Die Welt der unentdeckten Möglichkeiten

leben verschlafen

Wir Menschen sind so richtige Gewohnheitstiere. Wir lieben das Vertraute: Wir umgeben uns hauptsächlich mit Menschen, die uns vertraut sind. Wir essen am liebsten die Dinge, die wir schon kennen. Und auch wenn jeder Tag wie der andere ausschaut: So ein vertrauter Tagesablauf hat etwas Beruhigendes und Sicheres.

Doch wenn Sie mal so über die letzten Tage und Wochen nachdenken: Wann wurden Sie da mit Dingen konfrontiert, die ganz anders waren als das, was Ihnen vertraut ist?

Mussten Sie vielleicht mal etwas Neues ausprobieren? Wurden Sie vor ungewohnte Aufgaben gestellt? Mussten Sie sich mal ganz anders verhalten, als Sie es kennen?

Waren Sie zum Beispiel letzte Woche vom Bahnstreik betroffen und mussten Ihre Reisepläne umstellen? Haben Sie vielleicht mal etwas ganz Neues zu essen ausprobiert? Oder sich vielleicht mit ganz neuen Menschen umgeben?

Unsere Komfortzone: Stillstand statt Weiterentwicklung 

Das, was uns vertraut ist und womit wir uns sicher und geschützt fühlen, das ist unsere Komfortzone. Und wenn es nicht wirklich sein muss, dann bleiben wir mit unserem Verhalten auch immer in dieser Komfortzone. Denn wir wissen: Hier kann uns nichts passieren. Das war schon immer so. Das hat bisher gut geklappt. Also mache ich mehr davon. Das ist in unserem Gehirn so programmiert.

Deshalb bleiben wir lieber bei dem, was wir schon kennen und was wir schon als gut erfahren haben. Und klar, das kann man so machen. Wie gesagt, es fühlt sich ja gut und sicher an, auf gewohntem Terrain unterwegs zu sein.

Aber wir lernen dann auch nicht viel Neues kennen. Und dadurch wird das Leben mit der Zeit vielleicht ein bisschen eintönig und langweiliger, weil alles irgendwie immer gleich verläuft. Immer auf Sicherheit bedacht, bloß nichts ändern. Und wenn man immer so sehr in dieser Sicherheitszone ist, dann fühlt man sich vielleicht auch irgendwann wie gefangen in den eigenen Schranken.

Das klingt jetzt sehr dramatisch. Aber vielleicht kennen Sie auch Menschen, die mit der Zeit so unflexibel geworden sind, dass es sie schon aus dem Tritt bringt, wenn der eigene Sitzplatz am Küchentisch plötzlich von jemand anders besetzt wird.

Und manchmal läuft ja nun mal auch alles etwas anders, als wir es selber möchten. Das kann dann großen Stress – oder vielleicht sogar Angst – auslösen, wenn wir plötzlich mal etwas anders machen müssen.

In der Komfortzone zu verharren, bedeutet Stillstand statt Weiterentwicklung.

Denn nur dann, wenn wir etwas Neues ausprobieren, wenn wir einmal unsere Komfortzone verlassen und mutig sind, dann können wir auch etwas Neues lernen. Wir können erst so unseren Horizont erweitern. Und vielleicht auch Neues entdecken, das uns Spaß macht, was uns gefällt und uns guttut. Und damit erweitern wir dann auch unsere Komfortzone.

Warum sich ein Blick über den Tellerrand lohnt

Ich bin zum Beispiel sehr eingefahren, was das Thema Essen angeht. Für kaum jemanden passte der Spruch „Wat de Buer nich kennt, dat frett he nich“ („Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht“) besser als für mich :-). Was für eine Erleuchtung es war, als ich zum Beispiel vor 3 Jahren den Frischkäse für mich entdeckt habe! Ich habe mich richtig geärgert, dass ich das nicht früher schon probiert habe. Zig leckere Kleinigkeiten könnte ich Ihnen mittlerweile aufzählen, die ich mein Leben lang verpasst hätte!

Wer bin ich? Was kann ich? Was will ich?

Das herauszufinden ist schwer. Aber machbar. Und wenn du es herausgefunden hast, wirst du den Unterschied merken. Jeden Tag.

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Und vielleicht erinnern Sie sich ja auch an tolle Erfahrungen, die Sie gemacht haben, weil Sie sich einfach mal getraut haben:

  • an tolle Menschen, die Sie niemals kennengelernt hätten, wenn Sie sich nicht hätten überwinden müssen,
  • vielleicht auch an ein neues Hobby, das Sie für sich entdeckt haben,
  • oder eben an wundervolle Momente, die Sie sonst nicht erlebt hätten.

Und das ist einer der Vorteile, den uns dieses Über-den-Tellerand-Schauen eben oft bringt: wunderbare Glücksgefühle.

Wenn wir immer mal Neues ausprobieren, dann hilft uns das auch, besser mit Veränderungen umzugehen, die von außen auf uns einströmen. Wir haben dann nämlich schon erfahren, dass wir mit Neuem umgehen können. Und es nicht gleich eine wirkliche Bedrohung für unser Leben darstellt, wenn wir mal etwas anders machen müssen.

