Auf und ab und hoch und runter

Rhythmus

Bumm, bumm, bumm, bumm, bumm …

Das ist mein Herzschlag.

Das ist einer der fundamentalen Rhythmen meines Lebens.

Aber es gibt noch andere Rhythmen bei mir.

Mein Atemrhythmus.

Mein Schlaf-wach-Rhythmus.

Mein Arbeits-und-Pausen-Rhythmus.

Auch die meisten anderen Dinge in meinem Leben haben einen Rhythmus.

Zum Beispiel gibt es bei mir immer Hocharbeitsphasen, in denen ich richtig viel arbeite.

Danach kommt meist eine andere Phase, in der ich weniger arbeite und mich um andere Dinge kümmere.

Oder es gibt Phasen, da brauche ich mehr Nähe. Dann wieder Zeiten, da will ich lieber alleine für mich sein.

Im Leben passiert irgendwie alles in Wellen.

Auf und ab.

Hoch und runter.

Hin und zurück.

Wo ich das so schreibe, hört sich das auch ein bisschen nach Sex an, aber das ist ein anderes Thema. Obwohl … Ne, Schluss jetzt.

Aber wie komme ich eigentlich auf dieses Thema?

Warum schreibe ich über Rhythmen?

Ganz einfach. Weil die Qualität deines Lebens stark von deinen Rhythmen abhängt.

Du bekommst zum Beispiel massiv Probleme, wenn einer deiner wichtigen Rhythmen irgendwie nicht mehr funktioniert.

Wenn du im Job immer nur 100 % gibst, ohne mal Pause zu machen.

Wenn du nicht genug schläfst, über längere Zeiträume. Oder wenn du zu

viel schläfst. Oder wenn du schlecht schläfst.

Wenn du nach Feiertagen mit viel gutem Essen nicht ein paar Tage einschiebst, wo du eher maßvoll bist.

Wenn du dich immer nur um die anderen kümmerst, aber nie um dich selbst.

Wenn du dich immer nur um dich selbst kümmerst, aber nie um die anderen.

Ja, es gibt wichtige Rhythmen in deinem Leben. Und wenn diese aus der Balance sind, wird es kompliziert.

Denn bei deinem Herzschlag …

bumm, bumm, bumm, bumm, bumm

… da sind nicht nur die „Bumms“ wichtig. Sondern auch die stillen Phasen zwischen den „Bumms“.

Dein Herz würde nicht funktionieren, wenn es nur ein ewig währendes …

Buuuuuuuuuuuuuuuuuuuummmmmmmmmmmmmmmm

… machen würde.

So ist das halt im Leben auch.

Es gibt noch einen Punkt, wo uns Rhythmen Schwierigkeiten machen können.

Und zwar, wenn ich von mir erwarte, dass ich in einem Bereich gefälligst keine Rhythmen habe sollte. Wenn ich also gegen das Auf und Ab ankämpfe.

Ein Beispiel: Jeder von uns hat in gewissem Maße Stimmungsschwankungen. Abhängig von Wetter, Stressbelastung, Erlebnissen, Träumen, Hormonen und, und, und.

Wenn ich aber von mir selbst erwarte, ich müsste immer gleich gut drauf sein, dann kämpfe ich gegen die Wirklichkeit.

Ich kämpfe gegen den Rhythmus, gegen die Wellenbewegung.

Das ist so, als ob ich gegen die Jahreszeiten kämpfe.

Ein Kampf, den ich nicht gewinnen kann.

Der Trick ist, die eigenen Rhythmen überhaupt erst einmal zu verstehen. Sie wahrzunehmen. Sie zu sehen. Sie zu erleben, ohne sie als gut oder schlecht zu kategorisieren.

Als Nächstes gilt es, dich an deine eigenen Rhythmen anzupassen.

Ein Leben im Einklang mit dem, was natürlich einfach da ist.

Das funktioniert deutlich besser, als von deinen Rhythmen zu verlangen, sie mögen sich gefälligst an deine Erwartungen anpassen.

Oder anders gesagt: Wenn du Sonnenblumen magst, dann pflanze sie doch im Frühling, statt im Winter bei –20 Grad.

Gute Gärtner passen sich an die bestehenden Rhythmen an.

Das ist auch der Weg, wenn es um deine menschlichen Rhythmen geht. Akzeptiere das Auf und Ab. Und surfe die Welle.

Ich wünsch dir ein gutes Händchen und einen grünen Daumen im Garten deines Lebens.

