Mit der Angst umgehen: Diese Botschaft hilft dir dabei

„Da wo die Angst ist, da geht’s lang!“

Kennst du diesen Ausspruch? Ich habe ihn im letzten Jahr an der Pinnwand meiner verstorbenen Freundin Anni gefunden – und trage ihn seitdem immer bei mir.

Und weil ich finde, dass in diesem Satz so vieles steckt, möchte ich gerne meine Gedanken dazu mit dir teilen.

Ich habe mir überlegt, dass dieser Ausspruch so etwas wie ein Leitprinzip für mein Leben sein soll. Denn mir ist es wichtig, als Mensch immer stärker, gefestigter und besser zu werden. Zu wachsen. Und wenn du bei Zeit zu leben liest, dann ist es vermutlich auch dein Wunsch, dass du dich stetig weiterentwickelst.

„Da wo die Angst ist, da geht’s lang“ ist für mich der Aufruf, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen: Neue Schritte zu gehen. An sich zu arbeiten. Sich zu überwinden. Aus seiner Bequemlichkeit auszutreten und für seine Wünsche und Ziele zu kämpfen. Entscheidungen zu treffen.

All das erfordert Mut. Wir müssen uns trauen, die Spur zu wechseln, wenn der Weg nicht mehr zum Ziel führt. Wir müssen uns trauen, Risiken einzugehen. Den Mut haben, mit unseren Entscheidungen umzugehen. Und uns trauen, Fehler zu machen.

An diesen Herausforderungen des Lebens wachsen wir. Egal, ob wir nun unser Ziel erreicht haben oder nicht. Egal, ob sich das Risiko gelohnt hat oder nicht – und egal, ob die Entscheidung richtig oder falsch war. Wichtig ist, dass man es versucht hat. Dass man gekämpft hat. Es einmal ausprobiert hat.

Wir können nicht verlieren, wenn wir uns einer Herausforderung gestellt haben: Im schlechtesten Fall sind wir um eine große Erfahrung reicher und ein kleines bisschen weiser geworden. Im besten Fall sind wir um eine große Erfahrung reicher, ein kleines bisschen weiser geworden und unser ganzes Leben ist ein Stück besser geworden.

Ich bin sehr dankbar, dass ich diese letzte Botschaft an Annis Pinnwand gefunden habe, und bewege sie seitdem oft im Kopf. Der Satz alleine gibt mir den nötigen Mut, Herausforderungen anzupacken. Er sagt mir, dass mein Mut sich immer auszahlt und mir hilft, als Mensch zu wachsen. Den Mutigen gehört die Welt.

Und vielleicht kannst du diesen Beitrag ja einfach mal als Anlass nehmen, selbst über eine Art Lebensmotto oder Leitprinzip nachzudenken?

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Kommentare

  • Fallen denn Voreingenommenheiten auch unter den Begriff Ängste?
    Was ließe sich daran ändern wenn in Gesprächen immer nur auf Kleinigkeiten geachtet wird und man geht sobald einem etwas nicht passt oder man glaubt nicht die optimale Antwort zu haben.

    Und wenn man sich wie gelähmt fühlt in vielen Lebenslagen, gibt es da Außsicht auf baldige Besserung oder sollte man sich denken macht nichts soviel anders, besser geht es da anderen auch nicht?

  • Was für ein unspezifisches BLABLA! Leute – werdet konkret statt so ein Gewäsch vom Stapel zu lassen!!

    • Kathrin schreibt am 20. Februar 2013

      hallo Kritiker, … welch ungewohnter Name für eine Person!?
      Habe mich schon gewundert, dass der unsagbar konstruktive Beitrag
      so lange auf sich hat warten lassen! Na was soll´s, sicher hat es sehr
      viel Mut gebraucht die Angst zu überwinden um diesen extrem wichtigen Beitrag zu schreiben, Gratulation, weiter so, wenn´s hilft und dadurch die eigenen Grenzen und Ängste aufgelöst werden.
      Es ist immerhin der erste Schritt um dem Spruch zu folgen.

