Respekt vor meinen Grenzen – Wie du Grenzen setzen lernst

Hast du schon einmal erlebt, dass jemand deine Grenzen überschritten hat? Sei es durch Unachtsamkeit oder durch unfaires oder unangemessenes Verhalten. Oder auch einfach nur, weil dir jemand körperlich zu nahe gekommen ist, ohne dass du das wolltest.

Wir Menschen haben alle unsere Grenzen. Unsere Grenze ist unser persönliches Hoheitsgebiet. Und wir allein bestimmen innerhalb dieses Hoheitsgebiets, was erlaubtes oder nicht erlaubtes Verhalten ist. Sobald jemand unsere Grenzen verbal oder körperlich überschreitet, merken und fühlen wir das sehr direkt und sehr deutlich. Weil wir dann unangenehm berührt sind, uns ärgern oder einfach nur in Stress geraten.

Wir haben alle andere Grenzen

Dabei hat natürlich jeder von uns andere Grenzen. Mir persönlich ist zum Beispiel zwischenmenschlicher Respekt recht wichtig und deswegen reagiere ich „angepisst“, wenn jemand mich oder jemand anderen respektlos behandelt. Viele meiner Freunde sind da in der Hinsicht eher entspannter. Das zeigt mir immer wieder, wie unterschiedlich wir doch alle sind.

Unsere Grenzen haben übrigens dabei nicht zwingend etwas mit der Unterscheidung zwischen dünnhäutig und dickhäutig zu tun. Dünnhäutige Menschen haben zwar meist engere Grenzen, die leichter zu verletzen oder zu überschreiten sind. Aber auch die meisten dickhäutigen Menschen haben ihre wunden Punkte, an denen man schnell zum Grenzüberschreiter wird, ohne es böse zu meinen, ja oft sogar, ohne es zu merken.

Was ich sagen will: Jeder von uns hat seine eigenen ganz speziellen Grenzen und zwei Menschen haben selten die gleichen.

Und weil wir hier alle so anders sind, kommt es auch ständig vor, dass wir versehentlich einen Schritt über die Grenze eines anderen Menschen tun. Oft passiert das, ohne dass wir es beabsichtigen, und sogar, ohne dass wir es bemerken.

Wir überschreiten ständig Grenzen von Menschen

Dass wir gegenseitig unsere Grenzen überschreiten, ist relativ normal und meistens einigermaßen problemlos. Kleinere Überschreitungen können die meisten von uns gut wegstecken. Das ist es, was Toleranz ausmacht. Ich nehme kleinere Unbill auf mich, ohne etwas zu sagen. Wenn wir beim kleinsten Ungemach immer gleich rumzicken würden, dann würden wir ja aus dem Jammern nicht mehr rauskommen. Und wir wären auch sehr, sehr anstrengend für unsere Umgebung.

Aber es kommt irgendwann der Punkt, da müssen wir etwas sagen. Zum Beispiel, wenn sich die Grenzüberschreitungen häufen. Oder wenn jemand mit großen Schritten einfach über unsere Grenzpfeiler hinwegsteigt.

Dann ist der Zeitpunkt, den Finger zu heben und laut und deutlich zu sagen:

„Meine Liebe … hier bist du mir zu weit gegangen. Da will ich so nicht. Das ist mir unangenehm. Das ist nicht in Ordnung für mich, wenn du das tust oder sagst. Lass das bitte und mach das nicht wieder.“

Oder: „Du … ich weiß, du meinst es gut … aber hier bist du mir viel zu schnell … so gut kennen wir uns noch nicht.“

Oder: „Hey, pass auf, wenn du das noch mal machst, bekommen wir ernsthafte Probleme miteinander.“

Schreib dich glücklich…

Es gibt eine bestimmte Art, ein Tagebuch zu schreiben. Eine Art, die dich wirklich voran bringt. Ein Tagebuch, das dich heilen kann. Pure Selbsterkenntnis. Und jede Menge Spaß: Projekt: Tagebuch.

Wenn wir unsere Grenzen nicht verteidigen

Grenzen setzen. Grenzen verteidigen. Muss man. Ist logisch, oder? Nicht nur aus Eigeninteresse, sondern auch, damit die Menschen um uns herum wissen, wen sie vor sich haben. Denn vielleicht hast du es auch schon erlebt, dass Menschen mit starken und gesunden Grenzen oft sehr angenehme Gesellschaft sind, weil wir bei ihnen wissen, woran wir sind. Gesunde Grenzen machen uns stark und Stärke ist nun mal sehr attraktiv.

Nun gibt es aber auch viele Menschen, die nicht besonders gut darin sind, für sich selbst, die eigenen Bedürfnisse und Werte einzustehen.

Natürlich haben diese Menschen auch ihre Grenzen. Aber während ein guter Grenzzaun bildlich gesprochen so um die 3 Meter hoch sein sollte, ist ihr Zaun nur 30 cm hoch, so dass jeder ungestraft darüber hinwegsteigen kann.

Mit diesen Menschen kann man im Prinzip alles machen. Zum Beispiel kann man, ohne große Konsequenzen befürchten zu müssen, unhöflich sein, man kann sie auflaufen lassen, man kann sie ausnutzen, man kann sie emotional unter Druck setzen und zu Dingen bewegen, die sie nicht möchten.

Mit einer zu schwachen persönlichen Grenze ist man anderen Menschen schutzlos ausgeliefert. Deswegen ist es wichtig, die eigene Grenze zu kennen und sie stark zu halten.

Neulich hatten wir ja hier einen Beitrag, in dem es darum ging, wie wichtig es ist, sich dem Leben gegenüber zu öffnen. Und wohldefinierte persönliche Grenzen zu haben und dem Leben gegenüber offen zu sein, ist kein Widerspruch. Ich habe eher das folgende Gefühl: Wenn ich klar weiß, was für mich o. k. ist und was nicht, dann kann ich mich einfacher öffnen, weil ich sicherer und souveräner mit mir selbst bin.

Gut … wie bekommt man den eigenen Grenzzaun denn auf eine angemessene Höhe? Dabei helfen dir vielleicht die folgenden Ideen.

