Kompass-Challenge

Was man zu schätzen weiß

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Ein Mann kam völlig aufgebracht zum Meister: „Ich brauche dringend Hilfe – sonst werde ich noch verrückt! Meine Frau und ich leben mit unseren Kindern und den Schwiegereltern in einem einzigen Raum. Wir sind mit unseren Nerven am Ende, wir brüllen uns an und schreien. Es ist die Hölle.“

„Versprichst du, alles zu tun, was ich dir sage?“ fragte der Meister den Mann

„Ich schwöre, ich werde alles tun, was du mir sagst.“

„Gut,“ sprach der Meister „wie viele Haustiere hast du?“

„Eine Kuh, eine Ziege und sechs Küken.“

„Nun nimm sie alle zu dir ins Zimmer. Dann komm‘ in einer Woche wieder.“

Der Mann war entsetzt. Aber er hatte ja versprochen, zu gehorchen. Also nahm er die Tiere mit ins Haus. Eine Woche später kam er wieder, ein Bild des Jammers. „Ich ein nervöses Wrack. Der Schmutz! Der Gestank! Der Lärm! Wir sind alle am Rande des Wahnsinns!“ rief er, als er den Meister sah.

„Geh nach Hause“, sagte der Meister, „und bring‘ die Tiere wieder nach draußen.“

Der Mann rannte den ganzen Heimweg. Und er kam am nächsten Tag wieder zum Meister. „Wie schön ist das Leben! Die Tiere sind draußen. Die Wohnung ist ein Paradies – so ruhig und sauber und so viel Platz!“

(aus  Mello, Anthony de: Eine Minute Weisheit,
Herder, 1986 – Geschichte leicht überarbeitet)

 

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Kommentare

  • Hallo Birgit, seit meiner Kindheit schreibe ich Tagebuch, nicht immer kontinuierlich, manchmal sind sogar Monate dazwischen. Doch es hilft tatsächlich, einfach drauflos schreiben. Vor allem, wenn man bedenkt, dass man nur für sich schreibt, läuft es flüssig. Niemand, der beurteilt, was ich schreibe, keine Rücksichtnahme auf die Befindlichkeit anderer, nur, um für sich selbst etwas fest zuhalten, zu klären oder los zu werden. Liebe Grüße Angelika

  • Zu der Geschichte möchte ich noch sagen, dass die Weisheit dahinter eigentlich die ist, es schlechter zu machen als es gerade ist und nach Beseitigung der Verschlechterung froh und dankbar zu sein für das was ist und wie es ist. Wir alle haben Wünsche nach Verbesserung, nach mehr von diesem und jenem, so kann man sich einerseits in einem Dauerzustand der Unzufriedenheit halten, aber natürlich auch immer weiter in Bewegung. Wenn die Gewöhnung an einen bestimmten Zustand oder einer Situation stattgefunden hat, wird es selbstverständlich und die Sehnsucht nach mehr oder etwas Anderem kommt auf, aber erst der Verlust von etwas scheinbar Selbstverständlichem zeigt erst den Wert für das was man hat oder ist oder wie es ist.

    Katharina

  • Hallo Birgit,
    schreib doch einfach drauf los, was du denkst, was du fühlst, was du erlebt hast und guck dann wie es dir damit geht, dann kannst du immer noch einen Kurs machen, es kann dir nix Schlechtes passieren, wenn du einfach loslegst.

    Viele Grüße
    Katharina

  • Ein Perspektivwechsel. Ist so wunderbar Grenzen erweiterend.

    Wenn man denn dazu fähig ist, selbigen vorzunehmen. Oder einen Lehrer hat. Und zuzuhören vermag…

  • Das Leben zu verändern ist immer positiv. Doch muss man es erst erlernen und man muss sich der
    Mühe oder des Schmerzes nicht scheuen. Oft braucht man nicht mal einen Ratgeber.
    Ich führe Tagebuch und dieses Schreiben führt zu mir und eröffnet auch Wege.

    • Birgit schreibt am 22. Mai 2016

      Hallo Gerda,
      du sagst, dass du Tagebuch schreibst. Hast du den Kurs hier bei Zeit zu Leben dazu auch gemacht?
      Bin nämlich am Überlegen, ob der was für mich wäre. Würde auch so gerne Tagebuch schreiben, weiß nur nicht so richtig wie….
      Liebe Grüße
      Birgit

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