Tagebuch inkl. Videokurs Gelassenheit

Wann ist der richtige Moment, eine Entscheidung zu treffen?

Kennst du die Geschichte mit dem Esel, der zwischen zwei Heuhaufen steht? Der Esel kann sich nicht entscheiden, von welchem Heuhaufen er fressen soll. Und schließlich verhungert er. Tod durch fehlende Entschlussfähigkeit.

Fehlende Entschlossenheit bringt einen natürlich nicht immer um. Aber trotzdem kann sie für eine Menge Frust und Schmerz sorgen.

Die Welt da draußen bietet uns allen viele, wunderbare Möglichkeiten. Aber oft haben diese Möglichkeiten ein Verfallsdatum. Und wenn man sich nicht entscheiden kann, wird man manchmal wirklich vom Leben bestraft, weil man zu spät kommt.

Schauen wir der Wahrheit ins Auge: Unser Leben ist kurz. Und eh man sich versieht, sitzt man mit 75 auf der Parkbank und fragt sich, wie schnell die Zeit vergangen ist. Und dann geht das große Bedauern los. Hätte ich doch bloß … ja, man hätte sich nur entscheiden müssen, damals.

Es gibt nur einen guten Zeitpunkt, mit dem wirklichen Leben anzufangen. Und dieser Augenblick ist jetzt. Nicht morgen, nicht in einem Monat, nicht wenn die Kinder erwachsen sind. Der Augenblick anzufangen und sich zu entscheiden, ist immer JETZT.

Im Jetzt zu leben bedeutet nicht nur, dass man den Augenblick wertschätzt. Das ist auch wichtig. Aber das alleine reicht nicht. Im Hier und Jetzt zu sein bedeutet vor allem, aus dem Vollen zu schöpfen und wirklich zu leben. Nicht nur in der Sparversion, sondern das wirkliche, unsichere, aber dafür lebendige und spannende Leben.

Die meisten von uns haben unerfüllte Träume, Sehnsüchte und Wünsche. Aber uns fehlt oft die Entschlusskraft und der Mut, sich für die Träume und Wünsche zu entscheiden. Daran verhungert man zwar nicht, so wie der Esel in der Parabel. Aber die eigene Zufriedenheit, Ausgeglichenheit, Vitalität und Lebensfreude werden immer magerer bis oft nichts mehr übrig bleibt. Man stirbt nicht physisch. Aber die eigene Seele stirbt Stück für Stück.

Deswegen mein Appell an dich: Entscheide dich heute, wirklich zu leben. Lass dich nicht durch die vielen Zweifel, durch Sicherheitsdenken, durch die vielen Bedenkenträger oder durch deine Angst aufhalten. Überwinde deine Entscheidungsangst. Entscheide dich heute.

Erfolgreiche Menschen, also Leute die das im Leben haben, was sie wollen, sind meistens ziemlich gut darin, zu entscheiden. Man könnte sogar sagen, dass “Entschlussfreude” eine Schlüsselfähigkeit ist, wenn man sich etwas im Leben aufbauen will.

Deshalb warte nicht, bis du 100% sicher bist. Das gibt es nur ganz selten im Leben. Und selbst wenn du dich zwischen zwei Dingen nicht entscheiden kannst, dann ist es oft besser, eine Münze zu werfen und die Entscheidung dem Leben zu überlassen. Sogar eine schlechte Entscheidung kann besser sein, als sich gar nicht zu entscheiden.

Gibt es eine Entscheidung, die ansteht in deinem Leben? Eine Situation, mit der du nicht glücklich bist und die aufgelöst werden muss? Oder gibt es irgendwo zwei oder mehr Alternativen, zwischen denen du dich bisher nicht entscheiden konntest? Dann entscheide dich bitte eher schnell. Denn Entscheidungen bringen Bewegung ins eigene Leben und wenn man die Augen und Ohren offen hält, kann man aus jeder Entscheidung etwas lernen, selbst wenn sie nicht perfekt war.

Entscheide dich also bitte. Am besten jetzt gleich.

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Kommentare

  • Entscheidungen, Entscheidungen, manchmal fällt es schwer, am schnellsten fällt es eigentlich wenn unter großem Druck eine wichtige Entscheidung gefällt werden muß (z.B. Notfallmedizin oder im Straßenverkehr. Bremsen oder Auffahren). Ich habe vor kurzem eine m.E.nach hocheffiziente Methode kennengelernt, die mir am Anfang zwar auch schwergefallen ist, aber eigentlich aus 4 einfachen Fragen und den Umkehrungen zu den eigenen Behauptungen besteht. Das Resultat kann frappierend sein und viele Entscheidungen sehr schnell entscheiden. Es handelt sich um das Buch von Byron Kathie: The Work. Es ist verblüffend, wie man aus der Behauptung „….“ mit den Fragen „Ist das wahr?“, „Kann ich sicher sein, das es wahr ist“, „Wer bin ich mich mit dem Gedanken ?“ und „Wie fühle ich mich ohne diesen Gedanken ?“ und der Negation der Behauptung (es gibt oft mehrere Möglichkeiten, die auf ihren Wahrheitsgehalt analysiert werden – es ist ein interessantes Gedankenspiel)Klarheit gewinnt. Für mich ist es eine Methode geworden, die mir viel bei vermeintlichen Problemen und schweren Entscheidungen hilft, weil plötzlich manche unserer Überzeugungen und Wünsche und Sollte-Behauptungen sich als ungeprüfte Verzerrungen der Wahrheit herausstellen und eigentlich entbehrlich oder völlig entbehrlich sind. Und am Ende fällt schon manche schwierige Entscheidung leicht und auch manche Änderung des Verhaltens leichter, weil man etwas als entbehrlich geprüftes loslassen kann, weil man es als solches auch erkennt und sich nicht dazu „durchringen“ muss, weil es so sein sollte.
    Wie gesagt, mein Tip: Byron Kathie: The Work
    Uwe

  • na ja, das mit dem Entscheiden hat schon seine Richtigkeit.
    Aber ich das lese: Kopie: „Erfolgreiche Menschen, also Leute die das im Leben haben, was sie wollen, sind meistens ziemlich gut darin zu entscheiden….“
    Da könnte ich am liebsten drauf spucken, als ob Erfolg das Wichtigste im Leben wäre. Ja, ich will auch erfolgreich sein. Und das bin ich wenn ich das Leben nach meinen Kriterien lebe!!! Egal ob erfolgreich, so wie es die Gesellschaft will.
    Ich bin da kurz aufgesprungen.
    Ich entscheide mich gerne für das Leben – für ein pulsierendes Leben und oft muss ich mich scheiden wegen meiner Entscheidungen und oft scheide ich mich schmerzhaft, weil alle Welt einschließlich mir glaubt, ich müsste entscheiden. ….
    Alles Liebe Euch und pulsierendes volles Leben….
    Rosemarie

  • Sehr erstaunenswert Herr Sanftleben.
    Ich stimme mit ihnen überein.
    Das müsste man den menschen insbesondere den Kindern, die heranwachsen mitgeben.
    İch würde sie gerne einmal persönlich kennen lernen.
    Vielleicht laufen wir uns einmal über den Weg.

  • Sicher, Entscheidungen fallen oft schwer. Allerdings gab es früher praktische Versuche mit Eseln und es ist nie einer verhungert! Für gewöhnlich wurden beide Heuhaufen vertilgt!

  • @Lissy: Auf meiner Website (auf meine Sprechblase oben links klicken)findest Du ein Briefsymbol. :)

  • @Heinrich

    wollte kurz zu deinem Posting was schreiben.
    Ich möchte dir die Hoffnung nicht nehmen, aber du hast dieser Person ja geschrieben, dass sie auf dein Schreiben nicht antworten braucht, wenn Sie das nicht möchte.

