Kompass-Challenge

Erfolgreich selbständig: Ein entscheidender Tipp

Erfolgreich selbstaendig

„Wer seinen Wohlstand vermehren möchte, der sollte sich an den Bienen ein Beispiel nehmen. Sie sammeln den Honig, ohne die Blumen zu zerstören. Sie sind sogar nützlich für die Blumen. Sammle Deinen Reichtum, ohne seine Quellen zu zerstören, dann wird er beständig zunehmen.“
– Gautama Buddha 

Vielleicht bist Du unzufrieden in Deinem Job und träumst davon, Dich selbstständig zu machen. Von Deiner Leidenschaft zu leben, von dem, was Dir wirklich am Herzen liegt. Frei zu sein. Selbst entscheiden zu können über Deine Zeit und Dein Tun.

Vielleicht bist Du Dir gleichzeitig unsicher, ob und wie Du Dich erfolgreich selbstständig machen kannst, denkst über Business-Pläne nach, über Marktanalysen, Finanzierungen und Rechtsformen, fühlst Dich überfordert von den vielen Anforderungen und Möglichkeiten, denen sich Gründer gegenüberstehen sehen.

Dieser Artikel wird Dir dabei helfen, klarer zu sehen und Deine Aussichten auf eine erfolgreiche Gründung zu erhöhen. Er handelt auch von Bienen, Blumen und Business, vor allem aber von Dir, Deinen Zielen und Deinem Einfluss in der Welt.

Eine Frage, besser als jeder aufgeblähte Business-Plan

Der typische Gründer hat eine grobe Geschäftsidee und macht sich zu Beginn daran, einen Business-Plan auszuarbeiten, der ihm Gewissheit über seine Chancen verschaffen soll. Aus meiner Sicht ist das ein gefährlicher Irrweg, denn ein Business-Plan setzt oft am falschen Punkt an.

Was Business-Pläne angeht, so kann ich nur beim Thema Online-Business mitreden, aus eigener Erfahrung und der Erfahrung von mir beratener Unternehmen. Dort waren alle Pläne, meine und die der Beratungskunden, nicht viel mehr als Luft. Werden Umsätze und Gewinne im Online-Business kalkuliert, dann liegen dem immer Annahmen über die Besucherzahlen der Webseite zugrunde – und die entwickeln sich in der Regel, wie sie wollen und nicht, wie es der Unternehmer will.

Ich glaube jedoch, dass es Alternativen gibt. Einen Weg zum Erfolg eines Unternehmens, der mehr Sicherheit bietet, als es alle gigabytegroßen Excel-Tabellen und PowerPoint-Charts vermögen. Einen Weg, an dessen Kreuzungen man immer wieder dieselbe eine Frage beantwortet:

„Wie kann ich echten Wert für andere schaffen?“

Und nicht in erster Linie: „Wie kann ich Geld verdienen?“

Um beim Bild mit den Bienen und den Blumen zu bleiben: Die Frage nach dem Geld ist deswegen gefährlich, weil sie uns von wertschaffenden Bienen, die Blüten bestäuben und Honig erzeugen, zu Parasiten macht, denen es egal ist, was mit der Blume passiert, die sie anknabbern und krank machen. Die leidende Blume würde es den anderen Blumen mit ihrem Klagen verkünden: „Vorsicht, hier ist ein Parasit unterwegs.“ Und schon bald würde der Parasit keine neue Blume mehr finden und müsste sich davonmachen, auf die Suche nach einem anderen Feld, auf dem die Blumen noch nicht Wind von ihm bekommen haben. Er muss immer wieder bei null beginnen. Am Ende seines Lebens wird der Parasit zurückschauen und bemerken: „Ich habe immer nur gefressen, bald werde ich sterben und ich habe nichts Nützliches geschaffen und nichts, das bleibt.“

Der Parasit kommt irgendwie auch durch, doch da haben es die wertschaffenden Bienen deutlich besser, oder? Sie tun Gutes, nicht nur für sich, sondern auch für die Blumen und die Menschen, und bauen dabei etwas auf, das größer ist als sie: den Bienenstock.

Wir Menschen können uns entscheiden: Wollen wir nur kurzfristig und an uns denken und entsprechend handeln, oder so wie die Bienen arbeiten und echten Wert schaffen?

Schreib dich glücklich…

Es gibt eine bestimmte Art, ein Tagebuch zu schreiben. Eine Art, die dich wirklich voran bringt. Ein Tagebuch, das dich heilen kann. Pure Selbsterkenntnis. Und jede Menge Spaß: Projekt: Tagebuch.

Was echter Wert wirklich bedeutet

Echter Wert ist das Gegenteil von echtem Schrott. Aber das ist noch nicht alles.

Echter Wert ist ein Stück weit auch das Gegenteil von „Ich“. Denn der Ausgangspunkt sind nicht wir selbst, sondern die Empfänger, die (potenziellen) Kunden.

Wert hat, was der Empfänger für wertvoll hält, nicht, was man selbst wertvoll findet.

Wert kann verschiedene Formen haben, sie lassen sich allerdings immer darauf zurückführen, dass der Empfänger – für ihn und aus seiner Sicht – Wünschenswertes bekommt (z. B. das Gefühl von Sicherheit, Bequemlichkeit, Verbundenheit, Liebe, Zufriedenheit, Erfolg) oder indem sein körperliches oder psychisches Leid gelindert wird.

Wie man echten Wert schaffen kann

Nun, da wir geklärt haben, was echter Wert wirklich bedeutet, wissen wir: Wert können wir nur schaffen, wenn wir wissen, was für die Empfänger wertvoll ist. Und dafür müssen wir sie kennen lernen. Richtig kennen lernen. Wir müssen erfahren, wie sie fühlen, denken, handeln und worum sich ihre geheimen Träume und Albträume drehen. Wir müssen lernen, die Welt durch ihre Augen zu sehen.

Dabei helfen drei Fragen:

  1. Was sind die größten Schmerzen des Empfängers (worunter leidet er)?
  2. Was sind die geheimen Fantasien und Wünsche des Empfängers (wonach sehnt er sich)?
  3. Wie kann ich den Kunden von Schmerzen befreien und/oder das geben, was er liebt?

Je tiefgründiger und präziser unsere Antworten auf diese drei Fragen sind, umso mehr Wert können wir für andere schaffen. Und umso besser stehen unsere Chancen für langfristigen Erfolg.

Dabei ist es wichtig, dass wir auf die Empfänger zugehen, sie fragen, nachhaken, tiefer bohren … und all das mit so viel Mitgefühl und so wenigen eigenen Urteilen wie möglich.

Wir haben damit im ersten Schritt herausgefunden, was Wert für den Empfänger bedeutet. Wie gut es uns nun im zweiten Schritt gelingt, unsere Erkenntnisse über die Schmerzen und Sehnsüchte des Empfängers in Wert für den Empfänger umzusetzen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidend sind unter anderem die folgenden Punkte:

  • Wie gut sind wir grundsätzlich geeignet, die Bedürfnisse des Empfängers zu erfüllen? Passt die Aufgabe zu unseren eigenen Stärken?
  • Wie fleißig arbeiten wir an dieser Aufgabe, wie viel Zeit und Energie investieren wir ins Wertschaffen und in unsere eigene Weiterbildung in den dafür relevanten Gebieten?
  • Holen wir regelmäßig Feedback von den Empfängern ein, um unsere Leistung kontinuierlich zu verbessern?

