Wie du deine Willenskraft systematisch stärken kannst

Willenskraft

Vor einiger Zeit habe ich unsere Leser und Leserinnen nach ihrem größten Problem gefragt. Über 3000 haben mir geschrieben. 

Und als ich die ganzen Probleme durchgeschaut habe, hatte ich schon einen ziemlichen Kloß im Hals. Weil man aus all Ihren Gründen eine große Geschichte von Ringen, Schmerz und Kampf ablesen kann.

Einen Kampf gegen uns selbst.

Und ich kenne diesen Kampf auch. Dieses Gefühl, dass es da etwas in uns gibt, das gegen uns arbeitet.

Nicht schön!

Das Gute ist: Man kann diesen Kampf beenden. Man kann aufhören, gegen sich selbst zu kämpfen.

Wie geht das?

Das fängt mit dem Verstehen an. Mit dem Verstehen, wie das mit unserer Willenskraft überhaupt funktioniert.

Dann entwickeln wir Verständnis.

Verständnis für uns selbst.

Denn Verständnis kommt von Verstehen.

Und wenn Sie besser verstehen, wie das mit Ihrer Willenskraft funktioniert, werden wahrscheinlich 2 Dinge passieren:

1. Sie werden anfangen, freundlicher auf sich selbst zu schauen.

2. Sie werden Ihre Willenskraft systematisch stärken können, weil Sie die Zusammenhänge verstehen.

Wie also funktioniert das mit der Willenskraft?

Dazu habe ich hier ein Modell für Sie:

Willenskraft

(Anklicken zum Vergrößern)

Dieses Modell ist der Kern unseres Trainings-Projekts „Willenskraft“.

Das Wichtigste ist, dass Sie eines begreifen: Willenskraft ist keine persönliche Eigenschaft, die man hat oder nicht.

Willenskraft ist eher wie eine Batterie. Und diese Batterie ist je nach Lebenssituation und persönlichen Denk- und Handlungsmustern eher gefüllt oder weniger gefüllt.

Zum Beispiel füllt sie sich jede Nacht, wenn wir schlafen, automatisch.

Und jedes Mal, wenn wir unsere Willenskraft anwenden, wird der Füllstand der Willenskraft-Batterie weniger.

Ich lasse das Stück Kuchen liegen. Puh. Schwer. Aber ich schaffe es. Dadurch haben wir ein Stück Willenskraft verbraucht und wenn die Batterie leer ist, schaffen wir es nicht mehr, Nein zu sagen.

Deswegen haben wir normalerweise morgens mehr Willenskraft als abends.

Und man kann diese Willenskraft-Batterie aufladen. Die Möglichkeiten sehen Sie in der Grafik um das Pluszeichen herum.

Es gibt auch Dinge, die uns die Willenskraft aus den Knochen saugen. Zum Beispiel Angst, Perfektionismus, Überforderung, usw.

Wichtig hier: Es reicht meist, an ein oder zwei dieser Stellschrauben zu drehen und schon hat man seine Willenskraft gesteigert.

Und genau das machen wir in meinem Training. Da lernen Sie, wie Sie Ihre Willenskraft bobbeln wie ein kleines Baby.

So, dass Ihre Willenskraft größer und größer wird und ein immer größeres Fassungsvermögen bekommt. So, dass die Batterie immer aufgeladen ist. So, dass Sie den Willen und die Kraft aufbringen, möglichst oft das zu tun, was gut und richtig für Sie ist.

So, dass Sie es schaffen, Nein zu sagen, wenn Nein die richtige Antwort ist.

Das Modell oben ist der Start von allem.

Prima. Jetzt wissen Sie ja, wie das mit der Willenskraft funktioniert. Und ab morgen setzen Sie dann Ihre Ziele und Vorhaben mit der Entschlossenheit eines Bullterriers um. Oder?

Leider nein. Man kann ja auch nicht Klavier spielen, nur weil man verstanden hat, wie die Noten heißen und wo die passenden Tasten auf der Klaviatur sind.

Etwas zu wissen, hilft ja meistens noch nicht so viel.

Man muss das Wissen auch anwenden und einüben. Wieder und immer wieder. So lange, bis es automatisch geworden ist.

Man braucht ein Training, bei dem man sich selbst ein bisschen umerzieht. So, dass man dann automatisch und zur richtigen Zeit das Richtige tut.

In unserem Fall:

1. Die eigene Selbstdisziplin durch schlaues Vorgehen wieder und wieder aufladen.

2. Die Faktoren, die unsere Willenskraft schwächen, kleiner zu machen oder abzuschaffen.

3. Unsere Willenskraft nur noch da einzusetzen, wo es wirklich wichtig ist. Denn wenn sie eine begrenzte Ressource ist, dann müssen wir gut damit haushalten.

Besonders Punkt 3 ist wichtig, denn der bedeutet: Wir müssen manchmal faul und undiszipliniert sein, damit wir an anderer Stelle unsere volle Kraft entwickeln können.

Falls Willenskraft für Sie ein Thema ist … das Projekt Willenskraft startet wieder einmal.

