Sommeruni 2017

TZI - Themenzentrierte Interaktion nach R. C. Cohn

Teamarbeit gestaltet sich oft schwierig. Offene und versteckte Konflikte belasten die Arbeitsatmosphäre, Machtspielchen kosten Zeit und Energie und Arbeitserfolge stellen sich nur schleppend ein. Für eine wirklich effektive Teamarbeit ist es zunächst wichtig, die natürlichen Prozesse in Teams zu erkennen und entsprechende Regeln aufzustellen, die eine gute Zusammenarbeit aller ermöglichen.

Ein Team besteht immer aus Individuen

Siehe auch

Grundlage dieses Artikels ist das Buch  Von der Psychoanalyse zur themenzentrierten Interaktion, Klett-Cotta, 1994

Meist wird viel zu wenig beachtet, dass es sich bei einem Team immer um eine Gruppe von einzelnen Menschen handelt, die mit ihren ganz persönlichen Eigenschaften, Bedürfnissen und Verhaltensweisen aufeinandertreffen. Ein Team besteht immer aus verschiedenen Individuen, die alle ihre Geschichte, ihre Stärken und Schwächen – oder einfacher gesagt: ihre ganze Persönlichkeit mitbringen.

Das Modell der TZI berücksichtigt die Individualität der Einzelnen

Diese unterschiedlichen Personen treffen aufeinander und es entwickeln sich Sympathien und Antipathien, Zuneigung und Spannung, Freude und Konflikte. Bei all dem soll diese Gruppe von Menschen nun aber ein Arbeitsziel verfolgen und möglichst schnell und effektiv zu Ergebnissen kommen. Sie sehen: Teamarbeit ist eine sehr komplexe Angelegenheit.

TZI hilft, die Teamarbeit effektiver zu gestalten

Mit dem Wissen über die TZI können Sie in Zukunft Äußerungen und Konflikte im Team viel besser einordnen. Ruth Cohn hat ein Modell erarbeitet, das leicht einsichtig ist und deshalb als Kommunikationsgrundlage für jede Teamarbeit genutzt werden kann. Gleichzeitig können mit Hilfe dieses Modells Konflikte erklärt und damit nachvollziehbar werden. Zusätzlich gehören zu diesem Modell eine Reihe von Regeln, die für die praktische Kommunikation im Team sehr hilfreich sind.

 

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Kommentare

  • Ich möchte einige Ergänzungen anbringen, da in dieser Darstellung m. E. manches zu kurz kommt.
    Zuallererst vermisse ich das Wertesystem von TZI („Axiome“) und die daraus abgeleiteten sog. Postulate. Ruth C. Cohn war der Meinung, dass die hier v. a. erwähnten Hilfsregeln im Gegensatz zu den beiden Postulaten („Chairperson-“ und „Störungspostulat“) nur situative Gültigkeit besitzen und mehr noch, dass sie ohne Bezug auf Axiome und Postulate gar einem gegenteiligen Geist dienen können als dem, der hinter TZI steht.
    Zweitens ist vieles in TZI die Anerkennung vieler Dualismen des Menschen – Ruth C. Cohn vergleicht das mit Ebbe und Flut, Saat und Frucht und Getrennt- und Zusammensein. Insofern halte ich gerade vor dem Hintergrund der nichterwähnten Axiome Sätze wie „Ein Team besteht immer aus Individuen“ und „Das Modell der TZI berücksichtigt die Individualität der Einzelnen“ für irreführend – sie betonen die Autonomie, gleichzeitig steht die Autonomie aber laut TZI im Spannungsfeld der Interdependenz. Nach Schulz von Thun, der sich u. a. auf TZI und auf die Psychosynthese beruft, gibt es so etwas wie Interdependenz auch im inneren: das Chairperson-Postulat wird bei Schulz von Thun metaphorisch zum Führen des inneren Teams.
    Drittens hat der Begriff des „Themas“ in TZI eine besondere Bedeutung. Das Thema gehört gerade nicht nur zur „Sach-Ebene“ – im Gegensatz zu „allen inhaltlichen Fragen bezüglich der Arbeitsaufgabe“. Es gehört zur Rolle der Leitung, das Thema sorgfältig aus dieser Aufgabenstellung und den Individuen und der Gruppe und des Globes zu formulieren, so dass es für das Hier und Jetzt relevant ist.

    Interessant finde ich übrigens Ähnlichkeiten des Vier-Faktor-Modells Ruth C. Cohns zu den Coping Stances von Virginia Satir und zu den Modellvorstellungen Ken Wilbers.

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