Wie man davon leben kann

Wer Wert schafft, hat die Zeit und die Mund-zu-Mund-Propaganda auf seiner Seite: Die Konkurrenz, die keinen Wert schafft, verschwindet nach und nach, während er bleibt und immer mehr zufriedene Kunden auf seine Seite zieht. Die dann auch zufrieden von ihm berichten und ihn weiterempfehlen. So wächst das Geschäft ganz von alleine. Gemäß dem Bild könnte man sagen: gute Zeiten für gute Bienen.

„Das klingt ja alles nett“, denkst Du vielleicht, „aber funktioniert das denn wirklich?“

Ja. Hier zwei Beweise:

Ein besonders naheliegendes Beispiel: Zeit zu leben. Auf der „Über uns“-Seite steht:

„Nach 2 Jahren hatte unser Online-Magazin tatsächlich schon so viele Besucher, dass wir komplett davon leben konnten, zum Teil über Werbung, aber auch über den Verkauf unseres „Zeit zu leben“-E-Books. Der Traum war wahr geworden: Davon leben können, wofür wir am meisten brennen. Das war damals großartig und ist es auch heute noch. Deswegen haben wir damals nach diesen 2 Jahren unsere Internetagentur zugemacht und unsere Schaffenskraft komplett auf unser Magazin konzentriert.“

Ein anderes Beispiel: ein medizinisches Informationsportal, das ich mit meinem Geschäftspartner betreibe. Wir haben über viele Monate sehr, sehr viel Zeit und Energie in die Seite investiert, ohne einen Cent damit zu verdienen. Heute wirft die Seite mit Werbung genügend ab, dass allein davon einer von uns leben kann. Einfach, weil wir hilfreich sind und entsprechend gelesen werden. Das wird dann wieder von den Suchmaschinen belohnt. Und schließlich werden wir gut gefunden, noch mehr gelesen und immer mehr Unternehmen interessieren sich auch dafür, bei uns zu werben.

Wenn wir mit einem Vorhaben beginnen, in dem das Schaffen von echtem Wert an der ersten Stelle steht, brauchen wir eine Menge Vertrauen und Geduld. Doch wir werden dafür belohnt – weil wir wertvoll für andere werden. Erst säen, dann ernten. Und es ist völlig in Ordnung, wenn man mehr gesät hat, als man später finanziell erntet. Weil es eine Verschwendung von Zeit und Energie ist, immer darauf zu schauen, dass alles 100%ig fair ist. Und weil die Ernte außerdem aus mehr als nur Geld besteht: Wir machen Menschen glücklich, bekommen Feedback, wir machen einen Unterschied und bauen etwas auf, auf das wir stolz sein können – gute Beziehungen und eine Sache, die größer ist als wir selbst.

Häufige Missverständnisse

Weil echter Wert im Zeitalter von auf Hochglanz poliertem Schrott rar ist, lässt das Prinzip „Wert schaffen“ Dich, lieber Leser, vielleicht an manchen Stellen rätseln.

Deshalb hier noch die wichtigsten Klärungen.

Dem Wert-Schaffen oberste Priorität zu geben, bedeutet trotzdem, dass

  • Deine Leidenschaften und Talente zählen. Wert schaffen heißt: langfristig denken und handeln. Das funktioniert nur, wenn wir das, was wir tun, gern und grundsätzlich auch gut tun. Die Welt kann noch so dringend einen neuen Sänger brauchen – wenn Du so ungern und so miserabel singst wie ich, hat niemand etwas davon. (Okay, ich geb’s zu: Ich singe gern. Aber leider wirklich miserabel.)
  • Du Geld verdienen sollst. Wir müssen unsere Rechnungen bezahlen, klar. Nur glaube ich, dass wir langfristig viel mehr verdienen können, wenn wir uns darauf konzentrieren, Wert zu schaffen. Wie bei jeder Jagd ist es auch bei der nach dem Geld so: Das Ziel versucht immer, zu fliehen. Wert hingegen ist auf lange Sicht ein Magnet. Ich habe lieber einen Magneten in der Tasche als eine Knarre.
  • Du Dich nicht unter Wert verkaufen sollst. Wenn Du Wert für andere schaffst, kannst Du Dich natürlich auch bezahlen lassen. Nur ist es ineffizient, immer auf absolut fairen Ausgleich zu achten. Erst Wert schaffen, dann etwas zurückbekommen – wichtig ist nicht, ob es fair ist und ob der andere den besseren Schnitt gemacht hat, sondern nur, dass wir langfristig genügend erhalten.
  • Du nicht scheichreich sein musst, um damit zu beginnen. Weder benötigst Du Millionen von Euro an Kapital, noch sollst Du nachts in das Zimmer Deines Kindes schleichen und sein Sparschwein plündern. Eine Website für fünf Euro monatlich, oder notfalls sogar eine kostenlose, reicht für den Start.

Und zuletzt bedeutet es nicht, dass 

  • das Prinzip „Wert schaffen“ nur im Berufsleben gilt. Können nicht auch Deine privaten Beziehungen und Dein eigenes Innenleben davon profitieren, wenn Du mehr darauf achtest, zu geben, als darauf, zu nehmen?

Da das geklärt ist, kann’s ja jetzt losgehen:

Wie kannst Du mehr echten Wert schaffen und für wen?

Ich würde wirklich gern erfahren, was Du über den Artikel denkst, und freue mich über Deinen Kommentar.

Vielen Dank für die Zeit, die Du mir geschenkt hast.

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Über Tim Schlenzig

Tim Schlenzig kündigte 2011 seinen Job als Unternehmensberater und lebt seitdem von seinen Websites. Auf myMONK.de schreibt er über Meditation, Persönlichkeitsentwicklung und Selbstverwirklichung. Seine etwa 100 Interviews mit Mönchen, Kampfsportmeistern, Yogis, Coachs, Therapeuten und Unternehmern hat er im kostenlosen E-Book „Die myMONK-Essenz“ verarbeitet.

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Kommentare

  • Hallo lieber Tim,

    vielen Dank für Deine beleuchtenden Worte.

    Frage an Dich:
    Wie passt das, was Du hier schriebst:
    „In “Vorleistung” zu gehen, ohne zwangsläufig eine Gegenleistung zu erwarten, ist ein echter Kampf von Ego gegen Herz und Verstand.

    Das Ego schreit dann schnell mal: “och nöööö, das ist unfair, ich gebe was und bekomme nichts zurück oder nicht gleich” …

    mit dem Artikel zur „Selbsfürsorge“ zusammen, indem wir aufgefordert werden, wieder einen gesunden Egoismus zu entwickeln und eben nicht die Bedürfnisse andere Menschen an erste Stelle zu stellen, sondern unsere eigenen als mindestens gleichwertig anzuerkennen, um überhaupt erst die bedürfnisse anderer erfüllen zu können?

    Mir gefällt der Gedanke des Wertschaffens sehr gut. Doch wie sieht das aus mit der Unterschiedlichkeit von Wertempfinden?
    Ich erinnere mich an eine Zeit, als ich in einer Familie Kinderhütete und über das Erwartete hinaus – nämlich nur neben Kindern beim Fernsehschauen beizuhocken – mein nach meinem Wertempfinden Bestes gab, um den Kindern Naturerfahrung zu ermöglichen. Also unternahm ich mit ihnen Sachen, ging raus, führte sie ins Naturerleben – was sehr wohl Wertschöpfung ist. Doch diejenigen, die diese Dienstleistung bezahlten, zahlten dafür nur das, was sie auch einer fernsehhockenden kinderhüterin gezahlt hätten. Darüber hinaus hatte ich zum schluss sogar das gefühl, ausgenutzt zu werden, das der Zahlenden sehr wohl mein Wert bewusst war, aber sie sich dachte… naja, wenn ich so dumm bin, ihn nicht einzu-fordern, dann zahle ich ihr das auch nicht.
    Natürlich habe ich auch Wertschätzung durch die Freundschaft und das Vertrauen der Kinder erhalten.