    Sie antwortet nicht drauf. Ich denke nicht, dass sie auf ein weiteres Zeichen von dir wartet. Ich würde genau so wie sie handeln. Wenn mir diese Option mit nicht antwroten offen stehen würde, würde ich diese nutzen, wenn ich das nicht wöllte. Da ich die andere Person nicht verletzen möchte, würde ich einfach nicht drauf reagieren. Denn damit wäre alles klar, würde ich denken.

    Sicherlich kannst du sie nochmals drauf ansprechen, wenn du eine klare Antwort brauchst.

    Wünsche dir trotzallerdem viel Glück.

  • @ Stella:

    Ein ganz liebes Dankeschön an Dich für Deine gutgemeinten Ratschläge… ja Du hast Recht, ich mach mich dadurch unglücklich und ich bin sehr durcheinander im Moment…aber die ganzen näheren Umstände zu schildern, das würde hier wohl zu weit führen… leider … vllt könnten wir irgendwie anders Kontakt aufnehmen?

    Liebe Grüsse
    Lissy

  • Ja ja, schon richtig, man sollte Entscheidungen treffen, und wenn man sicht dafür entscheidet, keine zu treffen, sich nicht jagen zu lassen. Alles hat seine Zeit.

    Ich habe vor weit über 20 Jahren mein Leben an Jesus übergeben und ich lasse mich gerne von IHM führen…bis ich wieder an meine Grenzen komme, und das sehe ich mit IHM recht entspannt. Das wahre Leben wahr erleben, den Genuss beinahe allgegenwärtig für sich mitnehmen zu können, wie reich wir drei beschenkt sind, lässt mich entscheiden, dass mein Leben auch sowas wie ein Schaufensterbummel ist.

    Lass der Zeit ihre Zeit, bevor die Zeit keine Zeit mehr lässt..grins…Original Stefan Kilian

  • hallo zusammen,
    hoffentlich liest das noch einer ;-)… habe nämlich selbst erst heute wieder meinen pc hochgefahren. tja, die geschichte trifft’s bei mir wirklich auf den kopf … ich bin auch so ein zögerling. eilige entscheidungen sind so gar nicht mein ding, und wenn ich dann notwendigerweise doch eine treffen muss, bin ich damit meistens nicht so wirklich glücklich. da streiten sich auch zwei seelen in meiner brust: ich habe nämlich gelernt, dass es in vielen dingen wichtig ist, warten zu können (was mir auch schwer fällt) und „loszulassen“. nur – wann ist was richtig? wann warten und wann handeln? schon wieder eine entscheidung, ups … ;-)
    irgendwann entscheidet jemand anders für dich oder das leben tut es. das entwickelt sich nämlich immer weiter, auch wenn du für dich stehenbleiben möchtest. leben ist bewegung und veränderung, heißt es doch so schön, und das ist auch wichtig, um sich leben-dig zu fühlen. aber … was ist das richtige maß und wann ist was dran? darüber werde ich wohl immer grübeln … und über dem nachdenken das fressen vergessen wie der esel … ;-)

    ganz liebe grüße und gute und freudige entscheidungen!

    susann

  • Hallo,
    auch ich habe gerade eine grosse Entscheidung getroffen. Diese schiebe ich schon Jahre voraus. Nach einem Wochendseminair über Lebensqualität, habe ich diese getroffen und setze diese auch durch. Ich stosse auf grosse Schwierigkeiten aber ich bin stark genug, sodass ich diese auch lösen kann. Ich stelle mich jetzt einmal im Vordergung. Ich bin jetzt 61 und will einfach nicht immer hinten dran stehen. Ich bin auch wichtig. Ich brauche auch Zeit und Geld für meine Weiterentwicklung. Meine Ziele will ich wohl noch erreichen. Nach Wochen hin und her, bin ich noch immer an der Startlinie. Ab heute habe ich den Startschuss gegebn. Mein Ziel will ich bis zu meinem 65. erreichen. Besser gesagt: werde ich spätestens bis zu meinem 65. erreicht haben. Schluus mit immer Entscheidungen für andere zu treffen. Ich lebe und habe mein Leben in meine Hand.
    Liebe Grüsse
    Brigitte

  • Hallo,

    danke, diese Aussagen kann ich diese Woche gut gebrauchen.
    Studium und Familie, wo setze ich die Schwerpunkte, gibt es vielleicht den Einen und das andere ist besser fallen zu lassen, wenn ja an welchen Ort soll ich die Ausbildung abschliessen, hier im Ausland oder in Deutschland, mit viel Pendeln,, diese Fragen will ich diese Woche beschliessen und ich bin froh, dass ich diese Woche die noetigen Informationen bekomme und endlich weiss, wie wichtig eine Planung ist und Entscheidungen zu treffen und nicht einfach in den Tag zu leben und davon auszugehen, alles richtet sich schon von alleine.

    Liebe Gruesse und eine gute Woche

    Anne7

  • Ich bin bei meinen Entscheidungen in erster Linie abwartend. Während ich Augen, Ohren, Herz und Verstand offen halte warte ich auf eindeutige Zeichen des Schicksals. Bisher war ich immer mit dem Ergebnis zufrieden. Auch im Moment sollte ich mich zwischen 3 Jobs entscheiden, ich habe aber nicht das Gefühl, dass ich aktiv werden müsste (außer die Fakten zu sondieren und auf mein Gespür achten). Den kleinen Winks des Schicksals versuche ich aufmerksam nachzuspüren.

  • Uns Menschen wurde die Möglichkeit gegeben, uns zu entscheiden. Nicht für oder gegen- eine Entscheidung ist immer eine Hinbewegung zu etwas. Ein Loslassen von etwas. Dann ist es eine Entscheidung. Ent-scheidung. Schon im Wort steckt das Detail. Scheiden. Und egal, wie man/frau sich ent-scheidet: in jedem Fall verspüre ich erst einmal eine Leichtigkeit. Etwas, das ich getragen habe, fällt ab, ganz enfach, weil ich mit der Ent-scheidung etwas losgelassen habe.
    In diesem Sinn, ein gutes Loslassen an alle.

  • auch ich habe vor vier tagen erst eine entscheidung getroffen, die mich zwar zu sehr schmerzt, mir aber dennoch das gefühl gibt, das richtige getan zu haben.
    über ein jahr quälte ich mich mit dieser entscheidung, schob sie auf, redete sie schön, versuchte ein gutes ziel zu erreichen…doch manchmal geht es einfach nicht, manchmal müssen wir auch kapitulieren und es dennoch als gute entscheidung akzeptieren, selbst wenn wir eigentlich was ganz anderes erreichen wollten….
    ich hoffe sehr, das auch die betroffene andere seele von dieser, meiner entscheidung letztlich profitieren wird…es tut mir leid um diese entscheidung, und doch weiß ich das sie für mich/uns das richtige war.
    es tut mir leid balu, ich liebe dich, ehrlich, doch es ging nicht mehr anders….ich wünsche dir das beste und verzeih mir bitte..ich hoffe, ich kann es mir selbst einmal wirklich verzeihen…im himmel wird sich meine seele vor dir verneigen…wenn wir uns einmal wiedersehen!

  • Danke für den gesamten Newsletter! Diese sind erstens sehr übersichtlich, die Beiträge regen mich immer wieder zum Nachdenken an, erzeugen Aha-Effekte, erweitern meine Perspektive und holen vergrabenes Wissen wieder vor nach dem Motto: Wiederholungen prägen sich ein.

    Natürlich ist es auch schön, in den Kommentaren zu lesen und zu wissen, so unterschiedlich sind wir Menschen gar nicht. Wir haben alle mit ähnlichen „Problemen“ zu kämpfen. Das bringt die Perspektive von der Annahme, mit mir stimmt irgendwas nicht, hinzu der Feststellung, dass ich eigentlich ziemlich normal bin.

