Kompass-Challenge

Not Sorry (Sarah Knight)

not-sorry

„Not Sorry. Vergeuden Sie Ihr Leben nicht mit Leuten und Dingen, auf die Sie keine Lust haben“ von Sarah Knight – Berlin: Ullstein-Buchverlage, 2016 – 224 S. – ISBN: 978-3-86493-046-1 – 14,99 €

Dieses Buch bietet eine Menge Anregungen und Hilfsmittel, mit denen es machbarer wird, „Nein“ zu sagen. „Nein“ zu ungeliebten Einladungen, zu anstrengenden Mitmenschen, zu all dem, was man eigentlich gar nicht haben oder machen möchte.

Die Autorin, Sarah Knight, ist eine ehemalige Verlagslektorin, die irgendwann klar „Nein“ zu ihrem Job sagte und kündigte. Sie schreibt in einer derben und sehr klaren Sprache. Allen, die sich an Kraftausdrücken stören und es nicht mögen, wenn oft „Scheiße“, „drauf scheißen“ und „Arschloch“ gesagt wird, rate ich sehr ernsthaft: Finger weg von diesem Buch.

Wer sich nicht daran stört, darüber hinweglesen kann oder es sogar gut findet, wenn manche Dinge kraftvoll beim Namen genannt werden, für den ist „Not Sorry“ ein Lesevergnügen mit viel Nutzen-Potential. 

Im ersten Teil geht es ganz allgemein um das „Ja“- und das „Nein“-Sagen. Darum, was es so schwer macht, „Nein“ zu sagen, wenn man etwas „eigentlich“ nicht will. Und welche Voraussetzungen wir brauchen, um auf gute Weise „Nein“ zu sagen.

Im zweiten und dritten Teil des Buches geht es um die „Not Sorry“-Methode, mit der wir das „Nein“-Sagen besser hinbekommen sollen. 

Diese besteht aus zwei großen Schritten, die Sarah Knight so benennt: 

  1. Finden Sie heraus, wozu Sie nicht länger „Ja“ sagen wollen.
  2. Hören Sie auf, zu diesen Dingen ja zu sagen, und scheißen Sie fortan aus großer Höhe darauf.

Hinter diesen zwei Schritten verbirgt sich ein Prozess, zu dem die Autorin in amüsanter und unterhaltsamer Weise anleitet: 

Im ersten Schritt vollzieht man eine Art Bestandsaufnahme und geht nach und nach verschiedene Lebensbereiche durch: 1. Dinge, 2. Arbeit, 3. Freunde, Bekannte und Fremde und 4. Familie. Zu jedem Bereich notiert man sehr genau und detailliert, wozu man nicht mehr „Ja“ sagen will. In der Sprache der Autorin ausgedrückt, beantwortet man hier die Frage: „Worauf scheiße ich?“

Im zweiten Schritt geht es darum, wie man es nun wirklich schafft, „Nein“ zu sagen bzw., wie die Autorin es ausdrückt: „zu lernen, wie man auf etwas scheißt“.

Dazu gehört es, sich bewusst zu machen, welche Folgen das „Ja“-Sagen hat. Und was es für positive Folgen haben kann, öfter mal „Nein“ zu sagen. Nämlich mehr Zeit, mehr Energie und mehr Geld für die schönen Dinge im Leben zu haben. An Beispielen aus ihrem Alltag macht die Autorin unübersehbar deutlich, wie stark zu viele ungewollte „Jas“ das Leben belasten können. Und welche Freiheit es bedeutet, öfter „Nein“ zu sagen. 

Beim Lesen fragt man sich ganz automatisch: Was habe ich in den letzten Jahren mit meinem Leben gemacht? Mit meiner Zeit? Wo schränke ich mich wie stark ein? Wie viel Lebensqualität mache ich mir selbst kaputt? Und wie sehr belasten mich die vermeintlichen Verpflichtungen wirklich? 

Ich brauche einen neuen Job!

Aber welchen? Was kann ich? Was will ich? Welcher Job passt wirklich zu mir? Wo finde ich die guten Jobs? Fragen über Fragen. Antworten findest du hier: Projekt: Traumjob.

Neben dieser Bewusstmachung bietet die Autorin einige sehr sinnvolle und leicht anzuwendende Techniken an, mit denen man es schaffen kann, die Hindernisse beim „Nein“-Sagen zu überwinden. So die „Heilige Dreifaltigkeit des ‚Nein‘-Sagens: Zeit, Energie, Geld“, mit der man herausfindet, was man konkret vom „Nein“-Sagen in bestimmten Situationen hat. Oder auch die „Ehrlichkeit-Höflichkeit-Matrix“, die einem hilft herauszufinden, wie man in einer Situation, z. B. bei einer Einladung „Nein“ sagt. Und zwar ohne den anderen vor den Kopf zu stoßen.

„Not Sorry“ ist ein Ratgeber, der einem wirklich ein Stück neue Freiheit bringen kann. 

