Abnehmen ohne Diät – auf diese 3 Dinge solltest du verzichten

Das Thema Abnehmen bei Zeit zu leben? Passt das?

Ja, da habe ich auch einen Moment lang drüber nachgedacht. Denn die Alternative zum Abnehmen ist schließlich, dass wir uns selbst als Mensch so annehmen, wie wir sind. Ob wir nun 10 kg mehr auf die Waage bringen oder nicht. Sich selbst annehmen: ein sehr erstrebenswerter Weg – und die beste und nachhaltigste Lösung, wenn du unzufrieden mit deinem Körper bist!

Aber jeder muss (und darf) seinen eigenen Weg finden. Und gerade in unserem Motivations-Kurs, beim Projekt Willenskraft oder in unserem Gewohnheiten-Kurs war eines immer wieder Topthema: Ich möchte abnehmen. Ich möchte wieder zum Gewicht XY zurück. Ja, wenn es doch für viele Menschen so wichtig ist, dann möchten wir es auch zum Thema machen.

Ich möchte dir hier aber keine Empfehlung geben, wie viel Kohlenhydrate jetzt richtig sind oder welche Brigitte-Diät wirklich funktioniert und welche nicht. Davon habe ich keine Ahnung :-)

Aber ich habe schon einiges zum Thema gelesen und bin auch gerade in letzter Zeit über spannende Videos gestolpert, deren Inhalt ich gerne mit dir teilen möchte.

Denn wieviele Kalorien du zu dir nimmst, oder wie viel Kohlenhydrate oder „Punkte“ du am Tag isst – das ist gar nicht unbedingt das Entscheidende.

Es gibt vor allem 3 Dinge, auf die du verzichten solltest, wenn du abnehmen möchtest. 3 Dinge, die man eigentlich gar nicht auf dem Schirm hat. Die aber wirklich einen Unterschied machen. Und die nichts mit der üblichen Quälerei zu tun haben. Und die Erklärungen dazu klingen so einfach und logisch, dass ich es unbedingt in die Welt hinausschreiben wollte.

Ja, so, jetzt ist es raus :-). Und hier kommen dann endlich die 3 entscheidenden Faktoren:

1. Weg mit dem Stress!

„Hä? Das soll ein entscheidender Faktor sein?“ – Ja, das dachte ich auch … Aber die Erklärung hat mich vollkommen überzeugt.

Ohne jetzt allzu sehr ins Detail zu gehen: Wenn wir gestresst sind, dann schüttet unser Körper ein bestimmtes Stresshormon aus: Cortisol. Und dieses Cortisol hat Einfluss auf unseren Stoffwechsel. Es sorgt unter anderem dafür, dass dein Blutzuckerspiegel steigt und deinem Körper schnell Energie zur Verfügung gestellt wird, damit du zum Beispiel in einer Stresssituation schnell weglaufen oder kämpfen kannst. Der Körper mag aber keinen hohen Blutzuckerspiegel und will den Blutzuckerspiegel gerne konstant halten. Das reguliert er über Insulin. Wenn unser Blutzucker zu hoch ist, will das Insulin ihn entweder in die Muskeln bringen, um ihn zu verwerten, oder speichert ihn in Form von Fett.

Was passiert aber nun, wenn du gar nicht wegläufst oder kämpfst? Wenn dein Stress nicht aus dem Säbelzahntiger besteht, sondern vielmehr aus Sorgen und Problemen, die an dir nagen? Wenn du dauerhaft einfach überlastet bist und gar nicht mehr richtig zur Ruhe kommst?

Dann wird der durch die Stressreaktion erhöhte Blutzucker nicht verbraucht. Weil du keine Muskelarbeit aufwendest, wenn dein Kopfkino dich belastet oder der volle Schreibtisch und der Druck vom Chef dir seit Wochen Überstunden und schlaflose Nächte bescheren.

Gute Entscheidung = Gutes Leben

Eine gute Entscheidung ist eine Wahl, die du hinterher nicht bereuen musst. Mit Herz und Verstand. Systematisch. Alles Wichtige berücksichtigen. Deine Entscheidung in 7 Tagen.

Insulin als Speicherhormon sorgt dann für die Speicherung dieses Blutzuckers in Form von Bauchfett. Und so macht zu viel Stress – und damit zu viel Cortisol – dick!

Wenn du also gerne abnehmen möchtest und das mit den ganzen verschiedenen Diäten nie so richtig hinhaut, dann schau doch in Zukunft vielleicht nicht mehr nur auf die Nudeln und die Chips, sondern versuch auch mal, ein bisschen auf Stress zu verzichten :-)

Klar, so ganz ohne Stress – das ist nicht nur nicht erstrebenswert, sondern auch gar nicht möglich, bei den vielen Anforderungen, Problemen und Sorgen, die jeder von uns hat und kennt. Wichtig ist, dass es kein Dauerstress wird und unser Cortisolspiegel nicht langanhaltend erhöht bleibt.

Was hilft? 

Wichtig ist, dass wir auch in stressigen Zeiten gut für uns sorgen. Regelmäßig Pausen machen. Probleme möglichst schnell aus dem Weg räumen. Ausreichend und qualitativ gut schlafen. Dinge tun, die uns Spaß machen. Belastende Gefühle loslassen. Den Kontakt zu den Menschen pflegen, die wir mögen. Unsere Lieblingsmusik hören. Meditieren. Und ja, idealerweise auch Sport machen! All das (und noch viel mehr!) baut Cortisol ab. Es entspannt uns. Und hilft uns dabei, auch diese Fettpölsterchen am Bauch wegzubekommen :-) Und das Beste ist: Es tut gar nicht weh – im Gegenteil!

