Wenn der Weg steiniger wird …

weg

Denken nach rückwärts bringt niemanden vorwärts

Winfried M. Bauer

Vor einiger Zeit bin ich über dieses Zitat gestolpert. Und ich fand es einfach toll. Progressiv. Nach vorne schauen. Das Vergangene hinter sich lassen. Loslassen und das Beste aus seinem Leben machen – egal was war.

Immer wieder habe ich darüber nachgedacht, was ich zu diesem Zitat Schönes schreiben könnte. Aber je länger ich dieses Zitat in meinem Kopf bewegt habe, umso schwieriger wurde es. Und dann kamen die Fragen auf: Ist das so? Es ist doch nicht alles Vergangene, ob gut oder schlecht, wertlos für den Blick nach vorne. Es ist doch auch mitunter schlau, nach rückwärts zu schauen. Zum Beispiel, weil man Erfahrungen gemacht hat und Fehler begangen hat, aus denen man lernen will und die man so nicht noch einmal begehen möchte. Oder vielleicht auch, weil man gerade an einem Punkt ist, bei dem man nicht sagen kann, ob der Weg, den man einmal eingeschlagen hat, es wert ist, weitergegangen zu werden.

Stellen wir uns einmal vor, ich habe vor Jahren einen Weg eingeschlagen, der wunderschön war. Mit sattgrünen Wiesen am Wegesrand, tollen Blumen gesäumt, einem traumhaften Ausblick nach vorne. Und jetzt – im Hier und Jetzt – ist der Weg holpriger. Es liegen Steine im Weg und die schönen grünen Wiesen sind nicht mehr so schön, wie sie einmal waren. Und die wunderschönen bunten Blumen sieht man nur noch ab und zu. Oder auch mal gar nicht. Und der Blick nach vorne ist gerade nicht offensichtlich rosig, aber ich könnte mir vorstellen, dass es hinter dem nächsten Berg vielleicht schon wieder etwas besser aussieht …

Vielleicht ist das ja gerade vorübergehend? Vielleicht ist das nur dem gerade fehlenden Sonnenschein geschuldet, vielleicht liegt es an dem kühlen Wind, der in letzter Zeit immer mal wieder über das Land gezogen ist? Das könnte sich doch aber auch bald wieder ändern?

Und was macht man dann? Sollte man sich dann von den Erinnerungen an den bisherigen Weg verabschieden? Und einfach die Hoffnung aufgeben, dass der Weg wieder schöner wird? Die nächste Weggabelung nehmen und darauf hoffen, dass der neu eingeschlagene Weg wieder Richtung Sonne führt – wolkenfrei, mit bunten Blumen und sattgrünen Wiesen?

Oder lohnt es sich, vielleicht einfach noch ein paar Steine auf dem Weg in Kauf zu nehmen? In der Hoffnung, dass es hinter dem nächsten Berg wieder schöner wird? Lohnt es sich vielleicht, die schönen Erinnerungen nicht loszulassen? Kann sich der eine Weg, der bis jetzt so schön war, denn wirklich so grundlegend und dauerhaft zum Negativen verändert haben?

Eines wird mir aus diesem Bild klar: Stehenbleiben ist keine Option.

Aber was ist denn nun richtig? Wie lange kann man denn noch hoffen, dass es wieder schöner wird, bis man sich wirklich von der Erinnerung verabschieden und die nächste Weggabelung nehmen sollte? Wie viele Steine lohnt es sich zu überwinden? Dass es nicht immer nur einfach ist, ist ja in Ordnung, aber wann ist die Grenze überschritten?

Wenn man sein Leben lang nur zurückschaut und sich an den einen Weg klammert aus Hoffnung auf Besserung und aus Angst, einen neuen Weg einzuschlagen, dann ist das sicherlich verkehrt. Aber im Hier und Jetzt zu entscheiden, und nur wegen ein paar Schwierigkeiten die nächste Weggabelung zu nehmen, ist doch vielleicht auch nicht richtig? Und der Blick in die Zukunft zeigt einem ja auch nicht immer den naheliegendsten und einfachsten Weg an. Das ganz große Ziel – Glück, Zufriedenheit, Lebensfreude – und alles, was das beinhaltet, ist ganz klar im Fokus. Aber ab welchem Punkt ist denn eigentlich der Blick nach rückwärts wirklich kontraproduktiv?

Wir alle kommen im Laufe unseres Lebens an Stellen, wo wir nicht mehr wissen, welchen Weg wir gehen sollen. Ob wir unseren bisherigen Weg besser weitergehen oder ob wir ihn besser verlassen sollten. Und das ist grundsätzlich eine der schwersten Entscheidungen, die wir als Mensch treffen müssen, ob im Beruf oder in einer Beziehung oder in sonstigen Situationen.

Für dieses Problem gibt es wohl keine grundsätzliche Lösung. Jeder Mensch kann nur selbst entscheiden, wo seine ganz persönliche „Schmerzgrenze“ ist. Und entsprechend auch, wann das Denken nach rückwärts uns nicht mehr vorwärtsbringt.