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Kommentare

  • Das Modell überraschte mich. Es trifft genau mein Gefühl, wenn mein Brunnen leer ist: Alles, was oben reinkommt fließt durch und unten wieder raus.
    Ich habe das mal für mich bildhaft umgesetzt, wie ich mich eigentlich fühle. Das sah dann bei mir aus wie ein Fass ohne Boden: Oben kommt Stärkendes hinein, aber zum Boden fällt alles in Form von Schwächendem wieder raus.
    Meine Situation: Im Laufe der letzten fünf Jahre habe ich zwei Fortbildungen absolviert, neben Familie, 50%er Berufstätigkeit, Haus und Garten. Jetzt schaffe ich es nicht mehr, mir damit meine Selbstständigkeit aufzubauen, wie ich es vorhatte – und bin unzufrieden, kann nicht loslassen.
    Man kann einfach nicht allem gerecht werden – da bleibt man irgendwann auf der Strecke. Die Willenskraft entsteht ja aus einer Energie heraus, die dann nicht mehr vorhanden ist. Andere nennen das im Extremfall Selbstausbeutung.
    Das Problem: Oft merkt man es erst dann, wenn es zu spät ist.

  • Gnafftz mal nicht rum .. was ist „etwas bobbeln“?

    Sprich bitte Deutsch!

    Und wenn Du Dich fragst, was „gnafftzen“ ist habe ich eventuell mein Ziel erreicht …

    • Ralf Senftleben
      Ralf Senftleben schreibt am 4. September 2013

      Bobbeln bedeutet soviel wie auf den Arm nehmen, schaukeln, liebhaben. Eben wenn man ein Baby versucht zum Einschlafen zu bewegen :-)

  • Willensstärke ist doch auch trainierbar?! Dann ist es wie beim Sport, wo die Einzelübung zwar erschöpft, aber langfristig stärkt. Demnach sollten wir die Willenskraft täglich dosiert anwenden, und zwar dort, wo wir sie gerade am nötigsten brauchen. Und die meisten Herausforderungen in Gewohnheiten überführen, damit sie nicht immer wieder Willenskraft kosten.
    lg Henning

  • Hallo Ralf,
    den Beitrag finde ich gut und interessant. Das Bild mit dem Akku ist super und wirkt schlüssig, passiert mir auch.
    Noch interessanter finde ich im Gegensatz dazu die „Überzeugung“. Mach ich etwas aus Überzeugung, ist es doch eigentlich viel ökonomischer und der „Akku Wille“ braucht sich gar nicht leeren, weil ich es einfach mache oder unterlasse ohne darüber nachzudenken.
    Für mich wäre es daher auch sehr spannend, warum mache ich etwas aus Überzeugung und wann nicht und warum nicht?
    Viele Grüße,
    Val

  • Liebe Marita,

    manche Dinge sind einfach ungerecht, da ist es auch ganz gut und richtig, sich darüber zu beschweren, damit der Ärger darüber keine Magengeschwüre verursacht. Manchmal wachen dann einige Menschen auf und die Situation verändert sich. Vielleicht bekommst du noch deinen würdigen Abschluss.
    Ich wünsche dir von Herzen!!!!

  • Lieber Ralf,schon viele Jahre bin ich deine Leserin.Ich habe viel bei dir gelesen, was mich in meinen Ansichten und Handlungen bestärt hat und was mir half.
    Vorgestern schloß ich nach 45 Jahren eine Tür, meine Schultür als Lehrerin.Ich war eine leidenschaftliche und voller Energie und Tatendrang geladenen Lehrerin.Fast nie spürte ich das Gefühl der Überforderung. Im Moment bin ich aber überfordert mit meinen Gefühlen.Ich kann es nicht verstehen, dass man mir von Seiten des Amtes und meiner Leitung keinen gebührenden Abschluss setzt.
    Es ist da etwas, was mich dermaßen traurig macht,obwohl ich total stolz auf mein Geleistetes sein könnte.
    Denke ich da zu perfektionistisch?
    45 Jahre erfolgreiche Lehrerin in der Stadt Rostock ——! !
    Kein Grund der Würdigung? Sehe ich das falsch?

    • Marita schreibt am 23. Juni 2013

      Wo bleibt da meine Willenskraft, das miese Gefühl wegzuwischen?

    • Rainer Engler schreibt am 23. Juni 2013

      Hallo Marita, Ihr Beitrag hat mich so berührt, dass ich mich melde und Ihnen schreibe. Das Problem als solches kenne ich schon lange, habe viel damit gearbeitet und weis daher eine Lösung, vielleicht nur meine, aber auch die will ich schreiben.
      Es gibt für nichts in der Vergangenheit Geleistetes eine richtige, stimmige Anerkennung von außen. Niemals!
      Entweder empfinden wir sie, wenn wir eine bekommen, als zu gering oder zu groß, oder bekommen keine, so wie Sie und das ist auch nicht gut.
      Es gibt nur eine einzige richtige, die gibt man sich selbst.
      In Ihrem und meinem Fall ist die fehlende Anerkennung der Hinweis darauf, liebevoller, anerkennender mit sich selbst umzugehen, unabhängig zu werden von außen, aus sich selbst heraus zu wachsen, nach vorne zu sehen, neue Ziele suchen, neue aufgaben anpacken, selbstbewußt den neuen Lebensabschnitt nach eigenem Plan gestalten, neue Freunde finden, sich unabhängig machen und das auch sein.
      das ist etwas Arbeit, tägliche Arbeit, sie wir sehr, sehr gut bezahlt, nämlich mit neuer Lebenskraft ohne Reue, ohne Bitterkeit. Da ist Ihnen niemand mehr etwas schuldig.
      Nehmen Sie sich freundlich in den Arm, bildlich gesprochen, und freuen sich darauf, was vor Ihnen liegt, was das Leben noch mit Ihnen vorhat, ein neues Abenteuer.
      Herzlichst Ihr Rainer Engler