2. Unzufriedenheit und schlechte Stimmung ade

16:30 Uhr, es wird wieder dunkel draußen – das Energielevel liegt bei maximal 10% … Schokolade muss her! Mein Freund hat mich versetzt und ich sitze gefrustet alleine zu Hause … Gut, dass die Chips mich trösten!

Langeweile, schlechte Laune, Müdigkeit und Unzufriedenheit – was da hilft, ist richtig schönes, fettiges und kohlenhydratereiches Essen. Das bringt einen Stimmungskick und kann so manchen Frust vergessen machen.

Mist nur, dass gerade dieses Essen ja gerne mal ansetzt :-(. Ein Salat hilft eben nicht so gut gegen Frust oder Müdigkeit wie eine schöne, fette Tafel Schokolade. Die lässt nämlich unseren Serotoninspiegel in die Höhe schnellen.

Serotonin, das ist das sogenannte Glückshormon und zuständig für die guten Gefühle. Wenn wir schlecht drauf sind, wenn alles irgendwie Mist ist, wenn wir müde und ausgelaugt sind – dann ist auch unser Serotoninspiegel im Keller. Und dann hilft eine Tafel Schokolade mit ihrer Mischung aus Zucker und Fett ganz ausgezeichnet, diesen Serotoninspiegel kurzfristig wieder anzuheben und uns Glücksgefühle zu verschaffen.

Aber wenn du ein geübter Frustesser bist, dann weißt du auch, was danach passiert. Du fällst anschließend in ein tiefes Loch. Noch viel tiefer als es vorher war. Nicht nur, weil du dich darüber ärgerst, dass du gleich so viel in dich hineingestopft hast. Sondern auch, weil dein Körper dafür sorgt.

Was passiert nämlich? So steil, wie dein Blutzuckerspiegel in die Höhe steigt und für Energie sorgt, so rapide sinkt er auch wieder. Und durch das zwischenzeitliche „Hoch“ fühlt sich dieses Loch meistens noch viel tiefer an als vorher. Die Folge: Wir sind am Ende eher noch müder und ausgelaugter als vorher und die Stimmung ist noch ein paar Stufen tiefer in den Keller gesunken.

Um das mal ganz grob und plakativ in einem Satz zu formulieren: Schlechte Stimmung, Unzufriedenheit und Müdigkeit bewirken bei den meisten von uns einen riesigen Hunger auf fett- und zuckerhaltiges Essen. Also genau auf das, worauf wir eigentlich doch so gerne verzichten wollten.

… Und dann überleg dir mal, wie sehr deine Stimmung und dein Energieniveau im Keller ist, wenn du radikal Diät machst und dir alles Schöne und Leckere verbietest! Kein Wunder, dass wir dann ganz schnell beim Heißhunger und Frustessen landen – und unser Projekt Abnehmen mal wieder gescheitert ist. Oder nicht?

Was hilft? 

Gute Laune, mehr Energie, Glücksgefühle. Das brauchen wir und das versuchen wir uns nur allzu oft über unser Essen zu ermöglichen. Dabei gibt es so viele andere, einfache Möglichkeiten, wie wir glücklicher und fitter werden können.

Schritt 1 lautet also: achtsam sein! Erkennen, dass wir gerade nicht gut drauf sind und genau das der Grund ist, dass wir plötzlich ein unbezwingbares Bedürfnis nach 1 kg Spaghetti bolognese – oder besser noch: Sahnetorte – haben.

Und Schritt 2 lautet: Tu dir selbst etwas Gutes und versuch mal, anders zu guten Gefühlen zu kommen als über das Essen. Was macht dir Spaß? Was macht dich glücklich? Was bringt dir Energie?

Vielleicht hörst du dir in solchen Momenten deine Lieblingsmusik an und singst lauthals mit. Treff dich mit deiner besten Freundin. Geh shoppen. Lies auf einer Witzeseite. Geh mit deinem Hund spazieren oder kuschel mit deiner Katze. Tanz Zumba oder mach irgendeinen anderen Sport (aber nur, wenn es dir auch wirklich Spaß macht!). Setz dich an dein Nähprojekt. Schau dir lustige youtube-Videos an. Erlaubt ist alles, was Spaß macht. Klingt doch nach einer guten Strategie, weniger zu essen, oder?

3. Aufhören mit dem Hungern!

Hungern ist Mist. Nicht nur, weil es keinen Spaß macht, sondern auch, weil es überhaupt nichts bringt. Denn nur, weil du deinen Körper regelmäßig in Hungersnot bringst, nimmst du noch lange nicht ab.

Wenn du dich und deinen Körper nämlich quälst und nichts isst, obwohl du Hunger hast, dann passiert Folgendes: Dein Körper ist geschockt und es geht irgendwo dadrinnen ein Alarm los: „Achtung, Hungersnot. Oh Gott, wenn wir nichts mehr zu essen bekommen – und damit keine neue Energie –, dann müssen wir jetzt ganz schnell alle Energie sparen. Alles anhalten, hier wird jetzt kein Fett mehr verbrannt.“ Denn auch wenn unser Bauchfett uns heute alles andere als lieb ist, so war es in früheren Zeiten vor allem eins: unsere ganz persönliche Lebensversicherung. Dein Bauchfett ist die letzte Reserve deines Körpers und dient deinem unbedingten Überleben in Zeiten langer Hungersnöte. Das Bauchfett wird von deinem Körper deshalb nur sehr ungern und als Allerletztes freigegeben.

