Tagebuch inkl. Videokurs Gelassenheit

Halt. Stopp. Wenn das Glück dir im Alltag begegnet.

Vor einiger Zeit bin ich an einem schönen Sommerabend mit dem Fahrrad im Dunklen nach Hause gefahren. Als ich um eine Ecke bog, sah ich schräg oben vor mir zwischen zwei besonders schönen Häusergiebeln den Mond stehen: voll und rund … majestätisch. Einige wenige sehr zarte, durchscheinende Wolkenfetzen zogen vor dem Mond her und verschönerten das Bild noch mehr.

Innehalten

Eigentlich wollte ich schnell nach Hause, die Ampel, die gerade grün wurde, noch mitnehmen. Aber dann fiel mir ganz plötzlich ein Zitat ein, das ich vor kurzem gelesen hatte:

Am Regenbogen muss man nicht Wäsche aufhängen wollen. 

– Friedrich Hebbel

Ja, genau das ist es. Ich wusste noch genau, was ich beim Lesen des Zitats gedacht hatte. Ein Regenbogen ist etwas Wunderschönes, für mich immer noch ein kleines Wunder, auch wenn ich mittlerweile weiß, wie er entsteht. Und wenn ich dieses kleine Wunder in meinem Alltag untergehen lasse oder noch etwas Nützliches daraus machen möchte, sprich, die Wäsche daran aufhänge, dann geht das Wunder an mir vorbei. Und ich nehme mir selbst einen Moment der Verzauberung und des Glücks.

Als ich also den Mond am Himmel sah, wie er sich groß und eindrucksvoll vor dem dunklen Hintergrund abzeichnete, dachte ich: Wenn Du jetzt weiterfährst, dann versäumst du diesen wunderschönen Moment. Du kommst vielleicht schnell nach Hause, aber es war nur eine Fahrt nach Hause. Wenn du jetzt stehen bleibst, wird der Abend etwas Besonderes sein.

Ich hielt an, stellte mich auf den Bürgersteig und gab mich dem Bild hin. Ich tat nichts, außer dieses wunderschöne Bild in mich aufzunehmen. Es verzauberte mich. Und machte mich in diesem Moment unwahrscheinlich glücklich. Es war merkwürdig. Nach einer Weile kamen keine Wolken mehr. Ansonsten schien der Himmel auch wolkenlos zu sein. Als hätte ich den Mond genau in dem Moment erblickt, in dem er am schönsten zu sein schien.

Nach einer Weile stieg ich auf mein Fahrrad und fuhr voller Glück und Dankbarkeit nach Hause. Am nächsten Tag dachte ich weiter über dieses Erlebnis nach. Was war der Zauber gewesen?

Was war der Zauber?

Ich hatte mich ergreifen lassen. Hatte nicht versucht, irgendwelche Pläne zu verfolgen, Nützliches zu denken oder den Film, den ich zuvor im Kino gesehen hatte, zu analysieren. Ich war einfach stehen geblieben und hatte mich dem Moment hingegeben.

Um auf das Zitat zurückzukommen. Ich hatte eben nicht versucht, Wäsche am Regenbogen aufzuhängen. So konnte ich einen sehr wertvollen Augenblick erleben. Und auch jetzt noch, nach einigen Wochen, sehe ich das Bild von dem Mond vor mir. Auch jetzt noch erfüllt es mich mit Zufriedenheit und Freude. Einfach weil ich meinen Regenbogen-Moment, wie ich diese Augenblicke seitdem nenne, erlebt habe.

Als ich weiter über diese Regenbogen-Momente nachdachte, fielen mir noch weitere Augenblicke ein, die einen – wenn auch nicht so intensiven – dennoch ganz ähnlichen Zauber hatten.

  • Auf einem Waldspaziergang, die erste Kastanie dieses Jahres zu finden und in der Hand zu rollen.
  • Ein leuchtend gelbe Chrysantheme einzupflanzen. Die Erde zu spüren und ihren Duft einzuatmen.
  • Mit einem bislang unbekannten Menschen auf einer Party ein intensives und tief berührendes Gespräch zu führen.
  • Ein Foto, das schon ewig dort steht, wieder neu wahrzunehmen und sich an einen ganz besonders schönen Augenblick zu erinnern.
  • Auf dem Balkon in der Spätsommersonne zu sitzen und die Augen zu schließen. Die Wärme zu spüren.