    • Susanne Berg schreibt am 5. Januar 2017

      Liebe Marita,

      auch wenn es mehr als drei Jahre her ist, dass Sie dies hier schrieben: ich habe es gerade erst gelesen, vielleicht lesen Sie hier ja immer noch. Ich finde, wenn Sie diesen Beruf geliebt haben, waren Sie bestimmt eine tolle Lehrerin. Dies werden die Kinder gemerkt haben und die Eltern auch und damit haben Sie ganz vielen Menschen etwas sehr sehr Wertvolles mit auf den Weg gegeben haben. Das ist zwar kein Ersatz für eine Anerkennung von außen, hilft aber vielleicht, die eigene Leistung, vor der ich den Hut ziehe, selbst besser wertschätzen zu können. Was gibt es Großartigeres als junge Menschen ins Leben zu begleiten?
      Ich grüße Sie unbekannterweise herzlich,
      Susanne B.

  • Polichronis Moutevelidis schreibt am 21. Juni 2013 Antworten

    Was gibt es schöneres als den Zuspruch Vieler !!! Meine Frau hat mich auf die Seite hier aufmerksam gemacht, die wir nun schon seit einiger Zeit regelmäßig lesen. Es ist aber auch toll Menschen zu finden, die vielleicht sogar die gleichen Gedanken und Weltanschauungen teilen.
    Macht weiter so !!!

    Grüße Poli

  • Hallo Ralf,
    als ihr kürzlich auf das Buch „Bergauf mit Rückenwind“ hingewiesen habt, hab ich das sofort bestellt und gelesen… mir scheint, Projekt Willenskraft geht auch auf dieses Buch zurück? Ich würde gern wissen, wie weit es noch darüber hinausgeht…
    Liebe Grüße Uschi

    • Ralf Senftleben
      Ralf Senftleben schreibt am 20. Juni 2013

      Uschi, ich habe das Buch gar nicht gelesen, das hat ja Mathias rezensiert. Aber es wird wahrscheinlich inhaltliche Überschneidungen geben, weil mein Training auch auf den aktuellen Forschungsergebnissen basiert. Ich habe das Ganze allerdings trainierbar gemacht, was die meisten Bücher ja leider nicht leisten (können).

  • Hallo, Ralf!

    Eine interessante Vorstellung, meine Willenskraft als Batterie zu sehen, die ich verbrauchen und vor allem auch wieder aufladen kann. Das ist mir neu, passt aber gut zu manchen Erfahrungen. Ich kenne aber auch das Gegenteil: Das, was zu Beginn viel Willenskraft erfordert, wird nach und nach immer leichter und irgendwann zu einer guten Gewohnheit. Ich glaube, das Entwickeln von guten Gewohnheiten ist ein wesentlicher Bestandteil dieses Themenkomplexes.

    Ich bin gespannt auf den Kurs!

  • Ich hoffe, durch diesen Kurs mehr Antrieb zubekommen.
    Bin aber der Meinung soooo viele Eigenschaften sind angeboren. Es gibt aktive und weniger aktive Menschen.
    Ich würde mich als oft träge und unlustig bezeichnen.
    Ich kenne Menschen die machen gerne sauber, ich machs auch aber sehr ungerne….naja usw.

    Ich bin auf alles sehr gespannt.

  • Hallo Ralf,

    6.000 (!) Interessierte klingt viel. Auch wenn sich davon nur ein kleiner Teil anmeldet, dürften es zu viele sein, um – wie bei vielen Ihrer Seminare – eine ‚persönliche‘ Betreuung für Feedback oder Rückfragen über ein Forum sicherzustellen, oder? Wie wollen Sie damit umgehen?

    Gruß

    Björn

    • Ralf Senftleben
      Ralf Senftleben schreibt am 19. Juni 2013

      Björn, ich werde im Training natürlich Fragen beantworten und exemplarisch auf die Fragestellungen einzelner Teilnehmer eingehen, um besondere Punkte deutlich zu machen. Aber es wird kein 1:1 Coaching werden. Dazu müsste ich sonst den Kurs so teuer machen, dass ihn niemand mehr bezahlen wollte.

  • Hallo Ralf, dass du hier die Zeit für einen solchen Dialog nimmst, finde ich klasse.

