Werdegänge: Thore Debor

Heute starten wir mit einer neuen Reihe, die sich „Werdegänge“ nennt. In diesen Interviews werden wir mit Menschen sprechen, die einen etwas anderen Weg eingeschlagen haben, abseits der gängigen Berufslaufbahnen.

Mit diesen Gesprächen möchten wir Alternativen zum gängigen „Mainstream“  aufzeigen und damit gleichzeitig Inspiration bieten, auch mal andere Wege auszuprobieren. Wir fühlen unseren Interviewpartnern dabei auch ein wenig auf den Zahn und versuchen herauszufinden, wie sie es geschafft haben, ihren Lebensweg zu einem Erfolg werden zu lassen.

In Zukunft werden wir immer mal wieder solche Menschen interviewen.

Wir beginnen heute mit Thore Debor aus Lüneburg, dem Initiator bzw.  Gründer einer Vielzahl von Projekten und Unternehmungen. Dazu zählen unter anderem:

  • Das lunatic Festival – ein von Studenten in ehrenamtlicher Arbeit auf die Beine gestellten Musikfestival in Lüneburg mit nachhaltiger Ausrichtung.
  • Die Hausbar – eine Bar von Studenten für Studenten in der abendliches Kulturprogramm sowie biologische und fair gehandelte Getränke geboten werden.
  • Der Musikklub Salon Hansen – ein Klub, der ein vielfältiges und hochwertiges Kulturprogramm in Lüneburg anbietet und sich ebenfalls an den Richtlinien der Nachhaltigkeit ausrichtet.
  • Der Co-Working-Space „FREIRAUM“ – eine offene Bürogemeinschaft in Lüneburg in der projektbasiertes Arbeiten in selbstorganisierten Netzwerkformen realisiert werden kann
  • Die Agentur „Zündwerke“ – eine ökosoziale Projektschmiede.

———————————————–

Hallo Thore, beginnen würde ich gerne mit ein paar Fragen zu deiner beruflichen Entwicklung. Welche Berufsausbildung hast du gemacht?

Ich bin gelernter Industriekaufmann, dann habe ich noch eine berufsbegleitende Zusatzausbildung zum Eventmanager (ebam) gemacht. Danach habe ich Angewandte Kulturwissenschaften in Lüneburg mit den Schwerpunkten Musikwissenschaft, BWL und Kulturinformatik studiert.

Wie würdest du deinen jetzigen Beruf bezeichnen?

Am liebsten gar nicht :-) Berufsbezeichnungen sind gleich so „Schublade auf, Schublade zu, der Mensch ist das und nichts anderes“ … Wenn ich was dazu sagen muss, dann bin ich vielleicht am ehesten freier Projektentwickler.

Wie ist dein Werdegang und wo stehst du jetzt aktuell?

Gut, mein Werdegang ist teilweise durch meine Ausbildungszeit schon beschrieben. Auch zeitlich war das sozusagen alles hintereinanderweg. Ich habe mich mit 25 für das Studium entschieden, was ziemlich spät war. Vorher hätte ich mir das selbst nie zugetraut, dass ich mal studieren werde. Ich bin zur Realschule gegangen und hab zwar nach der Realschule direkt Abitur gemacht, aber ich bin sozusagen ein bisschen den sanften Weg gegangen. Ich wollte erst mal „step by step“ gucken, ob das überhaupt alles passt. Dann habe ich mich spät zum Studium überzeugen lassen (von meiner damaligen Chefin) und habe dann im Studium schon ein bisschen eine andere Herangehensweise als meine Kommilitonen mitgebracht, einfach weil ich schon eine Vorerfahrung im Praxisbereich hatte. Man kann doch schon eher fokussieren: Wer ist man? Was sucht man? Was möchte man?

Ich bin aus Hannover an die Uni nach Lüneburg gekommen und hatte auf jeden Fall den starken Willen, etwas Praktisches zu machen. Bei meiner Studienwahl habe ich mich da auch leiten lassen von dem Begriff „Angewandte“ Kulturwissenschaften und war dann doch recht schnell ernüchtert, dass das „Angewandte“ doch eher in der Theorie verblieb. Das Studium hat einem aber sehr viele Freiheiten gewährt, aktiv zu werden und auch praktisch zu werden. Aber das musste dann intrinsisch über die eigene Erkenntnis gehen und dann muss man natürlich auch machen, also erkennen und handeln.