Außerdem macht es Spaß, den Ausführungen der Autorin zu folgen. Ich habe mehrfach laut gelacht, denn Situationskomik und absurde Situationen beschreibt sie so witzig, dass ich zu gerne mal einen Roman von ihr lesen würde.

Natürlich gilt beim Thema „Nein“-Sagen wie so oft: Verändern wird sich nur etwas, wenn ich etwas ändere. Aber dafür bietet dieses Buch eine gehörige Portion Motivation, viele konkrete Hilfsmittel und Beispiele, die man so schnell nicht mehr vergisst. 

Problematisch wird es wahrscheinlich, wenn es ans Eingemachte geht. Wenn es um tieferliegende Schuldgefühle oder gravierende Gründe beim „Nein“-Sagen geht. Diese lassen sich ja meist nicht so einfach aushebeln. Auf diese tieferliegenden psychologischen Gründe geht die Autorin aber nicht ein, sodass das Buch im Ganzen doch etwas oberflächlich bleibt. 

Wer handlungsorientierte Anregungen sucht, dem kann ich dieses Buch voll mit wertvollen und motivierenden Impulsen jedoch sehr empfehlen. Denn es hilft einem dabei, mehr Zeit und emotionalen Freiraum zu schaffen. Sodass man wieder ein bisschen mehr die Beziehungen und Aktivitäten pflegen kann, die einen glücklich machen. Und genau das benennt die Autorin als erklärtes Ziel von „Not Sorry“.

Bewertung: PunktPunktPunktPunktPunkt

„Not Sorry” jetzt bestellen bei:

Bestellen bei Amazon

 

Wenn deinem Leben gerade etwas fehlt ...

Kostenlos mitmachen. Eine außergewöhnliche, unterhaltsame und inspirierende Email-Serie. Rund um die Liebe, den Lebenserfolg, Geld und die Kunst, sich selbst nicht im Weg zu stehen.

Auch interessant?

Kommentare

  • Ich habe nirgends eine Verharmlosung gelesen. Nicole schreibt doch ganz klar, dass all jene, die solch eine Sprache nicht mögen, die Finger von dem Buch zu lassen. Also befolge doch einfach den Rat und lass die Finger davon. Oder nutze es Dich mit der Frage auseinander zu setzen warum Dich daß so stört? Vielleicht kommst Du darüber mehr in Kontakt zu irgendwelchen Bereichen Deiner Persönlichkeit in denen Du durch Schamgefühl blockiert bist. Am Ende gehen wir ja irgendwann alle mal auf’s WC egal wie man das ausdrückt ist es also eine menschliche und natürliche Sache an der man sich nicht unbedingt stören muss… …aber vielleicht bin ich da auch zu tollerant ;-)

  • Ich wundere mich, wie man das Benutzen einer solchen Fäkalsprache (Leseprobe) verharmlosen und dieses Buch ernsthaft empfehlen kann! „Aus großer Hohe darauf sch___ “ als Beispiel für bewusstes Nein sagen und das dauernde Verwenden von Wörtern aus der Fäkalsprache hat aber auch gar nichts mit direkt und derb zu tun. Das ist sprachlich einfach unterste Schublade. Schade.

Deine Anmerkung zu diesem Beitrag?

Hausregeln: Wir lieben Kommentare :-) Auch kritische Anmerkungen. Solange sie respektvoll, fair, höflich und konstruktiv sind. • Und bitte, bitte, bitte kein Marketing in irgendwelcher Form (auch nicht für kostenlose Angebote) • Und bitte unter dem eigenen Namen schreiben (nicht als "Versicherungsvergleich" oder "Wasserbetten"). • Die Fotos neben den Kommentaren funktionieren übrigens über Gravatar. Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

 

Eine Sekunde bitte noch…

Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, dann lass dich doch regelmäßig mit unseren Artikeln beliefern.

Einfach kostenlos per Email anfordern.

PS: Alle lieben Menschen in unserem Verteiler bekommen auch kostenlos unser Ebook "12 Lifehacks" und Zugang zu unserem umfangreichen Download-Center mit tollen Postern, Plänen, Checklisten und vielem mehr.

Ooooch, schon gehen?

Aber falls Sie diesen Beitrag gut fanden, dann lassen Sie sich doch regelmäßig mit unseren Artikeln beliefern.

Einfach kostenlos per Email anfordern.

PS: Alle lieben Menschen in unserem Verteiler bekommen auch kostenlos unser Ebook "12 Lifehacks" und Zugang zu unserem umfangreichen Download-Center mit tollen Postern, Plänen, Checklisten und vielem mehr.

Warte, einen Augenblick!

Wenn du unsere Seite nützlich fandest, dann lass dich doch regelmäßig mit unseren Artikeln beliefern.

Einfach kostenlos per Email anfordern.

PS: Alle lieben Menschen in unserem Verteiler bekommen auch kostenlos unser Ebook "12 Lifehacks" und Zugang zu unserem umfangreichen Download-Center mit tollen Postern, Plänen, Checklisten und vielem mehr.