    Die Antwort, die ich bisher darauf fand, war, dass ich mir meines eigenen Wertes nicht bewusst war und dadurch diese Erfahrung gemacht habe. Aber eigentlich war ich mir dem ja bewusst, deswegen wollte ich ihn ja vermitteln, egal ob ich entsprechend dafür bezahlt werde oder nicht.

    Ich bin sicher, Du kannst mir dabei helfen, diese Thematik zu erhellen. Vielen Dank.

  • Lieber Tim,

    vielen Dank für deinen Artikel. Als ich ihn las, stellte ich fest, dass er sich mit einer guten Passage aus dem Buch „Escape from Freedom“ von Erich Fromm ergänzen lässt (lese ich gerade). Fromm schreibt dort,
    „dass es auf das Tätigsein als solches ankommt, auf den Prozess und nicht auf das Resultat. In unserer Kultur ist das Gewicht genau umgekehrt verteilt. Wir produzieren nicht, um konkrete Bedürfnisse zu befriedigen, sondern zu dem abstrakten Zweck, unsere Ware zu verkaufen.[…] Ebenso betrachten wir unsere persönlichen Eigenschaften und den Erfolg unserer Bemühungen als Ware, die man für Geld, Prestige und Macht verkaufen kann. […]Dabei geht dem Menschen die einzige Befriedigung verloren, die ihn wirklich glücklich machen kann – das Augenblickserlebnis des Tätigseins – und er jagt hinter einem Phantom her, das ihn enttäuscht, sobald er es erreicht zu haben glaubt – das trügerische Glück, genannt Erfolg.“

    Werte schaffen ist wichtig. Genauso wichtig ist auch, in der selbst gewählten Tätigkeit aufzugehen, als ein Mittel sich der Welt mitzuteilen und sich in ihr durch seine Arbeit zu verewigen (in diesem Moment). Vielleicht ist es sogar so, dass andere unterbewusst wahrnehmen, wenn man solch eine Arbeit für sich gefunden hat. Man strahlt dies dann aus und andere Menschen nehmen dies als Wert wahr, den sie honorieren möchten.

  • Danke, Du hast mir mit Deinem Artikel echte Anstöße gegeben.
    Besonders das Bild mit den Bienen, und dass die Blumen es einander weitersagen, wenn ein Parasit „umherfliegt“.
    Leider geht es ja so in den meisten Dienstleistungsbetrieben zu,
    da werden die Kunden und die „kleinen“ Mitarbeiter im Service-Bereich so ausgenutzt.
    Ich werde das Bild von den Bienen aber in mein eigenes Leben und mein eigenes „Business“ hineinnehmen.
    Liebe Grüße

  • Hallo Tim, hallo alle anderen,

    wie schön, so viele Leute zu „treffen“, die in ähnlichen Bahnen denken!

    Ich bin auch Betriebswirtin (hey Sabine, hey Anonym :) ) und hab schnell festgestellt, daß ich in der „normalen“ Businesswelt nicht glücklich werde. Allein schon, weil ich Teile der Wirtschaftstheorie für entweder falsch oder falsch verstanden halte…

    Und genau darüber wollte ich immer schon ein Buch schreiben. Oder eine Doktorarbeit oder ein Blog oder was auch immer. Aber genau wie viele hier habe ich immer gedacht, wer will das lesen? Bestimmt haben genug Leute schon genau das gleiche gedacht und gesagt wie ich… und jetzt habe ich mein Blog einfach trotzdem angefangen, einfach, weil ich *wollte*. Und siehe da, viele Besucher waren es noch nicht, aber alle fanden es prima und wir diskutieren angeregt. Klar, wahrscheinlich haben genug Leute schon das gleiche geschrieben, aber vielleicht stolpern ja Leute über meine Seite, die sonst niemanden getroffen hätten, der eben das zu sagen hat… und dann hilft meine Seite vielleicht doch ein bißchen, einen wichtigen Gedanken in die Welt zu bringen. Davon abgesehen, daß mir meine Seite einfach eine riesen Menge Spaß macht!

    Ich kann euch alle nur ermuntern, das auszuprobieren, was ihr gern tun wollt. Oft kann man ja klein anfangen, gerade mit Webseiten. Man merkt eben erst durchs Ausprobieren, ob andere dem einen Wert beimessen, was man tut – und selbst wenn nicht, wenn man selbst Freude daran hat, sollte das als Wert reichen, dann bleibt es eben ein Hobby (man kann ja immer noch andere Werte schaffen, von denen man leben kann).

    Herzliche Grüße an euch alle!
    Robyn

  • Ein guter Artikel und tolle Kommentare.
    Mit großem Interesse habe ich all das gelesen denn dieses Thema
    „verfolgt“ mich schon eine ganze Weile.
    Jetzt bin ich gerade dabei einen eigenen Blog aufzusetzen der sich
    genau damit befasst.
    Und obwohl ich so fest davon überzeugt war und bin kommen doch immer wieder Zweifel auf “ wer will das lesen ? gibt es nicht schon
    genug solcher Seiten ? machen andere es nicht besser ??
    Aufgegeben hätte ich sowieso nicht aber jetzt habe ich wieder den Schwung, der mir gerade heute gefehlt hat, wiedergefunden.
    Vielen Dank an Alle die hier so fleissig gepostet haben.
    Mir habt ihr auf jeden Fall Mut gemacht der ja auch gebraucht wird
    um durchzuhalten.
    Gruß Marion

  • Hallo Tim,

    habe den Blog gerade in meiner Chronik gesichtet und sofort verschlungen.

    Ich habe vor über fünf Jahren meine Selbstständigkeit begonnen und sogar eine Beamtenlaufbahn dafür geopfert. Mit meinem BWL-Diplom hatte ich sehr gute Karrierechancen. Keiner verstand so richtig, wieso mir das alles nicht wichtig war. Dabei ging es mir nicht allein darum Werte zu schaffen, sondern auch, ein sinnvolles, selbstbestimmtes Leben führen zu können. Ein Leben, das mit Familie und Kindern gut vereinbar ist, ein Leben, auf das ich später zufrieden zurückschaue. Ein Leben, das meinen Fähigkeiten zu 100 Prozent entspricht. Und genau dieses Leben führe ich.

    Da ich sozusagen vom Fach bin, konnte ich mir schnell ausrechnen, dass man damit nicht unbedingt reich wird. Aber was bedeutet reich sein? Ich bin reich an Wahlmöglichkeiten, reich an Zeit und Liebe. Mein Leben wird ständig durch kleine Glücksmomente bereichert, wenn z.B. ein Schüler wieder eine gute Note geschrieben hat und mir seine Freude zeigt. Es ist toll, wenn man etwas kann oder hat, das man Anderen geben kann. Das Ziel Gewinnmaximierung habe ich noch nie verstanden. Irgendwann hat man doch genug zum Leben. Wieso dann noch mehr haben wollen?

    Wenn ich von mir aus gehe, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt resümieren: Es war und ist nicht immer einfach daran zu glauben, dass es tatsächlich gut gehen wird, aber der Glaube versetzt bekanntlich Berge, und wenn man etwas wirklich will, dann wird man alles daransetzen, dass es klappt! Viel Erfolg weiterhin.

  • Ein Ansatz, der mir sehr gut gefällt – mit dem Wert beginnen und nicht mit einem Businessplan!