  • Im einleitenden Artikel war ja von Impulskontrolle die Rede und so sperrig der Begriff auch ist, finde ich ihn doch besser als Willenskraft. Erstens, weil ich schon die darin durchschimmernde Grundidee, dass der Wille über allem anderen steht, für falsch halte (typische Selbstüberschätzung des Menschen). Zweitens ist Kraft eine physikalische Größe, um die es hier ja wohl nicht geht.

    Das Bild oben suggeriert zumindest mir, dass Willenskraft und Selbstdisziplin / Impulskontrolle verschiedene Dinge bezeichnen – ist das tatsächlich so?

    Und mal bewusst provozierend gefragt: Muss man wirklich in jeder Situation und Lebenslage Willensstärke aufwänden, um Selbstdisziplin auszuüben? Gerade bei professionell trainierenden Sportlern habe ich immer wieder den Eindruck, dass diese gerade aus dem disziplinierten Befolgen der ganzen Trainingspläne nicht nur körperliche Kraft ziehen, sondern auch Befriedigung bzw. eine Art von Akkufüllen, die ich als Nicht-Psychologe hier nicht wirklich gut auszudrücken vermag. Jedenfalls bin ich überzeugt, dass es eben nicht nur einen Akku Willenskraft gibt, sondern noch etliche weitere Akkus, die nicht unabhängig voneinander sind, sondern in gewisser Weise gekoppelt, und vielleicht sogar einen übergeordneten Akku, ich nenne ihn mal einfach Lebenskraft, der sich aus den ganzen Subakkus speist.

    • Ralf Senftleben
      Ralf Senftleben schreibt am 19. Juni 2013

      Martin, das mit den verschiedenen Akkus kann auch gut sein. Mein Bild mit dem Akku ist ja auch nur ein Modell der Welt und nicht die Wirklichkeit.

      Aber es ist nützliches Modell, weil wenn ich danach handele, dann erreiche ich das, was ich in diesem Fall erreichen will:

      Öfter das tun, was ich nach meiner eigenen Einschätzung tun sollte :-)

      Und Impulskontrolle / Willenskraft / Selbstdisziplin sind tatsächlich nicht so ganz voneinander abzugrenzen.

      Aber auch hier ist das Ergebnis das Gleiche: Ich übersteuere meine Gefühle und tue das, was nach meiner Einschätzung vernünftig ist bzw. was ich mir vorgenommen habe.

  • Ich bin schon ganz gespannt auf den Kurs und hoffe nur…

    …das ich genügend Willenskraft für das Projekt aufbringen kann. ..

    Mein Kopf sagt mir so viele Dinge, die gut für mich wären (Ernährung, Sport, , Entspannung, , Englisch lernen etc), aber ich stelle immer wieder fest, das ich mich bei der praktischen Umsetzung „kraftlos“ fühle. Irgendwie sabotiere ich mich selbst.
    Ist das fehlende Willenskraft oder will mich da etwas in mir (Unterbewusstsein???) vor etwas schützen (wenn ich Englisch könnte, hätte ich mehr Möglichkeiten im Job,was aber zusätzliche Belastung mit sich bringt).

    Ich hoffe. ..

    Bis bald
    …jub

  • Hallo Ralf,
    vielen Dank für Ihr Engagement. Das Thema mit der Selbstdiziplin kommt gerade zur rechten Zeit, ich bin sehr froh das Sie es ansprechen. Und, es tut, im Augenblick, einfach nur gut davon zu partizipieren.
    Herzlichst Janine

  • Ralf Senftleben

    Andrea, ja, das steckt in dem Modell drin. Denn bei langfristigen Projekten entsteht meist Überforderung oder wir haben mangelnde Zielklarheit oder wir sind verwirrt, weil wir nicht genug geplant haben und den nächsten Schritt nicht klar vor Augen haben. Daraus entstehen oft unangenehme Gefühle und das wiederum saugt uns die Willenskraft ab.

    Deswegen ist ein ganz wichtiger Teil beim Willenskraft-Training: Lernen, die eigenen Gefühle zu regulieren.

  • Hallo Ralf,

    ich würde der „Endlichkeit“ der Willenskraft aus eigener Erfahrung voll zustimmen. Wenn auf der Arbeit Stress herrscht (d. h. viel Arbeit in wenig Zeit) – was leider meistens der Fall ist – bleibt abends nicht mehr viel Willenskraft übrig.

    Ich stelle aber auch einen deutlichen Unterschied fest zwischen Aktivitäten, die ich nur einmal erledigen muss, und solchen, die ein fortwährendes Dranbleiben erfordern, um zum Ziel zu führen. So habe ich relativ wenig Probleme damit, mich abends noch zu Aktivitäten aufzuraffen, die nur einmal erledigt werden müssen und dann abgehakt sind (Fortbildung, Steuererklärung, etc.), aber die wiederkehrenden Sachen, bei denen die Erfolge schnell wieder „unsichtbar“ werden, wenn man nicht am Ball bleibt (Fitness, abnehmen, aufräumen), fallen mir nach einem Stress-Tag immens schwer.

    Gibt es dazu vielleicht eine Begründung oder ein Modell, das diese Unterscheidung beschreibt?

