Resilienz: 4 Möglichkeiten miese Situationen zu überstehen

Du kannst deine Probleme lösen. Aus eigener Kraft. Ohne Coach und Therapeut.
Wie das geht, lernst du im Selbstcoaching-Programm.

Jeder von uns findet sich früher oder später mal in einer miesen Situation wieder. Vielleicht werden wir übers Ohr gehauen. Vom Freund abserviert. Vom Chef hart vor der ganzen Mannschaft kritisiert. Oder wir versemmeln eine Sache richtig gründlich, die wichtig für uns war.

Vielleicht erinnerst du dich ja noch an deine letzte miese Situation. Mir selbst fallen da jedenfalls gleich ein paar ein.

Normalerweise haben wir alle unsere Strategie, um mit solchen unangenehmen Erfahrungen umzugehen.

Die einen werden richtig wütend. Entweder wütend auf sich selbst. Oder auf die anderen. Wir geben uns selbst Schuld. Oder wir finden jemanden, der unserer Meinung nach der Schuldige ist. Wieder andere Menschen werden ganz traurig. Oder sie verfallen in eine Kaninchenstarre. Oder sie fangen an, sich selbst von den unangenehmen Gefühlen abzulenken. Zum Beispiel mit Fernsehen, Internet-Surfen oder mit noch härteren Sachen, wie Pillen oder Schnaps.

Oft haben wir in so einer Situation auch eine ganz bestimmte Art zu denken. Typische Gedanken wären zum Beispiel:

  • Warum immer ich?
  • Dieser verdammte ?%$%$!
  • Dem würde ich am liebsten so richtig eine in die Fresse hauen.
  • Ich bin eben ein Versager / nichts wert / ein Idiot.
  • Wenn X morgen vom Auto überfahren wird, wäre ich nicht böse.
  • Alle trampeln immer nur auf mir rum!

Das sind normale und typisch menschliche Gedanken, wenn man vom Leben eins auf die Rübe bekommen hat. Das ist der menschliche Standard-Modus, den die meisten von uns durch Abgucken bei den anderen gelernt haben. Aber so richtig besser macht man seine Situation durch diese Gedanken nicht.

Deswegen möchte ich dir hier einige Alternativen vorstellen, wie man mit blöden, frustrierenden oder unangenehmen Erfahrungen umgehen kann.

Möglichkeit 1: Das ist ein Weckruf …

Wenn dir etwas Mieses passiert, dann kannst du das auch als eine Art Weckruf verstehen. Ist das vielleicht aus einem bestimmten Grund passiert? Vielleicht um dich aufzuwecken, ein bisschen aufzurütteln und mal zum Nachdenken zu bringen.

Wenn dir in nächster Zeit etwas Blödes passiert, fragen dich dann vielleicht einfach mal:

  • Ist das jetzt ein Zeichen?
  • Ist das vielleicht einfach ein Weckruf, der mir sagen soll: “Ich bin auf dem falschen Weg”?
  • Ist das ein Signal des Lebens, dass ich etwas ändern muss?

Diese Fragen lassen einen mit anderen Augen auf eine eigentlich schlechte Situation schauen, denn nahezu alles kann ein Weckruf des Lebens sein.

Möglichkeit 2: Was ich tue, funktioniert offensichtlich noch nicht …

Ich weiß nicht, ob dir eine bestimmte unangenehme Sache auch immer wieder und wieder passiert. Wenn ja, dann könnte es sein, dass du unbewusst etwas tust oder denkst, dass diese unangenehme Sache zumindest einlädt oder sogar mit hervorbringt.

Zum Beispiel wenn man sich immer den oder die Falsche aussucht. Wenn man immer wieder Menschen vor den Kopf stößt, ohne es zu wollen. Oder wenn man dauerhaft pleite ist, weil man sich ständig unnötige Sachen kauft, die man sich eigentlich nicht leisten kann.

Menschen tun Dinge, die sie nicht dahin bringen, wo sie eigentlich gerne hinmöchten. Jeder kann es von außen sehen. Die Freunde und Bekannten rollen schon mit den Augen. Aber man selbst bekommt es nicht mit, weil wir mit uns selbst eben oft betriebsblind sind.

Hier kann eine blöde Situation hilfreich sein. Denn sie macht uns auf eines aufmerksam:

Du tust wahrscheinlich Dinge, die nicht funktionieren. Du tust Dinge, die nicht die Ergebnisse im Leben hervorbringen, die du dir wünschst.

  • Du willst mehr Freunde, bist aber unfreundlich zu anderen.
  • Du willst mehr Gelassenheit und inneren Frieden, regst dich aber ständig über die anderen Idioten da draußen auf.
  • Du hast ständig zu wenig Geld, suchst aber nur Gründe dagegen, dir einen besseren Job zu suchen oder dich erst einmal für einen besseren Job zu qualifizieren.

Und jeder kann diese Diskrepanz zwischen unseren Wünschen und unserem Handeln sehen, nur wir selbst nicht.

(Vielleicht auch interessant: Wirksame Methoden, um mehr von dem zu bekommen, was du dir wünschst --> Das Selbstcoaching-Programm)

Und eine unerfreuliche Erfahrung oder eine blöde, hässliche Situation kann uns darauf aufmerksam machen, wenn wir einigermaßen offen dafür sind.

Zuerst muss ich dann natürlich herausfinden, was genau an meinem Denken und Verhalten noch nicht funktioniert. Das ist oft ein anstrengender, aber dafür auch sehr lohnenswerter Prozess. Hier können einem übrigens auch Freunde oder ein Coach helfen.