Und das alles konnte ich nur so genießen, weil es eben keine Hintergedanken gab, keine Pläne, keine Anforderungen an den Moment.

Regenbogen-Momente überall?

Vielleicht fallen dir ja ganz spontan auch ein paar Regenbogen-Momente ein?

  • Welches Erlebnis hat dich tief berührt?
  • Welche Begegnung war überraschend schön?
  • Wobei hattest du das Gefühl, dass die Zeit einen Moment stehen bleibt?
  • Bei welchem Ereignis hattest du den Eindruck, dass du dich auf einmal um ein Vielfaches stärker und energiegeladener fühltest?

Wenn du dir diese Momente ein wenig bewusst machst, kannst du sie womöglich in Zukunft leichter erkennen und dann noch häufiger solche oder ähnliche Momente erleben. Außerdem kannst du dich immer mal zwischendurch daran erinnern und sie so für dich ein wenig wiederholen.

Seit meiner Erfahrung mit dem Mond und meinen Gedanken über das Zitat mit dem Regenbogen bin ich noch etwas achtsamer geworden. Wenn ich ganz bewusst versuche, mir meine Regenbogen-Momente nicht selbst zu zerstören, indem ich z. B. weiterhetze oder an irgendwas zu Erledigendes denke, erkenne ich sie viel häufiger. Und das sind dann viele kleine Regenbogen, die in meinem Alltag aufscheinen können.

Halte doch in den nächsten Tagen auch ein wenig Ausschau nach deinen persönlichen Regenbogen-Momenten. Und lasse dich ab und zu überraschend etwas verzaubern.

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Kommentare

  • Die schönste Zeit im Leben
    sind die kleinen Momente,
    in denen du spürst:
    Du bist zur richtigen Zeit,
    am richtigen Ort.
    (Jochen Mariss)

  • Ich habe diesen tollen Beitrag erst heute lesen können. Ich kann ihm nur zustimmen. Ich voin gerade von einem dreiwöchigen Kanadaurlaub zurück gekommen. Dort habe ich viele dieser Momente gehabt und ich habe stundenlang in der Naut gesessen und diese genossen. Das Leben kann schon sehr schön sein, man muß die Schönheiten nur sehen.

  • Ich hatte und habe sehr schöne intensive Momente im Leben erlebt. Sie sind mir, auch in schwersten Zeiten, nie abhanden gekommen. Ich liebe die Sonnenuntergänge und den Himmel u. auch den Regenbogen und habe sehr viele tolle Bilder gemacht. Meine intensivsten Augenblicke waren die Geburten meiner 3 tollen Kinder, zumal eine meiner Töchten am Samstag, den Mann heiratet, den sie liebt. Aus diesem Grund war mein zuletzt schönster, magischer Moment, als ich meine Tochter zum 1. Mal im Dezember im Brautkleid gesehen habe bei ihrer 1. Anprobe. Sie wird am kommenden Samstag wunderschön aussehen und es wird mein emotionalster, glücklichster, magischster Moment sein und z.Zt. alles übertreffen. Danke für den wundervollen Bericht über den Mond.

  • Liebe Nicole,

    Danke für Deinen Beitrag. Ich liebe Regenbögen. Sie sind für mich ein Zeichen Gottes in unserer Welt, ein Zeichen dafür, daß er uns, die er so einzigartig geschaffen hat, liebt und nie vergißt.

    Ich wünsche euch allen, die ihr hier lest und schreibt, einen bunten, frohen, warmen, herzlichen Regenbogen für euren manchmal grauen Alltag, für euer Herz und eure Sinne, und daß er immer da ist, wenn ihr ihn braucht.

    Ich freu mich über jeden Regenbogen, der mir begegnet, staune, schaue … bin dann einfach nur da und vergesse die Zeit.

    Alles Liebe und SEINEN Segen für euch alle ..

  • Wilhelm Busch schrieb dazu:

    Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge.

    In diesem Sinne: Es leben die kleinen großen Dinge dieser Welt, ob wir sie nun wahrnehmen oder nicht….auf daß wir sie wahrnehmen, denn dies ist wohl ein Stück Sinn des Mensch-Seins.

