Heute nur die wirklich Mutigen

wie-mutig

Manche Dinge im Leben scheinen nicht ganz gerecht verteilt.

Da gibt es zum Beispiel die Menschen, die mit großer Energie und Entschlossenheit großartige Projekte verwirklichen.

Bücher schreiben. Filme drehen. Eine Bürgerinitiative gründen und voranbringen. Eine Selbsthilfegruppe ins Leben rufen. Ein eigenes Geschäft gründen.

Füge das, was du bewunderst, zur Liste hinzu.

Menschen, die großartige Projekte verwirklichen.

Das tun diese Energiebündel oft neben ihren ganzen anderen Verpflichtungen.

Auf der anderen Seite gibt es viele Menschen, denen ist ihr Alltag schon zu viel.

Haben die ersteren Menschen wirklich einfach mehr Energie und Tatkraft? Mehr Motivation? Mehr Willensstärke?

Ja, vielleicht ist das ein bisschen so. Aber es ist eher ein Symptom und weniger die Quelle der ganzen Schaffenskraft.

Die wirkliche Quelle der Schaffenskraft liegt nach meiner Erfahrung woanders.

Diese Menschen haben oft einfach einen höheren Anspruch an sich selbst und ihr Leben.

Sie wollen etwas auf die Beine stellen. Weil sie etwas bewegen wollen.

Ich brauche einen neuen Job!

Aber welchen? Was kann ich? Was will ich? Welcher Job passt wirklich zu mir? Wo finde ich die guten Jobs? Fragen über Fragen. Antworten findest du hier: Projekt: Traumjob.

Diese Menschen sehen den Sinn im Leben nicht so sehr in den typischen Dingen.

Shopping.

Mich amüsieren.

Ein Haus.

Eine Familie.

Ein sicherer Job.

Diese Menschen wollen mehr vom Leben.

Sie wollen etwas bewegen und sich ausdrücken.

Sie wollen die Welt oft besser zurücklassen, als sie sie vorgefunden haben.

Oder anders ausgedrückt: Sie haben einen Sinn im Leben, der über die normale Alltagsbewältigung hinausgeht.

Und mit diesem Sinn kommt oft die Energie, die Entschlossenheit, die Schaffenskraft und der Einfallsreichtum.

Ich nenne das Werteorientierung.

Damit meine ich nicht, dass ich mich als Mensch an moralischen Werten orientiere. Das ist auch nicht verkehrt. Aber das meine ich hier nicht.

Ich meine mit Werteorientierung, dass ich weiß, was mir wirklich wichtig ist im Leben.

Und der nächste Schritt ist dann, dass ich mein Leben konsequent an dem orientiere, was mir wichtig ist.

Dann entsteht Sinn.

Wobei jeder selbst entscheiden kann, was „wichtig“ heißt.

Mir kann meine Familie wichtig sein. Oder meine Oldtimer-Sammlung. Oder Nachhaltigkeit in die Welt zu bringen. Oder Menschen mit meiner Kunst zu berühren. Oder dafür zu sorgen, dass diese Fabrik nicht neben unserer Schule gebaut wird.

Ein sinnvolles Leben ist ein aktives Leben.

Ich weiß, was mir wichtig ist. Ich tue etwas dafür.

Und die positive Psychologie sagt ganz klar: Menschen mit Sinn und Zielen im Leben sind deutlich, deutlich glücklicher.

Und jetzt kommt es.

Die Hammerfrage.

Kopf einziehen. Grimmig gucken. Tief durchatmen.

Bist du bereit?

Also …

Wenn du mehr als genug Geld zum Leben hättest, bis zum Ende deiner Tage …

Wenn du ein tolles Haus hättest, um das sich Handwerker und Gärtner liebevoll kümmern …

Wenn du bereits jedes Spielzeug gekauft hättest …

Wenn du auf so vielen Konzerten, Reisen und sonstigen Amüsements gewesen wärst, dass du wirklich satt davon wärst …

Wenn du eine Familie hättest und ALLE in der Familie glücklich wären und zu dir sagten:

„Mach das, was dir wirklich wichtig ist, wir kommen zurecht. Wirklich. Geh los. Wir wollen, dass du glücklich bist“ …

Wenn das alles der Fall wäre:

Was würdest du dann tun, um dich auszudrücken, um dich in die Welt zu bringen, um andere zu berühren oder ihnen zu helfen?

Was würdest du dann tun?

Und wenn du jetzt wirklich überlegst, ziehe ich meinen Hut vor dir, denn das braucht wirklich, wirklich, wirklich Mut.

