Die beste Altersvorsorge: Wie du sicherstellst, dass du im Alter glücklich bist

Altersvorsorge
Du kannst deine Probleme lösen. Aus eigener Kraft. Ohne Coach und Therapeut.
Wie das geht, lernst du im Selbstcoaching-Programm.

Altersvorsorge.

Ein Thema, das soo viele Menschen schlecht schlafen lässt.

Die einen sparen viel Geld zusätzlich an. Dafür haben sie jetzt, in der Gegenwart, entsprechend weniger zum Leben. Was doch irgendwie schade ist.

Die anderen haben sich entschieden, im Hier und Jetzt zu leben und darauf zu vertrauen, dass später schon irgendwie alles gut wird. Was gefährlich sein kann.

Und dann gibt es noch diejenigen, die jetzt viel haben und auch für später gut vorgesorgt haben. Halleluja. Die schlafen dann wohl nicht schlecht.

Was aber viele vergessen (egal, zu welcher Gruppe sie gehören): dass du glücklich alt bist, hat doch nur zu einem Teil etwas mit deinem finanziellen Status zu tun.

Altersvorsorge ist mehr als Geld ansparen

Klar, finanzielle Sicherheit ist wichtig und mit Geld ist alles einfacher als ohne Geld.

Aber: Was nützt dir viel Kohle, wenn du nichts damit anfangen kannst, weil du krank bist?

(Sag mal: Weißt du eigentlich, was du dir vom Leben wünschst? Kennst du dein Wünsche, Ziele und deine Richtung im Leben? Finde deinen Kompass)

Was nützt dir das Geld, wenn du niemanden hast, mit dem du deine Wünsche erfüllen kannst?

Wie glücklich kannst du werden, wenn du einsam bist?

Was hilft es, wenn du viel Geld hast, aber ein Stubenhocker bist und keine Interessen und Hobbys hast?

Was bringt es dir, wenn du deine viele freie Zeit dann gar nicht zu nutzen und einzuteilen weißt, weil du jahrelang nur fremdbestimmt warst?

Was, wenn du gar nicht selbst für dich sorgen kannst, weil du es nie gelernt hast?

Wenn du einfach nichts hast, wofür du morgens aufstehen möchtest, und dir der Sinn fehlt?

Wenn ich mal alt bin, dann …

Sag doch mal, wie stellst du dir deine Zukunft vor?

Vielleicht denkst du auch öfters mal sowas wie: Wenn ich mal alt bin, dann …

  • habe ich endlich die Möglichkeit, mehr zu reisen und was von der Welt zu sehen – so lange, wie ich will!
  • habe ich endlich Zeit, die ganzen dicken Bücher zu lesen und in Ruhe im Garten zu sitzen.
  • werde ich nicht so eine olle Spießerin sein, sondern ich treff mich dann weiterhin mit meinen Freunden und kann einfach den ganzen Tag tolle Sachen machen.
  • werde ich mich ganz viel um meine Enkel kümmern und kann endlich für meine Familie da sein.

Jeder von uns hat doch solche Träume und Ideen von der Zukunft.

Aber ganz ehrlich: Wie sicher kannst du dir sein, dass auch eintritt, was du dir wünschst?

Vielleicht bist du dann einfach zu krank, um zu reisen. Und lange weg sein geht schon deshalb nicht, weil du ja auch noch dein Haus hast, das dich bindet. Und wer kommt eigentlich mit?

Vielleicht wird es dir schnell langweilig mit deinen Büchern. Die waren ja schließlich auch die letzten 30 Jahre nicht interessant und wichtig genug, um ein Stück von deiner Zeit abzubekommen.

Hast du später ganz sicher ein paar gute Freunde und Bekannte, die gerne ihre Zeit mit dir teilen? Vielleicht haben sie ja auch andere Verpflichtungen. Oder sie sterben. Oder ziehen weg.

Und was ist mit deiner Familie? Was, wenn die Enkel einfach gar keinen Bock auf ihren alten Opa haben? Und sowieso haben deine Kinder und Enkelkinder ja auch ihr eigenes Leben und gar nicht unbedingt noch Zeit, sich großartig mit dir zu beschäftigen.

Puh, wenn ich das so lese, könnte ich direkt Angst vor der Zukunft kriegen …

Aber das ist es nicht, was ich dir mit diesem Beitrag sagen wollte.