Die eigenen Grenzen bewusst machen

Wenn du deine Grenzen stärken möchtest, dann musst du dir erst einmal erlauben, überhaupt eine Grenze zu haben und diese auch zu schützen. Und die Voraussetzung dafür ist wiederum, die eigene Grenze genau zu kennen. Sonst passiert es schnell, dass man, ohne es zu merken, überrannt wird und dann erst im Nachhinein viel zu spät merkt, dass jemand unerlaubt in das eigene Hoheitsgebiet eingedrungen ist.

Wo genau verlaufen also deine Grenzen?

  • Welche deiner Bedürfnisse sind dir so wichtig, dass deren Missachtung eine Grenzüberschreitung für dich bedeutet? (Zum Beispiel mein Bedürfnis nach Ruhe, Respekt oder Fairness)
  • Was ist dir so wichtig, dass du dafür kämpfst, wenn diese für dich wichtige Sache durch andere verletzt wird? (Zum Beispiel wenn jemand Tiere quält oder Ähnliches)
  • Welches Verhalten anderer Menschen verletzt deine Grenzen? Was ist für dich nicht in Ordnung? Was muss jemand tun, um deine Grenzen zu überschreiten?
  • Was bist nicht länger bereit zu tolerieren?
  • Wann hast du dich das letzte Mal im Kontakt zu einem anderen Menschen schlecht gefühlt und welche deiner Grenzen wurde da eventuell überschritten?

Und auf der anderen Seite aber auch:

  • Wann und wo erlaubst du anderen Menschen, auch nahe an dich heranzukommen?
  • Wer darf in welcher Situation Dinge, die andere nicht dürfen?
  • Welchen Menschen erlaubst du was? (Von wem nimmst du zum Beispiel Kritik an und von wem eher nicht?)

Mit diesen Fragen kannst du deine Grenzen ausloten und festklopfen. Und das ist auch wichtig. Denn der erste Schritt zu einer besseren Grenzverteidigung besteht immer darin, sich die eigenen Grenzen bewusst zu machen. Also … was sind deine Grenzen?

Sich selbst Grenzen zugestehen

Die eigenen Grenzen zu kennen hilft einem schon mal einen Schritt weiter. Aber es reicht nicht. Man muss sich selbst auch erlauben, diese Grenzen einzufordern. Denn das ist dein gutes Recht. Jeder von uns hat das Recht auf seine Grenzen. Du. Ich. Und jeder andere auch. Jeder von uns hat ein Recht darauf, zu bestimmen, welches Verhalten er von anderen Menschen toleriert und welches Verhalten nicht.

Hier tun sich nicht wenige von uns schwer. Und nicht selten ist eine Selbstwertgeschichte dafür ursächlich. Wenn ich mich selbst als Mensch nicht genug akzeptiere, wichtig nehme und wertschätze, wie soll ich dann für mich und meine Grenzen einstehen? Wenn ich andere Menschen wichtiger nehme als mich selbst, dann bewerte ich unbewusst ihre Freiheit des Handelns als wichtiger als mein Recht auf mein eigenes Wohl und meine Grenzen.

Aber meine allererste Aufgabe als „Ich“ ist es für mich und mein Wohl zu sorgen. Nicht falsch verstehen: Natürlich ist es auch wichtig, mich um die mir anvertrauten Schutzbefohlenen zu sorgen. Und Glück erlebt man ja oft auch eher im Dienst am anderen. Aber das kann ich ja nur, wenn ich selbst emotional und körperlich stabil und in Form bin. Deswegen muss ich mich zuerst immer erst einmal um mich selbst kümmern. Und das bedeutet wieder: Die eigenen Grenzen kennen und diese einfordern, wenn sie überschritten werden.

Deine Aufgabe ist es deswegen vielleicht hier, dein Selbstwertgefühl ein bisschen aufzupäppeln. In Kurzform bedeutet das: Mache Frieden mit dir und den Dingen, die du an dir vielleicht nicht leiden kannst. Beobachte dich selbst und entdecke, wo du dich selbst in Gedanken runtermachst und dir unschöne Botschaften sendest. Und fange an, diese Botschaften weniger ernst zu nehmen. Lerne, deine Gefühle besser wahrzunehmen, diese da sein zu lassen und diese aber auch loszulassen. Lerne dich selbst besser kennen, inkl. deiner Stärken und Schwächen. Lerne die Kunst der Gefühlsregulation. Lerne quasi alles, was dir dabei hilft, dich selbst mehr wertzuschätzen und mit dir selbst besser und freundlicher umzugehen.

Und dann kannst du auch bald sagen: Ich habe meine Grenzen und es ist absolut o. k., diese Grenzen einzufordern und notfalls auch zu verteidigen.

Konfliktbereitschaft lernen

Um die eigenen Grenzen zu verteidigen muss man auch ein gewisses Maß an Konfliktbereitschaft mitbringen. Das heißt, du musst es dir selbst erlauben, in einen möglichen Konflikt reinzugehen und diesen auch auszuhalten.

Oft trauen wir uns das nicht, weil wir dann Angst haben, dass andere uns nicht mehr mögen. Aber paradoxerweise mögen und respektieren wir normalerweise andere Menschen, die freundlich, aber bestimmt sagen, was sie wollen und was sie nicht wollen.

Das heißt, ein weiterer Lernpfad für dich könnte es sein, gut und sauber Streiten zu lernen. Mir helfen dabei zwei Dinge:

1. Die folgende Leitlinie, die ich durch den Verhandlungsklassiker „Das Harvard-Prinzip“ kennengelernt habe: „Sei hart in der Sache und weich mit den Menschen.“ Also stehe zu deinen Grenzen. Sage klar, was du willst. Sei hart bei deinen Interessen und Bedürfnissen. Gleichzeitig bist du aber höflich, respektvoll und verständnisvoll mit deinem Gegenüber. Und sei auch bereit, Positionen zu verlassen, wenn du merkst, dass du deine Interessen auch auf anderem Wege durchsetzen kannst.

2. Was auch hilft, sind die Grundprinzipien der gewaltfreien Kommunikation. Also bleibe immer bei dir. Und trenne sauber das, was passiert ist (die Fakten), und die eigene gefühlsmäßige Reaktion auf das, was passiert ist. Nimm deine Bedürfnisse wahr und lernen, deine Bedürfnisse einzufordern, ohne dem anderen Vorwürfe zu machen.

