„Sommeruni

Mein Leben aus eigener Kraft besser machen

Besserwisser – 6 Strategien, um sie zum Schweigen zu bringen

Besserwisser

Wir kennen sie alle: Menschen, die immer meinen, immer Recht haben zu müssen. Menschen, die grundsätzlich das letzte Wort haben möchten. Menschen, die alles kommentieren müssen und es einfach besser wissen als der Rest der Welt.

Ich zum Beispiel habe auch eine solche Freundin bei mir im Freundeskreis. Sie kommentiert jeden Satz, sie korrigiert alles, was man sagt, und ist wirklich davon überzeugt, dass sie die einzige Wahrheit kennt. Und dann sitzt man daneben und wird richtig hilflos – und auch mal wütend, zum Beispiel, als sie meinem Freund letztens sagen wollte, an welchem Datum er Geburtstag hat. „Nein, der 21. Januar ist es nicht. Auf keinen Fall, du hast doch am 19. Januar Geburtstag!“ Grmpf!

Nun gut, in diesem Fall kann man dann ja immerhin den Personalausweis als Beweis zücken, aber oftmals gibt es auch Situationen, in denen sich die echte Wahrheit nicht so einfach beweisen lässt. Und dann nervt diese Besserwisserei erst recht.

Und Besserwisserei kann auch nerven, wenn grundsätzlich alles, was man sagt und sich überlegt, immer erst mal kritisiert wird, weil der andere es nämlich grundsätzlich besser weiß und besser kann.

Was kann man da machen? Welche Möglichkeiten habe ich zu reagieren? Oder ist es vielleicht gar nicht so klug, überhaupt zu reagieren?

Ich glaube, das entscheidet man, je nachdem, wie man selbst so drauf ist. Der eine versucht es dann mit einem klärenden und gewaltfreien Gespräch, der nächste lässt einfach alles an sich abprallen, der dritte nimmt es mit Humor und wieder der nächste nutzt die Chance, um sich selbst im Besserwissen zu messen.

Wir haben mal ein paar Strategien zusammengestellt, die für dich interessant sein könnten. Einige der Tipps werden dir persönlich unattraktiv, gemein oder kindisch – und vielleicht auch nicht immer gewaltfrei – vorkommen. Wähl einfach die Variante, die für dich am besten passt. Denn jeder hat eine andere Art zu kommunizieren und zu handeln. Und manchmal darf man entgegen dem, „was man eigentlich machen sollte“ auch mal seine Gefühle herauslassen und das machen, was einem gerade guttut – auch wenn es nicht die feine englische Art ist ;-)

Strategie 1: Wenn du wie Buddha reagieren (bzw. nicht reagieren) möchtest

Wann diese Strategie Sinn macht: bei lapidarer Rechthaberei, die dich nicht weiter persönlich trifft bzw. verletzt.

Beispiel: Du hast gemeinsam mit deiner Kollegin Ingrid am 02.01.2008 angefangen, in deiner Firma zu arbeiten. Du weißt also hundertprozentig, dass Ingrid seit über 3 Jahren Mitarbeiterin im Betrieb ist. Dein Kollege Jens, der immer alles besser wissen muss, ist sich hingegen sicher, dass Ingrid erst seit etwas mehr als 2 Jahren im Betrieb arbeitet. Und will dir partout nicht glauben.

Gute Entscheidung = Gutes Leben

Eine gute Entscheidung ist eine Wahl, die du hinterher nicht bereuen musst. Mit Herz und Verstand. Systematisch. Alles Wichtige berücksichtigen. Deine Entscheidung in 7 Tagen.


Voraussetzung: Für diese Strategie brauchst du ein dickes Fell und innere Gelassenheit.

Strategie: Wer groß ist, braucht sich nicht mit Kleinkram herumzuärgern. Größe zu zeigen, das bedeutet für mich, die Gelassenheit zu haben, dass man nicht um jeden Preis aus einer Diskussion als Sieger herausgehen will. Ganz getreu dem Motto „Der Klügere gibt nach!“. Auch wenn du ganz sicher weißt, dass du auf jeden Fall Recht hast – belass es doch einfach dabei. Nimm die Aussage deines Kollegen nicht so ernst und vor allem nicht persönlich. Vielleicht kannst du ein kleines Gelassenheitsritual etablieren, z. B.