Und eine doofe Situation kann der Startpunkt dieser Reise sein. Wenn du das nächste mal in einer besch####nen Situation bist, frag dich also einfach:

Funktioniert meine Vorgehensweise vielleicht einfach nicht? Tue ich vielleicht die falschen Dinge? Bin ich auf dem falschen Dampfer? Müsste ich anders vorgehen?

Diese Frage kann der erste Schritt in Richtung Wachstum sein.

Möglichkeit 3: Das kann ich nutzen …

Du kennst bestimmt den Spruch:

Was mich nicht tötet, macht mich stark.

Das stimmt natürlich nicht in letzter Konsequenz, aber ein bisschen was ist da dran.

Wenn uns etwas Schlechtes passiert, haben wir zwei Möglichkeiten:

1) Wir können uns davon unterkriegen und uns davon auffressen lassen.

2) Oder wir sagen uns: Ja, das tut jetzt weh. Aber das wird mich stärker machen. Ich nutze das für mein Wachstum. Ich lerne daraus.

Ganz viele herausragende Menschen haben in der Vergangenheit Schlimmes erlebt und sind daran gewachsen. Und oft sind sie nicht trotz dem Schlimmen zu dem geworden, was sie geworden sind. Nein, sie sind genau deswegen so geworden.

Ganz viele wunderbare Erfolgsgeschichten hatten ihren Anfang in einer schmerzhaften Krise (siehe auch Möglichkeit 1 oben). In einer miesen Situation kann man sich deswegen auch immer fragen:

  • Wie kann ich das nutzen?
  • Inwiefern macht mich diese Erfahrung stärker?
  • Was kann ich daraus lernen?

Diese Fragen lenken unseren Blick in eine gute Richtung. Weg vom Schmerz und in Richtung Zukunft.

Möglichkeit 4: Wer weiß, wozu es gut ist …

Machen wir uns nichts vor: Auch wenn wir planen hat das Leben seine eigene Idee, wo es mit uns hingeht. Wir können nicht in die Zukunft schauen. Genauso wenig, wie wir die langfristigen Folgen und Konsequenzen eines schmerzhaften Ereignisses voraus sagen können.

Wenn uns also heute etwas Unangenehmes passiert, dann mag das heute tatsächlich schmerzhaft für uns sein. Aber wir wissen trotzdem nicht, ob mittel- oder langfristig nicht noch etwas Gutes aus der Situation erwachsen wird.

  • Wenn die mich nicht entlassen hätten, wäre ich wahrscheinlich heute noch unglücklich in diesem Laden und hätte nie diese Aufgabe gefunden, wo ich mich wirklich zu Hause fühle.
  • Wenn mich meine Freundin nicht verlassen hätte, hätte ich nie diese Weltreise gemacht und ich wäre nie nach Brasilien gekommen, wo ich meinen Lebenssinn entdeckt habe.
  • Wenn mein Vater nicht gestorben wäre, als ich noch so klein war, und ich nicht so früh hätte so viel Verantwortung übernehmen müssen, hätte ich wahrscheinlich nie diese Macher-Qualitäten entwickelt und nie so viel Erfolg im Leben gehabt.

Soll heißen: Viele miese Erfahrungen, ja sogar viele Schicksalsschläge haben langfristig positive Konsequenzen für uns.

Und sich für diese Idee zu öffnen, gerade wenn es weh tut, das kann einem im Augenblick des Schmerzes Kraft geben.

Wenn dir das nächste Mal etwas Doofes passiert, frag dich also vielleicht:

Wer weiß, wozu das jetzt gut ist? Wer weiß, was diese hässliche Sache langfristig für Türen öffnet? Wer weiß, was daraus Gutes entstehen wird?

So… Das waren vier Möglichkeiten, wie wir besser mit miesen Situationen umgehen können. Mir persönlich helfen diese Möglichkeiten in kniffeligen Situationen sehr gut weiter. Vielleicht hilft dir auch eine der Ideen, wenn du das nächste Mal gegen eine Wand rennst.

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Kommentare

  • Liebes Team, super Thema, DANKE,
    meine Strategie: dem Stress vorbeugen und wegrennen durch Joggen, Laufen. Eigene Ziele focusieren: Volksläufe z.B.
    weiterhin so gute Gedanken und Anregungen !!!
    Umdenken: die Normalsituation bedeutet Konflikte und Stress, sowie Probleme im Leben zu haben !!!
    LG Annette : — ))

  • Ich habe neulich erkannt, wenn mich einer runtermacht, wenn mich einer beleidigt usw. und ich richtig wütend werde, oder traurig werde, dann kommt diese Situation dieser Schmerz irgendwann wieder. Es wiederholt sich.
    Aber wenn ich in dieser miesen Situation gelassen bleibe, mir das nichts mehr ausmacht, oder ich sogar darüber lachen kann, dann war es das, und die Situation und das Runtergemache kommt nicht mehr in mein Leben.
    Dann weiß ich, ich habe daraus gelernt. Super!
    Lieben Gruß Silvana

  • Andi, spontan fällt mir Viktor Frankl ein. Oder Hellen Keller. Oder ich selbst. Oder viele meiner Freunde.

  • “Ganz viele herausragende Menschen haben in der Vergangenheit Schlimmes erlebt und sind daran gewachsen. Und oft sind sie nicht trotz dem Schlimmen zu dem geworden, was sie geworden sind. Nein, sie sind genau deswegen so geworden.”
    Wer denn beispielsweise?

