Kompass-Challenge

Warum tun wir, was wir tun?

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Ja. Warum? 

Warum tun wir Menschen, was wir tun? Wenn du die Antwort auf diese Frage tiefgehend verstanden hast, bewegt sich dein Leben auf eine andere, höhere Ebene. So war es jedenfalls bei mir. Weil du dann viel, viel öfter auf eine ganz natürliche Art das tust, was gut und richtig für dich ist. Und davon hängt letztlich die Qualität deines Lebens ab.

Also: Warum tun wir, was wir tun?

  • Warum kündigen wir nicht, sondern gehen weiter zur Arbeit?
  • Warum sagen wir Ja, wenn wir Nein meinen?
  • Warum schreiben wir das Buch? Oder warum tun wir es nicht?
  • Warum sind wir freundlich zu Menschen, die wir nicht leiden können?
  • Oder umgekehrt: Warum sind wir unfreundlich zu Menschen, die uns eigentlich am Herzen liegen?

Warum tun wir, was wir tun? Im Grunde gibt es 3 Antworten auf diese Frage.

Antwort 1: aus Gewohnheit

Wir tun Dinge aus Gewohnheit. Ohne darüber nachzudenken. Weil wir es schon immer so gemacht haben. Weil wir im Kopf so verdrahtet sind. Es gibt also eine bestimmte Situation, ein Gefühl, eine Unzufriedenheit, einen Auslöser. Und als Reaktion auf den Auslöser tun wir automatisch das, was wir immer in dieser Situation tun. Beinahe wie ein Roboter. Oft haben wir für eine bestimmte Situation auch eine Reihe unbewusster, automatischer Verhaltensweisen, aus denen wir dann unbewusst auswählen.

Wenn mir langweilig ist und ich zu Hause bin, dann gehe ich an den Kühlschrank. Oder ich nehme mir mein Handy und spiele eine Runde Tetris. Oder ich mache den Fernseher an und schaue, ob was kommt.

Jeder von uns hat natürlich andere Automatismen. Aber oft sind wir uns hier auch erstaunlich ähnlich.

Wenn du lernst, deine Automatismen zu entdecken und zu unterbrechen, wirst du wesentlich freier und selbstbestimmter. Oder wenn du lernst, neue, lebensdienliche Automatismen zu schaffen … wenn du plötzlich die guten, richtigen Dinge ganz einfach tust … ganz einfach … das ist ein großartiges Erlebnis.

Kommen wir zur nächsten Antwort auf die Frage: Warum tun wir, was wir tun?

Antwort 2: weil ich einen vernünftigen oder irrationalen Grund habe

Wir tun (oder lassen) Dinge, um ein Ziel zu erreichen. Aber das Ziel muss wirklich gut und bewegend sein. Das Ziel muss bei uns ein Gefühl auslösen. Je stärker das Gefühl, desto eher tun oder lassen wir etwas. 

Schreib dich glücklich…

Es gibt eine bestimmte Art, ein Tagebuch zu schreiben. Eine Art, die dich wirklich voran bringt. Ein Tagebuch, das dich heilen kann. Pure Selbsterkenntnis. Und jede Menge Spaß: Projekt: Tagebuch.

Psychologen nennen das übrigens extrinsische Motivation.

Wir handeln also, weil wir uns von unserem Handeln etwas versprechen. Zum Beispiel eine Belohnung.

Oder wir handeln, um ein starkes Bedürfnis zu befriedigen. Wenn ich zur Arbeit gehe, dann sehe ich meine Kollegen, und es ist immer so nett und die Arbeit macht so einen Spaß. 

Oder wir wollen eine Bestrafung vermeiden. Wir tun es, um eine negative Konsequenz zu verhindern. Denn wenn ich nicht mehr zur Arbeit gehe, dann wird mein Chef sauer und ich verliere irgendwann wahrscheinlich meine Arbeit.

Das heißt, ob wir etwas tun oder nicht, entspringt immer einer Abwägung der verschiedenen positiven und negativen Konsequenzen meines Handelns.

Wir denken: wenn A, dann B.

Wobei A meine Handlung und B die positive oder negative Konsequenz ist.

Wenn „Arbeit“ (A), dann „Spaß und Miteinander“ (B).

Wenn „Nichterscheinen bei Arbeit“ (A), dann „Ärger und Kündigung“ (B).