Wer bin ich? Was kann ich? Was will ich?

Das herauszufinden ist schwer. Aber machbar. Und wenn du es herausgefunden hast, wirst du den Unterschied merken. Jeden Tag.

Finde Dinge über dich heraus, die du nicht geahnt hast: Mit dem Selbstlernprogramm: Finde deinen Kompass.

Sondern: Altersvorsorge bedeutet mehr, als schon heute Geld in die Zukunft zu investieren. Versteh mich nicht falsch: Finanziell vorzusorgen, ist selbstverständlich wichtig und richtig.

Aber genauso wichtig ist es, auch für deine Gesundheit, deine Beziehungen, deine Ziele und Vorstellungen von einem schönen Lebensabend vorzusorgen.

Denn auch dafür kannst du heute schon etwas tun. Und damit wahrscheinlicher machen, dass du einen glücklichen Lebensabend haben wirst.

In deine Wünsche und Vorstellungen investieren

„Man soll die Dinge so nehmen, wie sie kommen. Aber man sollte auch dafür sorgen, dass die Dinge so kommen, wie man sie nehmen möchte.“

– Curt Goetz

Also los, lass uns mal starten mit der etwas anderen Altersvorsorge.

Schritt 1: Mach dir deine Wünsche und Vorstellungen klar

Überlege dir im ersten Schritt, was du dir fürs Alter wünschst.

Wie stellst du dir das vor, wenn du 70 Jahre alt bist? Wie würdest du gerne deine Freizeit nutzen? Welche Menschen wünschst du dir an deiner Seite? Welche Wünsche und Träume schiebst du gedanklich immer in diese (ferne) Zeit? Wo und wie möchtest du leben? Was müsste sein, damit du glücklich bist und dich wohlfühlst?

Hier noch weitere Beispiel:

  1. Wenn ich alt bin, möchte ich ganz viel Zeit draußen in der Natur verbringen und viel wandern gehen.
  2. Wenn ich alt bin, möchte ich trotzdem noch als Coach arbeiten.
  3. Wenn ich alt bin, möchte ich, dass mein Zuhause ein Ort ist, an den die ganze Familie – alle Generationen – gerne kommt und wo wir uns treffen und austauschen.

Wenn du möchtest, dann notiere dir doch einfach mal dein „Wunschszenario“.

Schritt 2: Die Hindernisse erkennen

Und nun such mal ganz gezielt nach dem, was deinem Glück im Wege stehen könnte. Warum könnte vielleicht nicht klappen, was du dir wünschst? Welche Risiken gibt es? Was könnte verhindern, dass deine Vorstellungen in Erfüllung gehen?

Zu den Beispielen von oben:

  1. Es könnte passieren, dass du nicht beweglich und körperlich fit genug bist, um dann noch zu wandern oder sonst wie viel Zeit in der Natur zu verbringen. Und es wäre natürlich auch schlecht, wenn die Natur nicht schnell und einfach zugänglich für dich ist (weil du zum Beispiel im Zentrum einer Großstadt lebst).
  2. Das mit dem Jobben im Alter könnte schwierig sein, wenn du körperlich, aber auch mental nicht fit genug bist. Und es könnte natürlich sein, dass ein alter Coach nicht sonderlich gefragt ist. Und grundsätzlich kann es natürlich schwieriger sein, dann noch einen Job zu finden.
  3. Es könnte sein, dass deine Familie keine Lust hat, Zeit mit dir zu verbringen, und dass sie sich nicht wohl in deinem Haus fühlt.

So. Du bist dran. Notier dir, was deinem Glück im Alter im Weg stehen könnte …

  • Dass du nicht gesund genug bist, um …
  • Dass du niemanden hast, der …
  • Dass deine Wohnsituation so ist, dass …
  • Dass du zu wenig Geld hast, um …

Das ist jetzt vielleicht ein bisschen hart, hier so genau nachzuhaken. Aber versuch mal wirklich tief zu bohren und zu hinterfragen, welche Hindernisse es für deine Wunschvorstellungen geben könnte. Das ist nämlich die Basis für den nächsten Schritt:

Schritt 3: Deinen Investitionsplan machen

Wenn du dir überlegt hast, welches dein Ziel ist (Schritt 1) und was dich daran hindern könnte, dieses Ziel auch zu erreichen (Schritt 2), dann folgt daraus der dritte Schritt: dein Plan.