      Allen anderen danke ich für die, für mich, wunderbaren Beiträge und
      ja, den Spruch kann ich mir auch gut als Lebensmotto vorstellen. Ohne
      ihn vorher gehört zu haben, bin ich ihn schon gegangen diesen Weg.
      Beim Autofahren habe ich mal einen Nervenzusammenbruch bekommen und konnte mich danach nur noch schweißgebadet hinters Lenkrad setzen, … trotzdem habe ich es immer wieder gemacht und es hat tatsächlich 3 Jahre gedauert bis ich (auch mit Hilfe der EFT-Methode) wieder ohne Probleme mit dem Auto fahren konnte. Ich war sehr Stolz auf mich und es hat sich super angefühlt. Wenn ich einen anderen Weg genommen hätte, dann würde ich wohl heute noch unfreiwillig Autofahren ;-) … das ganze liegt jetzt schon 9 Jahre zurück und ich genieße dieses kleine Stück Freiheit jeden Tag auf´s neue!
      In diesem Sinne, hört auf eure innere Stimme, sie sagt uns immer wieder wo es langgeht.

  • Einst 1980 – 1982 erfuhr ich erstmals Hilfe zur Selbsthilfe wg. Bulimie in OA (Overeaters Anonymous). Bis heute lernte ich diverse Gruppen aus dem A-Bereich kennen, arbeite im Programm. “Wo die Angst ist, geht´s lang” ist ein geflügeltes Wort in diesen Gruppen. Immer wieder merke ich, wie Gedanken Angst erzeugen, den Mut blockieren wollen. Ich versuche, dies aufmerksam, achtsam wahrzunehmen. Was will mir “Angst” sagen? Fühle in mich hinein, werde bewusst, entscheide, was ich tun möchte. Der Angst gehorchen oder dennoch den mutigen Weg zu wählen. Ich habe Angst, Mut, Freude, … ich bin diese Gefühle nicht.

  • Der Spruch gefällt mir als Ermutigung.
    Ich finde allerdings, dass es in diesem, Zusammenhang auch sehr wichtig ist, darüber zu reflektieren, wovor man Angst hat, und wie man aufgrund der Ängste handelt.
    Also auch wenn ich “in die Richtung der Angst” gehe, tue ich mir damit nicht immer einen direkten Gefallen. Blind drauf loszustürmen ist da meist nicht so günstig. Ängste sind oft nicht ohne Gründe da, deswegen sollte man vorher sichergehen, ob man sich in der jeweiligen Situation nicht übernimmt, bzw. wie man mit der Situation am besten “fertig” wird… manchmal ist ein kurzer, breiter, gut einsehbarer Weg zum Ziel möglich und auch günstig, ein anderes Mal kommt man mit einem längeren, engeren Weg besser klar, weil er einen nicht sofort mit allem belastet, was der Weg für einen bereit hält.

  • Genau mein Thema zur Zeit. Angst und Veränderung. Es gibt keine Zufälle, das weiß ich jetzt wieder neu.

  • Da wo die Angst ist, da gehts lang so heisst an Buch aus den
    70iger Jahren. Ich habs daheim.

    Sie haben den Ausspruch falsch verstanden.

    Mit diesem Satz soll ausgedrückt werden, dass wenn man Angst hat…sich alles dorthin ausrichtet. Das man sozusagen von der Angst geleitet wird. I

    • Medaillon schreibt am 22. Februar 2013

      Mag sein, dass Ihr Buch aus den 70ern dieses Zitat als Titel trägt und so zu interpretieren ist, wie sie es sagen…aber für mich ist die Kernaussage dieses Zitates: Stell Dich Deiner Angst und überwinde sie!