Das waren halt zu unserer Zeit noch paradiesische Zustände im Magisterstudiengang ohne Studiengebühren mit viel Zeit für das Studium. Wir hatten da sehr viel Freiheit im Sinne der humboldtschen Denkrichtung und ich habe das auch verinnerlicht. Ich hab gemerkt, es sind spannende Leute hier in Lüneburg, es gibt eine hohe Interaktionsrate, die Stadt ist überschaubar und man lernt sich schnell und gut kennen. Und über Projekte, in denen wir Ideen gesponnen haben, wurden dann konkrete Projektideen entwickelt. Wir haben die Interessen zusammengefügt und dann in Gemeinschaften Dinge realisiert, die bis heute Bestand haben. Dann ging es von einem zum Nächsten, die Projekte sind immer größer geworden, wir haben immer klarer gesehen, in der Gemeinschaft sind wir stark und wir können hier was auf die Beine stellen und unser eigenes Umfeld mitprägen, uns sogar ein Umfeld selbst schaffen, in dem wir gerne leben und arbeiten möchten.

Das erste Projekt war das AStA-Wohnzimmer. Das war eine Idee, die ein Kumpel aus Berlin mitgebracht hat. An der Humboldt-Uni hatten sie so einen offenen Raum, wo man Tee trinken und einfach abhängen konnte. So eine Art Ruheraum für Studenten, von Studenten organisiert. Er hat diese Idee nach Lüneburg mitgebracht und dann haben wir uns hingesetzt und überlegt, wo können wir das denn machen? Ich war damals Kulturreferent im AStA. In dem jetzigen AStA-Wohnzimmer war früher das AStA-Büro. Wir haben die Uni immer gefragt: Habt ihr Räume? Es ging aber alles nicht vorwärts, bis es uns irgendwann wie Schuppen von den Augen fiel: Eigentlich reicht uns fürs AStA-Büro ja auch ein kleiner Raum. Dann haben wir das AStA-Büro in einen kleinen Raum transferiert und aus dem dann größeren freien Raum wurde das AStA-Wohnzimmer, welches es heute sensationellerweise immer noch gibt. Das funktioniert immer noch über ein Patensystem, wie wir uns das damals überlegt hatten. Es gibt den Raum also immer nur so lange, wie es Engagement und Leute gibt, die den Sinn dahinter verstehen, die die Tür aufschließen und zusehen, dass es da einigermaßen ordentlich ist, und die das alles mit Inhalten füllen.

Aus der Erfahrung ist dann auch die Idee geboren – Mensch, man könnte doch mal ein eigenes Festival auf die Beine stellen! Dann haben wir auch mit unseren Professoren gesprochen, ob sie nicht Lust hätten, ein Seminar zu machen für Festivalorganisation. Alle Fähigkeiten sind ja da gewesen, wir hatten an der Uni Kulturmanagement, BWL sowie Sprache und Kommunikation. Aber die Professoren sahen darin keinen Sinn. Dann haben wir gefragt: Können wir es dann selber machen, unterstützt ihr uns dabei? Und ein einziger Professor hat dann seinen Namen dafür hergegeben, dass wir im Vorlesungsverzeichnis stehen mit einem studentischen Seminar. Das war die einzige Unterstützung, die uns gewährt wurde. Dann haben wir einfach gesagt, o. k., wir machen daraus ein selbstorganisiertes Praxisseminar, was zwar in keiner Weise richtig in die universitäre Lehre eingebettet ist, aber wir sind selber unsere Lehrer. Wir bringen uns das einfach selber bei – Learning by Doing, aus Fehlern lernen! So ging das dann halt los mit dem lunatic Festival. Sofort, als ich 2008 mit dem Studium fertig war, bin ich auch gleich Lehrbeauftragter geworden für dieses Seminar. Auch hier haben wir uns wieder unsere eigene Realität geschaffen. Jetzt stehe ich an dem Punkt, dass viele Ideen und Pläne, die ich mit ausgeheckt habe, sich nun manifestiert haben …

Wege aus der Einsamkeit

Oder wie man es schafft, echte Freunde zu gewinnen und dadurch ehrliche Nähe und Miteinander zu spüren: Dein Projekt: Wege aus der Einsamkeit.

