Abnehmen ohne Diät – auf diese 3 Dinge solltest du verzichten

Das Thema Abnehmen bei Zeit zu leben? Passt das?

Ja, da habe ich auch einen Moment lang drüber nachgedacht. Denn die Alternative zum Abnehmen ist schließlich, dass wir uns selbst als Mensch so annehmen, wie wir sind. Ob wir nun 10 kg mehr auf die Waage bringen oder nicht. Sich selbst annehmen: ein sehr erstrebenswerter Weg – und die beste und nachhaltigste Lösung, wenn du unzufrieden mit deinem Körper bist!

Aber jeder muss (und darf) seinen eigenen Weg finden. Und gerade in unserem Motivations-Kurs, beim Projekt Willenskraft oder in unserem Gewohnheiten-Kurs war eines immer wieder Topthema: Ich möchte abnehmen. Ich möchte wieder zum Gewicht XY zurück. Ja, wenn es doch für viele Menschen so wichtig ist, dann möchten wir es auch zum Thema machen.

Ich möchte dir hier aber keine Empfehlung geben, wie viel Kohlenhydrate jetzt richtig sind oder welche Brigitte-Diät wirklich funktioniert und welche nicht. Davon habe ich keine Ahnung :-)

Aber ich habe schon einiges zum Thema gelesen und bin auch gerade in letzter Zeit über spannende Videos gestolpert, deren Inhalt ich gerne mit dir teilen möchte.

Denn wieviele Kalorien du zu dir nimmst, oder wie viel Kohlenhydrate oder „Punkte“ du am Tag isst – das ist gar nicht unbedingt das Entscheidende.

Es gibt vor allem 3 Dinge, auf die du verzichten solltest, wenn du abnehmen möchtest. 3 Dinge, die man eigentlich gar nicht auf dem Schirm hat. Die aber wirklich einen Unterschied machen. Und die nichts mit der üblichen Quälerei zu tun haben. Und die Erklärungen dazu klingen so einfach und logisch, dass ich es unbedingt in die Welt hinausschreiben wollte.

Ja, so, jetzt ist es raus :-). Und hier kommen dann endlich die 3 entscheidenden Faktoren:

1. Weg mit dem Stress!

„Hä? Das soll ein entscheidender Faktor sein?“ – Ja, das dachte ich auch … Aber die Erklärung hat mich vollkommen überzeugt.

Ohne jetzt allzu sehr ins Detail zu gehen: Wenn wir gestresst sind, dann schüttet unser Körper ein bestimmtes Stresshormon aus: Cortisol. Und dieses Cortisol hat Einfluss auf unseren Stoffwechsel. Es sorgt unter anderem dafür, dass dein Blutzuckerspiegel steigt und deinem Körper schnell Energie zur Verfügung gestellt wird, damit du zum Beispiel in einer Stresssituation schnell weglaufen oder kämpfen kannst. Der Körper mag aber keinen hohen Blutzuckerspiegel und will den Blutzuckerspiegel gerne konstant halten. Das reguliert er über Insulin. Wenn unser Blutzucker zu hoch ist, will das Insulin ihn entweder in die Muskeln bringen, um ihn zu verwerten, oder speichert ihn in Form von Fett.

Was passiert aber nun, wenn du gar nicht wegläufst oder kämpfst? Wenn dein Stress nicht aus dem Säbelzahntiger besteht, sondern vielmehr aus Sorgen und Problemen, die an dir nagen? Wenn du dauerhaft einfach überlastet bist und gar nicht mehr richtig zur Ruhe kommst?

Dann wird der durch die Stressreaktion erhöhte Blutzucker nicht verbraucht. Weil du keine Muskelarbeit aufwendest, wenn dein Kopfkino dich belastet oder der volle Schreibtisch und der Druck vom Chef dir seit Wochen Überstunden und schlaflose Nächte bescheren.

Du kannst deine Probleme lösen.

Aus eigener Kraft. Ohne Coach und Therapeut. Wie das geht, lernst du im Selbstcoaching-Programm.

Insulin als Speicherhormon sorgt dann für die Speicherung dieses Blutzuckers in Form von Bauchfett. Und so macht zu viel Stress – und damit zu viel Cortisol – dick!

