktiziere es selbst. Seit kurzer Zeit wieder mit einer Gebetskette. Kann es nur weiter empfehlen. Es hilft wirklich.

  • Der Artikel spricht mich sehr an…….wir haben 24 Jahre in Bayern gelebt, die letzten 6 Jahre waren eine bittere Zeit, wenn man eigentlich wieder nach Hause möchte und noch nicht kann!! Ich habe nur die letzten Jahre, die es noch dauerte, mir Gebetsmühlenartig gesagt, “ Wo die Angst ist geht es lang “ das half 2 Jahre, dann “ Ich will, ich kann , ich werde “ , ob das Mantras in dem Sinne sind , glaube ich nicht mehr so, weil das machen und durchhalten im Vordergrund standen und nicht ein Bild dazu! Wenn ich mir letzteren Spruch bei jeder Gelegenheit ,an die 10x gesprochen hatte, bekam ich wieder Kraft! Also war es ok so, als wir dann aber in unserer Heimat waren, brach ich zusammen, denn ich hatte ausgeatmet und das war ein Fehler, wie ich denke! Wer sich 6 Jahre x 365 Tage sagt, ich will, ich kann ich werde, kommt mehr als nur an Grenzen, ich hatte Burn out und ein Jahr zu tun , mich selber, ohne Therapie, aus dem seelischen Keller mit dem Spruch herauszubekommen! Ich hatte es soweit geschafft, da wurde mein Vater schwer krank und ich war für die Familie da, dann als für meinen Vater alles ersteinmal gut aussah, kam jetzt die schwere Krankheit meiner Mutter……….und ich habe an allen Fronten gekämpft und bin noch dabei, letzte Woche ist meine Tochter zusammengebrochen, weil die Arbeit im Altenheim sie so langsam überfordert! Jetzt habe ich das Gefühl , total überfordert zu sein und meine Sprüche mir nichts mehr bringen……………seelische Wiederstandskraft, oh ja , das wünsch ich mir, habe das Gefühl, das ich nur mit dem Leben beschäftigt bin und ich genau wie damals jeden Tag Luft hole!! Früher hatte ich “ ES “ im Griff heute hat „ES “ mich im Griff !

    • Claudia schreibt am 13. September 2015

      Liebe Marita,
      ich kenne das, wenn Schlimmes auf Schlimmes kommt und man hat sich doch die ganze Zeit so bemüht, durchzuhalten. Ich darf Dir sagen, dass Du bisher wahrscheinlich durchgehalten hast, weil Du Dir diese Mantras vorgesagt hast. Ich möchte Dir eine kurze Geschichte erzählen: Mir ging es vor nicht allzu langer Zeit so schlecht (seelisch, gesundheitlich). Da betete ich zu Gott, dass etwas wunderbares passieren solle heute, damit ich wieder Mut bekäme. Den ganzen Tag passierte nichts. Dann, als ich abends auf dem Heimweg war, hörte ich auf der Straße hinter mir ein Pfeifen. Ein Rollstuhlfahrer fuhr laut pfeifend an mir vorbei. Ich war richtig platt. Wie konnte er glücklich und ich unglücklich sein? Sofort schoss es mir in den Kopf, dass dies wohl die Antwort auf mein Gebet war. Liebe Marita, ein paar Tage später kam bei mir die Wendung: Ich beschloss, froh zu sein, egal, was bei mir und in meiner Umgebung passiert. Das gelingt nicht immer, aber immer öfter. Das wünsche ich Dir auch von ganzem Herzen und allen, die es gebrauchen können.
      Liebe Gr0ße
      Claudia

    • Marita schreibt am 14. September 2015

      Hallo Claudia, ich danke Dir, daß Du mir als Einzigste geschrieben hast, das habe ich oft erlebt, daß jeder nur seins schreibt ……….leider steht hier nicht bei Dir – antworten – also muß ich es so versuchen und hoffen, daß Du es liest! Bei der Problematik bei mir, ist es nicht so einfach , einfach zu versuchen glücklich zu sein, ich weiß nicht was Du für Belastungen hast, aber ich weiß wie Du es meinst, schön wäre wenn Du mir schreiben könntest, wie Du es, wie auch immer, mit welchem Mantra geschafft hast? Wenn Du es nicht liest, ist es auch ok, dann hoffe ich auf andere die mir einen guten Tip geben können, Gruß Marita