Und mache dir immer klar: Es ist dein Recht einzufordern, was du brauchst. Und wenn dein Gegenüber darauf eingeschnappt oder aggressiv reagiert, dann bleibe möglichst ruhig und sachlich und lege deinen Punkt so lange dar, bis der andere verstanden hat, worum es dir geht.

Und wenn jemand über lange Zeit überhaupt nicht bereit ist, deine Grenzen zu respektieren, dann ist auch die Frage erlaubt, ob dieser Mensch langfristig ein fester Bestandteil deines Lebens sein soll.

Ein kleiner Test

Wenn du Lust hast, mache doch mal ein kleines Experiment. Überleg dir doch einmal kurz ein oder zwei Situationen, in denen Menschen in den letzten Wochen dein Grenzen überschritten haben. Hast du die Situationen vor Augen? Ja? Prima.

O. k. … dann überlege doch einmal, wie du anders reagiert hättest und wie die Situation im besten Fall anders gelaufen wäre, wenn du die Ideen aus diesem Beitrag hättest anwenden können. Also

  • wenn du deine Grenzen klar kennst
  • wenn du dir deine Grenzen zugestehst,
  • wenn dein Selbstwertgefühl intakt ist und
  • wenn du kein Problem damit hast, in einen Konflikt reinzugehen.

Wie wäre das?

Ja, das könnte vielleicht deine Richtung sein.

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Hier haben wir dir die wichtigsten Tipps zusammengefasst. So kannst du sie zu Hause immer mal wieder durchlesen und immer besser darin werden, Grenzen zu setzen.

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Kommentare

  • Hallo!

    Heute habe ich das erste mal bewusst sanft meiner Mutter widersprochen, die sich in die Opferrolle zurückgezogen hat. Ich habe ihr etwas angetan. Mit dieser Reaktion auf meinen Religionswechsel habe ich nicht gerechnet. Ich musste ihr klarmachen, das ist mein Leben und meine Entscheidung. So habe ich das nicht gesagt, sondern nur, dass es nichts ändert, dass sie nicht einverstanden ist.

    Für mich ein Riesenschritt, nicht zu streiten, sondern nur bei mir zu bleiben. Für mich einstehen. In einer Wolke von Sätzen, die nur darauf aus sind, mir ein schlechtes Gewissen zu machen. Ihre Freiheit, meine Freiheit…. Sie leidet, weil ich eine Entscheidung getroffen habe, die ihr nicht gefällt. Mit der Intention: Du bist schuld, dass es mir schlecht geht. Nein! Deine Gedanken machen das. Aber das würde sie nicht verstehen……Ich wünsche allen gute Kompromisse und ein gutes Gefühl für die eigenen Grenzen!

  • Ich überschreite nie meine Grenzen – nur die der Anderen … hm …

  • Also ich finde auch, „Lächeln ist die beste Art – Zähne zu zeigen.“

    Sensibilität finde ich nicht das schlechteste, hat doch auch genügend Vorteile.

    Ich finde auch nicht – das wir „Leidensgenossen“ sind. Wir haben Erfahrungen, diese andere wiederum nicht haben.

    Liebe Grüsse und alles Gute an alle!!!

  • Übrigens muss es heißen,ich bin seither nicht mehr so angreifbar für andere. Chinesen grinsen auch oft in unerklärlich geheimnisvoller Weise oder sogar dauernd beim Sprechen.

    Aber in dem umfangreichen Programm von Ralf Senftleben finde ich den gleichen Tipp unter vielen anderen ich glaube es war beim Thema „Gewaltfreie Kommunikation“

    Das hört sich zuerst ziemlich unpassend an, denn wer betreibt schon bewusst eine gewaltvolle Kommunikation?
    Vielleicht passt dann eher gehaltvoll, so wie das Programm sich darstellt.

    Aber jedenfalls steht dort an letzter Stelle der Tipp mit dem Lächeln, den ich schon seit Jahren erfolgreich praktiziere. Für manche Menschen, die Grenzen nicht einhalten, ist dies nichts anderes wie eine Ampel.

    Denn das heißt bei mir erst mal: „STOP“ bis hierher und nicht weiter. Der andere wundert sich, warum man seine Rede so erfreulich findet. Aber es gibt mir dadurch die Chance, inneren Abstand zu der Situation zu schaffen.
    Ich reagiere intuitiv dabei auch verständnisvoll und freundlicher. Dies als Ergänzung zum Thema Grenzen

  • Hallo,

    mir fällt das Grenzen setzen unheimlich schwer. Vor allem bei agressiven Menschen. Leider habe ich auch so eine Kollegin, die in der Vergangenheit mir gegenüber ständig grenzüberschreitend war und es bestimmt auch wieder sein wird.

    Ich finde es sehr schwierig, ihr objektiv zu begegnen. Nächste Woche kommt sie aus ihrer Kur zurück (was war das für eine schöne Zeit ohne sie^^), und schon merke ich, wie ich mich innerlich verkrampfe und Angst vor dem nächsten „Knall“ habe.
    Ich bin leider ein kleines Sensibelchen und mußte mir auch schon von ihr anhören „Du bist immer so empfindlich.“. Was auch stimmt, aber es macht mich langsam immerhin wütend, wenn Leute meinen, mich auf so einer persönlichen Ebene kritisieren zu müssen.
    Trotzdem fühle ich mich oft unzulänglich und denke eher aus der Perspektive der anderen als aus meiner eigenen.

    Es stimmt, was im Newsletter steht, es geht auch sehr viel um das eigene Selbstbewusstsein. In letzter Zeit wage ich manchmal zu denken, na und, dann bin ich eben empfindlich, es ist doch schön, dass nicht alle Menschen unsensible Klötze sind, die immer nur austeilen.

    In diesem Sinne: viel Glück und Standhaftigkeit allen Leidensgenossen ;-)

    • Sylvia schreibt am 4. April 2012

      Angst – wovor?
      Grenzen einfach weglächeln und wegzaubern.

      Hallo Janina,
      da kommt es mir in den Sinn Dir zu schreiben, wie einfach Du den Ball zurückwerfen kannst, indem Du
      ganz genau das sagst, oder denkst, – was Du hier geschrieben hast:

      „Was war das für eine schöne Zeit, – ohne Sie!“

      Immer – wenn Du nur diesen Gedanken über Deine Ängste stellst, könntest Du lächeln und damit viel erreichen.

