Veränderung ist schwer, aber möglich
Die eigene Denke oder das eigene Verhalten auf Dauer zu ändern, gehört wohl zu den schwierigsten Dingen überhaupt. Das weiß jeder, der z. B. versucht hat,
- seine Ernährung umzustellen,
- das Rauchen aufzugeben,
- regelmäßig zu meditieren
- oder 3 mal die Woche Sport zu machen.
Am Anfang sind wir fast alle noch willensstark und ziehen das neue Verhalten durch. Aber nach ein paar Tagen bekommen wir plötzlich Zweifel, es tauchen viele "gute" Gründe dagegen auf, uns kommt etwas dazwischen, wir verlieren die Sache aus den Augen oder wir finden unser Vorhaben plötzlich gar nicht mehr so wichtig.
Oder anders gesagt: Wir tricksen uns selbst aus.
Sich dauerhaft zu verändern, ist einfach schwierig. Hier arbeiten viele Kräfte gegen uns und allen voran unsere unbewussten Widerstände gegen Veränderung. Denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier und wir verteidigen unsere Automatismen und Gewohnheiten unbewusst mit Händen und Füßen. Ein paar Tage können die meisten von uns mit dem Willen gegensteuern, aber dann übernimmt wieder unser Autopilot und wir verhalten uns wieder so, wie wir uns eben normalerweise verhalten.
Irgendwie gehen alle davon aus: Du musst nur wissen, was zu tun ist und dann wird alles gut. Aber das stimmt nur in den wenigsten Fällen. Um dauerhaft von Wissen zu profitieren, müssen wir uns ändern und das Wissen dauerhaft anwenden. Und das ist eben oft sehr schwer. Denn die meisten Menschen überschätzen ihre Willenskraft und unterschätzen die Sogkraft des alten, gewohnten Verhaltens, das uns wie ein Gummiband wieder zurückzieht.
Veränderung ist also oft alles andere als einfach, aber sie ist dennoch machbar, wenn wir die Gegenkräfte mit einkalkulieren und unsere Willensstärke und unsere Aufmerksamkeit mit ganzer Kraft auf unser Ziel konzentrieren.
Entscheidend ist, dass wir nicht absolut blauäugig in Veränderungsprozesse hineingehen und uns dann wundern, dass wir innerhalb von wenigen Wochen wieder da genau sind, wo wir vorher waren, inklusive einer Delle im Selbstvertrauen und jede Menge Frust über die eigene, fehlende Selbstdisziplin.
Es gibt zum Glück eine ganze Reihe von Dingen, die wir tun können, um unsere Veränderungs-Projekte erfolgreich zu machen.
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Seien Sie nicht blauäugig, sondern rechnen Sie im Vorfeld mit Widerständen und Gegenkräften. Widerstände sind normal. Und sie sind kein Problem, wenn Sie sich sagen: "Aufhören ist für mich keine Option!" Erinnern Sie sich regelmäßig daran, dass Aufgeben keine Alternative für Sie ist.
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Und wenn Sie einmal vom sprichwörtlichen Pfad der Tugend abkommen, dann nehmen Sie das nicht als Anlass, Ihr Projekt abzubrechen, sondern machen Sie danach einfach weiter. Erinnern Sie sich daran, dass Sie wieder aufstehen werden, wenn Sie einmal straucheln sollten.
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Treffen Sie eine ausdrückliche und verbindliche Entscheidung. Geben Sie Ihrer Entscheidung Energie, indem Sie sie aufschreiben und öffentlich machen. Hängen Sie Ihre schriftliche Entscheidung dahin, wo Sie sie jeden Tag mehrmals sehen.
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Nehmen Sie sich nicht zu viel auf einmal vor, sondern setzen Sie sich machbare Ziele. 5 x 2kg abzunehmen ist einfacher, als 1 x 10kg leichter zu werden.
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Erinnern Sie sich selbst möglichst oft durch PostIt-Notes, Ihren Kalender, Ihren Handy-Alarm oder ein Gummiband um Ihr Handgelenk an Ihre Entscheidung. Ein beliebter Trick unserer inneren Widerstände, ist uns unser Ziel vergessen zu lassen. Lassen Sie das nicht zu.
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Nutzen Sie täglich Autosuggestionen oder Affirmationen und andere Möglichkeiten, Ihren Fokus zu steuern und sich selbst zu programmieren.
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Suchen Sie sich Unterstützung. Lassen Sie sich von Dritten erinnern, aufmuntern, Mut machen und auch mal in den Hintern treten. Suchen Sie sich Mitstreiter, die das gleiche Ziel haben, wie Sie. Gemeinsam ist es einfacher und und man kann sich auch nicht so leicht selbst austricksen.
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Machen Sie sich jeden Tag klar, warum Sie sich verändern wollen und was die vielen Vorteile sind, wenn Sie es erst auf Dauer geschafft haben.
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Feiern Sie Ihre Erfolge. Belohnen Sie sich, wenn Sie Ihr Ziel oder ein Etappenziel erreicht haben.
Das alles können wir tun, um uns selbst dabei zu unterstützen, uns zu verändern. Und jetzt wissen Sie, was ich meine, wenn ich sage: "Es ist nicht einfach" :-)
Stellen Sie sich das Ganze wie eine Waage vor: In der linken Waagschale liegen unsere alten Gewohnheiten und unsere inneren Widerstände. Und wir müssen für einen Zeitraum von 30 – 90 Tagen in die rechte Waagschale Dinge hineinlegen, die schwerer wiegen, als die alten Gewohnheiten und inneren Widerstände. Und zwar so lange, bis unsere alten Gewohnheiten immer leichter geworden und ihre Macht über uns verloren haben. Und die 9 Tipps von oben sind solche Gegengewichte, um unseren inneren Widerständen entgegenzuwirken – auf dass die rechte Seite der Waage immer schwerer wird.