    Nicht, dass ich ein Experte in Entscheidungen bin, ich brauche manchmal 10 min um mich für eine Käsesorte zu entscheiden aber manchmal hilft mir, mich zu fragen, ob es lebensbedrohlich ist, wenn ich mich für irgendwas entscheide. Meistens ist es das nicht, es fühlt sich nur so an.

  • @Alfred: Sehr guter Einwurf. :)

    @Barbara. Du hast Recht. Das, was für den einen richtig ist, muss für den anderen nicht auch gut sein. Aber was ganz bestimmt nicht gut ist, ist (auf Dauer) zu hadern und zu grübeln, sich nach etwas zu sehnen – und dann doch nichts zu tun (wie der Esel). Dieser Schwebezustand ist doch der ungesunde, der zermürbt. Dieses „Soll ich – oder soll ich nicht?“ Keine Entscheidung zu treffen ist am Ende auch eine Entscheidung, aber oft eine aus Angst oder Bequemlichkeit oder Verwirrung und damit eine halbherzige. Siehe z.B. „Ich“s Kommentar oben.
    Natürlich ist das alles bei der Fragestellung „Müsli oder Käsebrot?“ nicht besonders weitreichend. Obwohl ich sogar hier glaube, dass es getrennt doch besser schmeckt bzw. zusammen zu viel ist (kommt natürlich auf die Portion an, den Hunger und auf die Magengröße ;)) Da fällt mir ein, dass ich auch kein großer Buffet-Freund bin. Man packt sich von allem ein bisschen auf den Teller, die Saucen laufen durcheinander, der Geschmack verwässert, man kostet nichts richtig und hinterher ist man viel zu voll… ;) Könnte man vielleicht einen Psychotest draus machen. ;o)
    Spaß beiseite: Ich glaube jedenfalls fest daran, dass man das, was man tut, mit ganzem Herzen tun sollte. Und wenn man alles auf einmal will, sprengt das oft Kapazitäten. Es mag Leute geben, die damit glücklich sind, ich gehöre nicht dazu.
    Was meinst Du eigentlich mit der Bemerkung: „beruflich erlebe ich manchmal, dass es den menschen besser geht, wenn sie eine entscheidung treffen. manchmal geht es ihnen schlechter.“ Eine Entscheidung, den Beruf zu wechseln? Wenn man sich nicht entscheidet, die Firma zu verlassen, entscheidet man sich doch automatisch dafür, zu bleiben, oder etwa nicht?

  • Dann machst Du Dich aber unglücklich, Lissy. Ich kenne ja die Hintergründe nicht und weiß nicht, was Dich zu der Entscheidung veranlasst hat. Es ist grundsätzlich super, eine Entscheidung getroffen zu haben, aber die andere, nicht realisierte Möglichkeit loszulassen, ist dann schon ziemlich wichtig, sonst ist das ja nix Halbes und nix Ganzes. Kennst Du EFT? Das ist eine Klopfakkupressur-Technik, die u.a. emotionale Blockaden auflöst: http://www.eftuniverse.com/ Vielleicht hilft so was ja? Damit könntest Du versuchen, den Anderen „wegzuklopfen“. Oder willst Du vielleicht gar nicht loslassen, weil Du die andere Sache dadurch zumindest in Deinem Kopf noch „hast“? Oder vielleicht gab es ja auch bestimmte Aspekte an dem Zusammensein mit dem Anderen, die Dir fehlen (Aufregung, Spaß, toller Sex, etc.) – und die Du versuchen kannst, in Dein jetziges Leben einzubauen? Ich stochere hier wild im Nebel, nur ein paar Ideen.

  • Hallo da draußen,

    ja, auch bei mir trifft der Artikel den Nagel am Kopf. Ich stehe vor so einer Entscheidung.
    Mein Freund ist aus einer fremden Kultur, einem fremden Land, wir beide sind noch mitten in unseren universitären Ausbildungen; momentan leben wir beide in Österreich, kennengelernt haben wir uns in seiner Heimat. Ein Jahr sind wir jetzt zusammen (einmal hier, einmal dort, einmal Fernbeziehung)Kann eine Liebe all diesen Herausforderungen (neue Sprache, Ausbildung im neuen Land??, Kulturunterschiede, …) überwinden?
    Die richtige Antwort zu finden, ist zum Haare raufen. Manchmal wünschte ich, man könnte in die Zukunft sehen. Es stimmt zwar ein bisschen, die Zukunft ist immer so, wie wir sie uns gestalten. Aber das Leben stellt so viele Hürden in den Weg…
    Aber eine Münze zu werfen geht für mich gar nicht. Auf das „Bauchgefühl“ kann ich mich nicht hundert Prozent verlassen, denn manchmal überschatten die Zweifel die Entscheidungsfähigkeit der Bauchgegend…
    Ich glaube, manchmal zerdenkt man eine anstehende Entscheidung so sehr, dass man sich gar nicht mehr „richtig“ entscheiden kann.

    Ich lass euch wissen, wie ich mich (wir uns) entschieden haben…

    ;)

  • Mein Göttergatte hat vor Jahren mal einen Spruch „erfunden“?

    „Entscheidungen, die man nicht trifft, laufen einem hinterher.“

    Den Spruch nutzen wir heute noch, wenn wir beiden entscheidunsgunfreudigen Zwillinge mal wieder länger brauchen für eine Entscheidung!

    LG,
    Deborah

  • Hallo Ihr,

    ja Stella ich stimme dir zu mit deinen Sätzen:

    „Damit sage ich nicht, dass jeder sein Leben über den Haufen werfen muss, manchmal ist es auch genau die richtige Entscheidung, das eben NICHT zu tun. Das sollte man dann aber auch mit Konsequenz verfolgen und die andere Möglichkeit „ad acta“ legen.“

    Ich (41) habe mich nach langem Hin und Her entschieden mein Leben NICHT über den Haufen zu werfen und hierzubleiben bei meiner Familie….
    Aber die anderen Möglichkeiten kann ich auch nicht ad acta legen … die Sehnsucht nach dem Anderen ist immer wieder da..manchmal sogar unerträglich…und das macht mich traurig…
    ich sehe keinen anderen Weg…

    LG

  • Hallo zusammen,

    habe gerade fasziniert die Kommentare gelesen und möchte meiner Tochter recht geben, die vorhin gesagt hat: „Du bist ja schon ‚Zeit zu Leben‘ – süchtig!“. Sie hat das zwar hauptsächlich deswegen gesagt, weil ich dazu ihr SIMS-Spiel unterbrechen musste, aber anschließend haben wir gemeinsam eine Entscheidung getroffen, die möglicherweise große Relevanz für Ihr zukünftiges Berufsleben haben kann.

    Gratulation zu diesem guten Artikel! Ich habe in den letzten 20 Jahren als „Vertriebler“ schon einige Trainings darüber absolviert, wie Menschen (meine zukünftigen Kunden ;-) Entscheidungen treffen und habe viel davon im Artikel und vor allem in den Kommentaren gefunden.

