Kompass-Challenge

3 Gründe, warum es uns glücklich macht, anderen zu helfen

helfen

Vorletzte Woche ist etwas ganz Interessantes passiert. Das Elbhochwasser hat sich angekündigt. Eigentlich nichts Schönes – ich denke, da werdet ihr mir alle zustimmen. Und dennoch hat es etwas sehr Schönes ausgelöst: Viele tausende Menschen haben sich auf den Weg gemacht und in den betroffenen Regionen geholfen. Feuerwehren, Bundeswehr, THW. Aber eben auch viele zivile Helfer, die teilweise quer durchs Land gefahren sind, um zu helfen: Sandsäcke zu füllen, zu schleppen, zu stapeln, abzutransportieren, die Helfer mit Essen und Getränken zu versorgen usw.

Ist das nicht schön? In einer Zeit, in der es immer wieder heißt, dass der eine sich nicht für den anderen interessiert und jeder angeblich für sich selbst kämpft?

Als ich so über diesen Tatendrang sinniert habe, ist mir das folgende (Poesiealbum-)Zitat von Goethe wieder eingefallen:

Willst du glücklich sein im Leben,
trage bei zu and’rer Glück.
Denn die Liebe, die wir geben,
kehrt ins eig’ne Herz zurück.

Eine Volksweisheit, die ganz sicher jeder von euch kennt – und die ja auch tatsächlich so stimmt.

Denn helfen macht glücklich. Das haben die Glücksforschung und die positive Psychologie schon lange erkannt – und auch wissenschaftlich nachgewiesen.

Wer anderen hilft und sich sozial engagiert, tut sich selbst genauso etwas Gutes wie den anderen Menschen. 

Hier die 3 wichtigsten Gründe dafür:

Grund 1: Unser Selbstwertgefühl steigt

Die wohl stärkste und positivste Auswirkung hat das Helfen auf unser Selbstwertgefühl. Denn wenn wir jemandem helfen, dann machen wir die Erfahrung, dass wir etwas bewegen können. Bei einer großen Flutkatastrophe genauso, wie wenn wir bei der Tafel arbeiten oder bei der älteren Dame nebenan den Rasen mähen. Der Helfer macht die Erfahrung, dass er wichtig und wertvoll ist. Und das steigert sein Selbstwertgefühl.

Grund 2: Dankbarkeit und Anerkennung

Wir bekommen Dankbarkeit und Anerkennung, wenn wir uns in den Dienst von jemand anderem stellen. Und wie schön es ist, einen echten Dank zu hören, das weißt du bestimmt aus eigener Erfahrung. Das fühlt sich richtig gut an!

Grund 3: Verbundenheit

Und wir spüren mal wieder die Verbundenheit zwischen uns Menschen. Ist das nicht etwas, was viele von uns vermissen? Das Gefühl von Zusammengehörigkeit und Füreinander-da-Sein? Zu erfahren, dass da noch andere Menschen sind, vielleicht komplett Unbekannte, denen das eigene Schicksal nicht egal ist – das ist eine ganz starke Erfahrung, die ein großes Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit geben kann.

Vielleicht muss es manchmal große Katastrophen geben, um als Gemeinschaft wieder ein Stückchen näher zusammenzuwachsen und füreinander da zu sein. Vielleicht hilft es aber auch, sich einfach manchmal das Zitat von Goethe in Erinnerung zu rufen und schon im ganz kleinen Rahmen aktiv zu sein: Die Einkäufe für jemanden zu erledigen, den Sohn des Nachbarn mit zur Schule zu bringen, einem Obdachlosen etwas Warmes zum Anziehen zu bringen, den Hausflurdienst für die gebrechlichen Nachbarn von oben zu übernehmen oder, oder, oder …

Wenn schon nicht aus Nächstenliebe – dann eben vielleicht aus rein egoistischen Gründen? ;-)

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Kommentare

  • Hallo Frau Wischhof,
    ich selbst konnte diese unglaublich positive Erfahrung machen, als ich mit vielen anderen, teils mir fremden Menschen, in Deggendorf-Fischerdorf mit Hand angelegt habe (15.06.). Noch heute bekomme ich eine Gänsehaut wenn ich anderen davon erzähle, was es für eine positive Stimmung gewesen ist. Es gibt nichts besseres als fremden Menschen ohne eine Gegenleistung zu erwarten zu helfen; deren Dankbarkeit ist Lohn genug. Von dieser Aktion bin ich zurück gekehrt mit dem Gefühl, dass es nicht nur Egoisten gibt, sondern viele tolle Menschen (jeden Alters und Geschlechts), die wissen was zu tun ist und wann sie gebraucht werden. Schade, dass es dazu erst eines 500jährigen Rekordhochwassers bedarf.

  • Hallo Judith,
    schön geschriebener Artikel von dir.
    Habe selbst an einer Aktion von Mensch zu Mensch für Deggendorf teilgenommen und fühl mich heute noch froh und glücklich, und weiter mach ich auch.
    Dein Artikel hat mich sehr inspiriert und ich habe mir erlaubt dich zu zitieren. (natürlich mit Hinweis auf diesen Artikel)
    Herzliche Grüße aus Mettmann
    Carmen

  • Helfersyndrom = zwanghaftes immer Gutsein wollen – was schlussendlich ins Aus führt – aber aktive Nächstenliebe hat mit Respekt zum Nächsten zu tun – und dies sollte viel mehr gelebt werden.
    Ich empfinde es immer wieder als beschämend, dass Menschen bei Unfällen, oder auch jetzt beim Hochwasser gaffend herumstehen, filmen etc. anstatt tatkräftige Hilfe anzubieten. Und wenn man in gewissen Situationen nicht helfend eingreifen kann – so ist auch aktive Nächstenliebe in Form einer Spende denkbar. Dienst am Nächsten – selbstlos und mutig – tut auch der eigenen Seele gut. Das Helfersyndrom nur dem eigenen Ego. Oeffnen wie unsere Augen und unser Herz für unseren Nächsten, dem wir vielleicht auch nur mit einigen freundlichen Worten etwas Licht in den Alltag bringen können.

  • Ja, ich hoffe inständig, dass das Wort Helfersyndrom endlich wieder durch aktive Nächstenliebe ersetzt wird. Fast hat man sich manches mal gemeint, schämen zu müssen, bloss weil man mutig eingreift, wo andere die Augen einfach zumachen.

  • … und gebe ich und sehe das Lächeln, das glückliche Strahlen in den Augen des Anderen
    so bin ich glücklich und zufrieden – habe ich mich beschenkt ..

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