Sommeruni 2017

Wieso hat mir das niemand gesagt?

Der Mensch ist ein vernunftbegabtes Wesen. Wir können logisch denken. Wir können mathematische Gleichungen lösen. Deswegen können wir auch Brücken oder Flugzeuge bauen. Aber eines können wir mit Logik und Vernunft irgendwie nicht ergründen. Uns selbst.

Während ich gestern so vor mich hin meditiert habe, hatte ich eine tiefe Einsicht. Und zwar, dass ich viele meiner größeren Lebensentscheidungen schon Jahre vorher unbewusst vorbereitet habe. Ich habe bereits weit im Voraus so gehandelt, als hätte ich mich bereits entschieden – aber ohne es zu merken.

Jemand in mir hat den Kurs gesetzt, aber vergessen, mir davon zu erzählen.

Mein Kopf hat es noch gar nicht gewusst, dass ich mich bereits entschieden habe. Aber mein Bauch, meine Intuition, meine unbewussten Anteile wussten es schon lange und haben mich deswegen in die richtige Richtung geschubst.

Und ja, ja, ja.

Natürlich wusste ich vorher, welche Kraft unser Unbewusstes hat.

Natürlich.

Aber dass mein Innerstes meinen Kopf soooo extrem austricksen kann, das hätte ich nicht gedacht. Und das finde ich empörend. Weil ich als Naturwissenschaftler meine Zukunft lieber wie eine Brücke oder ein Flugzeug konstruieren würde. Aber die innere Logik von uns Menschen ist wohl doch ein bisschen komplizierter als Physik und Chemie.

Jetzt, wo sich meine Empörung ein wenig legt, habe ich daraus eine für mich wichtige Lektion formuliert.

Wenn du dich selbst verstehen willst, dann schau nicht auf das, was du willst und was du beabsichtigst. Das ist NUR dein Kopf. 

Beobachte lieber achtsam und aufmerksam das, was du wirklich tust. Was du vermeidest. Was dich anzieht. Was dich abstößt. Und schau und spür hin, wie du dich wann fühlst.

Und dann nimm eine Beobachterperspektive ein und frage dich:

„Wenn du dich und dein Handeln und dein Fühlen so von oben betrachtest, was will dieser Mensch unter deiner Lupe da (also du) gerade wirklich vom Leben?“

Schau also nicht auf dein Idealbild von dir selbst, wie es in deinen Zielen und Absichten lebt. Schau lieber auf dein wirkliches Ich, wie du es in deinem täglichen Fühlen und Handeln erkennen kannst. Dann verstehst du dich vielleicht selbst besser. 

Junge, das ist tiefgreifendes Zeugs.

Bin nicht sicher, ob ich es selbst schon richtig verstanden habe.

Auf jeden Fall ein Hoch auf Kopf, Bauch, Brücken und Flugzeuge. Und auf dich und mich.

Ralf

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Kommentare

  • Ralf, ich stimme dir hundertprozentig zu. Ich habe auch schon häufig erlebt, dass ich etwas Bestimmtes tue und mich selber wundere, warum ich das genau so und genau jetzt tue. Und wenn ich dann meine Entscheidung genauer betrachte, dann stelle ich fest, dass ich die Weichen schon früher in diese Richtung gestellt habe – ohne es selbst zu bemerken. Aber so klar und deutlich, wie du das formuliert hast, war mir das bislang nicht und so habe ich es auch noch nirgendwo gehört oder gelesen.
    Unser Unbewusstes (oder Herz oder Bauch oder??) führt da manchmal ein ziemliches Eigenleben. Das könnte auch der Grund sein, warum viele Zielerreichungsprogramme nicht wirklich funktionieren. Nämlich immer dann, wenn unser Kopf alleine die Ziele vorgibt. Da könnte man dann auch noch fragen, sind das wirklich meine Ziele oder kommen die eher von außen (Erziehung, Gesellschaft,…). Daher ist es wichtig auf sein Herz oder seinen Bauch zu hören, also sich selbst achtsam beobachten.
    Ein – so finde ich – ganz spannendes Thema und daher herzlichen Dank für diesen tollen Beitrag.