  • Zähl rückwärts von 10 bis 0.
  • Atme 5x tief durch.
  • Und dann sag dir so etwas wie: „Ja, es ist gut, wie es ist. Keiner ist perfekt. Ich nicht und … auch nicht. Der liebe Gott liebt auch die Besserwisser.“
  • Lass dem Besserwisser einfach seine Meinung, lächel in dich hinein und mach mit dem weiter, was du vorher gemacht hast. Und wenn er nicht aufhört, verlass für einige Minuten den Raum und wechsel dann zu einem anderen Thema.

Vorteil: Du hast schnell wieder deine Ruhe – und das ganz unkompliziert, ohne Stress und langwierige Diskussionen.

Nachteil: Du musst deinen Ärger herunterschlucken, falls du denn welchen empfindest. Und dann besteht die Möglichkeit, dass du irgendwann platzt. Zudem hilft diese Methode eher nicht vorbeugend gegen neue Besserwisser-Attacken.

Strategie 2: Wenn du wie Marshall B. Rosenberg reagieren möchtest

Marshall B. Rosenberg ist bekannt als Begründer des Konzepts der Gewaltfreien Kommunikation. Bei dieser Grundhaltung steht eine wertschätzende Beziehung im Vordergrund. Mehr dazu

Wann diese Strategie Sinn macht: immer.

Beispiel: Es ist Teamwork angesagt. Du hast gemeinsam mit drei Kollegen die Aufgabe bekommen, ein Konzept auszuarbeiten, wie ihr euren nächsten Messeauftritt gestalten möchtet. Du hast dir viele Gedanken gemacht und bringst tolle Vorschläge ein, aber Tanja, die immer alles besser weiß, zerreißt einen Vorschlag nach dem nächsten. Nicht gut genug, nicht einfach genug umzusetzen, nicht innovativ genug.

Voraussetzung: Du brauchst Einfühlungsvermögen und den festen Wunsch, zu einer friedlichen Lösung zu gelangen. Außerdem brauchst du den Mut, deine Gefühle und Bedürfnisse offen auszusprechen.

Strategie: Wenn du auf das obige Beispiel wie Marshall B. Rosenberg reagieren möchtest, dann musst du zunächst das Gespräch mit deiner Kollegin Tanja suchen. Natürlich fernab von den anderen Kollegen, eben nur unter vier Augen.

Das Grundmodell der Gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg geht von 4 Schritten aus: Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte.

Das bedeutet, übertragen auf die geschilderte Situation, dass du ohne zu bewerten oder zu interpretieren nun deine Beobachtung feststellst:

„Ich habe mir viele Gedanken über den Messeauftritt gemacht. Viele der Vorschläge, die ich mir überlegt habe, sind bei dir nicht gut angekommen.“

Im zweiten Schritt äußerst du das Gefühl, das du persönlich dabei hast, ohne Schuldzuweisungen und Vorwürfe:

„Ich fühle mich schlecht. Und ich bin auch ein bisschen verletzt …“

Dann schilderst du das Bedürfnis, das aus deinem Gefühl entsteht:

„… weil ich gehofft hatte, den Messeauftritt mit meinen Vorschlägen maßgeblich voranbringen zu können.“

Und dann öffnest du dich deinem Gegenüber und gibst euch beiden die Möglichkeit, eine Lösung zu finden, bzw. bittest um eine konkrete Handlung:

„Ich wünsche mir, dass wir meine Vorschläge ganz konstruktiv diskutieren können und gemeinsam nach Lösungen suchen.“

Vorteil: Du gehst nicht auf Konfrontationskurs, sondern maximierst durch gelebte Offenheit die Möglichkeiten, zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. Die Karten liegen auf dem Tisch. Und du hast den Weg für eine Veränderung initiiert.