  • Willenskraft ist keine persönliche Eigenschaft, die man hat oder nicht. In den letzen Jahren laß ich einiges an spiritueller Literatur.
    Ob Eckhart Tolle oder Osho oder sonstige Vertreter dieser Sparte, behaupten das schlicht weg unsere Persönlichkeit das eigentliche Problem im Leben ist. Das Bewerten der eigenen Person und das Bewerten anderer, und vor allem das wir persönlich nehmen was in unserem Leben geschieht. Es als Strafe ansehen, wegen Versagens oder eben einfach weil wir nicht der Mensch sind der wir sein sollten.Vielleicht auch einfach weil wir glauben keinen Einfluss zu haben also Opfer sind.Das ganze nennt man dann Denkmuster, konditioniert von Eltern und Umfeld. Das heißt alles was ich über mich und andere denke ist nicht die Wahrheit. Es gibt so viele Wahrheiten wie es Menschen gibt. Die Konditionierung ist unser Autopilot der sich in unserem Leben, vor allem wenn es schwierig wird, verselbstständigt. Wer relativ positiv konditioniert worden ist, hat dann Glück gehabt.
    Jede Wahrheit ist somit nur ein einziger Standpunkt von vielen.
    So könnte man meinen , ok dann such ich mir doch die beste Wahrheit für mich aus. Das ist auch durchaus möglich, nur der Autopilot, der wehrt sich.
    Es ist wie eine Sucht, entweder geht sie in die positive Richtung oder in die negative. Zur Zeit komme ich mir vor wie ein negativ Junki. Ab und an schaffen Übungen einen kurzen Ausstieg, aber die Rückfallquote ist hoch. Im Aussen zu verändern ist ebenfalls immer nur ein kurzfristige Lösung. Es kommt für jeden die Zeit das die Ressourcen im Außen erschöpft sind, also nicht mehr unbedingt zum Wohlbefinden beitragen können. Einfach weil alles was für einen das Leben einmal ausgemacht hat weg fällt, durch Krankheit oder einfach weil man in Rente geht, die Kinder aus dem Haus gehen. Damit verschwinden Lebensinhalte die einen bis zu dem Zeitpunkt mit der direkten Konfrontation mit dem eigenen inneren ferngehalten haben. Ich will hier keine Weltuntergangsstimmung verbreiten. Aber sich hin und wieder Gedanken machen, wer bin ich wenn alles wegfällt was mich als Persönlichkeit ausgemacht hat, ist nicht verkehrt. Was bleibt wenn der Zeitpunkt kommt indem ich im Außen meiner Persönlichkeit nichts mehr hinzufügen kann? Wenn ich im Außen kaum noch Erfolgserlebnisse verbuchen kann z.b weil ich beim Chef eine Gehaltserhöhung durchgesetzt habe? Wer bin ich wenn ich nicht mehr arbeite, keine Kinder mehr großziehe, keinen offensichtlichen Beitrag zur Gesellschaft mehr leiste und evtl, auch finanzielle Ressoursen so geschrumpft sind das ich mich auch durch Konsum nicht mehr ablenken kann? An welchen Situationen kann ich dann noch meinen Selbstwert und Erfolgsbedarf üben?
    Was dann noch zählt ist der inner Frieden mit sich und dem Leben. Wie erfährt man den? Ich erfahre ihn kurzfristig in der Meditation, durch bestimmte Musik die das Herz weit werden lässt. Das Gefühl von alles ist gut, alles ist friedlich, ich bin einfach wer ich bin. Ich hab leider noch nicht fertiggebracht diesen Zustand mit in den Alltag zu nehmen, ich wünschte es gäbe einen Knopf dafür :-) Das einfach zu Sein und sich des Lebens zu freuen ist glaube ich unser Ziel. Mit dem Gefühl des inneren Friedens verschwinden alle Sorgen egal ob um Geld, Gesundheit oder Beziehungen. Im Gefühl des inneren Friedens ist das Leben einfach schön.Wie gesagt der Kopf spielt da leider nicht immer so mit. Unser Verstand ist schon eine seltsame Einrichtung :-)
    Viele Grüße
    Cornelia

    • Robert schreibt am 9. September 2013

      Hi Cornelia,
      Deine Gedanken zum „wer bin ich?“ gefallen mir und ebenso wie Dein leiser Humor.
      Glaub‘ mir, Lebensinhalte verschwinden nicht mit dem Alter. Sie erhalten neue Prioritäten. Und neue, gänzlich neue kommen auf Dich zu. Aber, was sage ich Dir, Du scheinst ja bereit zu sein, mit Gelassenheit an Herausforderungen heranzugehen. Bleib so.

  • DANKE – was für ein Glücksfall mit ZEIT zu LEBEN!
    Im richtigen Moment meines Lebens begegne ich dem Mann, der mir eine Karte und Kompass für mein Leben reicht.
    Irgendwie spüre ich, ich klettere mit Leichtigkeit aufs Gebirge, dank der unendlichen Willenskraft! Und danke an meine Tochter Katharina, die mir den ersten Schupser gab!
    DANKE herzlich mein lieber FREUND*

  • die idee, dass die willenskraft sich verbraucht und wie eine batterie wieder aufgeladen werden muss, finde ich sehr interessant. Was eröffnen sich da für möglichkeiten, die ich so bisher nie gesehen habe! Vielen dank, bin gespannt, wie es weitergeht.

