Über die Entscheidungen unseres Lebens

Entscheidungs-Werkstatt

Gerade stecken wir wieder voll und ganz in den Vorbereitungen zu einem neuen Projekt. Und ich bin mir sicher, dass für viele von Ihnen das Thema unseres neuen Projektes ein echtes Problem ist: Es geht nämlich in unserem neuen Projekt um Entscheidungen – oder besser gesagt darum, wie man mit Herz und Verstand eine gute Entscheidung trifft.

Denn unser ganzes Leben besteht aus vielen großen und kleinen Entscheidungen. Und gerade, wer sich stetig weiterentwickeln möchte, muss sich ab und zu aus seiner Komfortzone herausbewegen und neue Wege einschlagen. Aber welche? Da muss man sich entscheiden! Und nicht wenige Menschen sagen sogar, dass unsere Lebensqualität die Summe unserer großen und kleinen Entscheidungen ist. Deswegen lohnt es sich, zu lernen, gute Entscheidungen zu treffen.

Ab und an bekommen wir auch von unseren Leserinnen und Lesern E-Mails, in denen sie von ihren Entscheidungen berichten. Und meistens sind das so interessante und spannende Geschichten, dass sie eigentlich einer viel größeren Leserschaft vorgestellt werden müssten. Weil man eben aus den Entscheidungen und Erfahrungen von anderen viel lernen kann.

Und deshalb wollten wir Sie heute einmal fragen, welche Erfahrungen Sie mit dem Thema Entscheidungen gemacht haben:

Welche großen Entscheidungen haben Sie in Ihrem Leben getroffen? Wie haben Sie zu Ihren Entscheidungen gefunden? Was hat Sie letztlich überzeugt, Ihre Entscheidungen zu treffen? Was haben Sie aus Ihren Entscheidungen gelernt? Und wo haben Ihre Entscheidungen Sie heute hingebracht?

Teilen Sie Ihre Geschichte mit uns und unseren Lesern, indem Sie sie einfach als Kommentar hier unter dem Beitrag veröffentlichen.

Wir sind gespannt, was Sie zu berichten haben, und freuen uns auf Ihre Erfahrungen.

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Kommentare

  • Ich gehöre zu den Menschen, die an sich gut Entscheidungen treffen können. Nur wenn es um mich persönlich geht, habe ich leider früher oft nach zu schnellen Lösungen gesucht.

    Ich hatte in einer Zeit beruflich häufiger Anspannungen mehrmals mit meiner Schildddrüse zu tun bis es so schlimm wurde, dass ich auch noch Tabletten gegen mein Herzrasen nehmen musste. Zu der Zeit war ich noch den Ärzten und der Schulmedizin hörig. Ich akzeptierte deren Aussage, dass ich meine Schilddrüse nie in den Griff bekommen würde, wenn ich sie nicht entfernen bzw. reduzieren würde.

    Die entgültige Entscheidung hatte ich allerdings erst nach diversen intensiven Untersuchungen getroffen. Dann erfuhr ich kurz vor dem Termin, dass ich mit Abhängigkeit von Tabletten rechnen müßte. Das schockte mich, denn ich wollte damit eigentlich nur meine Schilddrüse wieder in den Griff bekommen. Diese Entscheidung, ob ich es nun durchziehen sollte, war eine der schwersten meines Lebens. Und aufgrund meiner schlimmen Situation und weil ich es gewohnt war, alleine solche Entscheidungen zu treffen, zog ich es durch und sagte mir, es wird schon gut gehen ohne diese Abhängigkeit – es ist aber nicht so gekommen.

    Aus heutiger Sicht hätte ich es nicht getan. Denn die wahre Ursache lag ja in meinem Leben. Speziell der Job war das Problem, was sich dann später an einem Hörsturz zeigte. Was allerdings gut daran war, dass ich auf ganz neue Wege gelangt bin, weil ich mich mit so vielen Themen dazu auseinander gesetzt habe wie Gesundheitsförderung, Selbst- und Beziehungsmanagement, Selbsterkenntnis und Persönlichkeitsentfaltung und alle diese Erkenntnisse an andere weitergeben kann.