      Schneckenhaus – Mentalität ist nicht gefragt.

      Man sagt ja sogar, dass Tiere ängstliche Menschen,
      von mutigen unterscheiden können, – allein durch ihre Körpersprache.

      So funktioniert es auch genau bei Menschen.

      Stell Dir vor, Du könntest lächeln, in so einer kritischen Situation – dann käme vielleicht sogar
      so etwas, wie Sympathie und Verständnis auf.
      Jedenfalls einen Überraschungseffekt. Sie weiß ja nicht, was Du gerade denkst, was Dich amüsiert.
      Diese Voraussetzung ermöglicht oft auch eine entspannte Atmosphäre und löst Blockaden im Nu.

      Ich ging in den letzten Jahren durch eine harte Schule und nur mit einem Lächeln, wo mir zum Heulen zu Mute war, konnte ich punkten. Mit diesem Lächeln habe ich Grenzen gelöst und Brücken gebaut.

      Es war mir eigentlich nie bewusst geworden – erst heute habe ich einen Begriff für mein Verhalten. Eigentlich habe ich mit meinem Lächeln auch Grenzen gesetzt. Ich war nicht mehr angreifbar für andere.

      Liebe Grüße und alles Gute

  • Lieber Ralf und liebe ForumteilnehmerInnen,

    vielen herzlichen Dank für den tollen Beitrag, herzlichen Glückwunsch zum 600. Newsletter und vielen Dank an alle für die tollen Beiträge.

    Ja, das mit den Grenzen setzen ist so eine Sache. Erfsahrungsgemäß – was mich betrifft – kann und setze ich auch Grenzen, doch diese werden von zahlreichen Menschen trotzdem – immer – wieder versucht – diese zu überschreiten.

    Oftmals sind es Chefs und ChefInnen, diese in den Rollen Autorität erlangt haben und damit auch Macht.

    Erst am 21.03. wieder, war mir gegenüber eine Grenzüberschreitung von seitens der Chefin, wo ich momentan zur Zeit noch arbeite.

    Ich sagte zu einer Sache „NEIN“ – sie konnte und wollte dies nicht akzeptieren, ja und dann wandte sie Gewalt gegen mich an. Zerrte an meinen Arm, rüttelte und schüttelte mich, schrie mich an, aber wie….
    bis sie dann wieder los lies.

    Abends begab ich mich mit einer Nachbarin zum Durchgangsarzt in die Universitätsklinik , da erhielt ich auch eine Bescheiniung, der Arm wurde gerönt etc…, anschliesend sind wir dann zur Polizei gegangen und ich habe gegen diese Chefin Strafanzeige wegen Körperverletzung gestellt.

    Das schlimmste an der ganzen Sache finde ich auch noch, dass eine Vielzahl von KollegInnen seit Jahen von der Chefin – diese Agressivitäten kennen, es auch schon ähnliche Fälle gegeben da hat mit ihr.

    Doch die KollegInnen haben bisher geschwiegen aus Angst, dass es ihnen nicht so ergeht wie mir und anderen zuvor.

    Aus Angst, dass sie nur noch hin und her geschickt und schlecht behandelt werden und ihren Arbeitsplatz zu verlieren.

    Ich habe KollegInnen schon gefragt, auf was sie noch warten, ob sie auf den 1. Toten warten.

    Momentan habe ich zwei Abmahnungen erhalten (gegen diese ich vor dem Arbeitsgericht Klage eingereicht habe) und auch bereits eine Kündigung erhalten.

    Wurde von den KollegInnen ferngehalten – so dass wir nicht miteinander reden können, einige KollegInnen beeinflusst von der Firmenleitung werden, doch es KollegInnen weiterhin noch gibt, diese mit mir reden.

    Ich finde auch, Grenzen sind für jeden Einzelnen wichtig und diese sollte man, trotz alledem sachlich, ruhig gewaltfrei setzen, bei anderen diese auch erkennen, sie einhalten und akzeptieren.

    Doch manchesmal muss man auch einmal – nicht im negativen und bösen Sinn jetzt gemeint – auch über Grenzen gehen, um nicht weiterhin Opfer von Gewalttaten zu werden. Und so eine Grenzüberschreitung war im o.g. Fall bei mir – von mir – die Anzeoge bei der Polizei.

    Ich freue mich schon auf den nächsten Newsletter am Sonntag.

    Ich wünsche allen eine schöne und angenehme Woche.

    Danke an alle und für alles.

  • Lieber Ralf,
    danke für diesen ewig aktuellen Beitrag!
    Was die zwischenmenschliche Kommunikation anbetrifft, hast du ein Thema angesprochen, das mich schon 45 Jahre begleitet. Ich arbeite mit Kindern und Jugendlichen. Oft sind es nicht die Kinder und Jugendlichen selbst, die die Grenzen nicht kennen. Manchmal sind es deren Eltern, die in dieser Hinsicht „versagen“ und wenig positive Vorbildwirkung leben.Es kommt auch stets darauf an, dass die Grenzen bewusst gemacht werden , dass man gemeinsam erkennt, warum , an welcher Stelle diese und keine andere Grenze im Miteinander nötig ist. Das ist ein Prozeß, der meiner Meinung nach nie abgeschlossen sein kann.
    Bisher habe ich auf diese Weise der Grenzziehung viel Erfolg gehabtund habe ihn noch immer.

  • Hallo,

    ich finde das Thema „Grenzen setzen“ auch sehr wichtig, um ein selbstbestimmtes, glückliches und zufriedenes Leben führen zu können.

    Ein Leben ohne Grenzen bedeutet für mich Unfreiheit und Unglück.

    Z.B. habe ich gerade einer Freundin erklären müssen, dass ich bei unserem E-Mail-Schriftverkehr nicht mit anderen Adressaten zusammen in einen Topf geworfen werden will, sondern individuell angesprochen werden möchte.

