Leidenschaft statt Langeweile – Wie du mit Begeisterung lebst statt nur zu existieren

brennendes herz

Durch die Leidenschaft lebt der Mensch; durch die Vernunft existiert er bloß. – Nicolas-Sebastien Chamfort

Bist du ein leidenschaftlicher Mensch?

Damit meine ich jetzt nicht die romantische Leidenschaft. Ich meine eher, ob du wirkliche Leidenschaften hast, ob du dich für Dinge begeistern kannst, ob es Dinge gibt, die dich ganz und gar in deinen Bann ziehen, so dass du gar nicht aufhören möchtest, darüber nachzudenken und zu reden.

Falls du (noch) kein leidenschaftlicher Mensch bist und dein Leben manchmal als zu langweilig und zu vernünftig empfindest, dann wird es vielleicht Zeit, sich ein klein wenig Begeisterung und Leidenschaft in dein Leben zu holen.

Warum? Ganz einfach:

  • Leidenschaftliche Menschen sprühen vor Energie, denn es gibt ihnen Kraft, wenn sie sich mit ganzem Herzen einer Sache verschreiben.
  • Leidenschaftliche Menschen leben meistens mit großer Klarheit, sie wissen genau, was sie wollen und verfolgen ihre Ziele mit all ihrer Kraft,
  • Leidenschaftliche Menschen bewirken etwas im Leben anderer. Sie sind charismatisch und inspirieren die Menschen, denn Leidenschaft ist ansteckend.
  • Das Leben ist zu kurz, um es nur mit Pflicht und Vernunft zu füllen.
  • Es ist einfach ein gutes Gefühl, leidenschaftlich zu leben.

Leidenschaftliche Begeisterung macht uns beweglicher und lebendiger. Allerdings muss man auch ein bisschen aufpassen, denn wenn man es übertreibt, wird aus Leidenschaft Bekehrertum oder im schlimmsten Fall Fanatismus. Das ist wie überall eine Frage der Dosis. Zu viel schadet, aber im richtigen Maß ist es eine wirkliche Bereicherung für unser Leben.

Du kannst natürlich nicht einfach sagen: „So … ab heute lebe ich leidenschaftlicher“. So funktioniert das nicht.

Denn um leidenschaftlich zu leben, müssen wir

a) erst einmal herausfinden, was unsere Leidenschaften sind und

b) wenn wir es herausgefunden haben, müssen wir unseren Leidenschaften in unserem Leben und in unserem Terminkalender auch genügend Platz einräumen.

Der erste Schritt sind also die Fragen:

  • Wofür kannst du dich begeistern?
  • Was berührt dich tief im Inneren?
  • Wobei kannst du dich selbst verlieren?
  • Was macht dich glücklich?
  • Wofür lohnt es sich zu kämpfen?
  • Was ist dir wichtig?
  • Worüber könntest du den ganzen Tag nachdenken und reden?

Diese Fragen beantwortet man natürlich nicht mal eben so.

Wenn du dir diese Fragen das erste Mal stellst, lasse dir ruhig ein paar Wochen Zeit, um den Antworten auf die Spur zu kommen. Erwarte ruhig auch ein paar Widerstände aus dem vernünftigen, pflichtbewussten und bequemen Lager deiner Psyche :-)

Fange an mit diesen Fragen und erlaube deinen Leidenschaften, sich in deinem Leben auszubreiten.

Lebe leidenschaftlich und mit Begeisterung, denn sonst ist es kein Leben, sondern nur eine Existenz. Das wusste schon im 18. Jahrhundert der Autor unseres Eingangszitats.