Ralf

Dieser Beitrag stammt aus meiner E-Mail-Serie. Wenn er dir gefallen hat, dann kannst du dich hier für den kostenlosen Verteiler anmelden und ich schicke dir von Montag bis Freitag neue Gedanken und Erfahrungen aus meinem Leben. Unterhaltsam, inspirierend, auf den Punkt.

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Kommentare

  • „ Eines Nachts schrie ein Mann, „ Allah! Allah!“

    Seine Lippen wurden süß vom Lobpreis,

    bis ein Zyniker sagte

    „Ah! Ich habe gehört, wie du gerufen hast,

    aber hast du je Antwort erhalten?

    Der Mann hatte darauf keine Erwiderung.

    Er hörte auf zu beten und fiel in einen unruhigen Schlaf.

    Er träumte, dass er Kidr sah,

    den Seelenführer, in dickes grünes Laub gekleidet.

    „ Warum hast du aufgehört zu lobpreisen?“

    „ Weil ich nie Antwort erhielt.“

    „Das Sehnen, das du ausdrückst, ist die Antwort.

    Der Kummer, aus dem heraus du aufschreist,

    zieht dich in die Vereinigung.

    Deine reine Trauer, die um Hilfe bittet, ist der geheime Kelch.

    Höre auf das Winseln eines Hundes nach seinem Meister.

    Dieses Winseln ist die Verbindung.

    Es gibt Liebes-Hunde, deren Namen keiner kennt.

    Opfere dein Leben dafür, einer von ihnen zu sein.“

    (Rumi)

  • Ich kaempfe mit Mut fuer zwei Dinge, die fuer die meisten Menschen sicher lachhaft sind (Sie denken vielleicht auch, „ihre Probleme und Rockefellers Geld“). Aber: ich habe einmal Schwimmen gelernt, nicht gut – und jetzt versuche ich es Jahr fuer Jahr wieder, genauer: Jahr fuer Jahr versuche ich, den Mut aufzubringen, es zu versuchen. Ich schaffe es nicht. Leute, die meine vergeblichen Versuche beobachteten (typisch, eine Lehrerin) versuchte, mich zu motivieren: „Toll, dass Sie es so hartnaeckig versuchen!“ Aber der fehlende Mut hier – ich kann und kann mich nicht ueberwinden, ins Wasser zu gehen. Die zweite erfolglose Mutprobe – ich schaffe es nicht, mit dem Auto allein auf eine Hauptstrasse zu fahren. Der Fahrlehrer sagte, ich haette die Technik gut beherrscht. Trotzdem – ich fuehle mich als hoffnungslosen Fall, schaeme mich fuer meine Defizite, gehe nur mit Ueberwindung an den Strand (der so schoen ist) und schaffe es trotzdem nicht. Koennten Sie einmal fuer solche Faelle etwas schreiben! Danke schon jetzt

    • B. schreibt am 15. Januar 2017

      Hallo Anna-Maria,
      dieses Autofahrproblem kenne ich in anderer Weise. Obwohl ich seit Jahrzehnten unfallfrei fahre, habe ich dennoch die ein oder andere Phobie. Sehr geholfen hat mir dieses Buch, weil es u.a. auch sehr einfache praktische Übungen enthält, die man sogar während der Fahrt machen kann. Außerdem gibt es darüber hinaus auch einige wichtige Adressen, Ansprechpartner und Erfahrungsberichte.

      „Keine Angst mehr hinterm Steuer: In 7 Schritten zum Erfolg: Fahrängste bewältigen, sicher und gelassen Auto fahren“ Taschenbuch – 28. Oktober 2009
      von Frank Müller (Autor), Hans-Joachim Ruhr (Mitwirkende)

  • Ich gebe euch hier Auszüge aus meiner Rede anläßlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes für meine freiwillige Arbeit im Arbeitskreis Leben Stuttgart e.V., wo ich viele Jahre auch die Vorsitzarbeit gemacht habe.

    Wir haben alle so viele wertvolle Schätze mit auf unseren Lebensweg bekommen, und die sollten wir auch leben lassen, die sollten wir zeigen, und die sollten zum Einsatz kommen im Miteinander, als Geschenk für meine Mitmenschen.
    Wenn jeder/jede das leben würde, was er/sie am besten kann, dann wäre für alles gesorgt.
    Darum ist auch das Ehrenamt so wertvoll – die freiwillige Arbeit, das was ich mit meinem freien Willen mache, wovon ich überzeugt bin, weil es etwas ist, was ich gerne und darum auch gut mache, – auch ohne Abrechnung, oder gerade, weil kein Geld im Spiel ist. Ich gebe das, was ich zu geben habe.
    Und wenn dann Menschen zusammenkommen, die mit Herz und Verstand das zusammenlegen was jeder/jede gut kann, dann kann sich da etwas entwickeln, kann wachsen, groß und stark werden.
    Und so entsteht etwas Machtvolles – das ist Macht! Denn Macht kommt von machen.
    Das gemeinsam machen war mir schon immer wichtig – in der Familie – im Beruf – unter Freunden – mit meinen Frauengruppen – u.v.m.