  • Wenn wir die Gnade haben, eigene Kinder oder gar Enkel zu haben, lernen wir wieder in der Gegenwart zu vrbleiben und all die vielen Betrachtungen und Fragen die ein Kind an uns stellt bringen uns die Wirklichkeit wieder zurück. Diese Wirklichkeit, die wir schon vergessen hatten.

  • Liebe Nicole,
    das war wunderbar für mich, weil ich mich da so bestätigt (eben oft belächelt) fühlte. Ich weiß, ich kann den Augenblick genießen, genau so, wie du es beschrieben hast, sogar bei fast allen ähnlichen Gelegenheiten.
    Woher ich das habe (Vater, Mutter) weiß ich nicht, aber jetzt freue ich mich noch mehr darüber. Das macht glücklich.

    Ich muss dazu sagen, dass ich leider oft eine melancholische Stimmung habe und das hat mir jetzt richtig gut getan.
    Lieben Dank.

  • Weitere Regenbogen-Momente finden sich übrigens auch wöchentlich in der Wochenzeitung „Die Zeit“ auf der letzten rosafarbenen Leserseite unter der Rubrik: „Was mein Leben reicher macht“, die wiederum inzwischen auch schon als Buch unter dem gleichnamigen Titel veröffentlicht wurde. Sehr berührende Augenblicke, die Menschen da schildern und die Lektüre beim Zeitschriftenhändler oder beim Einkaufen wird selbst jedes Mal zu einem Regenbogen-Moment für mich.
    Viel Freude beim Lesen und Erleben.

  • Ein wunderbarer Artikel!!! Vielen Dank dafür! Der Regenbogen-Spruch hängt schon bei mir ganz groß an der Pinnwand :-)

  • Angelika Enderling schreibt am 30. September 2012 Antworten

    schöne Bilder und Gedanken…was ist aber z.B.an der 2.Kastanie nicht mehr wahrnehmenswert?
    Wenn ich die Augenblicke einteile in besonders wertvolle und mehr alltägliche – lebe ich dann noch im Augenblick? Alles Werten ist vielleicht fehl am Platze?

    Angelika

  • Beim Lesen deiner Mond-Erfahrung lief es mir kalt den Rücken runter, denn es rief eine wunderbare Erinnerung in mir hervor an ein Erlebnis, das ich vor ca. 5 Wochen hatte: Ich machte Urlaub auf Juist, hatte die Nacht wegen Hitze und Erkältung nicht schlafen können, ging gegen 5.30 Uhr an den Strand und nahm dort intensiv die Stille, die Gerüche, die herrlichen Farben am Himmel auf und fragte mich noch, wo genau wohl die Sonne aufgehen würde. Es war immer mein großer Wunsch gewesen, irgendwo mal einen Sonnenaufgang über dem Meer zu erleben – bisher kannte ich nur Untergänge… und siehe da, aus dem Meer stieg die Sonne orangerot auf, inmitten rosa Wolken.. ich war so dermaßen ergriffen, dass ich vor Freude heulen musste und ein Gebet zum Himmel richtete voller Dankbarkeit. Es war für mich wie eine Offenbarung und tiefes Glück erfüllte mich. Ich kann nur sagen, nehmt diese Wunder der Natur, die uns immer wieder begegnen, wenn man die Augen und Sinne offen hält, intensiv wahr und schöpft daraus Kraft für alles weitere. Die Erinnerung an diese kraftspendenen Momente lassen so manches Negative im Alltag in einem anderen Licht erscheinen. Danke für deinen „mir aus der Seele gesprochenen“ Erfahrungsbericht. Wünsche allen Lesern einen glücklichen Sonntag!!!

  • Ich denke ein Problem unserer Zeit ist es,
    dass viele Menschen, diese Regenbogen-Momente
    nicht mehr wahrnehmen, weil sie gerade
    in der Schlange stehen um sich das neueste Iphone zu ergattern ;-)

    Ich hatte mal ein paar Zeilen, die wollten sich nie zu einem
    Gedicht zusammenfügen und dann habe ich diese Zeile in eine Geschichte gewoben – und diese Geschichte zeigt meines Erachtens sehr schoen den Bewusstseinwandel, wenn wir unsere
    Wahrnehmung verändern.
    http://www.e-stories.de/view-kurzgeschichten.phtml?12880

    herzliche grüsse – franz

    • monika schreibt am 30. September 2012

      lieber franz,

      ich suchte gleich deine wundershcöne geschichte und speicherte sie gleich ab; sie ist so sehr gut geeignet für einen seniorennachmittag.