Nachteil: Es gibt viele Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen. Nicht nur bei dir, sondern auch bei deinem Gegenüber. Wenn derjenige nämlich nicht zuhören möchte, dann kommt auch diese Form der Kommunikation an ihre Grenzen.

Strategie 3: Wenn du wie Sherlock Holmes an die Sache herangehen willst

Wann diese Strategie Sinn macht: immer, wenn man auf der Suche nach der Wahrheit ist.

Beispiel: Dein Schwager Klaus ist mal wieder am Schwafeln. Das kann er stundenlang machen. Alles weiß er, alles weiß er besser. „Light, light, light. Alle meinen immer, jetzt alles in der ‚light‘-Version kaufen zu müssen. Cola, Käse, Salami. So ein Schwachsinn, hat nämlich auch Kalorien. Und dafür dann aber meistens mehr Kohlenhydrate! SO kannst du deine Diät auch vergessen“, „Typisch deutsche Küche? Denkste! Die Kartoffel kommt doch ursprünglich aus Amerika und die Zwiebeln hier aus dem Nahen Osten“, „Ja, du glaubst ja immer noch, dass die Amerikaner die Ersten auf dem Mond waren! So ein Quatsch, das ist doch alles eine riesengroße Verschwörungstheorie!“

Voraussetzung: Du musst Interesse daran haben, die Wahrheit herauszufinden. Du musst dich einmal von deiner ganz persönlichen Wahrheit freimachen. Und du musst gut zuhören!

Strategie: Ja, es gibt Menschen, die immer meinen, alles besser wissen zu müssen. Und manchmal sind sie damit klar im Unrecht. Aber manchmal haben sie auch Recht! Und wenn sie tatsächlich Recht haben, dann wäre es doch schade, ihnen nicht zu glauben, oder? Also stelle doch mal gezielte Fragen, die den Wahrheitsgehalt einer Aussage näher beleuchten:

  • Weißt du das genau?
  • Wieso glaubst du das?
  • Woher weißt du das?
  • Woran erkennt man denn, dass …?
  • Hast du ein Beispiel?
  • Hast du das selbst schon einmal ausprobiert?
  • Hast du es mit eigenen Augen gesehen?
  • Lass uns mal schauen, was Wikipedia dazu sagt …
  • usw.

Vorteil: Du zeigst ehrliches Interesse an der Wahrheit. Du öffnest dich für Ideen, öffnest deinen Horizont für neues Wissen und neue Ansichten. Du zeigst, dass dir die Wahrheit wichtiger ist, als um das Rechthaben zu kämpfen.

Nachteil: kaum Nachteile, außer dass dein Gegenüber vielleicht sauer wird, weil du es in Frage stellst und vielleicht dumm dastehen lässt. Und du musst es schaffen, von deinem Anspruch, Recht zu haben, wegzukommen.

Strategie 4: Wenn du es besser weißt und das auch zeigen möchtest

Wann diese Strategie Sinn macht: Am besten, wenn du es wirklich besser weißt. Aber wer es nicht besser weiß und trotzdem auf einen Kampf der Titanen aus ist – bitte schön!

Beispiel: Immer mal wieder kursiert im Internet eine Umfrage, an der man teilnehmen kann. Diese Frage besteht nur aus einer einzigen Rechenaufgabe:

1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 x 0 = ?

Antwort 1: 0

Antwort 2: 14

Antwort 3: 16

Antwort 4: 17

Und da man z. B. bei Facebook auch sehen kann, wer was geantwortet hat, macht sich dein Kollege Jörg gerade mal wieder über andere lustig. „Oh Mann, sind die alle dämlich, das kann doch wohl nicht wahr sein. Ist doch x 0! Ist doch klar, dass da 0 rauskommt. 1 x 0 = 0 und 5.230.957 x 0 = auch 0. Dafür braucht man doch nun wirklich kein Genie zu sein! Da fragt man sich doch, was die heutzutage in der Schule eigentlich noch lernen, wenn mehr Menschen falsch klicken als richtig!“

Voraussetzung: Du musst wirklich Ahnung haben – und das auch durch fundiertes Wissen beweisen können. Wenn du einfach so mit Thesen um dich wirfst, die aber alle für sich nicht stimmen, dann bist du auch nur ein falscher Fuffziger.