Wenn du deinen Körper durch Hunger also in eine künstliche Notsituation versetzt, dann entsteht Panik. Und wenn du dann irgendwann nach 12 Stunden Hungern endlich mal wieder etwas isst, dann hat sich der Körper das gemerkt und legt das Essen direkt als Reserve an. Denn für ihn ist gerade eine Zeit der Hungersnot angebrochen, in der er gut haushalten muss, mit dem, was er bekommt. Also legt er es gut gesichert – am liebsten als Bauchspeck – an. Ist blöd, stimmt aber.

Und es ist ein Teufelskreis. Ich stelle mit dem Hungern meinen Körper unter Dauerstress. Der Cortisolspiegel steigt, bleibt je nach Dauer der Hungersnot auch erhöht und der Körper setzt Fett an. Und dieser ganze Stress sorgt auch dafür, dass ich grundsätzlich unzufrieden, schlecht gelaunt und kraftlos bin … Was dann wiederum zu Frustessen führen kann, weil wir ja irgendwoher unsere Lebensenergie und unsere Glücksgefühle bekommen möchten. Das Frustessen, das speichert der Körper dann auch direkt als Reserve – wer weiß, wann wieder etwas kommt.

Was hilft?

Nicht hungern! Die Alternative ist viel gesünder und führt mit hoher Wahrscheinlichkeit bei den meisten von uns zu einer Gewichtsabnahme. Das klingt jetzt wirklich blöd und echt stumpf, aber die Regel ist so einfach (und ich weiß gar nicht, ob es wirklich Menschen gibt, die sich daran halten – ich hab’s nie getan): „Wenn du Hunger hast, dann iss etwas. Und hör auf mit dem Essen, sobald der Hunger weg ist.“

Übrigens: Ganz oft haben wir nicht einmal Hunger, sondern eigentlich Durst. Denn wenn unser Körper dehydriert ist, dann bekommen wir so etwas wie ein „falsches“ Hungergefühl – regelmäßig und ausreichend trinken kann Abhilfe schaffen!

Ich persönlich esse, was auf den Tisch kommt. Ich bin ein Appetitesser. Am liebsten ein schönes Abendbrot, bei dem man sich zig Brote mit den verschiedensten Aufschnitten machen kann … mhh, lecker! Aber eigentlich (!) habe ich nach dem zweiten Brot, manchmal auch erst nach dem dritten Brot, gar keinen Hunger mehr. Doch ich musste tatsächlich erstmal lernen, dadrauf überhaupt zu achten. Mal eine kurze Pause zu machen und in mich hineinzuhorchen: Habe ich jetzt gerade noch Hunger oder bin ich eigentlich schon satt? Brauch ich noch ein Brot? Muss ich meinen Teller wirklich noch leer machen?

Wenn ich dann merke, ich bin satt, und aufhöre zu essen, dann sind das mindestens 2 Brote weniger als sonst. Alles gespart. Und trotzdem habe ich mir nichts verboten, habe auf nichts verzichtet und muss nicht hungern.

Ja, ich weiß, es klingt blöd. Aber so blöd es auch klingt: Wenn du auch viel Appetit hast und gerne viel isst, dann probier doch mal aus, in Zukunft ein wenig achtsamer zu sein. Einfach ab und an mal eine Pause zu machen und genau hinzuhorchen: Habe ich Hunger? Habe ich keinen Hunger mehr?

Das ist wesentlich weniger blöd, als zu hungern. Versprochen.

Versöhn dich mit deinem Körper

Ich weiß nicht, wie es bei dir ausschaut. Wie viele Diäten du schon ausprobiert hast. Ob es bei dir einfach darum geht, mal 1–2 Kilo Winterspeck loszuwerden, oder ob du wirklich mit starkem Übergewicht kämpfst. Deshalb wird nicht für jeden passen, was ich hier geschrieben habe. Aber eines wollte ich noch ergänzen:

Ich glaube, je stärker wir kämpfen und je radikaler, lieb- und verständnisloser wir mit uns und somit mit unserem Körper umgehen, umso schwieriger wird es sein, mit ihm zusammenzuarbeiten.

Unser Körper hat sein ganz eigenes System. Er funktioniert nicht so, wie wir es uns mit unserem Kopf wünschen und vornehmen – er hat ganz eigene Regeln, die sich die Natur, die Evolution, so ausgedacht hat. Immer noch mehr an uns rumzukritteln, uns unter Stress zu setzen und zur Hungersnot zu zwingen, bringt in den wenigsten Fällen Erfolg. Wichtiger ist es, auf unseren Körper zu hören. Ihn zu spüren. Seine Signale zu deuten. Zu spüren, wann wir zu viel Stress haben. Zu spüren, wann wir Hunger haben. Hunger von Durst zu unterscheiden.

Du kannst es immer eine Zeitlang schaffen, Diät zu halten und weniger Energie zu dir zu nehmen. Und doch solltest du dir bewusst sein: Das System in deinem Körper funktioniert immer gleich. Er braucht ein gewisses Maß an Energie und Fettreserven. Und die wird er sich holen. Entweder indem er Reserven ansetzt oder indem er dich dazu bringt, mehr zu essen. Das hat nichts mit fehlender Disziplin zu tun. Sondern damit, dass dein Körper alles versucht, um dich gesund und am Leben zu halten.

Und dafür sollten wir ihm einfach mal dankbar sein, oder?