    Viele Grüße
    Alice

  • Grenzen setzen bedeuted doch letzendlich, uns zu schuetzen, um nicht verletzt zu werden. Genau die Menschen, von denen wir meinen, dass sie unsere Grenzen ueberschritten haben, sind diejenigen, die uns etwas ueber uns selbst sagen koennen, wenn wir bereit sind, hinzuschauen. Wenn wir bereit sind, diese Wut, diesen Schmerz, welches Gefuehl auch immer, anzuschaun und zu fragen, woher das kommt, denn in der Regel handelt es sich um alte Emotionen. Die Menschen, die sie ausloesen, sind nur Mittel zum Zweck, uns ueber uns selbst klarer zu werden! Heisst also diese Emotionen willkommen, was aber nicht heisst, dass ihr nicht JA sagen sollt, wenn ihr NEIN meint!!!

  • Lieber Ralf,

    herzlichen Glückwunsch zum 600. Newsletter!! Klar, wenn man so kontinuierlich und positiv ist wie du, kommt irgendwann der 600. dabei raus! Ich selbst bekomme ihn jetzt vielleicht 2 Jahre. Vielen Dank, das ist immer ein sehr bewußter, wohltuender Fokus am Sonntag Morgen.

    Manchmal springt mir etwas entgegen, was mich dann lang beschäftigt. Mein Mann kennt dich deshalb aus dem was ich erzähle schon längst :-) Z.B. deine Schlußfolgerung letzthin hat mich lange beschäftigt, dass die Welt eigentlich positiver ist, als wir sie wahrnehmen. (weil uns alles Negative ungleich stärker beschäftigt)
    Oder einmal hast du geschrieben, wenn sie jeden Tag 15 Minuten ihre Wohnung aufräumen, werden Sie eine aufgeräumte Wohnung haben. Ich hab dabei irgendwie ein Prinzip begriffen, das ich dann auf vieles Andere angewandt habe. Aus „ich probier es mal vorsichtig“ wurde „mit xyz erreiche ich ganz sicher abc“. Dabei ist der Zusammenhang so einfach. Aber Wachstum passiert organisch, das kam einfach grad im richtigen Moment in Form deiner Mail. Seither packe ich Dinge mit mehr Zuversicht an, weil ich immer dieses Bild vor Augen habe. So eine feste Zuversicht, dass der Zusammenhang zwischen xyz und Erfolg unweigerlich ist. Ich mache seither auch z.B. ganz konkret beim Krafttraining viel mehr Fortschritte. Weil mein inneres Bild ein anderes ist.

    Danke!

    Ich wünsch dir noch viele Früchte deiner Rangehensweise die nie aufgibt und entschlossen ist alles zu knacken was ihres Weges kommt

    Rita

  • dieses thema kam für mich gerade zur rechten zeit. ich habe gerade eine situation, in der ich meine grenze überschritten sehe und mich „gewehrt“ habe, indem ich höflich, aber bestimmt, gekontert habe. für mich als sehr unsicheren,scheuen menschen eine ungewöhnliche maßnahme. ich weiß nicht, was daraus wird. ich werde sehen……
    freue mich jede woche sehr auf den newsletter und kann für mich immer einige dinge herausnehmen.DANKE

  • Hallo Ihre Lieben
    Vielen Dank für Eure wöchentlichen Themen, die ich immer mit grossem Interesse lese, und dadurch vieles dazugelernt habe.
    Das Thema mit den Grenzen ist interessant. Wobei mir die Wortwahl – Grenzen SETZEN, Grenzen VERTEIDIGEN- vielleicht nicht ganz so gewaltfrei erscheinen. Inhaltlich bin ich mit dem meisten Geschriebenen einig, wenn wir den Fokus auf die Gefühle und Bedürfnisse richten. Bei unangenehmen Gefühlen erkennen wir, dass unsere Bedürfnisse nicht erfüllt wurden. Und wir können uns fragen, ob andere oder wir selbst dazu beitragen können, diese unangenehmen Gefühle in angenehme Gefühle transformieren können.
    Ein Beispiel, das viele Autofahrer kennen: Ich fahre mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, sagen wir 110 km/h, und ein anderer Wagen folgt mir mit in einem Abstand von ca. 2 m und benutzt die Lichthupe. Früher fokussierte ich auf meine Grenzen, „so ein Idiot!!“ dachte ich, und wurde immer wütender, und habe ab und zu mal Handlungen vorgenommen, die mir heute im Nachhinein als lebensgefährlich erscheinen.
    Heute handle ich anders. Heute richte ich meinen Fokus auf meine Bedürfnisse: einerseits Sicherheit und andererseits Respekt. Und ich erkenne, dass ich in dieser Situation wahrscheinlich beides nicht von dem anderen Autofahrer bekommen kann. Ja was dann? Ich kann ja auch noch selbst für meine Bedürfnisse sorgen. Mein Bedürfnis nach Sicherheit erfülle ich mir damit, dass ich bei der nächsten Gelegenheit rechts ran fahre, damit mich der andere überholen kann. Ich brauche auch nicht immer notwendigerweise den Respekt von anderen „EINFORDERN“, sondern kann mein Bedürfnis nach Respekt auch damit erreichen, indem ich mich selbst für mein Verhalten anerkenne und mich respektiere, weil ich mich so verhalten habe, dass niemand zu schaden kommt.
    Macht diese Betrachtung Sinn?

    • Sylvia schreibt am 4. April 2012

      Zeichensprache oder BESSER „vorbildliches Verhalten“.

      Ja, – toll! So etwas habe ich kürzlich auch vor unserem Auto beobachtet und ich dachte: Wow – so etwas gibt es noch in dieser Zeit? Auf gerader Strecke ein sinnloses Überholmanöver zu vermeiden, indem man dem Drängler den Vortritt ermöglicht. Das ist genial!

      Zum Glück hatten wir genügend Abstand, um dem Fahrzeug, das kurz ausgeschert war, das „Wieder-Einfädeln“ zu ermöglichen. Alles ging sekundenschnell.
      Das Reaktionsvermögen aller Beteiligten war passend.

      Im Straßenverkehr werden eigentlich ständig gewisse Grenzen überschritten, obwohl es da genug Regeln gibt, die auch jeder wissen sollte. Z.B.: Spurwechsel !!!

      Aber die Geste, jemand bewusst den Vortritt zu lassen und dabei ersichtlich zu machen, wie unwichtig es eigentlich ist, – der davor oder der dahinter zu sein, wirkt mir zu diesem Thema überzeugend und ist auch insgesamt zu diesem Thema übertragbar. Gelassenheit ist schon immer meine Devise.

