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Mein Leben aus eigener Kraft besser machen

Ich bin sowieso angreifbar

sowhat

Vor einiger Zeit hatte ich mir einen Zeitungsausschnitt mit einem Interview mit dem deutschen Bundestrainer Joachim Löw aufgehoben. An einer Stelle sagt Löw: „Man muss mal von diesem Gedanken wegkommen, dass ein Trainer immer Angst davor hat, was im Nachhinein möglicherweise passiert.“ Und an anderer Stelle: „Ich bin doch sowieso angreifbar. Egal, was ich mache. Aber das ist eben so, damit muss man leben: Trainer machen nun mal auch Fehler.“

Beim Lesen musste ich an Menschen denken, die ihr Verhalten davon abhängig machen, was im Nachhinein womöglich passieren könnte.

Da sagt oder denkt jemand z. B.:

  • Wenn ich wieder Kontakt zu meinem Vater aufnehme, könnte er mich wieder zurückweisen, und das würde echt weh tun.
  • Wenn ich zugebe, dass ich gerne Klatschblätter lese, werde ich belächelt.
  • Wenn ich die Stelle in Berlin annehme, müssen wir eine Fernbeziehung führen. Ob wir das schaffen?
  • Ich würde mich so gerne selbständig machen, aber dann müsste ich meinen sicheren Job aufgeben. Was passiert mit mir, wenn es schiefgeht?

Die Angst vor Fehlern

Bei diesen und ähnlichen Befürchtungen geht es häufig darum,

  • dass man aneckt oder provoziert und befürchtet, mit den Reaktionen der anderen nicht zurechtzukommen,
  • dass man Angst hat, irgendetwas falsch zu machen,
  • dass man später bereuen könnte, was man getan hat.

Vielleicht kennen Sie solche und ähnliche Gedanken auch. Man möchte am liebsten kein Risiko eingehen. Und in vielen Situationen ist es auch sinnvoll und notwendig, Risiken zu vermeiden. In anderen Situationen können einen Befürchtungen aber auch daran hindern, Chancen zu nutzen oder positive Erfahrungen zu machen. Und in vielen Fällen ist es ein Trugschluss, wenn wir meinen, ein Risiko überhaupt einschätzen zu können. Ähnlich wie bei der Aufstellung einer Fußballmannschaft kann einem niemand hundertprozentig sagen, ob eine Entscheidung richtig ist, ob für einen Jobwechsel oder das Zusammenziehen mit dem Partner. Man kann auch nicht immer vorhersagen, wie andere reagieren. Ein Risiko bleibt also immer bestehen.

Und das ist es auch, was mich an dem Interview so beschäftigt hat. Joachim Löw sagt ganz richtig: „Ich bin doch sowieso angreifbar. Egal, was ich mache. Aber das ist eben so, damit muss man leben: Trainer machen nun mal auch Fehler.“ Und das gilt ja auch für uns alle: Man ist immer angreifbar. Egal, was man macht. Menschen machen nun mal Fehler.

Vielleicht fällt Ihnen auch die eine oder andere Situation ein, in der Sie versucht haben, im Vorhinein alle Risiken abzuwägen, und dann doch alles ganz anders kam als gedacht?

Immer dann, wenn unser Hauptaugenmerk darauf liegt, Fehler und Risiken zu vermeiden, gibt es noch einen anderen möglichen Knackpunkt. Wenn wir Risiken vermeiden wollen und dazu Sachen machen, hinter denen wir gar nicht stehen, laufen wir schnell Gefahr, uns selbst untreu zu werden.

  • Alexandra rüscht sich für ein Date total auf, weil sie meint, dass das der sicherste Weg ist, einen Mann zu beeindrucken. Eigentlich ist das aber überhaupt nicht ihr Ding. Sie beeindruckt so vielleicht sogar den Mann, ist aber nicht sie selbst. Und was bringt ihr dieses Date dann?
  • Bernhard gibt sich seinem Chef gegenüber begeistert, als er gefragt wird, ob er die Arbeitspläne für die Abteilung machen würde. Eigentlich findet er das eine furchtbare Aufgabe. Aus der Nummer kommt er so schnell nicht mehr raus.

Wenn es darum geht, Ziele zu erreichen, Wünsche zu verwirklichen und Entscheidungen zu treffen, ist es keine gute Herangehensweise, wenn wir versuchen, Fehler oder Risiken zu vermeiden. Weil wir meist gar nicht im Vorhinein wissen können, was besser ist, und uns ins eigene Fleisch schneiden, wenn wir uns untreu werden.

Zu sich stehen

In vielen Situationen ist es auch völlig unnötig, sich von seinen Befürchtungen leiten zu lassen. Vielleicht haben Sie das auch schon erlebt? Sie haben in einer Situation etwas getan, was Sie schon immer tun wollten, sich aber früher nicht getraut haben. In so einem Moment handelt man so, wie es einem wirklich entspricht, ist sich treu und erlebt dann vielleicht, dass das Ergebnis positiver ausfällt als gedacht.