Nach Abschluss meines Studiums bin ich dann doch noch mal in ein Angestelltenverhältnis nach Hamburg gegangen, zur Pferdestall Kultur GmbH. Das entstand aus einem persönlichen Kontakt und aus dem Hintergrund, dass die ähnliche Strukturen und Ansätze hatten wie wir hier in Lüneburg, nur dass die 4 bis 5 Jahre früher – dazu in einer Stadt wie Hamburg – Studenten zusammengebracht haben und Dinge auf die Beine stellen, um ihr Umfeld zu prägen. Deswegen fand ich es interessant, das noch mal näher kennenzulernen und genauer zu analysieren. Nach 1,5 Jahren habe ich dann aber auf Teilzeit umgestellt und habe parallel mit „Zündwerke“ mein eigenes Gewerbe angemeldet als freier Projektentwickler.

Eigentlich wollte ich nur 2 Jahre ins Angestelltenverhältnis schnuppern, aber aus denen sind dann doch 3,5 Jahre geworden und jetzt zum 01.01.2012 habe ich gekündigt und seitdem versuche ich mich in der 100%igen Selbständigkeit.

Welche Schwierigkeiten gab es auf deinem Weg zu bewältigen?

Es wär jetzt vermessen, zu sagen, das lief immer alles super aalglatt. Ich kann jetzt aber keine große Niederlage oder so in der Zeit herausgreifen, da fällt mir so spontan nichts ein. Aber das, was wir so produziert haben, war ja alles Gemeinschaftsarbeit und dass es dabei Höhen und Tiefen in der Stimmung gibt und dass Dinge hinterfragt werden („Schaffen wir das überhaupt?“, „Ist das nicht zu groß?“ oder „Boa, ganz schön was aufgehalst …“), ist ganz normal. Solche Täler in der Gruppenmotivation oder auch Zukunftsängste, die sind auch ein Teil von solchen Aktivitäten. Man geht schon durch Täler.

Wie kam es, dass du dich entschieden hast, genau diesen Weg einzuschlagen?

Ich glaube, der berufliche Werdegang ist häufig ein wahnsinniges Zufallsprodukt. Kaum jemand kann sagen, dass er seinen beruflichen Werdegang von langer Hand geplant hat. Ich glaube, manche treffen ihre Berufsentscheidung wahrscheinlich schneller, als sie im Restaurant eine Pizza bestellen, und fallen dann so irgendwo rein. Als Jugendlicher hatte ich aber schon immer die Idee im Kopf „Du machst mal was selbständig“, was eigentlich komisch ist, weil aus meinem Elternhaus niemand unternehmerisch selbständig war. Meine Eltern waren beide Angestellte und in der Familie gab es auch keine selbständig Tätigen. Aber ich habe mir schon in frühen Jahren irgendwelche Geschäftsideen aufgeschrieben und diesen Gedanken gehegt. Mein Vater hat mich dann mal zu einem Unternehmer mitgenommen, um einfach mal mit dieser Spezies in Kontakt zu kommen und zu hören: Was treibt die um? Das hat mich sehr früh fasziniert: deren Sprache, deren Gestaltungskraft und Gestaltungsmacht, aus Ideen etwas zu realisieren.

Nach meiner Ausbildung zum Industriekaufmann habe ich mir gesagt, das kann jetzt noch nicht alles gewesen sein. Die hätten mich gerne übernommen, aber ich habe mir gesagt, nee, ich geh nicht den einfachen Weg. Wie zu Realschulzeiten habe ich mir dann doch noch eine Option offengehalten und hab mir dann gesagt, ich mache jetzt ein Praktikum bei der EXPO 2000 Hannover im Veranstaltungsbereich. Dort habe ich eine ziemlich intensive Zeit gehabt. Das war interessant für mich und da bin ich dann zufällig auf Leute gestoßen wie meine damalige Chefin, die mich sehr motiviert hat und mir gesagt hat: „Thore, du musst auf jeden Fall studieren!“ Sie hat mir die Augen geöffnet und mir gesagt: „Du kannst das locker schaffen.“ Das war eine sehr persönliche und individuelle Begegnung, die natürlich auch auf einen fruchtbaren Boden gefallen ist. Das war für mich auch ein entscheidender Moment. Aber solche Begegnungen sind dann doch eher Zufälle, dass man auf Leute trifft, die deinen Bauch so antickern, dass der Verstand dann mal sagt: „Okay, ich finde dann mal heraus, was ich selber machen kann.“ Und so kam ich dann zum Studium. Das war dann der nächste prägende Zeitraum und der hat mich dann in meine jetzige berufliche Selbständigkeit gebracht.