Hierfür fragst du dich, was du für deine Altersvorsorge tun kannst, damit es möglichst unwahrscheinlich wird, dass deine Hindernisse aus Schritt 2 auftauchen.

Zu Beispiel A:

Du kannst heute schon einiges dafür tun, um es wahrscheinlicher zu machen, dass du fit genug bist, um ein aktives Rentenleben zu verbringen.

Zum Beispiel: Regelmäßige Bewegung oder sogar Sport machen, um die Gelenke fit zu halten. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Natürlich nicht rauchen … Regelmäßig zur Gesundheitsvorsorge gehen usw.

Und du kannst schauen, dass du auch in einer grünen Umgebung wohnst oder zumindest einen kleinen Garten hast. Sodass du auch mit altersbedingt schwindenden Kräften einfach und ohne zu viele Hürden raus in die Natur kommst.

Zu Beispiel B:

Wenn du weiterhin arbeiten möchtest (und musst), ist es wichtig, dass du fit im Kopf und up to date bleibst. Dann könnte es sinnvoll sein, dass du dich immer weiterbildest, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben und durch Lernen und Denken dein Gehirn fit hältst.

Hilfreich wäre es auch, jetzt schon Strukturen aufzubauen, in denen du im Alter gut arbeiten kannst. Zum Beispiel eine passende Ausbildung, die es dir ermöglichst, selbstständig zu arbeiten, oder auch, dass du schon vorher Erfahrungen und Referenzen erarbeitest, die dich auch als „alter“ Coach (oder sonstiger Mitarbeiter) attraktiv erscheinen lassen.

Zu Beispiel C:

(Klarheit und Orientierung machen das Leben viel einfacher. So erschaffst du dir deinen eigenen ‚inneren Kompass‘.)

Schon jetzt kannst du in diesen Wunsch investieren, indem du dich gut um deine Familie kümmerst und ein Mensch bist, mit dem man sich gerne umgibt. Dem man sich gerne anvertraut, mit dem man gerne lacht und dem man gerne zuhört. Zu dem man sich eingeladen fühlt, aber der einen auch nicht einengt und nicht klammert.

Mach dir am besten einfach mal einen groben Aktionsplan für deine Altersvorsorge. Was kannst du heute schon alles tun, um später glücklich und zufrieden alt zu sein?

Die letzten 20 Jahre

Rund 20 Jahre leben wir durchschnittlich im Ruhestand. Was für eine lange Zeit. Was man damit alles anstellen kann. Wahnsinn.

Natürlich – und auch leider – können wir nicht gänzlich beeinflussen, wie diese Zeit verlaufen wird und was uns da genau erwartet.

Aber lasst uns nicht nur das Augenmerk auf die finanzielle Absicherung legen. Es gibt noch so viel mehr, was das Leben ausmacht. Beziehungen. Sinn. Liebe. Gesundheit. Beschäftigung.

Deshalb erweitere dein Altersvorsorge-Portfolio doch ab sofort noch um ein paar weitere Dinge, die dir für dein Altwerden wichtig sind.

Denn:

„Die Zukunft kann man am besten voraussagen, wenn man sie selbst gestaltet.“

– Alan Kay

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Kommentare

  • Was für ein schöner Artikel! Schade, dass es so wenig Kommentare dazu gibt (die dann noch, wie überall sonst, auf das finanzielle abzielen). Ich bin mir ziemlich sicher, dass meine soziale Altersvorsorge und die von vielen anderen eine Katastrophe ist: viel zu oft umgezogen, Freunde wohnen viel zu weit weg, kaum Kinder in der Familie, Freunde vor Ort nur wenige und meistens sogar deutlich älter… weiß nicht, wie das werden soll. Eine gute Freundin von mir (auch älter, ja!) macht das besser: die ist so nett und so herzlich, dass sie schon bei mindestens drei Familien zur Ersatzoma ernannt worden ist. Ein offenes Ohr für alle haben, unkompliziert sein und vor allem froh, selbstbewußt und NICHT SCHÜCHTERN, hilft viel!

  • Kabarettist Volker Pispers YouTube
    Die Rentenlüge – amüsanteste 6 Minuten :-))

  • @Jürgen Rathje:

    Das Problem in D ist nicht, dass nur 27% einzahlen, das Problem sehe ich darin begründet, dass dieses “Sozialsystem” längst nicht so “sozial” ist, wie es sich selbst gern darstellt.

