Tue es oder lass es bleiben
„Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen.“
Das sagt der Jedi-Meister Yoda in StarWars zu Luke Skywalker, als dieser nach einer missglückten Übung mault, dass er doch sein Bestes versucht.
„Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen.“ Und über diesen Satz grübele ich schon seit mindestens 20 Jahren nach.
Denn natürlich gibt es irgendwo das “Versuchen”. Wenn ich etwas erreichen will und mir die Schritte auf dem Weg zu meinem Ziel nicht klar sind, dann kann ich es doch nicht mehr tun, als es zu versuchen, oder?
Was meinte Meister Yoda bloß damit, dass es kein Versuchen gibt?
Vielleicht, dass das Versuchen automatisch die Möglichkeit des Scheiterns beinhaltet und dass mein Vorhaben deswegen unter einem schlechten Stern steht?
Oder sagt mir dieser Spruch, dass ich mich auf das konzentrieren soll, von dem ich mir sicher bin, dass ich es bewältigen kann?
Oder sagt mir der Spruch vielleicht, dass das “Versuchen” etwas für Träumer oder Verlierer ist, die sich nicht trauen, das zu tun, was notwendig ist?
Man kann in diese paar Wörter eine Menge hineininterpretieren. Deswegen mag ich diesen Spruch von oben, weil man so wunderbar darüber philosophieren kann.
Ich weiß heute immer noch nicht genau, was Yoda nun genau mit dem Spruch gemeint hat. Aber ich kann Ihnen sagen, was ich persönlich mit dem “Versuchen” und was ich mit dem “Tun” verbinde.
Etwas nur zu versuchen, das riecht nach Angst, es klingt kraftlos, nach offen gelassenen Hintertüren, nach inneren Konflikten, nach Unentschlossenheit und nach Zweifeln.
Aber etwas zu tun oder etwas nicht zu tun … das ist mutig, ehrlich und kraftvoll, das ist gelebte Entschlossenheit und zeigt Klarheit.
Man muss es vielleicht wirklich einfach nur tun. Oder lassen. Alles dazwischen sorgt wahrscheinlich nur für Stress, Schmerz und Probleme.
Wie ist das bei Ihnen? Haben Sie auch einen Bereich in Ihrem Leben, in dem Sie es nur “versuchen”, statt es einfach zu tun oder es bleiben zu lassen?