    Zum Thema Kopf oder Bauch noch ein Punkt: Wir treffen täglich hunderte Entscheidungen (Hemd oder Polo-Shirt, Krawatte oder nicht, Nachbarn/Kollegen freundlich grüßen und ein paar Worte wechseln oder beschäftigt tun und vorbei eilen, Bier oder Mineralwasser zum Essen, etc.), und davon mehr als 95 % instinktiv und nach dem (Bauch-)Gefühl. Warum soll das bei den „großen“ Entscheidungen denn anders sein???
    Ich freu‘ mich schon auf den nächsten Newsletter ;-)

    Grüße,
    Alfred

  • Ja, das stimmt, Claudia. Natürlich gibt es „sowohl – als auch“. Aber da übernimmt und verzettelt man sich leider auch leicht. Und manchmal ist es eben auch eine faule Ausrede, weil man Angst vor der Entscheidung hat. Meiner Erfahrung nach ist weniger mehr. Der Tag hat nun mal nur 24 Stunden und die Woche sieben Tage und wir können uns nicht zerreißen.
    Klar, wenn es gelingt, Dinge nacheinander zu tun, in Ruhe und nicht von einem Termin zum nächsten zu hetzen: Warum nicht? Aber bitte nicht auf Kosten anderer.
    Leider ist ja gerade in den „großen“ Fragen (Beziehung, Job, Wohnort u.s.w.) eine Entscheidung oft am schwersten – und gleichzeitig am nötigsten. Da aufs Herz hören zu können, ist eine große Sache (wobei da der Bauch doch schon eng im Team mitarbeitet.) ;)

  • auch ich lese noch mit ;-)

    und wenn ich mich jetzt entscheiden müsste, wer recht hat, ich würde mich wieder für „wir alle irgendwie“ entscheiden. ;-)

    nicht, weil ich so entscheidungsschwach bin, sondern weil ich das gefühl hab, das leben ist nun mal nicht schwarz weiß. nicht mal grau. sondern sehr bunt, und das ist gut so. was für den einen furchtbar wäre, ist für den anderen eine praktikable lösung oder umgekehrt.
    wir verletzen ständig. uns selbst, andere, das leben, die liebe. manchmal durch keine entscheidungen. manchmal durch entscheidungen. manchmal durch richtige und manchmal durch falsche. davor ist niemand gefeit.

    beruflich erlebe ich manchmal, dass es den menschen besser geht, wenn sie eine entscheidung treffen. manchmal geht es ihnen schlechter. ich erlebe aber auch, dass es einigen von ihnen besser geht, wenn ihnen der druck genommen wird, auf der stelle und sofort eine entscheidung zu treffen.

    manche dinge im leben muss man anpacken. andere erledigen sich oft von selber.

    wie gesagt, das leben ist bunt…

  • @ stella – aber ja doch! es bleibt nicht beim kommentar „ablassen“. jedenfalls nicht immer ;o)
    und ja – manchmal ist die frage wahrhaftig: entweder / oder. meistens aber geht ein sowohl / als auch.
    denn – nicht alles entpuppt sich als die(!) patentlösung. davor warnt schon watzlawick in seiner „anleitung zum unglücklichsein“.
    und zu guter letzt – vielleicht wäre das eselchen nicht verhungert, hätte es das gras zu seinen füßen gefressen ;o)

    mögen wir alle in den entscheidenden fragen unseres lebens stets weise entscheidungen treffen. meines erachtens kommen sie bedingt vom bauch, mit dem gehörigen schuss verstand (gesundem(!) egoismus). ja, genau aus der mitte, dem herzen!

    alles liebe
    claudia

  • Allgemeine Frage: Liest hier eigentlich noch jemand irgendwas, nachdem er/sie seinen/ihren Kommentar abgegeben hat?

    An Malve: Lies doch mal „Ich könnte alles tun, wenn ich nur wüsste, was ich will.“ von Barbara Sher. Ein Superbuch, hat mir sehr geholfen.

    Ich stimme Claudia-Sofia zu, dass Ängste oft Entscheidungen und das Klarsehen behindern – so war dass auch bei mir. Da hilft nur eins: die Ängste angucken und dem Feind „ins Auge“ zu sehen. Sich ihnen zu stellen und sie zu verarbeiten, wenn sie auftauchen. Mit Hilfe eines Psychologen z.B. oder auch mit Techniken wie EFT (hilft mir super). Verdrängen bringt meiner Erfahrung nach jedenfalls gar nix, das kriegt man immer auf „Wiedervorlage“.

    Die Einstellung von Barbara finde ich dagegen nicht immer passend. Man kann meiner Erfahrung nach nicht immer alles haben oder wenn man sich nicht entscheidet, kriegt man oft irgendwann die Quittung. Was bei „Müsli“ oder „Speck“ zum Frühstück noch gehen mag (wenn einem von beidem direkt hintereinander nicht übel wird) wird spätestens bei „Oliver oder Karsten? Mit einem ins Theater, mit dem andern auf den Fußballplatz. Einen für den Alltag, den anderen für den Luxus ;-)“ problematisch.

    Das führt dann nämlich schnell (zumindest, wenn es um Liebe und Beziehungen geht, bei Freundschaften liegt der Fall etwas anders) zu der Situation, in der sich Vita befindet:

    „Ich mache gerade die leidvolle Erfahrung, dass der Mensch, den ich liebe, sich nicht entscheiden kann, weil er niemanden verletzen möchte. Also werde ich eine Entscheidung treffen müssen, die ich eigentlich gar nicht will.“

    Vielleicht denkt sich dieser Mensch auch: „Och, wieso entscheiden, ich nehm einfach alles.“ In so einer Situation – jemand konnte/wollte sich nicht für mich entscheiden – war ich nämlich auch zwei Jahre lang. Und erst, als ich die Schnauze (Verzeihung!) voll hatte und angekündigt habe, dass ich weg bin, wenn nicht bis dann und dann was passiert (auch das eine Entscheidung), ist tatsächlich was passiert, womit ich gar nicht mehr gerechnet hatte. So was kann ich aber nicht als „taktische Drohung“ anwenden, ich konnte einfach nicht mehr – ich war einfach an dem Punkt, an dem Vita jetzt ist.

    Wer sich nicht entscheidet, lebt oft auf Kosten anderer. Auch der Mann (?), den Vita liebt, lebt auf Kosten von Vita und seiner bisherigen Beziehung, in der er vermutlich unehrlich ist (sonst müsste er ja keine Angst haben, jemanden zu verletzen). Durch sein Verhalten blockiert er alle Beteiligten. Die Betrogene, die vielleicht schon längst eine neue glückliche Beziehung hätte, würde ihr die Wahrheit nicht ausdauernd vorenthalten, Vita, die unter der Situation leidet und nicht zuletzt sich selbst, weil er nirgendwo ganz ist. Bis sich jemand anders für ihn entscheidet. Vielleicht Vita, vielleicht die betrogene Person, wenn zufällig was auffliegt. Wer weiß, vielleicht ist er am Ende beide los.

    So, jetzt isses aber gut mit meinen Kommentaren… ;)

    Schönen Sonntag noch!

  • Hallo Zusammen,

    der Text ist ein ganz wundervoller Gedankenanstoß am Sonntag. Zu diesem Thema fällt mir spontan etwas ein, was ein Vorstandsvorsitzender im Rahmen eines Unternehmergesprächs auf die Frage geantwortete, „Was hat Sie so erfolgreich gemacht?“ Hier seine Antwort: „wenn man eine Chance geboten bekommt, muss man den Mut haben Ja zu sagen“. Diese Worte sind mir in Gedächtnis geblieben, denn meist haben wir Angst das gewohnte zu verlassen und uns der Herausforderung zu stellen. Also ja zu sagen zum attraktiven Job oder dem Mann für´s Leben.

    Ich wünsche allen einen schönen Sonntag

  • Hallo alle zusammen,
    ganz aktuell war auch ich heute Morgen eigentlich ganz unerwartet mit diesem Thema zugange. Zunächst schien das Gesprächsthema unspektakulär im Hinblikck auf diesen Punkt. Es tat sich aber dann im Verlaufe dieses Gespräches in meiner Seelentiefe ein Raum auf, in dem ich mehreren Trauma´s begegnet bin. Höchst schmerzhaft! Dem standgehalten, sehe ich im Rückblick darin eine Ursache für Zweifel und Ängste und somit auch ein quälendes Unvermögen, in manchen Situationen entscheiden zu können.
    Es ist für mich nicht „nur“ eine Kopfsache wenn ich keine Entscheidung finde. Bedrohlich schmerzhafte Erlebnisse blockieren in diese Richtung, weil die Angst darin eines der Steuerungsinstrumente ist.
    Die Entlastung der Angstgeschehnisse macht den Blick wieder freier und der Mut bekommt eine erneute Chance. So habe ich das für mich heute morgen hautnah erlebt.
    Ich danke allen für die guten Beiträge und wünsche trotz Regengüssen allen einen schönen Sonntag mit hilfreichen Entscheidungen!