Vielleicht können Ihnen aber in einer solchen Situation die folgenden Fragen ein bisschen weiterhelfen …

  • Was hat sich geändert, so dass jetzt der Weg steiniger geworden ist und die schönen Blumen am Wegesrand ausbleiben?
  • Hab ich mich geändert? Hat sich das Umfeld geändert? Sind neue Faktoren dazugekommen?
  • Womit komme ich nicht mehr klar?
  • Wenn sich denn die Umstände oder ich oder die Menschen um mich herum geändert haben: Was müsste sich denn jetzt noch ändern, damit es wieder schön werden könnte?
  • Was sind das für Steine, die mir gerade im Weg liegen? Wie groß und unüberwindbar sind die Steine? Ist es vielleicht absehbar, dass sie mit der Zeit von alleine verschwinden?
  • Wie wahrscheinlich ist es, dass der Weg mit der Zeit von alleine wieder schöner wird?
  • Was von den Dingen, die sich verändert haben, liegt in meinem Einflussbereich und was nicht?
  • Was kann ich ganz persönlich dafür tun, dass der Weg wieder schöner wird? Wie kann ich selbst die Blumen zum Blühen und die Wiesen zum Ergrünen bringen? Kann ich selbst einige der Steine aus dem Weg schaffen? Wer könnte mir dabei helfen?
  • Welche verschiedenen Wege sehe ich vor mir?
  • Wie sicher ist es, dass der Weg, auf dem ich jetzt noch gehe, auch zu meinem großen Ziel führt?
  • Wie holprig müsste mein jetziger Weg noch werden, dass ich ihn ganz sicher und um jeden Preis verlassen werde?
  • Wie müsste ein neuer Weg aussehen, dass ich mir sicher genug bin, dass es sich lohnt, die Abzweigung zu nehmen?
  • Was ist das Schlimmste, was passieren kann, wenn ich mich dafür entscheide, meinen jetzigen Weg zu verlassen? Und was wäre das Beste, was mir passieren könnte?

Ich hoffe und wünsche Ihnen (und uns), dass diese Fragen dabei helfen können, die verschiedenen Wege etwas genauer zu beleuchten. Damit wir dann alle wohlbehalten und zufrieden bei unserem Ziel ankommen…

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Kommentare

  • Ich habe einmal gelesen:

    Man kann jeden Tag als neuen Anfang sehen, wir können jeden Tag zu einem neuen Tag machen, Altes hinter uns lassen und wieder von vorne starten. Nichts was war, hindert uns daran, wieder von vorne anzufangen.

    In einem Seminar habe ich einmal gehört:

    Wenn du etwas in deinem Leben verändern willst, starte innerhalb der nächsten 72 Stunden damit, sonst verfliegen die guten Vorsätze wieder. Ich versuche, mich immer, so gut es geht, daran zu halten und muß sagen, es funktioniert wirklich.

  • Wie immer machts das Gleichgewicht aus – wer nie zurückschaut wird im wahrsten Sinne des Wortes „rücksichtslos“ – wer nur nach hinten schaut, den hauts sicher bald auf die Nase -:)

  • Hallo,
    den Anfang fand ich schon etwas aufbauend, doch zum Schluß hin, vor allem als die Fragen kamen und ich nicht mal zu einer Frage, eine konkrete Antwort fand, war das doch schon sehr deprimierend.

  • Von mir nur ein kurzer Kommentar.

    Ein Ausspruch, welcher mir in meinem Leben schon oft weitergeholfen hat ist:

    Das Leben muß vorwärts gelebt, aber rückwärts verstanden werden.

  • Rück-SICHT und dann los – weitergehen – ja sehen, denken, bedenken.
    zurückschauen, was war weitergehen –
    bis zur Rücksichtslosigkeit – für das was man am liebsten vergessen täte – aber die Sicht behalten – sonst stolpert man unwillkürlich weiter – auch wenn man zurück will – die Sicht behalten, was war und wohin man eigentlich will – zur Not auch über Steiniges –

    Manches ist auch wie ein Fest, welches so schön ist, dass man es nicht verlassen möchte – auch da – Rück-sicht-los

  • „Der Weg findet sich im Gehen wie durch ein Wunder.“
    Dieser Satz hat mir mal sehr geholfen, als die alten Wege plötzlich abbrachen. Ich habe neue Wege probiert und fand wie beim Wandern meine Lieblingswege und wieder neue Wege im riesigen Wegenetz.

  • Liebe Frau Judith Wischhof,

    vielen Dank für Ihre tollen Denkansätze.

    Ich selber hatte auch mit Steinen auf dem Weg zu kämpfen – wie so viele andere sicherlich auch. Ich habe – weil ich keinen Ausweg gesehen habe – und mir eben die genannten Fragen nicht gestellt habe – seinerzeit beruflich eine Kertwendung gemacht.

    Die Geburt meiner Tochter und viele Gespräche mit meiner Frau – haben mir aber wieder so viel Auftrieb und Selbtbewusstsein gegeben, dass ich den selben Weg nochmals eingeschlagen habe und die Steine sowohl mit eigener Kraft als auch mit Hilfe anderer (hier: Vorgesetzte, Ehefrau) beiseite schaffen konnte.

    „Wenn in einem ein Reaktor auf Höchsttouen läuft, kann es manchmal kontraproduktiv sein, mit angezogener Handbremse zu fahren, nur weil mein seinen eigenen Stärken nicht (ver-)traut.“

    Hilfe anzunehmen ist meines Erachtens ein wichtiger Schritt zum Erreichen seiner Ziele und Wünsche, denn gemeinsam einen Weg zu gehen ist doch auch angenehmer als alleine, oder ?!

    Es lohnt sich ferner, nochmal Anlauf zu nehmen, wenn man etwas wirklich will – wenn man weiß, was man will…

    Allen Wegbegleitern wünsche ich viel Spass und Erfolg auf ihrem und unserem gemeinsamen Wegen.

    Gérard K.

  • Das Leben wird vorwärts erlebt und rückwärts verstanden.