Flexibel bleiben – mit kleinen Schritten

Der Trick ist, einfach offen für Neues zu bleiben. Flexibel im Kopf zu sein. Und Flexibilität ist etwas, was wir – wie bei einem Muskel – trainieren können. Einfach, indem wir immer mal etwas anders machen. Damit erweitern wir unseren Horizont. Und damit auch unsere Komfortzone.

Und wie trainiert man das nun? Indem Sie immer mal etwas Neues ausprobieren und ein bisschen den Rahmen dessen, was Ihnen vertraut ist, aufsprengen.

Probieren Sie es doch einfach mal aus, und machen Sie immer mal etwas anders. Zum Beispiel:

  • Setzen Sie sich mal auf einen anderen Platz am Küchentisch.
  • Bestellen Sie im Restaurant mal etwas, was Sie noch nie gegessen haben.
  • Spielen Sie für einen Abend Stromausfall.
  • Machen Sie mal einen Ausflug ohne Smartphone oder Navi.
  • Sprechen Sie mal jemanden auf der Straße an und erkundigen Sie sich nach dem Weg.
  • Versuchen Sie mal anders zur Arbeit zu kommen, zum Beispiel mit dem Fahrrad, oder fragen Sie einen Kollegen, ob er/sie Sie mitnimmt.
  • Unterhalten Sie sich auf dem nächsten Geburtstag, zu dem Sie eingeladen sind, mal mit denjenigen, die Sie bisher nicht kennen.
  • Schlafen Sie mal in einem anderen Zimmer – vielleicht auf der Couch oder auf der Gästematratze.
  • Fischen Sie einfach zwei Socken aus der Schublade – egal, ob sie zusammenpassen oder nicht.
  • usw.

Wenn Sie immer mal ein bisschen etwas Neues ausprobieren, dann

  • werden Sie nach und nach weniger Angst vor unbekannten Situationen haben
  • können Sie besser und stressfreier auf Veränderungen reagieren
  • erweitern Sie Ihren Horizont und können vielleicht noch ganz neue Dinge schätzen lernen

Und Sie?

Wo verläuft Ihre Komfortzone? Wo merken Sie manchmal, dass Sie doch sehr in Ihren Gewohnheiten gefangen sind? An welcher Stelle könnten Sie sich vorstellen, Ihre Komfortzone ein wenig zu erweitern? Und welche kleinen ersten Schritte könnten Sie dazu gehen?

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Kommentare

  • Dazu passt das wunderbare Buch von Sergio Bambaren: „Der träumende Delphin“ über einen Delphin, der sich aus der Sicherheit seiner Lagune hinauswagt, um seinen Traum zu suchen und zu leben. Vor langer Zeit gelesen, weggelegt, und nun wiederentdeckt – kurz bevor ich den Beitrag gelesen habe. Beides hat mich zum Nachdenken über meine Komfortzone angeregt und inspiriert, wieder bewusst darauf zu achten und einen Schritt hinaus zu machen. Ich habe in den letzten 2 Tagen viele verlorene und nicht gelebte Träume entdeckt, die ich nun Schritt für Schritt verwirklichen möchte. Danke für Ihre zum Nachdenken anregenden Beiträge.

  • ….wie oft schon den Beiträgen anderer Entnommen,stimme ich gern dem Gelesenen zu.Auch ich finde mich oft in diesen Beiträgen wieder und denke manchmal,dass genau dieses Thema für mich auch aktuell ist oder so oder so ähnlich bei wir auch schon war. Mit der Komfortzone Stimme ich euch zu.Meine Erfahrungen sind da vor vielen Jahren sogar so gewesen,dass ich Veränderungen regelrecht gehasst habe z.B. eine völlig andere u neue Arbeitsstelle.Ich habe mich gefragt,warum ausgerechnet ICH.Dann hat diese unvermeidliche Veränderung stattgefunden u ich musste mich irgendwie arrangieren u wurde so nett aufgenommen u hatte tolle Erlebnisse, die ich nicht gehabt hätte ohne diese Zwangsveränderungen.Seitdem entgegne ich neuen Situationen u v a den neuen Menschen mit Neugier u einer positiven Erwartungshaltung, was mich immer belohnt hat.Dies könnte ich mir bis auf wenige Ausmahmen bis heute zu erhalten und kann es nur an die Leser meines Beitrages wärmstens weitergeben! In diesem Sinne:Bleibt offen und neugierig auf das Leben u alle die,die es genießen wollen!Liebe Grüße….carpe diem!

  • Danke!

  • Ich habe viele Jahre hart gekämpft und mir eine wunderbare Komfortzone, geschaffen. Die würde ich jetzt nicht unbedingt aufgeben. Man kann jedoch auch aus der Komfortzone heraus neue Dinge kennenlernen. Ich kenne Leute die haben immer wieder neu angefangen, und leben in einer Sozialwohnung mit einem Tisch und zwei Stühlen. Und sie haben aus ihrer Situation nichts gelernt, so das sie etwa dadurch besonders klug oder erfahren wären. Wenn man sich also in das Abenteuer stürzt, sollte man sich auch gut darauf vorbereiten, was spricht dagegen ? Ich mag die italienische Fußballmannschaft, sie spielt aus einer guten Defensive heraus, und die Deutschen sehen dagegen immer schlecht aus. Man kann natürlich auch wie die Brasilianer stürmen und 7:1 verlieren.