  • Lieber Ralf,
    wenn ich mir das Bild so anschaue… dann sagt mir mein Kloß im Hals, dass meine Willenskraft vor allem durch Ängste und innere Widerstände „abgesaugt“ wird. Wäre das schön, da weniger Kraft zu verlieren! Bin gespannt auf Deine Methoden… Da kommt direkt wieder eine Stimme, die sagt „stell Dir das nicht zu einfach vor, schließlich sind da uralte, gut geübte Muster am Werk“ – ja, das stimmt schon… aber liebe Stimme, zu welchem Muster gehörst Du eigentlich… hm? ;-)

  • Lieber Ralf: ein herzliches Danke schön von mir!
    Für mich war oben im Text wichtig der Gedanke, dass der ‚Topf‘ der Willenskraft begrenzt ist, und dass deshalb (natürlich!!!) der „innere Schweinehund“ (quasi als Wächter dieses Schatzes) ingesamt eher unwichtige, lästige Alltags-Pflichten blockieren möchte. Denn diese Pflichten sind es ja genau, die mich davon abhalten mehr von dem zu tun, was ich wirklich will (wie mehr Bücher zu schreiben). Nach dem All-Tag bin ich dann abends meist zu matt zum Schreiben – kein Wunder! Ich sehe meinen inneren Schweinehund gerade mit ganz neuen Augen – danke schön! Ich freue mich jetzt schon richtig auf das Projekt!

    • Sabina schreibt am 19. Juni 2013

      Finde ich einen guten Denkansatz – den inneren „Schweinehund“ mal aus dieser Perspektive zu betrachten!!!
      Und ja, genau so geht es mir auch – erschöpft und „zu“ von all den Alltagspflichten fühle ich mich meist regelrecht blockiert für kreatives Tun, was mir aber gut tut und ich total gerne mache, wie schreiben, malen, musizieren. Geistig und physisch von den (notwendigen) Dingen des Alltags vereinnahmt – da fühle ich mich am Abend nicht mehr in der Lage für diese Bereiche, hab da auch keinen rechten Zugang mehr.

  • Danke ein sehr wertvoller Beitrag

  • Beflügeln: ja, das kenne ich von Prokrastinationssituationen.

    Mir fällt gerade auch noch ein dass manchmal konsequente vorab Entscheidungen total helfen. Also wenn klar ist, dass ich den ganzen Monat Null Zucker essen werde ist das komischerweise viel leichter als wenn ich alle 30 Minuten eine neue Entscheidung treffe. Aber vielleicht ist das ja genau das Konzept mit Willenskraft nicht überfordern.

    Andererseits ist es halt auch ein hoher Wert von mir, in jedem Moment bewusst zu entscheiden. Darüber muss ich nochmal nachdenken. Kann ich lebendig und keine Marionette sein und trotzdem mein Glucose etc Level schonen?

  • Hallo lieber Ralf,
    ich habe heute Geburtstag und wünsche mir durch Ihre Beiträge , Themen, die Sie ansprechen, vieles zu lernen und auch anzuwenden. Das Anwenden ist nämlich das Wichtigste fürs Weiterkommen und da fehlt mir die Willenskraft…
    Ganz liebe Grüße
    Tatiana

    • Ralf Senftleben
      Ralf Senftleben schreibt am 19. Juni 2013

      Herzlichen Glückwunsch :-)

  • Mein ursprüngliches Interesse am Willenskraft-Training ist enstanden, weil ich eine Hilfestellung für meinen Sohn gesucht habe. Ihr Beitrag hat mich nun auch selbst angesprochen. Die Grafik hat mir geholfen, den Sachverhalt zu verstehen und ich habe gemerkt, dass ich auch davon betroffen bin. Die von Ihnen angeführten Beispiele (Angst, Perfektionismus, Überforderung…) sind zutreffend. Ich freue mich schon auf den Kurs und wünsche Ihnen gutes Gelingen!

  • Guten Morgen,
    ein Resonanz von 6.000 und dabei sind 3.000 mit Handikap – das ist fast zu viel oder?
    Wie soll die Balance hergestellt werden – monetäres Angleichen oder Hilfe beim Helfen?
    Ein Schlüsselwort ist sicherlich „Selbstdisziplin“ und vielleicht noch „Inspiration“ – damit kann viel erreicht werden.
    Wünsche persönlich passenden Erfolg für Alle.

    Netter Gruß von hier von Horst R.

  • Bravo, lieber Ralf, toller, persönlicher Beitrag. Entspricht genau meiner Erfahrung, alleine das ist schon stärkend und damit ein Geschenk! Danke. Ich bin weiter gespannt auf den Kurs.