  • Ich glaube, daß Lebenserfahrung hilft. Denn ich habe in der Vergangenheit erfahren müssen, das sich Türen vor mir verschlossen haben und denke heute, dass sich andere Türen geöffnet haben und ich nicht weiß, ob ich so zufrieden wäre wie jetzt, wenn man mir nicht manchen Lebenslauf verbaut hätte.
    Kurzfristig halte ich bei miesen Angelegenheiten kurz inne und versuche die Sache in ihrer tatsächlichen Wichtigkeit einzustufen. Das hilft, weil ich seit ca. 10 Jahren keine wirklich existenzbedohenden Sachen mehr erlebt habe.
    Zu Martins Beitrag möchte ich sagen, daß auch ich viele Dinge an Jesus abgebe, weil er einfach breitere Schultern hat.

  • Meine Methode mit schlimmen Situationen umzugehen heißt: Ich werfe sie in den Krug.
    Als gläubiger Mensch bin ich überzeugt, dass jedes Opfer, das ich bringe, und jede Freude, die ich herschenke für andere (die ich nicht unbedingt kennen muss) etwas Gutes bringt. “In den Krug werfen” heißt es wegen der Bibelstelle über die Hochzeit zu Kana, wo Jesus aus Wasser Wein macht. Dazu war aber vorher notwendig, dass die Diener Krüge mit Wasser füllten und herbei brachten. Meine miese Situation, die ich erlebt habe, oder auch meine Freude werfe ich in den Krug, indem ich die Situation auf einen Zettel schreibe und diesen Zettel in den Krug gebe. Der Krug hat die Aufschrift “Sie haben keinen Wein mehr”. Ich tue damit kund: Das darf sein, lieber Gott. Das “in den Krug werfen” hat einen doppelten Effekt: erstens lasse ich die negative Situation los (Zettel in den Krug), und zweitens glaube ich daran, dass ich damit etwas Gutes tue (das ist noch ein wenig mehr, als “wer weiß wozu es gut ist”). Aus meinem Wasser macht Gott Wein. Natürlich denke ich auch zusätzlich darüber nach, wie es in den Punkten 1-3 beschrieben ist, aber dieses in den Krug werfen macht mich erst frei für das Nachdenken. Ich muss zugeben: wenn die Situation sehr mies war, dann muss ich sie öfter in den Krug werfen, bis ich sie los geworden bin.

  • Hallo und vielen Dank auch für diesen Beitrag. Nach jeder Krise und nach jedem Schicksalschlag erlebte ich mittel-oder langfristig, dass mir diese schlimmen Situationen ausnahmslos!!! positive Konsequenzen beschert haben. Die Kunst besteht darin, sich genau das vor Augen zu führen, wenn ich im Schlamassel stecke. Motto: Für irgendetwas ist diese miese Lage gut und ich werde es erkennen. Dennoch wünsche ich mir, dass mir eine neue Herausforderung, die mit Tränen, Wut und Ohnmacht verbunden ist, lange erspart bleiben. Das wünsche ich allen, denn das Gute will bewußt genossen werden.

  • Hallo allerseits!
    Ich bin Buddhistin und gehe aus diesem Winkel folgendermaßen an das Thema heran. Die mieße Situation steckt in meinem eigenen Geist, deswegen erfahre ich sie jetzt, wo sich die Umstände als günstig erweisen. Das gute ist, wenn ich richtig darauf reagiere, d.h. alles tue, um sie nicht noch zu verschlimmern, dann reinige ich schlechtes Karma in meinem Geist. Das ist etwas sehr positives und wir können uns dankbar schätzen, diese Chance zu haben, bevor wir in noch viel schwierigeren Umständen leben müssen. Schaffe ich es jedoch nicht und falle jedes mal wieder meinen eigenen Emotionen zum Opfer, so dreht sich das Rad endlos immer weiter und wir rutschen vielleicht sogar noch tiefer anstelle aufzusteigen. Was ich sagen will, nicht das Angenehme, Leichte ist von Vorteil, sondern das Schwierige , Unangenehme. Denn diese Situationen bieten uns eine inmense Möglichkeit für inneres Wachstum. Ich wünsche das allen.