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Kommentare

  • Ergänzend zu dem tollen Artikel: Wenn ein Körper über längere Zeit nicht genügend Nahrung bekommt, holt er sich diese aus Muskeln und Knochen. Dies zehrt aus und führt zu div. Krankheiten. Genetisch ist festgelegt, ob man bei Stress zum Vielessen neigt oder nicht. Der Typ Vielesser wird dann bei Langzeitstress zwar dick, bleibt aber gesund.
    In dem spannenden Buch Mythos Übergewicht legt der Hirnforschung Achim Peters dieses gut verständlich dar. Er führt Beweise an, dass Dünne eher krank werden als Dicke und stellt Alltagswissen auf den Kopf. Wichtige Erkenntnisse für unseren Umgang mit Stress!
    Ich, mit Mitte 50 und hohem Gewicht, aber gesund, finde mich in dem Buch sehr gut wieder. Endlich die Erklärung für das, was ich seit langem fühle. Und ja: ich esse immer dann automatisch weniger und nehme ab sobald ich selbstbestimmt, sicher und zufrieden leben kann. Das ist also mein Ziel.

  • Hallo Judith,

    toller Artikel, ich erkenne mich in vielen Punkten wieder. Finde Eure Seite überhaupt toll. Macht weiter so! Danke für die Inspirationen und beste Grüße aus Hamburg,

    Petra

  • Danke, dass das Thema erneut angesprochen wurde. Es muss nicht (und kann vielleicht auch nicht) jeder Mensch schlank sein. Richtig, Judith: Schlank sein nur übers Essverhaltenerreichen erreichen zu wollen, bringt nichts. Ich treibe seit über 25 Jahren wirklich regelmäßig Sport (Ausdauersport, Gymnastik, Tanz) und merke nun mit fast 60 Jahren, dass Bewegung in vielerlei Hinsicht wirklich ein guter Weg ist: Meine Muskeln wollen mit Energie versorgt werden, der Darm bleibt in Bewegung, Sauerstoff erfrischt Körper und Geist. Der Körper signalisiert dann auch recht gut, welches Essen er im Zusammenhang mit Bweglichkeit bevorztugt. Übrigens benötige ich für meinen Sport keinen Verein, keine Geräte, kein Studio. Turnschuhe an und raus in die Natur! Und: Musik an und sich dazu bewegen. Aktiv und neugierig bleiben, für Andere und für sich selber was tun. Das ist nicht jeden Tag einfach, es muss nicht immer gelingen, aber auf die Dauer ist es offenbar ein richtig guter Weg.

  • Ich möchte zu Stress-Fett und Sport noch anmerken:
    Lockeren Sport, keinen Powersport.

    Das ist in Stressphasen kontraproduktiv, da die Niere mit dem Cortisol ohnehin schon überlastet ist und Powersport weiteren Stress verursacht. Nur bei lockerem Sport wird Cortisol auch abgebaut. ;-)

  • Mir hat das Buch “Fettlogiken überwinden” die Augen geöffnet.

    Und nein, es geht nicht darum, nur noch 500 kcal zu sich zu nehmen. Wer das behauptet, hat das Buch entweder nicht verstanden oder nicht gelesen.

    In dem Buch werden die üblichen Diätmythen beiseite geschoben, indem die Autorin erläutert, wie diese entstanden sind, wo die Quellen dieser Mythen liegen und weshalb es zwar einen Hungerstoffwechsel gibt, er für Menschen, die (richtig viel) abnehmen wollen aber eher nicht relevant ist.

    Grundsätzlich kommt es darauf an, weniger aufzunehmen als verbraucht wird. Wie man da hinkommt, ist völlig unterschiedlich, weil wir nun mal unterschiedliche Menschen sind. Wenn man seinen eigenen Weg gefunden hat, geht es plötzlich ganz einfach.

    Aber einfach heißt nicht leicht!
    Ich habe nach der Lektüre und der anschließenden Auseinandersetzung mit mir und meinem Eßverhalten 14 kg abgenommen und bin kurz davor (~2 kg noch), mein Traumgewicht zu erreichen – und anschließend auch zu halten! Weil ich endlich weiß, was dahinter steckt und wie es funktioniert!

  • Schöner Artikel! Gute Idden und wertschätzend geschrieben.

    Was man ergänzen könnte: es gibt unterschiedliche Körpertypen. Im Ayurveda als Vata, Pitta und Kapha bezeichnet. Die auch unterschiedlich auf Stress reagieren und auf die (Vata) die Cortisol=Bauchfett-Theorie nicht zutreffen muss.
    Für den Rest der Welt ist der Zusammenhang aber wichtig und richtig

    Ärgerlich – weil schon oft gelesen – finde ich die Tipps gegen das Nachmittagstief. Die Ideen selbst sind ja wirklich gut, aber ich komme mir veräppelt vor. Wir sind nicht alle arbeitssuchend oder aus welchen Gründen auch immer daheim. Zu den Zeiten meines Nachmittagstiefs sitze ich im Büro mit nur wenig Möglichkeit, mit der Katze zu tanzen…
    Und das ist die schwierige Zeit, in der Kaffee und Süßes hermüssen, weil es sonst einfach nicht weitergeht

  • Ein super Beitrag!
    Ich kann allen Punkten zustimmen.

    Viele Leute machen Sport, achten auf die Ernährung aber nehmen dennoch nicht ab. Der Grund ist oft die Einstellung. Wenn man sich immer nur darauf konzentriert, wie dick man ist und wie viel man noch abnehmen muss, dann wird man massive Schwierigkeiten mit dem Abnehmen haben (Gesetz der Anziehung).