Was glaubst du, machst du vielleicht etwas anders als andere/„der Durchschnitt“?

Ein Punkt wurde ja bereits erwähnt, dass ich mir dann eher doch noch mal auch den schwereren Weg gesucht habe, um mir Optionen offenzulassen.

Ich glaube vielleicht ein bisschen mehr an die Kraft des Individuums in der Gemeinschaft. Ich gehe sicherlich auch ein Stück weit naiver an die Sachen ran und denke „Wir schaffen das!“ und gehe dann vielleicht auch ein bisschen strukturierter an Dinge ran.

Mir sind die Menschen, die ja immer in den Projekten mitmischen, wichtig – es bin ja nie ich alleine, sondern es ist ja immer in Gemeinschaft – das ist so ein Element, das sich durchzieht durch meine Tätigkeiten. Auch jetzt mit Zündwerke möchte ich Projekte machen mit Leuten, die mich kennen und die ich kenne. Diese Vertrauensbasis ist ein wichtiger Aspekt in dem Miteinander, auch zukünftig, um so etwas wie einen Grundzusammenhalt zu schaffen. Ich versuche dann in einem fairen und hoffentlich für alle Vorteile schaffenden Modell die Interessen abzuwägen, was hat der eine für Interessen, was hat der andere für Interessen, was hätten wir für gemeinsame Interessen und die zusammenzubringen, so dass letztlich ein Mehrwert für alle Beteiligten und im Idealfall dann auch noch für die Gesellschaft entsteht. Wir versuchen immer auf der Metaebene in Lücken oder Nischen reinzustoßen, die noch nicht besetzt sind. Wir haben ja die Hausbar gegründet. Also, man kann sagen, eine Bar zu gründen, ist ja keine Nische, aber wenn man sich das Konzept der Hausbar mal näher anguckt, ist es schon in Lüneburg eine absolute Nische gewesen. Ebenso wie mit den anderen Projekten. Wir haben in den Bereichen insofern noch keine Konkurrenz. Das machen andere natürlich auch und suchen sich Nischen. Ich will aber auch in gesellschaftliche Nischen und nicht unbedingt gucken, was „der Markt“ braucht, sondern vielleicht eher, was der Mensch doch eher noch zum (Über-)Leben braucht.

Ich habe eine offene und ehrliche Art, mit Menschen umzugehen, und wer will, kann Teil von dieser Story werden. Das ist ein offenes Angebot an alle, wer das erkennt und auch Lust drauf hat, so eine Art des solidarischen Wirtschaftens und Miteinanders zu hegen, der kann mit seiner Idee kommen und dann können wir gucken, ob wir sie gemeinschaftlich realisieren können. Wenn man sich erkundigt über unser und mein Tun, gibt es natürlich auch den einen oder anderen Skeptiker, der das hinterfragt. Aber ich glaube, dass wir eine wahre und ehrliche Geschichte erzählen können und die Leute diese Entwicklung auch mitverfolgen können. Das alles vertritt gewisse Werte, die die Leute auch gerne sehen: dem Leben, welches sich zum Großteil ja mit Arbeit beschäftigen muss, dem einen Sinn zu geben und sich für eine Sache einzusetzen, die für den Einzelnen auch Sinn ergibt.

Hast du feste Prinzipien oder Leitsätze, nach denen du handelst?

Ich habe jetzt nicht so die Schlagworte, weil ich finde, die variieren auch immer wieder, wie auch unsere Zeiten variieren. Ehrlichkeit, das Streben nach Gemeinsinn und nach Mehrwert für die Gesellschaft sind so Sachen, die ich ja schon angesprochen habe. Das Streben danach, gesellschaftliche Mehrwerte zu schaffen, das sehe ich sicherlich auch durch meine Ausbildung zum Kulturwissenschaftler als eine Aufgabe, die auch nur noch wenige wahrnehmen. Gesellschaftliche Prozesse zu analysieren und das in Projekte so zu übersetzen, dass wir vielleicht ein Auskommen finden, was den Aspekt der Zukunftsfähigkeit beinhaltet, sich dann ausmalen, wie das Projekt aussehen kann und dann Handlungsmodelle zu entwickeln, um auch Alternativen zu haben.