  • movie – Noch ein Wort

    Es tut besonders heute richtig gut, die Beiträge gleichfalls Betroffener und daher in dieser Weise “Verbündeter” zu lesen.
    Liebe Claudia, ich danke dir für deine herzlichen Grüße und wünsche auch dir viel Kraft auf deinem Weg zu dir, der dich aus deinem Schmerz hin zu einer positiven Selbstbestimmung und deinem Lebensglück, wie du es dir vorstellst, führen möge.
    Manchmal fühle ich mich getröstet bei dem Gedanken, nicht allein zu sein mit diesem für mich sehr schwierigen, bislang fast unlösbaren Problem, das mich schier endlos lange begleitet, nach dem Motto “Willkommen im Club”.- Die Vorstellung, dass einem eine altbekannte, ständig wiederkehrende Situation zäh wie Pech (auch im übertragenden Sinn des Wortes..)zeitlebens an den Fersen klebt und die Schritte mühsam macht und auch behindert, ist schwer erträglich, da Ursachen und Wirkung zwar theoretisch hinlänglich bekannt, die eigenen Reaktionen hierauf aber nicht, immer wieder nicht, trotz aller Anstrengungen, abstellbar, bislang grundsätzlich veränderbar sind. Weshalb sollten sich dann andere mir gegenüber ändern? Und so dreht sich die Spirale weiter. Schmerz und dann ein Gefühl der Lähmung, die einem in solchen Momenten befallen, nehmen mir manchmal fast die Luft, gerade auch durch die Hilfslosigkeit und – weil hierfür keine adäquate Handlungsmöglichkeit gesehen, bzw. umgesetzt wird. Ich arbeite zwar dann noch mehr, habe auf diesem Sektor meine Erfolgserlebnisse, aber das gleicht meinen Frust durch mein Unvermögen insbesondere im emotionalen, zwischenmenschlichen Bereich bei weitem nicht aus. In bestimmten Situationen bin ich keineswegs souverän, fühle ich mich alles andere als erwachsen. Gerade die nahen Angehörigen wissen natürlich bestens, auf welchen Knopf sie drücken müssen und – es funktioniert! Genau genommen – ich funktioniere – für sie berechenbar.
    Ja, auch kleine Schritte in die andere Richtung zählen, z. B. die – immerhin – spätere Erkenntnis, wie man es besser hätte machen können, mitunter etwas schneller vorhanden als früher..-. Da klingt schon eine gute Portion Selbstironie durch, denn es macht mich auch wütend, so oft die angesagten Erkenntnisse erst hinterher zu haben.
    Ich hoffe, dass mir das heutige Raster auf lange Sicht helfen kann, mir aufgrund dieser Strategie ein anderes Verhaltensmuster zuzulegen, auf das ich dann immer zuverlässiger zurückgreifen und dem ich wie einem gut durchtrainierten Muskel vertrauen kann. Ursache und Wirkung werden damit hoffentlich ebenfalls transparenter, so dass dieses ungesteuerte Reintappen und danach zunächst nicht wissen, weshalb schon wieder und wie rauskommen von vornherein aktiv abgeblockt, bzw. besser gesteuert werden kann.
    Also – nicht aufgeben!
    Uns allen eine starke neue Woche!
    Liebe Grüße
    Monika

  • So 8.8.10, Ralf v. ZZL erhält v. DVT Antwort:

    Hallo Ralf,
    wieder ein guter Beitrag von dir.

    Deine 4 aufgezeigten Möglichkeiten zum Umgang mit miesen Situationen
    ( Weckruf, tu ich was Falsches?, das kann ich nutzen, wozu ist es gut? ),
    klappen umso besser, je mehr Selbstvertrauen ein Mensch hat.
    Deshalb sollte auch an der Verbesserung des Selbstvertrauens
    immer grundsätzlich gearbeitet werden.

    Überhaupt ist das Selbstvertrauen eines Menschen entscheidend für sein Leben.

    Ein selbstbewusster Mensch wird vom Chef kaum angeschnauzt werden, oder von einem Verkäufer betrogen werden, da der andere das Selbstvertrauen des Gegenüber spürt, und seine Verhaltensweise entsprechend gestaltet, um Komplikationen aus dem Weg zu gehen.

    Ein selbstbewusster Mensch geht Aufgaben und Probleme mit der positiven Erwartung an, dass er erfolgreich sein wird, und hat deshalb weniger Misserfolge.
    Gleichzeitig kennt er seine Grenzen.

    Ein selbstbewusster Mensch kommt also grundsätzlich seltener in miese Situationen.

    Ferner kann man auch hier das Beispiel mit dem halb gefüllten Glas Wasser anführen.

    Für einen positiven = selbstbewussten Menschen ist das halb gefüllte Glas keine miese Situation, sondern eine Chance, weil er denkt, das Wasser reicht noch. Er freut sich sogar.

    Der unsichere, negative Mensch macht sich sofort Gedanken, ob denn das Wasser noch reichen könnte, und malt sich alle möglichen schlimmen Folgen aus. Es ist für ihn eine miese Situation. Er kommt in eine negative Erwartungshaltung mit den bekannten Folgen.

    Entscheidend wäre also eine Steigerung des persönlichen positiven Denkens und des eigenen Selbstvertrauens, um grundsätzlich im Leben besser mit miesen Situationen zu recht zu kommen.

    Nach dem Motto von Henry Ford : „das Erfolgreiche ist einfach“, kann man durch das regelmäßige Führen eines persönlichen Erfolgstagebuchs, wobei man sich nicht mit anderen vergleicht, sondern täglich , auch kleine, persönliche Erfolge und Glückserlebnisse notiert, eine radikal, neue positive Sicht auf sich und die Welt einüben. Die persönliche Zuversicht steigt.

    Man achtet dabei verstärkt auf das Positive bei sich und anderen, und findet von Tag zu Tag mehr.
    Das negative findet im Kopf immer weniger Platz, weil schon soviel positives abgespeichert ist.

    Dadurch wird das positive Denken und das Selbstvertrauen massiv verbessert.

    Ich habe die Methode des Erfolgstagebuchs u. a. bei Arbeitslosen angewendet, und wahre Wunder bei der Entwicklung des Selbstvertrauens erlebt. LG, Dieter.

  • Manchmal gönne ich mir eine Zeit des Selbstmitleids, bis ich mich damit selbst nicht mehr ertragen kann und nehme dann mein Schicksal wieder selbst in die Hand.

    Wer, wenn nicht ich, kann mir mein Leben schön machen.
    Der oder das Andere, der/was mich vielleicht ärgerte, wird vielleicht nichts ändern wollen oder können und dann?
    Na gut, ich habe noch die Möglichkeit ewig dem nachzutrauern, was ich nicht erhalten habe.

    Liebe, Anerkennung, Wertschätzung, Schutz, Geld, Erfolg,….
    Stelle ich meine ganze Energie darauf ein, dort etwas zu erhalten, wo es mir versagt wurde, was werde ich wohl erhalten und was wird es mich kosten?

    Also schaue ich mich lieber um und suche mir Orte oder Menschen, die meinen Bedürfnissen näher kommen. Oder schaue, was ich an mir ändern möchte, damit sich auch mein Umfeld verändern kann.