    Für mein erstes Geschäft, Yoga für Kletterer, habe ich mit einer Unternehmensberatung auch einen Businessplan erstellt, bei dem ich schon von Anfang an wusste, dass ich mich nicht auf die Zahlen verlassen möchte.
    Trotzdem: Ein Businessplan ist sehr wichtig, wenn ich ein „Big Picture“ haben möchte. Wer ist noch in meinem Umfeld? Welche Beziehungen gibt es? etc.

    Mein Fazit: In jeden Businessplan gehört als ersten und wichtigsten Punkt die Frage nach dem Mehrwert.

    Den Ansatz der drei Fragen teile ich und gebe diese in ähnlicher Form an Menschen weiter, die ihr eigenes Buch schreiben möchten und ihre Buch konzipieren.
    Eine weitere Anregung dazu: Bei der letzten Frage wird man oft auf Lösungen stoßen, die schon vorhanden sind. Deshalb stelle ich immer die Frage, welche persönliche Erfahrung, welcher Schwerpunkt oder welche Kombination mit dem Vorhandenen die eigene Lösung einzigartig macht.

    Beste Grüße,
    Stefanie

  • Hallo Tim,
    Ich verstehe unter echtem Wert schaffen etwas völlig anderes. Mag sein, dass es viele Leute gibt, die durch deine Texte auf der Webseite beflügelt werden, sich besser fühlen. Ich muss gestehen, dass ich die Seite noch nicht kannte, aber wohl auch nicht mehr besuchen werde.
    Dort stehen Dinge, die schon 666 Andere geschrieben haben, von 11 Regeln, 33 Stufen, 88 weiß-ich-was, nur in tausendundeine andere Form gebracht. Echte Werte sind das meiner Meinung nach nicht. Aber die nervige Werbung, die ich nicht ausschalten kann, davon kannst Du leben. Hier auf der Seite ZZL ist nur Eigen-Werbung. Und die können auch davon leben ;-) eigenartig, oder?
    Wieviele solche Webseiten braucht der Mensch? Wieviele hundert Sorten Handys sind eigentlich lebenswichtig? Es soll Menschen geben, die mit einer Sorte Kartoffeln glücklich wären, sofern sie sie hätten.
    Ich hatte 10 Jahre lang selbst eine kleine Werbefirma, am Ende viele zufriedene Kunden fast ausschließlich durch Mundpropaganda bekommen. Habe viele handfeste „Werte“ eigenhändig geschaffen, bin damit aber nicht reich geworden. Und nicht glücklich. Mit Werbung habe ich so meine Probleme, vorallem weil ich weiß, wie sie funktioniert. Man spielt mit dem potentiellen Kunden, manipuliert ihn aufs unanständigste und bezahlt ein Schweinegeld dafür. Wofür? Dass man belogen und betrogen wird? Aber es gibt ja auch Nutznießer dieser Strategien:-)
    Eine schöne Woche wünscht Frau Elfriede

  • Die Erkenntnisse stimmen 100% überein mit der Engpasskonzentrierten Strategie (EKS). Da es diese Strategie seit über 50 Jahren gibt und diese erfolgreich von vielen deutschen Mittelstandsunternehmen, welche heute Weltmarktführer sind angewendet werden, weiß ich das es funktioniert.
    Es erfordert Ausdauer und Disziplin die Wünsche, Bedürfnisse deiner Zielgruppe zu erkennen und Lösungskonzepte hierzu zu entwickeln.
    Das Ergebnis ist dann aber 10x, 100x oder 1000x größer als bisher.

    • Tim schreibt am 25. März 2013

      Hi Werner,

      da erinnerst Du mich daran, mit der EKS wollte ich mich ja auch mal näher auseinandersetzen!

      Vielen Dank und LG

      Tim

  • Echten Wert zu schaffen braucht Zeit und besonders Geduld. Sowohl die eigene als auch die des Umfeldes ist wichtig. Erst wenn beides zusammen kommt kann richtig guter Wert für alle entstehen.
    Mindestens genauso wichtig finde ich allerdings auch, dass jemand, der Mehrwert kreieren möchte, genau weiß, wer er ist, welche Ressourcen und Potentiale er hat. Es braucht einfach Zeit und Beharrlichkeit, um die nötige Ich-Stärke und Ich-Souveränität zu entwickeln, die man braucht um die eigene Idee so lange zu fördern bis sie standhaft genug ist, um sich dauerhaft bewähren zu können. Wenn man das Ganze dann noch aus der Haltung des Nichtkampf, also des Win-Win, betreibt – dann kann im Grunde nichts mehr schief gehen.

    • Tim schreibt am 25. März 2013

      Hi Marco,

      das mit der nötigen Geduld kannte und kenne ich gut – eine Sache, die mir oft nicht leicht fällt. Dann hilft sicherlich ein Umfeld, das eben diese Geduld aufbringt und einen darin bestärkt, weiter zu machen. Grundsätzlich finde ich es jedoch toll, dass man gerade im Online Business auch vieles nebenher vorbereiten und anstoßen und wachsen lassen kann – ohne sofort den Job hinzuschmeißen.

      LG Tim

  • Hi Tim Schlenzig,

    Die Sache mit dem Wert für andere schaffen ist eine der zentralsten Leitfragen von Antony Robbins und er hat diese schon in seinem „Awaken the Giant within“ zu einem der zentralen Aufhänger von Lebenserfolg gemacht.
    Insofern stimme ich dem sehr zu, was Du schreibst.

    Wo ich hellhörig geworden bin, ist bei der Sache mit dem Geld. Ich habe mich jedenfalls bei deinen Zeilen mit dem Parasiten gefragt, was hat er denn für Beliefs zu Geld.

    Deine Zeilen könnten auch den schluss zulassen, das Du so einen Imprint hast, wie z.B. Wer auf Geld fokussiert ist ein Parasit.

    Keine Ahnung, ob Du solch ein Programmteil in Dir trägst. Sollte es so sein, finde ich das nicht nützlich. Selbst wenn Du mit deinem Business Erfolg hast.
    Als Coach, der sich mit Themen wie Finanzieller Gesundheit beschäftigt, erlebe ich solche Überzeugungen häufiger und die machen in aller Regel nur emotionalen Schmerz.
    Geld ist ein ziemlich guter Lehrer und neben dem Tod und dem Leben auch einer der Besten.

    Aber wie gesagt, wissen tue ich es nicht, ob Du das ausdrücken wolltest.

    Noch was ist mir aufgefallen. Ich bin ja selbst ein großer Freund von Don Juan, und in seinen Worten ist der Gedanke des lebendigen Menschen natürlich mit dem persönlichen Erfülltsein verknüpft.
    Sprich der Fokus ist nicht auf dem Wert für andere, sondern auf der persönlichen Erfüllung und Lebendigkeit, egal ob es anderen gefällt oder nicht.

    Vielleicht hast du es gar nicht bemerkt, das sich das mit deinen Hypothesen schneidet.

    Grüße,
    Christoph

    • Tim schreibt am 24. März 2013

      Hi Christoph,

      danke für Deinen Kommentar! Da lohnt es sich auf jeden Fall, drüber zu sprechen.

      Zu Deinen Fragen:

      1) Auf Geld zu fokussieren ist aus meiner Sicht nicht parasitär, nur: wenn man sich nur darauf konzentriert „Woher bekomme ich Geld?“, dann bewertet man den wertschaffenden Teil des Ganzen zwangsläufig unter, und dann ist die Gefahr groß, nur irgendwo Geld abzutanken, ohne der Welt / dem Kunden etwas Gutes zu geben. Das ist dann schon parasitär für mich. Und langfristig der unsicherste Weg zum finanziellen Reichtum.