  • Alex hat eine wildfremde Frau angesprochen und ihr gesagt, dass er sie sympathisch findet und sie gerne näher kennen lernen möchte. Und sie hat sich zu einem Kaffee mit ihm verabredet.
  • Martina hat ein schickes Kleid angezogen, obwohl sie sonst eher der Jeanstyp ist. Und entgegen ihren Befürchtungen hat sie einige Komplimente bekommen und wurde nicht schräg angesehen.
  • Daniel hat für die Party mehr Brötchen gekauft, als mit Sylvia abgesprochen war. Zunächst scheint es viel zu viel zu sein. Unerwarteterweise werden fast alle aufgegessen.

Das sind schöne Überraschungen, die einen prima ermutigen können, etwas zu riskieren und sich weniger von Befürchtungen leiten zu lassen. Solche Erfahrungen helfen einem dabei, sich auch in anderen Situationen zu trauen und sich häufiger treu zu sein.

Umgekehrt kann es natürlich auch passieren, dass Befürchtungen eintreffen, man Fehler macht oder etwas gehörig schiefläuft.

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  • Alex hätte auch eine Abfuhr bekommen können.
  • Eine Bekannte von Martina könnte abfällig reagieren: „Meine Güte, hast du dich aufgebrezelt. Irgendwie passt das gar nicht zu dir.“
  • Die Hälfte der Brötchen bleibt bei der Party übrig. Sylvia macht Daniel Vorwürfe, dass er zu viele gekauft hat.

Klar, nur weil wir uns selbst treu bleiben, bekommen wir nicht unbedingt angenehmere Rückmeldungen. Wir machen Fehler und treffen Entscheidungen, die sich im Nachhinein als falsch erweisen. Aber, wenn wir hinter dem stehen, was wir tun, lässt sich auch leichter mit kritischen Reaktionen, Fehlern oder Fehlentscheidungen umgehen. Auch wenn andere einem sagen, dass etwas falsch war oder etwas danebenging. Auch, wenn wir selbst merken, dass wir einen Fehler gemacht haben, so lässt sich damit doch leichter leben, weil wir uns selbst treu waren.

  • Alex würde dazu stehen, dass er die Frau angesprochen hat. Klar wäre er enttäuscht, aber es wäre ihm nicht peinlich, weil er sich selbst treu war.
  • Martina könnte sich vielleicht ein wenig unwohl fühlen, würde sich jedoch schnell wieder fangen, weil sie sich freut, dass sie das trägt, worin sie sich wohl fühlt.
  • Daniel steht zu seinem Brötcheneinkauf, weil es ihm wichtig ist, dass auf jeden Fall genug da ist. Und weil er lieber zu viel übrig hat, als dass es von irgendetwas zu wenig gibt.

Wie treu sind Sie sich selbst gegenüber?

Vielleicht haben Sie auch Lust, sich ein paar Gedanken zu Ihrer Treue sich selbst gegenüber zu machen. Dann fragen Sie sich doch mal:

  • In welchen Situationen bin ich in letzter Zeit angeeckt oder habe provoziert, einfach weil ich mich so verhalten habe, wie ich es für richtig halte?
  • In welchen Situationen hätte ich mich in letzter Zeit gerne anders verhalten? So dass ich mehr von dem gemacht hätte, was ich wirklich gut finde?
  • Bei wem verstelle ich mich? Und wieso? Was befürchte ich?
  • Welche Entscheidungen habe ich in letzter Zeit getroffen? Bin ich mir selbst dabei treu geblieben? Habe ich aufgrund von Befürchtungen und möglichen Risiken eine bestimmte Entscheidung gefällt?

Wenn Sie mögen, können Sie sich jetzt gleich auch überlegen, in welchen Situationen oder Beziehungen Sie sich zukünftig häufiger selbst treu sein möchten.

Wenn wir versuchen, uns möglichst treu zu sein:

  • werden wir stärker und gewinnen mehr Selbstvertrauen, weil wir merken, dass wir uns auf uns selbst verlassen können,
  • geben wir uns selbst die Chance, das umzusetzen, was uns wirklich am Herzen liegt: unsere wahren Bedürfnisse, Ziele und Anliegen,
  • können wir uns davon überraschen lassen, dass unsere Befürchtungen vielleicht nur in unserem Kopf bestehen. Vielleicht findet Tante Erna es toll, dass wir in Jeans kommen, weil sie das in ihrer Jugend am liebsten auch getan hätte,
  • geben wir uns selbst die Möglichkeit, Solidarität von unerwarteter Seite zu bekommen, weil andere sich trauen, sich unserer Meinung oder unserem Verhalten anzuschließen.

Fragen Sie sich also:

  • Wem möchten Sie in Zukunft authentischer begegnen?
  • In welchen Situationen wollen Sie mehr zu sich stehen?
  • Welche Meinungen wollen Sie in Zukunft klarer sagen?
  • Was möchten Sie in Zukunft nicht mehr machen?
  • Was ist Ihnen wichtig im Leben?

Falls es Ihnen nicht so leichtfällt, diese Fragen zu beantworten, seien Sie doch in den nächsten Tagen ein wenig achtsamer. Und versuchen Sie, wahrzunehmen, wann Sie sich vielleicht untreu sind oder nicht so richtig zu sich selbst stehen. Oder spüren Sie bewusst in sich hinein, in welchen Situationen und bei welchen Begegnungen Sie mehr zu sich stehen möchten. Nach ein paar Tagen wird es Ihnen dann vermutlich leichter fallen, die Fragen zu beantworten.

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