    Lösungen, bzw. Wege sind so vielfältig, wie auch kreativ. Anfangs sicher auch mal schwer. Doch ich durfte feststellen, es lohnt sich. Dieses Wissen macht mich immer wieder Mutig es weiter zu versuchen und mich ein wenig vom Schicksal überraschen zu lassen.

    So bin ich bin ich von einem traumatisierten Kind, über eine frustrierte und selbstzweifelnde Röntgenassistentin, eine Arbeitslose, dann begeisterten aber noch immer zweifelnden Kaminverkäuferin, suchende Heilpraktikerin für Psychotherapie, zu einer pferdebegeisterten, auf das Leben negierigen und auf mich vertrauenden Petra geworden.

    Leute, das war heute mein Thema. Ich danke Euch, dass Ihr mir mit Euren Gedanken zum Thema „4 Möglichkeiten, wie Sie besser mit miesen Situationen umgehen können“ die Chance gegeben habt meine Gedanken ausdrücken zu dürfen.

    Liebe Grüße Petra

  • Die Kraft und die Stärken der vorherigen Schreiber hier zu lesen, das gibt Stärke !

    Durch Verzicht, Verlust und Schmerz wächst normal der Mensch mit einer vom Leben geprägten Kreativität.
    Wenn er den Mut, die Kraft und das Erkennen zu diesem Wachsen aufbringt.

    Hierzu etwas gelebte Standhaftigkeit und Ausdauer…

    Und Strategie…

    Zur See fahren oder im Ausland arbeiten, das verändert den Menschen – es kommt ein anderer Mensch zurück.
    Da es kaum im angestammten Luxus vonstatten gehen kann.
    Erlebt habe ich, daß ungestüme Status Beibehaltungs-Versuche zu gut über 90% nur Nachteile brachten.

    Manchmal mußte ich appelierend hilflos zusehen, wie sture Menschen abwärts gingen.
    Sie wurden Opfer ihrer unkreativ erstarrt fragwürdig eigenen Intelligenz.

    Mein Leben bereits aus dem Krieg in zerstörter Rest-Familie, endete im Verzicht dennoch fast immer mit annehmbarer Zufriedenheit
    über das Erreichte.

    Was mir dann beim arbeiten mit Naturvölkern als richtig bestätigt wurde.
    Nur so konnte ich als Technik-troubleshooter bei namhaften Großprojekten in EU, Afrika und Asien überleben, und Sonderaufgaben mit Anbalphabeten realisieren.

    Mein letztes Projekt ( Klein-Projekt, heute ~ 600 MIO – USD ) hatte ich mit Moskitonetz in einem Verschlag am Juba-River im Busch gestartet.
    Nachts waren um mich herum 8 ältere örtliche Personen nur mit Stock und Lagerfeuerchen, die mir die Tiere, die Ganoven und das Ungeziefer vom Leib hielten.

    Insgesamt hatte ich mit gut 80 Nationalitäten gearbeitet.

    Das entwickelt andere Kreativität, die es hier nicht von der Stange und aus keinem Seminar gibt.

    Am Ende von 1984 waren gesamt ca. 24 Jahre auf Achse und in kantigen Situationen in Verantwortung vorbei.

    In 1985 gründete ich hier ein Unternehmen von “0” auf in einer neuen Werkstoffe-Marktnische,
    für interdisziplinär branchenübergreifende Individal Lösungen.
    Wir arbeiteten überwiegend für Global-Player, z. B. um neue Produkte zu entwickeln, u. ä.

    Am 26.12.89 hatte ich aus Freude über eine Deutsche Wiedervereiigung ohne Blutvergießen beschlossen: Da bist Du aktiv dabei !

    Zwischen Sonneberg, Eisenach, Sangershausen, Magdeburg, Gröditz, Elsterwerda, Zittau, Sebnitz, Pirna, Annaberg und Plauen war ich
    immer auf Achse aktiv, um KMU-Unternehmern mit Tipps auf die Beine zu helfen.

    Durch ein progressiv-zuverlässig und flexibles Team in meinem Unternehmen konnte ich dies so gestalten.
    Es war für mich nicht billig, dennoch gerne so gestaltet.
    Nichts brachte mich davon ab, dafür aktiv zu sein.

    Die erfahren überteuert unkreative Leistungsfähigkeit der Treuhand war für mich 1993/94 ein Schock.

    Ursprünglich ging ich davon aus, daß Kompetenzen dazu fähig sind, die in ca. 45 Jahren zwangsläufig mit Verzicht vom Leben geprägte Kreativität
    aus den NBL, sinnvoll und vorteilhaft zu nutzen.
    Hochgeist-Arroganz erfuhr ich zur Genüge.
    Stattdessen gab es nur Wunschdenken mit unkreativ und verantwortungslosem Zerstören und bigottem Überstülpen.
    Hieraus stammen auch die wöchentlich ca. 1,3 Millionen Arbeitsplatz Pendler mit den NBL.
    Diese aufwändige Tätigkeit ohne Netz war für mich sehr lehrreich.

    Sofort änderte ich mein Ziel.

    In 2003/2004, nach der Erfahrung, dass das Ex-Treuhandverhalten hier alltäglich bereits betonierter Abstieg- und Niedergang ist,
    beschloß ich, um eine global einzigartige Hightech-Innovation zu realisieren, besser einen anderen Weg zu gehen.

    Zwischenzeitlich habe ich mein Unternehmen kretaiv-progressiv zerstört.