      2) Was Don Juan angeht, könnte man auch so sehen: wenn man nur auf seine eigene Erfüllung achtet, könnte das mit dem Geldverdienen auf Dauer schwierig werden. Denn: die Leute bezahlen ja nur für Dinge, die sie selbst und für sich als wertvoll empfinden – nicht, weil der Autor oder wer auch immer sein Zeug geil findet.

      Was Business angeht, ist es immer die Verbindung aus eigener Erfüllung (Dinge gern und gut machen) und Wertschöpfung (Dinge tun, die andere gern haben und für die sie bezahlen).

      Liebe Grüße

      Tim

    • Eve schreibt am 24. März 2013

      XD

      Nur mal kurz angemerkt: Ich denke nicht, dass sich eine der Damen Don Juans jemals über das Erfülltsein beschwert hat…

  • Hallo Tim,

    dein Artikel und die Kommentare haben mich in meinem beruflichen Handeln bestätigt, für die Dinge zu kämpfen, die man liebt. Ich bin zwar noch recht jung, aber ich habe nie auf mich gehört, was ich eigentlich will. Nach meinem BWL-Studium stand ich genau so leer da, wie nach dem Abitur. Erst nach einer langen Phase der Selbstfindung, unterstützt durch viele Gespräche mit Freunden, habe ich zu dem gefunden, was ich jetzt bin. Als selbständige Online-Texterin liebe ich es für meine Kunden zu arbeiten und haben nach einer weiteren Schule meinen Traum zum Beruf gemacht. Hier fand ich dein Zitat von der Lebendigkeit sehr passend!

    Soweit beruflich. Du fragtest aber auch nach der Erfahrung in Beziehungen. Hier habe ich zwar die gleiche Denkweise, echte Werte schaffen, aber wie du schon geschrieben hast: Es ist ein Kampf von Ego gegen Herz & Verstand! Zwei Menschen, die sich lieben, aber jeder unterschiedlich kämpft und daran glaubt, etwas zurück zu bekommen und sich alles Handeln am Ende lohnt…da walten Herz & Verstand nicht so wertvoll. Was kannst du zu echten Werten in Beziehungen sagen? Ich würde mich über deine Meinung und Erfahrung sehr freuen.

    Viele Grüße

    • Tim schreibt am 24. März 2013

      Hi Unbekannte,

      erstmal Glückwunsch zu Deiner Entscheidung, das zu tun, was Dir wirklich Freude macht! In jungen Jahren – das ging mir zumindest auch so – ist’s eben auch nicht einfach, den eigenen Weg zu gehen. Auch, wenn sie häufig vielleicht weniger Verantwortung tragen (keine eigenen Kinder, keine Hypotheken etc.).

      Was das Wertschaffen in privaten Beziehungen angeht, das Thema finde ich schwieriger als im Berufsleben. Hier kann ich Dir, fürchte ich, keine klare Antwort geben.

      Auch privat ist es grundsätzlich bestimmt gut, sich auf das Geben zu konzentrieren. Allerdings finde ich es hier weitaus schmerzhafter und beziehungsschädlicher als beruflich, wenn z.B. in einer Partnerschaft auf Dauer ein Ungleichgewicht zwischen Geben und Zurückbekommen herrscht.

      Sobald man sich allerdings fragt, ob man „genügend“ zurückbekommt, holt man das Ego wieder in den Vordergrund. Vielleicht sollte man das nicht anhand der Gedanken einschätzen (keine Checkliste a la „ich hab das für sie gemacht und sie das für mich“), sondern anhand der Gefühle: fühle ich mich gut in dieser Beziehung – oder ausgenutzt?

      Hope it helps, wenigstens ein bisschen :)

      LG

      Tim

  • Danke, Tim,
    der Beitrag hat meinen Blickwinkel verändert. Sehr wertvoll…! Ein kluger chinesischer Mann lehrte: „Es liegt im Geben, dass wir empfangen.“ Es ist ein Prozess, diese Sichtweise im ganzen Leben umzusetzen. In der Tat habe ich den Satz nicht auf meine berufliche Tätigkeit bezogen. Es fällt mir wie Schuppen von den Augen.
    Der Begriff „Werteplan“ ist auch überaus interessant.
    Viele Grüsse

    • Tim schreibt am 24. März 2013

      Hi Manuela,

      ich danke Dir!

      Wir betrachten Leben und Arbeiten heute oft so getrennt, dass es sicher vielen so geht (und mir auch noch immer wieder mal): wir halten die Arbeitswelt für eine, in der ganz andere Regeln gelten als in anderen Lebensbereichen – dabei haben wir überall mit denselben Menschen zu tun, die sehr ähnlich ticken, ob privat oder beruflich und ganz ähnliche Wünsche und Sehnsüchte haben.

      LG

      Tim

  • Lieber Tim,
    ich kann alles, was Du schreibst bejahen. Ich liebe die Arbeit, die ich tu und ich seh den Gewinn für die Kunden, sie gehen zufrieden aus meiner Praxis. Und dennoch kommen nur ein paar von ihnen zurück um weiterzumachen. Ich versteh nicht recht, warum das so ist…in deinem Text finde ich auch keine Lösung dazu…

    • Tim schreibt am 24. März 2013

      Liebe Carmen,

      das ist eine gute Frage, die mich auch beschäftigt und noch lange beschäftigen wird.

      Eine Antwort darauf: Gewohnheiten und der Sog ins Altbekannte, der einen Menschen schnell wieder verschluckt hat, wenn er nicht bald handelt – also zum Beispiel beginnt, das mit Dir in der Praxis Besprochene umzusetzen.

      Eine weitere Antwort: Selbstzweifel, die auch sowas wie eine Gewohnheit sind – und die schnell wieder auftreten, wenn Deine Kunden allein zurückgeworfen sind in ihre alten Lebensumstände, die ja noch dieselben sind wie vor dem Besuch Deiner Praxis.

      Noch eine: Angst vor dem Erfolg. Vielleicht denken manche Leute auf dem Heimweg, nach den Gesprächen mit Dir, weiter darüber nach, wie viel Potenzial sie wirklich haben und was das bedeuten könnte – welche Verantwortung, aber auch welche Veränderungen auf sie zukämen, wenn sie das erfolgreich umsetzen, was ihr besprochen habt. Im NLP gibt’s doch so einen „Ökocheck für Ziele“, der auf etwas in die Richtung abzielt.

      Was hast Du denn für Theorien dazu?

      Liebe Grüße

      Tim

    • Eve schreibt am 24. März 2013

      Nachhaltigkeit – ich hasse dieses Wort, weil es genauso oft verbraucht wird wie Liebe.
      Genau darin aber liegt die Kernaussage, wenn du Werte schaffen möchtest, wovon auch im Text die Rede ist. DAUERHAFT ist ein schönes Ziel für eine Wert.
      Wirklich nachhaltig ist der Wert aber nur, wenn ich mir bewusst mache, was genau ich tatsächlich brauche. Ich brauche ein Dach über dem Kopf, einen Rückzugsort, um Energiereserven aufzutanken und ich brauche Nahrung (Energie).
      Jetzt will ich mir aber auch noch Strom gönnen, weil immer nur roher Fisch auf Dauer auch doof ist. D.h. ich verlagere meine Wahrnehmung vom Wert weg und richte sie auf das Mittel zum Zweck (das Geld). Schon schaltet sich mein Verstand ein und suggeriert mir, ich hätte dem Kunden einen Gewinn beschert. Weil meine Gedanken immer nur um den Strom kreisen. Das merkt der Kunde unbewusst. Und ich stoße ihn immer weiter weg von mir, statt das (nachhaltig) Zwischenmenschliche zu fördern.
      Nur wenn mir in jedem Augenblick meines Tuns bewusst ist, was meine Beweggründe sind, kann ich auch nachhaltig dauerhafte Werte schaffen.