Strategie: Wenn es um ein Thema geht, von dem du viel Ahnung hast, dann überzeug doch ruhig damit. Teilweise ist das unangenehm, weil man nicht als Besserwisser dastehen möchte, manchmal ist es aber auch einfach angebracht, jemanden über die „Wahrheit“ zu informieren. „Jörg, du liegst falsch. Schau mal, die richtige Antwort ist 14. Erinnerst du dich, damals, Punkt vor Strich? Also erst den letzten Teil, also 1 x 0 rechnen, das ergibt natürlich 0. Und dann sieht die Aufgabe noch so aus: 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 0 = ? Achtung, da steckt noch ein Minus drin. Aber so kommst du dann auch auf 14. … So verwunderlich ist es also gar nicht, dass die Antworten so unterschiedlich ausfallen, oder? Ist ja immerhin auch eine wirklich fiese Frage!“

Ob du daraus eine Belehrung machst und deinem Gegenüber damit richtig eins auswischen möchtest, bleibt natürlich deine Entscheidung. Aber ich denke, es reicht schon, den Besserwisser zum Schweigen zu bringen, wenn es ein höflicher Hinweis bleibt und du dich nicht auch noch darüber lustig machst.

Vorteil: Du kannst durch Wissen überzeugen. Und das auf eine nachhaltige und vorbeugende Art und Weise. Denn wenn du damit den Besserwisser still kriegst, dann hinterlässt das Eindruck. Und vielleicht überlegt sich der Besserwisser nächstes Mal etwas genauer, ob er es wirklich besser weiß und damit auch noch hausieren geht.

Nachteil: kein Nachteil. Du musst nur aufpassen, dass du nicht selbst irgendwann der Besserwisser bist, von dem andere genervt sind.

Strategie 5: Wenn du gerne naiv-provokant reagieren möchtest

Wann diese Strategie Sinn macht: wenn es sich um lapidares Gerede oder um Stammtischparolen handelt.

Beispiel: Ein Bekannter fängt bei einem Kneipenabend an, sein Wissen über ein nicht anwesendes Pärchen zu streuen, das er selbst nur oberflächlich kennt: „Ach ja, Karin und Uwe, ich denke, die wollten sich doch scheiden lassen? … Na ja, komm, Karin versucht doch schon seit 4 Jahren schwanger zu werden. Ich habe gehört, es liegt an ihm, dass daraus nichts wird … Ja, so viel ich weiß, war sie ja in den letzten Monaten eh nicht treu, als ich letztens in der Kneipe war, haben die am Nebentisch gerade darüber gesprochen, dass Karin beim letzten Schützenfest …“ Gefährliches Halbwissen, mit lauter Ausschmückungen, die kein Mensch braucht. Und für dich unerträglich. Denn dich verbindet eine engere Freundschaft mit den beiden und du weißt aus erster Hand um deren Probleme und Nicht-Probleme. Das willst du hier natürlich nicht auf den Tisch bringen. Und ein „Ist gut jetzt, du hast doch keine Ahnung“ hat bei deinem Bekannten noch nie gefruchtet … Was tun?

Voraussetzung: Du hast Humor und willst mit deiner gut gespielten Naivität und einer Portion Ironie andere Leute provozieren.

Strategie: Manchmal hat man ja das Gefühl, dass Besserwisser etwas einfach behaupten möchten, um damit zu provozieren. Wenn du dich aber nicht provozieren lässt, dann verlieren sie ganz schnell den Spaß. Und wenn du selbst keine Gegenposition lieferst, dann gibt es auch keinen Anlass für stundenlange Diskussionen. Was richtig nerven kann, und den Besserwisser in seinen Ausführungen enorm verunsichert, ist, wenn du einfach, während der Besserwisser noch über sein Thema referiert, ständig nickst und ihn mit vielen wohlplatzierten Formulierungen, wie z. B.: „Ach was, das ist ja ein Ding“, „Nee, tatsächlich?!“, „Boah, Mensch, du weißt aber wirklich eine Menge“ – unterbrichst. Und das mit einer zuckersüßen Stimme. Und wenn dann ein „Sag mal, veräppelst du mich gerade?“ darauf zurückkommt, dann frag doch ganz entspannt zurück „Nee, du, wie kommst du denn darauf?“ …