    Um das knowhow zu wahren wurde alles vom 0,5 mm Diamant bis zu über 5 t schweren Maschinen in Salami-Scheiben-Taktik weltweit
    mit x-Tausend Positionen über das Internet gestreut verkauft.

    Da ich fragwürdig erkennen musste, daß in Deutschland und in der EU verboten ist, Epoche machende Globalisierung-Innovation zu realisieren.

    Eine Innovation mit branchenübergreifender Wirkung gegen den Klimawandel, für Bedarf und Nutzen zwischen den Polen und allen Längs- und Breitengraden.

    Es stehen künftig dauerhaft gut 12-stellige Umsätze mit Top-Gewinn dahinter, das ist hier trotz verschimmelnder Elfenbein-Türme nicht machbar.

    Dafür rühmt man sich lieber hörbar, daß z. B. ein Bill Gates niemals hier eine Chance gehabt hätte ???

    Ich weis nicht, wie will diese EU im Asiatischen Jahrhundert mit BRIC über den Schwellen künftig bestehen ?

    Was ist hier das Ziel ?

    Bei der erkennbar vorgelebten Unwahrheit ?

    Schade für die jungen Generationen.

    Fenek

  • …verblüffend!! Auch dieses Thema ganz nah an mir dran! Vielen Dank für Ihre guten Gedanken Ralf Senftleben!!

    Ich versuche noch ehrlicher mit mir selbst zu sein, auch wenn mich die aufsteigenden Gefühle fast bewegungslos machen, weil der Schmerz zu groß scheint!!

    …dann halte ich es in solchen Momenten mit Peter Maffay: “Auf dem Weg zu mir” eine schöne Ballade aus den 90ern.

    Gründlich fragen und ehrlich sortieren gelingt besser mit Ihren Anmerkungen und dann geht´s schon wieder “bergauf”!

    Herzliche Grüße an alle, besonders an “movie”, der ich mich grad sehr verbunden fühle, indem was sie schrieb!!

    Claudia

  • Ja es gibt sie, diese Zeiten wo garnichts mehr geht. Leider habe ich niemanden, dem ich mal mein Herz ausschütten kann und so muß ich auf meine eigenen Strategien vertrauen. Die funktionieren mal mehr und mal weniger. Gute-Laune-Musik ist so ein Mittel, sich was Schönes gönnen oder eine lustige DVD… Wenn auch das nicht mehr hilft, geht wirklich nur noch ZULASSEN. Für diesen Zweck habe ich eine CD, die meine Traurigkeit nur noch verstärkt – meine sogenannte Heul-CD. Ich stelle mir den Wecker auf eine Stunde, stelle Telefon und Klingel ab und lasse mich reinsinken in all meine Mutlosigkeit, meinen Schmerz und meine Trauer. Dann kann ich auch mal Rotzblasen heulen (was sonst nicht geht) und es ist egal wie ich aussehe. Mit jeder Träne wird es dann leichter, aber um nicht in diesem Jammertal zu bleiben, ist halt der Wecker wichtig. Er klingelt nach einer Stunde und für mich heißt das: Stop! Genug gejammert! Jetzt folgen Taten! Ich ziehe mein schönstes Outfit an, renoviere mein Gesicht als würde ich ein tolles Date haben und schenke mir ein herzliches Lächeln im Spiegel. Danach ist für mich die Welt schon wieder halb in Ordnung. Die andere Hälfte kriege ich mit meinem neu erwachten Kampfgeist wieder in Ordnung. Der Schmerz ist raus und in meinem Kopf ist wieder Platz für neue Pläne.
    Euch allen eine gute Zeit.

  • Hallo Zusammen!

    Ja, solche Situationen kenne ich!

    Meine Strategie im Augenblick ist entweder die Frage: Was ist mein Beitrag zu dieser Situation? Wie kann ich das künftig ändern? Woher kommt es, dass ich so agiere? Was ist der Beitrag der/des Anderen…. Meistens hilft schon diese Auseinandersetzung auf diesem Wege. Zum Glück habe ich schon oft die Erfahrung gemacht, dass am Ende alles viel besser kommt, als ich heute denke…. Das hilft ungemein!
    Manchmal hilft aber auch gar nichts und ich finde die “Türe zum Licht” nicht. Dann ist die Welt einfach nicht rund zu kriegen… Dafür habe ich eine neue Strategie, nämlich die, die schlechte Laune zuzulassen und zu zelebrieren… meistens, wenn ich ihr diesen Platz einräume verschwindet sie von ganz allein! Und, wenn sie weg ist, zeigt sich oft die positive Seite oder die Lektion oder aber ich stelle fest, dass es doch gar nicht so schlimm ist! ;-)

    Liebe Grüße an Alle,
    Barbara

  • Danke an Ralf für den guten Beitrag.
    Ich bin auch schon sehr oft auf Miese Situationen gestoßen,weil ich immer so eine “liebe”war.
    Ich habe die letzten Jahre durch harte Arbeit mit Verhaltenstherapie gelernt Gelassener zu werden.
    Aber nun kam ein Konflikt mit meinem Schwiegersohn,wo ich seit vielen Jahren im Hause wohne.
    Jetzt bin ich Dankbar darüber,obwohl es sehr Schmerzhaft war für mich,aber die Entscheidung getroffen habe,nun dort Auszuziehen,was ich schon oft vor mich hergeschoben habe,es gibt zwar etwas Arbeit,aber da gehe ich jetzt durch.
    Und ich denke,das ich dadurch auch mehr Freiheit und Frieden finde.
    Also sehe ich den Konflikt im Nachhinein Positiv,wo ich durch weiter Wachse.
    Allen einen schönen Sonntag,und liebe Grüße aus dem Sauerland Eva.

