Die Vereinbarkeitsfalle – was du tun kannst, wenn nichts mehr geht

Vereinbarkeitsfalle

Irgendwie hat sich Sabine das alles ganz anders vorgestellt. Sie wollte gerne eine Mutter sein, die ihre Kinder liebt, aber auch eine Mutter sein, die arbeitet. Diese moderne Frau, die beides gut unter einen Hut bekommt: Familie & Kinder. Warum auch nicht? Es war doch sicherlich möglich. Immer wieder liest man in Zeitschriften von Frauen, die genau das getan haben. 

Doch heute sieht es etwas anders aus. Sabine hat zwei kleine Kinder, sie arbeitet in einem Beruf, den sie liebt. Doch anstatt glücklich über ihr Leben zu sein, ist sie erschöpft. 

Sie ist müde und ausgelaugt, frustriert und traurig. So traurig. 

Denn das Leben, wie sie es sich vorgestellt hat, findet nicht statt. 

Stattdessen kämpft sie jeden Morgen damit, aus dem Bett und irgendwie durch den Tag zu kommen und all das zu erledigen, was eben zu tun ist. Es ist ihr einfach alles zu viel geworden. Und gleichzeitig quält sie das ungute Gefühl, dass sie versagt hat. 

Dabei wollte sie es doch einfach nur gut machen. Sie wollte eine Mutter sein, die sich liebevoll um die Kinder kümmert und gleichzeitig gerne ihrem eigenen Beruf nachgeht. Eine Mutter, die ihr Leben genießt. Ein gutes Vorbild für die eigenen Kinder sein.

Wieso nur ist es schiefgelaufen? Die anderen kriegen es doch auch hin, oder? Wie schaffen sie das?

Vielleicht kennst du jemanden wie Sabine, vielleicht kommt dir ihre Situation bekannt vor? Das Gefühl, keine Zeit für sich zu haben, schon völlig ausgelaugt zu sein?

Wenn alles zu viel wird, wenn man schon beim Ins-Bett-Gehen mit Schrecken an all die Dinge denkt, die man mal wieder nicht geschafft hat, und das Gedankenkarussell nicht zu stoppen ist, dann kann ein wenig Ordnung und Struktur im Alltag wahre Wunder bewirken. 

Aber wo fängt man da an? 

1. Schritt: Der Ist-Zustand und das Warum

Dies ist die wichtigste Frage überhaupt. Bitte mach keine Planung, weil deine Mutter, deine beste Freundin, dein Mann oder die Kollegin dir vorschwärmt, wie toll es ist, die Planung x von Herrn y zu machen.

Eine Planung kann dir nur helfen, wenn sie DEINE Bedürfnisse erfüllt und zu deinem Leben passt. Es gibt mittlerweile so viele Zeitmanagementsysteme, da ist auf jeden Fall auch das passende für dich dabei. Aber wenn du dir keine Gedanken machst, was im Moment nicht gut läuft in deinem Leben und warum du gerne eine Planung haben möchtest, dann fehlt dir ein wesentlicher Schritt für eine erfolgreiche Planung.

Schreib dich glücklich…

Es gibt eine bestimmte Art, ein Tagebuch zu schreiben. Eine Art, die dich wirklich voran bringt. Ein Tagebuch, das dich heilen kann. Pure Selbsterkenntnis. Und jede Menge Spaß: Projekt: Tagebuch.

Frage dich also zu Beginn Folgendes:

  • Warum willst du etwas ändern?
  • Was ist deine Erwartung an eine neue Planung?
  • Was gefällt dir im Moment nicht an deiner Situation?
  • Was würdest du mit der frei gewordenen Zeit tun? Welche Auswirkungen gibt es da?

Und analysiere, bevor du startest, wie es im Moment bei dir läuft:

  • Wo verlierst du heute deine Zeit?
  • Welche Gründe gibt es für Abweichungen vom Plan?
  • Was kommt in der Regel zu kurz?
  • Was hat dich heute Kraft und Energie gekostet?
  • Was gelingt dir in Bezug auf Organisation und Planung bereits gut?