Vorteil: Der Besserwisser wird schnell genervt sein und sich nicht ernst genommen fühlen. Und dann entsprechend schnell aufhören. Dabei warst du doch nur nett … ;-)

Nachteil: Pass auf, wann du diese Strategie nutzt. Vielleicht möchte dir jemand durch sein schlaues Gerede gefallen. Dann ist es wahrscheinlich, dass du ihn damit verletzt und schnell einen Schritt zu weit gehst. Aber wenn dein Gegenüber schmerzfrei ist, braucht er es vielleicht auf die harte Tour.

Strategie 6: Wenn du der spielerische Typ bist

Wann diese Strategie Sinn macht: Wenn du ganz sicher weißt, dass der andere im Unrecht ist und du 100%ig sicher bist, dass deine Meinung die richtige ist.

Beispiel: Du erzählst gerade von deiner letzten Reise nach Thailand. Wie schön es dort war, vom Wetter und von deinen Reisen. Angefangen in Bangkok, dann hoch in den Norden zum Goldenen Dreieck und dann noch einmal für eine Woche runter in den Süden auf die Insel Koh Mak. Besonders die Ecke ums Goldene Dreieck hat dir gefallen, das Grenzgebiet, an dem sich Thailand, Laos und Burma treffen. Schade nur, dass du mal wieder in deinem Erzählfluss gestört wirst, weil dein Nachbar Joachim zu allem seinen Senf dazugeben muss und das natürlich anders sieht. Und zack, zettelt der alte Rechthaber eine Diskussion an, welche Länder zur Region am Goldenen Dreieck gehören …

Voraussetzung: Du musst dir 100%ig sicher sein, dass du Recht hast.

Strategie: Schlag eine Wette um das umkämpfte Thema vor. Das zeigt, wie ernst es dir um dein Recht ist. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Der Wetteinsatz ist gering: Sagen wir mal, du wettest um 1,– €, dass das Goldene Dreieck eine Region im Grenzgebiet von Laos, Burma und Thailand ist. Dann wird dein Kollege die Wette annehmen und du musst dann die Wahrheit herausfinden: z.B. im Internet recherchieren oder einen Atlas zur Hilfe nehmen.-> Joachim blamiert sich vor allen anderen mit seiner fälschlichen Rechthaberei und du verdienst 1,– €.
  2. Der Wetteinsatz ist hoch, aber auf jeden Fall noch realistisch: Wenn du mit Joachim um 50,– € wettest, wird er selbst ins Zweifeln kommen. Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus würde ich sagen, dass 80 % der Besserwisser an dieser Stelle abspringen und dann doch damit eingestehen, dass sie es nicht besser wissen, sondern es allenfalls besser vermuten.-> Du hast dann dein Eingeständnis bekommen, aber er hat sich zumindest nicht vor den anderen blamiert.

Sollte Joachim dazu bereit sein, die Wette anzunehmen, dann versicher dich vorher ruhig noch einmal, dass der Wetteinsatz auch tatsächlich eingelöst wird. Und wenn er zustimmt (und du dir sicher bist), dann freu dich! … denn dann hast du ja sogar noch 50,– € verdient.

Vorteil: Du hast deinen Widersacher mundtot gemacht. Vielleicht überlegt er beim nächsten Mal ein bisschen besser, ob er mit dir einen „Recht-Streit“ anfängt oder nicht.

Nachteil: Das ist keine charmante Art. Du stellst dich hier vielmehr als ebenso fiesen Besserwisser dar. Andererseits … wenn man es nun mal wirklich besser weiß, dann sollte das ja in Ordnung sein …! Zu einem echten Problem wird es, wenn du trotz 100%iger Sicherheit doch im Unrecht bist. Denn das ist wirklich, wirklich unangenehm. Und dann gilt: Nimm es mit Humor!