      Ich verstehe alle bisherigen Kommentare dazu ebenfalls so, außer Ihrem natürlich…was dann wohl bedeutet, dass alle dieses Zitat falsch verstanden haben…außer Ihnen natürlich…

  • Für die Gedanken und Anregungen bin ich sehr dankbar ,
    sie ermutigen mich immer wieder die nächste Herausforderung zu wagen.
    Vielen Dank allen die hier mitmachen , hier fühle ich mich unter guten Freunden … und ein ganz besonders herzliches Dankeschön
    an Ralf Senftleben

  • @ Chris: Versuche es mal mit dem Aufhören zu denken. In deinem Kopf läuft eine Endlos-Schleife der Szenarien, die passieren KÖNNTEN, aber nicht müssen. Ich bin zwar nicht ins Ausland gegangen, aber jede Belastungssituation, egal welche, läuft so oder ähnlich ab. Wenn es Dir gelingt, dich beim (Zer-)Denken zu beobachten, dann hört der Verstand einfach auf, Dir immer wieder das Gleiche vorzubeten. Du wirst ruhig und kannst klare Entscheidungen treffen. Versuche, wenn Du merkst, dass Du abdriftest, festzustellen, dass Du gerade abdriftest und schon hört es auf. Kompliziert ist das nicht, aber manchmal verdammt schwer. Der Tipp kommt auch nicht von mir sondern von Eckhart Tolle: Jetzt – die Kraft der Gegenwart. Aber ich kann sagen, dass es super funktioniert.

    Toller Artikel! Immer wieder DANKE!
    Grüße
    Thomas

    • Chris schreibt am 3. Februar 2013

      Vielen Dank für deine Worte Thomas

  • Das sind starke Worte, ein weiser und sehr lebensnaher Satz. Ich habe die Erfahrung auch immer wieder gemacht. Es ging immer nur weiter, wenn ich durch die Angst gegangen bin. Auch manchmal mit sehr wackeligen Beinen. Ich habe vor vielen Jahren etwas sehr, sehr schweres aushalten und durchhalten müssen, damals sagte ich mir die Sätze “Ich schaffe das, ich bin gut so wie ich bin, ich erkenne mich an so wie ich bin und ich es mache, ich liebe mich”,das habe ich mir damals mehrmals täglich und viele Male hintereinander gesagt, ähnlich wie ein Mantra, damit habe ich alles durchgestanden, überstanden und Vieles verändert.
    Nun steht die Angst wieder vor meiner Tür, mein Hund ist gestern gestorben, jetzt bin ich wieder fast ganz alleine, das war ich zu viel in meinem Leben, deswegen traten akut Existenzängste auf. Aber ich denke, ich werde auch das schaffen, auch wenn es jetzt erstmal schwer wird. Ich habe es auf verdrehte Weise meinem Hund zu verdanken, dass ich auf das Forum zeitzuleben. de gestoßen bin: als er vor Monaten so krank wurde, suchte ich in den gelben Seiten nach altenativen Behandlungsmethoden für ihn und stieß beim Durchblättern auf die Rubrik Stressbewältigung auf zeitzuleben. Jetzt hilft es mir mehr noch als zu der Zeit damals.
    Danke, Herr Senftleben für Ihre Menschenliebe.

    Herzliche Grüße
    Katharina

  • Ich habe immer den Eindruck, dass die Angst allgewärtig ist! Warum offenbaren die Menschen nicht ihre Angst!

    Mensch tu recht, so unterscheidet sich der Frei von dem Knecht!

    Arion

    • Laura schreibt am 4. Februar 2013

      Arion, ich glaube, du hast schon recht damit, dass Angst das Leben sehr bestimmt.
      Aber gerade im sozialen Miteinander ist es, glaube ich, in unserer Gesellschaft nicht immer möglich, offen über die eigenen Ängste zu sprechen. Immerhin würde das heißen, sich dem Gegenüber zu öffnen und anzuvertrauen, schließlich werden Ängste oft als etwas sehr Persönliches wahrgenommen. Und dieses zwischenmenschliche Vertrauen muss man erst einmal aufbauen. Ich möchte mich ja auch nicht aufgrund meiner Offenheit und meiner Ängste einem Anderen “ausliefern” und mich von seinem Wohlwollen abhängig machen.