      danke nochmals, alles gute und wieterhin solche sinnigen geschichten.

      lg monika

  • Ich denke, das Regenbogenerlebnis bedeutet nichts anderes, als im Augenblick zu leben. Je intensiver ein Augenblick erfahren wird, desto intensiver ist das Erleben des eigenen gesamten Seins und des gesamten Lebens. Ich denke, man muß in sich hineinschauen und sich in Einklang bringen mit allem was einen umgibt. Man muß sich bewußt werden, daß dieser einzigartige Augenblick nie wieder kommen wird. Es gibt ihn nur ein einiges Mal.Glücklichsein ist immer nur gegenwärtig. Für Glück gibt es nur den Augenblick.
    In diesme Sinne wünsche ich allen wunderbare Momente des Glücks.

  • Beim Frühstück heute gegen 9:30 Uhr konnte ich an unserem Schwimmteich ganz viele verschiedene Vögel beobachten. Einige suchten Futter, andere wiederum nahmen ein Bad im kühlen Wasser oder spielten lustigerweise. Irgendwie entstand eine kleine Rangordnung, wer wann das Wasser nutzt – oder im Ufergraben nach Futter sucht. Wir haben den Tag also gemeinsam begonnen und ich mit einem wunderbaren Regenbogenmoment. Danke für den Beitrag – ich werde die Augen jetzt viel offener halten und mehr genießen lernen!

  • Die Navajo sagen: „Die Schönheit, mit der du lebst,
    die Schönheit, durch die du lebst,
    die Schönheit, auf die du dein Leben gründest.“

    Allen weiterhin immer mal wieder eine ‚Auszeit‘ mit schönen Regenbogenmomenten und einen herbstlich stimmungsvollen Sonntag.

  • Ob es der Regenbogen, der Mond, eine schöne Blume oder eben z.Z. die sich färbenden Blätter sind, die für einen Moment unsere ganze Aufmerksamkeit beanspruchen. Es sind „kleine“ Dinge die uns verzaubern und begeistern. Ich finde es sehr schön und wichtig, wenn Menschen sich an solchen alltäglichen Sachen erfreuen können. Es muss nicht irgendetwas spektakuläres o. bombastisches sein. Ein Glücksempfinden und Zufriedenheit für einen Moment, kann die Sicht auf diese Dinge bringen. Ich selber liebe solche Momente. Heute Morgen erst wieder beim Worken durch die Natur, habe ich mich nach einer frischen Kastanie gebückt. Das verzaubernde Gefühl diese in der Hand zu halten und die herrliche Oberfläche zu spüren und sie wie einen Schatz zu betrachten ist doch schön. Auf der Stelle finden sich dazu schöne Kindheitserinnerungen ein. Die Eile und der Druck nach Perfektion lasst uns leider im Alltag das ganz schnell vergessen. Und wir fragen uns dann manchmal, warum stellt sich keine Zufriedenheit ein.

    • Andrea Piro schreibt am 30. September 2012

      Bewusst Leben, im Augenblick…
      Ich frage mich ob das viele Menschen verlernt oder vergessen haben.
      Ich bin übrigens deswegen aufs Land gezogen um wieder mal Schnee zu schmecken, Blätter fallen zu hören etc.
      Ich liebe den Sturm und wenn mir der Wind alle Gedanken aus dem Kopf pustet…
      Oder mein ergreifendstes Erlebnis:
      Vollmondnacht im Winter. Eine unwirkliche Landschaft schneebedeckt ohne irgendeine Spur von Leben und ich wandere da durch.
      Bei unserem letzten Dorffest erzählte ich davon und war positiv erstaunt das man mich nicht auslachte sondern viele Menschen mir von ihrer Sehnsucht erzählten und sich nur nicht trauten nachts alleine spazieren zu gehen.
      Achja und in der Stadt hatte ich auch ein Erlebnis: ein kleiner Schmetterling irrte auf einem Supermarktparkplatz rum und ich fing ihn ein und brachte ihn ein Stückchen weiter in eine Grünanlage.
      Es gibt so viele solcher Glücksmomente im Leben wenn man einfach mal mehr inne hält und auf seine Umgebung achtet.
      Gestern war ich in Köln und total erschrocken über die Stimmung in der Strassenbahn. So viele Menschen und kein nettes Wort oder überhaupt irgendeine Kontaktaufnahme miteinander.
      Horror, nur Mauern….
      Neee, in einer solchen Umgebung möchte ich nicht leben.