So, nun kennst du deine Situation und deine Bedürfnisse, die deine neue Planung erfüllen sollte, ziemlich gut. Du kannst dich also auf die Suche machen nach einem System, mit dem du dich so wirklich wohl fühlst. Bei all dem, was du vielleicht auch schon kennst, kannst du dir beruhigt genau die Elemente herauspicken, die dir gefallen und die gut für dich funktionieren. Denn , es gibt nicht DIE EINE Planung. Also probiere verschiedene Dinge aus und behalte das, was dir gut hilft. 

2. Schritt: Der Gedanken-Download

Dies ist ein Tool, was dir dein Leben schon sehr viel leichter macht.

Wahrscheinlich hast du in deinem Kopf gerade mindestens 287 Gedanken darüber, was noch zu tun ist, was organisiert werden muss, was du auf keinen Fall vergessen darfst, was du alles gerne tun würdest und, und, und …

Diese Gedanken brauchen ziemlich viel Energie und Kraft. Daher empfehle ich dir, immer wieder am Tag einen Gedanken-Download zu machen und all diese „Ich müsste, sollte, möchte“-Situationen zu Papier zu bringen. Schreibe sie dir auf. Denn alles, was rauskommt aus dem Kopf und aufgeschrieben wird, beruhigt. Es steht da. Du kannst es nicht mehr vergessen.

Es steht da nicht nur, du kannst es auch gleich angehen. Es wird begreifbar und veränderbar.

Also alles raus aus dem Kopf und rauf aufs Papier. Und wenn du gerne Farben für deine unterschiedlichen Lebensbereiche oder Familienmitglieder oder den Beruf nehmen möchtest – nur zu. Sei kreativ und denke daran:

Es darf dir ruhig Spaß machen. 

Hast du alles auf dem Papier, dann kannst du erst einmal ausmisten. 

Streiche alles, was du nicht beeinflussen kannst und worauf du lediglich wartest.
Streiche alles, was du vielleicht, irgendwann einmal, bestimmt, also es wäre schön … machen solltest. Weg damit. 

Streiche alles, was du für andere tust, die dich selbst aber nur Kraft kosten, ohne dir etwas zu geben. Gemeint sind hier die Energieräuber. 

Streiche alles, was da noch so an Terminen steht, die niemandem mehr etwas bedeuten (weil z. B. die Kinder nicht mehr gerne zum Turnen gehen oder es ein altes Hobby ist).

So, jetzt steht also noch alles auf der Liste, was du tun kannst oder musst. Und jetzt kannst du eines nach dem anderen abarbeiten. Du kannst sicher sein, dass nichts davon vergessen wird, und du kannst aus dieser Liste die Dinge einfach in deine Planung übernehmen. 

3. Schritt: Die Planung

Ich schlage vor, einen Wochenplan zu verwenden für die Planung. Denn besonders, wenn man Familie und Beruf unter einen Hut bringen möchte, muss die Planungsform flexibel sein. Wer Kinder hat, weiß, es passiert immer etwas Unvorhergesehenes und es gibt immer wieder Planänderungen. Ein Wochenplan bietet dir die Flexibilität. Aber wie kann jetzt ein Wochenplan erstellt werden? Worauf ist zu achten?