    • Heike schreibt am 26. Oktober 2014

      Hallo Ulli!
      Ich glaube hier geht es u.a. auch um … „Ob etwas Gift oder Heilmittel ist, bestimmt die Dosierung.“
      Zu viel ist ja oft schädlich, und wenn man als einziges Werkzeug einen Hammer hat, sieht eben schnell alles wie ein Nagel aus. Ich halte wenig davon, dass, was einem selber gut tut, anderen aufdrücken zu wollen. Aber Denkangebote helfen mir dabei, mal wieder über mich nachzudenken und ggf. neuen Entscheidungen zu treffen.
      Dir alles Gute, Heike

  • Heide-Rose .Decurtins schreibt am 26. Oktober 2014 Antworten

    Auch bei Worten, da werden die gleichen Worte verwendet, ohne darüber nachzudenken, was die Worte bedeuten. Wahnsinnig = wahn – sinnig ?? Warum etwas nicht ausgesprochen schön, bewunderswert oder aussergewöhnlich verwenden ? Alles was immer gleichmässig – Betonung auf gleich – mässig erledigt wird – wird mit der Zeit langweilig, auch der Mensch. Muss alles den gleichmässigen Trott gehen, nur damit wir uns wohlfühlen ? Nein – am Morgen mal mit der linken Hand Zähneputzen, dabei auf dem entgegengesetzen Bein stehen – da gibt es so viele Varianten. Macht Euch das Leben farbig und kunterbunt – wir leben es nur einmal – und seit neugierig – den Menschen zugewandt – und: öfters mal was Neus. Herzliche Grüsse

  • Ja, das ist so eine Sache mit der Komfortzone. Sie ist äußerst wichtig für das tägliche Wohlbefinden, macht einen aber andererseits sehr unflexibel, vor allem je älter man wird. Wenn dann noch körperliche Einschränkungen oder eine Verletzung dazukommen, wird das Entrinnen aus der Komfortzone fast unmöglich. Dabei ist die Flexibilität und Neugier auf Veränderungen in jeder Lebensphase wichtig für ein glückliches Leben. Und wenn dann zur körperlichen Unbeweglichkeit auch noch der geistige Stillstand kommt, ist man wirklich alt, respektive in jüngeren Jahren festgefahren.

    • Hanna schreibt am 28. Oktober 2014

      Wieder mal ein guter Denkanstoß! Ja, Neugier auf etwas Neues kann man in jedem Alter haben, das macht doch das Leben aus. Da kann man viel von Kindern lernen, die machen es uns vor. Schade oft, das wir es vergessen haben. Aber ich kann jeden Tag neu anfangen, dabei hilft auch Ihre Seite. Herzliche Grüße, Hanna.

  • Hallo und einen schönen Sonntagmorgen,

    jetzt ist es soweit, ich muss mal auf Ihren Text antworten bzw. mich äußern.
    Erst noch vielen vielen Dank für Ihre Arbeit und Mühe.
    Ich bin jedes mal sehr angetan, immer ist irgendwie ein Thema für mich dabei was mich berührt. Wie auch dieses mal, ich fühle mich sehr gut und finde mich in Ihrem Text total wieder, nur finde ich keine Worte um es auch nur annähernd so zu schreiben wie Sie. Ich freue mich und wünsche Ihnen allen einen schönen Sonntag, auch bei Regen – Regen kann so wunderbar sein, man muss nur aus seiner Komfortzone raus – dann ist der Regen wie Sonnenstrahlen ;-) halt auf seine Art –
    Nette Grüße Rainer

  • Hallo,

    Ich muss sagen, der Text hat mir wahnsinnig gut gefallen. Denn selbst ich, habe einige Komfortzonen. Z.b. Abends um die selbst Zeit zu essen, oder wenn ich einen Termin habe, so früh wie möglich abzufahren um ja pünktlich zu kommen oder so wie jetzt, ich arbeite in einem sozialen Bereich, normalerweise in ein und demselben Haus, doch jetzt muss ich drei Tage in einem anderen Haus arbeiten und ich fühle mich direkt nicht wohl dort, weil es dort anders zugeht und ich nicht das machen kann und darf was in der anderen Einrichtung zu machen ist.
    Ich finde es toll, dass Sie solche Berichte schreiben, weiter so und mehr davon.

    Gruß
    Astrid

  • Dem Beitrag kann ich nur zustimmen.
    Mir ist mal ein Satz in Erinnerung geblieben: „Wähle stets das Unbekannte“. Fand ich einfach und sehr gut.
    Neugier hält uns lebendig und alterslos. Macht uns mutig und entwickelt unsere schöpferische Kraft.

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