      Die andere Vorgehensweise wäre natürlich Manipulation. Aber schafft die tatsächlich nachhaltige Werte?

  • Hi Tim und Alle,
    danke für Deine Anregung nicht mit dem Business Plan in der Umsetzung zu beginnen. Der Business Plan dient nicht nur oft – wie auch schon hier genannt – der Überzeugung eines Bankers. Er ist oft auch der Versuch, die eigene Versagensangst „vernünftig“ zu kanalisieren. Das steht aber gerade dem „Tun“, aus dem die Kraft kommt, im Wege.
    Dein Beitrag macht Mut mutiger im eigenen Leben zu werden.
    Beste Grüsse
    Claudia

    • Tim schreibt am 24. März 2013

      Hi Claudia,

      dankeschön für Deine Gedanken.

      Grundsätzlich hab‘ ich gar nichts gegen Business-Pläne, nur sollten sie aus meiner Sicht mit etwas Distanz betrachtet werden. Klar können sie auch Mut machen … man schreibt da ein paar Annahmen zusammen und es sieht so aus, als könnte man 32123 Milliarden Euro in 3 Jahren verdienen … dann kann es auch Handlungen auslösen. Nur: genauso schnell entpuppen sich die Annahmen und damit die Zahlen als völlig daneben, und dann schrumpt die Motivation zusammen wie ein Schokoladen-Gartenzwerg in der prallen Sonne.

      Da ist die Sache mit dem Wertschaffen zwar unkonkreter, aber dafür auf lange Sicht viel motivierender und tragender.

      LG

      Tim

  • Lieber Tim, seit 2005 bin ich selbstständig mit meiner Fotografie. Ich habe weder eine Ausbildung gemacht noch bin ich der klassische „Business-Typ“. Ich bin einfach meinem Herzen gefolgt. Sehr schnell war ich mit meiner Arbeit erfolgreich, so dass ich mich und meinen Sohn damit ernähren kann, wir von den Einnahmen leben können. Inzwischen habe ich diverse Ausstellungen realisiert, arbeite für die unterschiedlichsten Kunden (Privat, Presse, Unternehmer…) und in unzähligen Wohnungen, in denen mich Menschen wieder buchen, hängen großformatige Arbeiten von mir. Weil diese dem Betrachter WERTVOLL sind. Ich bin unsagbar glücklich, meine Kompetenzen ganz und gar einbringen zu können und meine Honorierung besteht tatsächlich durch die Freude, das Glück des Kunden, etwas „für die Ewigkeit“ geschaffen zu haben.
    Du hast recht Tim, es bedeutet „Werte zu schaffen“.
    Hierzu fällt mir ein: „Es gibt nichts Befriedigenderes, als über einen Weg zu gehen, den man selbst gepflastert hat“.
    Von Herzen alles Gute für dich!
    Bina

    • Tim schreibt am 24. März 2013

      Liebe Bina,

      herzlichen Dank für Deine Zeilen, das ist toll, dass Du Deinen Weg gegangen, dabei Wert geschaffen und damit so erfolgreich bist!

      Ich wünsch Dir weiterhin viel Freude und Erfolg!

      LG

      Tim

    • Katharina schreibt am 25. März 2013

      Hallo Bina,

      ich weiß wie schwer es ist auf diesem Markt als Frau, ich bin beeindruckt, dass du es geschafft hast. Hast du dir die ganze Technik selbst beigebracht? Bist du nur mit einer Kamera unterwegs oder hast du eine ganze Ausrüstung dabei? Vielleicht hast du ja auch eine Webseite, auf der man deine Angebote mal anklicken kann? Weiterhin viel Erfolg und alles Gute.

      Liebe Grüße
      Katharina

    • Marion Patané schreibt am 25. März 2013

      Hallo Bina,
      obwohl mir alle Beiträge gut gefallen haben ist Deiner doch der
      beeindruckendste.Vielleicht weil Du schreibst dass Du Dich und
      Deinen Sohn davon ernähren kannst.
      Ich habe zwei „von der Sorte“ und es wäre mein Traum uns
      allein von meiner Selbstständigkeit ernähren zu können.
      Deinen Satz von dem selbstgepflasterten Weg würde ich gern mal
      zitieren.Natürlich nur mit Deinem Einverständnis und Angabe Deines
      Namens.
      Kann man Deine Seite auch besuchen?? Vielleicht macht ZzL den Kontakt ja möglich?

  • Hey Lorina,

    vielen Dank für Deine Zeilen! Es freut mich, dass der Text Dir helfen konnte – und ich wünsche Dir einen mutigen und erfolgreichen weiteren Weg!

    Liebe Grüße

    Tim

  • Hallo lieber Tim,

    ich danke dir fuer diesen Artikel. Ich bin seit kurzen Freiberufler und war in einem kleinen Tief, dann habe ich deinen Beitrag hier gelesen und das war genau das was ich brauchte. ich habe mich mit den Fragen die du stellst beschaeftigt und das hilft mir sehr voranzukommen und darauf zu vertrauen, dass es sich lohnt etwas wertvolles zu schaffen und dass es nicht nur, wie viele Leute um mich herum sagen, darum geht moeglichst viel Geld zu verdienen. Danke, du hast mir wieder mehr Mut gegeben!!!

  • Hey Tim,

    wirklich ein super Artikel. Der Punkt mit dem Wert-geben und dafür keine Gegenleistung erwarten ist für mich essentiell.

    Paradoxerweise bekommt man nämlich so viel mehr Gegenleistung, ist aber auch nicht traurig oder enttäuscht, wenn es mal nicht so läuft :)

    Grüße

    Tim

    • Tim schreibt am 21. März 2013

      Hi Tim,

      dankeschön, freut mich, dass der Text Deinen Nerv trifft.

      In „Vorleistung“ zu gehen, ohne zwangsläufig eine Gegenleistung zu erwarten, ist ein echter Kampf von Ego gegen Herz und Verstand.

      Das Ego schreit dann schnell mal: „och nöööö, das ist unfair, ich gebe was und bekomme nichts zurück oder nicht gleich“ …

      LG

      Tim

  • Hallo Tim,

    ich denke du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Man kann wunderbare Businesspläne aufstellen, kalkulieren bis zum Umfallen, aber für wen ? Für den Bankberater, damit der die Kohle locker macht ? Für den Kunden ? Der möchte doch mein Produkt und meine Leistung und kein Plan. Für mich ? Damit ich beruhigt bin, denn es muss ja klappen, zumindest laut Plan …
    Sollte man nicht lieber einen Werteplan aufstellen ?

    • Tim schreibt am 20. März 2013

      Hi Thorsten,

      Danke – Dein Kompliment mit dem Nagel und dem Kopf freut mich besonders, denn es ist eine Erfahrung, die ich im Handwerklichen mit meinen 10 linken Daumen an den Händen nur sehr selten mache :).

      Das Wort „Werteplan“ gefällt mir sehr. Darüber muss ich noch mal genauer nachdenken.

      Liebe Grüße

      Tim

  • Liebe Öznur,

    vielen Dank für die Blumen. :)

    Leicht ist das echt nicht. Und das trifft aus meiner Sicht auf alles zu …

    Die Frage ist nur: hab’s lieber wertig und kurzfristig nicht leicht oder schrottig und langfristig nicht leicht?