    Z.B. auch die Montagsdemo für ein vernünftiges, zahlbares Bahnhofsprojekt war mir als Stuttgarter Kind immer wichtig – wo Menschen sich gemeinsam für etwas einsetzen und dranbleiben, auch wenn die andern sie lächerlich darüber machen.

    In unserer Welt regiert eine andere Macht – die Macht über etwas, über jemand – man will besser und wichtiger sein als der andere, man will an erster Stelle stehn, man will an mehr Geld kommen als die andern – und was tut man da nicht alles dafür! Da geht es zum Teil brutal zu, wenn man andere ausschalten und vernichten muss – und so entsteht letzten Endes Gewalt und Krieg.

    Wir leben mehr und mehr in dieser Welt der Gewalt, der Angst – ein gesundes, menschenwürdiges Leben lässt sich nur noch schwer verwirklichen, da Machtstrukturen am Werk sind, die dafür Sorge tragen, dass „Angst“ auf den verschiedensten Ebenen unser Leben negativ beeinflußt.
    Wir trauen niemandem mehr über den Weg. Und so gibt es auch immer weniger persönliche Kommunikation und Zuwendung.
    Die Menschen sind immer mehr verzweifelt, sie zweifeln an diesem Leben. Es sind junge und alte Menschen, gut situierte und arme Menschen aus allen Berufsgruppen, die das Leben nicht mehr aushalten können, und so werden sie krank – Depression (u.a. heute auch „Burnout“ genannt), Suizidgedanken und Selbsttötung nehmen zu.

    Wenn dann solch ein verzweifelter Mensch den Mut aufbringt und um Hilfe bittet, z. B. Im AKL, dann können wir mit dafür Sorge tragen, dass diese ausweglos erscheinenden Verhärtungen im Leben dieses Menschen aufgelöst werden und neue, freundlichere Lebensperspektiven gefunden werden können. Dazu brauchen wir unsere Schätze, die wir in individuellem, vertrauensvollem Zusammensein ausfindig machen können. Und wenn dann diese Schätze sichtbar und fühlbar werden, und wir liebevoll und verständnisvoll damit umgehen – dann kann Heilung geschehen.
    Ja, mit meinen Schätzen bin auch ich im Arbeitskreis Leben stark geworden.
    „Im tiefsten Winter erkannte ich, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer wohnt.“ das sind Worte von Albert Camus….
    Das mit Überzeugung sagen zu können, ist stark und es ist eine Erfahrung, die ich allen meinen Mitmenschen wünsche, wenn es ihnen mal dreckig geht.

  • Hab mal ein gutes Bild gezeigt bekommen zur Selbstfindung.
    Da ist ein ausgerolltes Stück Teig, in dem bist du nicht zu erkennn. So leben die meisten. Dann nimmst du ein Menschförmchen und stichst das Plätzchen aus und nimmt den ganzen anderen Teig um dich herum weg, was übrig bleibt ist man selbst. Sehr vereinfacht dagestellt, doch anschaulich, find ich.
    Erst wissen wer man wirklich wirklich selbst ist im Kern plus dem was ich jetzt im Alter von… bin = Jetzt bin ich , und das entwickelt sich u.U. weiter, doch im Kern bleib ich ich.
    Wieviel Müll da in einem drin steckt ist erstaunlich und manchmal verblüffend was man findet, Anteile von einem, die man bis dato nie kennengelenrt hat. Der Aussenfokus ist halt sehr antrainiert und weltgebunden.

  • Hallo Ralf,
    wow, ein großartiger Artikel, vielen Dank dafür!
    Das Thema Mut begleitet mich tagtäglich, nachdem ich mich dazu entschlossen habe, mein Leben anders zu leben. Seit 1,5 Jahren wohne ich in einem Oldtimerbus und reise durch Europa. Dabei stelle ch mir immer wieder diese Frage: Was will ich wirklich vom Leben?

    Die Antwort ist die, die du nennst. Ich will mehr als normale Alltagsbewältgung. Ich möchte Menschen dazu inspirieren, über ihren Schatten zu springen und das Beste aus ihrem Leben zu machen. Ja, das kostet Mut, aber oft weniger, als man es theoretisch denkt :-)

    Beste Grüße aus Griechenland
    Nima

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