    • Paulina schreibt am 15. September 2015

      für Marita: Es ist immer leicht, als Außenstehender einen Kommentar abzugeben, ich hoffe, das kling jetzt nicht überheblich. Aber wenn sich jemand 365 Tage im Jahr immer nur antreibt, das ist die schönste Definition von Dauerstress. Mein Rat an dich wäre: Finde deinen Ruheort und suche ihn auf, um deiner Seele zu geben, was sie braucht. Bei mir ist es die Stille des Waldes und die Ruhe der Seen. Bei dir ist es bestimmt etwas anderes. Aber suche diese Stille und gehe dann hin. Immer öfter. Mir hat es geholfen. Auch dein Mantra musst du selbst finden, aber vielleicht hilft in dem Falle eher: „In mir ist Ruhe und Kraft“
      Und wenn du glaubst, du darfst das nicht, du musst an allen Fronten kämpfen und dir immer selbst helfen, dann gib dir bitte auch mal selbst die Erlaubnis, dir fremde Hilfe zu suchen. Für dich und für die anderen. Vielleicht bist zu ja erstaunt, wie viele Menschen gerne helfen.
      Und lerne Ausatmen. Wer nur einatmet, erstickt. Ich wünsche dir alles Glück und hoffe, es war etwas für dich dabei.

  • Vielen Dank für diesen Beitrag, der mir gerade Mut für ein bevorstehendes Gespräch macht.
    Vor ca. 20 Jahren war ich total unsicher, wie ein Gespräch mit Chef und Betriebsrat ausgehen würde. „Zufällig“ hörte ich an dem Tag morgens im Radio wie ein Horoskop gesprochen wurde: „Jungfrau“ (das ließ mich aufhorchen), geben sie nicht klein bei, wenn ihnen jemand das Leben schwer machen will. Sie können sich allemal durchsetzen!“ Das war für mich gesprochen!!! und ich trat selbstbewusst auf und musste aufpassen, nicht dreist zu werden, so eine Kraft und Selbstvertrauen hat mir dieser Text gegeben.
    Mit Affirmationen, die ich auf Zettel geschrieben in meiner Wohnung verteilt habe, helfe ich mir auch, nur habe ich in kritschen Situationen nicht meine „Werkzeuge“ griffbereit. Von Mantras habe ich gehört und bei Youtube schon welche mitgesungen, aber jetzt nach diesem Artikel will ich gezielter damit arbeiten. Habe mir schon einige aufgeschrieben. :-) Namaste – ist auch dabei.
    Danke und viele Grüße
    Lilli

  • Lieselotte Bördner schreibt am 13. September 2015 Antworten

    Wollte zum ersten mal einen Kommentar schicken, hat nicht geklappt trotz gültiger E-Mail-Adresse!!

  • Heide-Rose .Decurtins schreibt am 13. September 2015 Antworten

    Mala 108 Perlen – erinnert mich stark an meine Erfahrungen ! Dies ist perfekt, wenn die Gedanken nicht ruhen und das Kopfkino läuft und läuft. Auch das Jesus-Gebet – ein Mantra ist äusserst wirkungsvoll. Nachzulesen im Buch: Aufrichtige Erzählungen eines russischen Pilgers. Herder-Verlag.
    Als ich eine sehr unangenehme Geschichte im Job zu erledigen hatte, panische Angst entwickelte, ob ich mit „diesem Herrn“ einig werden kann, dem ein sehr unangenehmer Ruf voraus ging, kam mir das Mantra „NAMASTE“ aus dem Indischen spontan in den Sinn. Bevor die Türe aufging – sprach ich innerlich; das Göttliche in mir – grüsse das Göttliche in dir – was Namaste bedeutet. Und meine Angst fiel ab – die Energie war total verändert – und das Gespräch war in Freundlichkeit. Namaste – und – alle Probleme der Welt sind lösbar – diese Gedanken begleiten begleiten mich in meinem Leben.
    Ihnen ein Danke für diesen interessanten Beitrag.

    • Barbara schreibt am 13. September 2015

      Liebe Heiderose,

      herzlichen Dank für diesen Impuls.
      Namaste! Das fühlt sich für mich stimmig an..

      Barbara

  • Vielen Dank für die Anregung. Der Artikel spricht mich sehr an und ich wünschte mir auch oft jemanden an meiner Seite als Stütze.
    Habe schon mehrmals von Affirmationen gelesen, konnte es jedoch nicht wirklich umsetzen. Dieser persönliche „Gegenstand“ ist ein super Tipp und ich habe schon konkrete Vorstellungen, wie ich es für mich am besten umsetzen kann!
    Vielen Dank :-*

  • Das werde ich ausprobieren! Vielen Dank.

  • Wirklich gute Beschreibung. Ich denke das werde ich auch einmal probieren. Ich habe auch große Angst vor wichtigen Gesprächen. Vielen Dank.

  • Toller Artikel! :) Zeigt auch ein weiteres Mal, dass so vieles im Leben – eigentlich das Wichtigste – im Kopf entschieden wird – gut, sich das immer wieder ins Gedächtnis zu rufen ;-)

  • Herzlichen Dank für deinen Artikel.

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