    Manchmal ist die Fähigkeit, schnelle Entscheidungen treffen zu können, gar nicht so gut. Mir fehlte oft die Verbindung zu meiner inneren Stimme. Heutzutage lasse ich erst mindestens eine Nacht vergehen, bevor ich mich entscheide, sei denn es ist eine extrem dringende Entscheidung. Aber auch mit Karten auf dem Boden arbeite ich gerne – funktioniert wirklich klasse.

  • Bei größeren Entscheidungen Autokauf, Operation ja/nein, etc. mache ich mich zu einem ‚kleinen Fachmann‘. Ich lese sehr viel zu dem Thema, frage Personen meines Vertrauens, lese im Internet und wenn ich dann viel Wissen gesammelt habe treffe ich dann die Entscheidung aus dem Bauch heraus. Mein Unterbewusstsein kann viel mehr mit den Informationen anfangen als mein Verstand und er bringt die Gefühlsebene mit ein. Bei spontanen Entscheidungen muss ich absolut sicher sein, dass das jetzt richtig ist, z.B. die Einladung nehme ich jetzt an, weil es sich 100% richtig anfühlt. Aus Höflichkeit würde ich nicht mitgehen, sondern eine höfliche Ausrede erfinden. Ausser, ich entscheide mich ganz bewusst aus Höflichkeit mitzugehen.

    Hallo Markus, die Methode mit den Zetteln werde ich auf jeden Fall ausprobieren, das hört sich spannend an.

  • Gute Frage! Wenn ich mir das genau überlege, wie ich meine Entscheidungen treffe, dann kann ich dazu nur sagen, dass ich alle wichtigen Entscheidungen – schon von Kindheit an – immer aus meinem (Bauch-)Gefühl heraus bzw. mit Hilfe meiner Intuition getroffen habe. Ich konnte niemanden fragen, was ich tun soll oder was richtig und was falsch ist, ich war immer auf mich selbst angewiesen, und so habe ich zu meiner Intuition eine tiefe und vertrauensvolle Beziehung aufgebaut. Ich weiß, wie es sich für mich anfühlt, wenn ich mich auf meinen inneren Ratgeber ver- und einlasse und auch was passiert, wenn ich ihn ignoriere. Dann geht alles, was ich – entgegen meines Gefühls unternommen habe – daneben. Somit bleibt dann auch nur noch die EINE Entscheidungsmöglichkeit. Also höre ich gleich auf meine Intuition, das spart mir eine Menge Zeit und Aufwand. Gedanklich spiele ich die anderen Möglichkeiten zwar durch, mehr aber nicht.

    Für mich hat es sich immer als richtig erwiesen.

    Kann ich mich in einer wichtigen Sache nicht sofort entscheiden, dann warte ich ab. Ich schlafe darüber und entscheide mich dann, wenn ich spüre, dass es mich zu einer Entscheidung drängt. Zögere ich trotzdem, habe ich unerwartete Hilfe durch andere, die dann eine Bemerkung machen, die mir weiter hilft oder es geschieht irgend etwas, was mir dann den richtigen Weg zeigt. Ich weiß es dann einfach und richte mich danach. Anders habe ich es nicht gelernt.

    Wenn andere meinen, mir einen Rat als Entscheidungshilfe geben zu müssen, dann höre ich ihn mir zwar an und denke auch darüber nach, aber entscheiden werde ich mich so, wie ich es immer getan habe. Ich bleibe meinem inneren Ratgeber treu.

    Heute bin ich auch nicht mehr traurig darüber, dass ich niemanden hatte, den ich fragen konnte. Ich habe meine Intuition, und die hat mich noch nie belogen oder betrogen oder in die falsche Richtung geführt.