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Kommentare

  • Ich finde es spannend, dass ich gerade heute über diesen Artikel gestolpert bin. Mir ist nämlich gerade erst klar geworden, dass es einen Punkt in meinem Leben gab, an dem ich mich von meiner Leidenschaft abgeschnitten habe. Ich war als Kind, bis ich ca. 12 – 13 Jahre alt war, bei fast allem voller Hingabe, bei körperlichen und geistigen Herausforderungen genauso wie beim Laufen durch die Natur. Dann passierten einige Dinge in meiner Familie, aufgrund derer für mich aus dem Wort Leidenschaft nur noch das Leiden übrig blieb. Von da an habe ich mich immer weniger bewegt und bin immer weniger raus gegangen, um mich vor diesem Leiden zu schützen. Jetzt habe ich endlich verstanden, was da passiert ist und ich werde alles tun, um das wieder zu ändern. Es gibt Dinge, denen ich mich gerne voller Hingabe widmen möchte, über die ich leidenschaftlich reden kann und dazu benötige ich die Fähigkeit zur Hingabe, die irgendwo in mir schlummert.

  • Das ändert sich ständig. Mal ist die Leidenschaft DA. Dann verändert sich das Denken und was man ersinnen kann. Nur das was ich ersinnen kann und liebe – ist dauerhaft zu pachten.

  • Vieles ist geschrieben worden und irgendwie passt alles….die genaue Definition mag jeder für sich selbst wählen….
    aber ich glaube wir wissen alle, was damit gemeint ist.
    Für mich finde ich immer wieder diesen Weg:
    Manchmal muss ich Dinge tun – einfach aus dem Verstand heraus….dafür kann ich an anderer Stelle wirklich mich selbst mit Begeisterung er- und ausleben…und dieser Ausgleich ist für mich wunderbar.
    Das Leben hat nun mal mehrere Seiten, sie alle gehören zu mir und ich nehme sie an….aber begeistert und kreativ Neues entdecken, ausprobieren und eine große innere Freude erleben können….das macht – ohne „wenn“ und „aber“ mein Leben aus!
    Aber – das musste ich vor vielen Jahren erst Schritt für Schritt erlernen – einfach war es nicht, aber es hat sich gelohnt!
    Bleiben wir dran…
    A.L.

  • Ich lebe schon sehr lange Leidenschaftlich und in Begeisterung noch nie habe ich das Wort Leiden daran bemerkt,schade das Ihr das in Verbindung bringt.Gestern ist vorbei Morgen noch weit weg,und heute lebe ich bei allem was ich tue Leidenschaftlich

  • Das Wort „Leiden“schaft ist mir schon seit langem ein Dorn im Auge und Gehör. Wenn diese Änderung, wie sie Mara Doro beschreibt, für die Allgemeinheit zu verwirklichen wäre, wäre ich sofort dabei. In meinem privaten Umfeld verwende ich dieses Wort nie, sondern Be“GEIST“erung, Lebensfreude u.a. gehören zu meinem Wortschatz.
    Eine gesegnete Zeit wünsche ich Allen.

  • Leidenschaft – schafft Leiden. Wie wäre es mit der Kreation eines neuen Wortes: Freuden-schaft. Etwas, das Freude schafft. Oder wir bleiben bei dem Wort Be-geisterung, das was meinen Geist erfaßt hat,mit dem Geist anderer zu teilen, sie mitnehmen. Ja, Begeisterung bringt Energie, dehnt den Geist aus und läßt das innewohnende Licht sich ausdehnen und strömen.

    Auf eine freudenschaftliche Zeit voller Begeisterung :-)

  • Wie wäre es mit einem „neuen“ Wort dazu- nämlich *Freudenschaft*! Denn im Wort Leidenschaft steckt das Leiden drin…hm. Wenn ich z.B. male, was ich sehr sehr gerne tue, trete ich quasi aus der Zeit und empfinde Freude (eigentlich es es mehr als das) -pur-.
    Dennoch… manchmal macht Mensch Dinge aus besagter Leidenschaft,die genau das schafft….Leiden.. :-))
    In diesem Sinne

    einen schönen Sonntag

  • Der Inhalt des Artikels hat sofort ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert und herrliche Bauchgefühle ausgelöst. Das Wort „Leidenschaft“ löst keinerlei negative Bedenken in mir aus.
    In den Sinn kommen mir nur pure Lebensfreude, totale Begeisterung, Hochgefühl und glücklich sein. Es bedeutet für mich : ich lebe MEIN Leben, mit voller (Schaffens)Kraft und Energie, koste es voll aus, -JETZT- .
    Um vorgegebene soziale Normen „abzuleben“, bin ich nicht auf der Welt.
    Übrigens, für mich schließen sich Leidenschaft und Mitmenschlichkeit in keiner Weise aus :-)).