  • hallo
    danke für ihre schönen,aufbauenden Newsletter! Da mir gestern ein Flyer über Malkurse in die Hände fiel und ich seit meiner Kindheit eigentlich malen möchte, aber in den letzten 30 Jahren nie „die Zeit hatte“ ;),hab ich mich nun gleich mal für einen Kurs angemeldet, bevor es zu spät wird….wer weiß, für was es gut ist? hihi
    Ihnen alles Gute und einen wunderschönen Sonntag
    C.R.

  • Schön gesagt, aber wenn ich gar nicht weiß, wo meine Fähigkeiten liegen, um eine berufliche Wende herbeizuführen, was soll ich dann machen. Ich habe einen stabilen finanziellen Background, aber weiß nichts damit anzufangen. Ich habe keine Ahnung, was ich machen soll.

    Ich bin aber guten Mutes und überlege weiter, schreibe Konzepte für neue Berufe und hoffe, das sich irgendwann ein Ergebnis zeigt.

    Malve

  • Ich habe mich als Persönlichkeitscoach auf Entscheidungsprozesse spezialisiert und den Artikel und alle Kommentare mit sehr großem Interesse gelesen.

    Auf zwei Aspekte möchte ich eingehen: Ich habe so zwischen den Zeilen den Anspruch rausgelesen:
    a) Entscheiden geht einfach oder sollte doch (immer) einfach gehen und
    b) sich sofort entscheiden ist besser als später.

    Meine Erfahrungen/Meinung dazu:
    a) Entscheiden geht nicht IMMER leicht, sondern ist, wie ja auch von einigen beschrieben, mitunter ein mühseliger (innerer)Such-Prozess, der durchaus einen und seinen Sinn hat. Innere Stimmen wollen gehört, gewertschätzt und abgewägt werden. Steht am Ende eine Entscheidung, mit der ICH MICH GUT FÜHLE, dann ist es mitunter wurscht, wie lange ich für die Entscheidung gebraucht habe. (wie z.B. im Kommentar von Katrin nachzulesen).

    b) Ich bin generell ;-) gegen Generalisierungen, so auch davon zu sagen/zu glauben: wer zu spät kommt oder zu spät entscheidet, den bestraft das Leben. Nee, es gilt auch: wer zu früh kommt oder zu früh entscheidet, kann genauso auf die Nase fallen. Es gibt auch ein Zu-früh-Entscheiden, weil jemand z.B. den Zustand des Abwägens nicht mehr aushält und irgendeine Entscheidung zu treffen immer noch leichter aushält, als erst mal keine zu treffen.

    Die Kunst, kluge Entscheidungen zu treffen, besteht m.E. darin, FLEXIBEL auf unterschiedliche Situationen/eigene Bedürfnislagen eingehen zu können; mal ist schnell entscheiden dran, mal später – und mal ist dran, auch gar keine zu treffen und voll Vertrauen das Leben entscheiden zu lassen.

    Wie Menschen und warum Menschen Entscheidungen treffen, ist eine komplexe Angelegenheit, mit der sich viele Wissenschaften, Philosophen, Neurobiologen etc. beschäftigen. ICH finde es eines der spannendsten Lebens-Themen überhaupt.
    Wenn ich BEWUSST mich für oder gegen etwas entscheide, habe ich ein Gefühl von Eigenmächtigkeit. Ich gestalte mein Leben mit oder anders ausgedrückt: ich habe das Gefühl zu leben statt (nur) gelebt zu werden.

    (Obwohl: ich KANN mich auch entscheiden, mich NICHT zu entscheiden, sondern den Entscheidungen, die das Leben dann für mich trifft, einfach zu folgen. DAS wäre dann aber wiederum auch eine BEWUSSTE Entscheidung.Und die hat für mich eine andere Qualität. Na, bevor ich zu philosophisch werde, mache ich mal nen Schlusspunkt hier).

    Herzliche Grüße und Danke schön für diesen Blogartikel/Impuls.

    Maria Ast

  • Ich finde es nicht schwer, mich zu entscheiden. Viel schwerer finde ich es dann, bei dieser Entscheidung zu bleiben. Es sind ja noch so viele andere Möglichkeiten, die vielleicht besser sind als die, für die ich mich entschieden habe. Also versuche ich es mit der nächsten und der nächsten…
    Jetzt habe ich die Entscheidung getroffen, ein Jahr bei meiner vorherigen Entscheidung zu bleiben, egal, was da komme. Und das ist nun wirklich schwer.

  • Gerade beim Lesen der Geschichte vom Esel sah ich mich fast da stehen……..es gibt so einige Dinge im Leben, die schiebe ich schon Jahre auf. Immer meine ich, es findet sich von alleine. Quatsch, völliger Unsinn. Vielleicht sollte ich mir die Eselgeschichte ausdrucken und dazu ein Bild mit einem Esel, der mein Gesicht hat……als Warnung nun endlich mal in die Puschen zu kommen.

  • Vielen Dank für den Artikel.
    Vor sieben Jahren zog ich nach Berlin um. Nun kann ich mich Entscheiden, ob ich im nächsten Jahr beruflich nach München umziehen möchte oder nicht. Ich zerbrach mir nächtelang den Kopf und überlegte, wägte ab,… Mietpreise,… usw. In Berlin ist immer sehr viel los, es gibt eine Menge Veranstaltungen, Kunst und Kultur,… Mein tiefster Wunsch jedoch war und ist es noch in ein, zwei verschiedenen Städten Fuß zu fassen doch halten mich einfach Ängste davor ab. Unbegründete Ängste. Wenn ich an Erfahrung sammeln möchte und innere Wünsche besitze noch in anderen Städten leben zu wollen, dann sollte ich es tun. Wer weiß, welchen Menschen ich in anderen Städten noch begegnen werde, die einen auf dem Weg begleiten werden. Ich glaube, sich zu entscheiden bedeutet auch lebendig zu sein, und bereit zu sein lernen zu wollen.

  • Was will ich wirklich? Das ist die entscheidende Frage überhaupt. Solange ich weiß was ich will kann mich nicht entscheiden, bin ich noch ein erfolgloser Dummkopf.
    Andererseits will ich manches zu schnell entscheiden, dann brauch ich eine kurze Bedenk-pause in der ich mich frage:Was will ich wirklich?“
    Dass das so einfach ist hätte ich jetzt nicht gedacht
    M.Dikti
    Einen schönen Sonntag!
    Mit möglichst viel Sonne im Herzen!