So, das waren nun einige Möglichkeiten, wie du mit Rechthabern und Besserwissern umgehen kannst. Und ja, es gibt hier durchaus Vorschläge, die nicht einfach nur nett und höflich sind. Aber immer Recht haben zu wollen ist ja auch nicht immer nett und höflich …

Was sind deine Ideen? Wie reagierst du auf Besserwisserei? Oder fällt dir vielleicht ein toller Spruch ein, mit dem man jeden Besserwisser ganz unkompliziert zum Schweigen bringen kann? Dann immer her damit, wir freuen uns auf deine Ideen!

Notfallkoffer für Besserwisser-Attacken

Die folgenden 6 Strategien gegen Besserwisser habe ich dir in diesem PDF auch nochmal auf einer einzigen Seite zusammengefasst. Es ist ein kleines Heftchen – ganz einfach gebastelt – und passt in jede Hosentasche. Sozusagen dein Erste-Hilfe-Notfallkoffer für Besserwisser-Attacken ;-)

Hier 6 Strategien gegen Besserwisser herunterladen

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Kommentare

  • Generell sind die gelisteten Tipps brauchbar!
    Was mir mal aufgefallen ist, dass es auch eine Gruppe von “letzte Wort habenden” gibt die nichtmal mehr nur das letzte Wort haben wollen, viel mehr gehen diese sogar soweit und machen irgendwelche un/bewussten komischen Töne oder erfundene Worte/Wortlaute die geisitigem Dünnschiss ähneln. Hauptsache man geht als “Sieger” aus dem Gespräch hervor.
    Natürlich kann man nun sich einreden “der klügere gibt nach” (wobei das nach den o.g. Verbalen Ergüssen so oder so klar ist :D) oder man geht auf deren Nivea runter ;)
    Denn runterschlucken, verdrängen oder was der Körper noch so für unbewusste Mechanismen hervorbringt würden dafür Sorgen, dass dennoch ein Unwohlsein im Unterbewusstsein auftaucht. Aber um das zu steuern zu können bedarf es wirklich Ruhe wie ein Stein an den Tag zu legen

    Was ich dann, wenn es mir wirklich auf den Sack geht, antworte ist “denk nicht an Katzenfutter”
    Das Gesicht des Gegenübers ist in dem Fall unbezahlbar

  • Klugscheisser sind generell wahnsinnig nervig und anstrengend.
    Am schlimmsten ist die Sorte Klugscheisser mit Halbwissen…
    Es ist gar nicht so schwer mal einfach die Klappe zu halten, wenn man thematisch gesehen zu wenig Ahnung hat – zuhören und das Ganze anschließend über Google zu prüfen bringt da viel mehr a) blamiert man sich nicht und muß sich nicht offenbaren, b) kann man so hinterher sein fehlendes Wissen auffüllen (schadet nicht, wenn man auf die Quellen achtet und vergleicht).
    Ich habe nix´dagegen, wenn jemand mehr echtes Wissen sein Eigen nennen kann, aber wie immer macht der Ton und die Art und Weise der Kommunikation hier den Unterschied.
    Besonders nervig sind die Verbesserer, wenn du gerade selbt deinen Fehler bemerkt hast und zugibst und der andere das komplett überhört und dir gerade erklärt wo dein Fehler liegt…..da könnte ich…aber eigentlich lohnt sich das nicht, denn ein solches Verhalten zeigt nur ein Defizit beim anderen auf und den starken Wunsch nach Bewunderung und Anerkennung/Erhebung.
    So kann das natürlich aber schwerlich klappen, denn es mangelt an Feingefühl und emotionaler Intelligenz und diese ist wichtig um gut miteinander auszukommen.
    Und wenn mir jemand Wissen nahe bringen will (natürlich muß mich die Thematik wenig ein bißchen interessieren…bei Fußball/Mode wäre meine Aufmerksamkeit eher tendierend Richtung null) und an einem Gespräch mit mir interessiert ist, fände ich es empfehlenswert, dies trotz eines Defizites meinerseits auf Augenhöhe nahezubringen und Fragen anzunehmen, statt eines Monologes.
    Ich weiß, das ich nichts weiß….ist da durchaus ein Zeichen von vorhandener Intelligenz ;-).
    Besserwisser meide ich privat strikt, meine Freizeit möchte ich genießen (da gehört durchaus auch Wissen anteilig dazu) und diese nicht auch noch mit unangenehmen Mitmenschen teilen.
    Die Tips werde ich allerdings mal versuchen umzusetzen und wenn´s nur für die eigene Nervenruhe gut ist ;-).