Wenn du also gerne abnehmen möchtest und das mit den ganzen verschiedenen Diäten nie so richtig hinhaut, dann schau doch in Zukunft vielleicht nicht mehr nur auf die Nudeln und die Chips, sondern versuch auch mal, ein bisschen auf Stress zu verzichten :-)

Klar, so ganz ohne Stress – das ist nicht nur nicht erstrebenswert, sondern auch gar nicht möglich, bei den vielen Anforderungen, Problemen und Sorgen, die jeder von uns hat und kennt. Wichtig ist, dass es kein Dauerstress wird und unser Cortisolspiegel nicht langanhaltend erhöht bleibt.

Was hilft? 

Wichtig ist, dass wir auch in stressigen Zeiten gut für uns sorgen. Regelmäßig Pausen machen. Probleme möglichst schnell aus dem Weg räumen. Ausreichend und qualitativ gut schlafen. Dinge tun, die uns Spaß machen. Belastende Gefühle loslassen. Den Kontakt zu den Menschen pflegen, die wir mögen. Unsere Lieblingsmusik hören. Meditieren. Und ja, idealerweise auch Sport machen! All das (und noch viel mehr!) baut Cortisol ab. Es entspannt uns. Und hilft uns dabei, auch diese Fettpölsterchen am Bauch wegzubekommen :-) Und das Beste ist: Es tut gar nicht weh – im Gegenteil!

2. Unzufriedenheit und schlechte Stimmung ade

16:30 Uhr, es wird wieder dunkel draußen – das Energielevel liegt bei maximal 10% … Schokolade muss her! Mein Freund hat mich versetzt und ich sitze gefrustet alleine zu Hause … Gut, dass die Chips mich trösten!

Langeweile, schlechte Laune, Müdigkeit und Unzufriedenheit – was da hilft, ist richtig schönes, fettiges und kohlenhydratereiches Essen. Das bringt einen Stimmungskick und kann so manchen Frust vergessen machen.

Mist nur, dass gerade dieses Essen ja gerne mal ansetzt :-(. Ein Salat hilft eben nicht so gut gegen Frust oder Müdigkeit wie eine schöne, fette Tafel Schokolade. Die lässt nämlich unseren Serotoninspiegel in die Höhe schnellen.

Serotonin, das ist das sogenannte Glückshormon und zuständig für die guten Gefühle. Wenn wir schlecht drauf sind, wenn alles irgendwie Mist ist, wenn wir müde und ausgelaugt sind – dann ist auch unser Serotoninspiegel im Keller. Und dann hilft eine Tafel Schokolade mit ihrer Mischung aus Zucker und Fett ganz ausgezeichnet, diesen Serotoninspiegel kurzfristig wieder anzuheben und uns Glücksgefühle zu verschaffen.

Aber wenn du ein geübter Frustesser bist, dann weißt du auch, was danach passiert. Du fällst anschließend in ein tiefes Loch. Noch viel tiefer als es vorher war. Nicht nur, weil du dich darüber ärgerst, dass du gleich so viel in dich hineingestopft hast. Sondern auch, weil dein Körper dafür sorgt.

Was passiert nämlich? So steil, wie dein Blutzuckerspiegel in die Höhe steigt und für Energie sorgt, so rapide sinkt er auch wieder. Und durch das zwischenzeitliche „Hoch“ fühlt sich dieses Loch meistens noch viel tiefer an als vorher. Die Folge: Wir sind am Ende eher noch müder und ausgelaugter als vorher und die Stimmung ist noch ein paar Stufen tiefer in den Keller gesunken.

Um das mal ganz grob und plakativ in einem Satz zu formulieren: Schlechte Stimmung, Unzufriedenheit und Müdigkeit bewirken bei den meisten von uns einen riesigen Hunger auf fett- und zuckerhaltiges Essen. Also genau auf das, worauf wir eigentlich doch so gerne verzichten wollten.