  • lieben dank von herzen! wieder habe ich bekommen, was ich genau in diesem moment so dringend brauchte:-)), los zu lassen ist sehr schwer und sich sicher und schnell zu entscheiden, gehört dazu, ist ein teil davon: genau das ist meine schwäche! auf der suche nach perfektion verliere ich meine wahren bedürfnisse aus den augen, tue dinge gegen meinen willen, kann mich schwer entscheiden.
    aber ich bin auf dem weg und danke euch von herzen für diesen „wegweiser“!
    ich möchte mich bei allem, was ich tue, wohlfühlen.
    alles liebe, heidi

  • Mir hat vor Jahren jemand gesagt: es gibt keine 100%igen Entscheidungen, das was dazu fehlt, nennt man Charakter. Wahre Worte, die ich nie vergessen – und doch nicht immer beherzigt habe. Ich habe mich länger als ein Jahr vor einer Entscheidung gedrückt (Trennung) OBWOHL ich wusste, dass ich mir damit schade. Verstand, Bauch und Körper haben mir Signale gesendet und doch wollte ich nicht hören. Nun habe ich vor einigen Wochen endlich gehandelt und befinde mich auf dem Weg, wieder zu mir selbst zu gelangen und erstaunlicherweise habe ich das Gefühl, dass es doch zu 100 % richtig war, auch wenn es weh tut (und wohl noch eine Weile so bleiben wird).
    Der Esel ist ein schönes Gleichnis, weil dies war auch die Gefahr für mich: dass ich verhungere…
    Schönen Sonntag allen
    Birgel

  • Zitat Katrin:
    „Was ist nun besser? Etwas länger überlegen und über geistige Umwege zum Ziel kommen oder gleich loslaufen und über Handlungsumwege zum Ziel kommen?

    Die Menschen sind verschieden. Wir können voneinander lernen, aber letzten Endes können wir keine komplett anderen Menschen aus uns machen. Wichtig ist für mich, meinen Weg zu gehen, dazu zu stehen und mich dabei wohl zu fühlen.“

    Deinen Worten, Katrin stimme ich voll zu. Jeder muss seinen Weg gehen.
    Ich mache gerade die leidvolle Erfahrung, dass der Mensch, den ich liebe, sich nicht entscheiden kann, weil er niemanden verletzen möchte. Also werde ich eine Entscheidung treffen müssen, die ich eigentlich gar nicht will.
    So einfach ist es also nicht mit dem sich entscheiden.
    Ich bin Ralf dankbar, weil sein Newsletter mich „gewarnt“ hat, sozusagen „Pass auf, dass Du nicht verhungerst“.

    Ein Dank auch an die vielen Kommentare, jeder hilft ein wenig weiter öffnet Augen für etwas, was ich bisher nicht gesehen hab.
    Allen einen schönen Sonntag

  • So ganz stimme ich dem Artikel diesmal (ausnahmsweise) nicht zu. Es klingt für mich so, als müsse man sich ständig für etwas und damit gegen das andere entscheiden. Aber so ist das Leben nicht immer. Man kann sich manchmal auch für beides entscheiden.
    Müsli oder Speck zum Frühstück? Oh ja, eins nach dem anderen. Baden oder Duschen? Zu Hause baden, nach dem Training duschen. Barfuß oder Lackschuh? Alles zu seiner Zeit, und manchmal auch zur gleichen. Ein Fuß barfuß, einer mit Lackschuh. Oliver oder Karsten? Mit einem ins Theater, mit dem andern auf den Fußballplatz. Einen für den Alltag, den anderen für den Luxus ;-)

    Aber eigentlich ist auch die Entscheidung, sich für mehrere Dinge gleichzeitig zu entscheiden, eine Entscheidung. Und somit stimmt ja der Artikel doch auch wieder.

  • Der Artikel kam genau zur rechten Zeit, bin vollkommen
    in meiner Situation gelähmt und habe nun das Gefühl, da wurde etwas geweckt in mir was Vertrauen ins Leben sein kann.
    Ich werde mich aufraffen und sehen „welcher Heuhaufen der richtige ist“ und fressen…..;)
    Habe glatt vergessen, das ich bisher alles gemeistert habe
    und immer eine „Rettung“ da war.
    DANKE !
    Herzliche Grüße!
    Karin Schirrmeister

  • Buridans Esel… Den gleichnamigen Roman von Günter de Bruyn habe ich als junges Mädchen gelesen und mich mit der Fabel auseinandergesetzt. Ich gehöre nämlich auch zu denen, die für große Entscheidungen immer lange lange lange brauchen.

    Heute mit 47 weiß ich: Ich bin und bleibe ein Kopfmensch, ich treffe Entscheidungen durch logische Überlegungen, durch Sammeln von Informationen, durch Gespräche mit anderen und Abwägen derer Argumente, indem ich im Geist alle möglichen Konsequenzen durchspiele. Das macht meine Persönlichkeit aus. Die Zeit ist oft belastend bis qualvoll. Nach und nach habe ich Strategien entwickelt. Dazu gehört natürlich zuallererst, das ich lerne, mein Gefühl und Instinkt hinzuzuziehen. Auch Perspektivwechsel.

    Aber einfach Losgehen und irgend etwas tun mit dem Risiko, dass das das Falsche ist – da bin ich mir immer noch nicht sicher, ob das mein Weg wäre….

    Aber ich habe auch festgestellt, dass es mir hilft, mich in meiner Persönlichkeit so anzunehmen, wie ich bin. Mich nicht unter Druck zu setzen. Mit mir geduldig sein. Zu vertrauen, dass der Zeitpunkt kommen wird, wo ich Klarheit habe. Der ist ja bisher immer gekommen, wenn auch erst nach Jahren.
    Oder zu reflektieren, dass alle meine großen Entscheidungen lange benötigt haben zum Reifen, dafür sich aber im Nachhinein immer als goldrichtig erwiesen haben. Ich habe nie eine Entscheidung bereut! Ob es die Entscheidung für eine Trennung war, einen großen Umzug quer durch Deutschland mit Kindern, eine Kündigung.

    Und dann vergleiche ich mich mit anderen, die Entscheidungen viel schneller treffen. Ein Freund von mir ist das ganze Gegenteil von mir: Als Gefühlsmensch handelt er oft recht schnell nach seinem Gefühl. Vor einiger Zeit war er unzufrieden mit seiner Wohnung, er kündigte und suchte sich eine neue Wohnung, die er auch schnell fand – ohne viel Aufhebens hatte er die Wohnung gewechselt! Nach recht kurzer Zeit stellte er auch da einige Mängel fest und suchte erneut. Nach 1 Jahr war er dann endlich in einer Wohnung, in der er sich wohl fühlte.
    Bei mir lief derselbe Prozess anders ab: Ich habe lange überlegt, ob und was es bringt, die Wohnung zu wechseln, dann habe ich lange gesucht, mir zahlreiche Wohnungen angeschaut. Nach 1 Jahr war auch ich in meiner Traumwohnung.

    Was ist nun besser? Etwas länger überlegen und über geistige Umwege zum Ziel kommen oder gleich loslaufen und über Handlungsumwege zum Ziel kommen?

    Die Menschen sind verschieden. Wir können voneinander lernen, aber letzten Endes können wir keine komplett anderen Menschen aus uns machen. Wichtig ist für mich, meinen Weg zu gehen, dazu zu stehen und mich dabei wohl zu fühlen.

  • Hallo zusammen,

    genau das ist eines meiner Lebensmottos:
    „Lieber die falsche Entscheidung jetzt, als die Richtige zu spät“.
    Diese Lebensweisheit habe ich bereits mit Bürgermeistern und Bankvorständen diskutiert. Keiner trifft doch wissentlich eine falsche Entscheidung. Doch wenn ich alle Für und Wider erst abwägen will, kann es sein, daß die Chance etwas zu erreichen, zu verdienen oder umzusetzen… vorbei ist.
    Und Fehler aus sogenannten Fehlentscheidungen lassen sich zu 90% berichtigen, aber das Risiko etwas nicht zu erreichen steht ja bei mind. 50%… Also logisch, lieber gleich entscheiden als gar nicht…
    Herzliche Grüße in den verregneten Frühherbstsonntag
    Holger Scholz

  • Verma, Du hast Dich doch schon entschieden. :)