    Ein super Artikel! Schade, dass ich nicht schon früher auf diesen tollen Blog gekommen bin. Werde mich jetzt mal etwas umgucken ;)

    LIebe Grüße,
    Dominik

  • Hunger ist wirklich MIST. JOJO Effekt.
    Toller Artikel

  • Schön, dass Ihr einen Beitrag geschrieben habt, in dem der Schwerpunkt fürs Abnehmen nicht auf dem Essen liegt. Ihr schreibt meiner Meinung ganz richtig, dass man den Körper als Freund ansehen sollte. Es ist einfach wichtig auf seinen Körper zu hören und ihm zu geben, was er braucht: Essen, Trinken, Streicheleinheiten,…

    Was einige Kommentatoren (z. B. Joseann) bereits schrieben, halte ich für das Wichtigste beim Abnehmen: die Pysche!

    Ich persönlich habe in meiner mehrmonatigen Arbeitslosigkeit 20kg zugenommen. Da ich momentan in einem Frustjob sitze, sind die Kilos immer noch drauf :-(

  • Ich habe ganz andere Erfahrungen gemacht: ich stand fast mein ganzes Leben unter Dauerstress und war so dünn, dass Andere dachten, ich sei magersüchtig, was aber nicht der Fall war, ich habe gegessen wonach mir war. Kann ja dann nicht so ganz stimmen mit dem Cortisol. Auch die Theorie mit dem Dickersein um Mangel auszugleichen kann nicht stimmen, ich habe mein ganzes Leben Mangelgefühle und seit der Frühberentung weiß ich, dass ich nie ausreichend Geld haben werde, aber ich bin immer noch schlank. Lediglich die Hormone sorgen für etwas Gewichtszunahme. Ich werde von Jüngeren beneidet, dass ich immer noch so schlank bin, aber ich hätte gerne auf ein Leben mit Überforderung verzichtet.
    Fasten kann auch beglückend sein, ich musste es mal als ich sehr krank war, danach fühlt man sich gut, ohne Schweiß keinen Preis, heutzutage muss alles immer einfach so gehen, nebenbei, am Besten im Schlaf, um nichts zu merken, keine gute Haltung, denn wofür dann belohnen oder sich loben oder stolz auf sich sein?

    Viele Grüße
    Katharina D.

  • Ich hab die letzten Monate mit meinem Freund zusammen gegessen. Wir haben ein krass unterschiedliches Essverhalten. Ich bin jemand, der sich die letzten Bissen noch reinschlingt, obwohl pappsatt. Er lässt fast immer einen Rest auf dem Teller, den er partout nicht mehr essen mag. Zwar ärgert mich das grundsätzlich, denn oft wirft er den Rest weg, er könnte sich ja auch einfach weniger nehmen, aber ich habe auch begonnen, mein eigenes Essverhalten zu hinterfragen. Ich bin das andere Extrem – ich esse ALLES auf, aus Prinzip. Esse ich Salat, esse ich noch das kleinste Maiskörnchen, damit ich es nicht wegwerfen muss (und weil das Spülen so leichter geht).
    Mein Freund isst grundsätzlich viel kleinere Portionen, und für ihn ist das normal. Für mich nicht.
    Durch sein Essverhalten habe ich angefangen, selbst kleinere Portionen zu essen, regelmäßiger zu essen, und meinen Teller wegzustellen, wenn ich keinen Hunger mehr habe. Es müssen wirklich nicht vier Scheiben Brot sein, zwei reichen auch. Den albernen Höflichkeitsrest werde ich mir nicht angewöhnen, und auch nicht, Essen wegzuwerfen, aber es war interessant, mal unser Verhalten in Relation zu sehen und wie ich scheinbar vorher nur genießen konnte, wenn ich VIEL aß, da das für mich als normal galt und mir ein Gefühl von Sicherheit gab. Mein Freund ist zufrieden nach einer durchschnittlichen Portion, ich war immer noch unzufrieden, aber wenn ich merke, dass ich satt bin, gibt sich das auch langsam.

  • Liebe Judith,
    ein sehr guter und stimmiger Artikel über die “drei falschen, unbewussten Strategien” und ihre Folgen. Und ein wunderbares Plädoyer, sich lieber um das eigene Wohlbefinden als um die Kilos “zuviel” zu kümmern, die tatsächlich die Tendenz haben, von selbst zu verschwinden, wenn man ein glückliches Leben führt.
    Mir fehlt hier aber etwas. Ich bin beispielsweise schlank, weil ich schlank sein WILL. Und das wäre meine erste Frage an diejenigen, die mit ihrem Gesicht hadern. WILLST du wirklich schlank sein?
    Ich selbst liebe es einfach, in einem schlanken Körper zu wohnen, mich gesund und leistungsfähig zu fühlen (und es auch zu sein). Stress und Frust habe ich genauso wie jeder andere, und auch ich kann mich mal, ob genervt oder genußvoll, auf eine 300-g-Schokolade, eine Schweinshaxe mit Knödel oder eine Riesenpizza stürzen. Und natürlich nehme ich davon zu. Aber das sehe ich ja dann, und dann nehme ich das Kilo oder die zwei eben wieder ab. Wie das geht, ist nun wirklich überall bekannt, und jeder findet seine eigene “Diät” und Bewegungsform, die funktioniert, dem muss ich hier nichts hinzufügen.
    Der Punkt ist: Bei mir liefert das Gefühl, schlank und agil zu sein, definitiv mehr Serotonin als die leckerste Süßigkeit.
    Schlank sein wollen, weil das zufällig gerade unser Schönheitsideal ist – geht mal in die Südsee, die finden was ganz anderes schön ;-) – , oder andere einen verurteilen, weil man für deren Geschmack zu dick ist, ist Unfug. Der Wunsch muss schon von innen kommen. Dann gelingt es einem auch.
    Übrigens: Schlank sein bedeutet für mich nicht, die ausgezehrten Hungerharken auf dem Catwalk nachzuahmen. Schlank sein heißt für mich, in genau dem Körperbau, den uns Mutter Natur beschert hat (ob pyknisch oder leptosom), das richtige Maß zu finden, das sich gesund, beweglich und angenehm anfühlt. Es ist, wie alles, eine individuelle Sache.
    Nix für ungut ;-)