  • Ich habe ANGST vor allem vor der Zukunft, es steht für mich eine Übersiedlung ins Ausland an, ich weiß aber beim besten Willen nicht, ob es die richtige Entscheidung ist!

    Manchmal möchte ich abends einschlafen und morgens nicht mehr aufwachen, ich bin wie gelähmt! Ich kann keine klaren Entscheidungen treffen, und je mehr der Tag X kommt, desto heftiger wird es!

    Was kann ich tun?

    Einen schönen Sonntagabend euch

    • Claudia schreibt am 3. Februar 2013

      Hallo Chris,
      schauen Sie sich doch einmal das Interview mit Maja Storch zum Thema “Entscheiden mit Herz und Verstand” an, es wird im heutigen Newsletter aufgeführt!! Meines Erachtens genau Ihr Thema!
      Alles Gute!
      Claudia

    • Chris schreibt am 3. Februar 2013

      Danke Claudia für den Tipp

    • Jelena schreibt am 4. Februar 2013

      Hallo Chris,

      ich kann dich sehr gut verstehen. Bin momentan auch im Ausland (wenn auch nur zeitlich begrenzt) und hatte zuerst ziemlich große Angst davor, aber vielleicht hilft es dir, wenn du denkst: Ich probiere es jetzt einfach aus, was kann mir denn schon passieren? Und wenn es nicht das richtige ist, gehe ich eben wieder zurück/ mache etwas anderes. Wege gibt es immer, und am ehesten tun sie sich dann auf, wenn du offen gegenüber Alternativen eingestellt bist. Auch hilft es immer, tief durch zu atmen sowie im Moment zu sein und zu bleiben. Denn dein Leben findet doch immer JETZT statt :-)

  • eine andere variante meines lebensmottos, das ich seit 10 jahren habe (da entdeckte ich es bei einem freund gerahmt an der wand):
    “WENN DU WEIßT, WO DEINE ANGST IST, WEIßT DU, WO DEIN WEG IST!”

    • Chris schreibt am 3. Februar 2013

      Danke Jenny,

      der Weg (sehr vernebelt und unklar) ist da, nur hapert es an der Umsetzung, da ich mich verhalte wie das Kaninchen vor der Schlange! Erstarrt und unfähig, in die Aktion zu kommen!

  • Vor Jahren hatte ich bereits zu diesem Thema ein wunderschönes Buch gelesen. Von Pema Chödrön. Gehe an die Orte, die Du fürchtest.
    (Es wurde bei zeitzuleben schon vorgestellt.)

    In vielen Coachings hatte ich diesen Gedanken um die “Heldenreise” erweitert. Auch schon bei zeitzuleben im Buch Quest von Martin Weiss besprochen. (gibt es noch ein Thema, daß hier noch nicht angeführt wurde? :-)
    In der “Heldenreise” ist der “Drache” eine zentrale Figur.
    Für mich ist der “Drache der Angst” gleichzeitg der “Hüter des Schatzes”.
    Wenn ich dorthin gehe, wo meine Angst, mein ganz persönlicher Drache am Höhleneingang einen sagenhaften Schatz bewacht,
    dann mag der für andere unsichtbar sein (interessante Doppeldeutigkeit) für mich ist er sehr real.
    Und was wäre es für ein Schatz, wenn dieser “auf der Straße” liegen würde? Dann würde man wohl kaum noch von einem “Schatz” sprechen,oder ?

    Ganz spannend wird es, wenn man noch die Aussage von Dr. John Gray in einem Interview mit Tonny Robbins dazu nimmt.
    Dort spricht er vom “Dragon inside”, vor dem der verantwortliche Mann seine Frau schützt.