  • Ich kann den Inhalt des Artikels gut nachvollziehen, jedoch muss man meiner Meinung nach eine Balance halten zwischen Vernunft und Leidenschaft. Denn letztes heißt auch, sich seinen Gefühlen hingeben, intuitiv zu handeln.
    Dabei kann man auch Gefahr laufen, mehr und mehr nur noch gefühlsmäßig zu entscheiden, dadurch z.B. Ziele, die nicht im Fokus der eigenen Leidenschaft stehen aber dennoch (objektiv) wichtig sind, zu vernachlässigen.

    In meinem Beispiel wäre dies z.B. das Abitur. Da bedarf es doch einiger Disziplin und ich kann es mir nicht erlauben, mich ablenken zu lassen durch Dinge, die ich vielleicht grad lieber tuhen möchte.

    Optimal wäre es in diesem Fall natürlich, das Notwendige oder das rationale Ziel zur Leidenschaft zu machen, sich selbst zu motivieren und letztlich Spaß an der Sache zu finden. Ich merke allerdings, dass dies leichter gesagt als getan ist..

    Schönen Gruß :)

  • Ich denke, ich kann von mir behaupten, dass ich eine leidenschaftliche Person bin. Denn für mich ist Leidenschaft, das Leben oder einen bestimmten Lebensbereich in all seinen Facetten und Emotionen wahr zu nehmen. Ein ganz typisches Beispiel für Leidenschaft ist Fußball. Wer wirklich Anhänger einer Manschaft und mit dieser mitfiebert, der kann von sich behaupten, dass er leidenschaftlich ist. Für mich bedeutet Leidenschaft, lernen für das Leben. Man kann wunderschöne Erfolge feiern und bittere Niederlagen einstecken. Ich denke, man muss die Erfolge und Niederlagen als ein Ganzes betrachten. Wer sich freuen kann und wer wütend und traurig sein kann, der ist leidenschaftlich. Leidenschaft ist weder nur positiv noch negativ. Ich denke all die Begriffe, die hier gefallen sind, wie Enthusiasmus, Freude, Begeisterung, Optimismus, kraftvoll und euphorisch sein, sind Gefühle die wir mit Leidenschaft verbinden.

    Dennoch gehören, wie mein Beispiel Fußball zeigt, oft (nicht zwangslufig, je nach Begeisterungsstärke)auch negative Gefühle(Wut, Trauer etc.)dazu.
    Ich finde der Begriff Leidenschaft ist ein guter Begriff, denn er enthält viel Wahrheit. Alle Bereiche in denen wir dir o.g. positiven Gefühle haben, werden wir auch negative Gefühle empfinden können. Es gibt nicht nur die eine Seite, sondern Beide.

    Ich glaube Menschen die all zu oft mit Verstand handeln, bei denen läuft in der Regel zwar alles glatt, allerdings wird ist das später ein Problem. Denn wie schon in vielen Beiträgen beschrieben, fehlen dann Reibungspunkte in dem Leben. Es fehlt der Kampf. Leidenschaft bedeutet auch Kampf, was nicht immer negativ sein muss, es kommt auf die viel besprochene Dosierung an und das kann das Reizvolle am Leben sein, sich durchzusetzten und zu kämpfen.

  • Emotionalisieren, immer wild und gefährlich leben müssen – nein – … ist ja furchtbar einseitig. Ich lebe in der Zeit, durch die Zeit und zwischen der Zeit. Lebendig ;-).

  • Ja. Lebe wild und gefährlich.

    Rationalisieren, im Duden nachschlagen was leidenschaftlich ist – nein – … ist ja furchtbar. In der Zeit lebe ich. Leidenschaftlich.