  1. Trage in deinen Wochenplan alle Termine ein, die in dieser Woche anstehen. Vergiss nicht, auch aus dem Jahreskalender alle Termine hier einzutragen. Achte bitte darauf, dass du auch die Vorbereitungszeiten, Wegzeiten etc. mit einträgst.
  2. In den Wochenplaner kannst du zu jedem Termin direkt die To-dos bzw. was dafür noch zu organisieren ist, eintragen. So stellst du sicher, dass du nichts vergisst (z. B. das Geschenk zu kaufen oder einen Babysitter zu organisieren).
  3. Überlege dir für diese eine kommende Woche einen Fokus.
    Beispielsweise könnte das sein: Projekt x im Job oder auch Geburtstag des Kindes oder Urlaubsvorbereitungen. Du stellst damit die Woche unter ein Thema, was für Klarheit und Fokus sorgt.
    Trage jetzt von deiner To-do-Liste die Dinge ein, die jetzt in dieser Woche erledigt werden müssen oder die zum Fokus passen.
    Nun hast du einen Überblick über all die Zeit, die schon vergeben ist. Alles, was erledigt werden muss, alle Deadlines, alle Termine sind eingetragen.
  4. Was jetzt kommt, ist vielleicht neu für dich, und ich kann jetzt schon sehen, dass du dir denkst: Echt? Soll ich das wirklich machen?
    Und ich sage: Ja! Probier es einfach aus und bewerte erst später, ob es dir was bringt oder nicht.
    Plane fixe Zeitinseln ein für all das Unvorhergesehene, für plötzliche Extratermine, für Sonderfahrten, wie z.
     B. Einkäufe & Co. Dies sind reine Pufferzeiten. Diese helfen dir, über den Tag die Dinge umzusetzen, die du eingeplant hast. Sagen wir, du sitzt gerade im Büro und arbeitest. Dann kommt ein Anruf und deine beste Freundin kündigt sich für morgen an, weil sie dich mal wieder sehen will. Ein Blick in den Kalender sagt dir: Jip, super, das passt! Du freust dich. Allerdings solltest du vorher noch Kaffee besorgen und vielleicht ein paar Kekse. Genau dafür könntest du diesen Puffer am Nachmittag nutzen. All die unvorhersehbaren Dinge, die uns tagtäglich passieren, die können wir in die Pufferzeiten schieben. Und wenn nichts passiert: Prima, dann hast du Zeit gewonnen, z. B. für dich. 
  5. Plane Zeit für dich ein.
    Gehörst du zu den Menschen, die heftig den Kopf schütteln und sagen: Nein, das geht mir jetzt aber zu weit! Ich will mich nicht so einengen und schon am Sonntag planen, dass ich am Mittwoch eine Stunde Zeit habe … Das ist ja total unflexibel – wo bleibt da die Spontanität?
    Dann lass mich dich eines fragen: Wie viel Zeit bleibt dir jetzt gerade für dich selbst? Kannst du dir dank deiner Spontanität kleine Auszeiten zaubern? Regelmäßig? Falls ja -> Glückwunsch, dann brauchst du sie wirklich nicht einzuplanen.
    Falls du aber, wie die meisten meiner Kundinnen und auch ich, dazu neigst, all die freie Zeit noch damit zu verbringen, etwas zu erledigen, für andere etwas zu organisieren oder zu arbeiten, tja … Dann ist dies vielleicht eine Möglichkeit für dich, über diese Struktur dafür zu sorgen, dass du wenigstens ein paar Stunden pro Woche Zeit für dich hast.
    Überlege dir, wo du etwas für dich tun könntest, wie z.
     B. faul sein, zur Massage oder shoppen gehen, mit einer Freundin auf einen Kaffee oder Cocktail treffen etc.

Zum Schluss noch ein Wort

So vielen da draußen geht es wie Sabine. So viele sind erschöpft, müde und haben das Gefühl, es nicht mehr zu schaffen und nicht alles unter einen Hut zu bekommen. Vielleicht dir auch? Dann lohnt es sich, eine Form der Planung bzw. der Alltagsstruktur in dein Leben zu integrieren, die dir Zeit und Ruhe verschafft. Denn oft sind es diese kleinen Schritte, die das Gedankenkarussell stoppen, die dich wieder schlafen lassen und dir Zeit lassen für dich. Wenn du diese Zeit für dich gut nutzt, deine Batterien wieder aufladen kannst und dich gut um dich kümmerst, dann hat dies auch sofort eine Auswirkung auf deine Familie, deine Arbeitsleistung und dein Wohlbefinden. Es wird dann plötzlich leichter und du kannst dein Leben genießen.