  • Angelika Fleckenstein schreibt am 29. August 2010 Antworten

    Da uns zunehmend die Spontanität im Leben abhanden kommt, denken wir über das Für und Wider einer anstehenden Entscheidung viel zuviel nach. Manche unserer Entscheidungen erweisen sich schnell als richtig und andere wieder erscheinen uns zunächst völlig verkehrt. Wer einmal wohlwollend auf seinen Lebensweg zurückblickt, wird sicher feststellen, dass jede (scheinbare Fehl-)entscheidung eine Bereicherung im Leben war. Man begegnete Menschen, die man sonst nie kennengelernt hätte oder meistert Herausforderungen, die man sich nie zugetraut hätte und in den allermeisten Fällen machte man wichtige Erfahrungen, die für das eigentlich anvisierte Ziel von Nutzen waren.
    Ich vertrete daher die Ansicht, das als falsch angesehene Entscheidungen lediglich Umwege darstellen, auf die wir geführt werden, um wichtige Erfahrungen für persönliches Wachstum zu machen. In diesem Sinne pflege ich die Entscheidungsfreude und gleichermaßen auch eine Fettnäpfchenfreundlichkeit, eben die Bereitschaft, mich auch gründlich in die Nesseln zu setzen. Das ist nicht schlimm, es schmerzt manchmal, aber es hat bei genauerem Hinsehen IMMER mindestens einen positiven Effekt gehabt. Herzliche Grüße,
    Angelika Fleckenstein

  • „Veränderung geht nicht über Wohlbefinden“ – diesen Grundsatz habe ich in meiner Psychotherapie gelernt und er hat mir in vielen Entscheidungsphasen geholfen, meine Gefühle und meine Empfindungen zu verstehen. Ja, in diesen Entscheidungsphasen standen halt Veränderungen an – ich musste erkennen und auch entsprechend zulassen, dass es mir dabei auch mal nicht gut tut.
    Dennoch bin ich an einem Punkt, der mich überfordert und ich einfach nur Angst habe zu entscheiden. Ich weiß, was ich will, aber in mir ist die tiefe Angst meine Familie dadurch zu verletzen. Darf man bei seinen Entscheidungen wirklich so egoistisch sein? Hat man nicht Verantwortungsbewusstsein „geschworen“? Da hilft mir momentan diese Erkenntnis „Veränderung geht nicht über Wohlbefinden“ leider nicht – zu groß scheint der Problemberg, der sich erst hinter der Entscheidung auftut. Ich werde diese treffen müssen, aber bin ich psychisch stark genug alle Konsequenzen tragen zu können?

    Es tut weh, zu wissen was einem gut tut, aber diese nicht öffentlich definieren und aussprechen zu können. Mein Leben ist nicht gerade glücklich dadurch. Wie viele Schritte muss ich noch bis zur Entscheidung tun und vor allem: Welche Schritte muss ich tun? Welche Zeit muss und darf ich mir selber zugestehen?

  • An Heinrich: Ich würde sie beim nächsten Zusammentreffen einfach vorsichtig fragen, ob sie die Nachricht bekommen hat. Dann muss sie reagieren, Du bedrängst sie nicht und Du weißt mehr. Dann hat Deine Entscheidung, ihr zu schreiben und Dich zu offenbaren, Dir Klarheit gebracht (und war darum sicher richtig) – wenn auch vielleicht nicht die Antwort, die Du hören wolltest.

  • Wieder einmal einen herzlichen Dank für diesen tollen Beitrag. Die Worte von Claudia sind, glaube ich, eine wichtige Ergänzung:

    „..nun sehe ich diesmal ganz klar die heuhaufen! der eine meint „tu es“, der andere meint „lass es“. den ersten schritt habe ich bereits getan. ich weiß, momentan kann ich mich immer noch für den „lass es“ entscheiden. doch spüre ich, was in mir geschieht, wenn ich mich auf den „tu es“ einlasse. in mir kribbelt es, ich nehme das lächeln meiner seele, meiner gesichtszüge war. freude durchdringt mich, stelle ich mich in dem großen heuhaufen „tu es“ vor :o)“

    Ich denke, dass man auch bei der schwierigsten Entscheidung instinktiv immmer schon weiß, was die „richtige“ ist, aber man traut sich nicht, sich das einzugestehen, der Kopf funkt dazwischen, Verantwortungsgefühl für andere (oft falsch verstandenes), Angst, Zweifel etc.

    Ich glaube aber, dass man sich Zeit nehmen muss, um dieses Bauchgefühl wahrzunehmen. „Jetzt“ sofort zu entscheiden ist das Ideal, aber wenn man eben nicht weiß, was zu tun ist, weil man innerlich so angstvoll und aufgewühlt ist, hilft es auch, gut zu sich zu sein, ruhig zu werden, zu entspannen, eben im „Jetzt“ zu sein. Meiner Erfahrung nach kristallisiert sich der richtige Weg dann heraus, das würde ich auch Wolfgang raten. Und sobald man ihn, den Weg, erkannt hat, dann kann und muss man handeln (und sich nicht wie im Kommemtar von „Ich“ oben einen Zeitrahmen in der Zukunft stecken. Er hatte ja schon erkannt, was zu tun es, es nur noch vor sich hergeschoben.)

    Das bedeutet nicht, dass nach der Entscheidung alles sofort Friede, Freude, Eierkuchen ist, aber man hat trotzdem immer das Gefühl „Ich musste es probieren, egal, wie es ausgeht – sonst hätte ich es immer bereut.“ Das ist meiner Erfahrung nach der große Unterschied.

    Ich habe darum vor zweieinhalb Jahren mein ganzes Leben über den Haufen geworfen und es gab erst großes Chaos und auch Angst und manchmal Tränen, aber das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein, war immer sehr stark. Und es war ein großes Abenteuer und es ergaben sich immer wieder Dinge, die mich auf diesem neuen Weg „gehalten“ haben. So nach und nach stellte sich heraus, dass es das Beste war, was allen Beteiligten passieren konnte. Das hätte man damals so nicht voraussagen können. Trotzdem musste ich es tun, in die totale Ungewissheit hinein.

    Damit sage ich nicht, dass jeder sein Leben über den Haufen werfen muss, manchmal ist es auch genau die richtige Entscheidung, das eben NICHT zu tun. Das sollte man dann aber auch mit Konsequenz verfolgen und die andere Möglichkeit „ad acta“ legen. Sonst hadert und zaudert und grübelt man ja doch wieder und lebt keine der Möglichkeiten richtig, verpasst Chancen und macht sich unglücklich.

    Vielleicht hilft das ja?

    LG, Stella

  • Genau so ist es und es zaubert ein Lächeln aufs Gesicht, wenn man sich zu etwas entschlossen hat und merkt, dass eine Zufriedenheit einkehrt.
    Toller Beitrag!

  • Ja, das ist richtig, das man Entscheidungen treffen soll, auch schnell – aber es natürlich situationsbedingt.

    Ich habe mich vor einer Woche entschieden jemand zu schreiben, das ich ihn(sie) mag – und mir wünschen würde, das wir mehr von einander erfahren würden, ich ihr aber nie böse wäre, wenn sie auf mein Schreiben nicht reagiert, unserer geschäftlichen (klingt total blöd) Beziehung würde das niemals schaden. Dann sahen wir uns zuletzt gestern und von ihr kommt kein Zeichen – es ist eben anscheinend normal – so wie sie es möchte – jetzt sitze ich hier und grübele, was ich tun soll. Da sie nicht auf mich, meine Nachricht eingeht – muss ich denken, das sie es nicht möchte und es hinnehmen – aber das ist schwer, vielleicht wartet sie auf ein weiteres Zeichen von mir – und ich würde gern handels, sofort – habe aber die Angst, das ich durch mein „drängen“ auch den jetzigen Zustand gefährden würde. Kann jemand verstehen, wo mein Problem mit dem „entscheiden“ ist?

    Ich wünsche allen einen schönen entscheidungsfreudigen bzw. entspannten Sonntag.