      Liebe Grüße
      Andrea Piro

  • Ein wunderbarer Beitrag, der mich echt gerührt hat. Haben wir doch gerade letzte Woche so ein Erlebnis gehabt. Wir sind gerade dabei unser Haus zubeziehen und es kostet viel Zeit und harte Arbeit. Da rief mich mein Mann nach draußen, ich steckte gerade in einer Arbeit, ich müsse unbedingt kommen. Ich ging nach draußen und mein Mann stand schon bei der Nachbarin und klingelte sie heraus. Ein wunderbarer Regenbogen, in solch intensiven Farben, wie ich ihn, glaub ich, noch nie gesehen habe, voll ausgebildet zeigt sich am Himmel. Und wir standen zu dritt da und bewunderten ihn minutenlang und alle Arbeit und alles was wir vorher gemacht hatten, war egal. Sogar ein zweiter Regenbogen baute sich auf. Wunderschön. Und Sie haben vollkommen recht. Das sind Dinge, die uns im Gedächtnis bleiben.

  • Wunderbar! Ganz vielen Dank für diese Gedanken!
    Ich wünsche allen noch eine Menge Regenbogenmomente!
    Schönen Sonntag
    Eva

  • Danke für diesen tollen Artikel!

    Ich möchte noch beifügen, dass es gerade diese (unscheinbaren, stillen) Momente sind, die einem in Erinnerung bleiben, weil sie das Glück in gewisser Weise „speicherbar“ machen können. Man kann es durch die Erinnerung an diese Glücksmomente wieder hervorholen und spürt dann für Augenblicke noch die Wärme, die davon ausgeht…

    So wie in Erinnerung an meine kürzlich plötzlich verstorbene Katze, die täglich ihre Streicheleinheiten eingefordert hat und mit der ich unvergessliche Momente als Mitbewohner erleben durfte….
    Die Trauer weicht dann einer Dankbarkeit, dass sie für 5 Jahre mein Leben bereichert und begleitet hat. Und ihre Wärme spüre ich oft heute noch…

  • In Ruhe diesen Text zu lesen, ihn mit allen Sinnen zu erfahren und somit letztendlich einen Regenbogen-Moment zu teilen war für mich gerade eben sehr kostbar. Das Leben nur auf Funktionieren und Pflicht erfüllen auszurichten ist oft die Basis dafür, am eigentlich Kostbaren, das uns das Leben bietet, vorbeizueilen. DANKE für diese Zeilen ♡

  • „Was war der Zauber gewesen“?

    Vielleicht ein Viertele Wein zuviel ?? Wir wissen es nicht.
    Tatsache ist jedoch, auf dem Fahrrad liegt die Promille-Grenze bei erlaubten sagenhaften 1,6;

    In diesem Sinne – den Augenblick genießen …Prost !!

  • Als ich entdeckte, dass man der Mondwinde, als sei es ein Film, beim Aufblühen zuschauen kann. Als dann, während ich dieses Phänomen meiner Schwester zeigte, auch noch ein Regenbogen am Himmel stand.

    Als ich mit meinem Schatz den Pinguinen in der Antarktis beim Eisberghüpfen zusah – ein vermutlich „once in a lifetime“ Erlebnis, das ich nie vergesse und das mich beim Dran-erinnern immer wieder berührt.

    Als ich mein erstes gedrucktes Buch in der Hand hielt. Als ich die ersten Kommentaren in meinem Webmagazin bekam.

    Jeden Tag wieder, wenn die Eichhörnchen auf unseren Balkon kommen und sich eine Nuss klauen. Oder wenn ich nach meinem morgendlichen Yoga-Ritual meinen Liebling wachküsse.