Du wirst erleben, wie aus der Mehrfachbelastung rund um Familie & Beruf eine Mehrfachfreude wird. 

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Über Katja Schmalzl

Katja Schmalzl ist systemischer Coach, Wegbegleiterin und Mutter von 2 Kindern. Du möchtest raus aus der Mehrfachbelastung rund um Familie und Beruf hin zur Mehrfachfreude?

Auf ihrer Seite katjaschmalzl.com hilft dir Katja dabei, nicht auszubrennen. Du lernst, Stress und Krisen nicht nur jetzt, sondern auch in Zukunft gut zu meistern. Damit du dein Leben wieder selbst in die Hand nehmen kannst. Gestärkt und selbstbewusst.

Du lebst nicht in Wien? Katja bietet Coachings über Telefon oder Skype an.

In ihrem Blog und Podcast findest du regelmäßig spannende Interviews, Gedanken zum Leben als Frau und arbeitende Mutter und umsetzbare Tipps für ein Leben, das du liebst.

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Kommentare

  • Ich finde diesen Beitrag ganz super, weil er so richtig gut systematisch ist. (-; Ich für mich habe da einen groben Ansatz, der heißt einfach: die Priorität für eine bestimmte Lebensphase festlegen, entsprechend meinem Lebenssziel. Alles andere wird dem (zeitweise) untergeordnet. Und das kann man dann in Zeitabständen immer wieder überprüfen. Viele Menschen habe keine Plan, kein Ziel für ihr Leben, darum können sie auch keine Prioritäten setzen.

  • Hallo Katja,

    irgendwie geht es mir ähnlich, wie manch anderer Frau, die hier Kommentare geschrieben hat. Auch bei mir löst der Artikel ein gewisses ungutes Gefühl aus. Ich lese daraus: Wenn es nicht klappt mit der Vereinbarkeit, dann musst Du Dich noch mehr anstrengen und besser planen. Und wenn es dann immer noch nicht klappt, dann bist Du einfach nicht gut genug.

    Ich sage nicht, dass Du das gechrieben hast – ich sage nur, dass das der Eindruck ist, der bei mir entsteht.

    Mein Wunsch ist, dass wir Frauen (und natürlich auch Männer) dazu ermuntern,
    1) sich Hilfe zu holen
    2) das schlechte Gewissen abzulegen
    3) Abstriche zu machen – fünfe gerade sein zu lassen
    4) zu akzeptieren, dass wir es nicht jedem recht machen können und da die richtigen Prios zu setzen

    Mir ist der Ansatz ‚besser planen‘ nochmal ein Anspruch, der an mich gestellt wird. Wenn ich so schreibe, dann wird mir klar, dass das der Punkt ist, der mich triggert. Ich empfinde es als eine weitere Aufgabe, die mir gestellt wird – und ich will nicht noch eine Aufgabe – ich will Entlastung!

    Nachdenkliche Grüße,
    Ursula

  • Ich habe alles gelesen und möchte allen Zuschriften recht geben, denn das Beispiel ist sehr schlecht gewählt. Hier handelt e sich um eine Depression, die aus Erschöpfung entstanden ist. Das muss behandelt werden und nicht geplant.
    Bei nicht so massiven Krankheitssymptomen hilft Struktur, um Erschöpfung vorzubeugen. Und genau wie in allen anderen Bereichen „Weniger ist mehr“. Auch wenn wir mit dem Weniger erst mal nicht zufrieden sein wollen. Doch es kommt wieder die Zeit, wo man wieder Kraft für das „Mehr“ hat. Mutter sein ist nicht nur schön sondern ganz schön anstrengend.