    Apropos… meine Frau will mit den Hunden raus… und als braver Ehemann unterbreche ich meine Heldenreise, lasse die Drachen noch ein wenig leben und gehe Gassi.

    Ein schönes WE.

    Michael

  • Was für ein tolles Lebensmotto!
    Herzlichen Dank für’s Teilen und den schönen Artikel.

  • ein sehr guter und wahrer Spruch,
    hängt jetzt auch an meiner Pinnwand.

  • Ein toller Artikel über das große Monster ANGST.
    Er erinnert mich an eines meiner Lieblingslieder von Rosenstolz, das mich, seitdem ich es zum ersten Mal gehört habe, durch mein Leben begleitet:

    “Geh lieber durch die Wand
    als immer durch die Tür
    durchbreche den Verstand
    dann findest du zu dir

    Fütter deine Angst
    denn sie wird niemals satt
    verschwende deine Wut
    dein Leben schreit danach
    Balsam für die Seele
    ist die Ruhe für den Sturm
    erliege der Versuchung
    denn sie gibt dir Kraft
    Fütter deine Angst
    Fütter deine Angst

    Ohne deine Wut
    bist du ein halber Mensch
    ohne deinen Zorn
    verlierst du deinen Blick

    Ohne deine Angst
    fehlt dir jeder Mut
    ohne die Gefahr
    geht es nur zurück

    Geh lieber durch die Wand
    als immer durch die Tür
    durchbreche den Verstand
    dann findest du zu dir

    Fütter deine Angst
    denn sie wird niemals satt
    verschwende deine Wut
    dein Leben schreit danach
    Balsam für die Seele
    ist die Ruhe für den Sturm
    erliege der Versuchung
    denn sie gibt dir Kraft
    Fütter deine Angst
    Fütter deine Angst

    Ohne deine Stimme
    wird es niemals laut
    ohne deine Schwäche
    wirst du niemals sehn

    Ohne andre Küsse
    wirst du niemals warm
    ohne deinen Atem
    wird es nie geschehn

    Geh lieber durch die Wand
    als immer durch die Tür
    Durchbreche den Verstand
    dann findest du zu dir

    Fütter deine Angst
    denn sie wird niemals satt
    verschwende deine Wut
    dein Leben schreit danach
    Balsam für die Seele
    ist die Ruhe für den Sturm
    erliege der Versuchung
    denn sie gibt dir Kraft
    Fütter deine Angst
    Fütter deine Angst

    Fütter deine Angst
    denn sie wird niemals satt
    verschwende deine Wut
    dein Leben schreit danach
    Balsam für die Seele
    ist die Ruhe für den Sturm
    erliege der Versuchung
    denn sie gibt dir Kraft
    Fütter deine Angst.”

  • Erinnert mich an das Zitat von Theodore Roosevelt, das ich neulich in “Daring Greatly“ von Brene gelesen habe, über den Wert, etwas gewagt zu haben, selbst wenn das Ergebnis nicht immer das erhoffte ist. “It is not the critic who counts: not the man who points out how the strong man stumbles or where the doer of deeds could have done better. The credit belongs to the man who is actually in the arena, whose face is marred by dust and sweat and blood, who strives valiantly, who errs and comes up short again and again, because there is no effort without error or shortcoming, but who knows the great enthusiasms, the great devotions, who spends himself for a worthy cause; who, at the best, knows, in the end, the triumph of high achievement, and who, at the worst, if he fails, at least he fails while daring greatly, so that his place shall never be with those cold and timid souls who knew neither victory nor defeat.” “Citizenship in a Republic,” Speech at the Sorbonne, Paris, April 23, 1910

