Kompass-Challenge

Nutz halt die Gangschaltung

gangschaltung

Ich fahre gerne mal mit dem Fahrrad. Manchmal setze ich mich einfach aufs Rad und drehe eine Runde. Gut für den Körper. Gut für die Seele. 

Bei uns geht’s nun auch ein bisschen auf und ab. Nicht wie in den Alpen. Aber es reicht, um einen alten Mann wie mich aus der Puste zu bringen. Zum Glück hat mein Rad ja eine Gangschaltung. Wenn es anstrengend wird, weil es bergauf geht, schalte ich einfach einen Gang runter. Dazu ist die Gangschaltung ja da. 

Wenn die Strecke gerade ist, fahre ich so mit 20–25 km/h. Bergauf fahre ich oft nur mit 15 oder sogar mit 10 km/h. Das weiß ich, weil ich so einen pfiffigen, kleinen Fahrradcomputer am Lenker habe. 

Wenn ich so drüber nachdenke, geht es im Leben ja auch manchmal bergauf und bergab.

Manche Dinge fallen uns leicht. Manche schwer.

Aber die wenigsten von uns nutzen die Gangschaltung, um einen Gang runterzuschalten, wenn es schwer wird. Wir versuchen dann im hohen Gang weiterzutreten und machen uns selbst das Leben schwer. Zum Beispiel, wenn es um das Thema „Besser ernähren“ geht. 

Wenn ich lernen will, mich besser zu ernähren, dann ist das schwer. Nicht nur ein bisschen schwer. Ne: sauschwer. Denn die eigenen Essgewohnheiten sind eine emotionale und irrationale Geschichte. Die meisten von uns sind süchtig nach Zucker in der ein oder anderen Form. Mit Vernunft brauchst du da nicht ranzugehen.

Und dann sagst du zu dir: „Ab heute esse ich nur noch 1000 kcal pro Tag.“ „Ab heute esse ich keine Süßigkeiten mehr.“ Oder: „Ab heute esse ich nur noch Obst und Gemüse.“

Das ist wie im schwersten Gang den Berg rauf. Und wozu führt das? 

Dass du nach ein paar Metern das Rad hinschmeißt und sagst:

„Schluss, ich kann nicht mehr.“

Nicht nur das.

Du sagst dann auch:

„Radfahren ist grundsätzlich Mist. Das macht keinen Spaß. Meine Beine tun mir weh. Meine Lunge pfeift. Das mach ich nie wieder.“

Alles nur, weil du deine Gangschaltung nicht benutzt hast.

Da hättest du besser zuerst nur den 1. Gang benutzt. Vielleicht sagst du: „Zuerst lass ich mal Weißbrot weg.“ Am nächsten Tag nimmst du noch einmal den 1. Gang. Erst wenn du merkst, dass deine Beine langsam stärker werden, schaltest du auch mal in den 2. Gang. Am Ende fährst du im schwersten Gang den Berg hoch und freust dich über dich selbst. Ja, das ist die Magie von kleinschrittigem Training.

Nicht hart, sondern smart.

Deswegen meine Empfehlung: Nutz deine Gangschaltung.

Dazu ist sie da.

Wer alles auf einmal will, bekommt am Ende oft gar nichts. Wer am Anfang alles gibt, kommt oft nicht am Ziel an.

Ich wünsch dir ein gutes Fahrrad, eine gute Gangschaltung und einen bequemen Sattel.

Ralf

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Kommentare

  • Das passt aber heute gut – ich bin erst heute zum Lesen des Textes gekommen, erst heute mittag habe ich mir vorgenommen meine Essgewohnheiten wieder zu verbessern, ich dachte gleich ans Fasten, aber nach diesem guten Hinweis von Ralf mit kleinen Schritten zum Erfolg, werde ich jetzt weitermachen, das ist nicht so hart, zwar dauert das Abnehmen damit länger, hält aber auch länger, denn langsamer abnehmen ist von Dauer. Die kleinen Schritte sind nicht so frustrierend und das Radfahren, (erst, wenn es wieder milder wird), erinnert und unterstützt, also körperlich und mental. Gute Sache, danke Ralf und dir auch „gut radel“.

    Liebe Grüße
    Katharina

  • PS: Hallo Team Hier nochmal Glückwunsch zum Umzug !!Wo bitte ist Embsen???? Schöner wie in Lüneburg????

  • Superschöner Vergleich, danke für die tolle Inspiration! :-)

  • Das hat jetzt gerade gepasst. Danke! :)

  • Danke für diesen tollen Vergleich mit dem Radfahren. Genau so ist es doch. Wir scheitern oder schmeißen hin, weil wir im falschen Tempo an eine Sache herangehen. Die kleinen Schritte wie bei einer Gangschaltung sind es, die zum Erfolg führen.

  • Tolle Analogie! Kann man sich beim Radfahren im Frühling immer mal wieder klar machen.
    Danke dafür!

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