    Überall „lauern“ solche Herzerfreuer und bescheren wunderbare Glücksmomente. Man muss sie nur sehen. – Also Augen auf! Achtsam innehalten! Hinspüren und Erleben! :-)

  • Ein Schmetterling, der auf meinem Fuss sitzen bleibt, die Katzen auf der Treppe, hingegeben an die Wärme der untergegangen Sonne… Es gibt viele solche schönen Regenbogenmomente. Sie wahrzunehmen ist das Geschenk! Fähig sein, inne zu halten und sich dem Moment hinzugeben, das ist ein Herausforderung in unserer leistungsorientierten Welt.

    Danke für diese Erinnerung an die kleinen Momente des Glücks, die dem Leben Sinn geben.

  • Mein Kommentar, braucht wohl keine weiteren Worte mehr…

    Ein Tag am See
    Vor mir liegt ein See in einer wunderschönen Landschaft. Zweige hängen am Rand tief in das klare Wasser. Ich sehe Fische, die um die Blätter ihre Bahnen schwimmen. Irgendwo ganz in der Nähe muss ein kleiner Wasserfall sein, denn ich höre das Rauschen und sehe einen Regenbogen, der sich über den Bäumen wölbt. Über der Wiese steigt Dampf empor, es hat vor einigen Minuten geregnet. Ein wunderbarer sanfter und warmer Regen. Nun ist der Himmel wieder klar, die Luft rein und mild. Überall leuchten die Blumen wie frisch gewaschen. Lerchen steigen jubelnd gegen den Himmel.

    Ich bekomme Lust auf das klare Wasser in diesem See. Ob ich bei meiner Planung für den heutigen Tag schon daran gedacht hatte? Meine Badesachen sind im Auto, schnell bin ich umgezogen und tauche in das Wasser ein. Ich schwimme bis zu dem Wasserfall und stelle mich darunter. Das Wasser strömt über meinen Kopf, meinen Rücken – ein herrliches Gefühl. Meine Gedanken sind klar, ich fühle wie die Anspannung der letzten Tage und Wochen von mir
    „abgewaschen“ wird. Alles um mich herum erscheint heiter und die plätschernden Bewegungen des Wasserfalls durchströmen meinen ganzen Körper. Ich merke, wie sich mein Blick erhellt, ein Lächeln über mein Gesicht gleitet. Ich empfinde eine große Zufriedenheit. Langsam schwimme ich zurück, steige aus dem Wasser, trockne mich ab und ziehe mich wieder an. Die warme Luft, die nun schon wieder trockene Wiese, laden mich zum träumen ein. Ich breite eine Decke aus und lege mich auf dem Rücken darauf, schaue den Wolken bei ihrer Wanderung zu. Es ist eine sanfte Bewegung am Himmel: die Wolken, Vögel, ein leichter Lufthauch.
    Alles ist in einer einzigen Harmonie, eine Melodie für Herz und Seele. Ich empfinde eine innere Ruhe, Friede, ein Glücksgefühl hat sich in mir ausgebreitet, es ist einfach sehr schön.
    Entspannt und erholt trete ich die Heimreise an.
    Es war nur ein kurzer Ausbruch aus meinem Alltag, dieser Tag für die Seele. Wunderbar! Ich möchte dies so oft ich kann wiederholen. Komm doch mit!

    Danke für Ihre Mail und Ihre Geschichte.

  • Ein sehr schöner Impuls! Es ist erstaunlich, wie tief sich solche Regenbogenmomente einprägen.Sofort sind die Bilder wieder lebendig. Ich püre den Moment regelrecht. Was die meisten solcher kostbaren Momente kaputt macht (selbst wenn man Zeit hätte), ist der Fotografie-Wahn. Das ist auch so eine Art „Wäsche aufhängen“. Schnell noch ein Foto für´s Album oder die Fotoshow – und alles ist vergessen.
    Vielleicht schaff ich es mit diesem Impuls besser, Augenblicke zu genießen.

    • Susanna schreibt am 1. Oktober 2012

      Da haben Sie vollkommen recht!

  • Herzlichen Dank! Regenbogen-Momente fehlen mir zur Zeit sehr! Ich werde, mit dieser schönen Geschichte im Herzen und mit offenen Augen für Regenbogen-Momente in die neue Woche starten.