  • Habe dieses Szenario auch durchgemacht. Das Frustierendste ist tatsächlich, wenn das Geplante nicht klappt… Mein Notfallmittel: Abschied vom Perfektionismus, Abschied von der Super-Mutter, Abschied von der Super-Hausfrau, Abschied von der Super-Berufstätigen!!! Sich selbst unbedingt an die erste Stelle setzen! Gemäß den Ratschlägen, die man im Flugzeug den Eltern über die Sauerstoffmasken gibt: Erst sich selbst die Sauerstoffmasken aufsetzen, dann erst den Kindern! Und natürlich hilft da auch Planung und zwar muss der Termin für sich selbst genauso ernst genommen werden wie der Arzttermin, der Termin in der Schule u.s.w.
    Liebe Grüße an all die ausgebrannten Mütter (und Väter), denkt an Euer Wohl, die Kinder werden es Euch danken:)

  • „da mach ich nun seit jahren immer das gleiche, und trotzdem ändert sich nichts.“ an diesen spruch erinnern mich hier einige kommentare.
    der beitrag ist ein angebot und will kein rezept sein, regt zum nachdenken an und eröffnet eventuell neue wege. all das bemerke ich nur, wenn ich bereit bin, meine ego-brille abzusetzen und mir mal probehalber ne andere aufsetzen lasse. es ist schwer, das glück in sich zu finden, jedoch unmöglich außerhalb. namaste

  • Ein guter Artikel vor allem der Gedanken download!

  • Hallo Katja,

    auch ich lese diesen Beitrag mit gemischten Gefühlen. Ich arbeite in der Mutter-Kind-Kur Beratung und habe jeden Tag mit Müttern zu tun, die sich genau so fühlen, wie du es sehr zutreffend beschreibst. Der größte Teil davon hat so ein spackes Programm, wie es Viola oben in ihrer Anmerkung beschreibt. Spontan mit einer Freundin treffen….hier würden die meisten ‚meiner Mütter‘ vermutlich höhnisch und dennoch verzweifelt auflachen.Dies war oft schon seit gefühlten Ewigkeiten nicht mehr der Fall. Abends ausgehen…wie, ohne Geld, ohne Babysitter…sowas wie ‚Massage‘ ist meilenweit entfernt! Nicht wenige hätten wahrscheinlich das Gefühl, dies seien Empfehlungen, für Mütter mit ‚Luxusproblemen‘ (wann kann ich Sekt trinken oder zur Massage gehen) oder für Frauen, die Unterstützung von außen (durch Ehemann oder Familie haben bzw. einfach eine andere finanzielle Realität).

    Ich glaube, dein Artikel kann für einige Mütter durchaus hilfreich sein, die, die nicht ganz auf sich allein gestellt sind oder die, die einfach nicht gut darin sind, Dinge zu planen und dadurch ihren Zeitdruck und ihre Anspannung verschärfen. Aus meiner knapp 10 jährigen Erfahrung in der Arbeit mit erschöpften Müttern würde ich jedoch sagen, dass dies der geringste Teil ist (zumindest bei meinen Klientinnen).
    Für diejenigen, wo es mir passend erscheint, werde ich deine Worte jedoch mal im Hinterkopf behalten und ggfs. auf deine Seite verweisen. Diese werde ich mir auch mal näher anschauen, vielleicht hast du ja auch etwas geschrieben, was sich noch besser auf die Lebenssituation von Menschen, wie z.B. Viola, übertragen lässt.

    Danke auf jeden Fall, dass du dich für eine Verbesserung der Situation von Müttern einsetzt. Ein so wichtiges Thema!

    Lieben Gruß, Kirstin

    • Katja schreibt am 27. November 2016

      Liebe Kirstin,
      vielen Dank für deine Zeilen. Ja, mir ist die Situation der Mütter ein echtes Herzensanliegen. Und diese ist für jede Frau sicherlich ein wenig anders. Ich freue mich, wenn meine Seite für deine Klientinnen hilfreich sein kann.
      Danke auch dir für deinen Beitrag und Arbeit in der Mutter-Kind-Kur. Dies ist ein so wichtiges Angebot für Frauen!
      Liebe Grüße,
      Katja

  • Hallo, ich finde diesen Artikel ehrlich und ansprechend.

    Geben wir nicht allzu gerne immer “ anderen die Schuld?
    Immer ist es das System und das Umfeld “ Schuld“, das ich etwas nicht kann, schaffe, auf die Reihe bekomme?