    Das Schöne am Weg der Wertschaffens ist für mich, dass er schon längst, bevor man auf finanzielle Perlen stößt, einem eine Menge zurückgibt, die echten und aufrichtigen Verbindungen etwa, von denen Du schreibst.

    LG

    Tim

  • Toller Artikel , lieber Tim! Ich bin ja auch schon ein echter Fan geworden…:)
    Ich denke, dass wenn wir selber, eigenständig echten Wert schaffen, und unser Herzblut darin investieren, uns niemals irritieren lassen von unserer Umgebung, Eltern , Kollegen/Innen etc. die uns- vor allem in den Anfängen- immer sagen:“Hab ichs dir nicht gesagt dass das NIE funktioniert? Hör auf mit der Spinnerei!“ und unbeirrt weitermachen weil unser Herz sagt:“DA gehts lang! Lass die Anderen doch stehen und ihren Lebensfrust auslassen“, dann werden wir auch davon leben können UND obendrein nützlich sein können. Da gehört ganz schöne Knochenarbeit dazu was das „an sich selbst arbeiten“ anbelangt! Den inneren Schweinehund überwinden…Das Ego , dass dan auch noch sich zu den Anderen dazugesellt und sagt: „Siehste??“
    Aber ist der Berg überwunden, wird man sicherlich auch die ganzen Perlen unter der See unter dem ganzen Schlamm finden. Echte und aufrichtige Verbindungen werden sich auftun…Weg von der ganzen Oberflächlichkeit…
    Danke…!

  • Hi Tim und alle anderen!

    Der Artikel gefällt mir sehr gut. Wäre schön, wenn sich unsere Arbeitswelt diesen Grundwert Werte zu erschaffen zu eigen machen würde. Dann würde der Mensch wieder seinen Wert bekommen, die Arbeit und der Einsatz, den Menschen erbringen, geschätzt werden und die Gesellschaft humaner werden. Stattdessen scheinen wir immer weiter davon weg zu kommen.

    Liebe Grüße und vielen Dank für den schönen Artikel und dafür, meine Nase über diesen Weg auf diese Seite zu stupsen

    Claudia

    • Tim schreibt am 19. März 2013

      Hi Claudia,

      dankeschön für Dein Kompliment an den Text, freut mich! :)

      Ich sehe da zwei Bewegungen gegeneinander laufen: zwar gibt es (für mich gefühlt) immer mehr Schrott … doch dieser Schrott ist es, der die Menschen hungrig nach echtem, ehrlichen Wert und achtsame Unternehmer/Unternehmen.

      LG

      Tim

  • Lieber Tim!

    Du hast mich inspiriert und ich lese Deine Beiträge sehr gern, weil ich irgendwie immer davon partizipiere. Bei mir reift im Moment eine neue Idee, was ich machen könnte und Du hast mit Deiner Seite „mymonk“ ein Stück dazu beigetragen, dass ich auf diese Idee gekommen bin. Lieben Dank dafür! Mach weiter so.

    Ich bin überzeugt, dass nur mit Liebe zu dem was wir tun ein erfülltes, zufriedenes Arbeitsleben möglich ist und sich das früher oder später auszahlt und zwar nicht nur in bares aber u. a. halt auch in bares. Wenn Du etwas tust, von dem Du überzeugt bist, dass Du liebst, dann strahlst Du das aus und viele Menschen reagieren dann positiv auf Dich (und zahlen gern).
    Ein persönliches aber kleines Beispiel. Letzte Woche saß ich in der Hamburger U3 und es kamen Musiker in die U-Bahn und fingen an zu spielen. Richtig gut haben sie gespielt und auch gesungen. Ich habe mich richtig gefreut. Sie zauberten ein Lächeln auf mein Gesicht. Aber sie wirkten gehetzt und spielten immer schneller und das hat mir nicht gefallen. Sie spielten, weil sie raus wollten in die nächste Bahn. Sie wollten mein Geld aber mir keine Freude machen. So ist mein Obolus relativ klein ausgefallen. Wenn mir jemand das Gefühl gibt, dass tue ich für Dich, ich möchte Dir eine Freude machen und ja, ich hätte auch gern einen Euro dafür, dann ist das etwas anderes. Dieses Gefühl, diese Empathie den Menschen geben zu können ist eine (positive) Herausforderung.

    Lieben Gruß aus HH

    • Tim schreibt am 19. März 2013

      Liebe Gaby,

      dankeschön! Das ist ein sehr großes Kompliment für mich, wenn myMONK ein bisschen dazu beitragen konnte, dass Du Deine Idee entwickelst und umsetzt. Bin natürlich gespannt, um was es sich dabei handelt, sagst Du Bescheid, wenn’s soweit ist?

      Die Erfahrung, die Du mit den Musikern in der U-Bahn gemacht hast, finde ich sehr interessant. Viele Menschen scheinen einen gut ausgeprägten „Bullshit-Radar“ zu haben, sie nehmen da irgendwelche Schwingungen war, die sie die Motive von anderen fühlen lassen.

      Ich finde es total in Ordnung, dass die Musiker Geld mit ihrem Auftritt verdienen möchten, und dass es ihnen nicht egal ist, ob sie an einem Tag einen Euro oder hundert verdienen. Problematisch wird es dann, wenn sie dabei Kompromisse eingehen (hektisch spielen), die die Zuhörer spüren und von denen sich die Zuhörer – wie Du – weniger WERTgeschätzt fühlen und aus denen sie weniger Wert beziehen (hektische Musik kann man weniger genießen).

      LG

      Tim

  • Hey!

    Mal wieder ein äußerst gelungener Artikel, dem ich nur zustimmen kann!
    Nur mit Punkt 3 von „Wie man echten Wert schaffen kann“ ecke ich leicht an. „Wie kann ich den Kunden von Schmerzen befreien und/oder das geben, was er liebt?“ Ich glaube, dass sich nur jeder selbst von Schmerz befreien kann (mal körperlichen Ausgenommen). Andere können höchstens ein Inspirationsquell oder Hilfestellung sein.

    Und nun zu meiner Frage: Wie macht man das? Wie lebt man von Internetseiten? Die Besucher bezahlen ja nichts dafür, wer dann? Werbung finde ich hier auch keine! Wenn du mir antwortest, würde sich mir ein langjähriges Rätsel auflösen :D
    (Ich bin 20 geworden und finde die Geschäftsidee total genial. Ich wollte durch meine Erkenntnisse (die ich durch Beobachtung und Meditation gewonnen habe) nämlich auch einen Blog starten!)

    • Tim schreibt am 19. März 2013

      Hey Florine,

      Dein Anecken kann ich nachvollziehen, sicherlich kann man niemanden ungefiltert beeinflussen, aber es so zu schreiben, vereinfacht die Dinge ein bisschen. Hilfestellung trifft es sehr gut.

      Was das Geldverdienen angeht: ich verdiene auf meinen Seiten Geld mit Werbung. myMONK, die Seite, die hier verlinkt ist, trägt dazu aber nur einen Bruchteil bei.

      Man kann aber auch ganz ohne Werbung Geld verdienen: mit eigenen Produkten oder Dienstleistungen. Wenn Du Dich näher auf zeitzuleben.de umschaust, wirst Du sicher Ansätze finden, wie sich diese Seite finanziert (übrigens auch, indem sie großen Wert schafft).

      Mit dem Bloggen zu beginnen ist bestimmt ein guter erster Schritt in diese „Online-Business-Welt“, da lernt man eine Menge.

