Von Tania Konnerth und Ralf Senftleben
Viele Menschen leben vor allem für das Wochenende und den Urlaub. Die normalen Arbeitstage werden "ertragen" und "mühsam" hinter sich gebracht. Da lohnt sich die Frage, ob Sie vielleicht auch zu den Menschen gehören, die sich bisher nicht klar gemacht haben, dass Ihre Arbeitszeit Ihre Lebenszeit ist.
Wieviel Zeit in der Woche verbringen Sie durchschnittlich mit Ihrer Arbeit? Wenn Sie normal berufstätig sind, dürfte das eine ganze Menge sein. 35, 40, 45 oder mehr Stunden? Plus Anfahrtsweg, Sondersitzungen und all die Gedanken, die Sie sich in Ihrer Freizeit machen...
Und wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Job? Haben Sie das Gefühl, auch auf Ihrer Arbeit wirklich zu leben oder ist er mehr ein notwendiges Übel? Wie wäre es wohl, wenn Sie eine Arbeit hätten, die Ihnen Spaß macht und bei der Sie sich verwirklichen können?
"Man kann schon froh sein, überhaupt einen Job zu haben" – Dieses Argument hört man oft, wenn man mit Menschen über die Möglichkeiten spricht, eine Arbeit zu finden, die einem wirklich liegt und Spaß macht.
Es ist teilweise schon tragisch: Viele unzufriedene Berufstätige klammern sich verzweifelt an die Gründe, warum es nicht anders geht. Anstelle sich nach neuen Möglichkeiten und Chancen im Beruf umzuschauen, sich weiterzubilden und dazuzulernen, erzählen sie sich und anderen lieber, warum es besser ist in dem alten Job zu bleiben, obwohl jeder Tag eine Qual ist.
Zum Thema "Traumjob" lauten Ihre Killerargumente vielleicht:
Ist es denn überhaupt möglich, eine Arbeit zu finden, in der wir aufgehen, die uns Spaß macht, eine Arbeit, bei der wir morgens aufstehen und diese Tätigkeit an den meisten Tagen gegen nichts anderes eintauschen möchten? Die Antwort lautet ganz klar: Ja. Ja, es ist möglich, einen Arbeitsplatz zu finden oder ihn sich zu schaffen, an dem man zufrieden ist und eine Arbeit hat, die man gerne macht.
Was zwischen uns und unserem Traumjob steht, befindet sich vor allem in unserem eigenen Kopf. Wir trauen es uns einfach nicht zu, einen Job zu bekommen, in dem wir uns wohlfühlen. Hier begrenzt uns weniger die Wirklichkeit als unser mangelndes Selbstvertrauen in unsere Fähigkeiten.
Es gibt immer wieder Beispiele von Leuten, die einen Job gefunden haben, der sie erfüllt. Manch einer macht sich selbstständig. Ein anderer probiert vielleicht viele verschiedene Stellungen und Positionen aus, bis er "die richtige" gefunden hat. Und noch ein anderer beginnt in seinem bestehenden Job so lange kleine und große Dinge zu verändern, bis er zufrieden ist.
Und das alles ganz unabhängig von Ausbildung, Aussehen, Intelligenz, Alter oder sonstigen Umständen.
Vielleicht denken Sie an dieser Stelle:
"Das ist doch alles Blödsinn. Die kennen mich und meine Situation doch kein bisschen und wollen mir erzählen, was möglich ist."
Lesen Sie bitte trotzdem weiter. Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel noch ganz konkrete Beispiele von ganz normalen Menschen, die in verzwickten Situationen steckten und es trotzdem geschafft haben, eine erfüllende Arbeit zu finden oder sich diese zu schaffen. Und das sind ganz normale Menschen, wie Sie und ich.
Das Allerwichtigste ist, dass Sie es für möglich halten, einen Job oder eine Tätigkeit finden zu können, in der Sie zufrieden sind und sich selbst verwirklichen können. Denn wenn Sie fest davon überzeugt sind, dass das "nicht geht", werden Sie auch unbewusst immer dafür sorgen, dass es unmöglich ist.
Sie kennen ja sicher den Ausspruch, dass der Glaube Berge versetzt. Das funktioniert leider auch in der negativen Richtung. Wenn wir innerlich daran glauben, dass etwas nicht möglich ist, dann tun wir unbewusst alles, um diesen Glauben zu bestätigen. Das ist das, was man in der Psychologie eine "selbsterfüllende Prophezeiung" nennt. Wir boykottieren uns dann oft unbewusst, nur damit sich unsere Überzeugung später als wahr herausstellt. Und dann sagen wir zu uns selbst: "Ich habe es doch gewusst".
Und dann helfen dann auch alle guten Tipps und Ratschläge nichts.
Also machen Sie sich immer wieder klar:
Selbstverwirklichung und Zufriedenheit im Job sind also möglich – aber zugebenermaßen ist der Weg dorthin nicht immer einfach. Aber es ist auch nicht leicht, jeden Morgen aufzustehen und zu denken: "Oh nein, nicht wieder ein besch*** Tag im Büro"
Ja, der Weg zu einem guten Job ist mit Aufwand verbunden. Nur sollten Sie "Aufwand" nicht mit "nicht machbar" verwechseln. Ansonsten könnte es sein, dass Sie es gar nicht erst versuchen, eine Lösung zu finden, durch die Sie enorm an Lebensqualität und Zufriedenheit gewinnen können. Die Hauptfrage ist: ist Ihnen ein Job, in dem Sie glücklich sind den Aufwand wert? Sind Sie bereit in Ihrem Leben etwas zu verändern, so dass Sie eine Arbeit finden oder sich eine solche schaffen können, die Sie erfüllt und zufrieden macht?
Wir bieten Ihnen hier eine mögliche Vorgehensweise mit vielen praktischen Tipps an, mit der Sie Ihren Traumjob finden können. Schauen Sie einmal, ob das Ihr Weg sein könnte...
Als erstes müssen Sie herausfinden, was Sie eigentlich genau wollen.
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