    Kierke Gaard

    ich finde ein passender Spruch,doch gerade die Vergangenheit zu verstehen ist oft das Schwierige im Leben.

  • Viele Worte und Gedanken, die sich stets im Kreise drehen. Einer der wenigen Artikel bei Zeitzuleben, die mich nicht wirklich überzeugt haben.

  • Wenn ich heute, also in der Gegenwart, im „Jetzt“, meine Gedank in die Vergangenheit zurück sende, kann ich „Heute“ sehen, was war und kann so Entscheidungen treffen, die sich aus dem Vergangenen dann für die Zukunft ergeben werden … können.

    Ja, ich habe selbs oft in vergangene Zeiten zurück gesehen, um nun in der täglichen Gegenwart zu sehen, wie ich was, in der Zukunft (besser, anders?) machen kann. Es ist nicht immer einfach gewesen, doch schon ein wenig von dem was ich in der Zukunft, Fern oder Nah, machen möchte und auch machen werde, ist ein riesiger Schritt zum Richtigen hin. Und wenn ich Wege gehen muss, die einen Umweg bedeuten, oder Hindernisse vor mir dann plötzlich stehen, werde ich diese umgehen, oder überspringen, überklettern. Mit oder ohne Hilfe! So war es oft und so wird es bei mir auch immer wieder sein. Ein „gerader“ Weg, ohne Auf und Abs, ist doch eigentlich Langweilig, oder? Das Leben, meines, beinhaltete viele „Farbige“ Wege.

    Gruß
    Alex

  • Liebe Leser,

    der Weg den jeder geht ist definitv der Richtige. Ich habe einen Lebenssatz gefunden der mir immer wieder hilft manchmal nicht zu verzagen oder zu verzweifeln.
    FÜR IRGENDETWAS IST DAS WAS PASSIERT WICHTIG, erstmal weiß ich nicht wofür, wenn ich aber den Weg zurückschaue, weiß ich es!
    Mittlerweile benutzen selbst meine Kinder in schwierigen Situationen diesen Satz und fühlen sich besser.

    In diesem Sinne
    Rosalie

  • Es ist schon sehr viel geschrieben worden, was auch mich bewegt hat.
    Die Zeit des Artikels ist so passend, die Fragen so hilfreich. Auch Karins Anmerkungen sind so wirklich. Ist es doch „unser eigener Weg“, die Geistwesen die wir sind, die Kraft des Spirituellen, ist es nicht dass, was uns genau in dieser Zeit, diesen Text lesen lässt…
    Danke und macht weiter so
    Silli

  • Meine Meinung ist, es gibt keinen richtigen, keinen falschen Weg. Es gibt nur Weg. Manchmal läuft man im Kreis, dreht eine Ehrenrunde, verläuft sich, verirrt sich ein wenig, es gibt nur Weg. Und – es gibt kein Ziel, nur Weg. Da der Weg nicht immer gerade ist, kann man manches gar nicht mehr betrachten, hinter einer Wegbiegung verschwunden…
    Liebe Grüße, Conny

  • Ich finde: es gibt kein richtig. Es gibt nur die Frage, was ich will, wo will ich hin? Und ist dieser Weg geeignet, mich dorthin zu bringen? Ausserdem: Wie dringend will ich dahin, wo ich hinwill? Meiner Meinung nach werden „Steine“ umso größer, je weniger dringend man etwas will. Oder man weiss nicht mehr, warum man unter-weg-s ist, dann wird jede Belastung schnell „unerträglich“. Es sei denn, man lebt das Leben nach der Devise: der Weg ist das Ziel. Dann sollte man sich vorher klarmachen, welche Wege man nicht einschlägt, weil sie einem eine Erfahrung bescheren, die man lieber nicht haben möchte. Wenn ich also als Ziel einen leichten Weg habe, sollte ich Steine meiden, ist doch einfach.:-)

    • Hannah schreibt am 30. Oktober 2011

      „Meiner Meinung nach werden „Steine“ umso größer, je weniger dringend man etwas will.“

      Ich habe in den vergangenen zwei Wochen genau das Gegenteil davon erfahren. Ich war schon davor Vertreter der „Wo-ein-Wille-da-ein-Weg“-Philosophie, aber ich hätte für mich selbst niemals gedacht, dass es tatsächlich alles einmal SO einfach gehen kann.
      Ich habe beim entspannten „Herumspinnen“ beim Telefonieren herausgefunden, was mein sehnsüchtiger Traum war (einen weiteren, kostenintensiven Kurs im Rahmen meines Studiums zu belegen) und war voller Zweifel, ob ich den erfüllen kann. Ich zweifelte, ob ich das finanziell auf die Reihe bekomme, dass meine Ausbildung dann noch länger dauert, mein Abschluss sich nach hinten verlagert, wie alt ich dann wäre, wie das im Lebenslauf aussähe etc etc. Ich entschied mich dazu, diesem Traum anderthalb Wochen Zeit zu geben. Mein Bauchgefühl sagte mir, dass das der Zeitraum war, den der Traum zum Reifen brauchte. Und je mehr ich davon träumte (und in der Realität organisierte, den Kurs besuchte etc), desto klarer wurde mir, wie wahnsinnig glücklich mich das machen würde.
      Ich habe mich dazu entschlossen, weil es mich mit Glück erfüllte und mein Herz hüpfen ließ – gegen alle Widerstände meiner Umgebung.
      Jetzt habe ich die Info bekommen, dass der Kurs mich nur die Hälfte kostet. Die Steine sind gewichen, als ich mich dafür wahrhaftig entschieden hatte, komme was wolle, diesen Traum zu leben.