      LG

      Tim

  • Lieber Tim,
    ich habe beim Lesen deines Artikels sehr viel nachdenken müssen, so dass ich das ein oder andere noch einmal lesen musste. Ich stimme dem, was du schreibst, 100%ig zu, wobei die Umsetzung für mich noch hier und da hakelt. Ich habe mein Buch geschrieben mit dem Wunsch, wenigstens EINEM damit helfen zu können. Mittlerweile sind es schon mehrere, von denen ich eine positive Resonanz bekommen habe. Mein Problem ist die Werbung über einen bestimmten Kreis hinaus, denn es sind meiner Meinung nach Themen, die sehr viel mehr Menschen interessieren müssten, auch wenn es sich zum Teil um ein Tabu-Thema handelt.
    Allerdings ist meine Webseite auch renovierungs-und erweiterungsbedürftig. Ich habe so viele Gedanken und Ideen, die ich gar nicht alle umsetzen kann, bzw. laufe ich manchmal Gefahr, mich nicht nur auf eins zu konzentrieren. Aber du hast mir mal wieder den richtigen Anstups gegeben, ein wenig Ordnung in all das bekommen, bzw.alles der Reihe nach „abzuarbeiten“. Den Anfang habe ich ja schon gewagt, und nun soll es frischen Mutes weitergehen!
    Wünsche dir weiter gutes Gelingen, viele gute Ideen und viele schöne Glücksmomente :)

    • Tim schreibt am 19. März 2013

      Liebe Mary,

      dankeschön! Die guten Wünsche gebe ich natürlich gern gleich an Dich zurück!

      Wenn Deine Bücher Einem geholfen haben, waren sie ja bereits wertvoll. Je mehr Menschen sie erreichen, umso stärker wächst der Gesamtwert, insofern empfinde ich auch Marketing als sehr wichtig – es multipliziert die Wertempfänger.

      Wir können gern mal gemeinsam überlegen, wie das Marketing für Deine Produkte ausschauen könnte, schreib mir einfach eine Mail, wenn Du magst.

      LG

      Tim

  • Hallo..und genau darum male ich Bilder ;-) Nicht mit dem Ziel sie verkaufen zu wollen, sondern um zu berühren und das tun sie und darum hat es sich schon ein bisschen gelohnt. Viele Künstler sind darauf aus unbedingt verkaufen zu wollen und basteln an Strategien und rennen von Ausstellung zu Ausstellung und rühmen sich damit wie toll sie sind, aber sie vergessen dabei diejenigen die die Bilder betrachten und wundern sich warum sie in dreizig Jahren nicht ein Bild verkaufen. Aber das ist nicht wichtig, das habe ich sehr schnell schon intuitiv gespürt, dazu brauche ich keinen Unternehmensberater nur mein Talent und meine Intuition…

    • Tim schreibt am 19. März 2013

      Hi Jana,

      über die (malende) Kunst hatte ich dabei noch gar nicht so viel nachgedacht, danke für diesen Impuls.

      So würde ich das auch sehen: Bilder, die berühren und vielleicht etwas anstoßen – einen Moment der Achtsamkeit und Freude, einen neuen Gedanken, was auch immer – stellen sicherlich einen Wert dar. Bilder, die nicht berühren und damit auch nichts verändern, weder im Kleinen, noch im Großen, haben einen Wert von ziemlich genau 0 (für den Empfänger, den potenziellen Käufer).

      LG

      Tim

    • Kiki schreibt am 24. März 2013

      Und Bilder, die mit Liebe und Hingabe gemalt sind, sprechen die Herzen vieler Menschen an! Diejenigen, die nur auf Wirkung und Technik abzielen, bringen vielleicht kurzfristig erstmal Geld ein, sind aber irgendwie „leer“.

    • Petra schreibt am 25. März 2013

      Hallo Jana, ich denke, es ist ein Unterscheid, ob ich mich als Hobbymalerin ganz meiner Leidenschaft hingeben kann und mich über jeden Verkauf oder jedes Lob freuen kann oder ob ich meiner Leidenschaft so weit gefolgt bin, Kunst als Beruf zu wählen – denn dann ist leider der finanzielle Druck da und Du mußt entweder viel Kraft und Energie in einen Job stecken, der Dich über Wasser hält (was Dir dann wieder für die Malerei fehlt) oder Du mußt Sozialhilfe beantragen etc… Schau Dir an, für wieviel Du bei Ikea, Bauhaus und Co für ein Bild zahlst und rechne Dir aus, wieviele Herzensbilder Du jeden Monat (!) verkaufen mußt, um gut davon leben zu können… Ach ja, wenn wir schon bei Zahlen sind: Berlin ist die Hochburg für bildende Kunst: ca 400 Galerien und ca 6000 Künstler leben hier (die Dunkelziffer der Hobbymaler nicht einerechnet) und Viele malen aus Leidenschaft…da brauchst Du schon gaaanz viel Energie!!!

  • Hi Frank,

    ja, genau so sehe ich das auch. Mit der eigenen Geschichte und der eigenen Sprache können wir ganz eigene Beziehungen zu den anderen Menschen aufbauen und bei manchen einen Nerv treffen, den andere so nicht bei ihnen treffen.

    LG

    Tim

  • Hi Nate,

    danke für Deinen Kommentar, freu mich, von Dir zu lesen!

    Die Frage „Wen interessiert denn, was ich da schreibe?“ hab ich mir auch gestellt. Jahrelang. Und irgendwann hab ich’s dann einfach ausprobiert und losgeschrieben und anscheinend gibt’s schon ein paar Leute, die gern von mir lesen und sich gern mit mir austauschen, was ich natürlich echt großartig finde.

    Ich glaube, die Welt braucht keine weiteren Gurus, die vorgeben, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und es irgendwie mehr draufzuhaben als „ihr Publikum“. Aber Menschen, mit denen man gemeinsam ein Stück seines Weges gehen kann – seien es nun Blogger, Autoren, Heilpraktiker, Yogalehrer, Coaches u.s.w. – warum sollte es für die nicht immer Platz geben? Und: auch immer mehr Platz, schließlich nehmen heute mehr Leute denn je ihre persönliche Entwicklung in die Hand.

    Selbst wenn niemand lesen würde, was ich schreibe: es macht mir Freude, es macht mich lebendig – und das strahlt vielleicht auch im Alltag auf den Einen oder Anderen ab.

    So wie in diesem schönen Zitat von Carlos Castaneda (glaube ich zumindest):

    „Frage nicht, was die Welt braucht.
    Frage vielmehr, was dich lebendig macht.
    Dann geh hin und tu es.
    Denn die Welt braucht Menschen, die lebendig sind.“

    Liebe Grüße

    Tim

  • Cooler Artikel Tim – gratuliere zum Gastartikel hier auf Zeit zu leben. Es gibt immer mehr Beweise die zeigen, dass der richtige Mehrwert dazu führt, dass irgendwann davon gelebt werden kann.

    Ich kann mir vorstellen, dass sich viele Fragen: Ist da überhaupt noch Platz für mich? Und: Wen interessiert denn was ich schreibe? :-)

    • frank katzer schreibt am 19. März 2013

      ich denke, gute inhalte kann es nicht genug geben.

      jeder hat seine eigene geschichte, die in alles einfliesst, was er schreibt (oder zumindest einfliessen sollte). d.h. auch wenn du denke, dass du ein thema bearbeitest, über das schon 1000e vor dir geschrieben haben: du sprichst wieder eine ganz andere zielgruppe an.

      wenn du dir z.b. die ganzen literatur im bereich „lebenshilfe“ anschaust, dann kann der eine vielleicht mit den amerikanischen bestsellern nichts anfangen, weil sie zu reisserisch aufgemacht sind, aber ein zeitzuleben hat prinzipiell die gleichen inhalte und spricht dich eher an, weil es vom stil und der authentizität besser passt.

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