    Viele Grüße,
    Carolin

  • Es ist ein sehr interessanter Gedanke, die Willenskraft als endliche Ressource zu betrachten, mit der man haushalten muss, um sie nicht zu verschwenden. Das ist mir bislang nicht in den Sinn gekommen. Die Schlussfolgerung, Willenskraft nur noch bei den wichtigen Dingen einzusetzen, ist daher nur logisch. Ich finde den gesamten Ansatz gut, weil er meiner Tendenz, Ziele auf bequeme Weise zu erreichen, entgegenkommt. Noch ein Hinweis: Die Weichenstellungen, die mein Leben auf entscheidende Weise beeinflusst haben – sich selbständig machen, konsequent Sport machen, mit dem Rauchen aufhören -, sind mir immer leicht gefallen. Vielleicht deshalb, weil das zu erreichende Ziel mit so attraktiv erschien.

  • Hmmm… Kann es sein, dass es da Unterschiede gibt? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es Situationen gibt, wo die Batterie tatsächlich leerer wird, und andere, wo gerade der Einsatz von Willenskraft uns stärker macht. Das fehlt mir in deiner Beschreibung und verunsichert mich hinsichtlich des Kurses. Also bei mir gibt es auch Abende, wo nix mehr von den guten Vorsätzen übrig ist, aber auch andere wo sich viele kleine Schritte im Lauf des Tages zu etwas Stärkendem ausgewirkt haben und es viel leichter geht als noch bei der ersten Entscheidung. Vielleicht habe ich dich aber auch falsch verstanden?

    • Ralf Senftleben
      Ralf Senftleben schreibt am 19. Juni 2013

      Das gibt es auch nach meiner Erfahrung. Aber der Einsatz von Willenskraft beflügelt eher nur kurz. Wenn du deine Impulse den ganzen Tag selbst regulierst, dann wirst du irgendwann einknicken :-) Oder du lädst deine Willenskraft-Batterie anders wieder auf.

      Aber wenn wir in Bewegung geraten, dann gibt uns das meistens einen Schub und wir erledigen noch andere Dinge hinterher. Das hat etwas damit zu tun es uns ein gutes Gefühl macht, aktiv zu sein. Und damit schließen wir ein Leck in unserer Batterie.

    • AK schreibt am 19. Juni 2013

      Also meine Willenskraft scheint zur Zeit eher weniger zu werden, wenn ich sie NICHT anwende, weil das die alte Gewohnheit stärkt. Vielleicht muss man aber echt differenzieren zwischen verschiedenen Situationen, Füllständen, Belohnungsgrad je nachdem wie stolz man darauf ist etc.

    • AK schreibt am 19. Juni 2013

      Oh, danke! Eben erst gesehen.

  • Lieber Rolf, meiner Erfahrung nach beschraenken wir uns alle selbst. Ich finde meinen Job so ermuedend, dass ich meinen Haushalt kaum noch schaffe (oder unter sehr grossen Anstrengungen). Es macht mir einfach keinen Spass, weder der Job noch der Haushalt. Wenn Sie stolz darauf sind, „Nein“ zur Zigarette zu sagen, dann kaempfen Sie gegen die Zigarette und erzeugen somit einen Gegendruck. Vielleicht moechten Sie mal EFT versuchen. Ist ganz einfach und hoch effektiv. Alles gute

  • Hallo Ralf,

    Vielen Dank für diesen Einstieg! Prima.

    Kloß im Hals? Ist doch prima, dass es jetzt angegangen wird!! (Yes, we can!)

    Ich hätte auch noch eine Frage zum „verbrauchen“ von Willenskraft. Ich meine, dass es da noch den Faktor „Gewohnheit“ gibt! Und einmal überwunden, stärkt das Gefühl der Stärke doch auch wieder das Selbstvertrauen. Und mit jedem Moment des „yes, I did“ wächst auch dieses Gefühl!!

    Als ich studiert habe, war das Modell der Handlungskontrolle gerade en vogue, hat mir gut gefallen! Darauf bei mir zu achten, hat mir selber viel gebracht. Sozusagen das Gefühl des „Gewinnens“ auskosten und so richtig mit innerem Scheinwerfer beleuchten.
    Und nicht anfangen, mit sich selber zu viel zu diskutieren…. just do it.

    (Wie man hört, bin ich auch ein großer Fan von Slogans und Affirmationen!)

    Ich habe immer das Bild des Schlüsselbundes, an dem viele kleine Lösungsschlüssel hängen und man kann mit der Zeit eine richtige Dietrich-Sammlung anlegen, um kleine Stolper-Schlösser zu überwinden.

    Gespannt auf viele weitere Beiträge!!

    LG
    Britta

    • Bernhard schreibt am 19. Juni 2013

      Hallo Britta!

      Dein Vergleich mit dem Schlüsselbund ist ne prima Idee; vor allem zur Erinnerung, sozusagen als „Knoten im Taschentuch“. Ich hab mir sofort nen kleinen Anhänger mit Turnschuh an meinen Bund gemacht, der mich immer wieder an etwas erinnern wird. So klappt das mit der Willenskraft (und dem Schweinehund) sicher besser, wenn ich durch ein kleines Symbol öfter daran erinnert werde.
      Vielen Dank!