  • Besten Dank für diesen Artkel.

    Ich musste vor ein paar Wochen eine Entscheidung fällen, die mir recht schwer fiel. Nach rund 40 Jahren in einem Verein, wovon mehr als zehn Jahre im Vorstand als Sekretärin musste ich sagen: ich werfe das Handtuch. Ich habe den Schnitt nicht sofort vollzogen (wie ich das kürzlich an einer GV erlebt habe), sondern ich bleibe aktiv bis zur nächsten GV (geordnete Uebergabe an einen NachfolgerIn), dann werde ich meine Mitwirkung definitiv aufzugeben. Wahrscheinlich ernennen sie mich dann zum Ehrenmitglied, damit ich noch an gewisse Veranstaltungen gehen kann.

    Ich bin eine Kämpferin, aber es ging nicht mehr. Ich stand im übrigen schon vor rund 20 Jahren vor der Frage, mache ich weiter oder höre ich auf, doch ich sagte mir: eine „Scheidung“ nach 20 Jahren geht doch nicht.

  • Hallo Ihr Lieben,
    ‚Denken nach rückwärts bringt niemanden vorwärts‘

    Ich verstehe diesen Spruch auch so, dass es nichts bringt, immer wieder etwas zu Bedauern, was in der Vergangenheit war oder auch nicht war… Oft schauen wir auf die Fehler, die man gemacht hat, oder vielleicht auch, was andere Menschen einem angetan haben. Wir tragen nach, können uns nur schwer mit der Vergangenheit versöhnen. Wenn ich so viel Gepäck von damals mit mir herumschleppe, komme ich nicht vorwärts. Die Energie für das Neue reicht nicht aus, da das Alte noch so schwer trägt. Mir hilft es, zu wissen, dass es immer wieder nur die Versöhnung mit der Vergangenheit sein kann. Und wenn ich ständig an das Schöne aus der Vergangenheit denke und dem nachtrauere, ist es dann nicht besser, dankbar für das Gewesene zu sein. Wir durften es erleben, auch wenn es jetzt vorbei ist, es war ein Teil von meinem Leben… und jetzt gehts weiter… zu neuen Ufern.
    Mir hilft der Glaube an Gott, der über alles steht und auch zu mir spricht, wenn ich mal wieder der Vergangenheit nachtrauere und nicht weiß, was besser oder schlechter ist. Ich darf an allem wachsen und reifen, es gibt Zeiten der Dürre und Zeiten der Fülle. Jede Erfahrung, ist ein Teil meines Lebens.. und das Leben ist bunt und vielfältig.
    In diesem Sinne noch einen schöRestsonntag und eine gute Woche,
    Bernadett

  • Auf meinem Weg liegen zur Zeit auch kleinere Felsbrocken, der Eine oder Andere könnte sich dank diesem wertvolem Artikel mit seinen wertvollen Kommentaren zu einem Stein oder Steinchen entwickeln, danke :-) für die guten Denkanstöße.

    LG Renate

  • ……..es ist als finde ich die antwort jedesmal aufs neue-hier- die lieben worte, die kommentare, erreichen mich zutiefst..!
    und es ist immerwieder mein thema-
    vielen herzlichen dank:

    für die blumen inform von worten
    für die steine inform von denkanstößen

    nicci

  • Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken. Sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben.

    Wer das Morgen nicht bedenkt, wird Kummer haben, bevor das Heute zu Ende geht.

    beide Zitate sind von Konfuzius (2.9.-551 – 11.4.-479)
    Philosoph, Ziel: Erlangung vollkommener Tugend (China, 551 – 479 v. Chr.)

  • Sicher ist es sehr wichtig, immer im Hier und Jetzt zu leben, aber das heißt sicher nicht, dass ich nicht auch einmal in die Vergangenheit oder die Zukunft gehen darf, aber immer wieder nur in diesem einen Augenblick. Was die Entscheidungen betrifft, so ist es sicher wichtig und auch richtig, nach Innen zu lauschen, und die Entscheidung von innen heraus kommen zu lassen, denn sie ist meist richtig.

    Gäbe es keine Steine auf unserem Weg, so künnten wir uns mit Sicherheit nicht verändern und auch nicht weiterentwickeln.

    Danke für diesen Text

    Ute M. Mertes

  • Danke für den Artikel mit einigen sehr guten Impulsen!

    Persönlich halte ich es mehr und mehr mit dem HUNA-Prinzip: MANAWA – „Jetzt ist der Augenblick der Macht“, in dem Sinne, dass das Entscheidende mein DENKEN ÜBER die Vergangenheit ist, meine INTERPRETIATION des Erlebten. Und diese ist eine Entscheidung im JETZT.

    Und die gleiche Sichtweise richte ich auch auf die Zukunft: Ist das früher einmal gefasste Ziel im Licht meines HEUTIGEN Bewusstsein noch stimmig? Was entspricht mir JETZT, womit bin ich im EINKLANGg und ist dafür ggf. eine neue Weichenstellung notwendig?

    Dann mache ich mich resonanzfähig für die (momentan!) authentischste und kostbarste Version meiner Zukunft. Und das tue ich JETZT durch schöpferische Imagination, Dankbarkeit, Ausrichtung und zuversichtliche Absicht. Insofern hole ich den beabsichtigten Zielzustand (d.h. kein kleben an einem konkreten Ergebnis!) über das Gefühl bereits in die Gegenwart.