    Jutta

  • ..ein wunderbarer Beitrag, vielen Dank!
    Seit vielen Jahren achte ich jeden Tag neu auf die kleinen Glücksmomente. Eigentlich bin ich ein recht froher Mensch – doch so richtig bewusst wurden mir diese unwiederbringlichen Augenblicke durch meinen Sohn. Wir sind beide begeisterte Sternegucker und können uns nie sattsehen und verbringen Zeit mit Astronomie. Als vor Jahren gerade drei nahe Verwandte starben und der Tod Thema tiefempfundener Gespräche war, sagte er mit ganz frohen Augen: Weisst du, das Schönste ist, wir sind nie verloren – wir sind und bleiben Sternenstaub – und strahlen alle miteinander, ob lebend oder gestorben hinaus zu all den Sternen um unsere Erde herum…

    • Katarina B. schreibt am 30. September 2012

      Was für schöne Gedanken! Danke.

  • „Glücklichsein ist die Empfindung, ein Teil von etwas Wunderbarem zu sein“ (Wolfgang Gerent) – dieses Erlebnis bestätigt das einmal mehr.

  • Herzlichen Dank! Ein Regenbogenerlebnis hatte ich neulich bei Heftig starkem Wind, als ich über die Felder mit dem RAd unterwegs war: Ein kleiner Schwarm von ca zehn Krähen ließ sich auf das Treiben es Windes ein. Sie spieltem freudvoll mit dem Wind. Das war allein schon ein Schuspiel. Aber dann noch etwas ganz und gar ungewöhnliches: Sie jauchzten vor Lust und Hochstimmung, Freudenschrei stießen sie aus, wie ich sie noch nie von Krähen gehört habe.
    Ich war beglückt, das erleben zu können!
    Rudolf Will, Mannheim – Schönau.

    • R.Lucky schreibt am 30. September 2012

      Hallo,

      Ihren Beitrag finde ich sehr schön und anrührend! Viele Grüße aus Mannheim- Neckarstadt und einen schönen Sonntag!

  • ich empfinde genau wie sylvia, und danke ihnen, nicole, herzlich für ihren so wertvollen beitrag, dem ich vollkommen zustimmen kann.

    wir gehen an den wundern des alltags vorbei, die uns bereichern, wenn wir nur perfektionistisch unser tagesprogramm durchziehen wollen.

    ich erlebte als pfarrfrau, dass das sowieso unmöglich war, da mir die menschen wichtiger waren als „blankgeputzte fenster“.
    so lernte ich, auch auf die inneren impulse zu achten, sei es ein besuch, oder „nur“ ein telefonat.

    wenn wir lernen, achtsam zu sehen, zu leben, finden wir auch unsere innere „mitte“, werden dankbar für die kl. dinge und zufriedenere menschen.

    allen einen erholsamen sonntag zum auftanken mit der nötigen ruhe und einkehr.

  • Wunderbarer, berührender Beitrag, dem ich aus ganzem Herzen nur zustimmen kann. Den Augenblick wahrnehmen, es zumindest immer wieder zu versuchen, einfach achtsam ! leben und dadurch sich selbst ein großes Geschenk machen. Das Leben verändert sich durch Achtsamkeit , es bekommt viel mehr Tiefe und auch Glück.

    Herzliche Sonntagsgrüße

    Sylvia

  • Anna Maria

    Mein Partner und ich diskutieren im Moment oft über den Sinn des Lebens – ich denke, dass das „Einfach Sein“ in solchen Momenten ein Teil davon ist. Außerdem ist es das was Kraft gibt für viele andere sehr herausfordernde Momente….

    Nicht Weiterhetzen einfach mal Innehalten – ist doch auch Sinn des Sonntages…

  • Heute morgen gab’s so einen wunderschönen, strahlenden Vollmond…eben ist er untergegangen…das war also perfektes Timing !

  • Danke, Nicole, für den schönen Sonntagsgruß mit Regenbogen.

  • Wunderbar! Ich kenne dieses unendlich berührende Gefühl… und solche Augenblick – Geschenke:
    Als mein Sohn vor vielen Jahren auf dem Weg in den Kindergarten wieder umkehrte, mir vom Strässchen her zurief ich solle rauskommen und mir unsere riesige Buche im Herbstkleid zeigte: Die Sonne war eben aufgegangen und schien unmittelbar ins goldgelb leuchtende Laub „unseres“ Baumes. Da sagte mein Sohn: Ist es nicht wunderschön auf der Welt? – wir haben einen goldenen Baum!

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