    Herzliche Grüße.
    Aurelia

  • Vielen Dank für diesen Artikel zur rechten Zeit! JA! Ich bin ein leidenschaftlicher Mensch, darüber muss ich gar nicht lange nachdenken. Und !JA! ich freue mich, dass ich nicht die einzige auf diesem Planeten zu sein scheine. Manchmal glaubte ich mich mit meiner Energie und meiner Begeisterungsfähigkeit schon allein auf weiter Flur. Dabei schwebe ich nicht immerzu, sondern stehe in der Tat mit beiden Beinen fest im Leben, nur dass meines niemals langweilig wird.

    Mir hängt es – ehrlich geschrieben – zum Halse heraus, dass dunkelschwarzsprechende Pessimisten von sich behaupten, sie seien Realisten und allen anderen das Leben verwürzen wollen.

    Und noch einmal DANKE – denn ich kann jetzt „kurz und knackig“ von mir sagen, ich sei ein leidenschaftlicher Mensch bin und weiß, was anderen, die nicht so sind, fehlt. :-))

  • Begriffe: Ja es ist oft ein Problem, den richtigen Begriff zu erwischen, denn, bei all unserer Gemeinsamkeit, die deutsche Sprache zu verwenden, haben Begriffe mehrere Bedeutungen: Die eigentliche und dann persönliche, die sich aus dem sozialen Umfeld, den eigenen Erfahrungen usw. „darunter mischen“.
    Viele Missverständnisse entsehen dabei – Sprache ist eben nicht Mathematik.
    Ich umschreibe es so: Etwas gern tun, mit Herz und Seele und mit Verstand. Ich finde den Begriff Engagement besser geeignet.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Menschen geben soll, die aber auch nichts so angehen. Der eine sammelt leise mit Leidenschaft Briefmarken, der andere tritt lautstark in Erscheinung, der nächste krempelt die halbe Firma mit seinen Ideen um.
    Leidenschaft, um bei diesem nun mal gewählten Begriff zu bleiben, setzt m.E. Phantasie und Träumen voraus. Man kann dann mitunter sich selbst kaum zugetraute Kräfte freisetzen: Geduld, Mut, Fleiß oder was weiß ich. Und man kann dann auch leichter Niederlagen einstecken, Gefahren umgehen oder annehmen.
    Dies hat etwas mit Optimismus zu tun, mit: Ich kann das schaffen, weil ich das für wichtig, bedeutsam usw. halte.
    Leidenschaft heißt für mich nicht: Mit viel Radau und Rums gegenüber der Außenwelt. Manche verwechseln nämlich Aktionismus und Selbstdarstellerei damit. Die gehen ihrer Umwelt dann eher auf den Keks. Auch weil sie den Sinn für den Realismus verlieren. Leidenschaft ist meine eigene innere Überzeugung und die gibt mir Kraft, selbst gegen Widerstände etwas zu tun, durchzusetzen.

  • Auch mir gefällt der Ausdruck „Leidenschaft“ wenig, denn er enthält nun mal das Wort „Leiden“, auch wenn wir heute dieses Wort eher positiv einstufen – Leidenschaft schafft eben m.E. dadurch Leiden, dass sie grenzenlos, d.z. maßlos werden kann.

    Wie wäre es denn mit Enthusiasmus?

    Bei Wikipedia zu lesen:

    Der Ausdruck Enthusiasmus (von griech.: enthousiasmos = von Gott besessen) bezeichnet ursprünglich die Inspiration durch eine göttliche Eingebung oder durch den Einfluss oder die Gegenwart eines Gottes. Heute bezeichnet der Begriff allgemein eine Begeisterung oder Schwärmerei für etwas, eine gesteigerte Freude an bestimmten Themen oder Handlungen, ein extremes Engagement für eine Sache oder ein mehr als durchschnittliches, intensives Interesse auf einem speziellen Gebiet.

    Begeisterung, gesteigerte Freude, extremes Engagement und ein intensives Intersse – ja, immer wieder ja.