      Ich konnte eigentlich zuerst mit dem Thema nichts anfangen, aber die vielen Kommentare geben mir nun einen guten Überblick zur eigenen Meinungsbildung.

      Vor allem die Beispiele, wie in gewissen Situationen die mögliche Krise oder gar ein Unfall vermieden werden kann, sind sehr hilfreich.

      Bei Autofahrern sind es ja oft gleich Aggressionen.
      Seltsam, wie verletzend diese Reaktionen oft sind.
      Aber manchmal erheitert es mich auch, wenn jemand hinter dem Steuer so erzieherisch wirken will.

      Bisher empfand ich so etwas zwar nicht als Grenzüberschreitung – ich hätte es nie so bezeichnet, aber wenn es einem bewusst gemacht wird, kann man anders reagieren – also mit dem Verstand, nicht aus dem Bauch – emotional.

      Es gibt ja dann nicht einmal die Möglichkeit sich diverser „Übergriffe“ zu erwehren. Zeigt man ihm oder ihr freundlich die Zähne, gibt man zumindest dem anderen die Gelegenheit, dieses Signal zur Kenntnis zu nehmen, um ihm oder ihr zu signalisieren, dass es einem so viel wie „hab mich doch gern“ bedeutet.

      Selbst beim Stinkefinger kann ich noch so gelassen reagieren. Wer sich so outet, verliert sein Gesicht.
      Man weiß dann wenigstens gleich, mit wem man es zu tun hätte und geht solchen Personen möglichst aus dem Weg.

      Nun hat mich das Thema doch gepackt.
      Vielen Dank – an alle Autoren.

      Sylvia

  • Danke für dieses Thema. Seit Jahren schaffen es Menschen, meine Grenzen zu überschreiten. Eine Kollegin hat mich mal gefragt, wo eigentlich meine Schmerzgrenze sei. Ich konnte die Frage damals nicht beantworten, sie fällt mir aber auch immer wieder mal ein, so wie jetzt beim Lesen deines Artikels.
    Ich lasse meine Grenzen überschreiten, merke es schnell, reagiere aber sehr spät und dann meist heftig, da ich mich dann „bedrängt“ und „hilflos“ fühle. Ich muss mich dann richtig wehren, „abwehren“. Das ist oft schade, denn wenn ich rechtzeitig reagieren würde STOPP! signalisieren, gäbe es weniger Konflikte. Ganz wichtig: meiner Seele ginge es viel besser.
    Ich frage mich immer, bin ich verkehrt? Bin ich zu empfindlich? Muss ich auf die/den Anderen Rücksicht nehmen? Sind ihre/seine Belange wichtiger als ich (mein Selbstwert) Was ist die Konsequenz, wenn ich meine Grenze setze? etc.

    Ich glaube, dass es schon in der Kindheit entschieden wird, ob ich Grenzen haben darf oder nicht.
    Es ist dann harte Arbeit, die Erkenntnis das eigene Grenzen gezogen werden müssen, umzusetzen. Gesunder Egoismus und ein gutes Selbstwertgefühl sind m.E. eine wichtige Voraussetzung.
    Mein Erfahrung ist: wenn ich es anderen immer Recht mache, leide ich und werde krank. Mache ich es mir Recht, leide ich auch erst mal an den Reaktionen der Menschen, aber das legt sich mit der Zeit. Ich bin mir wichtig und dann erst die Anderen. Aber: ist leichter gesagt als getan!!!

    Einen schönen innigen Sonntag und Glückwunsch zum 600. tollen Newsletter. Bitte bitte weiter so, ich freue mich jedesmal über die Beiträge.

    Siri

  • Hallo
    woher kommt es, dass es Menschen gibt, die sich toleranter als andere zeigen, ihre grenzen garnicht spueren und so auch nicht setzten???Woher kommt es, dass es Leute gibt, die so sehr ihrem Vater/Mutter deren negative Behauptungen/Prognosen glauben und sie sich danner fuellen und sich handlungsunfaehig fuehlen , was dran zu aendern? Bitte gebt mir bald Antwort! Danke!

    Toll dass dieses Thema grad heute kommt, denn es hat was mit mir zu tun! und ich beginne Ursachen forschung , um diesen Glauben, wenn Papi das , sagt, stimmt das, dass ich das glauben muss, weil er ja der Papa ist.Und jedes Widersetzen, Trotz zu Zurueckweisung fuehrte
    Freu mich auf eure Antworten auch von Euc, die Ihr den Newsletter verfasst habt!Danke!

  • hallo zusammen! zu diesem thema kann ich endlich mal – rückblickend zwar – meinen frust loswerden, dass es an gewissen seminaren üblich ist, sich bei der begrüssung zu umarmen – loswerden. ich habe die grenzüberschreitung einfach zugelassen – auf meine kosten, sprich unwohlsein. dies fängt möglicherweise schon beim generellen du an (ältere menschen betrifft das besonders).

    viel lieber ist mir das buddhistische namaste, wo gegenseitig der persönliche raum respektiert wird.
    bei einer einzigen gelegenheit an anderem ort konnte ich meine meinung darüber äussern, meine gefühle zum ausdruck bringen.

  • Hallo zusammen,
    heute habe ich diesen Newsletter besonders intensiv gelesen! Ein sehr gutes Thema, das jeden Tag unser Leben bestimmt!“
    Ich habe im Laufe meines Lebens lange gebraucht, um meine Grenzen abzustecken, und heute, ich werde mittlerweile 58 Jahre, kann ich es, ohne dabei meinem gegenüber ein schlechtes Gewissen zu haben!!!! Einfach zu sagen: Stop bis hierher und nicht weiter!
    Nämlich das was ICH will!
    Ich bin ziemlich tolerant und es dauert auch ein bisschen, bis das Fass zum Überlaufen kommt, aber wenn man auf meine Kosten seine Witze macht, reagiere ich ziemlich empfindlich und dann hört der Spaß auf. So z.B. bei der Arbeit, wo ein Kollege hatte meinen zu müssen, sich täglich mit Äußerungen über mich amüsieren zu müssen, ich habe ihn in die Schranken gewiesen und siehe da, es geht auch anders!
    So habe ich mir meinen Respekt zurückgeholt und mich sehr gut dabei gefühlt!
    Grenzen setzen…ein wichtiges Tun um Körper und Seele zu schützen.
    Einen schönen Sonntag wünsche ich allen und morgen einen guten Start in die Woche.
    Hilde

  • Ich kann nur sagen:

    VIELEN DANK!!!