    Ich habe gerade auf einer Seite, die das Nettoentgelt berechnet für verschiedene Einkommensstufen die Sozialabgaben berechnen lassen, Alter 35, gesetzliche KK, ohne Kinder:

    1000 Euro pro Monat: 93,00 Euro RV

    2500 Euro pro Monat: 232,50 Euro RV

    6500 Euro pro Monat: 604,50 Euro RV

    6510 Euro pro Monat: 604,50 Euro RV

    12000 Euro pro Monat: 604,50 Euro RV

    Grund hierfür ist die – zunächst gut gemeinte – “Beitragsbemessungsgrenze”. Ich glaube, diese wurde eingeführt weil man den Menschen, die einen gewissen Betrag an Einkommen erhalten, zutraut, selbst etwas für das Alter zurückzulegen. Dies jedoch führt das “Soziale” ad absurdum. Sozial wäre in meinen Augen, jeder zahlt nach seinen Möglichkeiten, und erhält im Rentenalter, eine durch die Beitragsbemessungsgrenze begrenzte Rente – den jenen ist ja zuzumuten, sich für das Alter selbst etwas zurückzulegen.

    Der 6510 € verdienende würde dann statt 604,50 605,43 und der 12000 € verdienende 1116 € in die Rentenkasse einzahlen.

    Ich frage mich – würde ihn(sie) das “ärmer” machen? Zugegeben, es sind ca. 500€ Mehrbelastung – ca. 4%.

    Und “Rente” bekommt er eh nur für den Betrag der BBM, vorher und nachher.
    Und jetzt nicht “weinen”, dass exakt diese 500€ für die Altersversorgung “gebraucht” werden!

    Sozial ist, “jeder nach seinen Möglichkeiten” und nicht, “nicht ganz alle nach ihren Möglichkeiten”.

    Meine E-Mail-Adresse darf gern erfragt und weitergegeben werden.

    Al

  • Das Robert-Koch-Institut hat gerade die Gesundheit in der zweiten Lebenshälfte untersucht.
    Drei Viertel der über 65-Jährigen haben mindestens 2 bleibende Erkrankungen. Trotzdem sind sie
    am Ende der U-Kurve zufriedener als in der Lebensmitte. Die sogenannte Morbiditäts-Kompression
    besagt ferner, dass die menschen später und kürzer krank werden. Entscheidend dabei sind die Anzahl der gesunden Jahre jenseits der 65. In Deutschland sind das nur 7,0 Jahre, in der EU 7,6 Jahre, in Norwegen sind es allerdings 15! Jahre. Die Ursachen liegen einerseits im Deutschen Arbeitssystem, welches die Gesundheit wirklich beeinträchtigt und! in der finanziellen Sicherheit im Alter. Hier liegen die skandinavischen Sozialländer weit vorne. Und meine Anmerkung: Laut Mercer-Unternehmensberatung ist das Dänische Rentensystem das Beste der Welt. Um die demografische Entwicklung kommen die auch nicht drum herum, deshalb wird die Rente ab 74 (derzeit 70) kommen. Das Deutsche System (wo übrigens nur 27%! einzahlen) liegt auf Platz 11 auf dem Level von Mexico, Brasilien und den USA.
    Ich warne wegen der Altlasten der Deutschen Privatversicherer vor übereilten und oftmals falschen Entscheidungen. Und: Arbeit macht auch im Alter Spaß, in den USA haben sie 90-95!jährige an die Werkbank zurück geholt…die wurden glücklicher.
    Jürgen Rathje
    Rechtsberatung Versicherungen
    seit 1981 – seit 1993 freier Versicherungsmakler
    Altersvorsorge außerhalb des Deutschen Systems

  • Hallo Judith,
    erst mal ein DANKE DIR für Dein Schreiben. Schon in dem Wort “Altersvorsorge” ist Sorge enthalten…ich kann nur immer JETZT glücklich Sein, die Zukunft kenne ich nicht, ich weiss nicht, was die nächste Stunde bringt, soviel ich auch plane, es kommt oft anders… DAS LEBEN HAT IMMER RECHT – HINGABE IST DIE LÖSUNG UND DANKBAR SEIN FÜR DAS WAS WAR WAS IST UND WAS SEIN WIRD!
    Es braucht nicht viel zum Glücklich SEIN – LIEBE LEBE LACHE! Nicht Sorgen machen und sich was einreden lassen, sich auf FREUDE fokussieren ist wundervoll! Wir alle sind WUNDERVOLL – AUCH DIE ALTEN! Achtet und ehrt sie und allen geht es gut!
    Herz Licht Monika