  • Ich finde den Spruch sehr zutreffend, ich befinde mich zur Zeit selbst in einer Lebensphase, die sehr viel Mut erfordert und die mich nächtelang nicht schlafen lässt. Mein Lieblingsbuch ist “The Lacy Way to Success”von Fred Kratzon, der hat genau diesen Teil sehr gut beschrieben: Man steht vor dem großen Fluss und muss hinüber,Zweifel plagen und man weiß nicht wie es weitergehen soll, zögert man und bleibt da, wo man ist oder nimmt man Anlauf und springt los-
    diesen Absprung habe ich jetzt schon mehrfach gewagt und ich bin immer auf der anderen Seite des Flusses angekommen, bisher hat sich sonderbarerweise immer alles regeln lassen.Ich weiß aber,dass der nächste Fluß schon wieder in Sichtweite ist.
    Ich werde wohl wieder springen müssen…
    Schönen Sonntag

    Ich bin froh, auf diese Webseite gestoßen zu sein

    • Ralf schreibt am 3. Februar 2013

      Auch ich stehe vor dem großen Fluss. Folge ich den Empfehlungen der Ärzte, die mich, ohne mir Zeit zum Nachdenken zu geben, zu einer großen Operation am Herzen drängen, obwohl sie sich selbst viel Zeit gelassen, mir einen Untersuchungstermin zu geben, in dem sich der medizinische Befund herausgestellt hat? Oder ergründe ich die Ängste meiner Seele, die mir im Sinne des Wortes “das Herz zugeschnürt haben”. Und arbeite ich daran, mich diesen Ängsten zu stellen, damit ich wieder handlungsfähig werde. Auch was meine Entscheidung hinsichtlich der Operation betrifft. Ich weiss, dass dies Mut erfordert, aber es wird mich stärker machen.

  • Umarme die Angst und DU hast sie im Griff, nicht SIE dich.
    Die Angst ist sozusagen erlernt. Im Kopf läuft quasi ein falsches Programm ab – und das kann man ändern. Je rascher, desto erfolgreicher.

  • Schoener Artikel, der viele richtige Impulse enthaellt, denn die beste Art mit Angst umzugehen, ist sich dieser zu stellen. In diesem Zusammenhang faellt mir noch folgendes ein: “Den Mutigen gehoert die Welt, die Aengstlich bevoelkern sie nur, die Tapferen veraendern sie. Und fangen bei sich selber an!” Schoenen Sonntag :-)

  • “Schau der Furcht in die Augen und sie wird zwinkern” – russisches Sprichwort

  • Wunderbar: “Da wo die Angst ist – gehts lang”
    Das gefällt mir und erinnert mich an das Buch, welches ich gerade gelesen habe – RAUM
    da geht es um einen kleinen Jungen, der den Begriff Mungst ins Spiel bringt – das passt gerade

    Mut und Angst – Mungst – dass ist es wohl, was man dann spürt :)

    An dieser Stelle mal Danke für die vielen tollen Denkanstöße, die ich immer auch gerne an meine Klienten weitergebe, aber auch ganz oft für mich von großer Bedeutung sind :) Danke dafür

  • ich denke, es gibt keinen Menschen, der noch nie Angst verspürt hat. Sie kann ja auch eine schützende Funktion haben und uns zum Nachdenken anregen. ich habe im Garten einen Platz, da lade ich meine Angst immer wieder zu mir ein, um ihr zu begegnen und sie kennen zu lernen. Meine Erfahrung ist, dass sie dann durchaus zu meiner “Freundin” werden kann…

    • Gaby Groß schreibt am 5. Februar 2013

      Hallo Susanne,
      es ist ein wunderschöner Gedanke, sich einen Platz im Garten zu suchen, “wohin man seine Ängste einladen kann”!!

      vielen Dank
      Gaby

  • Danke, dass dieses so fundamentale Thema wieder aufgegriffen wurde. Auch ich kenne diesen Spruch schon sehr lange und immer wenn es mir gelingt, danach zu leben, tut mir das gut und bin ich mit mir und meinem Leben sehr zufrieden. Ich kenne es jedoch auch, dass ich meine Angst benutze, um nicht handeln zu müssen. Ich bin froh, dass ich das heute wieder gelesen habe. Allen hier einen schönen Sonntag!