    So entsteht der Weg in jedem Moment womöglich neu. Ziele sind dabei eher Markierungspunkte, an denen ich nicht anhafte, deren Motivationseffekt ich jedoch gerne nutze… solange ich im Einklang mit ihnen bin. Dies ist spürbar im Herzen als Freude.

  • Die Gesamtheit des Gewesenen formt das Jetzt. Es macht keinen „Sinn“, das eine zu wollen, das andere zu (ver)meiden. Es ist stets d i e jetztgültige Antwort auf ein Jetzt. So gibt es „eigentlich“ auch keine Fehler oder „das Richtige“. Es ist i m m e r richtig. Der Mensch beurteilt aus der Retrospetive sein Leben, sein Jetzt und kommt dann zu entsprechenden Schlüssen und glaubt, er hätte, sollte, müsste … . So macht er sich sein Leben schwer. Trotzdem verständlich. Jede/r möchte lieber „nur“ Gutes und Positives erleben …. . Das scheint jedoch nicht vorgesehen zu sein. Jedes Leben hat seinen Weg. Jedes Leben unterscheidet sich von jedem anderen. Insofern stimmt: Annehmen was i s t – udn das ist jetzt. Alles ist gut. Liebe Grüße connie

  • Ich mag diesen Denkanstoß. Etwas provokativ füge ich hinzu:

    Woher soll ich wissen, was ich mag, wenn ich das Erlebte nicht reflektiere?
    Nur mit der Erfahrung kann ich entscheiden, was mir im Jetzt wichtig ist.

    Und wer sagt, dass meine Einstellung zu grünen Wiesen und übervollen Blütenmeeren sich nicht auch einmal verändert, und ich nun den Weg aus Lavagestein nehme, um mich an den kleinen blühenden Blümchen zu erfreuen, die trotz der kargen Landschaft ihr Köpfchen in die Sonne recken? Vielleicht spiegelt das mein JETZT viel eher udn ich erkenne, dass der neue Weg gut ist?!

    Ich darf auch meine Sichtweise ändern und meinen Horizont mit der Erinnerung an Gestern und den Blick auf Morgen erweitern und mich entwickeln.

    Liebe Grüße aus dem Rheinland

    • karin schreibt am 30. Oktober 2011

      IiIch teile immer mehr diese Sicht: „Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmaehlich, ohne es zu merken, eines fremden Tages in die Antworten hinein.“ (R.M.Rilke)

  • Ich glaube, ich werde mir die Fragen uas dem Taxt kopieren und sie mir ausführlich schriftlich beantworten.
    Denn sie passen ziemlich genau in meine aktuelle Lebenssituation.
    Vor einem halben Jahr sind wir in ein anderes Land gezogen und seit dem haben sich viele Dinge geändert.
    Dies ist also mein Weg.
    Die Steine, die auf ihm liegen sind vielfältig und nicht leicht zu beseitigen.
    Kontakte sind abgebrochen, neue (noch) nicht in Sicht.
    Ich bekomme keine Arbeit und fühle mich ausgeschlossen.
    Welche Essenz sich aus dem Zurück- und Vorausschauen ziehen läßt, klärt sich wohl erst im Innehalten.
    Noch möchte ich weitergehen, dem Weg eine Chance geben.
    Frühzeitig abbrechen ist genauso falsch, wie sich in der Wand versteigen und die Kraft für den Rückweg nicht mehr zu haben.
    Die Kunst ist (wie fast immer), den richtigen Zeitpunkt zu erkennen.
    Die Fragen werden mir sicher dabei helfen.

    • Marita schreibt am 30. Oktober 2011

      Hallo Klinki,wir sind zwar nicht in ein anderes Land,(empfinde ich als noch schwieriger)sondern von Berlin nach Bayern gezogen,damals war es Abenteuer und warum nicht, die ersten Jahre vergingen auch so,wir haben Arbeit, verdienen gut,aber das ist wie immer nicht alles,denn die Familie und die Freunde sind in der Heimat geblieben….wir sind Städter und leben in einer kleinen Gemeinde,wenn man denkt, hier ergeben sich Kontakte,daß hat nie geklappt,auch nicht wo unsere Tochter kleiner war!Unsere Tochter ist nun 27 Jahre alt und lebt und arbeitet wieder in Berlin,wir sind zurück geblieben,Anschluß haben wir nie gefunden,waren und sind die Zugereisten! Wir haben schon vor ein Paar Jahren angefangen zu „Leiden“ den Absprung verpaßt zu gehen,jetzt sind wir in einem Alter wo wir keine Arbeit einfach so in Berlin bekämen,wir haben es versucht- 2J.lang -ohne Erfolg,es war depremierend! Wir lebten wie in einer Symbiose immer nur wir und niemand in Sicht und jedes Wochenende das Gleiche,unsere Ehe kam für fast 2 Jahre in eine Schieflage, die wir jetzt überwunden haben, wir können erst in knapp 4 Jahren wieder nach “ Hause“ das gibt uns Kraft, niemand hat es so lange hier ausgehalten, (21 J.) es war ein harter Weg, der für eine gewisse Zeit vollkommen in Ordnung war, aber eben nicht für immer! Nochmal möchte ich ihn nicht gehen und wir hätten früher den Absprung schaffen müssen, da sich immer alles um Arbeit und Geld dreht,haben wir nur daran gedacht, ein Fehler! Nun müssen wir die Zeit abwarten,die zwar Hoffnung bedeutet, aber sich auch gewaltig in die Länge zieht- wie das so ist, wenn man auf ein Ziel hinarbeitet! Ich habe mir seit Jahren angewöhnt,nur noch auf meine innere Stimme zu hören, daß ist mein Begleiter und bester Ratgeber, nicht nur der Verstand! Hätten wir vor Jahren mehr auf unsere Stimme gehört, wären wir gegangen,hätten Arbeit und vielleicht weniger Geld gehabt,denn man darf eines nicht unterschätzen , die Familie, die Freunde, die Heimat, es gibt keinen Ersatz auf Dauer!Man braucht ein soziales Umfeld! Ich persönlich habe immer nach dem Satz gelebt: WO DIE ANGST IST, GEHT ES LANG ! -Da stimme ich auch heute noch zu, weil nur so das Leben oft funktioniert! Aber das Leben und die Zeit sind kostbar, man kann viel daraus machen, aber man muß wissen, wann es richtig ist weiter zu machen,oder ob man merkt,ich würde auf Dauer Schaden nehmen!In diesem Sinne wünsch ich gute und tiefe Gedanken und daß Du Deine innere Stimme findest und erkennst, das wird Dich auf Dauer weiterbringen,viel Erfolg dabei! Marita