      Liebe Grüße Berny

  • Danke für diesen passenden Zufall mit dem ganzen Thema. Ich finde Ihre Herangehensweise nicht perfekt, sondern genau richtig, indem Sie mich an Ihrer Wahrheit teilnehmen lassen. Es scheint nicht wichtig zu sein, alles wirklich bis ins Detail zu analysieren und zu verstehen, lieber ein „Fehler“ aber dafür im Kern gefühlsecht. Der Kloß im Hals ist die Brücke auf der ich zu Ihnen gehen kann.

  • Vielen Dank, finde den Beitrag gut und interessant. Allerdings erklären Sie nicht, worauf sich Ihre Annahme stützt, dass Willenskraft begrenzt ist. Wenn ich mich ansehe habe ich zwar den Eindruck, aber ist sie wirklich begrenzt?
    Ich rauche seit Jahren nicht mehr und hier habe ich das Gefühl die Willenskraft ist nicht begrenzt, da ich gleichbleibend ein „Nein“ zur Zigarette sage.

    Die Fähigkeit zu konzentriertes Arbeiten verliere ich allerdings nach meinem Eindruck.

    Bitte teilen Sie mir mit, woraus sich ergibt, dass die Willenskraft begrenzt ist.

    • Ralf Senftleben
      Ralf Senftleben schreibt am 19. Juni 2013

      Rolf, das hat der Psychologe Dr. Roy Baumeister von der Florida State University herausgefunden.

      Das Konzept heißt „Willpower-Depletion“ (also Willenskraft-Aufbrauchung).

      Impulskontrolle verbraucht (unter anderem) im Gehirn Glukose und wenn wenn die Glukose aufgebraucht ist, dann wird es schwer Nein zu sagen. Deswegen sind Diäten auch so verdammt schwer.

      Und mit dem Rauchen – das ist vielleicht keine Impulskontrolle mehr, sondern das Neinsagen schon eine Gewohnheit.

    • Michael schreibt am 19. Juni 2013

      @Rolf, ich würde es eher spirituell sehen – genauso wie bei allen Lebewesen zum Beispiel irgendwann die Lebensenergie verbraucht ist.

      Obwohl ich eher ein rationaler Mensch bin, denke ich auch, dass wir für bestimmte geistige Abläufe immer nur begrenzt Energie haben, die eingeteilt und wieder erneuert werden muss. In diesem Punkt stimme ich Ralf zu.

      Was Ralf auf Deine Frage hier antwortet, finde ich nicht so glücklich, mir zu mechanisch. Demnach müsste man nur ausreichend Glukose zu sich nehmen und wäre von der Willensstärke her Superman. Das ist zu einfach.

    • Ralf Senftleben
      Ralf Senftleben schreibt am 19. Juni 2013

      Michael, ja, das stimmt. Glukose ist nur ein Faktor. Es gibt noch viele weitere. Einige davon erforscht. Aber viele bestimmt auch noch unbekannt. Aber man muss ja mit dem arbeiten, was man hat :-)

      Insofern: Kekse machen Willensstärker. Kein Witz.
      Genauso wie Alkohol unsere Willensstärke kleiner macht. Klinisch nachgewiesen.

    • Andrea schreibt am 19. Juni 2013

      Hallo Rolf,
      für mich war der Gedanke, dass Selbstdisziplin begrenzt ist, auch recht neu. Letztens las ich über ein Experiment zu diesem Thema. Ich bekomme nicht mehr alle Fakten zusammen, aber man hat wohl folgendes Experiment gestartet:
      Zwei Gruppen von Studenten bekamen zwei Teller vorgesetzt, einen mit Karotten (=gesund), einen mit Keksen. Eine Gruppe bekam die Anweisung, die Karotten zu essen, die anderen durften bei den Keksen zugreifen.
      Im Anschluß mussten (soweit ich mich erinnere unlösbare) Rechenaufgaben gelöst werden. Die Gruppe, die durch das (erzwungene) Essen der Karotten, schon Selbstdisziplin verbraucht hatte, gab deutlich früher (50%) auf mit ihren Rechenversuchen.

      Grüße
      Andrea

    • Dr. Peter Lackner schreibt am 19. Juni 2013

      Willenskraft brauchen wir immer dann, wenn wir uns zu etwas zwingen müssen oder wollen oder meinen zu müssen.
      Beinahe immer (!) ist das, zu dem wir uns zwingen wollen schädlich für uns. Deswegen funktioniert hungern nicht, wenn man es macht um anderen zu gefallen. Dazu ist es so zielführend wie den Atem anzuhalten, oder nicht mehr aufs Klo zu gehen. Schwitzen ist allerdings auch so ein Ding, mit dem wir uns gesundheitlich schädigen können und werden.
      Wenn ich in mich hineinhorche gehen die Dinge, die ich mag und die mir guttun im Wesentlichen von alleine. Und die anderen, die Willenskraftverbraucher sind von Schaden für meine Gesundheit meine Integrität oder mein Selbstverständnis. Deswegen kann, nein muss das Stück kuchen gegessen werden, denn Dein Körper weiß, dass der dann zu erwartende Unterzucker Dir schaden wird, oder die Kasteiung wenigstens sinnlos ist. DrL

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