… Und dann überleg dir mal, wie sehr deine Stimmung und dein Energieniveau im Keller ist, wenn du radikal Diät machst und dir alles Schöne und Leckere verbietest! Kein Wunder, dass wir dann ganz schnell beim Heißhunger und Frustessen landen – und unser Projekt Abnehmen mal wieder gescheitert ist. Oder nicht?

Was hilft? 

Gute Laune, mehr Energie, Glücksgefühle. Das brauchen wir und das versuchen wir uns nur allzu oft über unser Essen zu ermöglichen. Dabei gibt es so viele andere, einfache Möglichkeiten, wie wir glücklicher und fitter werden können.

Schritt 1 lautet also: achtsam sein! Erkennen, dass wir gerade nicht gut drauf sind und genau das der Grund ist, dass wir plötzlich ein unbezwingbares Bedürfnis nach 1 kg Spaghetti bolognese – oder besser noch: Sahnetorte – haben.

Und Schritt 2 lautet: Tu dir selbst etwas Gutes und versuch mal, anders zu guten Gefühlen zu kommen als über das Essen. Was macht dir Spaß? Was macht dich glücklich? Was bringt dir Energie?

Vielleicht hörst du dir in solchen Momenten deine Lieblingsmusik an und singst lauthals mit. Treff dich mit deiner besten Freundin. Geh shoppen. Lies auf einer Witzeseite. Geh mit deinem Hund spazieren oder kuschel mit deiner Katze. Tanz Zumba oder mach irgendeinen anderen Sport (aber nur, wenn es dir auch wirklich Spaß macht!). Setz dich an dein Nähprojekt. Schau dir lustige youtube-Videos an. Erlaubt ist alles, was Spaß macht. Klingt doch nach einer guten Strategie, weniger zu essen, oder?

3. Aufhören mit dem Hungern!

Hungern ist Mist. Nicht nur, weil es keinen Spaß macht, sondern auch, weil es überhaupt nichts bringt. Denn nur, weil du deinen Körper regelmäßig in Hungersnot bringst, nimmst du noch lange nicht ab.

Wenn du dich und deinen Körper nämlich quälst und nichts isst, obwohl du Hunger hast, dann passiert Folgendes: Dein Körper ist geschockt und es geht irgendwo dadrinnen ein Alarm los: „Achtung, Hungersnot. Oh Gott, wenn wir nichts mehr zu essen bekommen – und damit keine neue Energie –, dann müssen wir jetzt ganz schnell alle Energie sparen. Alles anhalten, hier wird jetzt kein Fett mehr verbrannt.“ Denn auch wenn unser Bauchfett uns heute alles andere als lieb ist, so war es in früheren Zeiten vor allem eins: unsere ganz persönliche Lebensversicherung. Dein Bauchfett ist die letzte Reserve deines Körpers und dient deinem unbedingten Überleben in Zeiten langer Hungersnöte. Das Bauchfett wird von deinem Körper deshalb nur sehr ungern und als Allerletztes freigegeben.

Wenn du deinen Körper durch Hunger also in eine künstliche Notsituation versetzt, dann entsteht Panik. Und wenn du dann irgendwann nach 12 Stunden Hungern endlich mal wieder etwas isst, dann hat sich der Körper das gemerkt und legt das Essen direkt als Reserve an. Denn für ihn ist gerade eine Zeit der Hungersnot angebrochen, in der er gut haushalten muss, mit dem, was er bekommt. Also legt er es gut gesichert – am liebsten als Bauchspeck – an. Ist blöd, stimmt aber.

Und es ist ein Teufelskreis. Ich stelle mit dem Hungern meinen Körper unter Dauerstress. Der Cortisolspiegel steigt, bleibt je nach Dauer der Hungersnot auch erhöht und der Körper setzt Fett an. Und dieser ganze Stress sorgt auch dafür, dass ich grundsätzlich unzufrieden, schlecht gelaunt und kraftlos bin … Was dann wiederum zu Frustessen führen kann, weil wir ja irgendwoher unsere Lebensenergie und unsere Glücksgefühle bekommen möchten. Das Frustessen, das speichert der Körper dann auch direkt als Reserve – wer weiß, wann wieder etwas kommt.

Was hilft?

