„Kreatives Schreiben“

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Gelassener durch Psychohygiene

Von: Ralf Senftleben

Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken.

-- Marcus Aurelius

Sauberkeit ist in unserer Gesellschaft wichtig. Wir versuchen, unsere Wohnungen, Büros, Straßen und Parks sauber zu halten und Zähneputzen und Duschen gehören bei den meisten von uns zum täglichen Programm.

Nur eines pflegen wir selten mit so viel Hingabe: unsere Psyche.

Dabei ist es sehr gewinnbringend, wenn wir unseren Kopf regelmäßig von unnötigem Ballast befreien. In der Psychologie heißt das Psychohygiene und bedeutet konkret:

Maßnahmen zur Erhaltung der seelischen Gesundheit und Zufriedenheit.

Sorgen und unbegründete Ängste sind die Dinge, die unsere Psyche am meisten "verschmutzen". Und um besser mit Sorgen und Ängsten umzugehen, brauchen morgens und abends nur jeweils 5 Minuten.

Probieren Sie doch einmal folgende Methode aus: Über den Zeitraum von 21 Tagen setzen Sie sich am Morgen einfach in Ruhe hin und beantworten schriftlich die folgenden Fragen:

  • Was bereitet mir heute Sorgen?
  • Was könnte heute Unangenehmes und Unerwünschtes passieren?
  • Wovor habe ich heute Angst?
  • Weswegen fühle ich mich heute angespannt oder unter Druck?

Schreiben Sie einfach stichpunktartig die Antworten auf und das war es schon für den morgendlichen Teil Ihrer Psychohygiene. Schon allein durch das Aufschreiben machen Sie sich Ihre Sorgen bewusst und dadurch relativiert sich schon vieles. Das klingt vielleicht zu einfach, aber wenn Sie es einmal ausprobieren, dann werden Sie merken, wie wirksam schon allein das Aufschreiben der eigenen Sorgen und Ängste ist.

Abends gehen Sie dann Ihre Liste mit Sorgen und Ängsten durch und fragen sich:

  • Ist es so gekommen, wie ich es befürchtet habe?
  • War es so schlimm, wie ich dachte?

Sie werden dabei wahrscheinlich feststellen, dass die meisten Ihrer Sorgen unbegründet waren und nicht eingetreten sind. Durch die dauerhafte Erkenntnis, dass viele Ihrer Sorgen unbegründet sind, werden sich diese mit der Zeit legen. Führen Sie über den Zeitraum von 21 Tagen ruhig eine Strichliste und notieren, welche Ihrer Sorgen begründet und welche unbegründet waren. So bekommen Sie einen interessanten Überblick über das Verhältnis zwischen unbegründeten und begründeten Ängsten.

Zusätzlich können Sie sich abends auch noch die folgenden Fragen stellen und sie schriftlich beantworten:

  • Was war heute schön?
  • Wofür bin ich heute dankbar?
  • Worüber habe ich mich heute gefreut?
  • Was habe ich heute gelernt?

Damit lenken Sie Ihren Fokus zusätzlich auf die schönen Seiten Ihres Lebens.

Waschen Sie sich also in Zukunft nicht nur hinter den Ohren, sondern sorgen Sie auch dafür, dass Ihre Psyche sauber bleibt und Sie dauerhaft etwas für Ihre Zufriedenheit und Gelassenheit tun. Es ist echt einfach, etwas für die eigene Psychohygiene zu tun.

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