    Perfekter Zeitpunkt für dieses Thema.

    Eigentlich weiß ich genau, wo meine Grenzen sind… und trotzdem gibt es Menschen, die eine 10 Meter Mauer!!! in Null komma nichts durchbrechen können…
    Ein paar Nächte später und mit klarem Kopf, kann ich dennoch auf die Person(en) zu gehen und ihnen, im normalen Ton erklären, was anders laufen muss.

  • Auch zu meiner momentanen Situation passt der Newsletter, allerdings beruflich. Eine Kollegin überschreitet derzeit ständig ihre Befugnisse und greift in meinen Arbeitsbereich ein. Nachdem ich zweimal ein Gespräch mit ihr suchte und meine Grenzen trotzdem ignoriert wurden „jetzt hab dich nicht so …“ war ihre Antwort u.a. Bin
    ich nun zu unserer Vorgesetzten gegangen, habe um ein Gespräch mit der Kollegin sowie einer Vetrauenskollegin gebeten … Mal schauen, was ich nun erweiche. Ich werde diesmal nicht nachgeben, dazu sind mir diese Grenzen zu wichtig.

  • Allerdings finde ich auch, dass man für sich überprüfen und darauf achten sollte, dieselben Grenzen, deren Einhaltung ich für mich einfordere, nicht bei anderen wie „selbstverständlich“ zu überschreiten.

  • Das Thema pass sehr zu meiner jetzigen Situation. Ich habe für mich entschieden aus einem Glaubenssystem auszusteigen,zur Zeit bekomme ich ordentlich Gegenwind. Ich bin ein Harmonie-Mensch und muss jetzt lernen Grenzen zu setzen. Bis jetzt ist es mir noch nicht gelungen. Habe vor mit einer bestimmten Person zu reden ( sie kennt mich schon über 10 Jahre) und zu verstehen geben, dass es nicht in Ordnung war. Im Notfall werde ich mich von solchen Leuten leider trennen müssen 8 dabei werde ich wohl wieder Gegenwind bekommen).

  • hallo,

    dies ist einfach ein absolut wichtiges Thema.

    Einfach vielen Dank, dass du es engesprochen hast und vielen Dank für den Newsletter allgemein. Ich bin keiner Leserin der ersten, sondern allenfalls der 16. Stunde, aber ich freu mich immer , dich/euch zu lesen.
    Angelika

  • Hallo,
    bei mir sieht es momentan folgendermaßen aus: Ich kann meine Grenzen recht gut setzen. Nur bei dem Menschen, der mir am nahesten steht, meinem Ehemann, kann ich es in bestimmten Situationen (noch) nicht.
    Ich frage mich immer, wenn er etwas macht, was über meine Grenze geht, ob ich mich noch ändern müßte. Ob mich meine Gefühle aufgrund gemachter Erfahrungen als Kind nicht völlig in die Irre leiten. Stets habe ich das Gefühl, nicht richtig zu sein. Da ich es auch so kommuniziere, scheine ich meinem Mann eher einen Freibrief für die Grenzverletzung zu geben. Gedacht war die Ehrlichkeit eigentlich als Einstieg in eine authentischere Kommunikation von beiden Seiten aus.
    Durch die Angebote des Selbstcoachings, die ich gerne annehme, scheine ich mich aber noch mehr in diese „Du bist nicht gut genug – Falle“ zu bringen.
    Insofern ist der Beitrag zur Grenzsetzung wertvoll für mich.
    Ich wünsche allen Lesern und Leserinnen einen Tag voller Zufriedenheit!
    Ina

    • Karin schreibt am 1. April 2012

      Hallo Ina,

      ich verstehe dich sehr gut, weil ich mich in einer (wahrscheinlich) ähnlichen Situation befinde. Das Gefühl, nicht richtig zu sein, kommt aus der Kindheit, da wurde es uns mal (sicher von den Eltern nicht gewollt) so vermittelt, und es sowie die Angst vor Ablehung kommen dann beim wichtigesten Menschen am meisten raus.
      Mir ist ein Buch in die Hände gefallen, dass scheint wirklich sehr sehr hilfreich zu sein: „Befreie dein inneres Kind- wie Sie sich selbst geben, was Ihnen Ihre Eltern nicht gaben“ von Mike Hellwig. Das kleine Arbeitsbuch hilft auch gegen das „du bist nicht gut genug“. Obwohl ich erst den Anfang gelesen habe, empfehle ich es schon weiter, weil ich glaube, es ist der richtige Ansatz, das eigene innere Kind (der verlassene, verletzet Teil in uns, der so zu sagen ein Kind geblieben ist – wir reagieren oft wie dieses Kind mit seinen Ängsten usw. anstatt wie ein wirklicher Erwachsener) zu kennen und anzunehmen und auch nicht mehr auf den eigenen inneren Kritiker (die verinnerlichte Stimme der Eltern) zu hören, der einem ständig sagt, man wäre falsch (und was eben wirklich nicht stimmt).
      Liebe Grüße!

  • Besonders schwierig die persönlichen Grenzen zu setzen, bzw. nicht überschreiten zu lassen, ist es, wenn mehrere Generationen unter einem Dach leben. Mir ging es 4 Jahre sehr schlecht damit, da die ältere Verwandschaft im Haus keine, bzw. nur ungern eine Privatsphäre anekennen wollte. Erst nach dem Tod meines Verwandten hörten diese Grenzüberschreitungen auf. Vorher war keine Einigung möglich, da dieser Mensch jede gesetzte Grenze ignorierte.

  • Keine Frage, auch ich habe schon einmal die Grenzen von Mitmenschen missachtet. Wenn mir das bewusst wird, entschuldig ich mich dafür.