  • Erst einmal vielen Dank für den tollen Artikel!

    Ich befinde mich gerade selbst in einer solchen miesen Situation. Nach einigen Selbstvorwürfen und den üblichen Gedanken, habe ich mich für eine Standortbestimmung entschlossen. Wo stehe ich in meinem Leben? Wo will ich hin? Was muss ich tun? So nutze ich den Misserfolg, um mich dadurch weiter zu entwickeln und zu sehen, wo ich vielleicht etwas nachlässig war und mir auf der Naser herumtanzen lassen habe…

    Allen einen schönen Sonntag!!! A

  • Guten Morgen,

    dies war heute meine erste Lesung, denn ich bin “frisch” beim Newsletter angemeldet. Erstmal recht herzlichen Dank an Ralf Senftleben für den interessanten Beitrag, danke auch an die 4 Rückmeldungen, die ebenso hilfreich sind.
    Ich befasse mich seit jahren privat und beruflich mit dem umfassenden Thema “Selbstmanagement”. Anderen sagen, wie es geht, ist v.a. aus eigenem Erfolg heraus nicht so schwer. Ich bin schon in der Lage, mein Leben gut zu managen und habe so manchen Wind überstanden, Familie, Partnerschaft, Zoff mit Kollegen, Verlust Familienangehöriger, Arbeits-losigkeit mit der Konsequenz der Gründung einer Selbständig-keit. Und es kann immer schlimmer kommen. Im privaten hatte ich voriges Jahr einen Punkt erreicht, an dem ich selbst nicht mehr weiter wusste. Scheinbar kam alles mit einem mal zusammen, Trennung vom Partner, arbeitsmäßig Probleme, Umzug …. Aber – die viele Beschäftigung mit der Thematik in vergangenen Jahren und weiterhin auch beruflich hat mich wieder auf den Boden der Tatsachen geholt und ich habe die Methoden angewandt, nämlich zulassen, die Situation annehmen und akzeptieren, AUFSCHREIBEN und sortieren und Prioritäten setzen etc. Auch erkennen, dass man in manchen Sachen einfach nachlässig und blind wird, auch wenn man “theoretisch” so viel weiß. Was ich damit sagen möchte, es ist ein immer währender persönlicher Lern- und Entwicklungsprozess. Man kann hier niemals genug wissen, muss immer dran bleiben! Daher nochmals vielen Dank an alle Beiträge, hat richtig gut getan. Einen schönen Sonntag, ich freue mich auf den nächsten Beitrag. Petra

  • Danke für den Newsletter!
    Die beiden Artikel “miese Situationen” und “miese Gefühle” passen super miteinander.
    Nach dem Fühlen der unangenehmen Gefühle, dem Wahrnehmen, was mit und in mir ist, dann erst kann ich einen neuen Blick auf die miese Situation werfen. Mein Strategie, mit der ich zur Zeit experimentiere ist die, dass ich neue Formulierungen finde, die die Situation neutraler beschreiben und meine Gefühle auf einem neutralen Level halten. Ein Beispiel: Schulden, die drücken und mich auffressen, sind sehr unangenehm. Investitionen in mein Leben, die ich regelmässig abzahle – das klingt schon ganz anders. Natürlich ist das ein Prozess, ein Entwickeln von neuen Formulierungen, die ich dann im inneren Dialog und im Gespräch mit anderen verwende.
    Liebe Grüße
    Freya

  • Tja, auch mich spricht dieses Thema wieder einmal an.

    Ich musste mir ( nein ich habe mir ) 2 Jahre lang Gehässigkeiten meiner Familie ( Geschwister meiner verstorbenen Mutter ) angetan, mit dem Ergebnis, dass ich nervlich am Ende war und pshychotherapeutische Hilfe suchte.

    Ich war klein und ein Häufchen Elend, heute bin ich stark und daran gewachsen und habe gelernt meinen eigenen Kurs zu bestimmen, dafür danke ich Ihnen.

    Nach dem Motto: ( Buch von Olaf Jacobsen )

    Ich stehe nicht mehr zur Verfügung !

    Ich kann mein Leben wieder mit meiner kleinen eigenen Familie und guten Freunde geniessen, male und bereise die Welt…., ein 3fach Hoch auf diese miese Verwandtschaft.

    LG

  • Guten Morgen!

    Beim Lesen des heutigen Artikels, für den ich mich bei Ralf Senftleben ganz herzlich bedanken möchte, hatte ich richtig Herzklopfen, so sehr hat er mich und meine Lebensumstände ge- und betroffen. Aushalten war das Motto, das ich gelernt und verinnerlicht hatte. Ich habe dennoch Vieles auf beruflichem Sektor verwirklichen können, aber im sogenannten Privatleben, wo es stärker um emotionale Bindungen und Beziehungsgefüge geht – sieht es ganz anders aus. Aushalten und klein machen war da eher die Devise, auf der anderen Seite Angst vor Nähe, das kann ganz schön einsam machen. Ziemlich aufgewühlt möchte ich im Moment nicht viel mehr dazu sagen, als dass ich mit Hilfe der Leitsätze und Fragen daran gehen werde, mir systematisch Antworten, so ehrlich wie möglich, zu geben, um die jetzige Situation, all die Fragezeichen hierzu, auch meine kunftige Lebensplanung betreffend, zu überprüfen und – entsprechend zu ändern. DANKE!