  • Ja, die drei Grundansätze kann ich bestätigen.
    – Zufrieden sein! Probleme lösen!
    – Lebensmittel essen, die so natürlich wie möglich belassen sind. Dann muss man weder Kalorien zählen noch sonst irgendwie dauernd das Thema “Essen” oder “gesunde Ernährung” im Kopf haben. Dann sind Kuchen und Fertiggerichte eine Ausnahme. Und weil Chips, Burger, Großküchenessen, Dosengerichte und so was nun mal keine weitgehend naturbelassene Nahrung sind, wird man mit der Zeit durch ganz einfache, preiswerte Gerichte richtig kreativ und schlank.
    – Mit Freude arbeiten, mit Freude den Körper bewegen. (Wer zu viel Pausen einlegt und wer zu oft meint “zu sich kommen zu müssen”: der langweilt sich – und isst…).

  • Toller Artikel! Daran denkt man wirklich viel zu selten, obwohl es doch Sachen sind, die einem gut tun und Spaß machen.

    Kleiner Hinweis ganz am Rande: Imperativ von “treffen” ist “triff” nicht “treff”

  • Danke! Toll

  • Hallo, liebes Team!
    Ich bin euch dankbar, für diesen wieder einmal authentischen Beitrag!
    Das mit dem Abnehmen hat auch mit “sich annehmen” zu tun, ganz richtig.
    Und ich hab aus eigener Erfahrung festgestellt, wenn ich mich nicht mag, bin ich leider “ungern” fies zu meinen Körper, vergesse zu essen oder esse das Falsche, innehalten ist hier mein Zauberwort!
    Ich setze mich bewußt, so wir Ihr mit dem Newsletter einmal die Woche hin und hinterfrage mich, ob mir meine Woche gut gefallen hat. ***Wenn ja, schreibe ich das Gute auf eine Blatthälfte. Bei Nein dieses dann auf die andere. Dann “bearbeite”ich das Ungute, mach Pläne und stecke mir erreichbare Ziele, nehme oder hole genug Hilfe, wo es nötig ist, inclusive.**
    So habe ich von Woche zu Woche den Vergleich, was gut oder nur halb gut lief. Es ist erstaunlich, daß in den Tagen, die Streß behaftet sind, mein Essen zunahm, wenn ich nicht aufmerksam genug war. Doch auch ich gönne mir mal queerbeet futtern, das macht glücklich, wenn ich mich kasteien muß. Laissez-faire tut gut!**
    Ich kann von mir sagen, dass nicht zuletzt Ihr dazu beitragt , daß ich so aufmerksam mit mir bin. Ich lese den Newsletter fast seit Anbeginn und bin froh, daß ich parallel dazu betrachtet, schon sehr richtig handle. ! Danke Euch !
    Und dies macht sich in meinem Gewicht bemerkbar. Fühle ich mich wohl, esse ich nach Appetit und nicht aus Frust. Bin eh eine vorsichtige Nahrungsmittel-Konsumentin und es wäre für mich viel zu schade, etwas ohne Genuß zu verzehren!
    Danke für Eure Zeilen, jeden Sonntag freue ich mich darauf!

  • Ich finde den Artikel auch ganz toll geschrieben, weil da endlich mal einer offen ausspricht, dass Abnehmen nicht nur eine Sache von Kalorien zählen ist sondern sehr viel mehr dazu gehört. Leider interessieren sich gerade die Fachleute häufig überhaupt nicht für diese HIntergründe sondern verschlimmern das Problem noch zusätzlich mit all ihren Ge- und Verboten.

    Nur eins möchte ich erwähnen – “die Alternative zum Abnehmen ist, sich selbst anzunehmen” – das stimmt nun wirklich nicht und suggeriert, dass jemand, der sich annimmt wie er ist, nicht mehr verändern möchte. Das eine hat aber mit dem anderen nichts zu tun bzw. glaube ich, dass hier zwei Dinge miteinander vermischt werden, die nicht zusammen gehören.

    Nur weil man den eigenen Körper akzeptiert wie er ist und ihn annimmt, bedeutet das noch lange nicht, dass man zwangsläufig nicht mehr abnehmen möchte. Vielmehr zeigt mir meine Erfahrung damit, dass eine gewisse Akzeptanz auch der ganzen Fettschicht um mich herum dazu nötig war zu verstehen lernen, warum ich dick wurde und aufzuhören, mich als hässlich zu beschreiben bzw. meinen Körper abzuwerten. Das wiederum führt dazu, dass ich auch mein “Mehr-Gewicht” nicht länger meinem Körper zumuten möchte, weil ich spüre, dass es ihm nicht gut geht damit.