  • Ich darf jetzt mal als Betroffener schreiben, denn Besserwisserei ist eines meiner Hauptprobleme. Damit kenne ich mich wirklich aus ;)
    Für mich wären Tipps, wie man das Besserwissen lassen kann sehr hilfreich, denn leider suche ich seit vielen Jahren vergeblich nach einem Weg dafür. Da ich nicht so klug bin, wie mein sehr anspruchsvolles Umfeld, liege ich fast immer falsch mit meinen Aussagen. Meistens bin aber vom Gegenteil überzeugt und kämpfe auch darum, bis zur Blamage.
    Der Weg, einfach die Klappe zu halten funktioniert nicht, weil ich dann keine Kommunikation mehr habe und sozusagen einfach nicht mehr da bin. Das habe ich über einen sehr langen Zeitraum erfolglos versucht. Genaueres Nachfragen um was zu lernen funktioniert auch nicht, weil ich dann gleich blamiert werde. Jede Kommunikation ist für mich ein Elend und ich fühle mich danach immer schlecht. Entweder weil ich der Besserwisser war, der ich ja eigentlich nicht sein wollte, oder weil ich der Blamierte bin, oder der Ignorierte. Außerdem bin ich auch des öfteren der Mülleimer für Probleme oder Frust, immer dann, wenn ich Interesse an den Personen zeige.
    Oft entscheide ich mich für den Besserwisser aber eigentlich würde ich mir sehr die Kommunikation auf Augenhöhe wünschen, bei der sich jeder wohl fühlen kann. Nur wie macht man das?

    mauruuru

    • B. schreibt am 28. Juli 2011

      Hallo, mauruuru,
      wieso meinst Du, daß Dein Umfeld so ” anspruchsvoll” ist?? Bist Du nicht ” gut” genug
      für eine Kommunikation auf Augenhöhe??Denk’ mal nach, ob das die “richtigen” Leute für Dich sind, oder :: warum willst Du zu denen gehören bzw. von denen gehört werden?
      Liebe Grüße
      B.

  • Warum wird eigentlich jemand zum Besserwisser?
    Wir alle werden manchmal dies und das besser, genauer wissen als andere.
    Als Besserwisser gelten wir deswegen aber noch nicht, sondern erst dann, wenn wir erfahren und eingesehen haben, dass wir uns mit einer Behauptung irren, doch trotzdem weiterhin auf der inzwischen als falsch erkannten Aussage beharren.
    Vielleicht hält jemand die, die ihn auf Fehler hinweisen, nicht für glaubwürdig? Er versteht die kritischen, belehrenden Hinweise und Begründungen gar nicht? Oder er schämt sich, sein Unwissen, seinen Irrtum vor anderen offen zuzugeben?

    Meines Erachtens können wir vermuten, welche Ursachen bei anderen zu Besserwisserei führen, aber wir werden es kaum zweifelsfrei wissen.
    Wir können uns über Besserwisser ärgern, aber verpflichtet dazu sind wir nicht. Oder?

  • Da ich keine besondere Diplomatin bin, gibt es für mich grundsätzlich nur 1 Strategie und 2 Kategorien. Kategorie “beruflich” und “privat”.

    Strategie Kat. beruflich (auch beim Vorgesetzten): Schweigen ist Gold + innere Abgrenzung.

