Kompass-Challenge

Komplizierte Menschen

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Meine Frau hat eine schöne Beschreibung für komplizierte Menschen.

Sie sagt immer:

Diese Menschen haben zu viele Regeln im Kopf.

Regeln für alles.

Du darfst kein Wasser verschwenden.

Du darfst als Frau nie den ersten Schritt machen.

Als Mann musst du Stärke zeigen.

Oder neuerdings: Als Mann musst du stark und weich sein (was gleichzeitig erstaunlich schwierig ist).

Privatleben und Beruf musst du trennen.

Als Frau musst du eine gute Mutter sein. Oder erfolgreich im Beruf. Am besten beides.

Wenn du jemanden liebst, tust du alles für ihn oder für sie.

Und im Beruf musst du dich natürlich professionell verhalten.

Du kannst deine Probleme lösen.

Aus eigener Kraft. Ohne Coach und Therapeut. Wie das geht, lernst du im Selbstcoaching-Programm.

Regeln für alles.

Regeln für die Liebe.

Regeln für die Arbeit.

Regeln für die Freundschaft.

Regeln, Regeln, Regeln.

Je mehr Regeln du im Kopf hast, desto komplizierter wird dein Leben.

Und meistens auch das Leben der Menschen um dich herum.

Jetzt mal eine Idee. Stell dir mal eines vor. So richtig vorstellen. So, als ob es wahr wäre.

Wenn du einen Tag komplett ohne deine ganzen Regeln leben würdest, was würde dann passieren?

Nur mal so als Gedankenexperiment.

Was wäre dann anders? Was wäre schlechter? Was wäre besser?

Empfindest du es als bedrohlich, darüber nachzudenken?

Oder als befreiend?

Und ich sag übrigens nicht, dass du ganz ohne Regeln auskommst.

Ich persönlich bin sogar ein Fan davon, ein paar ausgewählte Regeln zu haben, an die du dich hältst.

Prinzipien halt.

Aber nicht zu viele.

Sonst wird dein Leben einfach zu anstrengend.

Ich wünsch dir das Gegenteil davon: viel Leichtigkeit. Nur, falls du das gebrauchen kannst.

Ralf

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Kommentare

  • Ich persönlich glaube, dass es stimmt, dass komplizierte Menschen zu viele Regeln haben. Zum Beispiel habe ich eine Kollegin, die ständig über andere Kollegen und deren Vorgehensweisen mit einem „das geht ja gar nicht“ urteilt. Das finde ich sehr unangenehm und beengend. Da scheint mir, dass es für irgendeine Situation zu viele Regeln gibt. Zu vieles, was und wie man sich dieser Situation stellen muss. Und das halte ich für falsch und bevormundend. Ich sehe lieber gespannt zu, wie andere Menschen Situationen bewältigen. Auch, wenn sie das nicht auf „meine“ Art und Weise tun. Ich kann meine Meining zu einer sich stellenden Frage oder Problem oder Begegnung geben, aber ich möchte nicht, dass meine Meinung als einzige Doktrin gehandelt wird. Und ich kann es nicht gut aushalten, wenn man mich missionarisch von der einzig wahren Denkweise versucht zu überzeugen. Nicht alles muss krrigiert werden, nur weil nicht ich es erledige. Regeln sind in verschiedenen Bereichen äußerst wichtig, aber keine Bevormundung.

  • „Einfach bunt ohne Regeln“ wird wahrscheinlich nur einen bestimmten Menschentyp ansprechen. Nämlich solche, die eben gerne möglichst ohne Regeln leben wollen. Sie würden sagen: „Das ist für mich Freiheit!“ Dann gibt es Menschen, die in Regeln Sicherheit und Entspannung sehen. Sie würden sagen: „Das ist für mich Freiheit!“ Wir haben unterschiedliche Bedürfnisse. „Einfach bunt ohne Regeln“ ist m.E. so nicht machbar. Wie wäre es denn, auf den Autobahnen alle Verkehrsschilder zu entfernen mit dem Argument: „Wir sind erwachsene Personen und wissen selber, wie zu fahren ist.