    Man könnte auch sagen, nur weil ich begann mich anzunehmen wie ich bin, war ich überhaupt in der Lage, meinem Körper die nötige Liebe und den nötigen Respekt entgegen zu bringen, den es brauchte, damit ich ihn endlich gut behandle.

    So habe ich es auch mit meiner Persönlichkeit und Seele gemacht – und es hat viele gute Veränderungen nach sich gezogen.

    Wenn jemand sagt “Ich bin so wie ich bin und verändere mich nicht mehr”, dann ist er entweder erleuchtet oder einfach stehen geblieben. Aber mit echter Selbstakzeptanz hat das zumindest in meinen Augen nicht soviel zu tun, denn ich glaube, dass wir immer innerlich so flexibel und auch weich bleiben müssen, um Dinge, die nicht mehr zu uns passen (und da geschieht im Laufe eines Lebens doch so viel) zu verändern. Man kann sich schließlich mögen wie man ist und trotzdem in dem ein oder anderen Bereich nach Veränderung streben.

    Sorry für den langen Kommentar, aber das wollte raus :)

    Liebe Grüsse
    Clara

  • Liebe Judith,
    Du machst das schon ganz richtig für DICH; den Weg zu Gesundheit und damit zum Idealgewicht muß letztendlich jeder für sich selbst finden, den wir sind Individualisten auf jeder Ebene. Fakt ist: wenn ich -gerade auch zur Nacht – Fett UND Kohlenhydrate esse, schüttet der Körper verstärkt Insulin aus…
    Essen, worauf mann/frau Appetit hat UND gut durchkauen (je Bissen mindestens 30x),denn: Verdauung beginnt im Mund. Kauen wir lange, werden wir automatisch schneller satt UND der Körper kann alle Nährstoffe dank des intensiven Kauens optimal aus der Nahrung verwerten :-))
    So gesehen, kann/darf ich ALLES essen, wonach mir gelüstet und das auch noch mit Genuß und Muße. Mit der Zeit stellt sich ganz neue Gelüste ein, wir nehmen mehr von dem zu uns, was uns wirklich gut tut; das wiederum hilft, nicht nur ziemlich gesund zu bleiben, sondern auch, erst gar nicht krank zu werden. Sogen. Zivilisationskrankheiten verlassen uns und wir werden “groß” und stark…
    Wenn wir dann noch aufmerksame Körperpflege betreiben mit natürl. Ölen wie zB Oliven-, Aprikosenkernöl, unser Gedankengut pflegen und auch sonst so schauen, was uns gut tut…
    Oben beschriebenes habe ich selber erlebt mit nicht geglaubten Veränderungen ins Positive; gelegentl. Sünden nimmt mein Körper mir nicht mehr übel :-) . Selbst mein jetzt 94-jähriger Vater konnte die Verwandlung ins Leben zurück erleben…
    In diesem Sinne wünsche ich Jedem, er möge seinen Weg finden und nicht verzagen. Die Rückverwandlung geht nicht von heut auf morgen; aber jeden Tag ein kleines bißchen weiter… peu-a-peu

  • Es freut mich endlich einmal zum Thema Gewichtreduzierung einen so vernünftigen Artikel zu lesen. Diäten helfen wenig, verschlimmern nur die Situation. Trotz vernünftiger Ernährung und viel Spaß an sportlicher Betätigung bin ich eine gesunde Dicke. jetzt hat mich eine OP berufberuflich von jetzt auf gleich von 100 auf 0 ausgebremst. Der Alltag ist nun ein ganz anderer, meine inner Uhr hat sich umgestellt, aufstehen, wenn ausgeschlafen ist, essen, wenn man Hunger hat, sportliche Betätigung, wann einem der Sinn danach steht. 20 kg Gewichtsverlust in 4 Monaten. Zum Glück hatte ich einen guten Hausarzt, der nicht auf Diäten steht und mich in meiner Meinung, dass es gut ist, so wie ich bin, immer bestätigt hat. Leider kann man da auch sehr qualvolle andere Erfahrungen machen.

  • Ja liebe Judith, dein Beitrag passt auch sehr gut in die beginnende Fastenzeit. Wobei es mir darauf ankommt, dass Fasten eben nicht einfach das verzichten auf etwas geliebtes (wie Essen, Alkohol, Rauchen, Fernsehen, Internet…) bedeutet, sondern vor allem auf das ‘hinhorchen’, was ist eigentlich mein persönlicher Ballast, den ich loslassen will. Nur durch das loslassen kann neue Energie frei gesetzt werden, die ich dann mir (und auch anderen Menschen) zuteil werden lassen kann.

  • Dieser Beitrag ist das inhaltlich Beste was ich bisher zu Diesem Thema gelesen habe! Der Zusammenhang zwischen Dauerstress und Hunger bzw. Heißhunger ist bisher meistens ignoriert worden.

    Das Wechselspiel zwischen Gedanken, Gefühlen und körperlichen Bedürfnissen ist entscheidend dafür, wie wir uns verhalten. Je mehr ich mir dessen bewusst bin, desto eher kann ich etwas ändern.

    Danke für den Beitrag

  • Ich wiege 180 kg und bin zur Zeit in Kur. Der Beitrag war vernünftiger als das was die Ernährungsberaterin mir mit auf den Weg geben konnte.

  • Dankeschön!! Das ist wirklich ein toller Beitrag, den ich sehr gerne gelesen habe und sehr hilfreich empfinde, auch wenn ich im Augenblick ganz einverstanden bin mit meinem Gewicht…manchmal bin ich es nicht und es ist so schön, diese Zusammenhänge zu lesen – denn alles in mir sträubt sich gegen Fasten und Kalorienzählen und einen unnatürlichen Umgang mit dem Essen….