    Gudrun

  • In all meinen Entscheidungen ist für mich die Frage wichtig: Was tut mir gut? Lange Zeit hab ich mich an dem orientiert, was ich gut kann. Vieles hat auch dafür gesprochen: Die Dinge gingen mir leicht von der Hand, ich hab viel Anerkennung erhalten und ich hab mich innerhalb meiner Komfortzone bewegt. Doch irgendwann hab ich gemerkt, dass die Sachen, die ich gut kann, nicht unbedingt die Dinge sind, die mir gut tun. Das war eine schmerzhafte, aber auch eine lebensverändernde Erkenntnis für mich. Die Sachen zu machen, die mir gut tun, sind nicht unbedingt die Sachen, die bequem sind. Selbstfürsorge ist für mich auch immer wieder etwas Herausforderndes. Doch ich merke, dass ich bei der Suche nach Antworten auf die Frage, was mir gut tut, in mir selbst ein Zuhause finde.
    Wenn ich heute überlege, ob ich eine Aufgabe übernehme, ein neues Projekt starte oder meine Freizeit plane, dann frage ich mich jetzt, warum ich es mache: Mache ich es, weil ich es gut kann? Mache ich es, weil ich es gut finde? Oder mache ich es, weil es mir gut tut? Es ist gut, diese Fragen bei mir zu haben, um mich bewusster entscheiden zu können.

  • Ich habe gelernt, dass Entscheidungen mit meinem schnellen Verstand unmöglich zu treffen sind, ich drehe eher durch dabei, als zu einer Entscheidung zu kommen, weil es einfach zu viele Faktoren zu berücksichtigen gibt.

    Seit ein paar Jahren habe ich eine neue Methode für Entscheidungen: Hinspüren, wie sich die Entscheidungen anfühlen!
    Also die Alternativen z.B. auf Zettel schreiben, diese an passende Stellen im Zimmer auf den Boden legen. Ein paar tiefe Atemzüge nehmen, und mich nacheinander auf die Zettel setzen (oder Stellen) und dabei spüren, wie sich die Entscheidung anfühlt.
    Für besonders schwierige/weitreichende Entscheidungen spüre ich getrennt, wie sich die Entscheidung dafür und die Entscheidung dagegen anfühlt.

    Die Ergebnisse sind meist sehr eindeutig, bei manchen Möglichkeiten werde ich starr und atme nichtmehr, bei andere atme ich frei.
    Seit ich mich so nach dem Gefühl entscheide (das sagt oft etwas anderes als der Verstand), treffe ich eigentlich nur noch richtige Entscheidungen. Manchmal ist halt der ein oder andere Umweg einbegaut (wenn ich spüre, dass ich das kaputte Fahhrad zum reparieren bringen will, aber der Händler mir dann sagt dass es irreparabel ist), aber auch diese Entscheidungen fühlen sich hinterher richtig an.

    Diese Methode macht zwar eine Menge Arbeit, z.B. bei der Entscheidung zwischen 15 verschiedenen Jobmöglichkeiten oder 10 verschiedenen Wohnungen (da zieht sich das Hinspüren über eine Woche, weil man nie mehr als zwei oder drei Möglichkeiten hintereinander erspüren kann und anschließend Pause braucht), aber es lohnt sich, ich wähle auf die Art immer die für mich beste Alternative, völlig zuverlässig!
    Allerdings gibt es wohl Menschen, bei denen ist das Spüren weniger tief als bei mir, und kommt weniger von der Intuition als von Sicherheits- oder sonstigen Trieben, da weiß ich nicht ob diese Methode funktioniert. Ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall!