  • herzlichen Dank, für die Worte zu diesem Thema. Es ist genau das, was mich zur Zeit sehr beschäftigt. Man/frau bekommt doch alles zur richtigen Zeit!7

  • wie abgesprochen, kommt der artikel bzgl entscheidungen!
    mei … auch bei mir steht mal wieder eine an. eine eventuell sehr weitreichende. natürlich gab es schon häufiger in den 54 jahren entscheidungen zu treffen. und einige male bin ich schier verhungert. nein, nicht unbedingt körperlich. aber seelisch. und das herz wurde enger und enger …

    na, irgendwie habe ich aber wohl doch immer wieder die kurve bekommen. und nach einer regenerationsphase stellten sich auch wieder die träume ein, kam die lebendigkeit zurück. und alles sind gesammelte erfahrungen. leider eben viele negative. ein muster kann ich nicht wirklich erkennen. mir schien oft – und ich gestehe, als ich die überschrift des artikels in meinem postfach las, kam mir zuerst diese „meine“ esel-geschichte in den sinn – ich sei sehr wohl der esel. in meinem fall aber sah ich mich der karotte hinterherlaufen, die ich doch nie erreichen konnte. diese „karotte“ waren in all den jahren beziehungspartner, für die ich alles mögliche stehn und liegen und verkümmern ließ. ja, auch in gewisser weise sogar meine inneren und eigenen kinder.

    wie schön also, jetzt eine neue symbolische geschichte für das eselchen zu finden :o)

    nun sehe ich diesmal ganz klar die heuhaufen! der eine meint „tu es“, der andere meint „lass es“. den ersten schritt habe ich bereits getan. ich weiß, momentan kann ich mich immer noch für den „lass es“ entscheiden. doch spüre ich, was in mir geschieht, wenn ich mich auf den „tu es“ einlasse. in mir kribbelt es, ich nehme das lächeln meiner seele, meiner gesichtszüge war. freude durchdringt mich, stelle ich mich in dem großen heuhaufen „tu es“ vor :o)

    nun gut, ich wurde erzogen, vorsichtig zu sein. wurde erzogen, keine risiken einzugehen. und ja, es birgt ein risiko, eine gefahr. am ende könnte es eine geplatzte seifenblase sein?

    doch wie gesagt, der erste schritt ist schon gegangen. morgen wird ein zweiter folgen und wir werden sehen …

    ich freu mich ein wenig bang ;o)

    einen schönen sonnensonntag!
    claudia

  • Ich stehe zur Zeit in so einem Entscheidungsnotstand.
    Einzelheiten kann ich hier nun nicht offenbaren aber es ist sehr genau wie die Versuchung Jesu, nur dass ich in viel größerer Not bin als er nöglicherweise war, da er von sich so sicher war, Gottes Sohn zu sein.
    Meine Erfahrung (69) ist aber auch, dass es Zeitfenster gibt innert deren man wesentliche Weichen stellen kann. Einfach ist das nie. Die Entscheidung zwischen geistigen Anspruch oder auch geglaubter Berufung und materiellem Status und oder die gegebenen Lebensumstände, ist vielleicht die größte Herausforderung, in die ich je gestellt wurde.
    QUO VADIS!

  • Hallo,

    Die Parabel mit dem Esel ist klasse, sie ist so simpel und hat mich doch sehr zum Nachdenken gebracht.
    Auch ich habe große, wenn nicht riesige Probleme, mich zu entscheiden und kann es meist erst dann, wenn ich „mit dem Rücken zur Wand stehe“ (natürlich nur bei den „großen“ Dingen, nicht beim Brötchenkaufen).
    Meine aus diesen – großen – Gründen getroffenen Entscheidungen habe ich, wenn es mir schlecht ging, auch oftmals in Frage gestellt.
    Rückblickend möchte ich sie aber nicht missen, denn ich habe dadurch unter dem Strich viel gewonnen und mich positiv weiterentwickelt.
    Da hat Ulli recht, wenn er schreibt: Wer weiß, wofür es gut ist.
    Das Bauchgefühl zu verwenden ist auch eine der schwierigeren Übungen, aber es ist doch oft besser als der Kopf…
    Liebe Grüße und vielen Dank für Eure hilfreichen Tipps und Euer Coach – Programm…
    Susi

  • „Sogar eine schlechte Entscheidung“ – Gibt es NICHT. Wenn ich mich entscheide, etwas zu TUN oder zu LASSEN, werde ich auf jeden Fall eine Erfahrung machen. Es kann eine leidvolle Erfahrung sein. Doch auch diese ist gut für mich. Sie kann ein Anstoß und ein Wendepunkt in meinem Leben sein. Falls ich aus der leidvollen Erfahrung nichts lerne, wird mir die Lektion wieder oder sogar noch verstärkt erteilt werden, bis ich es endlich kapiert habe.

    Volker Specht

  • Hallo zusammen,

    ja es stimmt manchmal, das einen das Leben bestraft,nur liegt es glaube ich nicht daran welche Entscheidung man getroffen hat, oder halt keine.

    Wenn man es fast wüsste, was daraus wird wenn man sich entscheidet, oder auch nicht,ja dann würde ich mich ja immer richtig entscheiden.

    Keinen Ärger mehr, keinen Streit, kein Aufregen mehr,usw.
    Oh ha, ich höre schon die langeweile in mir.

    Mein Bauchgefühl sagt zum Kopf, wo bleibt dein Ehrgeiz.In meinem Kopf höre ich 10 Stimmen dazu, 9 sagen lass es und eine summt.

    Das mein Leben, für mich so zufrieden läuft, lag bestimmt nicht daran das ich mich immer entschieden hatte.
    Und wenn ich mich entschieden hatte, was sich erstmal als Fehlentscheidung raus stellte, war es im laufe der Zeit doch richtig.

    Hatte ich zweifel oder Angst mich zu entscheiden, hatte es wohl seinen Grund, das es so kam, weil bisher die nicht Entscheidung sich als richtig rausstellte…nicht immer aber seeeeeehr oft.
    Deswegen denke ich bei Entscheidungsprozessen, mehr aus dem Bauch heraus, wie mit dem Kopf.Na klar klappt das nicht immer, nur mein Wohlbefinden ist wesentlich ausgeglichener wie vorher.Viel angenehmer.

    Und falls mal wirklich was richtig daneben geht, kommt mein Spruch : wer weiss für was es gut ist.
    Hat sich da auch sehr oft als richtig raus gestellt.
    Und wenn nicht , vielleicht manchmal schlimm, vielleicht aber auch nicht.Ein bischen Ärgern vielleicht und was sich da sonst noch für Gefühle breit machen, nur …ich bin so….und das ist gut so.

    So noch zum Schluss, für mich wäre es grauselig,immmer zum richtigen Zeitpunkt mich zu Entscheiden…..da schüttelst mich gaaaaanz furchtbar….

    Euch noch eine gute Zeit…..Ulli

  • Wobei eigentlich ist es so nicht richtig, meine Entschidung stand fest, nur den Zeitrahmen, hatte ich ander gesetzt wie mein Gegenüber und wir haben drüber wohl zu wenig gesprochen.
    Jeder sah sich aber den Fehler habe ich gemacht.

    LG Ich

  • Wie Wahr,

    auch ich habe einmal eine Entscheidung zu lange aufgeschoben ohne es zu wissen, Geschäfte waren für mich in dem Moment wichtiger, verloren habe ich dass, was Leben ist und die grösste Liebe meines Lebens, danach ging es weit Bergab auch beruflich und gesundheitlich, mittlerweile habe ich alles geregelt, aber ich habe das verloren was mir am wichtigsten im Leben war, nun gehe ich einen Weg allein Schritt für Schritt. Aber ein umkehren an den Punkt der Liebe ist nicht mehr abzusehen.
    Hätte ich damals mal die Münze geworfen….dann wäre sie bestimmt richtig gefallen.

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