  • Liebe Judith,
    sicher hast Du in vielem Recht, was Du schreibst und natürlich nützt Dir das ganze Geld nichts, wenn Du krank bist. Nur, wenn Du einigermaßen gesund bist und durch Schicksalsschläge sozusagen “arm” geworden bist im Rentenalter, ist das eine ganz böse Entwicklung. In keine Konzerte gehen zu können, kein Geld für Vereine oder Lauftreffs zu haben, eben alles das, was gemeinsam Freude bereitet, Freunden bei Einladungen absagen zu müssen mit irgendwelchen Ausreden, weil das Geld wieder nicht im Monat dazu langt etc. , nicht mehr verreisen zu können. und und und. Gerade im Rentenalter, wenn man ja viel Zeit hat, um die schönen Dinge des Lebens genießen zu können, ist Geld ein ganz wichtiger Faktor und trägt zu einem Großteil zumindest zur Beruhigung bei. Trotzdem versuche ich natürlich das Beste draus zu machen – bleibt mir garnichts anderes übrig. Schon bitter!

  • Danke Judith! Es ist ein wichtiger Beitrag, der den Nagel auf den Kopf trifft. Wenn die Zukunftsvorstellungen vor allem darauf setzen, dass Gesundheit, Partner, Familie, Freundeskreis usw. dann auch den Vorstellungen entsprechen, besteht die große Gefahr von tiefer Enttäuschung und Einsamkeit.
    Da ist der Rentner, der nach dem Tod seiner ihn stets umsorgenden Frau gar nichts mehr mit sich anzufangen weiß. Da ist die betagte Erzieherin, die sich aufopferungsvoll immer um andere gekümmert hat und ihre eigenen Lebenspläne stets unterordnete. Sie wurde ja immer gebraucht und zog Energie und Optimismus daraus, für Andere da zu sein. Ihre eigenen Lebenspläne oder den Aufbau eines Freundeskreises stellte sie stets zurück. Jetzt starb der Mann, die Kinder und Enkel sind längst selbst erwachsen und wohnen nicht am Ort. Um wen soll sie sich nun kümmern? DAS hat sie nie gelernt. Und so weiter…. Sich selber stark machen für die noch kommenden Hochs und Tiefs im Leben, nicht Erwartetes in die Planungen einbeziehen (ohne davor Angst zu bekommen) – das ist wohl das Geheimnis eines lebenswerten Ruhestandes. So, ich gehe jetzt zum Lauftreff, dort sind noch ein paar in meinem Alter.. :-)

  • Das was Ihr schreibt ist alles richtig. Meine Erfahrung und Wahrnehmung ist, dass im Alter der Kontakt mit Freunden, netten Menschen (z.B. Verein) absolut wesentlich ist. Daraus erfährt man die höchste Motivation aktiv zu bleiben (sofern man sich nicht mit zu vielen Nörglern, Pessimisten und Energieräubern umgibt). Liebe Grüße und bleibt achtsam, Robert

  • Was, wenn ein „Alter“ diesen Beitrag kommentieren würde? Was, wenn von einer „Sicherstellung“ (des Glücks) nicht die Rede sein kann? Was, wenn es noch tausend mehr „Hindernisse“ für die Zukunft geben würde? Was, wenn die Lebensplanung eine Illusion wäre?

    Aber trotzdem nett: Wünsche, Vorstellungen, Leidenschaft, Hobbies, Vision, Mission, Ziele, Plan, Weg und so weiter und so fort.

    Für die Zukunft im Alter sehe ich zwei Vorstellungen:

    1. Die Zukunft, auf die ich zugehe, die ich planen kann, z.B. den 800 km langen Jakobsweg zu pilgern und am 18.08.2016 in Santiago de Compostela einzulaufen und

    2. Die Zukunft, die auf mich zukommt, die ich nicht planen kann, z.B. nach diesem Erfolgserlebnis eine chronische Krankheit zu bekommen.

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

Aktuell lesen über 125.000 Menschen meinen wöchentlichen Newsletter, und rund 150.000 Menschen haben an meinen Selbstlernkursen und Online-Coachings teilgenommen.

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