  • 2004 hatte ich – mit 32 Jahren einen Schlaganfall. Da (laut medizinischer Erklärung) Blutgerinnsel in die Finger geschossen waren, bildeten sich Nekrosen (abgestorbenes Gewebe) an einigen Fingerkuppen. Die Ärzte wollten an einem Finger das 1.Fingerglied amputieren, weil sie prophezeiten, dass unter der Nekrose eine Blutvergiftung eintreten würde, was mich das Leben kosten könnte. Ich war völlig geschockt -in mir gab es aber auch eine kleine Stimme die sagte, dass mein Körper die Nekrose ‚gemacht‘ hat, dass er sie also auch wieder abbauen kann. Die Ärzte verneinten dies, dazu sei sie viel zu dick und groß und machten mir sehr viel Druck, indem sie versuchten, meine Angst noch zu erhöhen. Ich musste dann unterschreiben, dass ich entgegen aller Warnungen, den Eingriff ablehne. Ich stand zu meiner Entscheidung, fuhr aber auch mit viel Angst in die Reha. Dort gab es einen Arzt, der mich unterstützte und mir eine Salbe raussuchte, die beim Abbau der Nekrose helfen sollte. Es hat dann einige Monate gedauert, bis sich das tote Gewebe vollständig aufgelöst hatte bzw. von mir abgetragen werden konnte. Heute ist mein Finger noch ein bisschen ‚lediert‘, aber immer wenn ich ihn ansehe, bin ich glücklich, dass ich auf meine innere Stimme gehört habe.
    Eine ähnliche Situation hatte ich im Jahr 2000 als ich einen sehr großen Bandscheibenvorfall mit entsprechender Lähmung hatte. Auch hier war die ärztliche Empfehlung zur Operation. Nachdem schon alles anberaumt war, sagte mir mein Gefühl, dass es nicht mein Weg ist -ich sagte alles ab. Auch hier wieder der Versuch verschiedener Ärzte, den Druck und die Angst zu erhöhen – mit Horrorszenarien, von bleibender Lähmung, Rollstuhl, Inkontinenz usw…
    Auch hier brauchte es einige Monate und mein Körper hat es aus eigener Kraft geschafft, alles in Ordnung zu bringen. Inzwischen ist zum großen Erstaunen der Radiologen, im MRT kaum noch etwas zu sehen, so dass man mir erst gar nicht glaubte, dass da mal so ein großer Vorfall war.
    Diese 2 Entscheidungen waren 2 der Schwersten in meinem Leben. Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich in mir ein Gefühl hatte dafür, dass die ärztl. Empfehlungen nicht die richtigen (für mich) waren und dass ich gefolgt bin. Leider höre ich nicht immer eine innere Stimme, wenn es etwas zu entscheiden gilt – deshalb bin auch ich gespannt auf euren Kurs :) und auch auf die Geschichten anderer Leser.
    Herzlichen Gruß!

  • Hallo Allerseits,

    vor 14 Jahren wurde in unserer kleinen Bank im Rahmen einer Restrukturierung die Möglichkeit geschaffen, sich -für die anderen Kollegen anonym- auf einen anderen Posten im selben Haus zu bewerben. Bei unserem 20 Personen Unternehmen passten 2 Bewerbungen so gut aufeinander, dass die Personen die Position tauschten. Einer dieser Personen war ich und so wurde ich quasi über Nacht vom Anlageberater zum IT-Mitarbeiter. Zuerst hatte ich als „Nachwehen“ mit dem gefühlten Imageverlust zu kämpfen. Aber als 2 Jahre später die Bank fusionierte und sich damit die angenehm familiäre Struktur auflöste, ermöglichte dieser Schritt mir einen Posten in einer größeren Bank ebenfalls in der IT-Abteilung.

    Diese beiden großen beruflichen Richtungsentscheidungen in meinem Leben tat ich eher aus Angst vor weiter zunehmendem Unwohlsein als aus mutiger Überzeugung. Schließlich weiß man was man hat und nicht was man bekommt.

    Im Nachhinein betrachtet waren beide Entscheidungen positiv für mich und das macht mir Mut, die nächsten wichtigen Entscheidungen überzeugter anzugehen. Leider ist mir mein Bauchgefühl da keine große Hilfe denn das ist häufig gegen eine Änderung der aktuellen Situation egal wie belastend sie ist :-). Daher bin ich sehr auf den neuen Kurs gespannt.

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