  • Vielen Dank für die bereichernden, wunderbaren und wahren Gedanken jede Woche. Sehr tiefgehend und oft genau zum richtigen Zeitpunkt eine wertvolle Hilfe !
    Bitte weiter so.

    Herzliche Grüße
    Ihr großer Fan
    Gaby Wehle

  • Ja, dieser Spruch begleitet mich seit Jahren, macht mir Mut und spornt mich immer wieder an. Erstmals begegnete er mir in einem Buch von Elisabeth Kübler-Ross, der großen Sterbeforscherin, die Sterben, Tod und Trauer etwas mehr in das Leben brachte. Mein Vater war gerade gestorben und ich hatte große Angst ihn loszulassen und vor dem Trauern. Die Bücher von E.K.-R. haben mir sehr geholfen und zehn Jahre später begann ich Trauergruppen zu leiten und Menschen in ihrer Trauer zu unterstützen. Eine weitere große Angst in meinem Leben war das freie Sprechen/eine Rede halte vor einer Gruppe. Auch da half mir der Spruch weiter (er hängt immer über meinem Schreibtisch), mein Ziel zu formulieren und vor 5 Jahren stand ich zum ersten Mal vor 29 Auszubildenden und unterrichtete. Danke, dass er hier nochmal größere Verbreitung findet.

    • joy schreibt am 4. Februar 2013

      liebe simone,
      dein beitrag ist ein für mich wunderbares beispiel dafür, dass du das zitat wirklich lebst.. :).. und in die praxis umgesetzt hast.
      deine angst war das trauern >> jetzt begleitest du trauernde…
      ich gratuliere dir… und auch ich werde mir dieses zitat nun sehr gerne zu herzen nehmen, damit es auch an mir wirksam werde…

      alles liebe, joy

    • karin hein schreibt am 13. Februar 2013

      Hallo Simone,
      was du da schreibst, habe ich ganz genau so erlebt, als meine Mutter
      sehr schwer erkrankte, habe ich auf anraten meiner Hausärztin Bücher von E K Ross gelesen … dies hat mir sehr geholfen, das Erlebte zu begreifen und verstehen …. und diese Angst, vor einer Gruppe von Leuten zu sprechen war furchtbar für mich… daraufhin habe ich mich bewußt bei einem Reisebüro als Reiseleiterin beworben und habe es regelrecht trainiert vor Leuten zu reden, obwohl ich am Anfang vor Angst schweißgebadet war….
      Jedesmal in meinem Leben , wenn ich vor einer Schwierigkeit stand, habe ich versucht geradeaus zu gehen – trotz manchmal großer Angst-
      und ich habe mich hinterher immer super gefühlt, wenn ich`s geschafft hatte….
      Doch mit bestimmten Ängsten kann ich bis heute nicht umgehen. Das sind Ängste, die ich selber nicht beeinflussen kann ….. z.b. wenn es um meine Kinder geht ….. oder globale Themen, wenn ich an die Zukunft unserer Jugend denke … was wird aus dieser Welt ??
      lieber Gruß
      karin

  • ……. und ich halte es damit:
    “alle meine Fehler möchten sich bitte auf ihre Plätze begeben und möglichst wenig Lärm dabei machen” (Spruch der Inuit)

    Der Angst die Stirne bieten ist der beste Weg aus der Angst. Angst ist in eine Vorstellung – eine Illusion – und damit verbauen wir uns so oft die besten Dinge. Angst blockiert – und wollen wir blockiert sein ? Wollen wir alle nicht das Leben geniessen mit allen ups and downs ?
    Herzliche Grüsse aus Basel

  • Ja. Ich verstehe das theoretisch. Aber praktisch….

    Noch eine miese Erfahrung mehr? Und die auch noch riesig?

    Puh…. daheim hinterm Sofa mit all den alten Tricks ist es doch auch auszuhalten, oder?