Ralf

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Kommentare

  • Nach jedem Berg kommt auch ein Tal.
    Ein Pfannkuchen hat eine Helle sowohl als auch eine Dunkle Seite.
    Nach jedem Winder kommt auch ein Sommer!
    Ohne die ganzen Downs wären die ganzen Ups sehr langweilig. Alles eine Frage der denkweise. :D

    Bei der stelle:
    “Auf und ab.
    Hoch und runter.
    Hin und zurück.
    Wo ich das so schreibe, hört sich das auch ein bisschen nach Sex an,..” musste ich wirklich lachen hahah da ich erst im nachhinein gecheckt habe wie es sich anklingt XD wirklich guter Artikel! Ruhig mehr davon. :D

  • Seit Jahrtausenden haben wir dieses Wissen um Rhythmus, Phasen, Schwingungen,
    Ying-Yang, Zweipoligkeit usw.usf. Wir wissen dass es das Eine nicht ohne das Andere gibt. Egal was es ist, immer! ist es nur da, weil es das Gegenteil dazu gibt.

    Und sicherlich gab es Hunderttausende von Schriften zur Wissensvermittlung dieses Themas.
    Oberflächlich wurden und werden auch weiterhin diese gelesen und des wird beifällig genickt.

    Was hält uns eigentlich in der Tiefe unseres Seins davon ab, es endlich WAHR-zu-nehmen, zu integrieren und es zu leben ?
    Wie viel tausend Jahre müssen wir noch daran wiederkäuen -wie an anderen großen Erkenntnissen auch ?

    Hier einer der ältesten Texte dazu:

    Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit:
    – eine Zeit zum Gebären / und eine Zeit zum Sterben, / eine Zeit zum Pflanzen / und – eine Zeit zum Abernten der Pflanzen,
    – eine Zeit zum Töten / und eine Zeit zum Heilen, / eine Zeit zum Niederreißen /
    – und eine Zeit zum Bauen,

    – eine Zeit zum Weinen / und eine Zeit zum Lachen, / eine Zeit für die Klage / und
    – eine Zeit für den Tanz;

    – eine Zeit zum Steinewerfen / und eine Zeit zum Steine sammeln,

    – eine Zeit zum Umarmen / und eine Zeit, die Umarmung zu lösen,
    – eine Zeit zum Suchen / und eine Zeit zum Verlieren, / eine Zeit zum Behalten /
    – und eine Zeit zum Wegwerfen,

    – eine Zeit zum Zerreißen / und eine Zeit zum Zusammennähen, /
    eine Zeit zum – Schweigen / und eine Zeit zum Reden,

    – eine Zeit zum Lieben / und eine Zeit zum Hassen, / eine Zeit für den Krieg / und
    – eine Zeit für den Frieden.

  • Hallo Ralf,

    ich habe auch gelernt meinen Rhythmus zu nutzen, und kann deshalb auch mehr faulenzen, und leiste dabei sogar noch mehr. Ich bin wie Sie ein bekennender Faulenzer.

    Es gibt Zeiten, zum Schachspielen, Musik komponieren oder zur Gartenarbeit. Ich habe sogar millimetergenau gearbeitet ( und das als Antihandwerker mit zwei linken Händen ), weil ich gelernt habe meinen Rhythmus zu erkennen, und mir auch die notwendige Zeit für Projekte zu nehmen.

    Ein heutiges Problem ist natürlich, das Arbeitsrhythmen genau vorgegeben werden, und so Menschen ihre Fähigkeiten nicht einbringen können. Ja sie werden kaputtgemacht und die Qualitäten der Arbeiten werden immer geringer. Und das überall. Über dieses umfangreiche Thema müsste ( und könnte ) ich ein ganzes Buch schreiben.

    Ich finde ihre Vorworte immer sehr ergiebig. Vielleicht geben sie uns auch die Möglichkeit über ihre Vorworte zu diskutieren, und diese zu kommentieren. Ich finde es auch sehr positiv, das Sie bereit sind von den Lesern zu lernen und das gesagte mit aufnehmen.

  • Den eigenen Rhythmus finden…. Achtsamkeit ist hier das Schlüsselwort. Wenn ich achtsam meine Bedürfnisse erkenne, oder wie du schreibst, auf die Wellen in meinem Leben achte, kann ich besser mit mir umgehen. Denn ich kann nur dann gut für mich sorgen, wenn ich weiß, was ich brauche. Und wenn ich mir das zugestehe.

    Außerdem gibt Rhythmus natürlich Sicherheit. Aber spontan und offen für Neues zu bleiben, bedeutet, sich dem Fluss des Lebens hinzugeben, und das ist wahre Lebenskunst.

    In diesem Sinne, folgen wir den Wellen, dem Rhythmus, dem Herzen.
    Monika

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