    • Klinki schreibt am 31. Oktober 2011

      Hallo Marita,
      es ist wohl wahr, dass man nicht erst in ein anderes Land ziehen muss.
      Da ich schon mal „ausgewandert“ bin – von Deutschland nach Deutschland – ist mir das Gefühl des Ausgegrenztseins nicht fremd. Das liest sich schon etwas bizarr.
      Vielleicht prallen die Antipathien und Absurditäten noch schärfer aufeinander, weil man sich etwas besser kennt (oder zu kennen glaubt) und genau weiss, auf welcher Stelle man hacken muss, damit’s schmerzt?
      Es ist nicht so, dass ich arbeiten müsste, aber ich möchte es, damit ich das Land und die Leute besser verstehen lerne.
      Aber wie Du schon sagst, manchmal soll es einfach nicht sein.
      Leider mag ich inzwischen auch kaum noch vor die Tür gehen, denn da könnte ich die Nachbarn treffen. Und denen mag ich natürlich nicht so einfach sagen, wie’s mir ist. Schliesslich sind es alles Einheimische.
      (Und wie ein Dorf funktioniert ist mir bisher auch schleierhaft gewesen, weil wir eben auch aus der Grossstadt kommen.)
      Also muss ich meinen Mann behelligen und auch dessen Geduldsfaden kennt seine Grenzen. Was ich völlig verstehe, wenn man immer denselben Salm erzählt bekommt.
      Ein Jahr habe ich mir als Frist gesetzt und dann erst wird ernsthaft Bilanz gezogen.
      Bis dahin möchte ich zumindest nichts unversucht lassen, auch wenn es mich zuweilen Überwindung kostet.
      Dennoch werde ich mir Deine Zeilen Mahnung und gleichzeitig Trost sein lassen.
      Und meiner inneren Stimme werde ich versuchen, nicht den Mund zu verbieten….
      Danke für Deine Nachricht und die abschliessenden guten Wünsche!

      Klinki

  • Diese Fragestellungen wachsen aus Unkenntnis von Lebensgesetzen. Wenn erkannt ist, dass das zentralste Charakteristikum des Lebens darin besteht, dass das das Leben uns ununterbrochen widerfährt, wie das Wetter, hört das Fragen auf. Man kann dann ablesen, wie auf einer Landkarte, wo es längs geht. Alles Leben ist Geschehen. Uns geschieht sogar unser Körper.
    Wenn ich dieses tief erkannt habe,erkenne ich Annehmen und mit dem umgehen Was Ist, als die passende Weisheit. Umgehen heißt immer, im Hier und Jetzt auf das antworten, was ist.Das Innenleben kennt nur Jetzt.Und das Umgehen,besteht aus der inneren Einstellung von Annehmen (was ist) und Loslassen zu wünschen und loslassen wegzuwünschen.

    Wenn man meint, man könnte etwas ändern an dem was ist, befindet man sich in einer totalen Illusion. Weil nämlich der andere Weg ja ebenfalls da ist.Ich irre dann weiter in dem herum, was da ist. Fatal und nicht weise ist dabei, dass im Gegensatz zur Haltung des Annehmens, lauter irrige Illusionen und fehl leitende Handlungen entstehen.Und kein Wunder, dass man damit sich nie sicher und zufrieden fühlt.

  • Heut hat mich wieder mal die Synchronizität der Ereignisse überrascht…

    Ehe ich diese Texte las, habe ich mich per mail von meinem Lehrer verabschiedet…..nach 5 Jahren gemeinsamens Weges….der aber für mich gerade die letzten Monate nicht mehr stimmig war…..seine Aussagen wurden immer fadenscheiniger und dünner….das Zwischenmenschliche war nicht mehr von Wertschätzung und Offenheit/Ehrlichkeit geprägt. Noch vor einem Jahr habe ich nicht geglaubt, dass diese wundervolle und förderliche Beziehung zwischen meinem Lebenslehrer und mir jemals enden könnte….der Gedanke erfüllt mich mit Panik.

    Mein letzter Satz in dieser Abschieds/Neubeginnsmail an ihn ist:

    „So fliegt nun das ehemalige „Küken“ als große Starke Adlerfrau weiter,winkt dir noch einmal mit den Schwingen zu……..und verschwindet als kleines Pünktchen am Horizont um mutig in eine neue Freiheit zu fliegen.“

    Auf diese Weise hat mich dieser berührende Text in meinem Empfinden bestätigt, dass es gut und richtig war, genau in diesem Moment den Schritt in die neue Richtung zu gehen…..

    im Herzen behaltend, was an der Arbeit mit meinem Lehrer „gut“ war, loslassend, was mich traurig gemacht hat und schwer war.