    Im Strassenverkehr brauchen wir klare Regeln – sonst gibt es Chaos. Aber da gibt es dann doch den vielleicht wichtigsten Paragrafen der Strassenverkehrsordnung. Das ist der § 1 und 2. Da steht: Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

    Also: Regeln sind gut, müssen aber auch manchmal bewusst durchbrochen werden, weil das Leben dynamisch und kein Mensch perfekt ist. Gegenseitige Rücksicht und Achtsamkeit – darum geht es. Oder?

    Viele Grüße
    Jörg

  • Also ich finde es auch sehr wichtig Regeln einzuhalten wie jeder andere Mensch auch… Täten wir das nicht würde das totale Chaos herrschen und das Leben dadurch noch komplizierter machen.

  • OK, ich bin ein komplizierter Mensch, aber das wusste ich auch schon vorher. Wenigstens weiß ich, wann ich bewusst Regeln breche.

    Wir haben gar nicht die (Hirn-)Kapazität und Energie, alles und jedes immer wieder auf’s neue abzuwägen und zu entscheiden. Routinen und Regeln helfen, in dem sie das Leben vereinfachen. Sie ab und an zu hinterfragen, ist natürlich sinnvoll.

    Hmm, so gesehen machen Routinen und Regeln das Leben nicht komplizierter, sondern einfacher – oder?

  • Ich persönlich erachte diese Regeln als ungemein wichtig in Bezug auf mein Umfeld. Regeln oder Prinzipien erfinde ich ja nicht um andere zu ärgern, sondern weil ich weiss dass es mir damit gut geht! Und ich akzeptiere ebenso die Grenzen und Regeln anderer, also erwarte ich dasselbe von meinem Umfeld. Gewisse Regeln oder besonders Prinzipien schleichen sich ja mit den Jahren der Erfahrung ein. Das macht die spannende Individualität aus. Ich verknüpfe diesen Ratgeberbegriff Leichtigkeit leider oft „mit sich machen lassen“ und von anderen bestimmt zu werden in Bezug auf den obigen Beitrag ohne seine Prinzipien zu leben. Vll. Sehe ich das auch falsch?!

  • Hallo zusammen,
    Schön, wie ihr das so wunderbar auf den Punkt bringt. Das fällt mir immer wieder auf. Ohne viel Schnörkel, klar und direkt. Das mag ich sehr.
    Jetzt fehlt nur noch das Rezept für den Zaubertrank zur Selbsterkenntnis für die Menschen, die noch nicht soweit sind…….
    Doch… Stopp…. die Menschen, die eure Beiträge lesen haben sicherlich bereits eine große Türe zur Selbsterkenntnis geöffnet, sonst wären sie ja nicht auf euren Seiten.
    Ich genieße eure Beiträge und finde sie immer wieder gut gelungen und sehr zeitgemäß……. Bitte Weiter so :-)….. Vielen Dank dafür.
    Beste Grüße Bärbel

  • Liebes Zeit zu Leben Team,

    vor Kurzem habe ich ein tolles Buch gelesen, das sehr gut zu diesem Thema passt. Es heißt. „Die Gaben der Unvollkommenheit. Leben aus vollem Herzen“ von Brene Brown.
    Wir müssen nicht perfekt sein, ganz im Gegenteil, wenn wir unsere eigene Unvollkommenheit anerkennen, uns nicht dafür schämen, sie nicht verstecken, bringt uns das uns selbst und auch unseren Mitmenschen wirklich näher. Das heißt nicht, daß wir nicht bemüht sein sollten unser Bestes zu geben, aber es befreit uns von der Scham über das Unvollkommene in uns und macht uns frei von blockierender Selbstverurteilung.

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