Wovon, denkst du, braucht die Welt mehr?

Von Changemakern und Leuten, die Changemaker unterstützen wollen. Wir haben eine immense Herausforderung auf uns zukommend, gesamtgesellschaftlich, global und lokal gesehen. Wie schaffen wir es, unsere Erkenntnisse, die ja doch schon recht weit gediehen sind und seit ungefähr 40 Jahren Präsenz in unserer Denke haben, wie schaffen wir es, dieses Wissen in Handlungen und Transformation umzusetzen? Diese Frage hat natürlich viel mit unserer Form des Wirtschaftens zu tun. Die Erkenntnis, dass Ökonomie nur ein Teilsystem, nicht das Leitsystem, sondern nur ein Teilsystem unserer kulturellen Prägung ist. Welche Systeme gibt es noch? Politik, Zivilgesellschaft etc. Wie schaffen wir es, für die Dogmen, die uns z. B. vom Finanzsystem aufgedrückt werden, neue Formen zu entwickeln? Orte und Wege zu schaffen, sich miteinander auszutauschen, um nicht vor diesen hyperkomplexen Problemen zu kapitulieren, sondern wieder zurückzukommen zum „Gemeinsam schaffen wir das“. Wie schaffen wir neue Formen des Austausches, also neue Gemeinschaften zu formieren, dass wir das, was uns bedroht, nicht mehr so bedrohlich wirken lassen, und auch letztlich besiegen? Da könnte ich jetzt stundenlang drüber philosophieren … Deshalb glaube ich, ist es gut, sich darüber auszutauschen und gemeinsam Aktionen zu planen.

Wo wärst du selbst gern in 5 Jahren?

5 Jahre? Über 5-Jahres-Zeiträume denke ich für mich persönlich eigentlich nicht so nach. Das ist ’ne Frage, mit der ich mich nicht so häufig befasse. Ich denke eigentlich nur in Jahresschritten. Ich hätte dann gerne ein Konstrukt geschaffen, in dem ich es schaffe, Familie und Passion vereinbaren zu können und davon die Familie auch ernähren zu können. Dann würde ich gerne noch den Wirkungsgrad meines Handelns erweitern können, dass ich mehr wirken kann, mehr Möglichkeiten habe, mehr Alternativen schaffen kann für mich und für andere.

Falls du bestimmte Lehren aus deinem bisherigen Leben gezogen hast, welche wären das?

  • Gemeinsam können wir stark sein.
  • Aus Fehlern muss man lernen können und wollen.
  • Es einfach auch mal anders machen als der Mainstream, damit kann man auch erfolgreich sein.
  • Aus Gedanken wird reales soziales Miteinander. Sprich wir können alles, was uns in den Kopf kommt, verändern! Wir können unser Lebensumfeld – vor allen Dingen unser direktes Lebensumfeld – verändern. Mit der ganzen Welt ist das schwierig, aber auf unsere direkte Umgebung können wir einwirken, da haben wir alle Ressourcen, wir müssen uns nur zusammentun.
  • Das klingt jetzt … schlimm pathetisch, aber: An das Gute im Menschen glauben und auch zu Tage fördern können finde ich ein lohnenswertes Unterfangen, und das kann auch Erträge erzielen. Es geht dabei um unsere verborgenen inneren Werte. Durch unsere Art, uns zu kleiden bzw. zu konsumieren, probieren wir ja, unsere Individualität auszuleben. Aber der wahre Kern steckt ja in einem drin. Zum Beispiel auch in den Handlungen zur Berufswahl. Diesen Kern immer wieder zu trainieren und herauszufordern, das geht nur im Wechselspiel mit anderen. Dadurch hinterfragt man auch sich immer wieder, ob das auch wirklich das ist, was gut ist, oder das, was man wirklich, wirklich machen möchte. Ich glaube, das ist immer ein Prozess zwischen Menschen, der sich lohnt.

Thore, vielen Dank für das Gespräch!