  • Ein schöner Artikel, wenn ich anfange mit meiner Situation zu hadern. Auch sehr passende Fragen, die mir dann weiter helfen können, ohne gleich auzugeben und hinzuschmeißen. Wenn ich aber schon eine geraume Zeit auf diesem sehr holprigen Weg versucht habe zu gehen und mich daran „angepasst“ habe, ohne wirklich etwas verändern zu können – ich glaube, dass dann der Moment gekommen ist, etwas wirklich zu anzugehen.

    Lange Zeit habe ich versucht in einer Situation für mich etwas zu verbessern, damit ich mich in ihr wieder so wohlfühle, wie zu Anfang. Alle möglichen Gespräche, Anpassungen, weil Einsicht auch von meiner Seite, führten dazu, dass ich dann wieder ein Stück weiter auf diesem mittlerweile sehr holprigen Weg gehen konnte. Wirklich verbessert hat sich aber nichts. Weil nur ich mich ändern kann. Ich kann weder die Umstände noch die Menschen verändern. Insofern ist meine (Vermeidungs-)Strategie irgendwann einfach nicht aufgegangen und JETZT muss ich wirklich etwas tun, damit ich gefühlt nicht „vor die Hunde gehe“, denn ich habe nicht mehr die passenden Schuhe um genau diesen Weg noch weiter zu gehen.

    Die „Energie“ für diesen Weg ist aufgbraucht – etwas Neues ist angesagt. Und die beiden Fragen nach dem Schlimmsten, was passieren könnte bzw. was das Beste wäre, sind derzeit DIE richtigen Fragen, die anstehen.

    Ich denke, dass mir/uns das Schiksal genau das, was momenten „dran“ ist, in den Weg stellt, damit wir die Chance haben, daran zu wachsen. Angst vor Veränderung ist menschlich, vor allem dann, wenn ich schon eine ganze Weile genau aus diesem Grund „vermeide“. Doch, wer sagt denn, dass immer das Schlimmste eintreffen muss??? ;-)

  • ein „mutmacher“ zur rechten zeit…
    eigentlich hört das nie auf, wege, gabelungen, wege… . immer sind wir unterwegs. und haben wir uns vorübergehend eingerichtet, so heißt es doch irgendwann wieder abschied nehmen; von menschen, von orten… .bisweilen unentscheidend, ob wir oder andere gehen oder bleiben:veränderung ist immer.
    leben in übergängen und transformationen.
    wie schwer oder leicht der weg ist, hängt auch davon ab, wie stark oder schwach wir uns fühlen, ob uns „passungen“ gelingen, unsere intuition „funktioniert“, ob wir uns fehler verzeihen können.
    früher half das „kosmische bewußtsein“: „..we are stardust, we are golden..“ (hair)

  • Hildegard Dorn-Petersen schreibt am 30. Oktober 2011 Antworten

    Danke für die berührenden Zeilen. Val schrieb vor einigen Tagen: „Wie schafft ihr das bloss, die richtigen Artikel zum richtigen Zeitpunkt zu veröffentlichen? Ich nehme euren Artikel in mein Herz mit auf und versuche, einen steinigen Weg weiterzugehen.“

    Dem kann ich mich nur anschließen und wünsche allen, die diesen Text lesen, immer die nötige Kraft und den Mut, in beiden Richtungen zu schauen.

    Herzliche Grüße

    Hildegard

  • Claudia Benz

    Guten Morgen,

    …..dieser Text an einem trüben Sonntagmorgen-wie wohltuend und inspirierend für die nächste Woche, die große und kleine Steine für mich bereithält! Danke, die Worte kamen im richtigen Moment.

    Claudia Benz

  • Danke für diese Gedanken!
    Ich möchte sehr gerne meine Gedanken dazu beigeben. Ich glaube, es gibt nur den einen wahren eigenen Weg. Immer, wenn wir von diesem unseren Weg abweichen, tut es uns weh. Wir gehen dann sozusagen auf einem Nebengleis. Aus welchem Grund auch immer. Vielleicht hat uns etwas sehr weh getan oder wir haben jemandem sehr weh getan. Etwas hat uns „aus der Bahn geworfen“…
    Auf dem eigenen wahren Weg zu gehen, heißt für mich auch, mein Ziel zu definieren: Was wünsche ich mir, am Ende des Weges erreicht zu haben? Das können und sind wahrscheinlich ganz unterschiedliche Wünsche. Liebe, Glück, Zufriedenheit, Gelassenheit oder Weisheit? Ich glaube, in dem Moment, in dem wir unser persönliches Zeil klar definiert haben, beginnt unser Weg eine bestimmt Richtung zu nehmen. Und dann begegnen uns die Erfahrungen und die Menschen, die für uns wichtig sind auf unserem Weg. Er mag voller Sonnenschein und Wiesen voller Blumen sein. Oder er mag trübe, grau und traurig sein. Jeder Schritt auf diesem Weg dient uns. Jeder Schritt lehrt uns, lässt uns die Erfahrungen machen, die für uns so wichtig sind. Wir stoßen auf viele Weichen und müssen uns immer wieder entscheiden, welchen Weg wir nehmen. Manchmal scheint es ein Umweg zu sein. Aber ich glaube, dass liegt daran, dass wir nicht bis ans Ende unseres Weges schauen können. Wenn wir das Vertrauen in „unseren wahren Weg“ entdecken, können wir auch die Steine schön finden, die darauf liegen. Denn es ist „unser“ Weg, er ist einzigartig. Niemand hat genau diesen Weg. Ich selbst bin für lange Jahre in einem sehr „finsteren Tal“ unterwegs gewesen. Aber jetzt scheint die Sonne wieder und sie scheint mir so wunderschön. So schön habe ich sie vor diesem Tal nie scheinen sehen können.
    Ich glaube es ist wichtig, dass wir uns JETZT daran erinnern, dass wir Geistwesen sind. Das wir weniger materiell denken, uns viel mehr an unsere spirituelle Kraft erinnern. Und danach handeln.
    Wir haben immer die Wahl, wie wir die Steine auf unserem Weg deuten. Ich kann mich darüber ärgern, dass ich gestolpert bin. Oder ich freue mich über den vollkommen neuen Blickwinkel, aus dem ich mein Leben jetzt sehen kann. Diese Erkenntnis bedeutet für mich das Beispiel mit dem halbvollen oder halbleeren Glas.
    Wie wunderbar, dass Zeitzuleben so ein Forum geschaffen hat, in dem wir unsere Gedanken miteinander teilen können. Herzlichen Dank dafür!
    Ich wünsche uns allen eine Zeit des Lichts und der Ernte.
    Herzliche Grüße
    Karin