    Das ist das Salz in der Suppe unseres Lebens. Natürlich läßt sich eine Suppe auch in fader Variation löffeln, sie schmeckt halt nur nicht so gut.

  • noch eine Idee:
    Leben voll Inspiration

    Zitat Aivanhov
    Man kann auch alle idealen, materiellen Bedingungen zusammen bringen, um eine Inspiration zu haben und überhaupt nichts empfangen. Die Inspiration kommt nicht unbedingt, weil man mit geschlossenen Augen im Lotossitz inmitten einer Weihrauchwolke sitzt. Ich spreche nicht von diesen Bedingungen. Die erste Bedingung für die Inspiration ist die Art, wie man lebt: Man erhält niemals eine Inspiration, wenn man nicht auf die Reinheit seiner Gedanken, seiner Gefühle und seiner Handlungen achtet.

    Was man Inspiration nennt, ist in Wirklichkeit der Kontakt mit einer Kraft, einer Intelligenz, einer Wesenheit, die einer höheren Welt angehört. Und dieser Kontakt ermöglicht es uns, Dinge auszuführen, zu denen wir normalerweise aus uns selbst heraus nicht in der Lage sind. Jemand möchte sprechen, findet aber seine Worte nicht, er ist gehemmt und stammelt. Aber plötzlich dringt etwas in ihn ein, ein Licht, ein Strom und er gibt sich dem hin. Er braucht nicht einmal mehr seine Worte zu suchen, sie fließen aus der Quelle, so dass er sich selbst beim Sprechen.

  • Hallo!

    ich möchte zur Leidenschaft etwas sagen:
    im Wikipedia steht folgendes: http://de.wikipedia.org/wiki/Leidenschaft
    Leidenschaft (gesteigert, aber als Begriff abkommend: Inbrunst) ist eine das Gemüt völlig ergreifende Emotion. Sie umfasst Formen der Liebe und des Hasses… Im heutigen Alltagssprachgebrauch wird das Leiden schaffene oft verdrängt, mittlerweile hat Leidenschaft eher eine positive Konnotation.

    zu diesem vielleicht, für mich, unglücklich gewählten Ausdruck möchte ich etwas hinzufügen, um es für mich richtigzustellen, oder auch eine Synthese aus diesem Beitrag und den Gedanken des Philosophen Aivanhov etwas Neues entstehen zu lassen, eben eine Synthese.

    Zitat: Aivanhov
    Ihr werdet das Geheimnis der Liebe kennen, wenn ihr aufhört, sie mit dem Vergnügen zu verwechseln. Ihr sagt, dass die Liebe ohne Vergnügen langweilig und schal ist. Überhaupt nicht, denn das Vergnügen betrifft nur die physische Ebene. Über das Vergnügen hinaus gibt es die Freude, die Inspiration, das Entzücken, die Ekstase, welche die Seele und der Geist erleben. Wenn ein Mann und eine Frau sich ein göttliches Gefühl geben können, ohne sich von der Leidenschaft mitreißen zu lassen, wird diese Vereinigung, diese Zärtlichkeit zwischen den beiden außerordentlich ausdrucksstark, gehaltvoll, intensiv und schön. Natürlich ist auch das ein Vergnügen, aber ein erhabeneres Vergnügen, ein göttliches, das sie unsterblich macht. Andernfalls – ihr kennt ja das Lied: »Liebe, Liebe, wenn du uns festhältst…« Für diejenigen, die das Vergnügen suchen, ist die Liebe wie eine rohe Kraft, die von ihnen Besitz ergreift und die sie so festhält, dass sie ihr nicht mehr entkommen können, sie werden zu ihren Sklaven. Leider verstehen die meisten die Liebe so: eine Liebe, die sie quält, die sie verbrennt, die sie verbraucht und ohne Kraft zurücklässt. Das kommt daher, dass sie Liebe und Vergnügen verwechselt haben.