    Strategie Kat. privat: unter 4 Augen offen die Meinung sagen (also dass es mich stört), dann weiß man, was man an mir “hat”. Vorteil: die betroffene Person meldet sich danach so gut wie gar nicht mehr. Was ja von mir gewollt ist.

    Es gibt da natürlich feine Nuancen, je nachdem wie persönlich es für mich ist und wie wichtig die Person für mich ist bzw. welche Rolle sie in meinem Leben spielt. Beim Lebenspartner und der Familie spiele ich prinzipiell immer mit offenen Karten.

    Viele Grüße

  • Auch mit Fragestellungen kann man sehr schnell Ruhe haben: Voraussetzung ist, dass man nicht nur 100% sicher ist, die Wahrheit zu kennen, sondern man auch im Wissensgebiet selbst sattelfest ist. Durch gezielte Fragen, die sich am Anfang vielleicht trivial anhören, nach und nach alle Auswege zumachen und mit einer letzten Frage die eigentliche Aussage ad absurdum führen und zwar so, dass sich der Besserwisser selbst mit der Antwort offenbart oder offenbaren würde.
    Es setzt Übung voraus und ist am Besten bei fachlichen Gesprächen anzuwenden. Es sollten auch nicht zu viele Fragen sein. Diese Methode ist auch sehr nachhaltig.
    Einen guten Wochenbeginn!

  • …hmm heute gibt’s genau die richtigen Themen für mich :)

    Ich hatte nach einem superunerwartet schönen WE ein “nerviges Ende” was ich immer noch etwas mit mir rumschleppe…

    Ich habe mich verletzen lassen…wusste eigentlich vorher, dass die Person anstrengend und voller Problemen steckt. War dann zu offen, damit angreifbar und schwupps hatte ich wegen einer Aussage, die ich nicht so “oberpädagogisch” belegt habe, einen Angriff am Hals..ich hatte nicht mehr die Möglichkeit auf ein angemessenes Gespräch..sofort wurde heftigst auf meine Schwäche gehauen.

    So hätte ich lieber gelächelt oder gleich den Mund gehalten statt Ihn mir zu verbrennen.

    Andererseits kann ich auch etwas daraus lernen: meiner Wahrnehmung zu trauen und mich besser abzugrenzen, auch sowas schneller abzuhaken…mich zurückhalten mit diesem Menschen. Tut mir nicht gut.

    Ich bin mit mir selbst jetzt unzufrieden…kann die Strategien erstmal nicht annehmen..ich frage mich nämlich auch: muss ich wirklich jedesmal genau überlegen was ich sage? Muss ich es allen Menschen recht machen? Niemand ist perfekt…in diesem Sinne Eure Marie

  • Hallo, ist ihre Bitte nach Kommentaren gleich eine Herausforderung für alle Besserwisser? :))) Ich entzog mich mal einer längeren Diskussion mit dem Himweis: “Schön daß du mir so klar und deutlich deine Meinung sagst und mich so toll aufklärst, nun weiß ich wenigstens wie ich mit DIR dran bin…” .Seitdem ruft er zwar nicht mehr an, aber das ist mir gerade recht… ;). Ihre Tipps finde ich gut. Danke! Schwierig finde ich es nur, wenn der Chef glaubt es besser zu wissen, aber total falsch liegt…bei Freunden fällt es leichter dies noch auf humorvolle Weise oder mit Wetten zu lösen.;) Schönen Sonntag noch!

  • Ein schweigendes Lächeln.:)

  • Also ich reagiere je nach Situation – aber meist sag ich in etwa so etwas wie: “Wirklich? Das weisst du alles so genau? Echt genial” ODER “Genau so ist es, DU hast wie immer recht!” Allerdings wenn jemand nicht checkt, dass sie/er mich nervt mit permanent “klugen Srpüchen” – geh ich wirklich offensichtlich genervt einfach weg … allerdings lieb lächelnd :c)
    Einer meiner Wahlsprüche lautet: NICHT ÄRGERN – NUR WUNDERN !!
    Daher euch allen einen wunder-vollen Sonn(en)tag aus Österreich :c)

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