Nicht hungern! Die Alternative ist viel gesünder und führt mit hoher Wahrscheinlichkeit bei den meisten von uns zu einer Gewichtsabnahme. Das klingt jetzt wirklich blöd und echt stumpf, aber die Regel ist so einfach (und ich weiß gar nicht, ob es wirklich Menschen gibt, die sich daran halten – ich hab’s nie getan): „Wenn du Hunger hast, dann iss etwas. Und hör auf mit dem Essen, sobald der Hunger weg ist.“

Übrigens: Ganz oft haben wir nicht einmal Hunger, sondern eigentlich Durst. Denn wenn unser Körper dehydriert ist, dann bekommen wir so etwas wie ein „falsches“ Hungergefühl – regelmäßig und ausreichend trinken kann Abhilfe schaffen!

Ich persönlich esse, was auf den Tisch kommt. Ich bin ein Appetitesser. Am liebsten ein schönes Abendbrot, bei dem man sich zig Brote mit den verschiedensten Aufschnitten machen kann … mhh, lecker! Aber eigentlich (!) habe ich nach dem zweiten Brot, manchmal auch erst nach dem dritten Brot, gar keinen Hunger mehr. Doch ich musste tatsächlich erstmal lernen, dadrauf überhaupt zu achten. Mal eine kurze Pause zu machen und in mich hineinzuhorchen: Habe ich jetzt gerade noch Hunger oder bin ich eigentlich schon satt? Brauch ich noch ein Brot? Muss ich meinen Teller wirklich noch leer machen?

Wenn ich dann merke, ich bin satt, und aufhöre zu essen, dann sind das mindestens 2 Brote weniger als sonst. Alles gespart. Und trotzdem habe ich mir nichts verboten, habe auf nichts verzichtet und muss nicht hungern.

Ja, ich weiß, es klingt blöd. Aber so blöd es auch klingt: Wenn du auch viel Appetit hast und gerne viel isst, dann probier doch mal aus, in Zukunft ein wenig achtsamer zu sein. Einfach ab und an mal eine Pause zu machen und genau hinzuhorchen: Habe ich Hunger? Habe ich keinen Hunger mehr?

Das ist wesentlich weniger blöd, als zu hungern. Versprochen.

Versöhn dich mit deinem Körper

Ich weiß nicht, wie es bei dir ausschaut. Wie viele Diäten du schon ausprobiert hast. Ob es bei dir einfach darum geht, mal 1–2 Kilo Winterspeck loszuwerden, oder ob du wirklich mit starkem Übergewicht kämpfst. Deshalb wird nicht für jeden passen, was ich hier geschrieben habe. Aber eines wollte ich noch ergänzen:

Ich glaube, je stärker wir kämpfen und je radikaler, lieb- und verständnisloser wir mit uns und somit mit unserem Körper umgehen, umso schwieriger wird es sein, mit ihm zusammenzuarbeiten.

Unser Körper hat sein ganz eigenes System. Er funktioniert nicht so, wie wir es uns mit unserem Kopf wünschen und vornehmen – er hat ganz eigene Regeln, die sich die Natur, die Evolution, so ausgedacht hat. Immer noch mehr an uns rumzukritteln, uns unter Stress zu setzen und zur Hungersnot zu zwingen, bringt in den wenigsten Fällen Erfolg. Wichtiger ist es, auf unseren Körper zu hören. Ihn zu spüren. Seine Signale zu deuten. Zu spüren, wann wir zu viel Stress haben. Zu spüren, wann wir Hunger haben. Hunger von Durst zu unterscheiden.

Du kannst es immer eine Zeitlang schaffen, Diät zu halten und weniger Energie zu dir zu nehmen. Und doch solltest du dir bewusst sein: Das System in deinem Körper funktioniert immer gleich. Er braucht ein gewisses Maß an Energie und Fettreserven. Und die wird er sich holen. Entweder indem er Reserven ansetzt oder indem er dich dazu bringt, mehr zu essen. Das hat nichts mit fehlender Disziplin zu tun. Sondern damit, dass dein Körper alles versucht, um dich gesund und am Leben zu halten.

Und dafür sollten wir ihm einfach mal dankbar sein, oder?

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