Wobei hinter jeder Handlung meist nicht nur ein Grund, sondern ein ganzes Bündel an Gründen steckt. Unsere Gründe müssen übrigens auch nicht rational und vernünftig sein.

„Wenn ich erst erfolgreich bin, werden meine missmutigen, ewig unzufriedenen Eltern endlich stolz auf mich sein.“

„Wenn ich mit meinem Porsche vorfahre, werden alle Frauen auf mich stehen.“

Oft kann ich so viel A machen, wie ich will, und werde nie B bekommen, auch wenn ich fest davon überzeugt bin.

Weil der Zusammenhang „wenn A, dann B“ nur in meinem Kopf existiert.

Wenn du die Gründe für dein eigenes Handeln und Nicht-Handeln mal wirklich ehrlich und genau untersuchst, kann sich dein Leben ändern. Nicht nur ein bisschen. Und wenn du lernst, selbst Gründe zu schaffen, die dich wirklich bewegen, dann ist das wie ein Turbolader für deine Motivation.

[ Randbemerkung: Manchmal haben wir einen guten Grund und tun trotzdem nichts. Das passiert beispielsweise, weil wir uns selbst zu viel vornehmen oder weil wir gerade keine Energie haben oder weil wir innere Konflikte haben. Es gibt noch ein paar andere Gründe. Dazu später mehr. ]

So. Und nun zur dritten Antwort auf die Frage, warum wir tun, was wir tun.

Antwort 3: weil ich es einfach gerne tue. Oder weil ich eben ein Mensch bin, der es tut

Wir tun es, weil die Tätigkeit in sich befriedigend ist oder weil es das Richtige ist, es zu tun. 

Das ist die sogenannte intrinsische Motivation.

Wir tun es, weil wir Bock darauf haben, weil es Spaß macht, weil es uns ein gutes Gefühl gibt, es zu tun.

Oder: 

Wir tun es, weil wir so erzogen wurden. Weil wir uns als einen Menschen sehen, der so etwas eben tut. Wir tun es, weil wir sonst nicht mehr der Mensch wären, der wir sind.

Die intrinsische Motivation ist tatsächlich die stärkste und nützlichste Art der Motivation. Weil sie deutlich stabiler ist als die extrinsische Motivation. Weil sie nicht ganz so abhängig von unseren normalen Stimmungsschwankungen und unserer Befindlichkeit ist. Wenn du es schaffst, diese Art von Motivation gezielt herzustellen, wird sich deine Produktivität deutlich erhöhen. Und du wirst plötzlich Dinge angehen können, die du vorher nicht für möglich gehalten hast.

So. Das sind also die 3 Antworten auf die Frage: „Warum tun wir, was wir tun?“

1 . Aus Gewohnheit

2. Weil ich einen vernünftigen oder irrationalen Grund habe

3. Weil ich es einfach gerne tue. Oder weil ich eben ein Mensch bin, der es tut

Wie gesagt: Wenn du diese 3 Punkte wirklich tief verstanden hast, dann werden kleine Wunder in deinem Leben möglich. 

Es lebe die Freiheit.

Ralf

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Kommentare

  • Mir fällt noch eine vierte Antwort ein: „weil ich es lieber tue als das, was ich eigentlich tun sollte/müsste“. Die Rede ist also von Vermeidungsverhalten, d.h. man versucht nicht nur, etwas zu erreichen (egal ob intrinsisch oder extrinsisch motiviert), sondern auch, Unangenehmes zu vermeiden. Gut, du kannst jetzt argumentieren, dass dies unter Punkt zwei fällt, aber eingegangen bist du darauf mit keinem Wort.

  • Weil ich lebe, MUSS ich irgendetwas tun. Anfangs und auch später zur Befriedigung von Grundbedürfnissen, dann auch immer mehr zur Befriedigung weiterer Bedürfnisse. Ich möchte mich wohl fühlen. Es setzt ein Lernprozess ein, der jedoch auch von Anlagen, Temperament und Erfahrungen gesteuert wird.
    Ich tue etwas, damit es mir gut geht. Im besten Fall geht es damit auch anderen gut. (Was meine grundsätzliche Absicht ist.). Wenn ich diesen Lernprozess gut absolviere, tritt das ein, was Ralf beschreibt: „Viel, viel öfter auf eine ganz natürliche Art das tun, was gut und richtig (für mich) ist.“ Ja, ich stimme Ralf zu: Davon hängt letztlich die Qualität meines Lebens ab.

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