    Sie deuten auch die Leidenschaft und die Dosis, was meinen Sie dazu, wäre das Wort Leidenschaft nicht besser, wenn man es ersetzt!

    weiteres Zitat:
    Die weitere Entwicklung des Menschen wird von einer Steigerung der Sensibilität begleitet. Je größer die Sensibilität ist, desto mehr lebt man ein erfülltes, intensives Leben. Wessen Sensibilität abnimmt, kehrt zu den Tieren, den Pflanzen, den Steinen zurück. Ihr werdet sagen: »Aber je sensibler man wird, umso mehr setzt man sich den Leiden aus.« Das ist richtig, aber es ist besser, die Sensibilität zu erhöhen, selbst wenn man dadurch leiden muss, denn man steigert die Intensität des Lebens.
    Wer nun diese Sensibilität besitzt, muss aufpassen, sie nicht dadurch zu verlieren, dass er nicht das richtige Maß einhält, denn es sind die Exzesse, die die Sensibilität abstumpfen lassen. Wenn ihr zum Beispiel zu viel lest, ist euer Gehirn überlastet und ihr habt keine Lust mehr zu denken. Um das Wesentliche zu begreifen, darf man nicht zu viele Ideen in seinem Kopf ansammeln. Auch in der Freundschaft, in der Liebe muss man sich überwachen und eine gewisse Entfernung einhalten. Derjenige, der sich mit Feuereifer in die Leidenschaft der Liebe stürzt, wird schließlich übersättigt; er fühlt nichts mehr. Die Sensibilität entwickelt sich bei demjenigen, der es versteht, die Quantität zu verringern und die Qualität zu erhöhen.

    Also ich würde es nennen:
    Leben voller Freude
    Leben Sie erhaben
    Leben Sie Liebevoll
    Leben Sie Begeistert

    im Moment kann ich das Wort nicht finden das dafür passen würde, aber vielleicht gehört es gefunden!

  • Ich weiß immer weniger, was ich wirklich (tun) möchte, je älter ich werde. Noch diktiert die Vernunft das eine oder andere. Selten schimmert bei meinem Tun wirklich Leidenschaft durch. Um zu Überleben habe ich mein Berufsleben lang meist Arbeiten gemacht, die mir nicht wirklich Freude gemacht haben. Oft glaubte ich auch, daß ein Beruf wie eine Heimat ist, wo man sich wohl fühlt. Bei mir war das aber nicht der Fall oder immer wieder nur vorübergehend. Wahrscheinlich wäre ich schon längst eine Eremitin geworden, hätte ich nicht Kind gehabt und jetzt einen Mann.
    Jetzt darf ich mich beruflich wieder neu orientieren. Nur will ich mir dieses Mal Zeit lassen, und die Dinge, die mich ansprechen, näher ins Auge fassen. Gott sei Dank lassen mir meine derzeitigen Überlebensjobs genügend Freiraum, und ich habe dabei nicht das Gefühl, gebunden zu sein, sondern arbeite nur für mich selbst, obwohl ich diese Art von Arbeit nicht wirklich 100% mag. Ich fühle mich oft alleine sehr wohl und ziehe die Dinge auch alleine durch, ohne jemand zu fragen….

  • Ich würde das Thema nicht so negativ/kritisch sehen… im Grunde wissen wir doch was gemeint ist.
    Ist es nicht etwas wunderbares wenn man sich mit jemanden unterhält über seine Leidenschaft? Wenn bei diesem Menschen die Augen anfangen zu leuchten und zu glänzen wenn er davon redet, seine Worte immer schneller werden und er ganz in der Sache aufgeht.
    Solche Menschen beneide ich wirklich weil ich es nie geschafft habe mich einem Hobby/Lebensart/Beruf so hinzugeben. Woran es bei mir fehlt oder was ich falsch mache ist schwer zu sagen. Wahrscheinlich ist es allein die Tatsache es zu verkrampft und zu vernünftig anzugehen…

  • Ich kann zwar den Kern des Artikels nachvollziehen, allerdings ist das Wort Leidenschaft meiner Ansicht nach tückisch. Es wurde erst im 17. Jhd. in die deutsche Sprache eingeführt und hatte damals eher die hier schon erwähnte negative, zerstörerische Bedeutung.