Thore Debor

Thore Debor (Jg. 1976) ist freier Projektentwickler und Initiator unterschiedlicher Unternehmungen und Projekte in Lüneburg. Seit Anfang 2012 ist er mit seiner Agentur „Zündwerke“ gänzlich selbständig.

Er setzt sich mit seiner Arbeit für einen gesamt-gesellschaftlichen Wandlungsprozess hin zu einer Kultur der Nachhaltigkeit ein. In seinen Projekten zielt er darauf ab, Freiräume für Eigeninitiative und Selbstverwirklichung zu schaffen und setzt dabei auf die Kraft der Gemeinschaft. Zu seinen Projekten und Unternehmungen gehören:

*Das lunatic Festival wurde sogar durch Bundespräsident Horst Köhler am 13. Juni 2009 als „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“ für das innovative Nachhaltigkeitskonzept preisgekrönt.

Wie findest du diesen Beitrag?
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
Loading...
 

Das eigene Leben besser machen

Endlich, endlich, endlich diese eine Sache bewältigen

Das Selbstcoaching-Programm zeigt dir, wie du deine Probleme aus eigener Kraft löst. Damit du diese Sache hinter dir lassen kannst.

Verbessere deine Lebensfreude durch Wissenschaft

15 einfach umzusetzende Tricks und Vorgehensweisen, mit denen du deine Lebensfreude in kleinen Schritt verbessern kannst.

Finde deine Klarheit, deinen Fixstern, deinen Kompass.

Mit diesem Selbstlernkurs findest du mehr über dich heraus, als du vorher für möglich gehalten hast. Auf eine gute Art. Finde deinen Kompass

Kommentare

  • Das ist eine sehr gute Idee, über interessante Menschen und Ihre Motivation zu berichten. Es wäre für viele Leser, die vielleicht auch eine Veränderung anstreben, sehr aufschlussreich, den finanziellen Aspekt der ‚Berufswahl‘ nicht zu vernachlässigen. Für viele ist das ein sehr wichtiges Thema, wenn es um Entscheidungen für die Zukunft geht.
    LG Susanne

  • Zu der neuen Rubrik hätte ich einen tollen Vorschlag: Interviewt doch mal die Autorin Limara (Chawila Verlag Berlin). Dies wäre bestimmt ein interessantes Gespräch. Ob sie das machen würde, weis ich natürlich nicht.

  • Schöne neue Rubrik, klasse!

Deine Anmerkung zu diesem Beitrag?

Hausregeln: Wir lieben Kommentare :-) Auch kritische Anmerkungen. Solange sie respektvoll, fair, höflich und konstruktiv sind. • Und bitte, bitte, bitte kein Marketing in irgendwelcher Form (auch nicht für kostenlose Angebote) • Und bitte unter dem eigenen Namen schreiben (nicht als "Versicherungsvergleich" oder "Wasserbetten"). • Die Fotos neben den Kommentaren funktionieren übrigens über Gravatar. Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

 

Eine Sekunde bitte noch…

Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, dann lass dich doch regelmäßig mit unseren Artikeln beliefern.

Einfach kostenlos per Email anfordern.

PS: Alle lieben Menschen in unserem Verteiler bekommen auch kostenlos unser Ebook "12 Lifehacks" und Zugang zu unserem umfangreichen Download-Center mit tollen Postern, Plänen, Checklisten und vielem mehr.

Ooooch, schon gehen?

Aber falls Sie diesen Beitrag gut fanden, dann lassen Sie sich doch regelmäßig mit unseren Artikeln beliefern.

Einfach kostenlos per Email anfordern.

PS: Alle lieben Menschen in unserem Verteiler bekommen auch kostenlos unser Ebook "12 Lifehacks" und Zugang zu unserem umfangreichen Download-Center mit tollen Postern, Plänen, Checklisten und vielem mehr.

Warte, einen Augenblick!

Wenn du unsere Seite nützlich fandest, dann lass dich doch regelmäßig mit unseren Artikeln beliefern.

Einfach kostenlos per Email anfordern.

PS: Alle lieben Menschen in unserem Verteiler bekommen auch kostenlos unser Ebook "12 Lifehacks" und Zugang zu unserem umfangreichen Download-Center mit tollen Postern, Plänen, Checklisten und vielem mehr.