    Ich bin seit 33 Jahren mit einem 39 Stunden Job fest verankert, jeden Wochentag feste und gleiche Regeln. Ich stehe um 6.45 auf und gehe Ca.23.30/0.00 schlafen.
    Seit 22 Jahren über ich einen Zweitjob aus, der komplett der Gegenzug meiner Anstellung hergibt. Es ist ein Direktvertrieb, d.h. Ich bekomm eNICHT-wie vom Arbeitgeber – die Arbeit und die Kunden vorgeschrieben, sondern ich suche mir selbst die Personen aus, die ich mit meinem Produkt glücklich machen kann.
    Das erfordert viel Selbsterkenntnis und Aktivität , aber genau das macht mich aktiver!
    Ich kann alles ändern, aber nur mit einem guten Zeitplan.
    Zuerst kommt das Ziel , WAS will ich ändern/ haben, dann kommt der Plan, denn meine Zeit ist begrenzt .
    Natürlich ist das eine Herausforderung, und zwar IMMER.
    Aber genau das macht mich lebendig. Ich sitzte auch nicht schön um 17.00 zu Hause und erwarte, das mich jemand „unterhält“/entertaint und mir ggf. noch die Ebbe in meiner Kasse beseitigt,
    Ich trage Verantwortung Auch für meine Zufriedenheit!!! In meinem Zweitjob kenne ich so viele Alleinerziehende Frauen, die mit einem persönlichen Zeitplan und einem zweithöchste sich selbst jederzeit zufrieden machen.
    ………es ist nicht nur das Geld, was dadurchmehr kommt, Es ist die Anerkennung dir selbst gegenüber, was dich auf dich stolz macht,
    Denn du hast etwas geschafft , und nicht die Politik MUSS DAS FÜR MICH TUN.

    Wenn solche Gründe der Schlüssel zur Zufriedenheit sein sollen, dann ich vorprogrammiert, das viel Unzufriedenheit da ist, denn nicht jedem kann es Recht gemacht werden.

    Aber ich kann mit MEINER Zeit und MEINEM ZEITPLAN etwas gewinnbringendes erreichen, egal,wie das aussieht,
    Und all‘ das beginnt im Kopf:
    Was will ich haben
    Was will ich nicht mehr haben
    Und was ist dafür nötig zu ändern/ zu tun.

    Und dann muss ich es auch tun, denn Nur mit Fleiß und Einsatz kann es gelingen!

  • Sorry, auch ich finde den Artikel sehr bedenklich. Ein Ausgebranntsein damit beheben zu wollen, das nur die richtige Zeitplanung und nur die richtige Bedürfniserkennung, sowie die richtige Prioritätensetzung die Lösung aller Dinge ist und diese Ansicht zu vertreten, war nie alleinerziehende Mutter von 6 Kindern, freiberuflich tätig und musste niemals offensichtlich in dem Hamsterrad von Aufträgen, Pflichterfüllung der gesellschaftlichen Vorstellung mütterlicher Ideale versuchen Helium zu spielen. Helium deshalb, weil sich Gas überall anpassen kann. Beim nächsten Mal vielleicht von allen Ecken erst beleuchten, sich den widersprüchlichen Anforderungen von Müttern anzunehmen und erst dann loszuschreiben. Herzliche Grüße Doris