    • Angelika Hezel schreibt am 30. Oktober 2011

      Das von Karin war ein wundervoller Beitrag und eine Bereicherung. Vielen Dank und auch herzliche Grüße
      Angelika

    • Annemarie Schwab schreibt am 30. Oktober 2011

      Vielen Dank Karin, Dein Kommentar hat mir sehr gefallen und er gibt einem Mut, den Weg weiterzugehen.
      Herzliche Grüsse
      Annemarie

  • Den Lebensweg ändern wenn es unerträglich wird ….
    toller Ansatz , allerdings steht oft genau die Vergangenheit im Wege ,auch wenn man es sich fest vornimmt ,dass es ab jetzt und sofort anders wird.
    Alte Pfade, die sich eingeschlichen haben, werden oft nicht wirklich verlassen. Immer wenn man annimmt das alte Dilemma endlich hinter sich gelassen zu haben steht es wieder im Wege.
    Aber es gibt immer – egal wie schlimm die Situation ist – einen Weg und im Alltag sind so viele Dinge, die zeigen, dass es sich lohnt nach vorne zu gehen. Ein Kinderlachen, ein blauer Himmel, die schöne Natur … und wenn man sich freimacht vom “ ALTEN “ kommt auch der neue Weg.
    Ich entscheide mich für einen neuen Weg und gehe ihn auch dann weiter, wenn sich mal die alten Steine in den Weg rollen.
    Auch aus Steinen , die im Wege stehen, kann man etwas schönes bauen …

  • Ich reihe mich ein: der Artikel kommt GENAU zur rechten Zeit.
    Ganz besonderen Dank für die Fragen. Sie scheinen mir den Kern zu treffen. Ich werde hineintauchen.

  • Ich sage einfach nur „Danke!“.
    Genau so einen Artikel habe ich heute gebraucht :)

  • Hm, gerade vor 2 Tagen habe ich beschlossen meinen jetzigen Lebensweg zu verändern.
    Danke erst einmal zum tollen Artikel. Ist es eine Erscheinung der Zeit, oder Zufall? Gerade jetzt noch einmal Hilfe zu bekommen ob all das was ich verändern werde auch wirklich gut ist.
    Danke speziell für den satz:
    Was ist das Schlimmste………………..
    Alles ist gut
    Sarah

  • Verstehen und einordnen kann ich mein Leben nur rückwärts.
    Leben kann ich es jetzt. Das ist der einzige Moment, auf den ich einwirken kann.

    Ob ich einen einmal geschlagenen Weg ändern möchte, hängt bei mir ganz stark von meinen Werten und Zielen ab.
    Vor allem möchte ich in dem Erlebten einen Sinn entdecken. Wenn mein Leben bedeutungslos erscheint, dann bin ich zu weit gegangen.

    Gruß Joachim

  • Vielen Dank für den Text. Sich klar werden, was warum wieso ist immer gut. Ich denke, das JETZT ist die Summe des GESTERN. Die Vergangenheit gehört zu uns. Und zwar ganz. Gerne schneiden wir aus unserem Lebensfilm einige Sequenzen raus. Erst wenn alles gewesen sein darf, werden wir zur Ruhe und Zufriedenheit kommen. Diese Erkenntnisse öffnen dann wie von selbst den Weg, wo es weiter ‚geht‘. Was wir brauchen. Wie heißt es: Es kann nichts so schlecht sein, dass es nicht noch was Gutes hätte. Nur wer NEIN sagen kann, kann auch ein volles JA sagen. Und wenn nicht: Umwege erweitern die Ortskenntnis ;-)

  • Hallo,

    wie schafft ihr das bloss, die richtigen Artikel zum richtigen Zeitpunkt zu veröffentlichen? Ich nehme euren Artikel in mein Herz mit auf und versuche, einen steinigen Weg weiterzugehen.

    LG, Val

  • Vielen Dank für diese schönen und vorallem hilfreichen Gedanken! …sie kommen genau zur richtigen Zeit und unterstützen mich bei der sehr schweren Entscheidung, welchen Weg ich jetzt gehen sollte. Herzliche Grüße Sandra

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