Himmel und Hölle

Ein sehr kämpferischer und aggressiver Samurai forderte einmal einen Zenpriester auf, ihm zu erklären, was Himmel und was Hölle ist.

Der weise Priester erwiderte verächtlich: „Du bist nichts als ein Flegel, mit deinesgleichen vergeude ich nicht meine Zeit!“

Da war der Samurai natürlich in seiner Ehre getroffen und wurde rasend vor Wut. Er zog sein Schwert aus der Scheide und schrie den Priester an: „Für deine Frechheit sollst du sterben!“

„Das ist“, gab ihm der Priester gelassen zurück, „die Hölle.“

Verblüfft von der Erkenntnis der Wahrheit dessen, was der Priester über die Wut gesagt hatte, die er gerade erlebt hatte, beruhigte sich der Samurai. Er steckte das Schwert in die Scheide und dankte dem Priester mit einer Verbeugung für die Einsicht.

„Und das“, sagte der Priester, „ist der Himmel.“

Alte japanische Legende

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Kommentare

  • Es beweist – wie so oft – den Volksmund: Jeder ist seines Glückes Schmied. Man kann die Kränkung (durch andere) in sich „hinein fressen“ und riskiert damit seine physische/ psychische Gesundheit -> da einem nicht wirklich „zuträglich“.

    Zudem „verschwindet“ dadurch das unerträgliche „Gespenst“ des Eindrucks, Don Quichotte zu „folgen“ (gegen die Windmühlen zu kämpfen) nicht so wirklich.

    Der „Druck“, der DANN auf einen lastet, ist DIE Hölle.

    Die Alternative ist, sich nicht von anderen (zu Negativen/ einem „sozial“ wenig zuträglichen; da rechtswi-drig) Aktionen „hinreissen“ zu lassen, sondern diesem besonnen zu begegnen.

    Sprich: Anstatt sich der Gemeinschaft völlig zu entziehen (Total-Rückzug) sollte man mit seinen Peini-gern das Gespräch suchen – mag es einem als noch so sinnlos erscheinen.

    Ich bin dem Mobbing (der Zurückweisung) meiner damaligen Klassenkameraden mit Total-Rückzug be-gegnet und habe mich ganz konsequent aus ihren (Pausen-)Gesprächen herausgehalten.

    Zu oft hiess es (ihrerseits) „Ach…wer fragt DICH denn?!“ oder „…und – wer will’s wissen?!“.

    Daraufhin habe ich (nebenbei, wenn ich nicht gerade an meinen Geschichten schrieb oder vor einer an-stehenden Klassenarbeit einen letzten Blick in meine Aufzeichnungen geworfen habe) ihren Gesprä-chen nur noch zugehört, habe mir die eine oder andere Meinung gebildet, aber immer hübsch für mich behalten; denn: Sie waren an meinen Gedanken eh‘ nicht interessiert.

    Zudem habe ich es für mich als Vorteil betrachtet: Dadurch dass ich nicht an ihren Gesprächen teilneh-men MUSSTE, hatte ich für meine eigenen Belange (Klassenarbeiten) mehr Zeit.

    Ausserdem: Alles, was man sagt, wird gegen einen verwandt werden! Also habe ich ihnen damit auch keine weitere „Angriffsfläche“ zugebilligt!

    Ich habe ihnen per sé jegliche Einsicht, Wohlwollen etc. abgesprochen. Zu groß war meine Angst vor (ihrer) „Watsche durch die Hintertür“. Sprich: „Vorne“ das vollmündige Versprechen, die Schikanen (gegen einen) einzustellen, „hinten“ Fortführen der Schikanen.

    Eine Klassenkameradin – unser Klassenküken – hat ganz verzweifelt gegen meinen Total-Rückzug ange-kämpft, diesem entgegenzuwirken versucht.

    Wenn man sich ein dickes Tau vorstellt, das nur noch durch eine einzelne Faser zusammengehalten wird, war sie dieser Faser ähnlich. Sie hat sich geweigert/ war nicht gewillt, meinen Total-Rück-, bzw. Entzug aus der (Klassen-)Gemeinschaft als „gegeben“ hinzunehmen.

    Ihr Bestreben war es, mich aus der „Hölle“ der selbstgewählten „Isolation“ (wieder)) herauszuholen.

    Heute würde ich so eine unerträgliche Situation nicht mehr auf „Krampf“ „aussitzen“ (in der Hoffnung, dass sich Mobbing/ Schikanen von selbst legen/ erledigen werden), sondern es erst mit weiteren Ge-sprächen versuchen.

    Wenn es sich DANN immer noch nicht gelegt hätte, wäre ich zunächst in die Parallelklasse gewechselt.

    Hätte sich der Wechsel in die Parallelklasse ebenfalls als „Flop“ erwiesen, hätte ich als nächstes meinen (Lieblings-)Onkel so lange bekniet, bis er meinem Umzug zu sich zugestimmt hätte und wäre nach München gegangen.

    Denn meinen Peinigern wäre mein (physisches) Verschwinden eh erst aufgefallen, wenn sie plötzlich keinen Sündenbock mehr gehabt hätten, der stillschweigend alle Schikanen in sich hineinfrisst!

    Im Grunde könnte man diese „Provokation“ (seitens des Priesters) auch als „Wesens-Test“ ansehen, er wollte „testen“, wie sein „Delinquent“ auf so eine negative Botschaft „reagiert“.

    Als sein Delinquent eingesehen hat, dass sein eingeschlagener Weg der falsche ist (sich für IHN als nachteilig erweist/ erweisen würde), hat er eingesehen, dass er „unbewaffnet“ (dem Gegenüber gegen-über ebenbürtig) mehr erreicht und hat das Schwert wieder an seinen Platz getan.

    Meines Wissens nach gibt es auch bei den Samurai eine Art „Ehrenkodex“, dem diese folgen (zu folgen haben). Darunter fällt neben dem Folgen des religiösen Reglements (u. a.) die Wahrung (das „aktive“ Vorleben) eines „verträglichen“ Miteinanders/ Schutz von Schwächeren etc.

  • Wer von der Hölle genug hat, der wird den Himmel suchen – so lange, bis er ihn gefunden hat. Beides gehört zum Leben. Nur so hat man die Möglichkeit, Einsicht zu gewinnen und sich zu entscheiden.

  • Wut ist die eine Hölle. Die andere Hölle ist, hilflos zusehen zu müssen wie geisteskranke, unfähige und gierige Idioten die Welt zerstören.

  • Diese Geschichte dient dem Frieden. Jeder kann darüber nachdenken, ob er mit seinen Gedanken, Worten und Taten dem Leben und somit dem Frieden dient. Danke.

  • edit. nicht Bich natürlich sollte das BUCH heissen

  • Das ist eine einfach und sehr schöne Geschichte.
    DANKE dafür.
    Habt ihr schon einmal drüber nachgedacht die Geschichten als Geschichten Bich zu veröffentlichen?
    Ich würde es gut finden.

    Nette Grüße
    Sarah

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