    Lieber Gruß
    Monika

  • Hallo,

    zunächst mal lasse ich Wut und Trauer zu, wenn mir was Unangenehmes passiert, denn es sind MEINE Gefühle. Damit sie mich nicht überrennen, tausche ich mich mit meiner besten Freundin oder dem “vertrautesten” Kollegen aus, um den Blick zu weiten und eine Außenansicht gemeldet zu bekommen. Das muss man sicher üben, aber es gelingt. Dadurch kann ich meine Innensicht mit dem Helikopterblick verknüpfen und DAS rausziehen, was mich nach vorne bringt, den “Rest” lass ich liegen, weil ich “ihn” eh nicht mehr ändern kann.Ich wähle zum Austausch allerdings NUR die Menschen, die mein Vertrauen haben und die mich “fühlbar” schätzen. Ohne diesen “Türöffner” würden meine Widerstände eher die Oberhand behalten.

  • Ich habe mich in der Vergangenheit schon mutig gezeigt und habe verändert, wo ich fühlte, dass mir die Situation/der Mensch Mieses in mein Leben bringen. Es bringt für mich nichts, darin zu verharren und sich schlecht zu fühlen. Das Gute geht dann an uns vorbei bzw. wir sehen es nicht oder nur halbherzig. Meine Lebenseinstellung hat sich so entwickelt, dass das, was ich beeinflussen kann, möglichst gut für mich ist. Das ist meine Selbstverantwortung! Und wenn ich Mieses durch z. B. Streit und Herabwertung erfahre, bin ich dankbar für die Erfahrung, auch wenn sie ausserordentlich weh tut. Man wächst immer durch erfahrenen Schmerz.
    Schmerz gehört in gewisser Weise zum Leben dazu, ist ein guter Wegweiser, aber für den Ausgleich und die Balance mit dem Wohlfühlen/Guten muss jeder selbst sorgen. Dann lässt man Mieses Kommen UND Gehen!

  • Guten morgen und ein dickes Danke schön für dieses Thema!
    Miese Situationen bringen mich ins Nachdenken und Strategien entwickeln. Vor einigen Jahren war ich mit mir am Rand der Verzweiflung. Finanziell gingen hier die Lichter aus. Ich musste viel mehr Geld verdienen und fand den Mut und den Anfang nicht. Ich habe wunderbare Fähigkeiten und sehr viel darüber gelernt und sie weiterentwickelt. Doch ich traute mich nicht, sie für mich einzusetzen. Erst als ich zuhause klar erkannte, in welche Richtung das Leben uns führen könnte, entwickelte ich den MUT und ging über meine inneren Ängste hinweg und begann das zu tun, was ich heute sehr gut kann und womit ich für mich ausreichend Geld verdiene. Mir war klar geworden, dass nicht „die Anderen“, sondern ich allein mein Leben verändern muss, um aus dieser miesen Situation rauszukommen.
    Ich denke, dass zu einer klaren Erkenntnis innere Ehrlichkeit gehört. Weg mit den schönen Worten und Versprechungen. Weg mit dem Weichzeichner und weg mit den Träumen und Illusionen: Zulassen (Es ist wie es ist)
    Um dann die Ängste (zu dem anstehenden Lebensthema).Quälende Gedanken, die wenig Entwicklung bringen oder nicht förderlich sind, führen zu nichts also: Loszulassen
    Dann geht man in die Strategie und da ist es gut die Energie fließen zu: Lassen
    Damit meine ich, gedankliche bei dem zu bleiben, wie es ist. Also wirklich fließen lassen
    …und wenn man dann den „Flow“ erreicht, ist man soweit: Lassen lassen.
    Die hohe Kunst der inneren Souveränität zu lassen.
    Liebe Grüße
    Anne

  • Als wir mit unserem Hausbau anfingen, stießen wir auf heftige Feindseligkeit unsere neuen Nachbarn, deren es nicht gefiel. Es ging so weit, das wir über ein jahr Baustop hatten in welcher Zeit mein Mann, lauter Stress, erneut Krebskrank wurde.
    Als die Rechtlichen Mittel unsere drei Nachbarn aus gingen, ging es weiter mit Psychoterror in Form von allgemeiner Feindseligkeit und Sticheleien. Statt gesunde Menschenverstand und Fairnes ging (und geht) es nur um befridigung der negativen Emotionen.
    Was mich daran am meisten schokierte, ist die absolute Mangel an Empatie und Fairnes.
    Ich selber litt in Anfang furtbar darunter, doch dann wurde mir klar, daß das genau das war, was unsere Nachbarn auch wollten, nämlich uns zu bestrafen.
    Statt mich emotional fertig machen zu lassen, habe ich angefangen über meine Nachbarn nach zu denken.
    Dabei ist mir klar geworden, daß der “sogenannte Böse” nichts anderes ist, als hemmunglose Regie von destruktiven Emotionen. Es ist mir auch augefallen,daß alle Informationen, die an diese negativen Schema nicht passen, einfach ignoriert werden.
    Mir ist klar geworden, daß das “Böse” immer und überall nach eiem selben Schema funktioniert und von negativen Emotionen gesteuerte Menschen extrem anfällig sind für destruktive Ideen und Strömungen.
    Unter einem Destruktiven Führer und Gemeinschaft blühen sie richtig auf und verlieren Ihre Scheu zum Handeln.
    Meine “bösen” Nachbarn haben mir etwas über destruktiven Seite der menschlichen Natur bei gebracht.
    Und ich meine,daß ohne Aufklärung darüber wie wir mit unserem negativen Emotionen umgehen lernen sollen, in der Welt nichts besser werden kann.

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

Aktuell lesen über 125.000 Menschen meinen wöchentlichen Newsletter, und rund 150.000 Menschen haben an meinen Selbstlernkursen und Online-Coachings teilgenommen.

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