    • Elfi schreibt am 3. Februar 2013

      Liebe Karin,
      du willst es “nur” aushalten?
      Warum willst du nicht leben? Dein eigenes Leben mit Freude leben!!
      Da musst du nichts “aushalten”, da darf alles sein!
      Das wünsche ich Dir!!
      Alles Liebe

  • Der Artikel erinnert mich an den Film “Der Club der toten Dichter”, genauer an das Zitat von Robert Frost:

    “Im Wald zwei Wegen boten sich mir dar,
    und ich nahm den, der weniger betreten war.
    Und dies änderte mein Leben.”

    Lg
    Christoph Teege

  • Ganz wunderbarer und stimmiger Artikel , den ich aus eigener Erfahrung nur “unterstreichen” kann. Viel in meinem Leben war von Angst bestimmt und seit ich für mich einen Weg gefunden habe , dieser Angst “entgegen zu gehen”, hat sich sehr viel zum Positiven verändert. Es ist kein einfacher Weg, aber ich bin sehr dankbar in gefunden und gegangen zu sein.

    Liebe Grüße
    Sylvia

  • Danke für den Spruch und Artikel!
    Ich finde dass uns die Angst zeigt wo ein Schmerz in uns verborgen liegt und genau den wollen wir doch befreien um wirklich glücklich und frei zu werden:) Wenn es uns gelingt die Angst nicht zu unterdrücken sondern uns Ihr mit Eigenliebe und Mitgefühl zu stellen dann wird alles gut und heil.Wie heißt es im Buddhismus:Der größte Feind ist unser größter Lehrmeister…:)

    • Christine schreibt am 3. Februar 2013

      Hallo Johannes,
      danke für diesen berührenden Kommentar. Für mich sind diese Sätze eine große Hilfe. Von Herzen Danke. Christine.

  • Ein wirklich tolles Motto. Leider gar nicht so leicht umzusetzen. Aber sicher nützlich, sich an diese Worte zu erinnern, wenn man versucht ist zu kneifen, sobald`s mal wieder etwas schwieriger wird.

    Die Angst wird ja zum Glück auch immer geringer, je öfter man sich ihr stellt.

    • frank katzer schreibt am 2. Februar 2013

      nichts wirklich großes würde dahinter warten, wenn es einfach wäre ;-)

  • Hallo Ralph,

    dazu passt, so finde ich, das Fastenmotto der evangelischen Kirche: 7 Wochen ohne Vorsicht, riskier was, Mensch. Für mich heißt das, dass ich da hinschaue, wo die Angst mich wirklich behindert und mir nicht dienlich ist im Leben. Es geht da entlang, wo es schwierig ist, wo die Angst meine Körpersymptome auslöst um da ganz genau hinzufühlen, damit sich die Angst auflösen kann und ich in der Lage bin, andere Lebensmöglichkeiten zu nutzen. Toller Gedanke, Ralph, danke

  • Gibt es Zufälle? Gerade letzte Woche machte mich jemand aufmerksam, als ich mich wegen meiner Ängste selbst kritisierte “auch wenn Sie Angst davor haben: Sie geben doch nicht auf und probieren immer wieder Neues aus” – ja stimmt, denn da wo die Angst ist, da geht es lang!

  • Witzig. Diesen Ausspruch „Da, wo die Angst ist, da geht’s lang!“ habe ich seit 2001 an meiner Pinnwand in der Küche :D
    Jeden Tag fällt meine Augen darauf und damit habe ich viele Herausforderungen gemeistert.

  • Ja! Toller Artikel…

    An der Angst erkennt man, dass sich WIRKLICH was verändert.

    Sicher fühlt man sich (zu 90%) nur in den Strukturen, die man kennt oder selbst zu greifen bekommt. ;-)

  • Kurz & knapp: ein großartiger und wunderbarer Artikel!

    • Isabell schreibt am 7. Februar 2013

      Dieser Satz stammt von dem deutschen Arzt und Psychoanalytiker Günther Ammon (1918 -1995)

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