  • Ich meine, das Verstörende ist, dass wir immer meinen, alles im Griff zu haben (unser Kopf). Denn im Nachgang wirkt Deine Erfahrung jetzt so, als seien wir fast fremdgesteuert – selbst dann, wenn diese Steuerung dem eigenen Wohl dient….

    Klar können wir uns Ziele setzen, aber sie werden nur dann erreicht, wenn „Kopf und Bauch“ zusammenpassen.
    Daher halte ich Deinen Hinweis, lieber Ralf, wirklich in sich zu gehen und sich selbst ehrlich zu beobachten, für sehr sehr wertvoll. Nur dann schaffen wir es vielleicht, eigene Wünsche, Lebensausrichtungen und Ziele zu erschaffen, die auch wirklich zu uns passen. Und die erreichen wir dann auch!

  • Moin, Moin Ralf,

    Irgendetwas an deinem Beitrag sagt mir, du hast da was übersehen. Ich weiß es aber natürlich nicht wirklich, ist nur ein Gefühl!

    Mir ging es eher so. Ich hatte ein Lebensziel erreicht. Und als ich dann auf das „wie hat es funktioniert?“ Zurückgeblickt habe, wurde mir bewusst, dass mein Unterbewusstsein mich immer auf dieses Ziel gelenkt hatte. Dieses Ziel war einfach so präsent in mir, dass das Unterbewusstsein es steuerte!

    Als ich das erkannte, habe ich es mit einem anderen Ziel mal getestet! Dieses Ziel war mir wirklich wichtig! Und auch hier hat es geklappt.

    Meine Erkenntniss: Ich muss wissen was ich will! Dann hilft mir das Unterbewusstsein, dieses Ziel zu erreichen.

    Schönen Sonntag!

  • Gedanken kommen und gehen, lass sie ziehen wie kleine Wölkchern …. dies sage ich immer meinen lieben Meditationsteilnehmern. Mit unseren manchmal starken Gedanken kreiieren wir oft unser Chaos selbst. Lernen wir innezuhalten, uns bewusst mal aus demGedankenkaruell zu befreien, indem wir bewusst und achtsam atmen und zum Beobachter unserer selbst werden. Nicht gleich handeln, sondern lernen abzuwarten. Wenn wir in die Stille gehen, hören wir !!! Doch wer hält in der jetzigen Zeit noch Stille aus ???? Und – nimmst sich die Zeit zum hören ?
    Alles liegt in uns und die Intuition spricht leise und zwar immer ….. genauso wie unsere Gedanken und wir entsheiden, auf was wir das Gewicht legen…

  • Herzlichen Dank für die Beiträge.
    Lieben Gruß,
    Sabine

  • Hallo allerseits,
    für mich scheint das Geschriebene ein A und O im Leben zu sein. Mit einem „h“, auch wie hilfreich, zur Verdeutlichung , Vertärkung und zum Genießen., kann der Anfang oder die Mitte des Alphabets ausgewählt werden.
    Verwirrend ?
    Viele Grüße :-)

  • Das Problem ist, dass man oft nicht weiß, ob das, was man in seinem Kopf an Gedanken aufgetischt bekommt, der wahre Jakob ist – der Geist ist bekanntlich ein großer Geschichtenerzähler. Und nur allzu oft erzählt er uns den größten Quatsch. Mein Bauch redet leider nicht mit mir ;-) Die Frage ist also, wie ich das, was wir Intuition nennen, wahrnehmen kann BEVOR ich handele. Und wenn ich das tatsächlich erlernen und irgendwann können sollte, ist es dann noch Intuition? Ich denke nicht, denn das Wesen der Intuition ist ja gerade die Unbewusstheit. Von daher gehe ich jetzt einfach mal davon aus, dass dir deine Erkenntnis für den Rest deines Lebens nichts nützt, Ralf. Sorry

    • Summerdream schreibt am 2. Juli 2017

      Auf mein Bauchgefühl höre ich in Situationen, die entscheidend für mein Leben sein können. Dann nehme ich noch meinen Verstand hinzu: meistens gibt mir mein Bauch die bessere Lösung.

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