    Auch wenn heute die Tendenz eher in die Richtung einer positiven Bedeutung geht, finde ich in diesem Zusammenhang die Formulierung „etwas mit Hingabe tun“ passender. Leidenschaftlich will heute wohl jeder sein auch aus dem Grund, dass das Wort schnell in den Zusammenhang mit „gutem Sex“ gebracht wird und in dieser Form auch gerne von der Werbung aufgegriffen und Verstärkt wird (Parfum, Eis, Autos, etc.).

  • Einigen der hier aufgeführten Aussagen zur Funktion und Eigenart von Leidenschaft kann man durchaus zustimmen, allerdings:

    Die Abgrenzung zwischen „romantischer Leidenschaft“ und „wirklicher Leidenschaft“ halte ich für unscharf. Unscharf deshalb, weil romantische Leidenschaften auch wirkliche Leidenschaften sein können. Ich denke, es ist hier der Unterschied zwischen der leidenschaftlichen Liebe z. B. zu einer Person und der leidenschaftlichen Verfolgung von Zielen gemeint. Das ein Leben mit wenig oder keinen Leidenschaften dabei gleichzeitig auch ein langweiliges und unvernünftiges Leben sein muss, leuchtet mir auf den ersten Blick nicht ein.

    Sicherlich ist es so, das Leidenschaften ungeahnte Energien freisetzen können und damit viel Kraft geben, allerdings muss es sich bei leidenschaftlichen Personen nicht notwendigerweise um charismatische Persönlichkeiten handeln, die andere zwangsläufig inspirieren und mitreißen. Es gibt auch leidenschaftliche Menschen bspw. Sammler, die wie graue Mäuse niemanden auffallen und auch nicht in der Lage sind Begeisterung für ihre Sammelobjekte (z.b. Briefmarken) hervorzurufen. Dagegen sind sie durchaus in der Lage, Räume Zweck zu entfremden, Finanzielle Krisen heraufzubeschwören und Ehen zu zerstören. Das ist verstärkt dann der Fall, wenn Leidenschaft zur Sucht wird. Diese Gratwanderung wurde eingangs, wie ich finde, treffend beschrieben.

    Vielleicht müssen wir in einem ersten Schritt auch nicht herausfinden, was unsere gegenwärtigen Leidenschaften sind, ich denke, wir kennen sie im Zweifelsfall. Wenn ich es richtig verstanden habe, geht es vorwiegend darum neue Leidenschaften zu entdecken bzw. zu entwickeln.
    Und da sind die Fragen nach dem „was begeistert mich“, „was macht mich glücklich“, „was berührt mich zutiefst“ auch genau die richtigen.

    Auf den Punkt gebracht: Finden Sie heraus, was sie wollen.

    Hört sich leicht an, ist es aber nicht. Die psychologische Neuorientierung, die mit Freud einsetzte, beruht auf der Entdeckung, das die Motive unseres Handelns weitgehend unbewusst bleiben. Wir agieren bzw. reagieren oft ohne jegliches Bewusstsein unserer inneren Antriebe. Und da liegt die Crux. Überspitzt formuliert: Vielleicht wissen wir selbst am allerwenigsten, was wir wirklich wollen.

    • Bernd Kramer ( Sinne-Mentor ) schreibt am 9. Februar 2015

      Hallo Hubert,
      den letzten Satz den du geschrieben hast, ich meiner Meinung nach der Wichtigste:
      „Vielleicht wissen wir selbst am allerwenigsten, was wir wirklich wollen.“
      Setzte mal für das letzte Wort einfach ( wollen ) wissen ein.
      Das ist schon Leidenschaftlich genug, es heraus zu finden, was Wir alles nicht wissen. ( In allem steckt Berührung, berührt dich was, ist der Startschuß für das was uns den Weg zeigen könnte / würde. )
      Gruß an dich und alle die es lesen,
      von Bernd Kramer ( Sinne – Mentor )

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