  • Hallo,
    mir ging während und nach dem lesen durch den Kopf, dass es bei mir irgendwie auch nicht so zutrifft, ich meine die Planung allein macht es nicht. Ich bin eine alleinerziehende Mutter einer 14 jährigen Tochter und gehe Vollzeit arbeiten, der Vater kann keinen Unterhalt zahlen und ich muss allein die finanzielle Belastung tragen. Das geht mit einem Halbtagsjob nicht bzw. nur, wenn ich bereit bin mich zuerst finanziell anschließend wohnlich etc. zu verschlechtern und wie sich das dann anfühlt, habe ich bereits einmal durch. Das heißt von 7:30 bis 17 Uhr mit einkaufen auch mal 18 Uhr bin ich definitiv nicht in der Lage irgendwo zu sparen, anschließend spielt sich der Rest ab, meine 81 jährige kranke Mutter täglich anrufen, Abendbrot, eventuell was für die Schule lernen mit meiner Tochter, Arzttermin oder was sonst anfällt. Ich bin ausgelaugt und habe zu wenig Zeit für mein Kind, um einfach auch dazu sein, wenn sie nach hause kommt, nicht erst seit sie 14 Jahre alt ist. Daher teile ich voll und ganz die Meinung von Andrea, diese Überlastung habe ich zum größten Teil der Politik und Stellung der Frau in dieser kapitalorientierten Gesellschaft zu „verdanken“. Für mich und meine Tochter heißt es finanzieller u. sozialer Abstieg oder Überlastung. Viele Grüße Viola

    • Martina schreibt am 27. November 2016

      … Deinen Ausführungen schließe ich mich voll und ganz an.
      Auch ich fühle mich überlastet und denke nicht, dass es mit mehr Planung besser wird.

    • Katja schreibt am 27. November 2016

      Liebe Viola,
      ja, deiner Aussage, dass diese Situation auch der Politik und der Stellung der Frau zu verdanken ist, stimme ich zu. Es ist leider so, dass die Voraussetzungen und Bedingungen so sind, wie sie sind. Daran können wir nur bedingt etwas ändern.
      Es wäre wünschenswert, dass sich daran bald etwas ändert.
      Viele Grüße,
      Katja

  • Hallo Zusammen.

    Zum ersten Mal finde ich einen Artikel hier unangenehm und inhaltlich falsch. Die Ideen suggerieren: „Wenn es dir nicht gut geht – Frau – mit deinen Lebensaufgaben, dann bist du nur nicht gut strukturiert. Plane besser und schon ist Vereinbarkeit von Familie, Beruf, Haushalt und persönlicher Freizeit ganz leicht.“

    Für die Politik ist der Artikel super geschrieben. Schlechtes Gewissen ich grüße dich. Aus Gleichstellungssicht ist der Text schockierend.

    Für viel zu viele Familien und insbesondere für die Mütter ist diese Traurigkeit harte Realität. Und noch mehr Struktur wird nicht helfen. Um die Existenz zu sichern gibt es für viele keinen anderen Weg als sich selbst beinahe aufzulösen in allen Verpflichtungen. Und alle Frauen in meiner Beratung sind ware Planungsexpertinnen und dabei Minimalistinnen. Doch die Traurigkeit durch Überlastung bleibt.

    Dieser Artikel in der heutigen Zeit macht mich deshalb tatsächlich ärgerlich. Aber laut meiner Planung ist der Zeitraum für solche Emotionen gleich vorbei. Ich freue mich lieber auf den nächsten Newsletter. Liebe Grüße Andrea

    • Katja schreibt am 27. November 2016

      Liebe Andrea,

      vielen Dank für deinen Beitrag. Ich weiß nicht genau, wie der Eindruck bei dir entstanden ist, dass Frauen nicht gut genug sind oder dass dies gar ein Angriff auf die Gleichstellung sei?
      Ich arbeite mit ganz vielen Frauen schon Jahre gemeinsam an ihrer Überlastung. Und eine Planung hat sich als ein äußerst hilfreiches Mittel erwiesen, um sich selbst etwas Gutes zu tun. Ganz viele fühlen sich hilflos, weil sie von all den Dingen im Alltag überrollt werden und ihnen die Kraft ausgeht. Und genau hier biete ich Hilfe und Unterstützung an, damit es nicht im schlimmsten Fall in einem Burnout endet.
      Meiner Erfahrung nach ist dies ein Ansatzpunkt von vielen und nicht der Einzige. Es ist aber einer, der bei Überlastung helfen kann. Und es ist ein Weg, sich selbst zu helfen und das eigene Leben zu mögen.
      Viele liebe Grüße,
      Katja

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