    Allerdings kenne ich auch Leute, denen die Grenzen der anderen Menschen total egal sind. In diesen Fälle hat haben sich Reaktionen wie: „Interessant wie du das siehst.“ oder „Du hast dein Recht auf deine eigene Meinung.“ sehr bewährt. Auf keinen Fall lasse ich mich auf eine hitzige Diskussion mit diesen Typen ein. Gestern wollte jedmand von mir, dass ich mich sofort entscheide. „Ich muss erst darüber nachdenken.“ war meine Antwort und als er nachbohrte habe ich gesagt, dass ich ihn verstehe, aber trotzdem erst darüber nachdenken möchte. Faktisch war sicher keine Eilbedürftigkeit festzustellen, aber der Mann wollte mich unter Druck setzen. Grenzverletzter dieser Art sollte man immer entschlossen entgegentreten.
    Einen schönen Sonntag von Thomas

  • Ein schöner Artikel, der gerade super zu einer
    Situation in meinem Leben passt. Ich glaube es ist einfach wichtig, wie man seinem Mitmenschen sagt, dass er über eine Grenze gegangen ist. Das kann man ja auch auf eine bestimmte, aber nette Art mitteilen. Wie ich finde am besten, wie im Artikel erwähnt, was habe ich gesehen, wie hat es auf mich gewirkt. Wenn der andere das auch macht, erfährt man auch seine Sichtweise. Vielleicht hatte derjenige eigentlich gute Absichten o.ä. es sei denn, die Situation ist klar, was aber seltener der Fall ist, als man oft denkt.

  • Hallo besser leben -Team! Grenzen setzen hat auch damit zu, tun, wie ich mich fühle, in der Tat, wenn ich mich gekränkt fühlen würde, bei dem was ich tue, kann das Ganze nach hinten losgehen. Persönlich jüngst erlebt: Ich habe z.Bsp. einer lieben Freundin sagen wollen, dass sie ihre Art der Zubereitung beim gemeinsamen Backen ändern könne, dann gelingt es, ich habe vorher überlegt, wie ich es formuliere, damit sie 1. Weiter so unbeschwert sein kann, wie die Zeit davor, 2. sie damit auch beim Ausprobieren ein Erfolgserlebnis hat; das setzt wirklich voraus, dass ich mit mir zufrieden bin und akut keiner vorher meine Grenze überschritten hat. Ich konnte der Freundin ein Erfolgserlebnis vermitteln, denn das weitere Zubereiten gelang und sie erschien mir zufrieden und froh. Das meine ich auch unter: Grenzen respektieren, “was du nicht willst, was man dir tu-das füg auch keinem Anderen zu“ Übrigens danke für die wertvollen Newsletter!

  • Guten Morgen, das Thema „Grenzen setzen“ hat für mich auch die Bedeutung von gesundem Egoismus. Wieso soll ich mich, z.B. respektlos, behandeln lassen?
    Darauf zu vertrauen, dass Andere meine Erwartungen erfüllen indem sie nicht meine Grenzen überschreiten ist die Basis für permanentes enttäuscht sein. Außerdem woher soll mein Gegenüber wissen, wo meine Grenze ist?
    Für mich ist das „Spüren“, welche Emotion ich in diversen Situationen fühle und die Kommunikation ganz wichtig.
    Auch ich bin noch im Lernprozess, Grenzen zu setzen und die Verantwortung für mich zu übernehmen.

  • Interessant, dass als nächstes Thema Enttäuschung behandelt wird. Und dabei Ansprüche angesprochen werden. Denn für mich ist die Frage meiner Grenzen ehe eine Frage meiner Erwartungen. Darüber habe ich die Kontrolle in dem ich sie relativieren kann. Beispielsweise bei Kritik: Wenn ich erwarte, dass bestimmte Mitmenschen mich nicht kritisieren (sollen), dann werde ich höchstwahrscheinlich enttäuscht. Also gehe ich generell davon aus, dass mich Mitmenschen kritisieren werden. Die Frage ist, wie gehe ich mit dieser Kritik um. Auch das kann ich kontrollieren (über meine eigenen Bewertungen der jeweiligen Kritik). Und so versuche ich auch meine Grenzen so zu setzen, dass ich wirklich nur im äußersten Notfall, jemanden erkläre, dass ein bestimmtes Verhalten für mich problematisch ist.

  • Hallo zusammen,
    ich verstehe einerseits zwar den Sinn von Grenzen, doch andererseits frag ich mich ob ich die Verantwortung für mein Fühlen dann nicht auf mein Gegenüber übertrage, quasi „wenn er/sie mich so behandeln würde, würde es mir gut gehen“ oder „wenn er/sie meine Grenzen nicht überschritten hätte würde ich mich nicht so fühlen und könnte locker mit ihm/ihr umgehen“ oder….

    Wenn ich einem Menschen, der sehr wenig Selbstwertgefühl hat/mich sich selbst nicht klar kommt, aufzeige dass er meine Grenzen überschritten hat, reagiert er darauf wohl eher wütend als jemand mit viel Selbstwertgefühl/Selbstbewusstsein.
    Vielleicht ja auch aus seinem Empfinden heraus „ich kann anderen Menschen nichts recht machen“?
    Wäre dann nicht auch seine Reaktion aus seiner Position heraus verständlich und wäre dann nicht mein Mitgefühl angebrachter als „mein Recht einzufordern“?

    „Mein Recht einfordern“ fühlt sich für mich nicht stimmig an, sondern eher nach „Kampfansage“.

  • Mir persönlich erscheint es so, dass der beste Schutzschild und die beste Grenze, gute Gefühle sind.
    Druck erzeugt Gegendruck. Wenn ich einen Menschen als störend empfinde und ich auf der selben Ebene „Zurückantworte“ dann wurde es für mich bisher nur noch schlimmer.
    Deshalb achte ich einfach viel mehr auf mein eigenes empfinden.

  • Super, dass gegen Schluss des Artikels auch die Konfliktbereitschaft, besser wäre noch, Konfliktpotential angesprochen wurde.

    In meiner Welt passiert es, dass sich Grenzen überschneiden und ich dieser Person nicht aus dem Weg gehen kann. Da ist es oftmals dann hilfreich für mich, Kompromisse einzugehen. Wenn beide Seiten auf ihre Grenzen beharren, wird es schwierig erfolgreich zusammen zu arbeiten.

    • simon schreibt am 1. April 2012

      Danke für deine Mühe Ralf! Genau das beschäftigt mich auch… mal sehen was ich davon umsetzen und gebrauchen kann.

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