    Schön auch, Judith, deine einleitenden Worte (passt das Thema zu ZzL :) )…..ja, so wie du es aufbereitet hast, passt es absolut phantastisch zu ZzL…..Danke! Ich schätze sie immer sehr, deine Artikel!!

    Einen schönen, genussvollen Sonntag für uns alle…..

  • Ich kann bei allem 100% zustimmen und würde gerne noch einen Aspekt hinzufügen im Bezug auf Hungern. Der Körper reagiert auch auf unsere Gedanken. Ich habe festgestellt, dass das Gefühl von Mangel jeglicher Art, auch und vor allem empfundener Geldmangel!, dazu führen kann, dass der Körper Polster anlegt. Vor allem aber legt er Polster an, wenn ein Mensch die Angst hat, in Zukunft nicht für sich sorgen zu können, z.B. also auch, wenn ein Verlust des Arbeitsplatzes droht. Er legt dann “Winterspeck” an für harte Zeiten, auch wenn die (noch) nur als Bild im Kopf herumschweben. Also, der gefühlte Mangel an Fähigkeit, sich selbst zu versorgen, bringt den Körper dazu, Vorräte anzulegen, wann immer es “genug” gibt.
    Ich war in meinem Leben nie richtig schlank, weil ich nie das Gefühl hatte, für mich sorgen zu können in dieser Welt. Das “Ende des Geldes” schwebt immer über mir. Mein Körper lebt daher immer in dem Gefühl, einer bevorstehenden Knappheit entgegensteuern zu müssen, so wie ein Bär, dem der Winter bevorsteht. Dadurch, dass nahezu alles heute von Geld abhängig ist, ist dieses Gefühl vielleicht auch für andere Menschen alltäglich geworden, vor allem, wenn sie kein Stück Land haben und keinen sicheren Job oder eine Fähigkeit, die gebraucht und gut bezahlt wird. Ich denke darum, dass eines der wichtigste Ziele der Schule und Familie darin bestehen sollte, Kindern genau dieses Gefühl zu vermitteln, dass sie sich selbst versorgen können, egal was kommt. Ich denke, dann würde Übergewichtigkeit stark zurückgehen.

    • Moni schreibt am 7. Februar 2016

      Dieser Artikel hilft wirklich sehr. Alle drei genannten Aspekte sind so wichtig und werden doch so oft außer Acht gelassen.
      Besonderen Dank an Joseann für den Kommentar! Das leuchtet mir total ein.
      Ich möchte noch anmerken, dass es auch vorkommen kann, dass jemand einfach aus gesundheitlichen Gründen gezwungen ist, abzunehmen. Da hilft ein “Aber ich liebe dich so, wie Du bist” oder ähnliches überhaupt nicht.

    • Marina schreibt am 7. Februar 2016

      Danke Joseann für Deinen ehrlichen Beitrag, ich kann dem nur zustimmen. Ich finde da die Hinweise von Rüdiger Dahlke (ich stimme nicht allem zu, was von ihm kommt) ganz interessant mal selbst nach zu haken was denn hinter diesem “Symptom” liegt. Soll das Polster einen Mangel ausgleichen, den ich empfinde (manchmal ist der Mangel ja auch schon längst nicht mehr da und nur noch ein Gefühl aus vergangener Zeit)? Brauche ich das Polster als Schutzschild gegen Angriffe? Oder bin ich einfach “rundum” glücklich und zeige das gern?
      Übrigens ist der Körper nicht ausschlaggebend für Erfolg oder Nicht-Erfolg im Leben. Schaut Euch genau um! Sabine Asgodom z.B. ist eine der erfolgreichsten Coaches und ist ziemlich “füllig” und wenn man “voller” Information und Wissen ist, darf man das ja auch sehen, oder?
      “rundum” Serotoninreiche, glückliche Tage Euch Allen

  • Jo, das 16.30 Uhr -Problem, das ist meins. Da gibts Schoko, Wurst und Wein.
    ich erkenne mich wieder. Das Thema ist für mich sehr wichtig.

    Da sind Veränderungen notwendig.
    Mehr dazu als Hilfestellung!

  • Das ist ein toller Beitrag! Ich kann das nur bestätigen. Ich habe 25 kg abgenommen und das ganz ohne Diät!! Einfach auf seinen Körper und die eigenen Bedürfnisse hören klappt wirklich. Bei mir war dann auch irgendwann der Wunsch nach mehr Bewegung da…einfach weil es wieder Spass gemacht hat. Und für mich ganz wichtig war auch…kein Blick auf eine Waage. Irgendwann wollte ich es aber schon wissen.

  • Ein toller Beitrag!
    Die Gedanken passen sehr gut zu eurer Seite und eurem Stil (und hohem Niveau).
    Was mir immer sehr hilft: daran erinnern, dass Abnehmen nicht gleichbedeutend ist mit Entsagung. Gesundes Essen kann sooo gut sein!
    Karotten sind manchmal wirklich eine gute Alternative zu Schoggi… auf jeden Fall einen Versuch wert☺.
    Stärke am Mittag wird bis zum Abend oft verbrennt… also nicht ganz verzichten, sondern z.b. von abends auf mittags verlegen…nur als Experiment…
    Viel Erfolg bei allem was ihr tut und vor allem Freude dabei☺!

  • Liebe Judith, ich bin begeistert. Es stimmt alles und ich würde mich freuen, zukünftig doch mehr über dieses Thema bei euch zu lesen.

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