Schau mal ...

„Wie ändert man etwas im eigenen Leben?“

Haben Sie auch schon mal versucht etwas in Ihrem Leben zu ändern? Und sind Ihre Versuche im Sande verlaufen? Dann sind Sie vielleicht an Ihren inneren Widerständen gescheitert. Wie kann man diese inneren Widerstände umschiffen?

 

Haben Sie Frustrationstoleranz?

Von: Ralf Senftleben

Es gibt eine Fähigkeit, die uns langfristig dabei hilft, ein erfolgreiches und selbstbestimmtes Leben zu führen. Es geht um die Frustrationstoleranz, also die Fähigkeit Frust, Probleme und Rückschläge aushalten zu können und konstruktiv damit umzugehen.

Wenn wir etwas im Leben erreichen wollen, das einen bestimmten Einsatz erfordert (z.B. eine Diplom- oder Doktorarbeit schreiben, einen Lehrgang oder Fernstudium abschließen oder sich eine erfolgreiche Selbständigkeit aufbauen) dann werden wir früher oder später auf Schwierigkeiten stoßen, die uns frustrieren und die Stress verursachen.

Jemand mit einer hohen Frustrationstoleranz ist in der Lage, diese Schwierigkeiten auszuhalten und trotzdem weiterzumachen. Auch wenn es auf dem Weg manchmal schwierig wird und Einsatz und Disziplin erfordert, wird er durchhalten.

Jemand mit einer niedrigen Frustrationstoleranz wird angesichts von Problemen normalerweise

  • aufgeben und sich ausdrücklich von seinem Ziel verabschieden,
  • einfach nichts mehr für das Ziel tun oder
  • die notwendigen Handlungen immer weiter aufschieben und
  • sein Ziel aus den Augen verlieren.

Wie sieht das bei Ihnen aus? Wie gehen Sie normalerweise mit den Steinen um, die sich Ihnen in den Weg legen?

Ich beiße mich durch und erreiche letztlich, was ich will.
Ich verabschiede mich bewusst von meinem Ziel.
Ich schiebe die notwendigen Handlungen auf und verliere mein Vorhaben dann aus den Augen.

Um Ihre Frustrationstoleranz zu erhöhen, können Sie sich einmal nach dem Grund dafür fragen, warum Sie überhaupt frustriert sind. Oft haben wir nämlich die irrationale Erwartung, dass die Arbeit an unseren Zielen in jedem Fall leicht sein und Spaß machen muss. Und wenn wir dann eine gegenteilige Erfahrung machen, bringt uns das so aus dem Gleichgewicht, dass wir unser Ziel aufgeben oder aufschieben.

Leute mit einer hohen Frustrationstoleranz wissen: Die Arbeit an meinen Zielen wird manchmal schwierig und manchmal auch unangenehm sein. Aber damit kann ich umgehen. Ich schaffe es trotzdem und beiße mich durch, weil mir mein Ziel wichtig ist.

Der Unterschied liegt also auch in der Erwartung. Versuchen Sie mit möglichst realistischen Augen auf Ihr Vorhaben zu schauen. Wenn Sie ein Ziel erreichen wollen, dann sagen Sie sich selbst im Vorfeld:

  • Jedes Ziel hat seinen Preis – auch mein Ziel.
  • Nirgendwo steht geschrieben, dass es leicht sein muss, mein Ziel umzusetzen, auch wenn ich mir das vielleicht wünsche.
  • Die Arbeit an meinem Ziel kann manchmal unangenehm sein, aber ich tue dann trotzdem, was getan werden muss, weil mir Ziel wichtig ist.

Wenn Sie sich diese Einsichten regelmäßig klarmachen, dann lernen Sie mit der Zeit, auch mit Frustrationen und Schwierigkeiten umzugehen. Und wenn Sie lernen, Frustration auszuhalten, dann werden Sie leichter erreichen, was Sie erreichen wollen.

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